DE2308660A1 - N-sulfenylierte n-methylcarbamidoxime, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als insektizide, akarizide und fungizide - Google Patents
N-sulfenylierte n-methylcarbamidoxime, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als insektizide, akarizide und fungizideInfo
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Description
509 Leverkusen, Bayerwerk
Rt/Bre
Ia
21. Feb. ,373
N-sulfenylierte N-Methylcarbamidoxime, Verfahren zu ihrer Herstellung
sowie ihre Verwendung als Insektizide, Akarizide und Fungizide
Die vorliegende Erfindung betrifft neue sulfenylierte N-Methylcarbamidoxime,
welche insektizide, akarizide und fungizide Eigenschaften besitzen, sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Es ist bereits bekannt, daß N-trihalogenmethyl-sulfenylierte
N-Methylcarbamidoxime z.B. 1-Methylthio und 1-Äthylthio-acetaldehyd-0-(N-trichlormethylthio-N-methylcarbamoyl)-oxim
sowie 1-Methylthio- und 1-Äthylthio-acetaldehyd-O-(N-fluordichlormethylthio-N-methylcarbamoyl)-oxim
insektizide, akarizide und fungizide Eigenschaften aufweisen (vgl. Deutsche Offenlegungsschrift
2 016 623).
Es wurde nun gefunden, daß die neuen N-sulfenylierten N-Methylcarbamidoxime
der allgemeinen Formel I
R1-C=NOC-N: CN 0
in welcher
R1 für Alkyl oder für gegebenenfalls alkylsubstituiertes
Cycloalkyl steht und
R2 für einen durch Halogenatome substituierten niederen aliphatischen
Rest oder gegebenenfalls durch Halogen, Methyl, Trifluormethyl oder Nitro substituierten Arylrest oder den
Le A 14 873
409835/1064
Rest -jtv
steht,
wobei
R, für Alkyl und
R, für Alkyl, Halogenalkyl oder einen gegebenenfalls durch Halogen, Methyl oder Nitro substituierten Arylrest steht,
starke insektizide, akarizide und fungizide Eigenschaften aufweisen.
Weiterhin wurde gefunden, daß man die N-sulfenylierten N-Methylcarbamidoxime
der Formel I erhält, wenn man N-sulfenylierte N-Methylcarbamidsäurefluoride der Formel (II)
CH3-N-COF R2-S
in welcher
R2 die oben angegebene Bedeutung hat,
mit einem 2-Oximinonitril der Formel III
HON=C-R.
I Λ tu CN 111
in welcher
R1 die oben angegebene Bedeutung hat,
in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und eines säurebindenden Mittels umsetzt.
Es ist ausgesprochen überraschend, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen eine höhere insektizide und akarizide Wirkung
aufweisen als die vorbekannten N-trihalogenmethylsulfenylierten
N-Methyl—carbamidoxime. Zusätzlich zu ihrer Insektiziden
und akariziden Wirkung sind die erfindungsgemäßen Stoffe auch fungizid wirksam. Die erfindungsgemäßen Stoffe stellen somit
eine Bereicherung der Technik dar.
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Der Reaktionsverlauf läßt sich bei Verwendung von N-(FluordichlormethylthioJ-N-methylcarbamidsäurefluorid
und 2-Oximino-3,3-dimethylbutyronitril
als Ausgangsstoffe durch folgendes Formelschema wiedergeben:
CH, CHx
I ■> Triäthylamin I ·>
CH-.N-COF + HON=C-C-CH, *-CH,-N COON=C-C-CH,
SCFCl2 CN CH3 SCFCl2 CN OH3
Die als Ausgangsprodukte verwendeten N-sulfenylierten N-Methylcarbamidsäurefluoride
sind durch die Formel II allgemein definiert. In Formel II steht R2 vorzugsweise für chlor- und/oder
fluorsubstituiertes Methyl oder für gegebenenfalls methyl-, chlor- und/oder trifluormethylsubstituiertes Phenyl bzw. für
die Gruppe
in welcher
X für Chlor oder Methyl steht.
Diese Verbindungen sind zum Teil bekannt (vgl. Deutsche Auslegeschrift
1 297 095), zum Teil werden sie nach Verfahren hergestellt, die nicht zum Stande der Technik gehören und Gegenstand
eines gesonderten Schutzbegehrens sind. So werden Carbamidsäurefluoride
wie z.B. N-Methyl-(p-toluolsulfonsäuremethylamid-N1-sulfenyl)-carbamidsäurefluorid
erhalten, indem man das Natriumsalz der entsprechenden Arylsulfonsäuremethylamide
mit Dischwefeldichlorid umsetzt. Das so erhaltene Disulfid wird dann mit Chlor zum Sulfensäurechlorid gespalten und dieses
mit N-Methyl-carbamidsäurefluorid umgesetzt. Durch das folgende
Reaktionsschema wird dieser Syntheseweg erläutert.
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CH
XV-SO2-N Na + S2Cl2
CH3-// X)-SO2
Die zur Umsetzung benötigten 2-Oximinonitrile sind durch die
Formel III allgemein definiert. Sie sind bekannt und werden durch Oxidation von 2-Hydroxylaminonitrilen erhalten (vgl.
Journal of Organic Chemisty 2fj, 1471 (1960). Sie können auch
nach einem nicht zum Stand der Technik gehörenden Verfahren aus 2-Iminonitrilen durch Umsetzung mit Salzen des Hydroxylamins
erhalten werden.
R1 steht in Formel III vorzugsweise für einen niederen Alkylrest
mit 1-6 C-Atomen oder für einen gegebenenfalls durch niederes Alkyl mit 1-4 C-Atomen insbesondere Methyl substituierten
Cycloalkylrest mit 6-7 Ring-C-Atomen.
Bevorzugt werden folgende 2-0ximinonitrile verwendet: 2-0ximinopropionitril,
-butyronitril, -valeriansäurenitril, -3,3-dimethylvaleriansäurenitril,
3>3-dimethylbutyronitril und 2-0ximino-3-methylhexahydrobenzonitril.
Als Verdünnungsmittel kommen alle inerten organischen Lösungsmittel
infrage. Hierzu gehören Äther, wie Diäthyläther, Tetrahydrofuran und Dioxan, Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Chlorkohlenwasserstoffe,
wie Chloroform und Chlorbenzol.
Zur Bindung des bei der Reaktion entstehenden Fluorwasserstoffs setzt man dem Reaktionsgemisch eine tertiäre Base, wie Triäthylamin,
oder aber anorganische Basen, wie Alkalihydroxide oder -carbonate, zu. Man kann aber auch direkt die Alkaliverbindungen
der Oxime in wäßriger Phase zur Umsetzung bringen.
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Die Reaktionstemperatiiren können in einem größeren Bereich variiert werden, im allgemeinen arbeitet man zwischen O und
1000C, vorzugsweise bei 20 - 40°C.
Bei der Durchführung des Verfahrens arbeitet man im allgemeinen in molaren Mengen. In vielen Fällen hat es sich als vorteilhaft
gezeigt, wenn man die Oxim-Komponente in geringem Überschuß (bis 20 Gewichtsprozent) einsetzt.
Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt in üblicher Weise.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen fallen entweder in Form gelb gefärbter Öle an oder stellen farblose kristalline Substanzen
dar.
Die neuen Verbindungen weisen hervorragende insektizide, akarizide,
fungizide sowie bakterizide Eigenschaften auf. Sie eignen sich daher besonders zur Bekämpfung saugender und beißender
Insekten, Dipteren, Milben, pflanzenpathogenen Pilzen. Sie werden aus diesem Grunde im Pflanzenschutz sowie gegen Hygiene
und Vorratsschädlinge eingesetzt. Sie sind auch als Saatgutbeizmittel zu verwenden.
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Zu den saugenden Insekten gehören im wesentlichen Blattläuse
(Aphidae) wie die grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae),
die schwarze Bohnen- (Doralis fabae), Hafer- (Rhopalosiphum
padi), Erbsen- (Macrosiphum pisi) und Kartoffellaus (Macrosiphun solanifolii), ferner die Johannisbeergallen- (Cryptomyzus korschelti), mehlige Apfel- (Sappaphis mali), mehlige Pflaumen-(Kyalopterus arundinis) und schwarze Kirschenblattlaus (Myzus cerasi), außerdem Schild- und Schraierläuse (Coccina), z.B. die Zfeuschild- (Aspidiotus hederae) und Napfschildlaus (Lecaniura hesperiduir.) sowie die Schmierlaus (Pseudoooccus maritimus);
BlasenfUße (Thysanoptera) wie Hercinothrips femoralis und
Wanzen, beispielweeise die Rüben- (Piesma quadrata), Baumwoll-(Dysdercus intermedius), Bett- (Cimex lectularius), Raub-(Rhodnius prolixus) und Chagaswanze (Triatoma infestans),
ferner Zikaden, wie Euscelis bilobatus und Nephotettix bipunctatus.
(Aphidae) wie die grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae),
die schwarze Bohnen- (Doralis fabae), Hafer- (Rhopalosiphum
padi), Erbsen- (Macrosiphum pisi) und Kartoffellaus (Macrosiphun solanifolii), ferner die Johannisbeergallen- (Cryptomyzus korschelti), mehlige Apfel- (Sappaphis mali), mehlige Pflaumen-(Kyalopterus arundinis) und schwarze Kirschenblattlaus (Myzus cerasi), außerdem Schild- und Schraierläuse (Coccina), z.B. die Zfeuschild- (Aspidiotus hederae) und Napfschildlaus (Lecaniura hesperiduir.) sowie die Schmierlaus (Pseudoooccus maritimus);
BlasenfUße (Thysanoptera) wie Hercinothrips femoralis und
Wanzen, beispielweeise die Rüben- (Piesma quadrata), Baumwoll-(Dysdercus intermedius), Bett- (Cimex lectularius), Raub-(Rhodnius prolixus) und Chagaswanze (Triatoma infestans),
ferner Zikaden, wie Euscelis bilobatus und Nephotettix bipunctatus.
Bei den beißenden Insekten wären vor allem zu nennen Schmetterlingsraupen
(Lepidoptera) wie die Kohlschabe (Plutella maculiperjiis),
der Schwammspinner (Lymantria, dispar), Goldafter
(Z^jproctis chrysorrhoea) und Ringelspinner (Malacosöma neustria), weiterhin die Kohl- (Mamestra brassicae) und die Saateule (Agrotis segetum), der große Kohlweißling (Pieris brassicae), kleine Frostspanner (Cheimatobia brumata), Eichenwickler (Tortrix viridana), der Heer- (Laphygma frugiperda) und aepyptische Baurrvollwurm (Prodenia litura), ferner die Ger.pinr,+.-(Hyponcmeuta padella), Mehl- (Ephestia kühniella ) und große
Vachsr.otte (Galleria mellonella).
(Z^jproctis chrysorrhoea) und Ringelspinner (Malacosöma neustria), weiterhin die Kohl- (Mamestra brassicae) und die Saateule (Agrotis segetum), der große Kohlweißling (Pieris brassicae), kleine Frostspanner (Cheimatobia brumata), Eichenwickler (Tortrix viridana), der Heer- (Laphygma frugiperda) und aepyptische Baurrvollwurm (Prodenia litura), ferner die Ger.pinr,+.-(Hyponcmeuta padella), Mehl- (Ephestia kühniella ) und große
Vachsr.otte (Galleria mellonella).
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- β -
A09835/106A
Weiterhin zählen zu den beißenden Insekten Käfer (Coleoptera) z.B. Korn- (Sitophilus granarius = Calandra granaria),
Kartoffel- (Leptinotarsa decemlineata), Ampfer- (Gastrophysa viridula), Meerrettichblatt- (Phaedon cochleariae), Rapsglanz-(Meligethes
aeneus), Himbeer- (Byturus tomentosus), Speisebohnen- (Bruchidius = Acanthoscelides obtectus), Speck-(Dermestes
frischl), Khapra- (Trogoderma granarium), rotbrauner Reismehl- (Tribolium castaneum), Mais- (Calandra oder Sitophilus
zeamais), Brot- (Stegobium paniceum), gemeiner Mehl- (Tenebrio molitor) und Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis),
aber auch im Boden lebende Arten z. B. Drahtwürmer (Agriotes spec.) und Engerlinge (Melolontha melolontha); Schaben wie die
Deutsche (Blattella germanica), Amerikanische (Periplaneta
americana), Madeira- (Leucophaea oder Rhyparobia maderae),
Orientalische (Blatta orientalis), Riesen- (Blaberus giganteus) und schwarze Riesenschabe (Blaberus fuscus) sowie Henschoutedenia
flexivitta; ferner Orthopteren z.B. das Heimchen (Gryllus domesticus); Termiten wie die Erdtermite (Reticulitermes
flavipes) und Hymenopteren wie Ameisen, beispielsweise die Wiesenameise (Laslus niger).
Die Dipteren umfassen im wesentlichen Fliegen wie die Tau-(Drosophila
melanogaster), Mittelmeerfrucht- (Ceratitis capitata), Stuben- (Musca domestica), kleine Stuben- (Fannia
canicularis), Glanz- (Phormia aegina) und Schmeißfliege (Calliphora erythrocephala) sowie den Wadenstecher (Stomoxys
calcitrans); ferner Mücken, z.B. Stechmücken wie die Gelbfieber- (Aedes aegypti), Haus- (Culex pipiens) und Malariamücke
(Anopheles Stephens!)„
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Zu den Milben (Acari) zählen besonders die Spinnmilben (Tetranychidae) wie die Bohnen- (Tetranychus telarius =
Tetranychus althaeae oder Tetranychus urt'icae) und die Obstba^nspinnrsilbe
(Paratetranychus pilosus = Panonychus υΐτηΐ.'),
Gallnilben, z.B. die Johannisbeergallmilbe (Eriophyes ribis)
und Tarsonemiden beispielsweise die Triebspitzenmilbe
(Hemitarsonemus latus) und Cyclamenmilbe (Tarsonemus pallidus);
schließlich Zecken/wie die Lederzecke (Ornithodorus moubata).
Bei der Anwendung gegen Hygiene- und Vorratsschädlinse,
besonders Fliegen und Mücken, zeichnen sich die Verfahrensprodukte außerdem durch eine hervorragende Residualvirkun^
auf Holz und Ton sowie eine gute Alkalistabilität a\if go-.kSlkter.
Unterlagen aus.
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Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen
übergeführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate. Diese werden in
bekannter Weise hergestellt, z.B. durch Vermischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln,
unter Druck stehenden verflüssigten Gasen und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven
Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln. Im Falle der
Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden.
Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen infrage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, Benzol oder Alkylnaphthaline,
chlorierte Aromaten oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chloräthylene oder
Methylenchlorid,
aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, Alkohole, wie Butanol oder Glycol
sowie deren Äther und Ester, Ketone, wie Aceton, Methyläthylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark
polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid,
sowie Wasser; mit verflüssigten gasförmigen Streckmitteln oder Trägerstoffen sind solche Flüssigkeiten gemeint,
welche bei normaler Temperatur und unter Normaldruck gasförmig sind, z.B. Aerosol-Treibgase, wie Halogenkohlenwasserstoffe,
z.B. Freon; als feste Trägerstoffe: natürliche
Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische
Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate; als Emulgier- und/oder schaumerzeugende
Mittel: nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie PoIyoxyäthylen-Fettsäure-Ester,
Polyoxyäthylen-Fettalkohol-Äther,
z.B. Alkylaryl-polyglykol-äther, Alkylsulfonate, Alkylsulfate,
Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel: z.B. Lignin, Sulfitablaugen und Methylcellulose.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in den Formulierungen in Mischung mit anderen bekannten Wirkstoffen vorliegen.
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Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gewichtsprozent Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und
90 %.
Die Wirkstoffe können als solche, in Form ihrer Formulierungen oder in den daraus bereiteten Anwendungsformen, wie
gebrauchsfertige Lösungen, Emulsionen, Schäume, Suspensionen, Pulver, Pasten, lösliche Pulver, Stäubmittel und Granulate
angewendet werden. Die Anwendung geschieht in üblicher Weise, z.B. durch Verspritzen, Versprühen, Vernebeln, Verstäuben,
Verstreuen, Verräuchern, Vergasen, Gießen, Beizen oder Inkrustieren.
Die Wirkstoffkonzentrationen in den anwendungsfertigen Zubereitungen
können in größeren Bereichen variiert werden. Im allgemeinen liegen sie zwischen 0,0001 und 10 %, vorzugsweise
zwischen 0,01 und 1 %.
Die Wirkstoffe können auch mit gutem Erfolg im Ultra-Low-Vo
lunte -Verfahren (ULV) verwendet werden, wo es möglich ist, Formulierungen bis zu 95 % oder sogar den 100 %-igen Wirkstoff
allein auszubringen.
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Beispiel A Drosophila Test
Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Dimethylformamid Emulgator: 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung
vermischt man 1 Gewichteteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält,
und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte Konzentration.
1 cm der Wirkstoffzubereitung wird auf eine Pilterpapierscheibe
mit 7 cm Durchmesser aufpipettiert. Man legt sie naß auf ein Glas, in dem sich 50 Taufliegen (Drosophila melanogaeter)
befinden und bedeckt sie mit einer Glasplatte.
Nach den angegebenen Zeiten bestimmt man die Abtötung in i».
Dabei bedeutet 100 #, daß alle Fliegen abgetötet wurden,
0 i» bedeutet, daß keine Fliegen getötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Abtötungsgrad gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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Tabelle
(pflanzenschädigende Insekten)
Drosophila-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grand in %
nach 1 Tag
CH,-S-C=NO-CO-N-CH, 3 ι ι 3
CH, SCCl3
0,1
| (bekannt) | 0,1 0,01 |
90 0 |
| C^H9-S-C=NO-CO-N-CH3 CH3 SCFCl2 |
||
| (bekannt) | 0,1 | 100 |
| (CH, ),C-C=NO-CO-N-CH, | 0,01 | 100 |
| 1 I CN S-CCl3 |
0,1 | 100 |
| (CH,),C-C=NO-CO-N-CH, | 0,01 0,001 |
100 100 |
| I I CN SCFCl2 |
0,0001 | 100 |
| 0,1 | 100 | |
| Lh3 C0Hp--C C=NO-CO-N-CH, |
0,01 | 100 |
| Il \ J CH3 CN SCCl3 |
||
| CH, ι -> |
0,1 | 100 |
| I ρ ή ρ π Mn pn μ PTT id 5 ι ι I 3 |
0,01 0,001 |
100 100 |
| Il I CH3 CN SCFCl2 |
||
Le A 14 873
- 12 -
409835/1064
-/ν
Tabelle
(pflanzenschädigende Insekten)
(pflanzenschädigende Insekten)
Drosophila-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grad in %
nach 1 Tag
C ,Hr7-C=NO-CO-N-CH3
CN SCFCl,
,H7
D (
D (
| 0,1 | 100 |
| 0,01 | 100 |
| 0,001 | 100 |
| 0,0001 | 100 |
| 0,1 | 100 |
| 0,01 | 100 |
| 0,001 | 100 |
| 0,0001 | 100 |
i-C,H7-C=NO-CO-N-CH
3 7 ι
CN
SCFCl
Le A 14 873
- 13 -
409835/1064
Wirkstoffe
(pflanzenschädigende Insekten) Drosophila-Test
Wirkstoffkonzentration in
Abtötungsgrad in % nach 1 Tag
CH, ;CH-C=NO-CO-N-S-//
CN
0,1
0,01
0,001
100
100
99
CH-
I '
-C=NO-CO-N-S-// \\ CH,
0,1
0,01
0,01
100 100
0,1
0,01
0,01
100 100
CH,
t-C4Hg-C=NO-CO-N-S-//
CN
0,1
0,01
0,01
100 100
Le A 14 873
- 14 -
Λ09835/1064
Beispiel B Plutella-Test
Lösungsmittel: 3 Gewichteteile Dimethylformamid
Emulgator: 1 Gewichteteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirketoffzubereltung vermischt «an 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält,
und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte
Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung besprüht man Kohlblätter (Brassica oleracea) taufeucht und besetzt sie mit Raupen der Kohlschabe (Plutella maculipennie).
Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungegrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 £, daß alle Raupen abgetötet wurden; 0 H bedeutet, daß keine Raupen abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auewertungszeiten und
Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Le A 14 873 - 15 -
Λ 0 98 3 5 / 10 6
(pflanzenschädigende Insekten) Plutella-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grad in %
nach 3 Tagen
| C4H9-S-C=NO-CO-N-CH3 CH3 SCFCl2 (bekannt) |
0,1 0,01 |
100 0 |
| (CH3J3C-C=NO-CO-N-CH3 CN S-CCl3 |
0,1 0,01 0,001 |
100 100 100 |
| (CH3J3C-C=NO-CO-N-CH3 CN SCFCl2 |
0,1 0,01 0,001 |
100 100 100 |
| CH3 C2H5-C C=NO-CO-N-CH3 CH3 CN S-CCl3 |
0,1 0,01 0,001 |
100 100 80 |
| CH, I * .CH3 C2H5-C C=NO-CO-N^ D CH3 CN 2 |
0,1 0,01 0,001 |
100 100 80 |
| ^CH, i-C,Hv-C=N0-C0-NC I I^V^ X; ^/ ^L rt CN ^ |
0,1 0,01 |
100 100 |
Le A 14 873
A09835/Ί 06 4
(pflanzenschädigende Insekten) Plutella-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grad in %
nach 3 Tagen
CH
CH,
CH,
CN
3^CH-C=NO-CO-N-S
0,1
0,01
0,01
100 100
CN
CH,
3^CH-C=NO-CO-N-S-(/ v
CH^
0,1
0,01
0,01
100 100
CN
CH,
t-C4H9-C=N0-C0-N-s//
0,1
0,01,
0,001
100 100 100
CN
-C=NO-CO-N-S
0,1
0,01
0,001
0,001
100
100 80
CN
CH
t-C4H9-C=NO-CO-N-S—(/
0,1
0,01
0,001
100 100 100
CN
CH, CH >
t-C4Hg-C=N0-C0-N-S-N-S0?-(/ N
0,1
0,01
0,001
100
100
90
Le A 14 873
- 17 -
409835/1064
(pflanzenschädigende Insekten) Plutella-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkonzentration in %
Abtötungsgrad in % nach 3 Tagen
CH,
C=NO-CO-NC
I ^SCFCl,
CN
0,1
0,01
0,01
100 100
Le A 14
- 18 -
Ü09835/1064
Beispiel C
Lösungsmittel : 3 Gewichtsteile Dimethylformamid Emulgator : 1 Gewichtsteil Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge
Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünn*; das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte
Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Haferpflanzen (Avena sativa),
die stark von der Haferlaus (Rhopalosiphum pad!) befallen sind, angegossen, so daß die Wirkstoffzubereitung in den Boden
eindringt, ohne die Blätter der Haferpflanzen zu benetzen. Der Wirkstoff wird von den Haferpflanzen aus dem Boden aufgenommen und gelangt so zu den befallenen Blättern.
Nach den angegebenen Zeiten wird der Abtötungsgrad in % bestimmt. Dabei bedeutet 100 ^, daß alle Blättläuse abgetötet
wurden, O % bedeutet, daß keine Blattläuse abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und
Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor.
Le A 14 873 - 19 -
£09835/ 1064
Wirkstoffe
(pflanzenschädigende Insekten) Rhopalosiphum-Test (systemische Wirkung)
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grad in % nach
4 Tagen
CH^-C=NO-CO-N-CH,
3I ■ 3
SC2H5
(bekannt)
(bekannt)
SC2H5 SCCl3
| 0,1 | 100 |
| 0,01 | 0 |
| 0,1 | 100 |
| 0,01 | 0 |
CH^-C=NO-CO-N-CH,
3I I 3
SC2H5 SCFCl2
(bekannt)
-S-C=NO-CO-N-CH
C4H9-S-C
CH-(bekannt)
SCFCl, 0,1
(CH, Uc-C=NO-CO-N-CH3 CN SCCl,
0,1
0,01
0,01
100 100
(CH3)3C-C =NO-C 0-N-CH3
CN
SCFCL· 0,1
0,01
0,01
100 100
CH,
C2H5-C C=NO-CO-N-CH
CH,
CN
N-CH3 SCFCl, 0,1
0,01
0,01
100 100
Le A 14 873
- 20 -
£09835/ 106
(pflanzenschädigende Insekten) Rhopalosiphum-Test (systemische Wirkung)
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtötungszentration in % grad in % nach
4 Tagen
CN
CH, I
t-C^Hg-C=NO-CO-N-S-</ V
0,1
0,01
0,001
100
100
98
CN
CH,
t-C4Hg-C=N0-C0-N-S-</ \
0,1
0,01
0,01
100 100
CN CH
t-C4Hg-C=NO-CO-N-
0,1
0,01
0,01
100 100
Le A 14 873
- 21 -
409835/ 1064
Tetranychus-Test (resistent)
Lösungsmittel: Emulgator:
3 Gewichtateile 1 Gewichteteil
Dimethylformamid Alkylarylpolyglykoläther
Zur Herstellung einer zweckmäßigen Wirkatoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge
Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte
Konzentration.
Mit der Wirkstoffzubereitung werden Bohnenpflanzen (Phaseolus
vulgarls), die ungefähr eine Höhe von 10 bis 30 cm haben, tropfnafl besprüht. Diese Bohnenpflanzen sind stark mit allen
Entwicklungsstadien der gemeinen Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe
(Tetranychus urticae) befallen.
Nach den angegebenen Zeiten wird die Wirksamkeit der Wirkstoff zubereitung bestimmt, indem man die toten Tiere auezählt.
Der so erhaltene Abtötungsgrad wird in i» angegeben.
100 i> bedeutet, daß alle Spinnmilben abgetötet wurden, 0 i»
bedeutet, daß keine Spinnmilben abgetötet wurden.
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Le A 14 873
- 22 -
409835/1064
(pflanzenschädigende Milben) Tetranychus-Test (resistent)
Wirkstoffe
Wirkstoffkon- Abtotungsgrad zentration in % in % nach 2 Tagen
| CH3-C=NO-CO-N-CH3 SC2H5 SCCl3 (bekannt) |
0 0 |
,1 ,01 |
0,1 0,01 0,001 |
90 0 |
100 100 40 |
| Γ (CH3)3C-C=NO-CO-N-CH3 CN SCCl3 |
0 0 |
,1 ,01 |
0,1 0,01 |
100 99 |
100 100 |
| CH3 t-C^Hg-C=NO-CO-N-S-// \\-Cl CN |
0,1 0,01 |
100 95 |
|||
| CH3 .CF3 t-C4Hg-C=N0-C0-N-S-//\\ CN ^—^ |
|||||
| CH, CH, t-C4Hg-C=N0-C0-N-S-N-S02'(/ \) CN ^/ Le A 14 873 |
23 | ||||
409Ö35/1064
Beispiel E ** * ' %
LT100-TeSt für Dipteren
Testtiere: Musca domestica und Äedes aegypti Lösungsmittel: Aceton
2 Gewichtsteile Wirkstoff werden in 1 000 Volumenteilen Lösungsmittel
aufgenommen. Die so erhaltene Lösung wird mit weiterem Lösungsmittel auf die gewünschten geringeren Konzentrationen
verdünnt.
2,5 ml Wirkstofflösung werden in eine Petrischale pipettiert.
Auf dem Boden der Petrischale befindet sich ein Filterpapier mit einem Durchmesser von etwa 9,5 cm. Die Petrischale bleibt
so lange offen stehen, bis das Lösungsmittel vollständig verdunstet ist. Je nach Konzentration der Wirkstofflösung ist
die Menge Wirkstoff pro m Filterpapier verschieden hoch. Anschließend
gibt man etwa 25 Testtiere in die Petrischale und bedeckt sie mit einem Glasdeckel.
Der Zustand der Testtiere wird laufend kontrolliert. Es wird diejenige Zeit ermittelt, welche für eine 100 #ige Abtötung
notwendig ist.
Testtiere, Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen und Zeiten,
bei denen eine 100 #ige Abtötung vorliegt, gehen aus der nachfolgenden
Tabelle hervor:
Le A 14 873 - 24 -
409835/1064
Wirkstoffe
| Tabelli | Dipteren | domestica | 2308660 | LT10C |
| 100~Test fÜr | Testtiere | aegypti | 8h=0 | |
| Musca | domestica | Wirkstoff konzentra tion der Lösung in % |
3h=0 | |
| Aedes | 0,2 | 105' | ||
| Musca | aegypti | 0,2 | 6h | |
| 0,2 | 60· | |||
| Aedes | 0,02 | 60« | ||
| 0,2 | 3h=0 | |||
| 0,02 | ||||
| 0,002 | ||||
Bekannt:
3V Il
XC=N-O-C-N
^SCFCl,
C=N-O-C-N
SCCl-
Erfindungsgemäß; 0
CN
(CH,), C -C=N-O-C-NCf CN
Musca domestica 0,002 60·
Aedes aegypti 0,00002 120·
Musca domestica 0,002 50'
Aedes aegypti 0,0002 60·
i-C3H7-C^-O-C-NVsscpc^
CH3 H5-C C=N-O-C-N
CH,
^SCFCl,
| Musca | domestica | 0,002 | 60· |
| Aedes | aegypti | 0,002 | 60' |
| Musca | domestica | 0,02 | 75' |
| Aedes | aegypti | 0,002 | 120' |
Le A 14 873
409835/1064
LT100-TeSt für Dipteren
Wirkstoffe
Testtiere
Wirkstoff- LT konzentration der
Lösung in %
Lösung in %
100
O CH, C4HQ-t-C=N-0-C-N
CN £
O CH,
Il / -σ4Ηο-ΐ-σ=Ν-ο-σ-Ν
I ^
CN
Musca domestica Aedes aegypti
Wci
1 =N-O-C-
0 CH,
I
CN
CN
Musca domestica Aedes aegypti
Musca domestica Aedes aegypti
0,02
0,0002
0,0002
80·
| 0,02 | 145' |
| 0,0002 | 3h |
| 0,02 | 90' |
| 0,0002 | 3h |
CH3/
CH-C=N-O-C-N
Im
Musca domestica Aedes aegypti
0,002
0,0002
0,0002
3h 120·
J3H7-C=N-O-C-N'
CN
S//
Musca domestica Aedes aegypti
0,02
0,002
0,002
3" 120·
CH,
CH,
CH,
;ch-c=n-o-c-n
CN
Musca domestica Aedes aegypti
0,02
0,002
0,002
60' 120·
Le A 14 873
- 26 -
409835/1064
Tabelle (Fortsetzung)
für Dipteren
Wirkstoffe Testtiere Wirkstoff- LTin0
konzentration der
Lösung in %
Lösung in %
CH3 ί? nir Musca domestica 0,02 65'
COHK-C C=N-O-C-NC Aedes aegypti 0,002 60'
5I I XSCC1,
CH, CN °
Le A 14 873 - 27 -
A09835/1 OB
Beispiel G
Myzelwachstums-Test
Gewichtstelle Agar-Agar Gewichtsteile Kartoffeldekokt
5 Gewichtsteile Malz Gewichtsteile Dextrose
5 Gewichtsteile Pepton
2 Gewichtsteile Na9HPO/.
0,3 Gewichtsteile Ca(NO3J2
2 Gewichtsteile Lösungsmittelgemisch Gewichtsteile Agarnährboden
0,19 Gewichtsteile DMF oder Aceton 0,01 Gewichtsteile Emulgator Emulvin W
1,80 Gewichtsteile Wasser
Man vermischt die für die gewünschte Wirkstoffkonzentration im Nährboden nötige Wirkstoff menge mit der angegebenen Menge des
Lösungsmittelgemisches. Das Konzentrat wird im genannten Mengenverhältnis mit dem flüssigen, auf 42° C abgekühlten Nährboden
gründlich vermischt und in Petrischalen mit einem Durchmesser von 9 cm gegossen. Ferner werden Kontrollplatten ohne Präparatbeimischung aufgestellt.
Ist der Nährboden erkaltet und fest, werden die Platten mit den
in der Tabelle angegebenen Pilzarten beimpft und bei etwa 21° C inkubiert.
Die Auswertung erfolgt Je nach der Wachstumsgeschwindigkeit der
Pilze nach 4-10 Tagen. Bei der Auswertung wird das radiale Myzelwachstum auf den behandelten Nährböden mit dem Wachstum
auf dem Kontrollnährboden verglichen. Die Bonitierung des Pilzwachstums geschieht mit folgenden Kennzahlen:
1 kein Pilzwachstum
bis 3 sehr starke Hemmung des Wachstums
bis 5 mittelstarke Hemmung des Wachstums
bis 7 schwache Hemmung des Wachstums
9 Wachstum gleich der unbehandelten Kontrolle
Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Le A 14 873 - 28 -
409835/1U64
umuBajjoo
snxoqo τχΐιοο ο
TT^SBS
M 0 Ή Ο
O-P S ■p co Pi
OD U Pt
Ai -P •η a>
| ■ρ | φ |
| m | Vl |
| φ | Vl |
| EH | O |
| I | -P |
| ca | co |
| e | M |
| ■p | U |
| CQ | |
| ,0 | |
| O | |
| Λ | |
| r-\ | |
| Φ | |
σ\
ΟΛ
pq
CTi
σ\
PQ
| to | Μ | in | co | -CJ |
| O | OJ | |||
| O | O | CJ | CJ- | |
| S—co | cj—to | Il |
ro
H |
|
| O | 'to | ü | ||
| 8 | CJ |
O
O |
O | |
| J5 | O | S—co | ||
| Il | I | to | ||
| O | ||||
CM
CM
ro H Ä ρ
I O
S CO
II S O—O
to
ro
O
ro ο
CJ
ο—ο o-
ro ο
•H
to
co
υ ο
ο ο
υ—ο
to 1 to
CJ—O
in
CM CJ
Le A 14
- 29 -
409835/ 1Ü64
CD
4> OO Pilze und 1 Bakterium
Tabelle
Myzelwachstums-Test
Wirkstoffe
Wirkstoffkonzentration ppm
0,H7-C=NO-CO-N
O CD ί-
I CN
Ο I
,CH-
C=NO-CO-N
NSCFCI,
Ca) O CX) CO CO
O
(CH,),C-C=NOC-NC
33 I Η N3CPC1.
CN O
11t4 g (1/10 Mol) 2-0ximino-3,3-dimethylbutyronitril und 21 g
(1/10 Mol) N-tFluordichlormethylmercaptoJ-Methylcarbamid-säurefluorid
werden in 100 ml Dioxan gelöst und bei Raumtemperatur tropfenweise mit 11g Triethylamin versetzt. Hierbei steigt die
Temperatur bis etwa 40°C an. Nach Beendigung der Reaktion wird in der Kälte Wasser zugesetzt und das sich hierbei abscheidende
Öl in Äther aufgenommen. Nach dem Trocknen wird die Ätherlösung eingeengt. Der langsam kristallisierende Rückstand
wir aus wässrigem Methanol umkristallisiert. Ausbeute 22 g. Fp. 40 - 41°C.
In analoger Weise erhält man folgende Verbindungen:
Nscc
CN 0
2. (CH^)^C-C=NOC-N^""3 n20 1.5108
Il xscci3 u
3. iC ,H7-C=NOC-NC J i£T 1.4921
y ' I Il ^SCFCl9 U
CN 0 *
4. nC ,H7-C=NOC-NC D τάΌ 1.4960
3^ I II NsCFCl9 ^
CN 0 ^
20 1.4911
Le A 14 873 - 31 -
Λ09835/106Α
CH
L
-C
-C
CH3 CN
C=NOC-N
1.5100
C=NOC-N' J I Il XSCFC1
CN 0
CH
C=NOC-N
I Il CN 0
^3
Nscci-1.5083
1.5278
CN
C-Nr <_ 0 XK\ /)
-CF,
Fp. 88ÜC
,CH
10.(CH,),C-C=N0C-N^ J
L_ 1 \
CN 0
/CH, 11.(CH3)3C-C=NOC-N^ D
CN 0 S\\/j
1.5374
1.5433
Il
CN 0
SO
2\\ A Fp. 76°C
13.(CH3)2CH-C=NOC-N
CN I
1.5443
Le A 14 873
- 32 -
409835/1064
jCH
14. C,H-Ti-C=NOC-N
3^ I Il
CN 0
15.,(CH3^CH-C=NOC-N
CN
.CH
.CH
16. (CH^)0CH-C=NOC-NC
3 2 j J \ /=
CN
1.5478
1.5603 1.5432
Le A 14 873
- 33 -
409835/1Ü64
Claims (6)
- -JVPa te ntansprüc hesulfenyl! er te N-Methylcarbamidoxime der allgemeinen FormelI Il Ns-R2CN O ^in welcherR1 für Alkyl oder für gegebenenfalls alkylsubstituiertes Cycloalkly undRp für einen durch Halogen substituierten niederen aliphatischen Rest oder einen gegebenenfalls durch Halogen, Methyl, Trifluormethyl oder Nitro substituierten Arylrest oder den Reststeht,wobeiR3 für Alkyl undR. für Alkyl, Halogenalkyl oder einen gegebenenfalls durch Halogen, Methyl oder Nitro substituierten Arylrest steht.
- 2. Verfahren zur Herstellung von N-sulfenylierten N-Methylcarbamidoximen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man N-sulfenylierte N-Methylcarbamidsäurefluoride der FormelCH3-N-COFR2-S
mit 2-Oximinonitrilen der FormelHON-C-R1CN
Le A 14 873 - 34 -409835/1Üb4wobeiR1 und R2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben,in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und eines säurebindenden Mittels umsetzt. - 3. Insektizide, akarizide und fungizide Mittel gekennzeichnet durch einen Gehalt an N-sulfenyliertenN-Methylcarbamidoximen gemäß Anspruch 1.
- 4. Verfahren zur Bekämpfung von Insekten, Milben und pflanzenpathogenen Pilzen, dadurch gekennzeichnet, daß man N-sulfenylierte N-Methylcarbamidoxime gemäß Anspruch 1 auf Insekten und/oder Milben und/oder pflanzenpathogene Pilze bzw. deren Lebensraum einwirken läßt.
- 5. Verwendung von N-sulfenyliertenN-Methylcarbamidoximengemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Insekten, Milben und pflanzenpathogenen Pilzen.
- 6. Verfahren zur Herstellung von Insektiziden, akariziden und fungiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man N-sulfenylierte N-Methylcarbamidoxime gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt,Le A 14 873 - 35 -409835/1064OBlQlNAL INSPECTED
Priority Applications (22)
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|---|---|---|---|
| DE19732308660 DE2308660A1 (de) | 1973-02-22 | 1973-02-22 | N-sulfenylierte n-methylcarbamidoxime, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als insektizide, akarizide und fungizide |
| AR252484A AR207002A1 (es) | 1973-02-22 | 1974-01-01 | Nuevos n-metil-n-trihalogenometiltiocarbamatos n-metil-n-tiofenilcarbamatos substituidos en el radical fenilo y n-metil-n-(n'-alquil(c1-c4)-n' sulfonilfenilamino)tiocarbamatos de 2-oximino-2-alquil(c1-c5)acetonitrilos asi como de 2-oximino-2-(1-alquil(c1-c4)-ciclohexil)acetonitrilos de propriedades insecticidas fitoacaricidas y fitofungicidas composiciones insecticidas fitoacaricidas y fitofungicidas a base de dichos compuestos y procedimiento para la produccion de los mismos |
| US05/441,599 US3939192A (en) | 1973-02-22 | 1974-02-11 | N-sulfenylate-N-methyl-carbamic acid esters of 2-oximino-alkanecarboxylic acid nitriles |
| IL44235A IL44235A (en) | 1973-02-22 | 1974-02-19 | N-sulphenylated n-methylcarbamidoximes of 2-oxoalkanenitriles their preparation and insecticidal acaricidal and fungicidal compositions containing them |
| AU65761/74A AU476539B2 (en) | 1973-02-22 | 1974-02-19 | N-SULPHENYLATED N-METHYLCARBAMIDOXIMES, PROCESS FOR THEIR PREPARATION AND THEIR USE AS INSECTICIDES ACARICIDES OR FUNGICIDES'i i v |
| NL7402266A NL7402266A (de) | 1973-02-22 | 1974-02-19 | |
| TR17759A TR17759A (tr) | 1973-02-22 | 1974-02-19 | N-sulfenillenmis n-metil karbamidoksimler,bunlarin hazirlanmasina mahsus usuller ve bunlarin ensektisidler,akarisidler veya fungisidler olarak kullanilmalari |
| EG46/74A EG11035A (en) | 1973-02-22 | 1974-02-20 | N-sulphenylated n-methylcarbamidoxines,process for their preparation and their use as insecticides,acaricides or fungicides |
| IT46522/74A IT1046925B (it) | 1973-02-22 | 1974-02-20 | A metil carbammido ossime solfenilate procedimento per la loro preparazione loro impieghi come insetticidi acaricidi e fungicidi |
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| CH236374A CH561691A5 (de) | 1973-02-22 | 1974-02-20 | |
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| JP49020637A JPS49110629A (de) | 1973-02-22 | 1974-02-22 | |
| FR7406226A FR2219157B1 (de) | 1973-02-22 | 1974-02-22 | |
| IE00350/74A IE38914B1 (en) | 1973-02-22 | 1974-02-22 | N-sulphenylated n-methylcarbamidoximes,process for their preparation and their use as insecticides, acaricides or fungicides |
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|---|---|---|---|
| DE19732308660 DE2308660A1 (de) | 1973-02-22 | 1973-02-22 | N-sulfenylierte n-methylcarbamidoxime, verfahren zu ihrer herstellung sowie ihre verwendung als insektizide, akarizide und fungizide |
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|---|---|
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