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DE2124181A1 - Acyloxy-ketones and dialkylacrylic acids prodn - by oxidation of dialkyl-acroleions - Google Patents

Acyloxy-ketones and dialkylacrylic acids prodn - by oxidation of dialkyl-acroleions

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Publication number
DE2124181A1
DE2124181A1 DE19712124181 DE2124181A DE2124181A1 DE 2124181 A1 DE2124181 A1 DE 2124181A1 DE 19712124181 DE19712124181 DE 19712124181 DE 2124181 A DE2124181 A DE 2124181A DE 2124181 A1 DE2124181 A1 DE 2124181A1
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DE
Germany
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acyloxy
acids
oxidation
ketones
dialkylacrylic
Prior art date
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Pending
Application number
DE19712124181
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Publication date
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Priority to DE19712124181 priority Critical patent/DE2124181A1/de
Publication of DE2124181A1 publication Critical patent/DE2124181A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/21Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen
    • C07C51/25Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with molecular oxygen of unsaturated compounds containing no six-membered aromatic ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von α-Acyloxyketon und α,ß-Dialkylacrylsäure.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Oxydation von α,ß -Dialkylacroleinen mit Sauerstoff in Gegenwart einer aliphatischen Carbonsäure, wobei gleichzeitig «,ß -Dialkylacrylsäure und α-Acyloxyketon gemäß nachstehenden Reaktionsgleichungen gebildet werden: R1, R2 und R3 = Alkylreste Es ist bekannt, ungesättigte Aldehyde der Formel I bei mäßigen Temperaturen bis zu 500C mit sauerstoffhaltigen Gasen zu den entsprechenden Carbonsäuren II zu oxydieren. Dabei wurde auch vorgeschlagen, erforderlichenfalls lösliche organische Metallverbindungen und als indifferentes Lösungsmittel niedermolekulare Carbonsäuren zu verwenden ( DBP 854 797 ).
  • Ferner ist bekannt, d- Äthyl -ß-propylacrolein mit Sauerstoff bei Temperaturen bis 1000C zu oxydieren. Mit diesem Verfahren wird neben dem Hauptprodukt α-Äthyl-ß-propylacrylsäure als Nebenprodukt 3,4-Heptandion erhalten (EP 602 832).
  • Es wurde nun ein Verfahren gefunden zur Herstellung von α-Acyloxyketonen und α,ß-Dialkylacrylsäuren durch Oxydation von α,ß-Dialkylacroleinen mit Sauerstoff oder molekularen Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von Carbonsauren und löslicher Metallverbindungen bei erhöhter Temperatur, Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß α,ß-Dialkylacroleine in Gegenwart aliphatischer Carbonsäuren und löslicher organischer undXoder anorganischer Manganverbindungen, die in einer Konzentration von mehr als 0,5 g/l Reaktionsmischung vorliegen, bei einer Temperatur von 20 - 13000 umgesetzt werden.
  • Es hat sich herausgestellt, daß mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen die Oxydation von α, ß-Dialkylacrolein so verläuft, daß neben α,ß-Dialkylacrylsäure überraschenderweise α-Acyloxyketon hergestellt werden kannq Die Reaktion wird bei einer Temperatur von 20 - 1300C durchgeführt, wobei die Oxydation von α,ß-Dialkylacrolein zu i-Acyloxyketon mit steigender Temperatur gegenüber der α,ß-Dialkylacrylsäurebildung begünstigt wird. Vorzugsweise wählt man eine Reaktionstemperatur zwischen 40 - 10000, da bei Temperaturen über 10000 Nebenreaktionen an Bedeutung gewinnen, die unter anderem zu den Oarbonsauren (II) R1-COOR und R2-COOH führen.
  • Dies bedeutet aber nicht, daß eine Herstellung von α-Acyloxyketon und α,ß-Dialkylacrylsäure außerhalb dieses Bereiches nicht möglich ist.
  • Die im erfindungsgemäi3en Verfahren gleichzeitig als Lösungsvermittler eingesetzten aliphatischen Carbonsäuren sind gesättigt Monocarbonsäuren, bevorzugt niedermölekulare, wie Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure oder Isobuttersäure. Mit diesen Carbonsäuren wird eine günstige Reaktionsgeschwindigkeit und eine einfachere Aufarbeitung der Reaktionsmischung erzielt. Erleichtert wird die Trennung der Reaktionsmischung ferner, wenn eine der als Nebenprodukt entstehenden Säuren R1-COOH und R2COOH mit der erfindungsgemäß verwendeten aliphatischen Carbonsäure identisch ist.
  • Das Verhältnis von aliphatischer Carbonsäure III zum Ausgangsmaterial α,ß-Dialkylacrolein ist in weiten Grenzen variierbar.
  • Für eine gute Ausbeute an α-Acyloxyketon ist es vorteilhaft, dieses Verhältnis groß zu wählen, da die bei der Oxydation von i,5-Dialkylacrolein zwangsläufig anfallenden Säuren bei der Reaktion gemäß Gleichung 2 als Konkurrenten der aliphatischen Carbonsäure III auftreten. Andererseits bedingt eine starke Verdünnung einen hohen Aufwand bei der Isolierung der Reaktionsprodukte. In der Regel wird man ein Molverhältnis von aliphatischer Carbonsäure III zu α,ß -Dialkylacrolein zwischen 2:1 und 20:1 bevorzugen, aber auch ein Molverhältnis im Bereich 1:1 bis 40;l ist möglich.
  • Die Anwesenheit von Lösungsmitteln, die unter den Reaktionsbedingungen hinreichend inert sind, beispielsweise Kohlenwasserstoffe wie Toluol, Cyclohexan oder n-Decan beeinträchtigen die Bildung von α-Acyloxyketon und α,ß-Dialkylacrylsäure nicht nennenswert.
  • Hingegen verschlechtert die Anwesenheit von Wasser Geschwindigkeit und Selektivität der Oxydation. Bei Verwendung wasserhaltiger Ausgangsstoffe ist es deshalb mitunter vorteilhaft, das Wasser vor oder während der Reaktii zu entfernen, z.B. durch Adsorption an ein Trockenmittel oder Destillation, gegebenenfalls mit Hilfe eines Schleppmittels.
  • Die Oxydation der i,ß-Dialkylacroleine wird in Gegenwart von organischen und/oder anorganischen Manganverbindungen durchgeführt. Dabei haben sich solche Manganverbindungen als geeignet erwiesen, die in der Reaktionsmischung löslich sind. Insbesondere Kaliumpermanganat, Manganchlorid, Mangansulfat, Mangannitrat, Manganacetat und Manganpropionat zeigen eine gute Wirkung.
  • Zwar machen sich schon geringe Mengen der katalytisch wirksamen Manganverbindungen z.B. von 0,5 - 1g/l Reaktionsmischung in der Produktzusammensetzung bemerkbar. Vorteilhafter ist es jedoch Katalysatorkonzentrationen von 3 - 50g/l Reaktions7nischung anzuwenden. Auch Konzentrationen die über die genannten Bereiche hinausgehen sind wirksam. Als Grenze nach oben is-t normalerweise die Löslichkeit des Katalysators unter den Reaktionsbedingungen anzusehen, doch stört ein ungelöster Überschuß den Reaktionsverlauf im allgemeinen nicht.
  • Für das Verfahren.eignen sich bevorzugt α,ß-Dialkylacroleine, die Alkylsubstituenten mit 1 - 5 Kohlenstoffatomen enthalten.
  • Die Umsetzung der,/3-Dialkylacroleine mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen erfolgt zweckmäßig in Apparaturen, wie sie sonst auch für Reaktionen zwischen Gasen und Flüssigkeiten üblich sind.
  • Die Reaktion kann bei gewöhnlichem, erhöhtem oder vermindertem Druck, vorzugsweise bei 1 - 5 ata, ausgeführt werden. Wie bei vielen Oxydationen mit molekularem Sauerstoff ist es zudem ratsam, die Umsetzung nicht bis zum völligen Verbrauch des zu oxydierenden d,ß-Dialkylacroleins zu führen, sondern bei etwa 80Yo Umsatz oder früher abzubrechen. Das Verfahren kann chargenweise betrieben oder kontinuierlich durchgeführt werden. Die Aufarbeitung erfolgt dann nach bekannten Methoden, wie Destillation oder Extraktion. Dabei sind zur Vermeidung von Verlusten, beispielsweise durch Umesterungen, schonende Arbeitsbedingungen angebracht.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen α-Acyloxyketone sind häufig sonst nur schwer zugängliche Zwischenprodukte, die sich beispielsweise für die Synthese von hrzeneimittelnund Pestiziden eignen.
  • Beispiel 1 In einem heizbaren Schüttelgefäß von 0,8 1 Volumen mit Gaseinleitrohr und Rückflußkühler mit Abgasleitung wurden Mischungen von 40 ccm α-Äthyl-ß-propylacrolein und 80 ccm Essigsäure unter verschiedenen Bedingungen mit einem Gasgemisch, bestehend aus 30 % Sauerstoff und 70 % Methan, oxydiert.
    Temp. Reakt. 4-Acetoxy- α-Äthyl-
    °C dauer Katalysator heptanon-(3) ß-propylacryl-
    Stdn. säure
    (Gew.% in der Reaktionslösung)
    90 4,5 5,0 g Nn(OAc)2 9,4 5,5
    4 H2O
    90 5 0,05 g
    Mn(OAc)2 . 4 H20 1,8 7,5
    90 3,8 5,0 s
    MnCl2 . H2O 7,4 6,5
    60 4,5 5,0 g
    Mn(OAc)2 . 4 H2O 8,6 7,3
    + 10 ccm Nitro-
    benzol
    Beispiel 2 In einem Reaktor aus V4A von etwa 20 1 Füllvolumen wurde eine Mischung von 14 1 Essigsäure, 7,4 kg α-Äthyl-ß-propylacrolein und 250 g Manganacetat . 4 H20 mit 1,5 cbm/h Luft und 0,5 cbm/h Sauerstoff bei 880 C begast.
  • Der Reaktor bestand aus einem senkrecht stehenden Rohr mit einer Weite von ca. 5 cm und einer Höhe von ca. 8 in, das zur besseren Gasverteilung teilweise mit Raschig-Ringen gefüllt war. Darüber befanden sich ein Abscheider und ein Kühler. Vom Unterteil des Abscheiders führte eine Zirkulationsleitung von 2 cm Weite ZU unteren Ende des Reaktors.
  • Nach 4 1/2 Stdn. Reaktionszeit wurde die Sauerstoff-Zufuhr unterbrochen und mit Stickstoff gespült. Von der abgekühlten Reaktionsmischung wurde das ausgeschiedene Nanganacetat abfiltriert. Die Lösung, die neben Ausgangsmaterial und Nebenprodukten, wie Asneisensäure, Propionsäure, Buttersäure, Heptandion u.a. 2,5 kg 4-Acetoxyheptanon-(3) (Kp. etwa 91°C/ 10 Torr) und 1,5 k-g 2-Äthyl-3-propylacrylsäure (Kp. etwa 126°C/ 10 Torr) enthielt, wurde über eine wirksame Kolonne destilliert.
  • Beispiel 3: In eine Apparatur, wie im voranstehenden Beispiel bereits beschrieben, wurden in 6 Ansätzen insgesamt 32,4 kg 2-Äthyl-3-propylacrolein unter Zusatz von 11 g Cyclohexan, 87,8 kg Essigsäure und 900 g Manganacetat .4 4 H20 eingesetzt und mit 1,5 m3/h Luft begast. Die durchschnittliche Versuchsdauer betrug jeweils 9 Stdn., die Reaktionstemperatur 40°C. Durch Destillation der vereinigten Rohprodukte wurden 4 kg 4-Acetoxyheptanon-(3) und 13 kg 2-Äthyl-3-propylacrylsäure isoliert.
  • Beispiel 4: Ein Laborreaktor aus Glas von etwa 2 m Höhe und.40 mm Durchmesser mit Intalox-Füllkörpern wurde mit 1645 ccm Propionsäure und 30,7 g Nanganpropionat als Katalysator beschickt. Durch die 600C warme Lösung wurden ca. 140 l/h Luft geleitet und dabei im Verlaufe von 2 Stdn. 54 g 2-Äthylcrotonaldehyd über eine Pumpe zudosiert. Nach 4,5 Stdn. Versuchsdauer wurden aus dem Rohprodukt 23 g 2-Propionoxypentanon-(3) (Kp. 79 - 820/10 Torr) und etwa ebensoviel 2-Xthyl-3-methylacrylsäure isoliert.
  • Beispiel 5: Ähnlich wie in Beispiel 4 wurde die Oxydation von 2-Methyl-3-äthylacrolein in Essigsäure durchgeführt. Die Apparatur wurde mit 1600 ccm Essigsäure und 50 g Manganacetat beschickt. Anschließend wurde im Verlaufe von 45 Min. bei 600 C 110 g 2-Methylpentenal zugepumpt und der Luftstrom bei ca. 130 l/h gehalten. Nach 5 Stdn. Versuchsdauer wurde das hellgelbe Rohprodukt im Teilvakuum destilliert. Es wurden 42 g 3-Acetoxypentanon-(2), eine farblose Flüssigkeit (Kp. 73 - 75° C/10 Torr) und 15 g 2-Methylpentensäure, eine ebenfalls farblose Flüssigkeit (Kp. 105° C/10 Torr) erhalten.
  • Beispiel 6: In einem Laborreaktor aus Glas von ca. 50 cm Höhe und 4 cm Durchmesser, der nach dem Prinzip einer Mammutpumpe arbeitet und dessen Säule mit Glas-Raschig-Ringen befüllt war, wurden 200 ccm Essigsäure, 100 ccm 2-Äthyl-3-propylacrolein und 8 g Kaliumpermanganat gegeben und bei 90°C mit 40 l/h Luft oxydiert. Nach 4 Stdn. wurde der Versuch beendet und eine Probe des Rohproduktes gaschromatographisch untersucht. In 100 ccm des Produktes wurden 4,1 g 4-Acetoxyheptanon-(3) neben wenig 2-Äthyl-3-propylacrylsäure ermittelt.

Claims (4)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e
    erfahren zur Herstellung von α-Acyloxyketonen und X, 1;-Dialkylacrylsäuren durch Oxydation von oC, -Dialkylacroleinen mit Sauerstoff oder molekularen Sauerstoff enthaltenden Gasen in Gegenwart von Carbonsäuren und löslichen Metallverbindungen bei erhölater Temperatur, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß Oc, ß-Dialkylacroleine in Gegenwart aliphatischer Carbonsäuren und löslicher organischer und/oder anorganischer Manganverbindungen, die in einer Ronzentration von mehr als 0,5 g/l Reaktionsmischung vorliegen, bei einer Temperatur von 20 bis 130°C umgesetzt werden.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h -n e t , daß α, ß-Dialkylacroleine und aliphatische Carbonsäure im molaren Verhältnis 1:1 bis 1:40, vorzugsweise 1:2 bis 1:20, angewendet werden.
  3. 3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Oxydation im Temperaturbereich von 40 bis 10000 durchgeführt wird.
  4. 4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Manganverbindungen in einer Konzentration von 3 bis 50 g/l Reaktionsmischung eingesetzt werden.
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