DE3141242C2 - Kokslöscheinrichtung - Google Patents
KokslöscheinrichtungInfo
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Abstract
Es wird eine Kokslöscheinrichtung mit einem Kokslöschbehälter (1), der Wände (15), einen Boden (12), einen aufsetzbaren Deckel (2) mit Sprühdosen (9) an der Deckelunterseite sowie eine Auslaßöffnung (14) für beim Löschen entstehende Gase aufweist, angegeben, wobei im unteren Bereich des Kokslöschbehälters (1) in mindestens zwei einander gegenüberliegenden Wänden (15) Auslaßöffnungen (14) und daran anschließend jeweils eine Ableitung (3) vorgesehen sind, über deren lichten Querschnitt sich jeweils ein Rückhalteorgan (16) erstreckt.
Description
60
Die Erfindung betrifft eine Kokslöscheinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Kokslöscheinrichtung dieser Gattung ist aus der DE-AS 24 07 689 bekannt. Der Löschbehälter ist unten
offen und ruht auf einem Dampfsammeiraum, der kastenförmig ausgebildet ist und dessen Oberseite durch
einen Bodenrost abgedeckt ist Drei Seitenwände des Dampfsammeiraumes sind als Rückschlagventile in
Form von Klappen ausgebildet, die um die Oberseite des Dampfsammeiraumes schwenkbar sind, so daß die
Klappen unter dem Druck des im Dampfsammelrauin befindlichen Dampfes nach außen herausgeklappt
werden können. Eine insoweit ähnliche Kokslöscheinrichtung ist auch in der DE-AS 23 20 057 beschrieben.
Bei beiden bekannten Einrichtungen wird der als Rost ausgebildete Boden des Löschbehälters aus verschiedenen Gründen stark beansprucht Beim Beschicken des
Löschbehälters wird der Rost jedesmal durch den aus 8 bis 10 m Höhe herabfallenden Koks starken Schlagbeanspruchungen ausgesetzt Außerdem muß der Rost das
Gewicht der Koksschüttung, das 30 t erreichen kann, tregen. Ferner wird der Rost durch den glühenden Koks,
der Temperaturen von 1000 bis IiOO0C aufweist, stark
erhitzt Erheblichen Korrosionsbeanspruchungen ist der Rost durch Wasserdampf ausgesetzt, der Temperaturen
bis zu 7000C erreichen kann, wobei auch höhere Drücke
auftreten. Daneben greifen an dem Rost reaktionsfreudige Stoffe an, z. B. Schwefeloxide und Schwefelwasserstoff, die entweder mit dem Löschwasser in die
Koksschüttung eingeschleppt oder während des Löschens durch den Wasserdampf aus dem Koks
ausgetrieben werden. Dabei wird der Rost den vorgenannten Beanspruchungen periodisch unterworfen, da sich der Löschzyklus beständig wiederholt Dies
läßt Alterungserscheinungen am Rost früher entstehen als bei gleichbleibenden Dauerbeanspruchungen. Dabei
ist zu berücksichtigen, daß diese Belastungen des Rostes zum großen Teil gleichzeitig auftreten.
Bis heute steht noch kein Material zur Verfügung, das trotz der genannten Beanspruchungen eine lange
Lebensdauer solcher Roste ermöglicht. Deshalb müssen diese Roste häufig erneuert werden. Die entsprechenden Montagearbeiten können nur im Innern des
Löschbehälters erfolgen, wozu dieser abgekühlt werden muß. Dadurch entstehen Betriebsunterbrechungen von
mindestens 4 bis 6 Stunden.
Ferner ist zu bedenken, daß das Ablöschen des Kokses auch dadurch verschlechtert wird, daß kleinere
Koksstücke in den Öffnungen des Rostes stecken bleiben und diese Verstopfen, so daß der Durchtritt von
Wasserdampferschwert wird.
Außerdem wird durch den kastenförmigen Dampfsammelraum unter dem Rostboden des Löschbehälters
gemäß den vorgenannten Druckschriften die maximale Schütthöhe des Kokses um etwa 600 mm vermindert.
Dies kann bei Koksofenbatterien älterer Bauart zu Schwierigkeiten führen, weil dort die verfügbare Höhe
für Löschbehälter begrenzt ist.
Irr. übrigen weist die an dem Kasten unterhalb der
bekannten Löschbehälter schwenkbar angebrachte Seitenwand naturgemäß Flächen auf, die gesondert
abgedichtet werden müssen und bei hohen Dampfdrükken zu Leckagen führen können.
Aus der DE-PS 8 73 686 ist eine Einrichtung zum Löschen von Koks bekannt, die einen Behälter mit
einem schrägen Boden und an dessen unterem Ende eine Öffnung für den Austritt von Wasserdampf
aufweist. Während des Aufspritzen von Löschwasser wird der Behälter mit einem dicht abschließenden
Deckel versehen. Der beim Löschen entstehende Dampf strömt durch die im Löschbehälter liegende
glühende Koksmasse und verläßt den Behälter durch die genannte Öffnung am unteren Bodenende.
Koksöfen während des Ausdrückvorgangs zur Aufnahme des glühenden Kokses verfahren werden und dazu
eine Länge von etwa 14 bis 24 m haben. Dadurch wird die Entstaubung sehr erschwert Denn die Erfassungshauben sind zum Absaugen der beträchtlichen Mengen
an staubhaltigen Gasen groß ausgelegt Infolge des Schrägbodens ist die Koksschüttung im Löschwagen
und infolgedessen deren Beaufschlagung mit Wasserdampf sehr ungleichmäßig, so daß die Kokstemperatur
und die Koksfeuchte in der Koksschüttung unterschiedlieh
sind. Schließlich ist die Einrichtung nicht dazu geeignet, die beim Löschen freiwerdenden Gase, wie
Wasserdampf, einer weiteren Nutzung zuzuführen.
Auch in der DE-OS 29 29 385 ist ein Löschbehälter angegeben, in dem erhitzter Koks auf einem Rost liegt is
und von oben mit Löschflüssigkeit behandelt wird. Der gebildete Dampf tritt unten seitlich aus dem Löschbehälter
aus.
In der US-PS 22 50 262 wird ein seitlich entladbarer Behälter mit einem Sattelboden gezeigt Dabei wird mit
der nach zwei Seiten schrägen Bodenanordnung beabsichtigt, einerseits den Aufprall und damit das
Zerbrechen von Schüttgut, z. 3. von Koks, zu vermindern,
wenn es aus größerer Höhe in den riehälter fällt Andererseits soll die Schräge des Bodens auch das
Entleeren des Behälters beschleunigen. Die Druckschrift bezieht sich nicht auf das Löschen von Koks.
Aus der US-PS 13 65 974 ist ebenfalls ein bereits symmetrisch zu den Seitenwänden abfallender Boden
bekannt, der gitterartig ausgebildet ist
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Kokslöscheinrichtung der eingangs erwähnten Gattung
so zu verbessern, daß sie den mechanischen, thermischen und chemischen Belastungen im Sinne einer
längeren Lebensdauer besser gewachsen ist und die dem Verschleiß unterworfenen Teile einfach und in kurzer·
Zeit auswechselbar sind. Dabei soll die Ausnutzung der maximalen Schütthöhe des Kokses insbesondere auch
bei dem Einsatz der Erfindung bei Koksofenbatterien allerer Bauart möglich sein.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 enthaltenen Merkmale.
Die Roste in den Ableitungen für die oeim Löschen
entstehenden Gase haben eine besonders lange Lebensdauer, weil zumindest die mechanische und die
thermische Belastung der Roste wesentlich vermindert
ist. So entfällt einerseits die Stoßbelastung der Rosts beim Beschicken des Löschbehälters mit Koks. Andererseits
lastet auf den Rosten nicht das Gewicht der Koksschüttung. Die Roste können außerdem so
angeordnet werden, daß sie überhaupt nicht oder nur geringfügig in unmittelbarem Kontakt mit dem sehr
heißen, noch ungelöschten Koks kommen können. Außerdem können die Roste durch ihre Anordnung in 5ä
den Ableitungen für die beim Löschen entstehenden Gase ohne lange Betriebsunterbrechungen schnell
ausgetauscht werden. Von besonderer Bedeutung ist, daß aufgrund der seitlichen Anbringung der Roste im
Löschbehälter die Höhe der Koksschüttung in diesem Behälter sich weiter nach unten erstrecken kann und
somit das Nutzvolumen, insbesondere bei Ofenbatterien
älterer Bauart, vergrößert wird. Damit ergeben sich neben den besseren Einsatzmöglichkeiten der Einrichtung
geringere Baukosten für den Löschbehälter.
Für die Optimierung des Löschvorganges ist die gemäß Anspruch 2 vorgesehene Einstellbarkeit der
Roste besonders güns»;g, weil dadurch das Verhältnis
der Teilströrae des Löschmediums über die Roste und den perforierten Boden in Abhängigkeit von z. B. der
Art des Kokses, seiner Temperatur und seiner Schüttdichte individuell eingestellt werden kann.
Die Anordnung des Rostes gemäß Anspruch 3 führt zur Erzielung kleinstmöglicher Abmessungen des
Rostes, gleichgültig, ob der Rost am Beginn oder weiter im Innern, also in Strömungsrichtung der Gase im
Abstand von der Auslaßöffnung, in der Ableitung vorgesehen ist
Daneben kann eine unmittelbare Berührung der Koksschüttung im Behälter mit dem Rost unter
Umständen auch durch die Anordnung gemäß Anspruch 5 vermieden werden, nämlich durch eine von 90°
abweichende Lage der Hauptebene des Rostes gegenüber der Längsachse der Ableitung.
Die gemäß Anspruch 11 über den Auslaßöffnungen
vorgesehenen Ablenkvorrichtungen ermöglichen eine intensivere Durchströmung des zu kühlenden Kokses
durch Ablenkung des abwärtsströmenden Löschmediums zum Mittelbereich der Koksschüttung. Beim
Einfüllen des glühenden Kokses jsi den Behälter wird
der Koks von den Ablenkvorrichtujigen nach innen
abgelenkt so daß die Roste gegenüber dem stürzenden Koks geschützt werden.
Die übrigen Unteransprüche betreffen weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Kokslöscheinrichtung schematisch
erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Einrichtung mit einem geschlossenen Ablenkboden, einem Rost als Rückhalteorgan in der
Ebene der jeweiligen Löschbehälterwand und zwei Gasreinigern auf einem Fahrgestell, teilweise im
Schnitt;
Fig.2 eine Teilansicht einer Auslaßöffnung am
Boden eines Löschbehälters gemäß F ig. !,jedoch mit einem nach unten zur Behältermitte geneigten Rost;
Fig.3 eine Teilansicht einer Ausiaßöffnung gemäß
Fig.2 mit einem nach unten zur Behälteraußenseite
geneigten Rost;
Fig.4 eine Teilansicht einer Ausiaßöffnung gemäß
F1 g. 2 mit einem Rost im ersten geraden Abschnitt der
Gasableitung;
Fig.5 eine Teilansicht einer Auslaßöfinting gemäß
F i g. 2 mit einem Rost im ersten gekrümmten Abschnitt der Gasableitung;
Fig.6 eine Teilansicht einer Auslaßöffnung gemäß Fig.2 mit einem Rost im zweiten geraden Abschnitt
der Gasableitung;
Fig.7 die Einrichtung gemäß Fig. 1, zusätzlich mit
Ablenkvorrichtungen über den Auslaßöffnungen für das Löschmedium;
Fig.8 eine Einrichtung mit einem perforierten Abicnkboden, einem Rost als Rückhalteorgan in der
Ebene der jeweiligen Behälterwand und zwei Gasreinigern auf einem Fanrgestell, teilweise im Schnitt
Die Einrichtung gemäß F i g. 1 besteht im wesentlichen aus einem Kokslöschbehälter 1, der oben mit
einem Deckel 2 verschlossen und unten über zwei Ableitungen 3 mit zwei Gasreinigern 4 verbunden ist.
Die Einrichtung ist auf einem Fahrgestell 5 angeordnet. Eine Wasserzuleitung 6 verzweigt sich an ihrem Ende
7 in Teilleitungen 8, die jeweils mit einer Sprühdüse 9 an der Unterseite des Deckels 2 verbunden sind. Der
Deckel 2 verschlieft mit Hilfe von Dichtungen tO den Kokslöschbehälter 1 gasdicht nach oben.
Der mit der Koksschüttune 11 gefüllte Behälter 1
weist einen Boden 12 in Form eines Ablenkbodens auf.
Dieser erstreckt sich auf beiden Seiten seines in der Mitte des Behälters 1 angeordneten Scheitels 13 im
wesentlichen schräg nach unten in Richtung auf zwei Auslaßöffnungen 14 in zwei einander gegenüberliegenden
Wänden 15 des Behälters 1. Die Flanken des Bodens 12 beiderseits des Scheitels 13 sind strömungsgünstig
nach unten gewölbt. Die Wölbung ist aber nicht unbedingt erforderlich.
An den beiden Ausiaßöffnungen 14 ist jeweils ein Rückhalteorgan 16 in Form eines Rostes in der Ebene
der nächstliegenden Wand 15 des Behälters 1 angeordnet
An die Auslaßöffnungen 14 schließt sich jeweils ein relativ kurzer waagrechter Abschnitt 17 der Ableitung 3
an. Die Fortsetzung der Ableitungen 3 bildet jeweils ein nach oben gekrümmter Abschnitt 18, der in einen relativ
langen senkrechten Abschnitt 19 übergeht.
Die Ableitungen 3 sind über Flansche 20 und Dichtungen 21 mit gleichfalls senkrecht verlaufenden
Zuleitungen 22 zu den Gasreinigern 4 verbunden. Diese sind mit Schiebern 23 zur Staubentnahme ausgerüstet.
Außerdem sind an den Gasreinigern 4 Ableitungen 24 für das gereinigte Gas vorgesehen. In den Fig. 1.7 und 8
sind die Gasreiniger 4 als Zyklone dargestellt.
Die Einrichtung liegt für ihren Transport zu den einzelnen Koksofenkammern auf dem Fahrgestell 5, das
über Räder 25 auf einem zur Koksofenbatterie parallelen Gleis verfahrbar ist.
In den Fig.2 bis 6 sind weitere zweckmäßige
Ausgestaltungen für die Anordnung der Rückhalteorgane 16 in Form von Rosten beispielhaft angegeben.
Gemäß Fig.2 ist der Rost unmittelbar an der Auslaßöffnung 14 und schräg nach unten zur Mitte des
Behälters 1 hin angeordnet.
Gemäß F i g. 3 ist der Rost ebenfalls unmittelbar an der Auslaßöffnung 14, jedoch nach unten schräg zur
Außenseite des Behälters 1, angebracht.
Gemäß den F i g. 4 bis 6 ist der Rost jeweils senkrecht
zur Längsrichtung der Ableitung 3 angeordnet. Er befindet sich entweder in dem relativ kurzen waagrechten
Abschnitt 17 (Fig.4), in dem nach oben gekrümmten Abschnitt 18 (Fig.5) oder am Beginn des relativ
langen senkrechten Abschnitts 19 (F i g. 6) der Ableitung 3.
Je weiter der Rost in der Ableitung 3 von der Auslaßöffnung 14 entfernt ist, desto geringer ist die
Gefahr, daß der Rost mit dem glühenden Koks in Berührung kommt und dadurch mechanisch und
thermisch stark beansprucht wird.
Selbstverständlich kann der Rost auch an anderen Stellen und in anderen Lagen im Bereich der
Auslaßöffnung 14 angeordnet sein. Der Rost besteht z. B. aus einzelnen Roststäben oder aus Rostplatten. Er
ist vorzugsweise so eingebaut, daß er von außen ausgetauscht werden kann, ohne daß in das Innere des
Behälters 1 eingestiegen werden muß.
In der F i g. 7 ist eine Weiterbildung der Einrichtung gemäß F i g. 1 dargestellt Dabei sind zusätzlich
Ablenkvomchtungen 26 über den Auslaßöffnungen 14 vorgesehen. Die Ablenkvomchtungen 26 lenken die im
Bereich der Wände 15 abwärtsgerichtete Strömung des Löschmediums von den Ausiaßöffnungen 14 weg und in
Richtung zur Mitte der Koksschüttung. Dadurch wird der Strömungsweg des Löschmediums im Bereich der
Wände 15 verlängert und deshalb die Wärmeaufnahme dieses Mediums erhöht Außerdem wird beim Beschikken
des Behälters der abwärts fallende Koks durch die Ablenkvorrichtung 26 vom Rückhalteorgan 16 abgelenkt,
das so relativ stoßgeschützt ist.
Die Einrichtung gemäß Fig.8 weist einen Boden 12 auf, der perforiert ist. Die öffnungen 27 der Perforation
verbinden den Raum, in dem die Koksschüttung 11 im Löschbehälter 1 liegt, mit einem Gassammeiraum 28
unter dem Boden 12. Von der Unterseite des Gassammeiraums 28 führt eine Abzugsleitung 29 nach
unten, die in zwei Teilleitungen 30 übergeht. Die to Teilleitungen 30 erstrecken sich in einer horizontalen
Ebene unterhalb des Kokslöschbehälters in entgegengesetzten Richtungen bis etwa zur Längsachse des jeweils
zugehörigen, relativ langen senkrechten Abschnitts 19 der Ableitung 3. Im Bereich der Längsachse dieses
Abschnitts 19 sind die Teilleitungen 30 jeweils im rechten Winkel nach oben ins Innere der Ableitung 3
eingeführt. Die innerhalb der Ableitungen 3 befindlichen Abschnitte der Teilleitungen 30 sind etwa koaxial zu
dem Abschnitt 19 angeordnet. Die Austrittsenden 31 der Teilleitungen 30 innerhalb der Abschnitte 19 sind in
Form von Injektordüsen verjüngt ausgebildet.
Zur Verbesserung der Injektorwirkung kann der lichte Querschnitt der Ableitungen 3 im Bereich der
Austrittsenden 31 vermindert sein.
Zu ihrer Verwendung wird die Einrichtung gemäß Fig. 1 vor die zu entleerende Koksofenkammer
gefahren. Bei geöffnetem Deckel 2 wird der Löschbehälter 1 mit dem glühenden Koks gefüllt. Nach dem
Schließen des Deckels 2 wird die Koksschüttung 11 über
die Düsen 9 mit Wasser besprüht. Das Wasser kühlt den Koks durch Wärmeentzug, wobei Wasserdampf und
eventuell andere Gase, z. B. Wassergas, gebildet werden. Die entstandenen Gase strömen unter weiterer
Wärmeaufnahme durch die Koksschüttung 11 nach unten zu den Auslaßöffnungen 14. Ist der Boden 12 als
Ablenkboden gestaltet, unterstützt er eine günstige Strömungsrichtung der kühlenden Gase. Im Bereich der
Ausiaßöffnung \4 treten die heißen Gase aus dem
Behälter 1 durch die Rückhalteorgane 16, von denen größere Koksteilchen zurückgehalten werden.
Die Gase erreichen dann über die Ableitungen 3 die Gasreiniger 4. Dort werden die Gase gereinigt und
verlassen die Gasreiniger 4 über die Ableitungen 24 zur weiteren thermischen und/oder chemischen Nutzung.
Beim Einsatz der Einrichtung gemäß Fig.8 wird diese zunächst vor die zu entleerende Koksofenkammer gefahren. Bei geöffnetem Deckel 2 wird der Löschbehälter 1 mit dem glühenden Koks gefüllt. Nach dem Schließen des Deckels 2 wird die Koksschüttung 11 über die Düsen 9 mit Wasser besprüht. Das Wasser kühlt den Koks durch Wärmeentzug, wobei Wasserdampf .nd evtl. andere Gase, z. B. Wassergas, gebildet werden. Die entstandenen Gase strömen unter weiterer Wärmeaufnahme durch die Koksschüttung 11 nach unten.
Der größere Teil der Gase verläßt den Löschbehälter 1 über die Auslaßöffnungen 14, wobei die nach unten gewölbte Form des Ablenkbodens die Bildung eines gleichmäßigen Gasstroms begünstigt Im Bereich der Ausiaßöffnung 14 passieren die heißen Gase die Roste, von denen evtL mitgerissene größere Koksteilchen zurückgehalten werden. Die Gase erreichen dann über die Ableitungen 3 die Gasreiniger 4.
Beim Einsatz der Einrichtung gemäß Fig.8 wird diese zunächst vor die zu entleerende Koksofenkammer gefahren. Bei geöffnetem Deckel 2 wird der Löschbehälter 1 mit dem glühenden Koks gefüllt. Nach dem Schließen des Deckels 2 wird die Koksschüttung 11 über die Düsen 9 mit Wasser besprüht. Das Wasser kühlt den Koks durch Wärmeentzug, wobei Wasserdampf .nd evtl. andere Gase, z. B. Wassergas, gebildet werden. Die entstandenen Gase strömen unter weiterer Wärmeaufnahme durch die Koksschüttung 11 nach unten.
Der größere Teil der Gase verläßt den Löschbehälter 1 über die Auslaßöffnungen 14, wobei die nach unten gewölbte Form des Ablenkbodens die Bildung eines gleichmäßigen Gasstroms begünstigt Im Bereich der Ausiaßöffnung 14 passieren die heißen Gase die Roste, von denen evtL mitgerissene größere Koksteilchen zurückgehalten werden. Die Gase erreichen dann über die Ableitungen 3 die Gasreiniger 4.
Gleichzeitig strömt ein kleinerer Teil der im Löschbehälter 1 gebildeten Gase durch die Öffnungen
27 des Bodens 12 in den Gassammeiraum 28. Von dort gelangen die Gase über die Abzugsleitung 29, die beiden
Teilleitungen 30 und deren Austrittsenden 31 in die Ableitungen 3, wo sich jeweils der vorgenannte größere
Teilstrom der Gase mit dem kleineren Teilstrom aus der Teilleitung 30 vereinigt.
Die Erzeugung eines kleineren Teilstroms durch den perforierten Boden 12 hat den Vorteil, daß die
unmittelbar auf dem Boden !12 liegende Koksschicht s vollständig von den Gasen durchströmt und abgekühlt
wird. Dadurch wird die unterste Schicht der Koksschüttung ebensogut gekühlt wie deren oberen Bereiche.
Dp? über die Roste austretende Teilstrom ergibt eine
Saugwirkung im Bereich um die Austrittsenden 31 der Teilleitungen 30. Dadurch wird der den perforierten
Boden 12 durchdringende kleinere Teilstrom der Gase unterhalb des Bodens 12 rasch über die Austrittsenden
31 abgeführt. Diese Saugwirkung kann durch eine Querschnittsverjüngung der Ableitung 3 im Bereich der
Austrittsenden 31 verstärkt werden.
Alternativ kann während des Kokslöschens der lichte Querschnitt der Ableitungen 3 mit Hilfe von einstellbaren
Rückhalteorganen 16 verändert werden. Dadurch kann das Mengenverhältnis der über die Rückhalteorgane
16 austretenden Teilströme zu dem durch den perforierten Boden 12 verlaufenden Teilstrom reguliert
werden. Zum Beispiel kann in der Anfangsphase des Löschens der durch den Boden 12 führende Teilstrom
durch Verkleinerung der Durchtrittsfläche an den Rückhalteorganen 16 verstärkt und in der nachfolgenden
Phase in umgekehrter Weise wieder abgeschwächt werden.
Gegebenenfalls kann der Teilstrom über die Rückhalteorgane 16 während einer beliebigen Löschphase
vollständig unterbrochen werden. In diesem Fall fungieren die Teilleitungen 30 nicht mehr als Bypass-Leitungen,
sondern nehmen vorübergehend den gesamten Gasstrom auf.
Die RUckhalteorgane 16 können somit auch als Ventile fungieren. Zu diesem Zweck können sie z. B. mit
lamellenartigen Klappen versehen sein, die zur Drosselung oder Unterbrechung des Gasstroms in ihrer
Neigung verändert oder geschlossen werden können. Anstelle der Klappen kann auch ein Schieber vorgesehen
sein, mit dem der lichte Querschnitt der Ableitung 3
beliebig verkleinert werden kann.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Kokslöscheinrichtung mit einem Kokslöschbehälter (1), der Wände (15), einen Boden (12), einen
aufsetzbaren Deckel (2) mit Sprühdüsen (9) an der Deckelunterseite sowie im unteren Bereich in zwei
einander gegenüberliegenden Wänden (15) Auslaßöffnungen (14) und daran anschließend jeweils eine
Ableitung (3) aufweist, über deren lichten Querschnitt sich jeweils ein Rückhalteorgan (17) er-
streckt, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Rückhalteorgan (16) als Rost ausgebildet ist
2. Kokslöscheinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost einstellbar ist
3. Kokslöscheinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Hauptfläche
des Rostes senkrecht zur Längsrichtung der zugehörigen Ableitung (3) angeordnet ist
4. Kokslöscheinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Roste jeweils in der
Ebene der nSsJhstliegenden Wand (15) des Behälters
(1) angeordnet sind.
5. Kokslöscheinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils der
Winkel zwischen der Hauptebene des Rostes und der Längsrichtung der zugehörigen Ableitung (3)
von 90° abweicht
6. Kokslöscheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem schrägen Boden (12) des
Behälters (1), dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (12) als perforierter Ablenkboden ausgebildet
ist und ein darunterliegender Gassammeiraum (28) über Teilleitungen (30) mit den Ableitungen (3)
verbunden ist
7. Kokslöscheinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsenden (31)
der Teilleitungen (30) innerhalb der Ableitungen (3) vorgesehen und als Injektordüsen ausgebildet sind.
8. Kokslöscheinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Querschnitt
der Ableitungen (3) im Bereich um die Austrittsenden (31) vermindert ist
9. Kokslöscheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem schrägen Boden (12) des
Behälters (1), dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (12) als geschlossener Ablenkboden ausgebildet ist
10. Kokslöscheinrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Querprofil des Bodens (12) im Mittelbereich des Behälters (1) am höchsten ist und von dort
symmetrisch in Richtung auf die Auslaßöffnungen (14) abfallend ausgebildet ist.
11. Kokslöscheinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß über den
Auslaßöffnungen (14) in den Wänden (15) zur Mitte des Behälters (1) weisende Ablenkvorrichtungen (26)
vorgesehen sind.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
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