DE2363648A1 - Lichtempfindliche massen und photographische reproduktionsverfahren unter verwendung der lichtempfindlichen massen - Google Patents
Lichtempfindliche massen und photographische reproduktionsverfahren unter verwendung der lichtempfindlichen massenInfo
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Description
PATENTANWÄLTE
DR. E. WlEGAN D DI PL- i N3. W. N i EAnAWN
DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT .
MÖNCHEN HAMBURG 2 3 Q O U 4 ö
TELEFON: 555476 8000 M ö N CH EN 2,
TELEGRAMME: KARPATENT MATHILDENSTRASSE 12
TELEX : 5 29 068 KAR P D
20. Dezember 1973
W. 41 770/73
La Cellophane
Paris (Frankreich)
Paris (Frankreich)
Lichtempfindliche Massen und photographische Reproduktionsverfahren
unter Verwendung der lichtempfindlichen
Massen
Die Erfindung betrifft neue photographische Reproduktionsverfahren
mit hoher Auflösung, für die kein Naßentwiekeln erforderlich ist, sowie neue lichtempfindliche
Massen, die in diesen Verfahren zur Anwendung gelangen.
Photographische Silberhalogenidemulsionen und deren Verwendung auf dem Gebiet der Photographic und der Reproduktion
von Dokumenten (beispielsweise Mikrofilme) sind allgemein bekannt. Diese Emulsionen haben den Ea.ch.teil,
daß sie eine gewisse Körnigkeit aufweisen, wodurch ihr Auflösungsvermögen begrenzt ist. Ferner machen sie eine
chemische Haßentwicklung erforderlich.
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Es sind ferner elektro graphische Verfahren bekannt.
Diese Verfahren haben jedoch eine niedrige Empfindlichkeit, die Bilder weisen ebenfalls eine gewisse Körni eit auf,
und zur Entwicklung ist die Zufuhr fremder Stoffe in Form von Pulver oder einer Flüssigkeit (Toner) erforderlich.
Es sind ferner thermo graphische Reproduktionsverfahren
bekannt. Diese Verfahren haben jedoch eine viel geringere Empfindlichkeit, als die vorstehend angeführten Verfahren.
Die bei diesen Verfahren verwendeten Emulsionen sind zwar nicht notwendigerweise körnig, da Jedoch der Reproduktionsvorgang eine Infrarotbelichtung umfasst, ergibt sich unvermeidlich
eine Wärmediffusion, welche das Auflösungsvermögen der Emulsion verschlechtert. Ferner haben thermographische
Reproduktionsverfahren den Nachteil, daß sie nicht die Reproduktion aller Farben ermöglichen.
Weiter sind die Diazotypieverfahren bekannt, die eine
aufweisen
Auflösung in molekularer GrößenordaungTdie jedoch den Nachteil
haben, daß für die Belichtung ultraviolette Strahlen verwendet werden. Ferner ist bei diesen Verfahren im allgemeinen
eine Haßentwicklung, beispielsweise mittels Ammoniak,
erforderlich. Bestimmte Diazoemulsionen, die sogenannten diazothermen Emulsionen, können zwar mittels
Wärme trocken entwickelt werden, doch weisen diese Emulsionen eine geringere zeitliche Stabilität auf. ·
Schließlich sind noch wärmeempfindIiehe Massen auf
der Grundlage bestimmter. Spiropyrane bekannt, die sich unter Wärmeeinwirkung in Merocyanine und Phenole zersetzen, die, wenn sie vorübergehend unter Wärmeeinwirkung
schmelzen, reagieren und dabei einen Farbkomplex bilden. Da diese Massen jedoch zur Erzielung eines Bildes
oder einer Farbspur örtlich erwärmt werden müssen, ist ihre Verwendung zur Herstellung von "Bildern- kompliziert.
In der Praxis beschränkt sich ihre Anwendung auf das Ge-
8 2 6/1035
"biet graphischer Aufzeichnungen, beispielsweise Aft® ^ O H- O
Aufzeichnurigsvorrichtungen, bei welchen ein Heizstift oder
eine ähnlichem zur örtlichen Erhitzung verwendet wird.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung neuer
trockenentwickelbarer photo graphischer Massen mit hohem
Auflösungsvermögen, die eine größere Stabilität als diazotherme Massen besitzen, einen besseren Kontrast geben
und in einem größeren spektralen Bereich, einschließlich des sichtbaren Bereiches, verwendet werden können.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung
von phot ο graphischen Reproduktionsverfahren unter Verwendung
der erfindungsgemäßen Massen, mit welchen sowohl
positive als auch negative Bilder erhalten werden können.
Die lichtempfindlichen Massen gemäß der Erfindung bestehen
im wesentlichen aus einer homogenen Mischung von (a) von wenigstens einem, unter Lichteinwirkung zersetzbaren,
ein Phenol abgebendes Diazoniumsalz, (b) wenigstens einem
photochemisch in ein Merocyanin umsetzbare Spirop'yranindolin- oder -benzothiazolinderivat und gegebenenfalls (c) einem
■bei Raumtemperatur festen Stoff mit einem verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunkt (vorzugsweise von nicht oberhalb
1500C, vorzugsweise im Bereich von etwa 60 und 1200C, und
vorteilhafterweise von unterhalb 1000C), der in geschmolzenem
Zustand wenigstens zur teilweisen Auflösung des aus den Reaktionsteilnehmern (a) und (b) erhaltenen Phenols und
Merocyanins geeignet ist, und wobei der Schmelzpunkt des Materials (c) niedriger als diejenigen des Phenols und des
Merocyanins ist. . ~
Gemäß einem, der erfindungs gemäßen Verfahren wird ein
photographisches Material, das aus einem geeigneten, mit einer aus einer erfindungsgemäßen Masse bestehenden lichtempfindlichen
Schicht überzogenen Trägermaterial besteht, mittels einer ultravioletten Lichtquelle, deren
Emissionssprektrum sowohl die Absorptionsbande des Diazoniunisalzes
(a) und des Spiropyrane (b) umfasst, bildweise be-
409826/1035 ORIGINAL INSPECTED
"belichtet, um in den belichteten Zonen gleichzeitig ein
Phenol und ein Merocyanin zu bilden, wonach die Temperatur der lichtempfindlichen Schicht erhöht wird, um das zuvor
gebildete Phenol und Merocyanin in einen geschmolzenen oder aufgelösten Zustand zu überführen, und damit die
Bildung eines Farbkomplexes des Phenols und des Meroeyanins
in den belichteten Zonen zu bewirken.
Bei diesem Verfahren, das ein negatives Bild des Originals liefert, finden die drei nachstehend angeführten
Umsetzungen statt:
\eines_Phenols/
- die Bildungyin situ in den belichteten Zonen der lichtempfindlichen Schicht durch photochemische Zersetzung eines Diazcniumsalzes nach der bekannten Gleichung:
- die Bildungyin situ in den belichteten Zonen der lichtempfindlichen Schicht durch photochemische Zersetzung eines Diazcniumsalzes nach der bekannten Gleichung:
Ar - N. = Ή - X + H2Q 1» .Ar - OH + H2 + HX (A)
worin X das Anion des Diazoniumsalzes und Ar eine aromatische
Gruppe bedeuten. ·
\eines Meroeyanins/
• - die gleichzeitige Bildüng^/ih "sitü in"den belichteten
Zonen der lichtempfindlichen Schicht
durch die Öffnung des Spiropyranringes unter der Einwirkung der ultravioletten Bestrahlung
nach der allgemeinen Gleichung
Spiropyran ■—■—>
Merocyanin (B)
- die Komplexbildung des gebildeten Phenols ArOH mit
dem Merocyanin durch Erhöhung der Temperatur, wodurch in den belichteten Bereichen ein Farbbild entsteht.
Nach einem weiteren erfindungsgemäßen Verfahren benutzt
man die Tatsache, daß die Umsetzung (B) umkehrbar
409826/103&
ist, d.h.. daß das durch, ultraviolette Belichtung des
Spiropyrane erhaltene Merocyanin durch Belichtung mit sichtbarem Licht wieder in Spiropyran umgewandelt werden
kann, zur Herstellung positiver Bilder. Nach diesem Verbelichtet
- ' fahrem·man "zunächst die gesamte Oberfläche der licht-"
empfindlichen Schicht mit einer ultravioletten Lichtquelle, deren Emissionspektrum die Absorptionsbande
des Diazoniumsalzes und des Spiropyrans (b) umfasst,
gleichmäßig» um in· der gesamten Emulsion ein Phenol und ein Merocyanin zu bilden, führt dann
mithilfe einer Lichtquelle, deren Emissionsspektrum die
Absorptionsbande des Merocyanine (im sichtbaren Bereich) umfasst, eine bildweise Belichtung durch, wodurch das
Merocyanin in den belichteten Bereichen selektiv in Spiropyran rückverwandelt wird, -und erhöht schließlich die Temperatur
der lichtempfindlichen Schicht, um dadurch die Komplexbildung des vorhandenen Phenols und Merocyanine
wie in dem vorstehend beschriebenen Verfahren, und damit
die Bildung einer Färbung in den nicht mit sichtbarem Licht belichteten Bereichen zu bewirken. ·
Wie vorstehend angegeben,können die lichtempfindli-
falis/
chen Massengegebenen^^^ifr Material mit niedrigem Schmelzpunkt enthalten. Dieses Material soll während der Verfahrensstufe der (Temperaturerhöhung schmelzen und wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig das Phenol und Merocyanin, die in den vorhergehenden Stuf en der .erfindungsgemäßen Verfahren erhalten ivurden, auflösen, um die Komplexbildungsreaktion des Phenols und des Merocyanins zu ermöglichen. Diese Umsetzung kann nämlich nicht stattfinden, wenn die beiden vorstehend erwähnten Eeaktionsteilnehmer in festem Zustand sind. Die Verwendung eines Hilfsmaterials mit niedrigem Schmelzpunkt ist jedoch nicht erforderlich, wenn das erhaltene Phenol und/oder Merocyanin selber einen verhältnismäßig niedrigen Schmelz-
chen Massengegebenen^^^ifr Material mit niedrigem Schmelzpunkt enthalten. Dieses Material soll während der Verfahrensstufe der (Temperaturerhöhung schmelzen und wenigstens teilweise, vorzugsweise vollständig das Phenol und Merocyanin, die in den vorhergehenden Stuf en der .erfindungsgemäßen Verfahren erhalten ivurden, auflösen, um die Komplexbildungsreaktion des Phenols und des Merocyanins zu ermöglichen. Diese Umsetzung kann nämlich nicht stattfinden, wenn die beiden vorstehend erwähnten Eeaktionsteilnehmer in festem Zustand sind. Die Verwendung eines Hilfsmaterials mit niedrigem Schmelzpunkt ist jedoch nicht erforderlich, wenn das erhaltene Phenol und/oder Merocyanin selber einen verhältnismäßig niedrigen Schmelz-
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_ 6 ■·
punkt, "beispielsweise von weniger als etwa 10O0C haben.
In diesem Pail schmilzt bei der Erwärmungsstufe zuerst
das Phenol oder das Merocyanin mit niedrigem Schmelzpunkt und löst den anderen Reaktionsteilnehmer mit höherem
Schmelzpunkt-, wobei die beiden Reaktionsteilnehmer dann gegenseitig aufeinander einwirken unter Bildung eines
Farbkomplexes. Da die durch Zersetzung von Diazoniumsalzen unter Lichteinwirküng erhältlichen Phenole im allgemeinen Verhältnis
/mäßig hohe Schmelzpunkte haben (von oberhalb 1000C), muß man, wenn man kein Hilfsmaterial mit niedrigem Schmelzpunkt verwenden will, ein Spiropyran verwenden, das ein Merocyanin mit einem verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunkt (unterhalb 10O0C) liefert, wie beispielsweise Spiropyrane, die einen oder mehrere langkettige Substituenten umfassen, wie die nachstehend angegebenen Verbindungen.
/mäßig hohe Schmelzpunkte haben (von oberhalb 1000C), muß man, wenn man kein Hilfsmaterial mit niedrigem Schmelzpunkt verwenden will, ein Spiropyran verwenden, das ein Merocyanin mit einem verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunkt (unterhalb 10O0C) liefert, wie beispielsweise Spiropyrane, die einen oder mehrere langkettige Substituenten umfassen, wie die nachstehend angegebenen Verbindungen.
In den erfindungsgemäßen Massen können eine Vielzahl von
Diazoniumsalzen, von Spiropyranön und von Materialien niedrigen
Schmelzpunkts zur Anwendung gelangen.
Als Diazoniumsalze können beispielsweise folgende Verbindungen
zur Anwendung gelangen:
- die Chlorzinkate und jPluorborate von p-Diazo- . '
diäthy 1 anilin, Diazodiäthyl-p-phenylendiainin, Diazo-dibenzylp-phenylendiamin,
Diazo-p-aminodiphenylendiamin, p~Morpnolinobenzoldiazonium,
Diazo~p-li-ß-hydroxyäthyl-]pyämihobenzol, Diazo-p-dihydroxypropylaminobenzol,
Diäzo-p-diamylaminobenzol,
p-Diazo-phenyl-morpholin und Nr(4-Diazo-2,5-diäthoxyphenyl)
morpholin.
Als Spiropyranindolin- und -benzothiazolinderivate sind Verbindungen der nachstehenden allgemeinen Formeln geeignet:
40 9826/1035
>.—H oder
10
(Τϊ)
worin E^ bis R^ verschiedene Substituenten darstellen
können. Folgende Verbindungen können als besondere Beispiele für Spiropyrane der Formeln I und II angeführt
werden:
Formel 1,-WOrInR1 » H2 - CH5 j R^ - C5H5 j R4 - OGH5 u. ■ R5 « KO2- }
Formel I, WOrInR1 '« R2 » R5 « CH5 ; B^ - R5 » Br j
Formel I, WOrInR1 = R2 = R5 =· GH5 } R4 «= H u. R5. e_ NO2 j
Formel .11 worinRg a -B t= GH5 j Rß = H u. R9 « OCH5 ; R10 « H i
R11
Formel II worinRg 8 CH3 ; R7 = ßlS) ' R8 ~ H u* R9 = 0CE2 f H10 '* H
Formel II xiorinRg » C)I5 } K7 « CH5 ; Rg = Π u. R^ « OCH5 ; R10 » H
R11 _« Ii2 ;
Formel II worin R6 « CH5 ; H7 = -S-C0H5 j' R_8 « H ^. Rg β OCH5 ■ |
Formel II worin R6 « CH5 ; H7 = -S-C0H5 j' R_8 « H ^. Rg β OCH5 ■ |
R10 - H ; R11 = BO2 j
Formel II worinR^ =» CH^ 5 R7 «-OcIIrj ; RQ - H u; R^ - COH, ; Kio-
Formel II worinR^ =» CH^ 5 R7 «-OcIIrj ; RQ - H u; R^ - COH, ; Kio-
R11 r N02 ;
Formel II worinR6 « CIl„ ; R7: ~(ξϊ}^ ; R0 = H u. R9 » OCH5 j K10 => K J
Formel II worinR6 « CIl„ ; R7: ~(ξϊ}^ ; R0 = H u. R9 » OCH5 j K10 => K J
409826/1035 BADORiGINAL
Formel II wo R^ - cii-, ; R7--^)^Br ; Rß - H u. Rg = QCIl7 ; R10 «'H
Formel II worin R^ = CH5 ; ll^^pyv:.}^ ; RQ *= H u. Rg r, OClL7 \
R10 « Π ;
Formel J1^r1n R6 β CiI3 ; R7=-^)oiI ; Rß - H -u. R9 « OGK5 j H,o «'- II ;
Formel II worinRg ^ R = CH, ; R0 ~ R9 » 0 ; R10 - H ; B11 =. HOr,
Formel II worinR^ B R7 = CH5 ; R3 = 0 u. Rc· » OCH3 ; R10 » H ?
Rn - ITO2 ;
Formel II worin^ =ί Ηγ = clr 5 J 1^0 -e 3-CII5 u. R9 » 0 r R10 «-H ί
R11 - JIO2 j · ■
Formel II worinRg - R,, *» ClI5 ; Rß = S-CH, u, R^ a OCH^ .ί R10 « II f
, R11 - IiO2 j . .
Formel II worin R^ = ein Isopropyl-, n-Hexyl-, Benzyl- oder Phenyl-
äthylrest ist, R7 = CH5; Rg = 0 und R9=
R10 = H; R11 = NO2; Xz,.
Formel II, worin E6 = CH5; R^ = ein Kaphtyhl-, Cyclohexyl-, S-Pn"enyl-,\
4~Ctilorphenyl-t 4-Bromph.enyl-, Metnoxy-4—phenyl- oder
Hydroxy-4-phenyl-Best ist; Eg = 0,
11 2
Formel II, worin E5 = CH5; E7 = CH7; Eg = S-CH3; E9 =OCH5;
= NO2 sind.
Weitere Spiropyranindolinderivate, die erfindungsgemäß eingesetzt
werden können, sind in den schweizerischen Patentschriften
197 und 406 257 beschrieben.
Spiropyrane mit verhältnismäßig niedrigem Schmelzpunkt
(unterhalb 1000C), die die Verwendung eines Hilfsmaterials (c)
mit niedrigem Schmelzpunkt überflüssig machen, müssen wenigstens einen langkettigen, d.h. 11 - 17 Kohlenstoffatome, vorzugsweise
- : :: JCIÄS 409826/1035
"bis 17 Koiilenstoff atome umfassenden Substituenten aufweisen.
Solche Spiropyrane mit niedrigem Schmelzpunkt sind "beispielsweise
Spiropyrane der allgemeinen Formel II, wie sie nachstehend aufgeführt sind:.
R7
OIL·
C16H33
C16H33
H> 'j'j
H> 'j'j
°16H33
C16H33
CIU
CH
T>
C.
Ii II II
1L,-
Jj
Oi ill. OCH,
OCII-, j
υοΐΐν
OCiU
Ii
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I I
I' !■ I·
i:
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I;
η ti
1!
If I· (i
Ii It It •I
IiO.,
ΐΪΟρ
It
1b 33 ;■
IT1 0C j
09 04 70 84 97
41
56
Als Hilfsstoffe mit niedrigem Schmelzpunkt können "beispielsweise
folgende Verbindungen verwendet werden: Fettsäureester wie Ithylenglykolmonostearat;'Calciumstearat, -palmitat,
-my r is tat ,-laurat, -"behenat, -arachinat, -montanat, -caprinat, -pelargonat,-caprylat,-heptoat,-capronat,-versatat,-honat,-oleat,
-ricinoleat und -naphthenat; Bariumsteerat, »palmitat,-laurat,
-behenat v"
/"-aracninat, -caprinat, -pelargonat, -caprylat, —versatat, -nonat,
-octoat, -oleat, -ricinoleat und -naphthenat; Strontiumstearat, -laurat, -arachinat,- -oleat, -naphthenat, -adipat und -sebacat;
Ήatriumstearat, -palmitat, -laurat, -myristat, -caprinat.-pelar-,
. _,_ -unaecylenat,
gonat, -caprylat, -heptoat, -capronat, -versatat, -octoat,γ-oleat,
-linoleat, und -ricinoleat; Vachse wie Paraffiniiachs, Bienenwachs,
Carnaubawaehs; Walfischtran u.a.
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Vorteilhafterweise sollen die lichtempfindlichen Massen
gemäß der Erfindung etwa stöchiometrische ,Mengen an Diazosalz
und Spiropyran enthalten, da die Anwesenheit eines beträchtlichen Überschusses gegenüber der stöchiometrischen
Menge an einem der vorstehend genannten Reaktionsteilnehmer Nachteile mit sich bringen kann, insbesondere im Falle eines
Überschusses an Spiropyran, da dieser nach der Umsetzung in Merocyanin eine Färbung ergeben kann, unabhängig von der
durch die Bildung des Merocyanin-Phenol-Komplexes erhaltenen Färbung. ' .
Außer dem Diazoniumsalz, dem Spiropyran und dem gegebenenfalls
verwendeten Material mit niedrigem Schmelzpunkt können die erfindungsgemäßen Massen verschiedene Zusatzprodukte enthalten,
beispielsweise ein Bindemittel, um der Masse Plastizität zu erteilen, ein die Komplexbildung förderndes
Mittel, ein Mittel zur Erhöhung der Haftfähigkeit der Masse an einem Trägermaterial (Papier, Film aus einem synthetischen
Polymeren usw.), und andere Zusatzstoffe.
Als Bindemittel können bekannte Bindemittel, wie Polyvinylpyrrolidon,
Polyvinylalkohol, Carboxymethylcellulose, Hydroxyäthylcellulose u.a. verwendet werden. In bestimmten
Fällen kann das Bindemittel die Aufgabe des Hilfsmaterials (c)
mit niedrigem Schmelzpunkt erfüllen, beispielsweise bei Verwendung von Polyvinylpyrrolidon als Bindemittel.
Als Mittel zur Förderung der Komplexbildung können beispielsweise Harnstoff, (Thioharnstoff, Zinkchlorid, Zinnchlorid
und Natriumcobaltnitrid verwendet werden. Hierbei ist zu erwähnen,
daß das Zinkchlorid, abgesehen von seiner .Wirkung, die Komplexbildung zu fördern (Chelatbildung), auch aufgrund
seiner Acidität als.Stabilisator wirkt.
Als Mittel zur Erhöhung der Haftfähigkeit der Masse mit einem geeigneten Trägermaterial (Papier, Cellulosetriacetat,
Polyester od. dgl,) können Saponin, Armac, Tergitol IiPX und
Igepal CA-630 (Produkt der American Cyanamid Co.) verwendet
werden. , „Λ ΛΛ
409826/1035
©AD ORIGINAL
Die erfindungsgemäßen Massen können durch. Mischen von
Lösungen der verschiedenen Bestandteile erhalten werden, wobei die erhaltenen Massen in gelöstem Zustand auf übliche
V/eise, beispielsweise mittels Rakel, auf einem geeigneten Trägermaterial aufgebracht werden, wonach man die aufgebrachte
Überzugeschicht trocknen läßt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen
näher erläutert.
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Zunächst wird eine Lösung A aus
- Wasser 150 cur
- p-Diazophenylmorpholinfluorborat 5 g
- Thioharnstoff , 37,5 g
- ZnCl2 15 g
- Saponin 0,25 g
hergestellt. Dann wird,, ausgehend von dieser Lösung A,
eine erfindungsgemäße Masse in Form einer Lösung B hergestellt. Die Lösung B hat hierbei folgende Zusammensetzung:
- Lösung A 10 cm^
- Spiropyran der HOrrnel II
(E6 = CH3, E7 = C16H33, E8= H,
Eg = H, E10= H und E11= NO2) 350 mg
%. Gew.-/6ige Äthanollösung von
Polyvinylpyrrolidon 20 cnr
Zunächst wird eine Lösung A aus den nachstehenden Bestandteilen hergestellt:
- V/asser . 15Q* cm^
- N-(4-diazo-2,5-diäthoxyphenyl)
morpholin-chlorzinkat . 5 S
- Thioharnstoff 37,5 g
- ZnCl2 15 g
- Saponin 0,25 g
A09826/1035
Ausgehend von dieser Lösung A wird dann eine erfindungsgemäße
Masse in Form einer Lösung der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
-Lösung A 10 cm
- Spiropyran der Formel II .
9 = OCH3,- R10 = H und R11= NO2) 350 mg
- 7,5 Gew.-%ige Äthanollösung von
Polyvinylpyrrolidon 20 cnr
Die Lösungen B aus den Beispielen 1 und 2 werden auf einen geeigneten Papierträger in einer Dicke von etwa
25 g/m aufgetragen.
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Claims (10)
1. Lichtempfindliche Massen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine homogene Mischling von (a) wenigstens einen
unter Lichteinwirkung zersetzbaren, ein Phenol abgebendes
Diazoniumsalz, (b) wenigstens einem Spiropyranindolin- oder -benzothiazolinderivat, das photochemisch in ein Merocyanin
umwandelbar ist und gegebenenfalls (c) einem bei Raumtemperatur festen Material· mit einem verhältnismäßig niedrigen
Schmelzpunkt von nicht oberhalb 1500C, das in geschmolzenem
Zustand geeignet ist, das von den Reaktionsteilnehmern (a) und (b) stammende Phenol und Merocyanin wenigstens teilweise
aufzulösen, umfassen.
2. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß sie ein Material (c) umfassen, dessen Schmelzpunkt im
Bereich von etwa 60 bis 1200C liegt.
3. Massen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Diazoniumsalz ein Chlorzinkat oder Fluorborat von p-Diazo-•diäthylanilin,
Diazodiäthyl-p-phenylendiamin, Diazo-dibenzylp-phenylendiamin,
Diazo-p-aminodiphenylendiamin, p-Morpfrolinobenzoldiazonium,
Diazo-p-li-ß-hydroxyätliyl-N^lmiiöbenzol,. Diazo-p-dihydroxypropylaminobenzol,
Diazo-p-diamylamiiiobenzol,
p-Diazo-phenyl-morpholin oder U-(4-Diazo-2,5-diäthoxyphenyl)
morpholin ist·
4-. Massen nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß das Spiropyranindolin- oder -benzothiazolin-derivat einer der beiden allgemeinen Formeln I und II entspricht
(D
409 8 26/1-0
(ID
in denen E^ - R^ verschiedene Substituenten darstellen.
5· Massen nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spriopyran eine der nachstehenden Verbindungen
der allgemeinen Formel I oder II darstellt:
Formel I, WOrInR1 « R2 - CII5 ; R5 ^ C5II5 ; R4 « OCH5 u. B5 « IT
Formel I, WOrInR1 « K2 = R3 ■« CH5 ; 1?., - R5 ■» Br j
Formel I1 worinR.,' « R? « K5 «"■ CH5 } Ii4 «-H .u. E5 « Kp2 j
Formel II worinR6 « R7 « CH.^ f Rg = H u. R9 „ 0OH^ { H10 « Uj.
Formelll worinRg « QH5 j R7 « (Ojo) ? R ö « H u. R
Formel II worinRg « CH5 j R7--- CH5 ; R8 ~ TL u, Rq « COH5 ; R1 () κ K
Formel II woriaHg 1^ Ciί^ j H7 « -D-C6H5 ;' Rß « 31 u. Hg « OCH^ ϊ
R10 - H ; R11 - -NO2 j
Formel II vjorinR/- - CHV.
Formel II vjorinR/- - CHV.
5 R,, »~0^·Γ) ί R« " H u. Hq ·· COK7 | R1Λ » )'·; j
RnVHO2 ,
Formel II worinR^ « CK5 ; R7-- -<£))<'U j R^ « n U· Ti^ - GOIi5 ι }>1Γ » }r
R11 « «<■'-» i
Formel II wo R6 = CU5 ; R7-- -^)Br ; R0 * II ü. R9 » OCH3 J R10 « H
Formel II worin }\. = CiL7 ; H7S-(O)0SK3- ; R8 ~ H u. R9 β 001Ij »
R10" H I R11 - HO2 ;
409826/1035
BAD
>6 -
Formel ;nTOrill R. ~ CH, 5, Tinz.-(Ö)Oil ι Rß. « }[ -u. Rq ^ GGJJv; j R1Q.
Formel. II worJLn}^ β R7 =- GH3 ; HQ - R » 0 "; R10 =■- H ; )?n
Formel II. woriüRg « R7 =r CH5 ; Rg = Q tu Rq. β 0Gir>
ί ]1iq K
Eiserne! IX worii^ß· -IK-CK5 t " Hft « 0-Oi3 Ή. R9 «. G y R^ « il
!Formel II Moriiul^ - K7 » CiT3 r Hg5 = S-CH^ ja· Eq = 0eii»} λ R^& a H
Formel U worin K^ - ein. Isopropyl-j n-Hexyl™, Bemsyl- oder Piieiiyl-
äthylrest ist, IL = "CH5j Rg =0 traä E9= OCH5;
Formel II, worin Rg = OE5; E^ = ein Kaphtyhl-, Cyclohexyl-, S-Ekenyl-,
Hienyl-, 4--0iil©r^henyl-j 4-Bromphenyl- Methoxy-4~
phenyl-oder Hydroxy-4-phenylrest ist; RQ = 0,Rq=OCH75,
R10 = H, R11 - M)2 lind
Formel II worin R6 = CH5; R7 =.CH,; Rg = S-CH5; R9 = OCH5; R10 = H;
R11 = NO2 sind.
6. Massen nach Anspruch 4-, dadurch .gekennzeichnet,
daß das Spiropyran wenigstens einen langkettigen Substituenten mit 11 bis 17 Kohlenstoffatomen umfasst.
7. Massen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiropyran der allgemeinen Formel II entspricht,
worin R5 = CH3 oder C16H33, R17 = CH3 oder C16H33, Rg = H,
oder C16H33, RQ = H, OCH3 oder OC15H33, R10 = H oder
16H33 und R11 = H oder IiOp bedeuten, und wobei wenigstens
einer der Substituenten R6 bis R10 ein· Substituent
mit 11 bis 17 Kohlenstoffatomen ist.
8. Massen nach einem der Ansprüche 1 bis 7? dadurch
gekennzeichnet, daß sie ein Bindemittel enthalten.
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ORiGiNAL
ORiGiNAL
9. Photographisch.es Verfahren zur Herstellung negativer
Bilder "unter Verwendung eines photographischen Elementes "bestehend
aus einem mit einer lichtempfindlichen Schicht aus einer
' Masse nach einem der Ansprüche 1 bis 7 üb erzogenen Trägermaterial9
dadurch gekennzeichnet, daßj;die lichtempfindliche
Schicht mittels einer ultravioletten Lieht quelle:, deren •Emissionssprektrum sowohl die -Absorptionsbande des üJiazoniumsalzes
(a) als auch die des -Spiropyrane Cb } umfasst^ bildweise
belicht et, wodurch in den belichteten BBreichen ein. Phenol
und ein Merocyanin gebildet werden, ansehlieBsnd die
Temperatur der lichtempfindlichen Schicht erhöht;, um
das zuvor gebildete Phenol und Meroeyanin zn schmelzen oder
aufzulösen, um so deren Umsetzung unter Bildung eines 3?arbkomplexes
in den belichteten Bereichen zu bewirken»
10. Verfahren zur Herstellung positiver Bilder unter Verwendung
eines photographisehen. Elementes bestehend aus einem
mit einer lichtempfindlichen Schicht aus einer Masse nach einem der Ansprüche Λ bis 7 Überzogenen Trägermaterial, da-
IS SLEL
durch gekennzeichnet, däßVdie gesamte Oberfläche der lichtempfindlichen
Schicht mittels einer ultravioletten Lichtquelle, deren Emissionsspektrum sowohl die Absorptionsbande
des Diazoniumsalzes (a) als auch die des Spiropyrane (b) umfasst, gleichmäßig belichtet, um in der gesamten Emulsion die
Bildung eines Phenols und eines Merocyanine zu bewirken, anschließend die Emulsion mittels einer Quelle von sichtbarem
Licht, deren Emissionsspektrum die Absorptionsbande des zuvor gebildeten Merocyanine umfasst, bildweise belichtet, um das
Merocyanin selektiv in den belichteten Bereichen in Spiropyran rückzuverwandeln, und schließlich die Temperatur der
lichtempfindlichen Schicht erhöht, um das zuvor gebildete Phenol und das noch vorhandene Meroeyanin zu schmelzen oder
aufzulösen, um deren Umsetzung unter.Bildung eines Farbkomplexes
in den belichteten Bereichen zu bewirken.
409826/1035
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