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DE2323690B2 - - Google Patents

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Publication number
DE2323690B2
DE2323690B2 DE2323690A DE2323690A DE2323690B2 DE 2323690 B2 DE2323690 B2 DE 2323690B2 DE 2323690 A DE2323690 A DE 2323690A DE 2323690 A DE2323690 A DE 2323690A DE 2323690 B2 DE2323690 B2 DE 2323690B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coke
roof
panel
emissions
battery
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2323690A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2323690C3 (de
DE2323690A1 (de
Inventor
James Dale Collinsville Ill. Patton
Edward Howell Kirkwood Mo. Roe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SGL Carbon Corp
Original Assignee
Great Lakes Carbon Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Great Lakes Carbon Corp filed Critical Great Lakes Carbon Corp
Publication of DE2323690A1 publication Critical patent/DE2323690A1/de
Publication of DE2323690B2 publication Critical patent/DE2323690B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2323690C3 publication Critical patent/DE2323690C3/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B33/00Discharging devices; Coke guides
    • C10B33/003Arrangements for pollution-free discharge

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Prevention Of Fouling (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
  • Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sammeln von in die Atmosphäre in Gegenwart heißer, durch eine chemische Hochtemperaturreaktion erzeugter Gase abgegebenen Emissionen, mit einem Gehäuse mit Spitzdach, welches Endpanele und sich nach unten erstreckende Dachpanele aufweist, die höher liegen als die Emissionenquelle, und mit einer am Dachfirst angeordneten Einrichtung zur Entfernung der Emissionen.
Eine derartige Vorrichtung wird in der DT-AS 04 430 beschrieben. Die Entgegenhaltung betrifft dabei insbesondere eine speziell abgestützte Halle, während die Vermeidung von teilchenförmigen! Ausfall und die Beseitigung von Gasen, die nicht unmittelbar durch die bekannte Enifernungseinrichtung abgeleitet werden können, nicht angesprochen ist. Vielmehr können sich
die Gase und Teilchen unbeschränkt in samtlichen Be
reichen der Vorrichtung ausbreiten und gelangen dami
auch zu solchen Bereichen, in denen Arbeiter tätig sind Es wurden weiter schon umfangreiche Anstre.ngun gen unternommen, um die bei unterschiedlichen indu
striellen Anlagen, insbesondere bei Verkokungsanla
gen, anfallende Luftverschmutzung zu minimieren. Sc
wird in der US-PS 8 09 645 bereits vorgeschlagen, di( bei Koksretorten anfallenden Gase und Teilchen durcf
ίο eine gemeinsame Abzugsleitung abzusaugen. Dami aber ist das Problem der Verschmutzung der Umge bungsatmosphäre noch nicht beseitigt. Mit dem Ziel auch diesem Problem entgegenzutreten, wurden ver schiedene Einrichtungen entwickelt, z. B. gemäß USA.
Patentschriften 36 30 852, 36 42 636, 33 67 844 36 76 305, 37 15 282 und 37 16 452. Die darin behände! ten Vorrichtungen arbeiten mit Abzugshauben mit odei ohne Gebläse, die unmittelbar auf einem Koksfüh rungsschild angeordnet sind. Dieses Koksführungs
ίο schild wird gewöhnlich in Berührung mit einem Koks ofentürpfosten bewegt, so daß ein Durchlaßweg übei einer Koksführungsplattform unmittelbar neben unc parallel zu den Koksöfen gebildet ist. Des weiteren sol durch die Koksführung ein Verschütten des Koks ver
»5 mieden werden, wenn dieser vom Ofen ausgestoßer wird. Auch Abschreckwagen, die auf einer Laufbahr unterhalb des Koksführungsschildes zur Aufnahme de> heißen Koks und zum Transport desselben zu einer Ab schreckstation angeordnet sind, wurden schon mil einem Abzug versehen. Die bekannten Vorrichtunger haben jedoch gemeinsam den Nachteil, daß sie kompli ziert sind und längs der Koksöfen zusammen mit dem Koksführungsschild oder den Abschreckwagen ver schoben werden müssen. Sie konnten sich daher nichi in der Praxis erfolgreich durchsetzen.
In der US-PS 36 30 852 wird weiter eine geschlosse ne Kammer mit einem Dach beschrieben, das an der Vorderseite der Koksofenbatterie auf der Koksseite anliegt und mit einer vertikal sich erstreckenden Ver
längerung versehen ist. Die Kammer wird dabei durch einen Absaugkanal so entleert, daß keine Atmosphärenluft in Berührung mit dem Koks kommen kann. Für die Arbeiter bedeutet diese Anordnung jedoch eine erhebliche Gefahr, da unter der Absaugeinrichtung außerordentlich hohe Temperaturen vorliegen. Des weiteren erzeugen die durch die hohen Temperaturverhältnisse expandierenden Gase einen beträchtlicher Druck auf die Kammer, so daß sie durch undichte Stellen nach außen entweichen können. Bei der US-PS 37 16 457 ist weiter ein Abzug vorgesehen, der sich über die gesamte Länge der Koksofenbatterie erstreckt und am Boden offen ist. Dieser Abzug ist in Zellen oder Abteile unterteilt. Der obere Bereich jeder Zelle ist mit einem Auslaß versehen, an den eine Abzugsleitung an-
$5 geschlossen ist. Jedes Abteil muß daher den Gasdruck aufnehmen, der durch das Ausstoßen einer Kokscharge vom Ofen entsteht, wobei das durch das Abteil gebildete Volumen dem erhöhten Volumen an Gas und ir Schwebe gehaltenen Teilchen mit angepaßt ist. In dieto scm Zusammenhang ist zu berücksichtigen, daß bein' Ausstoßen von Koks das Volumen an Gas und vorhandener Atmosphäre vor dem Ofen um einige Größenordnungen auf Grund der hohen Temperatur des Koks von etwa 10000C erheblich zunimmt. Selbst wenn das Abteil mit einer Absaugeinrichtung versehen werden würde, kann die erhebliche Volumenvergrößerung damit kaum voll aufgefangen werden, so daß die Gase und teilchenförmigen Substanzen in der Regel zur At-
mosphäre austreten.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der eingangs erwähnten Gattung insbesondere dergestalt zu verbessern, dab das gesamte thermische, durch Ausstoßen einr·, mit Koks ge- S füllten Ofens erzeugte Volumen ohne weiteres aufgenommen werden kann und die teilchenförmigen Substanzen innerhalb der Auffangeinrichtung so weit lurückgehalten werden, daß die Gase und der wesentliche Anteil an teilchenförmigen Substanzen mittels to einer Absaugeinrichtung zu einer Auswaschvorrichtung abgeleitet werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Dachpanele sich im wesentlichen unter dem gleichen Winkel von jeder Seite des Dachfirstes nach unten erstrecken, wobei von der unteren Kante des einen Dachpanels wenigstens ein Panel nach innen und nach unten zu einer Stelle oberhalb der Emissionenquelle ragt, während sich von der unteren Kante des anderen Dachpanels ein im wesentlichen vertikales *> Wandelement nach unten zum oberen Ende der Emissionen erzeugenden Einrichtung erstreckt und nahe bei der unteren Kante des Wandelements und oberhalb der Emissionenquelle ein Ablenkpanel nach innen und nach oben ragt, wobei die Panele und das Wandelement eine »5 Expansionszone für die Emissionen definieren, deren engste Eingangsstelle durch das Panel und das Panel gebildet ist, und daß die Emissionen entfernende Einrichtung einen im oberen Bereich der Expansionszone angeordneten Kanal mit einem in Richtung auf eine am großen Ende des Kanals angebrachte Absaugeinrichtung progressiv zunehmenden Querschnitt umfaßt, wobei von längs der Länge des Kanals vorgesehenen Öffnungen Luftansaugstutzen abstehen.
Bei einer Vorrichtung dieser Art zum Sammeln der aus undichten Türen und von Koks abgegebenen Emissionen, wenn der Koks an der Koksseite einer Koksofenbatterie durch eine Koksführung in einen Koksabschreckwagen ausgestoßen wird, wobei der Wagen parallel zur Batterie bewegbar ist. wird erfindungsgemaß das Gehäuse stationär, vor der Koksseite der Batten ■ anliegend, angeordnet und überdeckt die Koksfüh mgs- und Abschreckwagenbereiche länt's der Batterie, wobei das Spitzdach höher als die Batu-rie liegt.
Mit der Erfindung wird somit in Gegensatz zu allen bekannten Lösungen ein Raum geschaffen, in dem die heißen Gase expandieren können und sich unter Abnahme ihres Volumens abkühlen. Da in der Expansionszone durch die erfindungsgemäße Anordnung der betreffenden Panele die heißen Gase in Zirkulation gehalten werden, wird ein vorzeitiger Ausfall der in Schwebe befindlichen Teilchen vermieden. Vorübergehend verringert sich jedoch die Zirkulationsgeschwindigkeit, so daß infolge der verminderten Tragfähigkeit die schweren Teilchen ausfallen, während die feinen Teilchen (von z. B. weniger als 1 μ) zusammen mit den Gasen durch den Absaugkanal entfernt werden. Durch das Ablenkpanel wird dabei der Ausfall der schweren Teilchen auf das Arbeitspersonal verhindert. Darüber hinaus leitet dieses Panel die Hitze nach außen und nach *° oben in die Expansionszone ab, so daß der Arbeitsbereich der Vorrichtung sicher gegen thermische und sonstige Belastungen abgeschirmt ist. Das Ableiten der Gase mit den darin suspendierten feinen Teilchen erfolgt ferner ebenfalls in bevorzugter Weise mittels des erfindungsgemäß aufgebauten Abzugskanals. Dieser Kanal verjüngt sich von einem Ende der Halle zum anderen, wobei längs des Kanals Luftansaugstutzen mit geringem Strömungswiderstand angeordnet sind. Durch diese Ansaugstutzen wird das Anheben der ankommenden Gasströmung begünstigt, so daß die noch in Schwebezustand befindlichen leichten Teilchen sich nicht absetzen können, sondern zusammen mit der Gasströmung in den Kanal und von dort zu einer Auswascheinrichtung geleitet werden. Damit ist gewährleistet, daß sich die Teilchen und Gase, die beispielsweise während der Verkokung anfallen, nicht unbeschränkt in sämtlichen Bereichen der Halle ausbreiten, und insbesondere wird das Arbeitspersonal hierdurch nicht belästigt. Darüber hinaus kann die Luftverschmutzung der Außenatmosphäre weitestgehend vermieden werden.
Obschon insbesondere in Verbindung mit dem Betrieb von Koksofenbatterien geeignet läßt sich die Erfindung auch zum Einfangen oder Sammeln von Dämpfen und teilchenförmigen Substanzen verwenden, die bei einer Vielzahl von thermischen und/oder chemischen Reaktionen anfallen. Ferner werden nicht nur die unmittelbar beim Ausstoßen des Koks aus den Öfen bei jedem Verkokungszyklus gebildeten Dämpfe und teilchenförmige Substanzen gesammelt, sondern auch solche, die sich an undichten Stellen der Anlage, wie Türen, ansammeln, die die Enden der Koksöfen abschließen.
Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische, schaubildhafte Ansicht der Emissionssammelvorrichtung, welche an der Seite und dem oberen Ende einer Koksofenbatterie angeordnet ist und die Koksführungs- und Abschreckwagenbereiche längs der Länge der Batterie überspannt,
F i g. 2 eine Querschnittsansicht längs der Schnittlinie 2-2 nach F i g. 1 mit Darstellung des Emissionsgehäuses nach der Erfindung einschließlich des Absaugkanals der Koksführung und des Koksabschreckwagens,
F i g. 3 einen den Wärmeausdehnungseffekt auf die Atmosphäre innerhalb des erfindungsgemäßen Gehäuses zeigenden Schrieb bei Ausstoßen des Koks aus einem Koksofen bei einer Temperatur von etwa 98TC,
F i g. 4 eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 5 eine fragmentarische, perspektivische Detailansicht des Absaugkanals und der Luftansaugstutzen, die einen Teil der Erfindung bilden.
In der Zeichnung ist die schaubildhaft dargestellte Koksofenbatterie mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehen und weist eine Vielzahl von parallel angeordneten Kokskammern oder öfen 11 auf. Am Ende jedes Koksofens befindet sich eine Tür 11a, die entweder selbstdichtend oder nach herkömmlicher Praxis mit einem entsprechenden Ton oder anderem wärmebeständigen Material verkittet sein kann, so daß die Gase weitestgehend innerhalb des Ofens verbleiben, während die Kohlencharge darin verkokt wird. Das obere Ende der Koksofenbatterie s'ellt eine Ankersäule Hi dar. An der Koksofenseite der Batterie und direkt neben den einzelnen öfen befindet sich eine Laufbahr oder ein Bett 12, auf dem ein Koksführungswagen 13 angeordnet ist. Der Führungswagen ist mit Seitenpanelen 13«i ausgestattet und bewegt sich lateral längs dei Koksofenseite auf Schienen 14. Auf einem noch niedri geren Niveau neben dem Führungswagen und ebenfalli lateral zur Koksofenbatterie laufend befindet sich eir Abschreckwagen 15, der auf einer Laufbahn 16 sich be wegt. Sämtliche zuvor genannten Bauteile sind Stan dardausrüstungen und für den Fachmann bekannt. Da die Koksführung und den Abschreckwagen überdek
kende Gehäuse erstreckt sich in Längsrichtung längs der vorderen Koksseite der Batterie und in Querrichtung, so daß die Laufbahn für den Abschreckwagen eingeschlossen wird und ist mit dem allgemeinen Bezugszeichen 20 gekennzeichnet. Dieses Gehäuse wird nachfolgend als Emissionsauffangbauwerk bezeichnet. Es ist relativ zur Koksofenbatterie stationär und weist ein Spitzdach auf, welches höher als die Batterie liegt und aus Dachendpanelen 22a an jedem F.nde des Daches und nach außen und nach unten sich erstreckenden Dachpanelen 21 und 22 besteht. Das erste Dachpanel 21 erstreckt sich nach außen und nach unten über dem oberen Ende der Koksofenbatlerie und wird durch Säulen 27b gehalten. Die Säulen 27b ruhen auf der Koksofenankersäule üb und sind an dieser befestigt, so daß diese Seite der Dachkonstruktion gehalten wird. Das zweite Dachpanel 22 erstreckt sich nach außen und nach unten jenseits der Koksführungs- und Abschreckwagengebiete. Ein drittes Panel 23 erstreckt sich nach unten und nach innen von der unteren Längskante des Dachpanels 22 zum Abschreckwagengebiet, jedoch endet es außerhalb dieses Gebietes. Ein im wesentlichen vertikales Wandelement 25 hängt vom unteren Bereich oder der Kante des ersten Dachpanels 21 nach unten zum oberen Ende der Ankersäule 11 b herab und nimmt vorzugsweise einen im wesentlichen gasdichten Sitz ein. Eine weitere im wesentlichen vertikale Wand 24 hängt nach unten vom unteren Bereich des Panels 23 bis zu einer Stelle oder Ebene herab, die geringfügig oderhalb oder gerade mit dem oberen Ende des Abschreckwagens liegt. Als Alternative hierzu kann gemäß Fig.4 diese Wand sich nach unten nahe zu der Markierung erstrecken, auf der der Abschreckwagen angeordnet ist, ohne jedoch damit in Kontakt zu treten, so daß die Luftströmungen innerhalb des Gehäusebauwerks einen Quer- und Aufwärtszug bilden können, wenn der Koks aus dem Ofen ausgestoßen wird, und im Gehäuse ein thermischer Auftrieb entsteht. Die Vorrichtung erfordert ebenfalls, wenn in Verbindung mit einer Koksofenbatterie verwendet, ein nach innen und nach oben sich erstreckendes Wärmeschild 27. das oberhalb des Koksführungsgebietes angeordnet ist und an die Säulen 27b, welche das Dachpanel 21 tragen, befestigt werden kann. Dieses Schild erstreckt sich über die gesamte Länge der Koksofenbatterie und kann aus einem Stahl mit einer Isolation, wie beispielsweise Kalzium- oder Magnesiumsilikat, welche an der Unterseite und/oder an beiden Seiten befestigt ist, gebildet sein. Der Bereich oberhalb dieses Wärmeschildes oder Ablenkpanels 27 und unter dem Dachpanel 21 dient als Teil der Expansionszone B im oberen Bereich des Gehäuses. Es ist wichtig, daß dieses Wärmeschild in einer aufwärtsgeneigten Lage, wie in der Zeichnung dargestellt, angebracht wird. Das Wärmeablenkpanel oder Schild 27 ist an einem Ende an den Tragsäulen 27b befestigt und wird mittels einer Aufhängestange 27a von der Dachstrebe 30 gehalten.
Die Dachpanele 21, 22 und das Panel 23 können aus irgendeinem passenden, hochtemperaturbeständigen Material einschließlich gewelltem Legierungsstahl oder temperaturbeständigen Vinylasbest-Panelen gebildet werden. Die vertikalen Wandpanele 24 und 25 können ebenfalls aus Stahl oder einem anderen steifen, hochtemperaturbeständigen Material bestehen, oder sie werden aus gewebten Asbestdecken oder -panelen gebildet, die durch Moneldraht oder einem anderen wärmebeständigen Draht verstärkt und/oder daran befest igt sein können.
Das Emissionsauffangbauwerk 20 weist ferner Endpanele 26 auf, die aus ähnlichen Materialien wie die Panele 24 und 25 bestehen. Der Abschreckwagen 15 läuft längs der Laufbahn 16 von rechts nach links bei Betrachtung gemäß F i g. 1 und 3, so daß die Wand oder das Panel 26 eine auf passende Weise angelenkte Klappe 32 oder Tür aufweisen muß, die sich aufstoßen oder öffnen läßt, falls sich das Panel 26 unter das Niveau des Abschreckwagens erstreckt, damit dieser Wagen das Bauwerk auf seinem Weg zum Abschreckturm verlassen kann.
Das Bauwerk 20 ist ferner im oberen Bereich der thermischen Expansionszone mit einem temperaturbeständigen Kanal 28 ausgestattet, der rund, quadratisch. rechteckförmig oder andersartig sein kann. Nach der Zeichnung verjüngt sich dieser Kanal progressiv und hat bei Annäherung an die Ansaugseite eines Gebläses 29 einen erhöhten Querschnitt. Wenn der vergrößerte Bereich des Kanals das Emissionsauffangbauwerk verläßt, ist er vorzugsweise mit einem Übergangsstück 35 und einem rohrförmigen Kanalbereich 35a versehen, der zum Gebläse 29 führt. Die teilchenförmige, durch das Gebläse geleitete Substanz wird einer Gasauswascheinrichtung oder einer Staubfiltervorrichtung, beispielsweise einem Zentrifugal- oder Zyklonabscheider oder einem elektrostatischen Abscheider zugeführt. Dies sind konventionelle Einrichtungen und daher in der Zeichnung nicht dargestellt. Als Alternative hierzu können diese Einrichtungen auch vor dem Gebläse 29 angeordnet sein.
F i g. 5 zeigt einen vergrößerten Bereich eines Abschnitts des Absaugkanals 28 und der Luftansaugstutzen 28a. die über am Kanal angebrachten Öffnungen angeordnet sind. Vorzugsweise werden diese Ansaugstutzen durch diagonales Abschneiden eines Rohrstükkes passenden Durchmessers gebildet, und jeder derartig gebildete Abschnitt wird an eine Öffnung im Kanal dergestalt angeschweißt, daß die freien Kanten 286 der Ansaugstutzen sich in entgegengesetzter Richtung zur durch das Gebläse 29 infolge des Soges erzeugten Luftströmung im Kanal erstrecken. Dadurch wird ein strömungsgünstiger Fluß der Gase und der teilchenförmigen Substanz durch die Ansaugstutzen und durch den Kanal in Richtung des Gebläses geschaffen. Die Kanalbohrungen und die Luftansaugstutzen werden auf geeignete Weise am Kanal so plaziert, daß über die gesamte Länge des Kanals ein im wesentlichen ausgeglichener statischer Druck vorliegt, so daß ein gleichförmiges Abiaugen über die Länge des Emissionsauffangbauwerkes gewährleistet wird.
Das Bauwerk 20 wird an seiner Außenseite durch
Bauelemente 17, 18 und 276 und an seiner Innenseite durch Bauelemente 30 und 31 gehalten. Das Gebläse 29 ist ebenfalls durch ein entsprechendes Bauwerk getragen.
Wird der Koks aus einem Ofen 10 in der bei 19 angedeuteten Weise ausgestoßen, so gelangt der Koks durch die Koksführung 13 und fällt in den Abschreckwagen 15. Fig.3 zeigt die Wärmeausdehnung der Gase innerhalb des Emissionsauffangbauwerkes 20. wenn etwa 9,97 t (11 tons) Koks bei einer Temperatur von etwa 1095" C (2000° F) von einem Ofen in weniger als 1 Minute in den Abschreckwagen 15 ausgestoßen werden. Das thermische Spitzenvolumen oder die BeIastung. die durch den Bereich AA dargestellt ist. erreicht ihr Maximum in weniger als 1 Minute. Dies hängt ab von der Laufzeit A-\ der Ramme, d. h. der zum Aussto Ben des Koks aus dem Ofen in den Abschrecke agen
erforderlichen Zeit, der Kokstemperatur und der Verweilzeit A-2 des Abschreckwagens innerhalb des Bauwerkes. Bei einer gegebenen Koksmenge läßt sich die Ausleerzeit des Gehäuses berechnen und der Durchmesser des Absaugkanals 28 und die Kapazität des Gebläses 29 bestimmen. Das Gebläse 29 wird kontinuierlich und mit einem passenden volumeirischen Fluß (s. /4-3 in F i g. 3) betrieben, wobei eine Gesamtzeit gemäß /\-5 verstreicht, um die thermische Volumeneinission /4-4 aus dem Auffangbauwerk zu entfernen.
Beim Ausstoßen des Koks vom Ofen in den Abschreckwagen dehnen sich die Gase sehr rasch aus, und die teilchenförmigen Substanzen werden nach oben in den ausgedehnten Dachbereich B des Bauwerkes gerichtet. Dieses Gasvolumen und seine Aufwärtsgeschwindigkeit befördert einen beträchtlichen Betrag an teilchenförmiger Substanz zum oberen Bereich des Bauwerkes. Da die volumetrische thermische Belastung wesentlich größer ist, als von dem ausgeglichenen Luftabsaugkanal absorbiert werden kann, ist das Dach, wie beschrieben, so ausgelegt, daß es dieser Über-Lastexpansion gerecht wird. Durch Berechnung der thermischen Expansionsbelastung /4-4 läßt sich ein Emissionsauffangbauwerk passender Abmessungen und Kapazitäten einschließlich der oberen Expansionszone B errichten, das die thermische Belastung aufzunehmen vermag.
Gemäß F i g. 2 der Zeichnung wird ein großer Teil des expandierten Gasvolumens im oberen Teil des Bau-'■. erkes in seiner Flußrichtung umgekehrt und zurück n.> h unten in die Bereiche oder Gebiete des oberen, di h die Dachpanele 21 und 22, das Panel 23 und das Wärmeablenkpanel 27 gebildete Bauwerk gerichtet. Die die teilchenförmige Substanz enthaltenden Gase werden zu Anfang nach oben in den Hauptwärmeauftrieb im oberen Bereich der thermischen Expansionszonc gerichtet. Die feineren Partikel, d. h. diejenigen von weniger als etwa 1 μ, werden nach oben zum Kanal 28 und in diesen durch die Ansaugstutzen 28a geleitet und dann stromabwärts im Kanal zum Absauggebläse 29 bzw. der zuvor beschriebenen Auswascheinrichtung zugeführt. Die temperaturbeständigen Panele oder Wände 24, 25 und 26 halten die thermische Belastung und ermöglichen es ferner, daß die Luft sich unter diese Wandpanele bewegen kann, so daß ein Quer- und Aufwärtszug der thermischen Belastung in die Expansionszone erzeugt wird.
Die durch eine gegebene Menge aus dem Ofen ausgestoßenen Koks erzeugte thermische Belastung pro Volumen kann dadurch bestimmt werden, daß der Abschreckwagen in einem geschlossenen Bauwerk, wie beispielsweise einem Abschreckturm, angeordnet wird und die Geschwindigkeit der aufwärtsgerichteten Gase und ihre Temperaturen an verschiedenen Stellen innerhalb des geschlossenen Bauwerkes gemessen wird. Damit wird eine Figur erzeugt, die das durch eine gegebene Menge an Koks erzeugte Volumen an heißen Gasen approximiert. Das Emissionsauffangbauwerk wird alsdann in passenden Proportionen so konstruiert, daß es dieses Volumen enthält, wobei es jedoch das zuvor beschriebene obere Bauwerk aufweisen muß, um die Expansionszone für das thermische Volumen und für die Zirkulation der heißen Gase und der teilchenförmigen Substanz in gewünschter Weise zu schaffen bzw. eine Teilklassifizierung und einen Niederschlag an teilchenförmiger Substanz in der beschriebenen Art zu ermöglichen.
Für eine typische Koksofenbatterie, bei der etwa 9,97 t (11 tons) Koks aus einem Ofen in den Abschreckwagen ausgestoßen werden, wird ein Emissionsauffangbauwerk vorgesehen, das etwa 11 300 m3 (400 000 cubic feet) Gas bei der maximalen Temperatur aufzunehmen vermag, die dann innerhalb des Bauwerkes erreicht wird, wenn der Koks bei einer Temperatur von etwa 982° C (18000F) ausgestoßen wird. Für eine Koksofenbatterie mit 40 Öfen von durchschnittlich jeweils 50,8 cm Breite (20 inch) erzeugt jeder Ofen etwa 9,07 oder 9,97 Tonnen (10 oder Il tons) Koks, wobei das Auffangbauwerk 53,5 m (176 Fuß) lang und die unter einem Winkel von 45° stehenden Dachpanele 21 und 22 7,6 m (25 Fuß) bzw. 6,7 m (22 Fuß) lang sind. Das Panel 23 ist etwa 2,24 m (7 Fuß) lang. Die gesamte Dachkonstruktion überragt die Koksführungs- und Abschreckwagenbereiche. Der Kanal 28 ändert sich in seinem Querschnitt und weist am abgelegenen Ende des Emissionsauffangbauwerkes eine Abmessung von 0,915 m χ 1,83 m (3 Fuß χ b Fuß) und am Ansaugende des Bauwerkes eine Abmessung von 1.83 m χ 1,83 m (6 Fuß χ 6 Fuß) auf. Es sind 59 Luftansaugstutzen 28a vorgesehen, und diese werden aus einem runden Rohr mit einem Durchmesser von 35,56 cm (14 inch) dadurch gebildet, daß das Rohr in Diagonalrichtung durchgeschnitten wird. Jeder Ansaugstutzen wird an einer von 59 Bohrungen, die am Kanal ausgeschnitten sind, befestigt. Diese Bohrungen sind so angeordnet, daß der statische Gasdruck im Kanal bei Anlegen eines Soges im wesentlichen über den gesamten Kanal ausgeglichen ist. Ein In-Leitungsgebläse mit einem Durchmesser von 1,83 m (6 Fuß) und einer Kapazität von etwa 3960 mVmin (140 000 cubic Fuß pro Minute) wird verwendet und durch einen 200 PS (horse power) starken Motor angetrieben. Es wurde festgestellt, daß dieses zur Aufnahme des maximalen thermischen Volumens ausreicht, das sich entwickelt, wenn 9,07 Tonnen (10 tons) oder 9,97 Tonnen (11 tons) Koks aus dem Ofen ausgestoßen werden. Es versteht sich, daß, wenn mehr als 9.07 bis 9,97 t Koks aus dem Ofen ausgestoßen werden, das Gehäuse auf geeignete Weise bemessen sein muß und ebenfalls in seinen Abmessungen als auch der Kapazität des Kanals 28 und des Gebläses 29 zu verändern ist.
Die Wand 24 und die Endpanele 26 hängen so herab oder sind so angeordnet, daß deren untere Kante entweder etwa auf dem gleichen Niveau oder geringfügig oberhalb des oberen Endes des Koksabschreckwagens liegt. Oder aber sie kann in einer Stelle unmittelbar über der Markierung angeordnet werden, auf der die Laufbahn für den Abschreckwagen gelegt wurde.
Obschon das Emissionsauffangbauwerk nach der Erfindung, insbesondere in Verbindung mit der Steuerung von Emissionen aus einer Koksofenbatterie, zusammen mit Leckverlusten an Gasen und teilchenförmiger Substanzen aus den geschlossenen Koksofentüren beschrieben wurde, versteht es sich, daß die erfindungsge mäße Vorrichtung ebenfalls in Verbindung mit anderen industriellen Betrieben verwendet werden kann, bei denen ein chemischer Prozeß bei hoher Temperatur abläuft, wie beispielsweise bei einem Hochofen. Elektrostahlofcn usw. Bei solchen Anwendungsfällen muß die Tragkonstruktion für das Emissionsauffanggehäuse so verändert werden, daß es den besonderen Anforderun-6s gen entspricht. Die Erfindung kann daher in Verbin dung mit /ahlreichen Betriebsfällcn außer dem hier speziell beschriebenen verwendet werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
509 528/12

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Sammeln von in die Atmosphäre in Gegenwart heißer, durch eine chemische Hochtemperaturreaktion erzeugter Gase abgegebenen Emissionen, mit einem Gehäuse mit Spitzdach, welches Endpanele und sich nach unten erstreckende Dachpanele aufweist, die höher liegen als die Emissionenquelle, und mit einer am Dachfirst angeordneten Einrichtung zur Entfernung der Emissionen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachpanele (21,22) sich im wesentlichen unter dem gleichen Winkel von jeder Seite des Dachfirstes nach unten erstrecken, wobei von der unteren Kante des einen Dachpanels (22) wenigstens ein Panel (23) nach innen und nach unten zu einer Stelle oberhalb der Emissionenquelle ragt, während sich von der unteren Kante des anderen Dachpanels (21) ein im wesentlichen vertikales Wandelement (25) nach unten zum oberen Ende der Emissionen erzeugenden Einrichtung erstreckt und nahe bei der unteren Kante des Wandelements (25) und oberhalb der Emissionenquelle ein Ablenkpanel (27) nach innen und nach oben ragt, wobei die Panele und das Wandelement eine Expansionszone für die Emissionen definieren, deren engste Eingangsstelle durch das Panel (23) und das Panel (27) gebildet ist, und daß die Emissionen entfernende Einrichtung einen im oberen Bereich der Expansionszone angeordneten Kanal (28) mit einem in Richtung auf eine am großen Ende des Kanals angebrachte Absaugeinrichtung (29) progressiv zunehmenden Querschnitt umfaßt, wobei von längs der Länge des Kanals vorgesehenen Öffnungen Luftansaugstutzen (28,·)) abstehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 zum Sammeln von aus undichten Türen und beim Ausstoßen von Koks an der Koksseite einer Koksofenbatterie durch eine Koksführung in einen Abschreckwagen abgegebenen Emissionen, wobei der Wagen im wesentlichen parallel zur Batterie bewegbar angeordnet ist. dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (20) stationär und vor der Koksseite der Batterie anliegend angeordnet ist und die Koksführungsund Abschreckwagenberciche längs der Batterie überdeckt, wobei das Spitzdach des Gehäuses höher als die Batterie ist.
DE2323690A 1973-03-19 1973-05-10 Vorrichtung zum sammeln von in die athmosphaere abgegebenen emissionen Granted DE2323690A1 (de)

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