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DE3050768C2 - Verwendung einer Pd-Ag-Fe-Legierung zur Herstellung von Permanentmagneten und Verfahren zur Herstellung der Permanentmagneten - Google Patents

Verwendung einer Pd-Ag-Fe-Legierung zur Herstellung von Permanentmagneten und Verfahren zur Herstellung der Permanentmagneten

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Publication number
DE3050768C2
DE3050768C2 DE3050768A DE3050768A DE3050768C2 DE 3050768 C2 DE3050768 C2 DE 3050768C2 DE 3050768 A DE3050768 A DE 3050768A DE 3050768 A DE3050768 A DE 3050768A DE 3050768 C2 DE3050768 C2 DE 3050768C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
iron
palladium
silver
permanent magnets
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3050768A
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English (en)
Inventor
Kiyoshi Sendai Watanabe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FOUNDATION RESEARCH INSTITUTE OF ELECTRIC AND MAGNETIC ALLOYS SENDAI JP
Original Assignee
FOUNDATION RESEARCH INSTITUTE OF ELECTRIC AND MAGNETIC ALLOYS SENDAI JP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by FOUNDATION RESEARCH INSTITUTE OF ELECTRIC AND MAGNETIC ALLOYS SENDAI JP filed Critical FOUNDATION RESEARCH INSTITUTE OF ELECTRIC AND MAGNETIC ALLOYS SENDAI JP
Application granted granted Critical
Publication of DE3050768C2 publication Critical patent/DE3050768C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/04Alloys based on a platinum group metal
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
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    • H01F1/01Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials
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    • H01F1/04Magnets or magnetic bodies characterised by the magnetic materials therefor; Selection of materials for their magnetic properties of inorganic materials characterised by their coercivity of hard-magnetic materials metals or alloys

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  • Hard Magnetic Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Eisen-Palladium-Silber-Legierung mit einer geringen Menge von weniger als 0,5 Atom-% Verunreinigungen zur Herstellung von Permanentmagneten, die leicht verarbeitbar sind und eine hohe Koerzitivkraft und ein großes maximales Energieprodukt haben, sowie die Herstellung der Permanentmagneten.
Als übliche Permanentmagneten unter Verwendung der «—/-Umwandlung sind solche aus einer Legierung aus 52% Kobalt-, 9,5% Vanadium-Eisen bekannt Dieses Legierungssystem hat eine^-Phase bei hoher Temperatür und eine «—/-Phase mit einem geordneten Gitter bei Raumtemperatur. Wird diese Legierung mit Wasser abgeschreckt und dann kalt verarbeitet, so wird die ^-Phase in die «-Phase überführt und beim Tempern wird ein Teil der «-Phase in die feinere ^-Phase umgewandelt und fällt als Dispersionsniederschlag aus, wodurch sich die Koerzitivkraft erhöht, die Koerzitivkraft eines Vicalloy-Magneten ist jedoch im allgemeinen gering, denn der Maximalwert der Koerzitivkraft liegt bei 500 Oe und um diesen Wert der Koerzitivkraft zu erzielen, ist eine Kaltverarbeitung bis zu etwa 98% erforderlich. Weiterhin enthält diese Legierung ein leicht oxidierbares Element, nämlich Vanadium, so daß diese Legierung den Nachteil hat, daß es schwierig ist, beim Schmelzen eine Oxidation zu vermeiden und daher ist das Verfahren zur Herstellung eines Permanentmagneten aus der Legierung erschwert.
Als Legierung, in welcher die y-Phase in eine «+y\ -Phase während des Abkühlens umgewandelt wird, ist eine Eisen-Palladium-Legierung, bekannt. Die magnetischen Eigenschaften dieser Legierung werden von Kussmann und Müller in »Zeitschrift für angewandte Physik«, 1964 Band 17, Nr. 7, Seiten 509—511, beschrieben. Es wurde festgestellt, daß man in dem Fall, daß man eine Legierung aus 18 bis 50 Atom-% Palladium, Rest Eisen, von 1000° C abschreckt und dann bei 450° C die Koerzitivkraft der Legierung aufbiszu780Oe erhöhen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen leicht verarbeitbaren Permanentmagneten mit hoher Koerzitivkraft anzugeben, der ein maximales Energieprodukt hat, wobei die Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß für den Permanentmagneten eine Legierung aus 19,5 bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 273 Atom-% Silber, Rest Eisen mit weniger als 0,5 Atom-% Verunreinigungen, verwendet wird.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung eines leicht verarbeitbaren Permanentmagneten mit hoher Koerzitivkraft und einem großen maximalen Energieprodukt herzustellen, wobei die Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Legierung aus 19,5 bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 27,5 Atom-% Silber, Rest Eisen, mit weniger als 0,5 Atom-% Verunreinigungen aus einer Schmelze zu einem gewünschten Formkörper verfestigt und diesen dann einer Homgenisierungsbehandlung bei 6000C bis 12000C unterwirft, dann schnell oder langsam kühlt und dann auf 350 bis 5500C erhitzt, unter Ausbildung einer kristallinen Struktur mit einer feinen Dispergierung von « und y\ - Phase.
so Dabei kann man die Legierung nach der Homogenisierungsbehandlung und vor dem Erhitzen auf 350 bis 5500C zu einem Draht unter Verminderung des Querschnitts um mehr als 80% ziehen.
Die Erfindung wird in den Figren weiter erläutert. Darin zeigt
F i g. 1 die Beziehung zwischen den Tempertemperaturen und den magnetischen Eigenschaften von verschiedenen Eisen-Palladium-Silber-Legierungen, die erfindungsgemäß verwendet werden können,
F i g. 2 die Beziehung zwischen der Dauer des Temperns bei einer konstanten Temperatur von 4000C und den magnetischen Eigenschaften bei verschiedenen Eisen-Palladium-Silber-Legierungen, die erfindungsgemäß verwendet werden,
F i g. 3 bis 5 Beziehung zwischen der chemischen Zusammensetzung und den magnetischen Eigenschaften von Eisen-Palladium-Silber-Legierungen, wie sie erfindungsgemäß verwendet werden,
Fig.6A bis 6B Entmagnetisierungskurven und zeigen die Beziehung zwischen den magnetischen Feldintensitäten und magnetischen Flußdichten von verschiedenen Eisen-Palladium-Silber-Legierungen, wie sie erfindungsgemäß verwendet werden und
F i g. 7 ein Zustandsdiagramm, worin die schattierten Flächen den Bereich der chemischen Zusammensetzung der Eisen-Palladium-Silber-Legierungen bedeuten, wie sie erfindungsgemäß verwendet wird.
Um die magnetischen Eigenschaften zu verbessern und die Konzentration an dem teuren metallischen Palladium in den Legierungen durch Zugabe weiterer Elemente zu vermindern, haben die Erfinder gründliche Untersuchungen über die Zugabe von Silber zu Eisen-Palladium-Legierungen durchgeführt. Silber bildet kaum eine feste Lösung mit Eisen, löst sich jedoch nahezu vollständig in Form einer festen Lösung in Palladium.
Legierungen aus vier Proben typischer chemischer Zusammensetzungen in dem ternären Eisen-Palladium-Silber-System, nämlich Proben 47, 49, 51 (c: nach Abschrecken mit Wasser zu einem Draht verzogen) und 53 wurden während einer langen Zeit bei einer konstanten Temperatur von 4000C getempert. Fig. 1 zeigt die Beziehung zwischen der Dauer der Langzeittemperung und den dabei erzielten magnetischen Eigenschaften: Wie aus F i g. 2 ersichtlich wird, erhielt man bei einer konstanten Temperatur von 4000C, wobei die Proben bei 5 dieser Temperatur etwa 10 Stunden gehalten wurden, lediglich einen leichten Anstieg der Koerzitivkraft, während ein Tempern während 30 bis 200 Stunden einen raschen Anstieg der Koerzitivkrait ergab und man maximale Koerzitivkräfte durch noch längeres Tempern erzielte. Bei der Probe Nr. 53 wurde eine hohe Koerzitivkraft von bis zu 1350 Oe durch 500stündiges Erhitzen erzielt Bei den Versuchen wurde festgestellt, daß ein Erhitzen auf eine konstante Temperatur bei einer höheren Temperatur, d. h. bei 450° C, eine maximale Koerzitivkraft nach etwa 30 Stunden Erhitzen ergab, daß aber der Maximalwert der Koerzitivkraft 950 Oe betrug und damit verhältnismäßig niedrig war.
Fig.3 zeigt isoplete Kurven, welche die Beziehung zwischen den chemischen Zusammensetzungen der erfindungsgemäß verwendeten ternären Eisen-Palladium-Silber-Legierungen und den maximalen Koerzitiv-Kräften der durch die vorerwähnten verschiedenen Wärmebehandlungen erhaltenen Legierungen zeigt F i g. 4 und 5 zeigen isoplete Kurven, welche die magnetische Restflußdichte bzw. das maximale Energieprodukt für die vorerwähnten ternären chemischen Zusammensetzungen zur Zeit der maximalen Koerzitivkraft gemäß F i g. 3 zeigt Im Falle einer binären Eisen-Palladium-Legierung war die Zusammensetzung zur Herstellung von hohen Koerzitivkräften, die oberhalb von 1200 Oe lagen, auf einen engen Bereich begrenzt jedoch ergab im Falle der ternären Eisen-Palladium-Silber-Legierung ein erheblich weiterer Zusammensetzungsbereich ausgezeichnete magnetische Eigenschaften, wie aus F i g. 3 ersichtlich wird. Wenn die erfindungsgemäß verwendete ternäre Legierung aus 56,5 Atom-% Eisen, 31,5 Atom-% Palladium und 12 Atom-% Silber bestand, so wurde eine maximale Koerzitivkraft von 1350 Oe erhalten und die restliche magnetische Flußdichte betrug 8400 G und das maximale Energieprodukt 4,18 MG · Oe. Das größte maximale Energieprodukt von 5,54 MG ■ Oe wurde mit einer ternären Legierung aus 59 Atom-% Eisen, 29 Atom-% Palladium und 12 Atom-% Silber erhalten, wobei die Koerzitivkraft 980 Oe und die restliche magnetische Flußdichte 11 000 G betrug. Somit wurden durch die Zugabe von Silber zu den Eisen-Palladium-Legierungen die magnetischen Eigenschaften der Legierungen weiter verbessert
Tabelle 1 zeigt die Wirkung der verschiedenen Herstellungsbedingungen und Wärmebehandlungen von typischen Eisen-Palladium-Silber-Legierungsmagnetmaterialien auf die dadurch erzielten magnetischen Eigenschäften. Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, ergibt ein schnelles Abschrecken in Wasser eine hohe Koerzitivkraft und selbst bei einem langsamen Kühlen mit einer Geschwindigkeit von 400°C/h erhält man sehr gute magnetische Eigenschaften. Es wurde deshalb festgestellt, daß zwar die magnetischen Eigenschaften von regulären magnetischen Legierungen zerstört werden, wenn die magnetischen Legierungen langsam nach dem Homogenisierungsglühen der festen Lösung abgekühlt werden, während die magnetischen Eigenschaften der ternären, erfindungsgemäß verwendeten Legierungen kaum durch die Abkühlgeschwindigkeit beeinflußt werden und somit die Stabilität der magnetischen Eigenschaften gegenüber Temperaturveränderungen sehr hoch ist, und diese hohe Stabilität eine weitere sehr gute Eigenschaft der erfindungsgemäß verwendeten ternären Legierungen ist
Tabelle 1 zeigt auch die Wirkung des Drahtziehen der vorerwähnten ternären Legierungen hinsichtlich der magnetischen Eigenschaften. Die ternären Legierungen der Proben 19,35:36,51,53,56 und 67 wurden 1 Stünde auf etwa 900° C erwärmt, mit Wasser abgeschreckt und dann unter mehr als 90%iger Reduktion zu einem Draht gezogen und anschließend getempert. Aus der Tabelle geht hervor, daß alle dem Drahtziehen unterworfenen Proben verbesserte magnetische Eigenschaften aufwiesen. Insbesondere zeigte die Legierung der Probe 53 eine maximale Koerzitivkraft von 1450 Oe, verbunden mit einer restlichen magnetischen Flußdichte von 9700 G und einem maximalen Energieprodukt von 5,65 MG · Oe. Die Legierung der Probe 51 ergab das größte maximale Energieprodukt von 6,02 MG · Oe, wobei die Koerzitivkraft 1300 Oe und die restliche magnetische Flußdichte 10700G betrug. Die Kurven Nr. 51(c) in Fig. 2 zeigen die Eigenschaften, die man durch Erhitzen der so zu einem Draht gezogenen Legierungen bei konstanten Temperaturen erzielt.
Tabelle la
Probe Zusammensetzung
Nr. (Atom-%)
Eisen PaIIa- Silber
dium
Abschreck- Temperbedingungen bedingun- Temp. (0C) Zeit(h) gen*)
Magnetische Eigenschaften
Koerzitiv
kraft, Hc
(Oe)
restliche
magne
tische
Fluß
dichte,
Sr(G)
max. Ener
gieprodukt
(BH) max
(MC Oe)
850 10 900 4,26
920
800
10 700
10 500
4,24
3,91
1240
1 100
1400
9 200
8 900
10 300
4,53
4,11
5,75
1 050
800
6 700
6 400
2,87
2,51
1 020
880
10 500
10 200
5,05
4,61
1230
1 100
1350
9 400
9 200
9 500
4,50
4,02
5,25
3 68 27
65 27
19 61
31
55 37 8
62 28 10
35 60 30
10
400
400
380
400
380
380
400
380
400
380
400
380
380
550
600 500
650 500 750
600 500
600 500
600 500 500
Tabelle Ib
Probe Zusammensetzung
Nr. (Atom-%)
Eisen PaIIa- Silber
dium
Abschreck- Temperbedingungen bedingun- Temp. (0C) Zeit(h) gen«)
Magnetische Eigenschaften Koerzitiv- restliche max. Enerkraft, Hc magne- gieprodukt
(Oe) tische (BH) max
Fluß- (MG · Oe)
dichte,
Sr(G)
36
45
47
49
51
58
67
64
61
59
32
21
24
27
29
10
12
12
12
12
400
380
380
400
380
400
380
400
380
400
380
380
700 500 600
400 500
500 500
650 600
500 600 750
1 300
1 100
1400
8 200
8000
9 200
4,52
4,01
5.48
630
430
10 800
9 700
3,26
1,92
780
520
10 800
9 700
4,03
2,57
980
750
11000
10 300
5,54
4,51
1 150
1030
1300
9 600
9 200
10 700
5,51
432
6,02
Tabelle Ic
Probe Zusammensetzung Palla Silber Abschreck- Temperbedingungen Zeit(h) Magnetische Eigenschaften restliche max. Ener
Nr. (Atom-%) dium bedingun- Temp. (0C) Koerzitiv magne gieprodukt
Eisen gen") kraft, Hc tische (BH) max
(Oe) Fluß (MG · Oe)
dichte,
31,5 12 Sr(G)
500 8 400 4,18
53 56,5 a 400 600 1350 8000 3,77
36 12 b 380 700 1 180 9 700 5,65
C 380 500 1450 6000 2,47
56 52 a 400 600 1 020 5 800 2,35
28 15 b 380 800 970 7000 3,11
C 380 400 1250 9 200 3,92
67 57 a 400 600 1 030 8 800 3,51
27 18 b 380 600 950 11 000 5,67
C 380 400 1280 8 800 3,41
72 55 22 23 a 400 600 1000 9 500 4,23
b 380 400 1 150 9 200 3,04
81 55 a 400 720
*) a: Wasserabschreckung.
b: langsames Abkühlen bei 400°C/h.
c: Drahtverziehen nach dem Wasserabschrecken.
25
F i g. 6A zeigt Entmagnetisierungskurven der Legierungen der Proben Nr. 49 (a: mit Wasser abgeschreckt) und 51 (c: zum einem Draht gezogen nach dem Wasserabschrecken) und F i g. 11B zeigt Entmagnetisierungskurven der Legierungen der Probe 53 nach dem Absachrecken mit Wasser bzw. nach dem Drahtziehen. Es ist aus den vorerwähnten Ergebnissen offensichtlich, daß die Eisen-Palladium-Silber-Legierungen, die erfindungsgemäß verwendet werden, leicht verarbeitbar sind und insbesondere zur Herstellung von kleinen Magneten mit komplizierten Formen geeignet sind.
Das Verfahren zur Herstellung von Magneten aus der ternären Legierung gemäß der Erfindung wird nachfolgend beschrieben:
Ein Gemisch aus den Ausgangsmaterialien aus 19,5 bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 27,5 Atom-% Silber, Rest im wesentlichen Eisen, wurde an der Luft, in einem Inertgas oder im Vakuum erschmolzen und gründlich gerührt, die geschmolzene Legierung wird in eine geeignete Form vergossen oder in ein Quarzrohr eingesaugt, worauf dann das Produkt geschmiedet oder gezogen wurde. Die so geformte Legierung wird einer Homogenisierungsglühung während einer geeigneten Zeit bei 600" C bis 1200° C unterworfen und dann schnell in Wasser, an der Luft oder langam in einem Ofen abgekühlt Schließlich wird bei einer Temperatur im Bereich von 350 bis 550° C getempert, wobei man eine hohe Koerzitivkraft erzielt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird die Legierung nach dem vorerwähnten Homogenisierungsglühen schnell in Wasser oder an der Luft abgekühlt, dann unter mehr als 90%-iger Reduktion zu einem Draht verzogen und dann bei 350 bis 550°C getempert, wodurch man einen leicht bearbeitbaren Dauermagneten Legierung mit sehr guten magnetischen Eigenschaften erhält
Bei den erfindungsgemäß verwendeten ternären Eisen-Palladium-Silber-Legierungen ist die Konzentration der Bestandteile der Elemente auf 195 bis 41 Atom-% Palladium; 0.1 bis 27r5 Atom-% Silber, Rest Eisen mit weniger als 0,5 Atom-% Verunreinigungen beschränkt wie aus der schattierten Fläche in dem Zusammensetzungsdiagramm in Fig. 12 hervorgeht Der Grund für diese Begrenzung liegt darin, daß eine so begrenzte chemische Zusammensetzung sehr hohe Koerzitivkräfte von bis zu 1450 Oe ergibt, während Legierungen außerhalb der vorerwähnten Grenzen weniger günstige magnetische Eigenschaften ergeben, und zwar unabhängig davon, welche der verschiedenen Behandlungen angewendet wurde.
Die Temperatur für das Homogenisierungsglühen ist auf 600 bis 1200° C beschränkt, weil die aus einer Schmelze mit der erfindungsgemäß verwendeten chemischen Zusammensetzung erstarrte Legierung nicht in homogener fester Lösung durch Erhitzen auf eine Temperatur von weniger als 600° C oder auf eine Temperatur von mehr als 1200°C gelöst werden kann. Die Temperatur für das Tempern der so durch Homogenisierungsglühen in fester Lösung behandelten Lösung ist auf 350 bis 550° C beschränkt, weil jegliches Tempern bei einer Temperatur unterhalb 350°C oder bei einer Temperatur oberhalb 550°C nicht die feine Korndispersion der χ- Phasen- und^-Phasen-Muttermatrix ergibt
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
30
50 55 60 65

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verwendung einer Legierung aus 193 bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 273 Atom-% Silber, weniger als 0,5 Atom-% Verunreinigungen und Eisen als Rest als Werkstoff zur Herstellung von Permanentmagneten.
2. Verwendung nach Anspruch 1, für den Zweck nach Anspruch 1, mit der Maßgabe, daß die Legierung 22,5
bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 27,5 Atom-% Silber, weniger als 03 Atom-% Verunreinigungen und Eisen als Rest enthält
3. Verfahren zur Herstellung von Permanentmagneten, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Legierung aus 193 bis 41 Atom-% Palladium, 0,1 bis 273 Atom-% Silber, mit weniger als 0,5 Aiom-% Verunreinigungen. Rest Eisen, einer Homogenisierungsbehandlung bei 600 bis 1200° C unterwirft, anschließend abkühlt und dann auf 350 bis 5503C erhitzt und abkühlen läßt
4. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß man die Legierung nach der Homogenisierungsbehandlung und vor dem Erhitzen auf 350 bis 5500C zu einem Draht unter Querschnittsverminderung von mehr als 80% zieht
DE3050768A 1979-10-31 1980-09-30 Verwendung einer Pd-Ag-Fe-Legierung zur Herstellung von Permanentmagneten und Verfahren zur Herstellung der Permanentmagneten Expired DE3050768C2 (de)

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