[go: up one dir, main page]

DE2140985A1 - 2 Phenyl 3 acylbenzothiazoline und deren 1 Oxide sowie Salze, Her stellungsverfahren dafür und Arznei bzw Desinfektionsmittel daraus - Google Patents

2 Phenyl 3 acylbenzothiazoline und deren 1 Oxide sowie Salze, Her stellungsverfahren dafür und Arznei bzw Desinfektionsmittel daraus

Info

Publication number
DE2140985A1
DE2140985A1 DE19712140985 DE2140985A DE2140985A1 DE 2140985 A1 DE2140985 A1 DE 2140985A1 DE 19712140985 DE19712140985 DE 19712140985 DE 2140985 A DE2140985 A DE 2140985A DE 2140985 A1 DE2140985 A1 DE 2140985A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compound according
lower alkyl
hydrogen
lower alkylene
formula
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712140985
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Dipl Chem Dr 8401 Burgweiting Schulze Ernst Dr 8400 Regensburg Breuer
Original Assignee
Chemische Fabrik von Heyden GmbH, 8000 München
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik von Heyden GmbH, 8000 München filed Critical Chemische Fabrik von Heyden GmbH, 8000 München
Publication of DE2140985A1 publication Critical patent/DE2140985A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D277/00Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
    • C07D277/60Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D277/62Benzothiazoles
    • C07D277/64Benzothiazoles with only hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals attached in position 2
    • C07D277/66Benzothiazoles with only hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals attached in position 2 with aromatic rings or ring systems directly attached in position 2

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

DR. EYSENBACH
PATENTANWALT PULLA CH /MÖNCHEN ' 21 40985
Zeichen : Sq-16/H-53-P Datum : 16. August 1971
Beschreibung
zur
Patentanmeldung
"2-Phenyl~3-acylben2othiazoline und deren 1-Oxide sowie Salze, Herstellungsverfahren dafür und Arznei- bzw. Desinfektionsmittel daraus"
Anmelderin:
Chemische Fabrik von Heyden GmbH, München Case: 69 170 - H
Priorität: 2. September 1970, U.S.A. Nr, 69,170
Die Erfindung betrifft neue 2-Phenyl-3-acylbenzothiazoline und deren 1-Oxide sowie Salze mit entzündungshemmenden und antimikrobieilen Y/irksamkeiten, geeignete Herstellungsverfahren für solche Substanzen und Arzneimittel sowie Desinfektionsmittel daraus.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben die allgemeine Formel I
(D
worin X Thio (-S-), SuIfinyl (-S-) oder Sulfonyl (-S-); IL Wasserstoff, ITiedrigalkyl, Niedrigalkoxy, Halogen oder Tri-
fluormethyl und 209811/1777
X 2U0985
Eo Wasserstoff, Niedrigalkyl, Halogenniedrigalkylen oder Aminoniedrigalkylen der allgemeinen !formel Niedrigalkylen-N-R^ ist,
wobei in der letztgenannten allgemeinen Formel entweder R^ und R2, gesondert jeweils Wasserstoff, Niedrig alkyl, Hydroxyniedrigalkyl ist oder die Reste R7, und R1, gemeinsam, und zwar zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom, einen unsubstituierten oder einen einfach substituierten mono eye Ii sehen, stickstoffhaltigen heterocyclischen 5-> 6- oder 7-glledxlgen Ring bedeuten* der neben den Kohlenstoffatomen als Ringglieder auch Sauerstoff oder Schwefel oder auch ein zusätzliches Stickstoff enthalten kann und insgesamt bis zu 18 Atome (ausgenommen die Wasserstoffatome) enthalten kann.
Die bevorzugten Substituenten sind für X Thio oder SuIfinyl; für R^ Wasserstoff und in zweiter Linie Niedrigalkyl, insbesondere Methyl oder Halogen, vorzugsweise Chlor; für R^ Niedrigalkyl oder Dini edrigalkylamino-niedrigalkylen.
Diese Definitionen für die Symbole gelten für die gesamte Beschreibung·
Die durch den Ausdruck Niedrigalkyl und Niedrigalkylen bezeichneten Gruppen in den durch die Symbole repräsentierten Radikalen bedeuten gerad- oder verzweigtkettige Kohlenwasserstoffgruppen mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, t-Butyl und dergleichen. Der Ausdruck Niedrigalkoxy bezeichnet Gruppen, die ähnlich den Niedrigalkylgruppen aufgebaut und mit Sauerstoff verknüpft sind» Als Halogen sind alle vier bekannten Halogene geeignet, jedoch ist Chlor und Brom bevorzugt. Die als Halogenniedrigalkylen bezeichneten Gruppen sind eine Kombination der vorstehend erläuterten Gruppen.
Innerhalb des einen Teil der Aminoniedrigalkylengruppe bildenden, das basische Stickstoffatom enthaltenden Radikals II
-N-Rx
R
bedeuten die Symbole R5 ^a H^ einerseits, jeweils gesondert,
209811/1777
2U0985
Wasserstoff, Niedrigalkyl oder Hydroxyniedrigalkyl, wodurch sich basische Gruppen bilden, also Amino und Niedrigalkylamino, z.B. Methylamino, Äthylamino, Isopropylaminos sowie Di(niedrigalkyl)-amino, z.B. Dimethylamino, Diethylamino, Dipropylamino, ferner (Hydroxyniedrigalkyl)amino, Z0B0 Hydroxyäthylamino, ferner Di-(hydroxyniedrigalkyl)amino, z.B0 Di(hydroxyäthyl)amino und dergleichen.
Andererseits kann aber auch das Stickstoffatom sich.·; mit den durch die Symbole R^ und R1, repräsentierten Gruppen vereinigen und einen monocyclischen stickstoffhaltigen heterocyclischen Ring mit 5 bis 7 Ringgliedern bilden, wobei die-Ringglieder neben Kohlenstoffatomen auch ein Sauerstoff- oder ein Schwefelatom und auch ein zusätzliches Stickstoffatom aufweisen-können (mehr als zwei Heteroatome sollten zusammen nicht vorhanden sein), das heißt es kommen in Frage Piperidino, Pyrrolidino, Morpholino, Thiamorpholino, Piperazino, Hexamethylenimine und Homopiperazino als Radikale. Diese heterocyclischen Gruppen können auch durch eine oder zwei einfache Substituenten substituiert sein, nämlich durch Niedrigalkyl, Niedrigalkoxy, Hydroxyniedrigalkyl oder Alks>noylniedrigalkyl. Die als Niedrigalkyl, Niedrigalkoxy und Hydroxyniedrigalkyl bezeichneten Gruppen sind die gleichen, wie sie bereits beschrieben worden sind; die iOkanoylreste sind Säurereste von niedrigen Fettsäuren, also beispielsweise Acetyl, Propionyls Butyryl und dergleichen, aber auch Säurereste von höheren Fettsäuren mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen.
Heterocyclische Gruppen der angegebenen Formel II umfassen also beispielsweise Piperidino und Di(niedrigalkyl)piperidino, das heißt z.B. 2,3-Dimethylpj.peridino, ferner 2-, 3- oder 4~(Niedrigalkoxy)piperidino, also z.B. 2-Methoxypiperidino, ferner 2-, - 3- oder 4—(Medrigalkyl)piperidino, das heißt z.B. 2-, 3- oder 4-Methylpiperidino, K-Methylpiperidino, außerdem Pyrrolidino und (Niedrigalkyl)pyrrolidino, das heißt z.B. 2-Methylpyrrolidino, ferner Di(niedrigalkylpyrrolidino, also z.B«, 2,3-Dimethylpyrrolidino, weiterhin (Niedrigalkoxy)pyrrolidino, das heißt z.B. 2-Athoxypyrrolidino, außerdem N-Wiedrigalkylpyrrolidino, das heißt z.B. N-Methylpyrrolodino, ferner Morpholino und (Niedrigalkyl)-morpholino, das heißt z.B. N-Methylmorpholino oder 2-Methylmorpholino, ferner Di(niedrigalkyl)morpholinOi z.B. 2^-Dimethyl--
209811/1777 -4-
morpholine»; (Niedrigalkoxy)morpholino, z.B. 2-lthoxymorp3iolino; Thiamorpholino und (M edrigalkyl) thiamorpholino, z.B. IT-Methylthiamorpholino oder 2-Methyl thiamorpholino; Di(niedrigalkyl)thiamorpholino, z.B. 2,3-Diäthylthiamorpholino und 2,3-Dimethylthiamorpholino; (HiedrigalkoxyOthiamorpholino, z.B. 2-Metho:sythiamorpholino; Piperazino und (ITiedrigalkyl)piperazino, z.B. 4-Methylpiporazino und 2-Metliylpiperazino; (Hydroxyniedrigalkyl)-pipcrazino, z.B. 4-(2-Hydroxyäthyl)piperazino; Di(nicdrigalkyl)-piperazino,z.B. 2,3-Diniethylpiperazinoj Alkanoyloxy(niedrigalkyl)-piperazino, z.B. Ή -(2-Dodecanoyloxyäthyl)piperazino; weiterhin Hexamethyleiiimino und Homopiperazino.
Die erfindungsgeiaäßen Verbindungen können aus 2-Mercaptoanilin durch die folgenden Realrbionsschritte gevionnen werden. Man läßt das 2-I.Iercaptoanilin mit einem unsubstituierten oder substituierten Benzaldehyd der !Formel III
(III > CHO
in einem Lösungsmittel wie Eisessig oder Dioxan-Eisessig-Gemisch, Dioxa-n, Tetrahydrofuran oder dergleichen reagieren,, indem man, falls zweckmäßig, leicht erwärmt (das heißt, man arbeitet im allgemeinen in einem Temperaturbereich von etwa 0 bis etwa 400C, vorzugsweise allerdings bei Zimmertemperatur). Dabei bildet sich ein Produkt der Formel IV
Es ist nicht notwendig, dieses Produkt der Formel IV zu reinigen oder zu isolieren, da es direkt durch Zusatz von einem Säureanhydrid der Formel (RgCO)^O acyliert werden kann; man wendet das Säureanhydrid vorzugsweise im Überschuß an, vorwendet also mindestens zwei Äquivalentgewichte. In diesem Falle bedeutet Ro
2 0 9811/17^7 7
2U0985
Wasserstoff, Niedrigalkyl oder Halogenniedrigalkylen« Das dabei erhaltene Produkt besitzt die Formel V
(V)
worin Ep die zuvor definierte Bedeutung besitzt.
Wenn man ein Produkt der Formel V, bei dem R0 Halogen-niedrig-
C.
alkylen ist, mit einem Amin H-N-Rx behandelt, und zwar in einem
ι Ρ
organischen Lösungsmittel, welches z.B. diejenige Base sein kann, welche zur Einführung der Aminogruppe dient (in diesem Falle wird mit einem Überschuß gearbeitet, das heißt mit mindestens zwei Äquivalentmengen bis zu fünf Äquivalentmengen in Bezug auf die Halogenylkylenverbindung), erhält man bei Temperaturen zwischen 0 bis 4-00C, vorzugsweise bei Zimmertemperatur, ein Erzeugnis der Formel VI
(VI)
Die Verbindungen der Formel V oder der Formel VI werden durch Behandlung mit einem Peroxid wie Wasserstoffperoxid, Peroxybonzolsäure, m-Chlorperoxybenzolsäure, Peroxyphthalsäure oder dergleichen in Oxide übergeführt. V/enn ein Äquvalent an Peroxid ver-
20981 1/1777
-6-
2U0985
wendet wird, erliält man als Endprodukt eine solche Verbindung der allgemeinen Formel I, in welcher X SuIfinyl ist. Die Reaktion der Verbindungen V oder VI mit zweiÄquivalentmengen oder mehr an Peroxid führt zu einem Produkt, bei dem in der allgemeinen Formel das Symbol X Sulfonyl bedeutet.
Diese Reaktion wird vorzugsweise in Essigsäure oder in Chloroform bei Zimmertemperatur oder darüber, im allgemeinen bei Temperaturen bis etwa 400G ausgeführt.
Solche Verbindungen der Formel I, bei denen R^ eine Aminoniedrigalkylengruppe bedeutet, bilden mit Säuren Salze, welche ebenfalls in den Rahmen der Erfindung gehören. Bei den Salzen handelt es sich also um Säureadditionsprodukte, insbesondere um Additionsprodukte nichttoxischen, physiologisch verträglichen Vertretern. Diese Basen bilden die Salze durch Umsetzung mit einer Vielzahl von anorganischen und organischen Säuren, wodurch Säureadditions» salze entstehen, zu denen beispielsweise die Wasserstoffhalogenide" (insbesondere die Chlorwasserstoff- und Bromwasserstoffprodukte), Sulfate, Nitrate, Borate, Phosphate, Oxalate, Tartrate, Haiate, 6iträte, Acetate, Ascorbate, Succinate, Benzolsulfonate, Methansulf onate, Cyclohexansulfamate und Toluolsulfonate gehören. Die Säureadditionssalze können häufig als bequemes Mittel zur Isolierung der Produkte dienen, und zwar bei Bildung und Ausfällung des Salzes in einem geeigneten Verdünnungsmittel, welches das Salz nicht löst4 nach der Abtrennung des Salzes kann man es mit einer Base wie beispielsweise Bariumhydroxid oder Natriumhydroxid neutralisieren, um die freie Base der Formel I zurückzugewinnen. Aus dieser gereinigten Base können dann andere Salze durch Reaktion mit einem Äquivalent der gewünschten Säure hergestellt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen besitzen entzündungshemmende Wirksamkeiten und sind als Entzündungsbekämpfungsmibtel nützlich, beispielsweise zur Herabsetzung von lokalen entzündlichen Bedingungen, etwa solche ödematöser Natur oder solche des Ursprungs aus einer Proliferation von Bindegewebszellen in verschiedenen Säugetierarten, wie Ratten, Hunden und dergleichen; man erzielt die Wirkung bei oraler Dosierung mit et v/a 5 "bis 50 mg/kg/Tag, vorzugsweise mit 5 "bis 25 mg/kg/Tag, und zwar in einer Einzeldose oder unterteilt in 2 bis 4- Tei!dosierungen, wie es in dom Carage-
20981 1/1777
—7—
2U0985
enanödemtest bei Ratten festgelegt ist* Die Wirksubstanz kann in Zübei'eitungsformen verwendet werden, also z.B. in Tabletten, Kapseln, Lösungen oder Suspensionen, welclie bis zu etwa 300 mg pro Einzeldosis an der Wirkstoffverbindung oder einem Gemisch derselben gemäß Formel I enthalten bzw0 an einem physiologisch annehmbaren Säureadditionssalz desselben. Me Formulierung kann mit üblichen Mitteln, also physiologisch verträglichen Trägerstoffen oder Verdunnungsstoffen, Excipientien, Bindemitteln, Schutzmitteln, Stabilisatoren, Geschmacksmitteln und dergleichen, wie sie in der pharmazeutischen Praxis üblich sind, durchgeführt werden. Örtlich anzuwendende Präparate enthalten etwa 0,01 bis 3 Gewichtsprozent an Aktivsubstanz in einer Lotion, Salbe oder Creme.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen gemäß Formel I sind auch als antimikrobielle Wirkstoffe brauchbar zur Bekämpfung von Infektionen bei Tierarten, beispielsweise Mäusen, Ratten, Hunden, Meerschweinchen und dergleichen, welche von Mikroorganismen hervorgerufen werden wie Staphylococcus auresu, Pasteurella multocida oder Trichophyton mentagrophytes. Hierzu wendet man beispielsweise eine der Verbindungen oder ein Gemisch derselben gemäß Formel I oder auch ein physiologisch unbedenkliches Säureadditionssalz oral an, beispielsweise bei einer Maus, und zwar in einer Menge von etwa 5 ^is 25 mg pro kg pro Tag, unterteilt in 2 bis 4 Einzeldosierungen. Das Präparat kann wie üblich formuliert werden als Tabeltten, Kapseln oder Elixier mit einem Gehalt von 10 bis 250 mg pro Dosierungseinheit; man vermischt dabei den Wirkstoff oder das Wirkstoffgemisch mit üblichen Excipientien, Trägerstoffen, Bindemitteln, Schutzmitteln, Geschmacksstoffen usw., wie sie in der pharmazeutischen Praxis üblich sind. Es können auch örtlich anzuwendende Präparate hergestellt werden, z.B. für Dermatophytosis bei Meerschweinchen, und zwar als Lotion, Salbe oder Creme in einer Konzentration von etwa 0,01 bis 3 Gewichtsprozent.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch als Oberflächendesinfektionsmittel verwendet werden. Etwa 0,01 bis 1 Gewichtsprozent einer jeder dieser Verbindungen kann in einem inerten Feststoffpulver oder in einer Flüssigkeit wie Wasser dispergiert werden und wird dann etweder als Stäubepräparat oder als Sprüh- -
209811/1777 "8~
g 2H0985
mittel angewendet» Die Wirkstoffe können auch in eine Seife oder ein anderes Reinigungsmittel eingearbeitet sein, beispielsweise in ein festes oder flüssiges Detergent bzw. Detergentpräparat, etwa für allgemeine Eeinigungszwecke oder insbesondere zur Eeinigung von Molkereien und deren Ausrüstungsgegenständen oder zur Reinigung von Nshrungsmittelhandlungen und Hahrungsmi tt el verarbeitungsaus rüstungen.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren.
Beispiel 1 2-Hienyl-5-formylbenzothiazolin
"12,5 g (0,1 Mol) 2-Mercaptoanilin wird in 100 ml Eisessig aufgelöst, die Lösung mit Stickstoff durchströmt, 10,61 g (0,1 Mol) Benzaldehyd hinzugefügt: dabei wird die Lösung warm. Das Gemisch wird während 30 Minuten (unter Stickstoffatmosphäre) gerührt und danach mit 17,6 g (0,2 Mol) Ameisensäureessigsäureanhydrid versetzt. Dabei beobachtet man eine leichte Erwärmung. Das Gemisch wird über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Danach wird das Gemisch in etwa 1 1 Wasser eingegossen und solange gerührt, bis das sich zunächst ausscheidende öl kristallisiert; die Kristalle werden unter Saugen abfiltriert. Die Ausbeute beträgt 21,1 g 2-Phenyl-3-formylbenzothiazolin vom Schmelzpunkt 98 bis 1010O. Mach dem Umkristallisieren aus Methanol schmilzt die Substanz bei 104 bis 105°0.
Beispiel 2 2-Phenyl-5-acetylbenzothiazolin
Man führt die Verfahrensweise gemäß Beispiel 1 aus unter Ersatz des Ameisensäure-essigsäure-anhydrid-Gemisches durch eine äquivalente Menge an Essigsäureanhydrid} dabei erhält man 2-Phenyl-3-acetylbenzothiazolin. Das Produkt wird aus Methanol umkristallisiert und schmilzt bei 88 bis 900O.
Beispiele 5 bis 7
Gemäß der in Beispiel 2 beschriebenen Verfahrensweise werden folgende zusätzliche Verbindungen hergestellt, wenn man das
2 0 9 8 11/17 7 7 _9_
Essigsäureanhydrid durch geeignete'andere Säureanhydride ersetzt (Beispiele 3 und 4-) bzw» das Benzaldehyd durch o-Methyl-benzalde~ hyd oder p-Chlorbeiizaldehyd ersetzt (Beispiele 5 und 7)° Die erhaltenen Produkte werden durch folgende Tabelle näher charakterisiert
- Beispiel
3 H CH2CH3
4 H CH2Cl
5 0-CH3 CH2Cl
6 H CH2CH2Cl
7 P-Cl CH2Cl
Beispiel 8
85-88°
146-148°
87-89°
'Öl
XJmkristallisations-Lösungsmittel Isopropanol : .thanol Isopropanol
2-PhGnyl-3-dimcthylaminoacetylb enzothiazolin
Zu einer Suspension von 2,9 g (0,01 Mol) 2-Phenyl-3-chloracetylbenzothiazolin in 30 ml D.ioxan v/erden 3»35 g (0?03 Mol) einer 40 %igen wässrigen Dimethylaminlösung hinzugefügt. Nach einer kurzen Zeit erhält man eine klare Lösung. Diese Lösung wird über Nacht gerührt, das Lösungsmittel wird dann im Vakuum abgedampft und der Eückstand i.it Y/assor behandelt« Es scheidet sich ein öl ab, das nach einigen Stunden Stehen auskristallisiert. Die Kristalle worden unter Saugen abfiltriert und getrocknet„ Die Ausbeute betrat 2,55 f? 2~Hijriyl-3-dimethylaminoacotylbenzothiazolin mit einem Scluaelzpunkb von 87 bis 900Ce Nach dem Umkristallisieren aus Isoprov-'-nol schrill ζ b die Substanz bei 91 bis 920C β
209811/1777
BAD 0BI61NAL
-10-
IO
Beispiele 9 bis 17
Die folgenden zusätzlichen Verbindungen werden durch entsprechende andere Ausgangsmaterialien hergestellt:
R,
COR
Beispiel
Rl
R2
CH2-N. Schmp.°C
Umkristallisier mittel
113-114° isopropanol
o-CH., CH9-N
CH CH3 93-96° Isopropanol
CH2-CH2V
CH.
CH
106-108° nthanol
3 (Oxalat )
P-Cl
CH2N (CH3) 229-231°
(HCl)
m-CF-
P-CF
CH2N
/CH3
H H
CH3NHC4H9
CH2-N
20981 1 / 1777
; 2UQ985
Beispiel 18 1-Oxid des 2-Phenyl-3-acetyrbenzothiazolins
25,5 g (0,1 Mol) 2-Phenyl-3~acetylbenzothiazolin werden in 100 ml Eisessig gelöst und auf 100O abgekühlt. Zu dieser Lösung gibt man tropfenweise 9»8 g (0,1 Mol) eines 35 %igen Wasserstoffperoxidss das mit 20 ml Aceton verdünnt ist„ Man läßt das Reaktionsgemisch übor Nacht stehen, worauf sich das Produkt nach Zusatz von Wasser ausscheidet. Bs wird unter Absaugen filtriert und getrocknet. Das rohe 1-Oxid des 2-Phenyl-3-acetylbenzothiazolins wird aus Äthanol umkristallisiert; man erhält 18,4 g mit einem Schmelzpunkt von 157 bis 1580C. . :
Beispiele 19 "bis 23
Die folgenden zusätzlichen Verbindungen v/erden durch die gleiche Verfahrensreise v/ie beschrieben hergestellt, indem man entsprechende andere Ausgangsmaterialien wählt:
Beispiel Rl R2 Schmp. C Umkritallisier-
lösunesmittel
19 H H 147-149° Isopropanol
20 H CH2-CH3 125-127° Methanol
21 II /CH3
CH2-IST J
163-164° fttha nol
22 ' H / ' y 163-164° Ethanol
23 H CH Cl 138-139° IsoDroDanol
209811 /1777
Beispiel 24
11,2 g (0,05 Mol) 3-Acetyl-2-phenylbenzothiazolin wird mit 22,8 g Perbenzosäure in 790 ml Chloroform während drei Tage bei Zimmertemperatur gerührt. Das Gemisch wird dann über Nacht bei 400C weitergerührt, schließlich auf Zimmertemperatur abgekühlt und erschöpfend mit Natriumhydroxyd extrahiert, um Benzosäure und überschüssige Perbenzosäure zu entfernen. Die Chloroformlösung wird mit Aktivkohle behandelt, dann filtriert und eingeengt. Der Rückstand wird mit Ä'ther behandelt und die sich dabei bildenden Kristalle unter Saugen abfiltriert und getrocknet. Das Endprodukt, 3-Acetyl-2-phenylbenzothiazolin in !orm des 1,1-Dioxids wird aus Äthanol umkristallisiert und hat dann einen Schmelzpunkt von 121 bis 123°C.
Weitere 1,1-Dioxide erhält man aus den Produkten der Beispiele 3 bis 17 auf gleiche Weise, wie oben beschrieben.
20981 1/1777

Claims (16)

  1. Patentansprüche 2-Phenyl~3-acylbenzothiazoline der allgemeinen Formel I
    worin Σ Thio, SuIfinyl oder Sulfonyl;
    E. Wasserstoff, Niedrigalkyl, Niedrigalkoxy, Halogen oder Trifluprmethyl und
    R~ Wasserstoff, Uiedrigalkyl, Halogenniedrigalkylen oder ein Amino-Niedrigalkylen der Formel Niedrigalkylen-H-E7 "bedeuten, wobei in
    der letztgenannten Formel IU und E^, entweder jev;eils für sich Wasserstoff, Niedrigalkyl,. Hydroxyniedrigalkyl ist oder gemeinsam, und zwar zusammen mit dem sie tragenden Stickstoffatom, ein 5- "bis 7-gliedriges, monocyclisches, heterocyclisches Eingradikal bilden, welches als Eingglieder neben Kohlenstoffatomen auch Sauerstoffatome oder Schwefelatome oder ein zusätzliches Stickstoffatom enthalten kann, derart, daß die Anzahl der Atome im Eadikal insgesamt bis zu 18 beträgt, sowie Säureadditionssalze und Oxide dieser Substanzen.
  2. 2. Verbindung nach Anspruch 1, bei der X Thio und E. Wasserstoff ist.
  3. 3. Verbindung nach Anspruch 1, bei der X Sulfinyl und E^ Wasserstoff ist.
  4. 4» Verbindung nach Anspruch 2, bei der Ep Wasserstoff ist.
  5. 5» Verbindung nach iuiapruch 2, bei der Ep Niodrigalkyl ist.
    2 0 9 8 11/17 7 7 BAD ORIGINAL
    2U0985
  6. 6. Verbindung nacht Anspruch 2, bei der Ep Di-niedrigalkylamino-niedrigalkylen ist.
  7. 7. Verbindung nach Anspruch 2, bei der R2 Halogen-niedrigalkylen ist.
  8. 8. Verbindung nach Anspruch 35 bei der R2 Wasserstoff ist.
    der
  9. 9. Verbindung nach Anspruch 3> bei/Ro Niedrigalkyl ist.
  10. 10. Verbindung nach Anspruch 3, bei der R2 Diniedrigalkylaminoniedrigalkylen ist.
  11. 11. Verbindung nach Anspruch 3j bei der Rp Halogenniedrigalkylen ist.
  12. 12. Verbindung nach Anspruch 5» bei der das Hiedrigalkyl eine Äthylgruppe ist.
  13. 13. Verbindung nach Anspruch 6, bei der R2 Dimethylaminomethyl is
  14. 14. Verbindung nach Anspruch 9» bei der das Hiedrigalkyl eine Methylgruppe ist.
  15. 15. Verbindung nach Anspruch 10, bei der R2 Dimethylaminomethyl ist.
  16. 16. Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der in Anspruch 1 angeführten allgemeinen Formel I und deren Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet , daß man eine Verbindung der Formel IV
    (IV)
    mit der in Anspruch 1 gekennzeichneten Boden bung für 1ΐ. ;-u μ *-Lnon
    2 0 9 0 11/1777
    /S
    Säureanhydrid der Formel
    (E2GO)2O
    umsetzt, bei der Ep Yfas s erst off, Niedrigalkyl oder Halogenniedrigalkylen bedeutet, und gegebenenfalls, soweit Ep die Bedeutung von, Halogenniedrigalkylen besitzt, mit einem Amin zur Umsetzung . bringt, sowie ferner, falls gewünscht3 das so erhaltene Produkt mit einem Peroxid oxidiert.
    17· Arznei- und Desinfektionsmittel mit einem Gehalt an Verbindungen der in den Ansprüchen 1 bis 15 angegebenen Formeln.
    209811/1777
DE19712140985 1970-09-02 1971-08-16 2 Phenyl 3 acylbenzothiazoline und deren 1 Oxide sowie Salze, Her stellungsverfahren dafür und Arznei bzw Desinfektionsmittel daraus Pending DE2140985A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US6917070A 1970-09-02 1970-09-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2140985A1 true DE2140985A1 (de) 1972-03-09

Family

ID=22087193

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712140985 Pending DE2140985A1 (de) 1970-09-02 1971-08-16 2 Phenyl 3 acylbenzothiazoline und deren 1 Oxide sowie Salze, Her stellungsverfahren dafür und Arznei bzw Desinfektionsmittel daraus

Country Status (7)

Country Link
US (1) US3720683A (de)
CA (1) CA983935A (de)
CH (2) CH540922A (de)
DE (1) DE2140985A1 (de)
FR (1) FR2105201B1 (de)
GB (1) GB1357929A (de)
HU (1) HU162665B (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4064260A (en) * 1976-07-29 1977-12-20 E. I. Du Pont De Nemours And Company Anti-inflammatory diarylimidazothiazoles and their corresponding S-oxides
US4289766A (en) * 1977-12-27 1981-09-15 Eli Lilly And Company Heterocyclic carbothioamides
JPS5846079A (ja) * 1981-09-12 1983-03-17 Santen Pharmaceut Co Ltd ベンゾチアゾリン環を有するエ−テル類
JPS60139679A (ja) * 1983-12-27 1985-07-24 Santen Pharmaceut Co Ltd 2−アリ−ルベンゾチアゾリン誘導体
US4824468A (en) * 1987-10-13 1989-04-25 Ici Americas Inc. Herbicidal oxazolidines and methods of use
JP5325065B2 (ja) * 2009-09-30 2013-10-23 株式会社富士薬品 新規フェノール誘導体
CA2907921C (en) * 2013-03-22 2021-09-07 Ayumi Pharmaceutical Corporation Inhibition of il-2 production
GB202011787D0 (en) * 2020-07-29 2020-09-09 King S College London Compound

Also Published As

Publication number Publication date
HU162665B (de) 1973-03-28
CA983935A (en) 1976-02-17
US3720683A (en) 1973-03-13
FR2105201B1 (de) 1975-04-18
FR2105201A1 (de) 1972-04-28
GB1357929A (en) 1974-06-26
CH540922A (fr) 1973-10-15
CH532605A (fr) 1973-01-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH648037A5 (de) Imidazo-rifamycin-derivate mit antibakterieller wirksamkeit.
DE1545760B2 (de) Vincaleukoblastinderivate
DE2733001A1 (de) Pyrimidin-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneipraeparate
DE2140985A1 (de) 2 Phenyl 3 acylbenzothiazoline und deren 1 Oxide sowie Salze, Her stellungsverfahren dafür und Arznei bzw Desinfektionsmittel daraus
DE2135172A1 (de) 2 Styrylchinazolindenvate und ihre Saureadditionsprodukte, Verfahren zum Her stellen solcher Substanzen und die daraus hergestellten Arzneimittel
DE2059949C3 (de) Thienyl-fettsäurederivate, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
DE1937629C3 (de) Nitrofuryl-aminoalkoxy-pyriinidine
DE1813918C3 (de) 2-Hydroxymethyl-3-carbonsäureamido--chinoxalin-M-di-N-oxide, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende antibakterielle Mittel
DE2140280A1 (de) 4 Amino 2 eckige Klammer auf 2 (5 Nitro 2 furyl)vinyl eckige Klammer zu chinazolinderivate, Herstellungsver fahren dafür und Arzneimittel daraus
DE1620747C3 (de) Carbothiamin sowie dessen nichttoxische organische oder anorganische Säureadditionssalze sowie Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen
DE1620325C3 (de) Disubstituierte Isoxazolverbindungen
DE1445752A1 (de) 2-Thio-tetrahydro-1,3,5-thiadiazine und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2321786C2 (de) S↑IV↑ -Benzo-1,2,4-thiadiazine
DE1817740C3 (de)
CH619237A5 (de)
CH615442A5 (en) Process for the preparation of 17alpha,21-diesters of 17alpha,21-dihydroxysteroids of the pregnane series
DE2043817C3 (de) 1,4-Dihydro-3-carboxy-cyclopentano-(h)-chinolon-(4)-derivate, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung zur Bekämpfung antibakterieller Erkrankungen
DE1670335A1 (de) Neue Nitrothiazolverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1960026A1 (de) Neue Derivate des 3-Amino-1,2-benzisothiazols und ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
DE1620749C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbothiamin
DE1955386C3 (de) 2-(5'-Nitro-2'-furfuryliden)-indanone und Verfahren zu deren Herstellung sowie diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
AT230369B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Alkoxyalkyl-hydrazonen
DE2226298C3 (de) 3-Arylaminocarbonyl-4-hydroxybenzo eckige Klammer auf b eckige Klammer zu thiacyclohex(3)en-1,1-dioxide, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
AT236941B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Benzimidazolen und deren Säureadditionssalzen
DE1545708C (de) N- eckige Klammer auf 3-(5-Nitrofurfuryliden-methyl)-6-pyridazinyl eckige Klammer zu -N,N-dimethylformamidin und seine Salze

Legal Events

Date Code Title Description
OHA Expiration of time for request for examination