DE2323690C3 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sammeln von in die Atmosphäre in Gegenwart heißer,
durch eine chemische Hoehtemperaturrcaktion erzeugtcr Gase abgegebenen Emissionen, mit einem Gehäuse
mit Spitzdach, welches Indpaneele und sich nach unten erstreckende Dachpancclc aufweist, die höher liegen als
die Emissionenquellc, und mit einer am Dachfirst angeordneten Einrichtung zur Entfernung der Emissioneu.
Eine derartige Vorrichtung wird in der DT-AS 04 430 beschrieben. Die Entgegenhaltung betrifft dabei
insbesondere eine speziell abgestützte Halle, während
die Vermeidung von teilchenförmigen! Ausfall und
die Beseitigung von Gasen, die nicht unmittelbar durch die bekannte Entfernungseinrichtung abgeleitet werden
können, nicht angesprochen ist. Vielmehr können sieh die Gase und Teilchen unbeschränkt in sämtlichen Bereichen
der Vorrichtung ausbreiten und gelangen damit auch zu solchen Bereichen, in denen Arbeiter tätig sind.
Es wurden weiter schon umfangreiche Anstrengungen unternommen, um die bei unterschiedlichen industriellen
Anlagen, insbesondere bei Verkokungsanlagen, anfallende Luftverschmutzung zu minimieren. So
wird in der US-PS 8 09 645 bereits vorgeschlagen, die bei Koksretorten anfallenden Gase und Teilchen durch
eine gemeinsame Abzugsleitung abzusaugen. Damit aber ist das Problem der Verschmutzung der Umgebungsatmosphäre
noch nicht beseitigt. Mit dem Ziel, auch diesem Problem entgegenzutreten, wurden verschiedene
Einrichtungen entwickelt, z. B. gemäß USA.-Patentschriften 36 30 852, 33 67 844, 36 76 305.
37 15 282. Die darin behandelten Vorrichtungen arbeiten mit Abzugshauben mit oder ohne Gebläse,
die unmittelbar auf einem Koksführungsschild angeordnet sind. Dieses Koksführungsschild
wird gewöhnlich in Berührung mit einem Koksofentürpfosten bewegt, so daß ein Durchlaßweg über
einer Koksführungsplattform unmittelbar neben und parallel zu den Koksöfen gebildet ist. Des weiteren soll
durch die Koksführung ein Verschütten des Koks vermieden werden, wenn dieser vom Ofen ausgestoßen
wird. Auch Abschreckwagen, die auf einer Laufbahn unterhalb des Koksführungsschildes zur Aufnahme des
heißen Koks und zum Transport desselben zu einer Abschreckstation angeordnet sind, wurden schon mit
einem Abzug versehen. Die bekannten Vorrichtungen haben jedoch gemeinsam den Nachteil, daß sie kompliziert
sind und längs der Koksöfen zusammen mit dem Koksführungsschild oder den Abschreckwagen verschoben
werden müssen. Sie konnten sich daher nicht in der Praxis erfolgreich durchsetzen.
In der US-PS 36 30 852 wird weiter eine geschlossene
Kammer mit einem Dach beschrieben, das an der Vorderseite der Koksofenbatterie auf der Koksseite
anliegt und mit einer vertikal sich erstreckenden Verlängerung versehen ist. Die Kammer wird dabei durch
einen Absaugkanal so entleert, daß keine Atmosphärenluft in Berührung mit dem Koks kommen kann. Für
die Arbeiter bedeutet diese Anordnung jedoch eine erhebliche Gefahr, da unter der Absaugeinrichtung
außerordentlich hohe Temperaturen vorliegen. Des weiteren erzeugen die durch die hohen Temperaturverhältnisse
expandierenden Gase einen beträchtlichen Druck auf die Kammer, so daß sie durch undichte Stellen
nach außen entweichen können. Bei der US-PS 37 16 457 ist weiter ein Abzug vorgesehen, der sich
über die gesamte Länge der Koksofenbattcrie erstreckt und am Boden offen ist. Dieser Abzug ist in Zellen oder
Abteile unterteilt. Der obere Bereich jeder Zelle ist mit einem Auslaß versehen, an den eine Abzugsleitung angeschlossen
ist. Jedes Abteil muß daher den Gasdruck aufnehmen, der durch das Ausstoßen einer Kokscharge
vom Ofen entsteht, wobei das durch das Abteil gebildete Volumen dem erhöhten Volumen an Gas und in
Schwebe gehaltenen Teilchen mit angepaßt ist. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, daß bein'
Ausstoßen von Koks das Volumen an Gas und vorhandener Atmosphäre vor dem Ofen um einige Größen
Ordnungen auf Grund der hohen Temperatur des Koks von etwa 10000C erheblich zunimmt. Selbst wenn da;
Abteil mit einer Absaugeinrichtung versehen werdet würde, kann die erhebliche Volumenvergrößerung da
mit kaum voll aufgefangen werden, so daß die Gas« und teilchenförmigen Substanzen in der Regel zur At
mosphäre austreten.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs erwähnten Gattung
insbesondere dergestalt zu verbessern, daß das gesamte thermische, durch Ausstoßen eines mit Koks gefüllten
Ofens erzeugte Gasvolumen ohne weiteres aufgenommen werden kann und die teilchenförmigen Substanzen
innerhalb der Auffangeinrichtung so weit zurückgehalten werden, daß die Gase und der wesentliche
Anteil an teilchenförmigen Substanzen mittels einer Absaugeinrichtung zu einer Auswaschvorrichtung
abgeleitet werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Dachpaneele sich im wesentlichen unter dem gleichen Winkel von jeder Seite des Dachfirstes nach
unten erstrecken, wobei von der unteren Kante des einen Dachpaneels wenigstens ein Paneel nach innen und
nach unten zu einer Stelle oberhalb der Emissionenqueile ragt, während sich von der unteren Kante des
anderen Dachpaneels <:in im wesentlichen vertikales
Wandelement nach unten zum oberen Ende der Emissionen erzeugenden Einrichtung erstreckt und nahe bei
der unteren Kante des Wandelements und oberhalb der Emissionenquelle ein Ablenkpaneel nach innen und nach
oben ragt, wobei die Paneele und das Wandelement eine Expansionszone für die Emissionen definieren, deren
engste Eingangsstelle durch das Paneel und das Paneel gebildet ist, und daß die Emissionen entfernende Einrichtung
einen im oberen Bereich der Expansionszone angeordneten Kanal mit einem in Richtung auf eine am
großen Ende des Kanals angebrachte Absaugeinrichtur.g progressiv zunehmenden Querschnitt umfaßt, wobei
von längs der Länge des Kanals vorgesehenen öffnungen Luftansaugstutzen abstehen.
Bei einer Vorrichtung dieser Art zum Sammeln der aus undichten Türen und von Koks abgegebenen Emissionen,
wenn der Koks an der Koksseite einer Koksofenbatterie durch eine Koksführung in einen Koksabschreckwagen
ausgestoßen wird, wobei der Wagen parallel zur Batterie bewegbar ist, wird erfindungsgemäß
das Gehäuse stationär, vor der Koksseite der Batterie anliegend, angeordnet und überdeckt die Koksführungs-
und Abschreckwagenbereiche längs der Batterie, wobei das Spitzdach höher als die Batterie liegt.
Mit der Erfindung wird somit in Gegensatz zu allen bekannten Lesungen ein Raum geschaffen, in dem die
heißen Gase expandieren können und sich unter Abnahme ihres Volumens abkühlen. Da in der Expansionszone durch die erfindungsgemäße Anordnung der betreffenden
Paneele die heißen Gase in Zirkulation gehalten werden, wird ein vorzeitiger Ausfall der in Schwebe
befindlichen Teilchen vermieden. Vorübergehend verringert sich jedoch die Zirkulationsgeschwindigkeit, so
daß infolge der verminderten Tragfähigkeit die schweren Teilchen ausfallen, während die feinen Teilchen
(von z. B. weniger als 1 μ) zusammen mit den Gasen durch den Absaugkanal entfernt werden. Durch das
Ablenkpaneel wird dabei der Ausfall der schweren Teilchen auf das Arbeitspersonal verhindert. Darüber hinaus
leitet dieses Paneel die Hitz.e nach außen und nach oben in die Expansionszone ab, so daß der Arbeitsbereich
der Vorrichtung sicher gegen thermische und sonstige Belastungen abgeschirmt ist. Das Ableiten der
Gase mit den darin suspendierten feinen Teilchen erfolgt ferner ebenfalls in bevorzugter Weise mittels des
erfindungsgemäß aufgebauten Abzugskanals. Dieser Kanal verjüngt sich von einem Ende der Halle zum
anderen, wobei längs des Kanals Luftansaugstutzen mit geringem Strömungswiderstand angeordnet sind.
Durch diese Ansaugstutzen wird das Anheben der ankommenden Gasströmung begünstigt, so daß die noch
in Schwebezustand befindlichen leichten Teilchen sicli
nicht absetzen . können, sondern zusammen mit der Gasströmung in den Kanal und von dort zu einer Auswascheinrichtung
geleitet werden. Damit ist gewährleistet, daß sich die Teilchen und Gase, die beispielsweise
während der Verkokung anfallen, nicht unbeschränkt in
Ό sämtlichen Bereichen der Halle ausbreiten, und insbesondere
wird das Arbeitspersonal hierdurch nicht belästigt. Darüber hinaus kann die Luftverschmutzung der
Außenatmosphäre weitestgehend vermieden werden. Obschon insbesondere in Verbindung mit dem Be-
'S trieb von Koksofenbatterien geeignet, läßt sich die Erfindung
auch zum Einfangen oder Sammeln von Dämpfen und teilchenförmigen Substanzen vcwenden, die
bei einer Vielzahl von thermischen und/oder chemischen Reaktionen anfallen. Ferner werden nicht nur die
ίο unmittelbar beim Ausstoßen des Koks aus den Öfen bei
jedem Verkokungszyklus gebildeten Dämpfe und teilchenförmige
Substanzen gesammelt, sondern auch solche, die sich an undichten Stellen der Anlage, wie Türen,
ansammeln, die die Enden der Koksöfen abschlie-Ben.
Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische, schaubildhafte Ansicht
der Emissionssammelvorrichtung, welche an der Seite und dem oberen Ende einer Koksofenbatterie angeordnet
ist und die Koksführungs- und Abschreckwagenbereiche längs der Länge der Batterie überspannt,
F i g. 2 eine Querschnittsansicht längs der Schnittlinie 2-2 nach F i g. 1 mit Darstellung des Emissionsgehäuses
nach der Erfindung einschließlich des Absaugkanals der Koksführung und des Koksabschreckwagens,
F i g. 3 einen den Wärmeausdehnungseffekt auf die Atmosphäre innerhalb des erfindungsgemäßen Gehäuses
zeigenden Schrieb bei Ausstoßen des Koks aus einem Koksofen bei einer Temperatur von etwa 981 ° C,
F i g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 5 eine fragmentarische, perspektivische Detailansicht des Absaugkanals und der Luftansaugstutzen,
4S die einen Teil der Erfindung bilden.
In der Zeichnung ist die schaubildhaft dargestellte Koksofenbattene mit dem allgemeinen Bezugszeichen
10 versehen und weist eine Vielzahl von parallel angeordneten Kokskammern oder öfen 11 auf. Am Ende
jedes Koksofens befindet sich eine Tür 11a, die entweder
selbstdichtend oder nach herkömmlicher Praxis mit einem entsprechenden Ton oder anderem wärmebeständigen
Material verkittet sein kann, so daß die Gase weiiestgehend innerhalb des Ofens verbleiben, wäh-
rend die Kohlencharge darin* verkokt wird. Das obere
Ende der Koksofenbattetie stellt eine Ankersäule 116 dar. An der Koksofenseite der Batterie und direkt neben
den einzelnen öfen befindet sich eine Laufbahn oder ein Bett 12, auf dem ein Koksführungswagen 13
angeordnet ist. Der Führungswagen ist mit Seitenpaneelen 13,·? ausgestaltet und bewegt sich lateral längs der
Koksofenseite auf Schienen 14. Auf einem noch niedrigeren Niveau neben dem Führungswagen und ebenfalls
lateral zur Koksofenbatterie laufend befindet sich ein Abschreckwagen 15, der auf einer Laufbahn 16 sich bewegt.
Sämtliche zuvor genannten Bauteile sind Standardausriistungen und für den Fachmann bekannt. Das
die Koksführung und den Abschreckwagen überdck-
kende Gehäuse erstreckt sich in Längsrichtung längs der vorderen Koksseite der Batterie und in Querrichtung,
so daß die Laufbahn für den Abschreckwagen eingeschlossen wird und ist mit dem allgemeinen Bezugszeichen 20 gekennzeichnet. Dieses Gehäuse wird nachfolgend
als Emissionsauffangbauwerk bezeichnet. Es ist relativ zur Koksofenbatterie stationär und weist ein
Spitzdach auf, welches höher als die Batterie liegt und aus Dachendpaneelen 22.7 an jedem Ende des Daches
und nach außen und nach unten sich erstreckenden Dachpaneelen 21 und 22 besteht. Das erste Dachpaneel
21 erstreckt sich nach außen und nach unten über dem oberen Ende der Koksofenbatterie und wird durch
Säulen 27ö gehalten. Die Säulen 27b ruhen auf der Koksofenankersäule 116 und sind an dieser befestigt,
so daß diese Seite der Dachkonstruktion gehalten wird. Das zweite Dachpaneel 22 erstreckt sich nach außen und
nach unten jenseits der Koksführungs- und Abschreckwagengebiete. Ein drittes Paneel 23 erstreckt sich nach
unten und nach innen von der unteren Längskante des Dachpaneels 22 zum Abschreckwagengebiet, jedoch endet
es außerhalb dieses Gebietes. Ein im wesentlichen vertikales Wandelement 25 hängt vom unteren Bereich
oder der Kante des ersten Dachpaneels 21 nach unten zum oberen Ende der Ankersäule 116 herab und nimmt
vorzugsweise einen im wesentlichen gasdichten Sitz ein. Eine weitere im wesentlichen vertikale Wand 24
hängt nach unten vom unteren Bereich des Paneels 23 bis zu einer Stelle oder Ebene herab, die geringfügig
oderhalb oder gerade mit dem oberen Ende des Abschreckwagens liegt. Als Alternative hierzu kann gemäß
F i g. 4 diese Wand sich nach unten nahe zu der Markierung erstrecken, auf der der Abschreckwagen
angeordnet ist. ohne jedoch damit in Kontakt zu treten, so daß die Luftströmungen innerhalb des Gehäusebauwerks
einen Quer- und Aufwärtszug bilden können, wenn der Koks aus dem Ofen ausgestoßen wird, und im
Gehäuse ein thermischer Auftrieb entsteht. Die Vorrichtung erfordert ebenfalls, wenn in Verbindung mit
einer Koksofenbatterie verwendet, ein nach innen und nach oben sich erstreckendes Wärmeschild 27, das
oberhalb des Koksführungsgebietes angeordnet ist und an die Säulen 27b, welche das Dachpaneel 21 tragen,
befestigt werden kann. Dieses Schild erstreckt sich über die gesamte Länge der Koksofenbatterie und
kann aus einem Stahl mit einer Isolation, wie beispielsweise Kalzium- oder Magnesiumsüikat, welche an der
Unterseite und/oder an beiden Seiten befestigt ist, gebildet sein. Der Bereich oberhalb dieses Wärmeschildes
oder Ablenkpaneels 27 und unter dem Dachpaneel 21 dient als Teil der Expansionszone B im oberen Bereich
des Gehäuses. Es ist wichtig, daß dieses Wärmeschild in einer aufwärtsgeneigten Lage, wie in der Zeichnung
dargestellt angebracht wird. Das Wärmeablenkpaneel oder Schild 27 ist an einem Ende an den Tragsäulen 276
befestigt und wird mittels einer Aufhängestange 27a von der Dachstrebe 30 gehalten.
Die Dachpaneele 21,22 und das Paneel 23 können aus irgendeinem passenden, hochtemperaturbeständigen
Material einschließlich gewelltem Legierungsstahl oder temperaturbeständigen Vinylasbest-Paneelen gebildet
werden. Die vertikalen Wandpaneele 24 und 25 können ebenfalls aus Stahl oder einem anderen steifen, hochtemperaturbeständigen Material bestehen, oder sie
werden aus gewebten Asbestdecken oder -paneelen gebildet, die durch Moneldraht oder einem anderen wärmebeständigen
Draht verstärkt und/oder daran befestigt sein können.
Das Emissionsauffangbauwerk 20 weist ferner End pianccle 26 auf, die aus ähnlichen Materialien v^ie die
Paneele 24 und 25 bestehen. Der Abschreckwagen 15 läuft längs der Laufbahn 16 von rechts nach links be
Betrachtung gemäß F i g. 1 und 3, so daß die Wane oder das Paneel 26 eine auf passende Weise angelenkte
Klappe 32 oder Tür aufweisen muß. die sich aufstoßer oder öffnen läßt, falls sich das Paneel 26 unter das Niveau
des Abschreckwagens erstreckt, damit dieser Wa
ίο gen das Bauwerk auf seinem Weg zum Abschreckturrr
verlassen kann.
Das Bauwerk 20 ist ferner im oberen Bereich dei thermischen Expansionszone mit einem temperaturbe
ständigen Kanal 28 ausgestattet, der rund, quadratisch rechteckförmig oder andersartig sein kann. Nach der
Zeichnung verjüngt sich dieser Kanal progressiv unc hat bei Annäherung an die Ansaugseite eines Gebläses
29 einen erhöhten Querschnitt. Wenn der vergrößerte Bereich des Kanals das Emissionsauffangbauwerk verläßt,
ist er vorzugsweise mit einem Übergangsstück 35 und einem rohrförmigen Kanalbereich 35a versehen
der zum Gebläse 29 führt. Die teilchenförmige, durch das Gebläse geleitete Substanz wird einer Gasauswascheinrichtung
oder einer Staubfiltervorrichtung beispielsweise einem Zentrifugal- oder Zyklonabschei
der oder einem elektrostatischen Abscheider zugeführt Dies sind konventionelle Einrichtungen und daher in
der Zeichnung nicht dargestellt. Als Alternative hierzu können diese Einrichtungen auch vor dem Gebläse 29
angeordnet sein.
Fig. 5 zeigt einen vergrößerten Bereich eines Abschnitts
des Absaugkanals 28 und der Luftansaugstutzen 28a, die über am Kanal angebrachten Öffnungen
angeordnet sind. Vorzugsweise werden diese Ansaugstutzen durch diagonales Abschneiden eines Rohrstükkes
passenden Durchmessers gebildet, und jeder derartig gebildete Abschnitt wird an eine Öffnung im Kanal
dergestalt angeschweißt, daß die freien Kanten 286 der Ansaugstutzen sich in entgegengesetzter Richtung zur
durch das Gebläse 29 infolge des Soges erzeugten Luftströmung im Kanal erstrecken. Dadurch wird ein strömungsgünstiger
Fluß der Gase und der teilchenförmigen Substanz durch die Ansaugstutzen und durch den
Kanal in Richtung des Gebläses geschaffen. Die Kanal-
bohrungen und die Luftansaugstutzen werden auf geeignete Weise am Kanal so plaziert, daß über die gesamte
Länge des Kanals ein im wesentlichen ausgeglichener statischer Druck vorliegt, so daß ein gleichförmiges
Absaugen über die Länge des Emissionsauffang-
bauwerkes gewährleistet wird.
Das Bauwerk 20 wird an seiner Außenseite durch Bauelemente 17, 18 und 276 und an seiner Innenseite
durch Bauelemente 30 und 31 gehalten. Das Gebläse 29 ist ebenfalls durch ein entsprechendes Bauwerk getragen.
Wird der Koks aus einem Ofen 10 in der bei 19 angedeuteten Weise ausgestoßen, so gelangt der Koks
durch die Koksführung 13 und fällt in den Abschrtckwagen 15. Fig.3 zeigt die Wärmeausdehnung der
Oase innerhalb des Emissionsauffangbauwerkes 20, wenn etwa 9,971 Koks bei einer Temperatur
von etwa 10950C von einem Ofen in weniger
als 1 Minute in den Abschreckwagen 15 ausgestoßen werden. Das thermische Spitzenvolumen oder die BeIa-
stung, die durch den Bereich A-4 dargestellt ist, erreicht
ihr Maximum in weniger als 1 Minute. Dies hängt ab von der Laufzeit A-X der Ramme, d. h. der zum Ausstoßen
des Koks aus dem Ofen in den Abschreck wagen
erforderlichen Zeit, der Kokstemperatur und der Verweilzeit Λ-2 des Abschreckwagens innerhalb des Bauwerkes.
Bei einer gegebenen Koksmenge läßt sich die Ausleerzeit des Gehäuses berechnen und der Durchmesser
des Absaugkanals 28 und die Kapazität des Gebiases 29 bestimmen. Das Gebläse 29 wird kontinuierlich
und mit einem passenden volumetrischen Fluß (s. /4-3 in F i g. 3) betrieben, wobei eine Gesamtzeit gemäß
/4-5 verstreicht, um die thermische Volumenemission /4-4 aus dem Auffangbauwerk zu entfernen.
Beim Ausstoßen des Koks vom Ofen in den Abschreckwagen dehnen sich die Gase sehr rasch aus, und
die teilchenförmigen Substanzen werden nach oben in den ausgedehnten Dachbereich B des Bauwerkes gerichtet.
Dieses Gasvolumen und seine Aufwärtsgeschwindigkeit befördert einen beträchtlichen Betrag an
teilchenförmiger Substanz zum oberen Bereich des Bauwerkes. Da die volumetrische thermische Belastung
wesentlich größer ist, als von dem ausgeglichenen Luftabsaugkanal absorbiert werden kann, ist das Dach, wie
beschrieben, so ausgelegt, daß es dieser Über-Lastexpansion gerecht wird. Durch Berechnung der thermischen
Expansionsbelastung AA läßt sich ein Emissionsauffangbauwerk passender Abmessungen und Kapazitäten
einschließlich der oberen Expansionszone B errichten, das die thermische Belastung aufzunehmen
vermag.
Gemäß F i g. 2 der Zeichnung wird ein großer Teil des expandierten Gasvolumens im oberen Teil des Bauwerkes
in seiner Flußrichtung umgekehrt und zurück nach unten in die Bereiche oder Gebiete des oberen,
durch die Dachpaneele 21 und 22, das Paneel 23 und das Wärmeablenkpaiiel 27 gebildete Bauwerk gerichtet.
Die die teilchenförmige Substanz enthaltenden Gase werden zu Anfang nach oben in den Hauptwärmeauftrieb
im oberen Bereich der thermischen Expansionszone gerichtet. Die feineren Partikel, d. h. diejenigen von
weniger als etwa 1 μ, werden nach oben zum Kanal 28 und in diesen durch die Ansaugstutzen 28a geleitet und
dann stromabwärts im Kanal zum Absauggebläse 29 bzw. der zuvor beschriebenen Auswascheinrichtung zugeführt.
Die temperaturbeständigen Paneele oder Wände 24, 25 und 26 halten die thermische Belastung und
ermöglichen es ferner, daß die Luft sich unter diese Wandpaneele bewegen kann, so daß ein Quer- und Aufwärtszug
der thermischen Belastung in die Expansionszone erzeugt wird.
Die durch eine gegebene Menge aus dem Ofen ausgestoßenen Koks erzeugte thermische Belastung pro
Volumen kann dadurch bestimmt werden, daß der Ab schreckwagen in einem geschlossenen Bauwerk, wie
beispielsweise einem Abschreckturm, angeordnet wird und die Geschwindigkeit der aufwärtsgerichteten Gase
und ihre Temperaturen an verschiedenen Stellen innerhalb des geschlossenen Bauwerkes gemessen wird. Da-
mit wird eine Figur erzeugt, die das durch eine gegebene Menge an Koks erzeugte Volumen an heißen Gasen
approximiert Das Emissionsauffangbauwerk wird alsdann in passenden Proportionen so konstruiert daß es
dieses Volumen enthält wobei es jedoch das zuvor beschriebene obere Bauwerk aufweisen muß, um die Expansionszone für das thermische Volumen und für die
Zirkulation der heißen Gase und der teilchenförmigen Substanz in gewünschter Weise zu schaffen bzw. eine
Teilklassifizierung und einen Niederschlag an teilchenförmiger Substanz in der beschriebenen Art zu ermög
lichen.
Für eine typische Koksofenbatterie, bei der etwa 9,97 t Koks aus einem Ofen in den Abschreckwagen
ausgestoßen werden, wird ein limissionsauffangbauwerk vorgesehen, das etwa Il 300 m1 Gas
bei der maximalen Temperatur aufzunehmen vermag, die dann innerhalb des Bauwerkes erreicht
wird, wenn der Koks bei einer Temperatur von etwa 9820C ausgestoßen wird. Für eine Koksofenbatterie
mit 40 öfen von durchschnittlich jeweils 50,8 cm Breite erzeugt jeder Ofen etwa 9,07
oder 9,97 Tonnen Koks, wobei das Auffangbauwerk 53,3 m lang und die unter einem Winkel von 45°
stehenden Dachpaneele 21 und 22 7,6 m bzw. 6,7 m lang sind. Das Paneel 23 ist etwa 2,24 m lang. Die gesamte
Dachkonstruktion überragt die Koksführungs- und Abschreckwagenbereiche. Der Kanal 28 ändert sich in seinem
Querschnitt und weist am abgelegenen Ende des Emissionsauffangbauwerkes eine Abmessung von
0,915 m χ 1,83 m und am Ansaugende des Bauwerkes eine Abmessung von 1,83 m χ 1,83 m auf. Es sind 59
Luftansaugstutzen 28a vorgesehen, und diese werden aus einem runden Rohr mit einem Durchmesser von
35,56 cm dadurch gebildet, daß das Rohr in Diagonalrichtung durchgeschnitten wird. Jeder Ansaugstutzen
wird an einer von 59 Bohrungen, die am Kanal ausgeschnitten sind, befestigt. Diese Bohrungen sind so angeordnet,
daß der statische Gasdruck im Kanal bei Anlegen eines Soges im wesentlichen über den gesamten
Kanal ausgeglichen ist. Ein In-Leitungsgebläse mit einem Durchmesser von 1,83 m und einer Kapazität von
etwa 3960 mVmin wird verwendet und durch einen 200 PS starken Motor angetrieben. Es wurde festgestellt,
daß dieses zur Aufnahme des maximalen thermischen Volumens ausreicht, das sich entwickelt, wenn
9,07 Tonnen oder 9,97 Tonnen Koks aus dem Ofen ausgestoßen werden. Es versteht sich, daß, wenn mehr
als 9,07 bis 9,97 t Koks aus dem Ofen ausgestoßen werden, das Gehäuse auf geeignete Weise bemessen sein
muß und ebenfalls in seinen Abmessungen als auch der Kapazität des Kanals 28 und des Gebläses 29 zu verändern
ist.
Die Wand 24 und die Endpaneele 26 hängen so herab oder sind so angeordnet daß deren untere Kante entweder
etwa auf dem gleichen Niveau oder geringfügig oberhalb des oberen Endes des Koksabschreckwagens
liegt. Oder aber sie kann in einer Stelle unmittelbar über der Markierung angeordnet werden, auf der die
Laufbahn für den Abschreckwagen gelegt wurde.
Obschon das Emissionsauffangbauwerk nach der Erfindung, insbesondere in Verbindung mit der Steuerung
von Emissionen aus einer Koksofenbatterie, zusammen mit Leckverlusten an Gasen und teilchenförmiger Substanzen aus den geschlossenen Koksofentüren beschrieben wurde, versteht es sich, daß die erfindungsge
mäße Vorrichtung ebenfalls in Verbindung mit anderen industriellen Betrieben verwendet werden kann, bei denen ein chemischer Prozeß bei hoher Temperatur abläuft wie beispielsweise bei einem Hochofen, Elektrostahlofen usw. Bei wichen Anwendungsfällen muß die
Tragkonstruktion für das Emissionsauffanggehäuse se verändert werden, daB es den besonderen Anforderun
gen entspricht Die Erfindung kann daher in Verbin dung mit zahlreichen Betriebsfäüen außer dem hiei
speziell beschriebenen verwendet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Sammeln von in die Atmosphäre in Gegenwart heißer, durch eine chemische
Hochtemperaturreaktion erzeugter Gase abgegebenen Emissionen, mit einem Gehäuse mit Spitz-'
dach, welches Endpaneele und sich nach unten erstreckende Dachpaneele aufweist, die höher liegen
als die Emissionenquelle, und mit einer am Dachfirst angeordneten Einrichtung zur Entfernung der Emissionen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dachpaneele (21,22) sich im wesentlichen unter dem
gleichen Winkel von jeder Seite des Dachfirstes nach unten erstrecken, wobei von der unteren Kante
des einen Dachpaneels (22) wenigstens ein Paneel (23) nach innen und nach unten zu einer Stelle oberhalb
der Emissionenquelle ragt, während sich von der unteren Kante des anderen Dachpaneels (21) ein
im wesentlichen vertikales Wandelement (25) nach μ unten zum oberen Ende der Emissionen erzeugenden
Einrichtung erstreckt und nahe bei der unteren Kante des Wandelements (25) und oberhalb der
Emissionenquelle ein Ablenkpaneel (27) nach innen und nach oben ragt, wobei die Paneele und das t$
Wandelement eine Expansionszone für die Emissionen definieren, deren engste Eingangsstelle durch
das Paneel (23) und das Paneel (27) gebildet ist, und daß die Emissionen entfernende Einrichtung einen
im oberen Bereich der Expansionszone angeordneten Kanal (28) mit einen? in Richtung auf eine am
großen Ende des Kanals angebrachte Absaugeinrichtung (29) progressiv zunehmenden Querschnitt
umfaßt, wobei von längs der Länge des Kanals vorgesehenen öffnungen Luftansaugstutzen (28a) abstehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Sammeln von aus undichten Türen und beim Ausstoßen von
Koks an der Koksseite einer Koksofenbatterie durch eine Koksführung in einen Abschreckwagen
abgegebenen Emissionen, wobei der Wagen im wesentlichen parallel zur Batterie bewegbar angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (20) stationär und vor der Koksseite der Batterie
anliegend angeordnet ist und die Koksführungs- und Abschreckwagenbereiche längs der Batterie
überdeckt, wobei das Spitzdach des Gehäuses höher als die Batterie ist.
Applications Claiming Priority (2)
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