DE2118213C3 - Monolithisch integrierte Halbleiterschaltung - Google Patents
Monolithisch integrierte HalbleiterschaltungInfo
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- H10D84/00—Integrated devices formed in or on semiconductor substrates that comprise only semiconducting layers, e.g. on Si wafers or on GaAs-on-Si wafers
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Description
Die Erfindung betrifft eine monolithisch integrierte Halbleiterschaltung mit der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Ausbildung.
Eine derartige Halbleiterschaltung, welche in der Fachwelt auch als »Strombank« bezeichnet wird, war
bereits aus der DE-OS 19 11 934 bekannt Bezüglich der
Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten wird auf diese Vorveröffentlichung verwiesen.
Bei der Verwendung einer solchen als Konstantstromquelle
verwendeten Planartransistorstruktur tritt insbesondere bei digital betriebenen monolithisch
integrierten Halbleiterschaltungen das Problem der Sättigung auf. Infolge der Sättigung kommt nämlich der
Kollektor-Basis-pn-Übergang in Flußrichtung, so daß der Eingangswiderstand sehr klein wird. Dadurch kann
sich der Wert der Referenzspannung, der durch den Stellwiderstand eingestellt wird, ändern, so daß sich die
Ströme der weiteren Planartransistorelemente und damit die Arbeitspunkte der zu versorgenden aktiven
Schaltungselemente ändern. Es ist daher erwünscht, die als Konstantstromquelle verwendete Planartransistorstruktur,
welche bei dem Betrieb des zu versorgenden aktiven Schaltungselementes in den Sättigungszustand
kommen kann, derartig abzuwandeln, daß der Wert des Eingangswiderstandes im Sättigungsfall auf einen
solchen Wert erhöht ist, daß die Ströme in den weiteren als Konstantstromquelle verwendeten Planartransistorelementen
konstant bleiben.
Dieses Problem der Erhöhung des Eingangswiderstandes einer als Konstantstromquelle verwendeten
Planartransistorstruktur, welche beim Betrieb in den Sättigungszustand kommen kann, wird bei der monolithisch
integrierten Halbleiterschaltung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß durch
die im kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs 1 angegebene Ausbildung gelöst
Aus der DE-OS 20 16 760 war zwar bekannt, die bei Sättigung eines Planartransistorelements in einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung auftretende Minoritätsladungsträgerinjektion von der Basiszone in die Kollektorzone vor dem Eintreten ii> das Substrat mittels einer Hüfskollektorzone abzuleiten.
Aus der DE-OS 20 16 760 war zwar bekannt, die bei Sättigung eines Planartransistorelements in einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung auftretende Minoritätsladungsträgerinjektion von der Basiszone in die Kollektorzone vor dem Eintreten ii> das Substrat mittels einer Hüfskollektorzone abzuleiten.
ίο Die Vorveröffentlichung behandelt aber nicht das
Problem der Sättigung einer als Konstantstromquelle verwendeten Planartransistorstruktur einer Reihe von
weiteren als Konstantstroraquellen verwendeten PIanartranststorelementen,
deren Emitter- und Basiszonen parallel geschaltet sind und von denen ein Planartransistorelement
zusammen mit einem Stellwiderstand als Referenzspannungsquelle für die übrigen Planartransistorelemente
und die Planartransistorstruktur dient und beim Betrieb in den Sättigungszustand kommen kann.
Die Vorveröffentlichung gibt auch keine Anregung, die Hilfskollektorzone mit der Emitterzone der betreffenden
Planartransistorstruktur elektrisch zu verbinden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, in der die
F i g. 1 die Schaltung mit einer Reihe von als Konstantstromquellen verwendeten Transistorelementen
zeigt von der die Eriindung ausgeht die
Fig.2 ausschnittssweise im Schnitt senkrecht zur
Oberfläche einer Halbleiterplatte ein bekanntes als Konstantstromquelle verwendetes Planartransistorelement
einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung zeigt die
Fig.3 ein Ersatzschaltbild des Planartransistorelementes
im Hinblick auf das der Erfindung zugrundeliegende Problem, die
F i g. 4 als Ausschnitt im Schnitt senkrecht zu einem plattenförmigen Halbleiterkörper die Planartransistor-Struktur
der monolithisch integrierten Halbleiterschaltung nach der Erfindung, die
F i g. 5 das Ersatzschaltbild der Planartransistorstruktur gemäß der F i g. 4 und die
F i g. 6 schematisch den Gang des Eingangswiderstandes in Abhängigkeit vom Kollektorstrom im Sättigungsbereich bei einer Planartransistorstruktur gemäß der
Fig.2 im Vergleich zu einer Planartransistorstruktur
gemäß der F i g. 5 betreffen.
Die Erfindung geht also aus von der Schaltung einer sogenannten »Strombank« gemäß der Fig. 1, wie sie
aus der bereits erwähnten DE-OS 19 11 934 bekannt
so war. Diese »Strombank« besteht aus einer Reihe von möglichst gleichartigen Transistorelementen Ti ... Tn,
deren Emitter- und Basiszonen parallel geschaltet sind und von denen ein Planartransistorelement 7} zusammen
mit einem Stellwiderstand Ru als Referenzspannungsquelle
für die übrigen Planartransistorelemente Ti ...Tn dient Unter diesen soll sich eine Planartransistorstruktur
befinden, welche beim Betrieb in den Sättigungszustand kommen kann.
ag ihre Anwendung, wenn weitere oder auch sämtliche der
Planartransistorelemente T2... Tn in den Sättigungszustand
kommen können. Zur Vereinfachung des Wesens der Erfindung wird aber angenommen, daß nur eine
Planartransistorstruktur der Reihe T2... Tn beim Betrieb
hr) in den Sättigungszustand kommen kann.
Die Lastwiderstände Rl2 ■■■ Rlh bedeuten zu
versorgende aktive Schaltungselemente, beispielsweise Transistoren von noch weiteren integrierten Schal-
tungseinheiten der monolithisch integrierten Schaltung.
Solche Schaltungseinheiten können beispielsweise bistabile Multivibratoren sein. In diesem Zusammenhang
ist zu bemerken, daß die Verwendung einer Planartransistorstruktur
nach der Erfindung insbesondere bei digitalen Schaltungseinheiten vorteilhaft ist, da die
Schaltungselemente solcher Schaltungseinheiten besonders häufig in den Sättigungsbereich kommen können.
Der Stellwiderstatxl Rl \ des ersten Transistorelervients
T\ der Reihe dient zur Einstellung der Spannung der
Referenzspannungsquelle, weiche dieser Stellwiderstand mk dem Transisto.-element Ti bildet. In der
Schaltung gemäß der Fig. 1 sind noch die Emitterwiderstände Tei ... Γα eingezeichnet, deren Wert im
wesentlichen durch das Produkt des Stromverstärkungswertes χ mit kT/le gegeben isi, wenn kein zusätzlicher
Emitterwiderstand vorgesehen ist, dessen Wert noch berücksichtigt werden muß. Bei Fehlen eines solchen
zusätzlichen Emitterwiderstandes ist der Emitterwiderstand re gegeben durch das Produkt des Stromverstärkungswertes
α in Emitterschaltung mit kT/Ie, wobei
k die Boltzmann-Konstante, Tdie absolute Temperatur und Ic der Emitterstrom bedeuten. Diese Beziehung ist
bekannt
In einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung
können die Transistoren Ti ... Tn in Form von Planartransistorelementen gemäß der F i g. 2 ausgeführt
werden. In der Fig.2, welche ausschnittsweise den
Schnitt senkrecht zur Oberfläche der Halbleiterplatte einer solchen monolithisch integrierten Halbleiterschaltung
zeigt, bedeutet 1 den Halbleitergrundkörper des einen Leitungstyps, auf dem die epitaktische Schicht 2
des anderen Leitungstyps aufgebracht ist, weiche von einer Isolierringzone 3 vom Leitungstyp des Grundkörpers
durchdrungen ist Damit entsteht die durch eine pn-Übergangsfläche gegen den Halbleitergrundkörper
und die übrigen Halbleiterelemente der Halbleiterschaltung gleichstrommäßig getrennte Kollektorzone 5, in
die die Basiszone 8, die Emitterhone 6 und die Kollektorkontiktzone 7 vom Leitungstyp der Kollektorzone
eingesetzt sind. Die eingetragenen Leitfähigkeiten sollen lediglich die relativen Bezüge veranschaulichen.
Die bei Planarelementen vorhandene Oxidschicht ist fortgelassen. Die Anschlüsse an den Zonen, weiche
normalerweise als die Elektroden der Zonen kontaktierende Leitbahnen auf der Oxidschicht angeordnet sind,
sind in Form von Drahtenden angedeutet
Kommt nun ein als Planartransistorstruktur einer monolithisch integrierten Schaltung nach der Erfindung
verwendetes Planartransistu.^element gemäß der F i g. 2
in den Sättigungsbereich, so werden aus der Basiszone 8 Minoritätsladungsträger in die Kollektorzone 5 injiziert
da der pn-Obergang zwischen der Basiszone 8 und der Kollektorzone 5 in Flußrichtung kommt Diese Minoritätsladungsträger
werden teilweise von dem Grundkörper 1 und teilweise von der Isolierringzone 3 als
Kollektor aufgenommen, fließen also über den Grundkörper
1 ab. Die Stromaufteihing der Minoritätsladungsträger richtet sich zunächst einmal nach dem
Abstand des injizierenden pn-Übergangs der Basiszone 8 zu dem als Kollektor wirksamen pn-Übergang
zwischen der Kollektorzone 5 und der Isolierringzone 3 bzw. dem Grundkörper 1.
Der größte Minoritätsladungsträgerstrom fließt über die engste Stelle der Kollektorzone 5. Diese Erscheinung
kann in einem Ersatzschaltbild gemäß der F i g. 3 durch einen parasitären T.'.jisistor Tp veranschaulicht
werden, der parallel zum Eingang (Basiszone gegen Grundkörper) liegt und bei Sättigung der Planartransistorstruktur
— im vorliegenden Beispiel mit einer pnp-Struktur — in einen aktiven Bereich kommt In
diskret aufgebauten Planartranistoren ist der Eingangswiderstand
in gesättigtem Zuiitand ungefähr gleich dem Emitterwiderstand. Bei monolithisch integrierten Halbleiter
schaltungen mit einer Planartransistorstruktur gemäß der Fig.2 gilt dies nicht da der parasitäre
Transistor Tp die Basiszone der Planartransistorstruktur
ίο zum Grundkörper und damit auch den Emitterwiderstand
überbrückt
Die Planartransistorstruktur gemäß der F i g. 4 einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung nach der
Erfindung unterscheidet sich von derjenigen der F i g. 2
is lediglich durch die HilfskoUektorzone 9, welche die
Basiszone 8 an der freien Oberfläche 11 der epitaktischen Schicht 2 umgibt und mit der Emitterzone
6 elektrisch unmittelbar und vorzugsweise ausschließlich verbunden ist, wie durch den Leiter 10 in der F i g. 4
veranschaulicht ist Dieser Leiter 10 wire" natürlich wie
die anderen Verbindungen der monolithischen Halbleiterschaltung wie üblich in Form einer Leitbahn auf
der teilweise zur Kontaktierung durchbrochenen Oxidschicht angeordnet
Die Anordnung der HilfskoUektorzone 9 erfolgt unter den gleichen Gesichtspunkten, wie in der obengenannten
DE-OS 20 16 760 beschrieben wurde. Dabei wird davon ausgegangen, daß diese HilfskoUektorzone 9 mit
der Kollektorzone 5 und der Basiszone 8 der Planartransistorstruktur einen parasitären Lateraltransistor
bildet Dessen α-Wert ist zunächst einmal um so höher, je geringer der Abstand zwischen den beiden
pn-0bergängen der lateralen Transistorstruktur ist Ferner wird der λ-Wert beeinflußt durch die Zwischenschicht
4 vom Leitungstyp der Kollektorzone 5 an der Grenzfläche zwischen dem Grundkorper 1 und der
epitaktischen Schicht 2. Diese höher als die Kollektorzone dotierte Zwischenschicht 4 ergibt nämlich ein
Driftfeld, welches die Minoritätsladungsträger in der Kollektorzone 5 in Richtung auf die freie Oberfläche 11
der ef-taktischen Schicht 2 beschleunigt
Die Wirkungsweise einer Ausbildung nach der Erfindung ergibt sich anhand des Ersatzschaltbildes
gemäß der F i g. 5. Im Gegensatz zum Ersatzschaltbild gemäß der Fig.3 ist der Kollektor des parasitären
Transistors Tp nicht mit dem Grundkörper, sondern
unmittelbar mit dem Emitter verbunden, so daß der Widerstand am Eingang E gegenüber der F i g. 3 durch
einen wesentlich größeren Wert, nämlich durch den
so Emitterwiderstand rc gegeben ist Der Kollektorstrom
des parasitären Transistors Tp wird also über den
tet
parasitären Lateraltransistor Tp ist desto höher wird
der Widerstand über den Eingang E, da weniger Strom in den Grundkörper abfließen kann. Bei der monolithisch
integrierten Halbleiterschaltung nach der Erfindung fällt nämlich Jer Eingangswiderstand Re der
Planartransistorstruktur bei Übersteuerung in den Sättigungsbereich gemäß der gestrichelten Kurve in
F i g. 6 von dem Wert β ·re auf den Wert rft während bei
Verwendung eines normalen Planartransistorelements gemäß der F i g. 2 sich ein Abfall auf wesentlich kleinere
o·) Werte gemäß der durc/igezogcnen Kurve in der F i g. 6
ergibt. Bei einer monolithisch integrierten Halbleiterschaltung gemäß der Erfindung ist also die Gefahr des
Zusammenbruchs der Referenzspannung selbst bei
mehreren als Konstantstromquelle verwendeten Planartransistorstrukturen
vermieden, wenn diese in der angegebenen Weise geschaltet sind.
Eine solche Gefahr wäre insbesondere bei solchen Schaltstufen der integrierten Halbleiterschaltung gegeben,
welche anstelle der Lastwiderstände Ri. liegen und zeitweise abgeschaltet sind. Aufgrund des damit zu groß
werdenden Ri. besteht Gefahr, daß die als stromquelle verwendete Planartransiistorstrul
Sättigungsbereich kommt und die Stabilisierui Durch Anwendung der Erfindung könnei
Schaltungen in monolithisch integrierter Fo realisiert werden bzw. werden erst möglich.
Claims (2)
1. Monolithisch integrierte Halbleiterschaltung mit einer als Konstantstromquelle verwendeten
Planartransistorstruktur, einer Reihe von weiteren als Konstantstromquellen verwendeten Planartransistorelementen,
deren Emitter- und Basiszonen parallel geschaltet sind und von denen ein Planartransistorelement zusammen mit einem Stellwiderstand
als Referenzspannungsquelle für die übrigen Planartransistorelemente und die Planartransistorstruktur
dient, wobei die Planartransistorstruktur in einer epitaktischen Halbleiterschicht des
einen Leitungstyps auf einem Halbleitergrundkörper des anderen Leitungstyps angeordnet und von
einer die epitaktische Halbleiterschicht durchdringenden Isolierzone vom Leitungstyp des Grundkörpers
umgeben ist und bei Betrieb in den Sättigungszustand kommen kann, dadurch gekennzeichnet,
daß die Basiszone (8) der Planartransistorstruktur an der freien Oberfläche (11) der
epitaktischen Halbleiterschicht (2) von einer Hilfskollektorzone (9) vom Leitungstyp der Basiszone (8)
umgeben ist und daß die Hilfskollektorzone (9) elektrisch unmittelbar mit der Emitterzone (6) der
Planartransistorstruktur verbunden ist
2. Monolithisch integrierte Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfskollektorzone
(9) ausschließlich mit der Emitterzone (6) der Planartransistorstruktur elektrisch verbunden
ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2118213A DE2118213C3 (de) | 1971-04-15 | 1971-04-15 | Monolithisch integrierte Halbleiterschaltung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2118213A DE2118213C3 (de) | 1971-04-15 | 1971-04-15 | Monolithisch integrierte Halbleiterschaltung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2118213A1 DE2118213A1 (de) | 1972-10-26 |
| DE2118213B2 DE2118213B2 (de) | 1977-12-08 |
| DE2118213C3 true DE2118213C3 (de) | 1978-08-17 |
Family
ID=5804750
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2118213A Expired DE2118213C3 (de) | 1971-04-15 | 1971-04-15 | Monolithisch integrierte Halbleiterschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2118213C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3247006A1 (de) * | 1982-12-18 | 1984-06-20 | Telefunken electronic GmbH, 6000 Frankfurt | Integrierte transistoranordnung |
| DE4032831C2 (de) * | 1990-10-16 | 1996-07-18 | Siemens Ag | Transistoranordnung für bipolare integrierte Halbleiterschaltungen |
-
1971
- 1971-04-15 DE DE2118213A patent/DE2118213C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2118213B2 (de) | 1977-12-08 |
| DE2118213A1 (de) | 1972-10-26 |
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