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DE2210345A1 - Verfahren zur Herstellung einer Zinkphosphatlösung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Zinkphosphatlösung

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DE2210345A1
DE2210345A1 DE19722210345 DE2210345A DE2210345A1 DE 2210345 A1 DE2210345 A1 DE 2210345A1 DE 19722210345 DE19722210345 DE 19722210345 DE 2210345 A DE2210345 A DE 2210345A DE 2210345 A1 DE2210345 A1 DE 2210345A1
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DE
Germany
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zinc
phosphoric acid
solution
dissolution
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DE19722210345
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English (en)
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DE2210345B2 (de
DE2210345C3 (de
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Masao; Ueno Itaru; Tokio Uchino
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Nihon Parkerizing Co Ltd
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Nihon Parkerizing Co Ltd
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Publication of DE2210345B2 publication Critical patent/DE2210345B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C22/00Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C22/05Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
    • C23C22/06Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6
    • C23C22/07Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using aqueous acidic solutions with pH less than 6 containing phosphates
    • C23C22/08Orthophosphates
    • C23C22/12Orthophosphates containing zinc cations

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Zinkphosphatlösung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer der Oberflächenbehandlung von Metallen dienenden Zinkphosphatlösung durch Auflösen von metallischem Zink in Phosphorsäure.
  • Bei den bisherigen Verfahren zur Herstellung einer Zinkphosphatlösung für die Oberflächenbehandlung von Metallen mußte wegen der Gefahr der Verunreinigung des Endprodukts und zur Erzielung einer guten Auflösungsgeschwindigkeit hoch reines Zinkoxid als Ausgangsmaterial verwendet werden, obwohl der Zinkgehalt des Zinkoxids 20 % niedriger ist als der von metallischem Zink und obwohl andererseits der Marktpreis des Zinkoxids um 30 % höher ist als der des Zinks, wodurch sich eine Gesamterhöhung der Zinkkosten um etwa 40 c/o ergab.
  • Es wurde bereits in dem japanischen Patent 560 009 ein Verfahren zur Herstellung von Zinkphosphat vorgeschlagen, bei welchem als Ausgangsmaterial ein Barren destillierten Zinks mit mehr als 99,6 % Zn, weniger als 0,3 ffi Pd, weniger als 0,02 ffi Fe und weniger als 0,1 % Cd verwendet wird.
  • Dieses Verfahren, bei welchem ein Barren destillierten Zinks mit mehr als 0,1 % Pd verwendet wird, hat den Nachteil, daß das Blei in der Lösung als Verunreinigung erscheint und in der Phosphorsäure aufgelöst wird, wenn diese der Oxidation durch die Luft ausgesetzt wird. Daher ist in diesem Fall ein Filtrieren der Lösung erforderlich, bevor die Bleikomponente aufgelöst wird. Wenn nun dabei die Konzentration der Lösung recht hoch ist, so scheiden sich Kristalle des Zinkphosphats aus, da die Lösung sich dabei abkühlt. Da nun die Lösung in der Hitze abfiltriert werden muß, ist ein solches Verfahren oft zu umständlich und mit Schwierigkeiten behaftet. Ferner enthalten derartige in herkömmlicher Weise hergestellte Zinkphosphatlösungen für die Oberflächenbehandlung von Metallen neben dem Blei weitere Verunreinigungen, wie Arsen und Kadmium, welche das Kristallwachstum des Phosphatüberzugs hindern und ferner zur Umweltverschmutzung beitragen. Aus allen diesen Gründen sollte das als Ausgangsmaterial verwendete Zinkmetall eine große Reinheit haben. Die im Handel erhältlichen Barren von detilliertem Zink, welche eine betrachtliche Menge Blei enthalten, sind auf Grund der Schwierigkeit bei der Entfernung des Bleis nicht besonders gut für die Herstellung von Zinkphosphatlösungen für die Oberflächenbehandlung von Metallen geeignet, obwohl das destillierte Zink leicht in Phosphorsäure löslich ist.
  • Barren von Elektrozink (mehr als 99,97 % Zn, weniger als 0,02 % Pb, weniger als 0,01 % Fe und weniger als 0,005 % Cd) werden durch Schmelzen und Gießen von Zink hergestellt, welches sich elektrolytisch an einer Aluminiumkathode aus einer Zinksulfatlösung in einer Elektrozelle abgeschieden hat. Barren von "refluxiertem Zink§' werden durch wiederholtes Destillieren von destilliertem Zink, welches Ver-unreinigungen wie Blei oder Kadmium enthält, hergestellt. Diese beiden Zinkarten sind hochrein. Das Elektrozink ist Jedoch hinsichtlich seiner Eigenschaften von dem elektrolytisch an einer Kathode abgeschiedenen Zink verschieden, da sich bei der Erstarrung des geschmolzenen Zinks Metallkristalle ausbilden. Daher ist der Barren von Elektrozink in Phosphorsäure schwer löslich. Ein derartiger Barren löst sich nur teilweise in konzentrierter heißer Phosphorsäure.
  • Der größte Teil des Elektrozinks verbleibt im wesentlichen ungelöst. Daher erzielt man mit derartigem Elektrozink keine Zinkphosphatlösung für die Oberflächenbehandlung von Metall.
  • Daher hat man sich bisher genötigt gesehen, bei der Herstellung von Zinkphosphatlösungen für die Oberflächenbehandlung von Metallen als Ausgangsmaterial destilliertes Zink mit geringer Reinheit zu verwenden, welches z. B. beträchtliche Mengen Blei als Verunreinigung enthält.
  • Aber auch bei der Verwendung von destilliertem Zink müssen die im Handel erhältlichen Zinkbarren noch in einer Menge eingesetzt werden, welche dem 7- bis 10-fachen der für die verwendete Phosphorsäure äquivalenten Menge entspricht.
  • Dies hat seinen Grund darin, daß der Oberflächenbereich durch die unvorteilhafte Gestalt der Barren erhöht werden muß. Nachfolgend wird Phosphorsäure wiederholt in 7 bis 10 Chargen zugesetzt bis alle Barren aufgelöst sind.
  • Dabei verstärkt sich der durch den entweichenden Wasserstoff gebildete Schaum allmählich immer mehr und stört den gesamten Arbeitsablauf.
  • Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer der Oberflächenbehandlung von Metallen dienenden Zinkphosphatlösung durch Auflösen von metallischem Zink in Phosphorsäure zu schaffen, welches bei einer großen Auflösungsgeschwindigkeit von hochreinem Zinkmetall in kurzer Zeit bei geringen Kosten zu einer hoch konzentrierten Zinkphosphatlösung mit einem großen molaren Verhältnis von Zn/PO4 führt.
  • Es wurde nun gefunden, daß Zink, welches aus einer Zinklösung in einer elektrolytischen Zelle elektrolytisch an einer Kathode abgeschieden wurde, als Ausgangsmaterial verwendet werden kann und sich in konzentrierter Phosphorsäure gut auflöst. Ferner wurde gefunden, daß bei Zusatz einer geringen Menge von Verbindungen des Nickels und/oder des Eisens und/oder des Kobalts die Auflösungsgeschwindigkeit des Zinks in der Phosphorsäure beschleunigt wird und daß eine Zinkphosphatlösung hoher Reinheit und mit einem großen molaren Verhältnis von Zn/PO in kurzer Zeit erhal-4 ten werden kann.
  • Das erfindungsgemäß verwendete abgeschiedene Zink, wird aus einer Zinksalzlösung in einer elektrolytischen Zelle an einer Kathode abgeschieden. Dieses Zink wird im folgenden als kathodische Zinkabscheidung bezeichnet. Es fällt als Zwischenprodukt bei der Herstellung von geschmolzenem Elektrozink an. Der kathodische Zinkniederschlag besteht aus einem Agglomerat von elektrolytisch abgeschiedenen feinen Partikeln. Er hat daher eine rauhe, poröse und reaktive Oberfläche. Die Reinheit dieses Zinks ist ebenso groß wie diejenige des Elektrozinks. Die Dicke des Zinkniederschlags entspricht etwa dem 1/10-fachen der Dicke von herkömmlichen Zinkbarren. Die Oberfläche pro Gewichtseinheit ist erheblich größer. Darüber hinaus wird durch die Verwendung des kathodischen Zinkniederschlags das Schmelzen und Gießen überflüssig gemacht, welches bei der Herstellung von Elektrozinkbarren erforderlich ist. Darüber hinaus hat die Verwendung von kathodischen Zinkabscheidungen den Vorteil, daß Platten von kathodischen Zinkniederschlägen nur etwa 10 kg/Platte wiegen und somit leicht zu handhaben sind.
  • Durch die Verwendung von Nickelverbindungen und/oder Eisenverbindungen und/oder Kobaltverbindungen als Zusatz zur Phosphorsäure und als Auflösungsbeschleuniger kann als Ausgangsmaterial neben dem kathodisch abgeschiedenen Zinkniederschlag auch herkömmliches Elektrozink oder refluxiertes Zink verwendet werden.
  • Die Menge des kathodischen Zinkniederschlags, welcher zur Auflösung in der Phosphorsäure verwendet wird, ist größer als diejenige Menge, welche dem chemischen Äquivalent gemäß der Formel [zn(H2P04)20 s (primäres Zinkphosphat), entspricht. Vorzugsweise wird etwa das 1- bis 3-fache dieses chemischen Äquivalentes eingesetzt.
  • Die zur Herstellung der Lösung gewählte Phosphorsäure-konzentration beträgt vorzugsweise 65 - 85 % und insbesondere 72 - 78 . Die notwendige Phosphorsäuremenge entspricht vorzugsweise dem 0,3- - 3-fachen und insbesondere dem 1- bis 3-fachen der Menge an metallischem Zink, berechnet als Gewichtsmenge und bezogen auf 100 00 Phosphorsäure.
  • Als Nickelverbindungen, Eisenverbindungen und Kobaltverbindungen, welche als Lösungsbeschleuniger bei der Herstellung der Zinkphosphatlösung zugesetzt werden können, kann man Carbonat*,Nitrate, Chloride oder dgl. des Nickels, des Eisens oder des Ko-balts einsetzen. Die zugegebenen Gewichtsmengen, berechnet als Metall, betragen vorzugsweise 0,003 - 0,05 % für Ni/H3P04 und Co/HDP04 und 0,005 bis 0,1 ffi für Fe/H3P04. Das molare Verhältnis von Zn/P04 in der erfindungsgemäß hergestellten Zinkphosphatlösung beträgt vorzugsweise etwa 0,35 - 0,57.
  • Die Komponenten der Zinkphosphatlösung, welche für die Oberflächenbehandlung von Metallen dient, können in weiten Bereichen variiert werden0 In der Hauptsache besteht jedoch ein derartiges Behandlungsmittel aus einer Mischung von Zinkphosphatlösung und Zinknitratlösung. Die Zinkphosphatlösung wird durch Auflösung von Zink in Phosphorsäure erhalten. Wenn jedoch Zinkmetall in Salpetersäure aufgelöst wird,, so wird Letztere teilweise reduziert und bildet Stickoxide, Dies hat sowohl Salpetersäureverluste als auch eine Umweltverschmutzung zur Folge. Daher muß für die Herstellung des Zinknitrats Zinkoxid anstelle des metallischen Zinks eingesetzt werden. In dieser Hinsicht hat nun die vorliegende Erfindung einen besonderen Vorteil.
  • Wenn nämlich Salpetersäure zu der erfindungsgemäß hergestellten Zinkphosphatlösung, welche einen Überschuss Zink enthält, zugesetzt wird, so ergibt sich der gleiche effekt, als ob Zinknitrat zugesetzt würde. Somit kann der Einsatz von Zinkoxid unterbleiben. Im allgemeinen haben Mittel für die Oberflächenbehandlung von Metallen vorzugsweise die folgenden Zusammensetzungen hinsichtlich der drei Komponenten Zn, P04 und NO3, mit Ausnahme von Spezialmitteln. Die folgende Zusammenstellung gibt die Bereiche der bevorzugten Molverhältnisse der Zusammensetzung eines Mittels zur TIetalLoberflächenbehandlung vom Zinkphosphattyp an: Zn PO4 N03 P04 + N03 1 2 - 2,2 0,4 - 0,8 2,4 - 3,0 0,4 - 0,56 1 0,2 - 0,4 Erfindungsgemäß kann anstelle des Elektrozinkbarrens ein kathodischer Zinkniederschlag als Ausgangsmaterial eingesetzt werden und in der Phosphorsäure aufgelöst werden.
  • Der kathodische Zinkniederschlag ist porös, reaktiv und hat die Form einer dünnen Platte mit einer sehr großen reaktiven Oberfläche pro Gewichtseinheit des Zinkmetalls.
  • Hierdurch wird die Auflösungsgeschwindigkeit wesentlich erhöht. Wenn zusätzlich zu dem Zink Nicken Kobalt-und Eisenverbindungen in der Phosphorsäure aufgelöst werden, und als Lösungsbeschleuniger dienen, so erhöht sich die Reaktionsgoschwindigkeit erheblich und darüber hinaus erhöht sich auch die Menge an aufgelöstem Zink über diejenige der Formel Zn(H2P04)2 entsprechende Menge hinaus.
  • Somit kann ein molares Verhältnis von Zn/P04 in der Zinkphosphatlösung von etwa 0,56 erzielt werden. Eine derartige Lösung hat den Vorteil, daß sich bei Zusatz von salpetriger Säure Zinknitrat in der Lösung bildet, wie die folgende Reaktionsformel verdeutlicht. Ein molares Verhältnis von Zn/PO von 0,56 entspricht nämlich der Formel 4 (in1,12) . (H2y°4)2 Auf diese Weise kann man Zinknitrat direkt aus Salpetersäure und Zink herstellen, wodurch Zinkoxid als Ausgangsmaterial überflüssig ist. Wenn eine größere Menge Salpetersäure zugesetzt wird, so erhöht sich die Menge an Zn(N03)2 während sich außerdem freie Phosphorsäure gemäß obiger Reaktionsgleichung bildet. Somit kann die Zusammensetzung der Lösung in gewünschter Weise eingestellt werden.
  • Ein weiterer Nachteil der herkömmlichen Verfahren zur Auflösung von Zinkmetall in Phosphorsure besteht in der intensiven Schaumbildung während der Auflösung. Diese wird insbesondere heftig, wenn die Auflösung wiederholt wird und macht schließlich das Verfahren unmöglich. Wenn Zinkbarren verwendet werden, so müssen eine große Anzahl von Barren eingesetzt werden, um zu einer großen Zinkoberfläche zu kommen. Gewöhnlich muß eine Zinzzenge eingesetzt werden, welche dem 7- bis 10-fachen der der Phosphorsäure äquivalenten Menge entspricht, wobei wiederholt Phosphorsäure zugesetzt werden muß.
  • Wenn nun ein kathodischer Zinkniederschlag eingesetzt wird, so ergibt schon das 1- bis 3-fache der äquivalenten Zinkmenge, bezogen auf 1 Äquivalent Phosphorsäure eine ausreichende Oberfläche und eine oder drei Phosphorsäurezugaben führen zu einer vollständigen Zinkauflösung. Dabei wird die Oberfläche des ZinTmetalls leicht bei jeder Zugabe von Phosphorsäure erneuert und die Schaumbildung bei der Auflösung erreicht niemals das 2-fache des Volumens der Zinkphosphatlösung. Daher verläuft ein solches Verfahren glatt.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Beispiel 1 In ein 300 cm3-Becherglas werden 350 g Zink gegeben, welches von einer kathodischen Zinkabscheidung von 1 cm2 abgestreift wurde. Dieses Zink wird mit 200 g einer auf 80 0C vorgeheizten eigen Phosphorsäurelösung versetzt, wobei die Temperatur auf 110°C gehalten wurde. Das molare Verhältnis des aufgelösten Zinks zur Phosphorsäure wird nach jeder Stunde bestimmt, wodurch die Auflösungsgeschwindigkeit erhalten wird. In diesem Fall beträgt die Zinkmenge etwa das 7-fache derjenigen Menge, welche der Formel Zn(H2P04)2 entspricht. Diese Menge wird im Überschuß zur Phosphorsäure gehlt. Wie bereits erwähnt, löst sich der Elektrozinkbarren nur teilweise und der größte Teil bleibt ungelöst. Daher eignet sich ein derartiger Barren nicht gut als Ausgangsmaterial. Andererseits wurde bei diesem Versuch als Kontrolltest kathodisch abgeschiedenes Zink zu einem Barren geschmolzen und der damit hergestellte Versuch wurde mit demjenigen, welcher die kathodische Zinkabscheidung selbst verwendet, verglichen. Die Tabelle I zeigt die unter den gleichen Bedingungen gewonnenen Ergebnisse.
  • Tabelle 1 kathodischer Zinkniederschlag geschmolzenes Zink (erfindungssemäß) (Vergleich) h Mollverhältnis Auflösungsge- Molverhältnis Auflösungs-Zn/PO in schwindigkeit Zn/PO in der geschw. 2 der Lösung (g/100cm² h) h) Lösing (g/100cm h) 1 0,265 7,58 0,182 6,18 1 0,265 7,58 0,182 6,18 2 0,370 5,28 0,255 4,34 3 0,428 4,08 0,304 3,44 4 0,453 3,24 0,325 2,76 5 0,50 2,86 0,363 2,46 6 0,526 2,50 0,390 2,22 Beispiel 2 158 g (Oberfläche 110 cm2) einer geschmolzenen Probe gemäß Beispiel 1 wurden in ein 300 cm3-Becherglas gegeben und mit 200 g einer 75%igen auf 80 °C vorgeheizten Phosphorsäure versetzt, wobei 0,02 g DJickelcarbonat zugegeben wurden.
  • Nach 1 h waren 46,0 g Zink aufgelöst. Danach betrug das Molverhältnis von Zn/1O4 0,46 und die Auflösungsgeschwindigkeit betrugt 41,8 g/100 cm2 h.
  • Vergleichsbeispiel 161 g (Oberflächenbereich 105 cm2) von geschmolzenem Zink wurden in ein Becherglas von 300 cm3 gegeben und mit 200 g einer auf 80 On vorgeheizten 75%igen Phosphorsäure versetzt.
  • Nach 1 h waren 8,0 g Zink aufgelöst. Dabei betrug das molare Verhältnis von Zn/P04 0,08 und die Auflösungsgeschwindigkeit betrug demnach 7,6 g/100 cm2 h. Es wurde demnach gefunden, daß geschmolzene Zinkbarren eine geringe Auflösungsgeschwindigkeit haben.
  • Beispiel 3 0,01 Vo Nickelcarbonat (enthaltend 50 «/ Ni) werden als Auflösungsbeschleuniger zu einer 75%igen Phosphorsäure gegeben und die anderen Bedingungen werden wie in Beispiel 1 gewählt.
  • Die nach 1 h bei 110 0C erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.
  • Tabelle II Verf.z.Herst.d.Zinkprobe kathodischer Zinkniederschlag Auflösungsbeschleuniger 0,01 % Nickelcarbonat Za/P04-Molverhältnis der Lösung 0,558 Auflösungsgeschwindigkeit 15,94 Diese Tabelle zeigt die Tatsache, daß bei Zusatz einer geringen Menge Nickel zur Phosphorsaure die Auflösung des kathodischen Zinkniederschlags mit einer bemerkenswert erhöhten Auflösungsgeschwinaigl.eit im Vergleich zur Anwendung von Phosphors.iure ohne Auflösungsbeschleuniger erfolgt. Darüber hinaus hat die erhaltene Zinkphosphatlösung eine höhere Zinkkonzentration und ein größeres molares Verhältnis von Zn/POA wird in einer kürzeren Zeit erreicht.
  • Beispiel 4 350 Platten von kathodisch abgeschiedenem Zink (Reinheit 99,97%a, Gewicht je Platte 12,5 kg) werden in einen Auflösungsbehälter (2,5 m ß und 1,5 m Höhe; Fassungsvermögen 7,35 m3) gegeben. Dabei wird jede Zinkplatte vertikal angeordnet. 2000 kg 75/oige Phosphorsäure werden mit 200 g Rickelcarbonat (50 % Ni) versetzt und auf 80 0C vorgeheizt.
  • Diese Lösung wird in den Tank gegeben. Es beginnt eine intensive Wasserstoffentwicklung und die Lösung wird während etwa 15 min auf 115°C erhitzt. Die Lösung wird während 1 h bei dieser Temperatur belassen und sodann in einen weiteren Behälter gegeben. Das molare Verhältnis von Zn/P04 steigt bis auf 0,561. Während der Auflösungsreaktion verdampft Wasser aus der Lösung. Es wird jedoch das MJaschwasser hinzugegeben um die Zinkkonzentration des Zinkphosphats aufrechtzuerhalten. Das Gewicht der Phosphorsäure (75%ige Phosphorsäure) wurde auf 2000 kg gehalten. Daher ergibt sich, daß die Lösung einen Zinkgehalt von 561 kg, berechnet aus dem molaren Verhältnis von Zn/P04=0,561, enthält.
  • Beispiel 5 350 g von Stücken einer 2 mm dicken Platte von kathodisch abgeschiedenem Zink wurden in ein 300 cm3-Becherglas gegeben und mit 200 g 75einer Phosphorsäure, welche auf 80 0C vorgeheizt wurde, versetzt. Ferner werden 0,07 g Eisen-( Nitrat (0,01 g Fe) hinzugegeben. Das Ganze wird während 1 h auf 110 °C gehalten. 49,5 g Zink werden aufgelöst und ein molares Verhältnis von Zn/PO von 0,495 wird erreicht.
  • 4 Beispiel 6 550 g von Stücken einer 2 mm dicken Platte von abgeschiedenem kathodischem Zink werden in ein 300 cm3-Becherglas gegeben und mit 200 g 75 er Phosphorsäure, welche auf 80 oC vorgeheizt wurde, versetzt, wobei 0,36 g Eisen-(III)-Nitrat (Eisengehalt 0,01 g) hinzugegeben wurden. Das Ganze wird während 1 h auf 110 °C gehalten. 53,5 g Zink werden aufgelöst unu das molare Verhältnis von Zn/PO beträgt 4 0,535.
  • Beispiel 1 640 g von Stücken einer 2 mm dicken Platte von kathodisch abgeschiedenem Zink werden in ein 500 cm³ -Becherglas gegeben und mit 300 g einer 75%igen Phosphorsäure bei Zimmerbemneratur versetzt. Ferner werden 0,15 g Kobaltnitrat (Co: 0,03 g) hinzugegeben. Das Ganze wird während 1 h auf 115 0C gehalten. 77,3 g Zink werden aufgelöst und das molare Verhältnis von Zn/P04 beträgt 0,515.

Claims (1)

  1. P A T E N b A T S P R U C H
    Verfahren zur He-rstellung einer für die Oberflächenbehandlung von Metall dienenden Zinkphosphatlösung durch Auflösen von Zink in Phosphorsäure, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß elektrolytisch an einer Kathode abgeschiedenes Zink mit konzentrierter Phosphorsäure umgesetzt wird oder daß hoch reines metallisches Zink in Gegenwart mindestens einer Nickelverbindung und/oder Eisenverbindung und/oder Kobaltverbindung mit konzentrierter Phosphorsaure umgesetzt wird.
DE19722210345 1971-03-03 1972-03-03 Verfahren zur Herstellung einer Zinkphosphatlösung Expired DE2210345C3 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1077771 1971-03-03
JP9266371A JPS4855898A (de) 1971-11-18 1971-11-18

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DE2210345A1 true DE2210345A1 (de) 1972-09-07
DE2210345B2 DE2210345B2 (de) 1975-03-06
DE2210345C3 DE2210345C3 (de) 1975-10-16

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2210345B2 (de) 1975-03-06
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