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DE2536970A1 - Konzentrierte polychloroprenlatices mit reaktiven gruppen - Google Patents

Konzentrierte polychloroprenlatices mit reaktiven gruppen

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Publication number
DE2536970A1
DE2536970A1 DE19752536970 DE2536970A DE2536970A1 DE 2536970 A1 DE2536970 A1 DE 2536970A1 DE 19752536970 DE19752536970 DE 19752536970 DE 2536970 A DE2536970 A DE 2536970A DE 2536970 A1 DE2536970 A1 DE 2536970A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
parts
acid
monomer
reactive groups
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19752536970
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English (en)
Inventor
Hans Juergen Dr Pettelkau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
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Priority to GB3419476A priority patent/GB1529495A/en
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Priority to BE169917A priority patent/BE845325A/xx
Priority to FR7625358A priority patent/FR2333818A1/fr
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F236/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds
    • C08F236/02Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds
    • C08F236/04Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated
    • C08F236/14Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated containing elements other than carbon and hydrogen
    • C08F236/16Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated containing elements other than carbon and hydrogen containing halogen
    • C08F236/18Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, at least one having two or more carbon-to-carbon double bonds the radical having only two carbon-to-carbon double bonds conjugated containing elements other than carbon and hydrogen containing halogen containing chlorine

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Bayer Aktiengesellschaft 2536970
Zentralbereich Patente, Marken und Lizenzen
jQj /h„ 509 Leverkusen. Bayerwerk
1 9. AUG. 1975
Konzentrierte Polychloroprenlatices mit reaktiven Gruppen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung konzentrierter Polychloropren-Latices mit reaktiven Gruppen durch Copolymerisation von Chloropren mit einer olefinisch ungesättigten Carbonsäure in wässriger Emulsion bei pH-Werten £. 7 in Gegenwart bekannter Emulgatoren und radikalischer Initiatoren.
Filme aus Polychloropren-Latices ohne reaktive Gruppen müssen mit Zinkoxid und Magnesiumoxid unter Verwendung von Vulkanisationshilfsmitteln bei höherer Temperatur vernetzt werden, um die erwünschten wertvollen Gebrauchseigenschaften zu erhalten.
Filme aus Polychloropren-Latices mit reaktiven Gruppen hingegen lassen sich bereits bei Raumtemperatur mit Zinkoxid und Magnesiumoxid vulkanisationsartig vernetzen.
Polychloropren-Latices mit reaktiven Gruppen sind bekannt. Ihre Herstellung ist beschrieben in der deutschen Auslegeschrift 1 1o3 569. Hiernach muß außer Chloropren und einer Äthylencarbonsäure allerdings noch ein weiteres Monomer, wie z. B. Butadien, bei der Copolymerisation eingesetzt werden.
Le A 16 59o - 1 -
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Die Anwendung solcher Latices,ζ. B. zur Herstellung von Filmen und überzügen,ist ebenfalls beschrieben (siehe H. Esser, Baypren-Latices und ihre industriellen Anwendungen; Gummi, Asbest, Kunststoffe, 1973, H. 5-7, Seiten 394 - 398, 494 5o3, 574 - 582).
Der für die Verarbeitung solcher Latices erforderliche Feststoff gehalt liegt bei etwa 5o Gewichts-9£ (siehe Bayer-Handbuch für die Gummi-Industrie; 1971, S. 2o9 ff., Herausgeber: Bayer AG,Leverkus en).
Nach den in der deutschen Auslegeschrift 1 1o3 569 angegebenen Herstellungsvorschriften werden nur Latices mit einem Feststoffgehalt von maximal 44 Gewichts-?^ erhalten. Es ist somit eine Aufkonzentrierung erforderlich, die nach bekannten Verfahren, wie z. B. in der deutschen Patentschrift 727 534, der britischen Patentschrift 382 235 oder der US-Patentschrift 2 4o5 724 beschrieben, durchgeführt werden kann.
Das Herstellungsverfahren für den konzentrierten Latex ist somit zweistufig.
Die Konzentrierung des Latex nach der Eindampfmethode im Vakuum ist schwierig zu beherrschen, weil der Latex außerordentlich stark schäumt. Bei der Methode der "Aufrahmung" fällt ein emulgator- und polymerhaltiges "Serum" mit einem Feststoffanteil bis zu 4 Gewichts-^ an, dessen schadlose Beseitigung schwierig und kostspielig ist. Aus diesen Gründen bestand die Notwendigkeit, ein einstufiges Verfahren zu finden, das die Herstellung von Polychloropren-Latices mit reaktiven Gruppen mit Feststoffanteilen von über 5o Gewichts-96 bei unverändert guten anwendungstechnischen Eigenschaften erlaubt.
In der deutschen Auslegeschrift 1 1o3 569 wird die Copolymerisation von Chloropren mit einer olefinisch ungesättigten
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Carbonsäure als eine äußerst heftig unter starker Wärmetönung verlaufende und damit schwer zu beherrschende Reaktion beschrieben. Es wurde nun gefunden, daß diese Copolymerisation durch eine sorgfältig abgestimmte Rezeptur der Emulsionskomponenten bei gleichzeitiger Reduzierung der eingesetzten Wassermenge und Erhöung des Monomerumsatzes kontrolliert und problemlos durchgeführt werden kann. Auf diese Weise können reproduzierbare Produkte mit ebenbürtigen anwendungstechnischen Eigenschaften hergestellt werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung konzentrierter Polychloroprenlatices mit reaktiven Gruppen durch Copolymerisation von Chloropren mit einer olefinisch ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäure, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man 75 - 95 Gewichtsteile Wasser pro 1oo Gewichtsteile Monomerengemisch und 3-6 Gewichtsteile von in saurem und neutralem pH-Bereich wirksamen, ionogenen Emulgatoren - gegebenenfalls unter Zusatz von o,5-6 Gewichtsteilen nichtionogener Emulgatoren und o,2 -2 Gewichtsteilen weiterer oberflächenaktiver Substanzen einsetzt und bei pH-Werten S.7 und bei 3o - 7o C bis zu einem Monomerumsatz von mindestens 9o % polymerisiert.
Als mit Chloropren copolymerisierbare olefinische Carbonsäuren lassen sich z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Itakonsäure, Maleinsäure und Vinylessigsäure in Mengen von o,5 - 1o Gewichtsteilen pro 1oo Teile Monomer einsetzen, wobei unter Monomer die Summe der Gewichtsteile Chloropren und der Gewichtsteile olefinisch ungesättigte Carbonsäure verstanden wird.
Bevorzugt werden olefinisch ungesättigte Monocarbonsäuren, besonders bevorzugt Acryl- und Methacrylsäure,eingesetzt.
Le A 16 59o - 3 -
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Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Anwesenheit eines dritten copolymerisierbaren Monomeren nicht erforderlich. Solche zusätzlichen Monomeren können aber selbstverständlich, falls dies gewünscht wird, zur Copolymerisation mitverwendet werden.
Die Polymerisation wird in bekannter Weise als Emulsionspolymerisation durchgeführt, wobei ein diskontinuierliches oder kontinuierliches Verfahren möglich ist.
Kriterien für die eingesetzten Mengen an Emulgatoren sind die Stabilität und Viskosität der Emulsion im Verlaufe der Polymerisation, die kolloide Stabilität des hergestellten Latex und die Menge des während der Polymerisation eventuell gebildeten Koagulates.
Als ionogene Emulgatoren sind beispielsweise die Alkalisalze von Derivaten der Schwefel- und Phosphorsäure geeignet, z. B. die Natrium- oder Kaliumsalze. Beispielhaft seien genannt: Alkylsulfonate mit 8 - 2o C-Atomen im Alkylrest; kernalkylierte Benzolsulfonate mit 1 - 2o C-Atomen im Alkylrest; Sulfobernsteinsäureester, -amide, -amidester mit 5 - 2o C-Atomen in der Alkoholkomponente;
Isäthionate der Formel I
R-O-CH2-CH2-SO3 ν"'Νβν"*"; (I)
mit R = C8-C2o-Alkyl;
Alkalisalze von Alkylschwefelsäuren oder Mono- oder Dialkylphosphorsäuren mit 8 - 2o C-Atomen in der Alkoholkomponente.
Weiterhin sind beispielsweise geeignet Betaine der Formeln II und III:
Q f3
R1 -C-NH- (CH2)3 - N (+) - CH2 - COO ^ (II)
CH
3
Le A 16 59o - 4 -
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CH - CH
-1 ω -
- CH2 - OH
R2-N ντ/ - CH2 - CH2 - SO^ ν '
CH2 - CH2 - OH
mit ΚΛ und Ro = C0-C9 -Alkyl.
Die erforderlichen Emulgatormengen schwanken nach der Wirksamkeit der eingesetzten Verbindung zwischen 3 und 6 Gewichtsteilen pro 1oo Teile Monomer, wobei der Bereich von 3-4 Gewichtsteilen bevorzugt ist.
Die Wirkung der ionogenen Primäremulgatoren kann u. a. durch Zusatz von o,5-6 Gewichtsteilen nichtionogener Verbindungen verbessert werden.
Im einzelnen seien folgende Verbindungsklassen beispielhaft aufgeführt:
a) Äthylenoxid oder Propylenoxidaddukte substituierter Phenole und Alkohole der Formeln IV und V:
R-<f V-O - (CH2 -CH-O —>^H (IV) ,
R1
in der
R einen verzweigten und/oder unverzweigten C1-Cp0-Alkylrest, einen Phenylrest und/oder ein- oder mehrfach mit C1-C20 C-Atomen in der Alkylkette
alkylsubstituierten Phenylrest und R1 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeuten
und
η Werte zwischen 1 und 3o darstellt.
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R2-O- (CH2 - CH -
H (V)
in der
R2 einen verzweigten und/oder unverzweigten, gesättigten und/oder ungesättigten Alkylrest mit 1o bis 3o C-Atomen darstellt und
R. sowie η die obige Bedeutung haben.
Im einzelnen seien genannt:
mit η von 2 bis 3o;
CH.
mit η von 2 bis 3o;
-CH
-CH R1
mit η von 2 bis 3o;
Le A 16 59o
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FL
mit η von 2 bis 3o;
Dodecyl-<^y-0-(-CH - pH -
mit η von 2 bis 3o;
— CH
f~\- 0--(-CH2 -CH-O
2,7
mit η von 2 bis 3o;
CH3-
2,7
mit η von 2 bis 3o
0-4-CH0 - CH - 0 -)-—H 2I n
R1
b) Alkylenoxid- oder Rropylenoxidumsetzungsprodukte mit Cetylalkohol, Laurylalkohol, Stearylalkohol, Decylalkohol, Oleylalkohol,
wobei die Alkylenoxideinheiten jeweils von 2 bis 3o betragen.
c) Fettsäurepolyoxalkylate der Formel
R-CO (-0 - CH2 - CH2 OH,
Le A 16 59o
709809/0910
in der der Rest R CnH2n + <j > c n
η die Zahlen 6 bis 25, il, und n2 die Zahlen 9 bis 23 bedeuten und m die Zahlen von 1 bis 3o darstellt.
Als Fettsäuren seien beispielhaft aufgeführt: Laurinsäure, Ölsäure, Stearinsäure.
d) Fettsaureamidpolyoxalkylate der Formel VI
R - CONH-f CH2 - CH - 0->^—H (VI)
R1
in der
R einen bereits unter c) definierten Rest R darstellt und
η Zahlen von 6 bis 25 und
m Zahlen von 2 bis 3o bedeuten.
Als Säurekomponente seien beispielhaft erwähnt: Stearinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure.
Der Rest R. bedeutet in allen obigen Formeln Wasserstoff oder Methyl.
Daneben können als weitere oberflächenaktive Substanzen das Kondensationsprodukt aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd, Dialkylnaphthalinsulfonate und das Kondensationsprodukt aus Oxydiphenylsulfonsäure und Formaldehyd in Mengen von o,2 bis 2,o Gewichtsteilen pro 1oo Teile Monomer verwendet werden, wobei der Bereich von o,4 - 1,o Gewichtsteile bevorzugt wird. Die Emulgatoren und oberflächenaktiven Substanzen können allein oder in Mischungen, wobei die Mengen durch die angegebenen Grenzen festgelegt sind, eingesetzt werden.
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Die Struktur und die Eigenschaften der Copolymeren lassen sich durch Zugabe bekannter modifizierend wirkender Verbindungen, wie z. B. Mercaptane, Xanthogendisulfide usw., in weiten Grenzen variieren.
Für die Herstellung der feststoffreichen Latices werden 75 - 95 Gewichtsteile Wasser pro 1oo Gewichtsteile Monomergesamtmenge eingesetzt.
Als Polymerisationsinitiatoren werden die bekannten freie Radikale erzeugenden Verbindungen eingesetzt, wie z. B. Wasserstoffperoxid, Alkaliperoxidisulfate, wasserlösliche Salze der Perschwefelsaure, organische Peroxide (z. B. p-Menthanhydroperoxid) und in besonders vorteilhafter V/eise Formamidinsulfinsäure gemäß der deutschen Auslegeschrift 1 o97 689.
Die Polymerisation kann im Temperaturbereich von 3o - 7o C durchgeführt werden, wobei der Bereich von 4o - 65 C bevorzugt wird.
Der pH-Wert der Emulsion liegt zwischen 1 und 7, wobei der pH-Bereich zwischen 3 und 6,5 bevorzugt wird. Schwankungen des pH-Wertes im Verlaufe der Polymerisation lassen sich durch Verwendung eines Puffers, z. B. eines Phosphatpuffers, begrenzen.
Das Monomere wird in allen Fällen über 9o % umgesetzt, wobei ein Umsatz von 97 - 99,8 % bevorzugt wird.
Nicht umgesetzte organische Verbindungen lassen sich aus dem Latex durch Wasserdampfdestillation, beispielsweise bei 5o°C und einem absoluten Druck von 2o Torr, entfernen.
Anhand einiger Beispiele soll die Erfindung näher erläutert werden, ohne sie jedoch zu beschränken.
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Der Feststoffgehalt der Latices wird bestimmt, indem Wasser und andere flüchtige Komponenten einer vorher gewogenen Probe bei 12o°C im Vakuumtrockenschrank entfernt werden. Das Gewicht der trockenen Probe wird bestimmt und der Feststoffgehalt in Prozent, bezogen auf das Gewicht der ursprünglichen Probe, angegeben.
Beispiel 1
Es wurden eine wässrige Phase (W) und eine Monomerphase (M) emulgiert:
Wässrige Phase (W);
Entsalztes Wasser
Paraffinsulfonat
Addukt aus 1 Mol Stearylalkohol und 2o Mol Äthylenoxid
Addukt aus 1 Mol Nonylphenol und 2o Mol Äthylenoxid
Kaliumperoxidisulfat
Monomerphase (M);
Chloropren
(stabilisiert mit 1oo ppm
Phenothiazin)
Methacrylsäure
(stabilisiert mit 5o ppm Hydro-
chinonmethyläther)
n-Dodecylmercaptan
85,ο Gewichtsteile
3,ο Gewichtsteile
1,ο Gewichtsteile
o,3 Gewichtsteile
o,oo1 Gewichtsteile
98, ο Gewichtsteile
2,ο Gewichtsteile
o,3 Gewichtsteile
Die Emulsion wurde unter Rühren und Stickstoffüberlagerung aufgeheizt. Bei 4o°C setzte die Reaktion ein, was eine Kühlung erforderlich machte. Die Polymerisationstemperatur schwankte zwischen 4o und 44 C und der Polymergehalt nahm gleichmäßig zu. Nach 4 Stunden war die Polymerisation beendet (Eindampfkonzentration des Latex: 53,7 %). Während der Polymerisation hatte sich kein Koagulat gebildet. Der Umsatz lag bei ca. 99 %. Der Latex zeigte nach zweimonatigem Stehen keine kolloidale Instabilität und keine Sedimentation.
Le A 16 59o
- 1o 709809/0910
Beispiel 2
Es wurden eine wässrige Phase (W) und eine Monomerphase (M) emulgiert:
Wässrige Phase (W) :
Entsalztes Wasser 85,ο Gewichtsteile
Paraffinsulfonat 3,5 Gewichtsteile
Kaliumperoxidisulfat o,oo5 Gewichtsteile
Monomerphase (M) ;
Chloropren 98,ο Gewichtsteile
(stabilisiert mit 1oo ppm
Phenothiazin)
Methacrylsäure · 2,ο Gewichtsteile
(stabilisiert mit 5o ppm Hydrochinonmethyläther)
n-Dodecylmercaptan o,2 Gewichtsteile
Die Emulsion wurde unter Rühren und Stickstoffüberlagerung
auf 4o°C aufgeheizt. Nach Zugabe einer geringen Menge 2,5%iger wässriger Formamidinsulfinsäure setzte die Reaktion ein und die Temperatur stieg auf 480C. Durch Kühlen und Dosieren
der zutropfenden Aktivatorlösung wurde die Polymerisationstemperatur zwischen 45 und 5o°C gehalten. Nach 4 1/2 Stunden war die Polymerisation beendet. Die Eindampfkonzentration
lag bei 52,5 Koagulat wurde nicht gebildet. Der Latex
zeigte nach zweimonatigem Stehen keine Sedimentation und
keine kolloidale Instabilität.
Beispiel 3
Es wurden eine wässrige Phase (W) und eine Monomerphase (M) emulgiert:
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/Il
Wässrige Phase (W):
Entsalztes Wasser
Paraffinsulfonat
Addukt aus 1 Mol Stearylalkohol und 2o Mol Äthylenoxid
Kondensationsprodukt aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd
Addukt aus 1 Mol i-Nonylphenol und 1o Mol Äthylenoxid
Di-natrium-hydrogenphosphat Natrium-di-hydrogenphosphat Kaliumperoxidisulfat
Monomerphase (M);
Chloropren
(stabilisiert mit 1oo ppm
Phenothiazin)
Methacrylsäure
(stabilisiert mit 5o ppm Hydro-
chinonmethyläther) n-Dodecylmercaptan
ο Gewichtsteile
3,5 Gewichtsteile
1,5 Gewichtsteile
o,4 Gewichtsteile
o,2 Gewichtsteile
o,25 Gewichtsteile
o,25 Gewichtsteile
o,o2 Gewichtsteile
96,o Gewichtsteile
4,o Gewichtsteile
o,2o Gewichtsteile
Die Polymerisation verlief wie im Beispiel 1 beschrieben. Nach einer Laufzeit von 3 1/2 Stunden war die Reaktion beendet. Die Eindampfkonzentration des Latex betrug 54,1 Gewichts-%. Bei der Polymerisation wurde kein Koagulat gebildet. Der Umsatz lag über 99 Nach zweimonatigem Stehen zeigte der Latex keine Sedimentation und keine kolloidale Instabilität.
Beispiel 4
Es wurden eine wässrige Phase (W) und eine Monomerphase (M) emulgiert:
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- 12 -
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Wässrige Fhaae (W):
Entsalztes Wasser Paraffinsulfonat
Addukt aus 1 Mol Stearylalkohol und 2o Mol Äthylenoxid
Addukt aus 1 Mol i-Nonylphenol und 1o Mol Äthy.lenoxid
Kondensationsprodukt aus Naphthalin-ß-sulfonsäure und Formaldehyd
Kaliumperoxidisulfat
85,ο Gewichtsteile 3,ο Gewichtsteile 1,ο Gewichtsteile o,3 Gewichtsteile
o,5 Gewichtsteile o,o1 Gewichtsteile
Monomerphase (M); Chloropren
(stabilisiert mit 2oo ppm Fhenothiazin)
MethacryIs äurβ
(stabilisiert mit 5o ppm Hydro-
chinonmethyläther) n-Dodecylmercaptan 991° Gewichtsteile 1,ο Gewichtsteile o,3o Gewichtsteile
Die Polymerisation wurde wie im Beispiel 1 beschrieben durchgeführt. Sie verlief ohne Ausscheidungen. Nach einer Laufzeit von 2 Stunden war die Reaktion beendet und eine Eindampfkonzentration von 5^f2 Gewichts-^ erreicht. Der Latex zeigte nach zweimonatigem Stehen keine Sedimentation und keine kolloidale Instabilität.
Beispiel 5
Es wurden eine wässrige Phase (W) und eine Monomerphase (M) emulgiert:
Wässrige Phase (W):
Entsalztes Wasser Isododecylbenzolsulfonat
Kondensationsprodukt aus Naphthalinsulfonsäure und Formaldehyd
Le A 16 590
- 13 - 83, ο Gewichtsteile 31ο Gewichtsteile
ο,5 Gewichtsteile
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Λ\\
Addukt aus 1 Mol i-Nonylphenol und 1o Mol Äthylenoxid
Kaliumperoxidisulfat
ο,2 Gewichtsteile o,oo1 Gewichtsteile
Monomerphase (M);
Chloropren
(stabilisiert mit 1oo ppm
Fhenothiazin)
Acrylsäure
(stabilisiert mit 15o ppm Hydro-
chinonmethyläther)
n-Dodecy!mercaptan
97,ο Gewichtsteile 3,o Gewichtsteile o,15 Gewichtsteile
Die Emulsion wurde unter Rühren und Stickstoffüberlagerung auf 4o°C erwärmt. Nach Zugabe 2,5%iger Formamidinsulfinsäurelösung setzte die Polymerisation ein. Nach Abfangen des Reaktionsschubes, in dessen Verlauf die Temperatur bis auf 5o°C gestiegen war, wurde" die Aktivatorlösung so zugetropft, daß die Temperatur um 45°C schwankte.
Nach 3 Stunden war die Reaktion beendet. Die Eindampfkonzentration lag bei 55,3 Gewichts-%. Koagulat wurde während der Polymerisation nicht gebildet. Der Latex zeigte nach zweimonatigem Stehen keine Sedimentation und keine kolloidale Instabilität.
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Claims (2)

  1. Λ J Verfahren zur Herstellung konzentrierter Polychloroprenlatices mit reaktiven Gruppen durch Copolymerisation von Chloropren mit einer olefinisch ungesättigten Mono- oder Dicarbonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man 75 - 95 Gewichtsteile Wasser pro 1oo Gewichtsteilen Monomerengemisch und 3-6 Gewichtsteile von in saurem und neutralem pH-Bereich wirksamen, ionogenen Emulgatoren - gegebenenfalls unter Ziisatz von o,5 - 6 Gewichtsteilen nichtionogener Emulgatoren und o,2 - 2 Gewichtsteilen weiterer oberflächenaktiver Substanzen - einsetzt und bei pH-Werten -^ 7 und bei 3o - 7o C bis zu einem Monomerumsatz von mindestens 9o % polymerisiert.
  2. 2. Polymerlatices, erhalten nach dem Verfahren des Anspruchs
    Le A 16 59o - 15 -
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DE19752536970 1975-08-20 1975-08-20 Konzentrierte polychloroprenlatices mit reaktiven gruppen Withdrawn DE2536970A1 (de)

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