DE202008004814U1 - Stuhl in Holz-Metallkombination - Google Patents
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- Chairs Characterized By Structure (AREA)
Abstract
Stuhl
in einer Kombination aus Metall und Holz mit einer Sitzfläche
und einer Rückenlehne aus geformtem Schichtholz, wobei
ein tragendes Stützgestell die Sitzfläche und
eine abgeknickte hintere Stütze die Rückenlehne
aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das tragende Stützgestell
(16) als auch die abgeknickte hintere Stütze (18) aus einer
metallischen H-Profilschiene bestehen, wobei ein Teil des tragenden
Stützgestells (16) ein gebogener Vorderwinkel (16) ist,
der zugleich Vorderbein (16a) und Sitzflächenzarge (16b)
ist, welche innenseitig zwischen Oberseite (22) und Unterseite (24)
des H-Profils die Sitzfläche (12) aus geformtem Schichtholz aufnimmt
und außenseitig sichtbar offen bleibt und wobei die abgeknickte
hintere Stütze (18) zugleich Hinterbein (18a) und Lehnenzarge
(18b) ist, welche innenseitig zwischen Oberseite (22) und Unterseite
(24) ihres H-Profils die Lehnenfläche (14) aus geformtem
Schichtholz aufnimmt und außenseitig sichtbar offen bleibt.
Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine sichtbare Holz-Metallkombination für einen Stuhl. In letzter Zeit haben sich im Wohn- und Objektbereich Stühle mit Metallprofilen als Standgerüste durchgesetzt. Stühle mit Holzfüßen werden zunehmend verdrängt. Metallstühle sind leichter und wirken eleganter, zudem sind schlichte und filigrane Konstruktionen möglich.
- Aus der
DE 27 38 925 ist beispielsweise ein winkelförmiger Seitenholm für ein Sitzmöbel bekannt. Hier sind die Seitenholme mit Nuten versehen, in die Sitz und Rückenlehne einschiebbar sind. Nachteilig ist, dass bei Verwendung von Holz als Sitz- und/oder Rückenflächen Metallprofile oder Kunststoffprofile optisch nicht überzeugen. Ferner ist ein weiteres Stützgerüst notwendig, um die Seitenholme zu tragen. - Aus der
DE 35 01 9 88 ist ein Stützgerüst aus Holz bekannt, das in der Längszarge eine Nut hat, in der die Sitzfläche aufnimmt. Nachteilig ist, dass ein Holzprofil nicht über ausreichende Stabilität verfügt. Sinnvoll wäre daher eine Kombination aus einem stabilen Metallprofil und einem optisch hochwertigem Holz. - Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass Metallträgerschienen mit Holz ummantelt werden. Die
DE 82 24 885 schlägt einen Regalpfosten vor, der eine Verkleidung aus Holz aufweist ohne nähere hilfreiche Ausführungen hierzu zu liefern. Weiter ist auch aus derDE 79 15 327 eine holzummantelte Metallträgerschiene für ein Regal bekannt. Solche Metallträgerschienen gewinnen ihre Stabilität aber vor allem durch die Befestigung an der Wand, als gebogenes Stützgerüst für einen Stuhl sind sie nicht geeignet. - Bei einer Rückorientierung auf die wärmere Wirkung von Holz wünscht sich der Nutzer zugleich, auf die Vorteile der metallischen Gestellgestaltung nicht verzichten zu müssen und dennoch über einen Holzstuhl zu verfügen. Dies führt zu der Aufgabe der vorliegenden Erfindung, deren allgemeine Lösung darin liegt, ein Fußgestell aus möglichst leichtem Metall mit einem Stuhl mit einer Sitz- und/oder Rückenfläche aus Holz zu verbinden. Die genaue Lösung der Aufgabe ergibt sich aus dem Hauptanspruch. In den Unteransprüchen werden Weiterbildungen beansprucht.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
- Es zeigen:
-
1 eine auseinandergezogene und perspektivische Darstellung eines neuen Stuhles gemäß der vorliegenden Erfindung, -
2 einen schematischen Schnitt durch eine erste Variante des gemäß der vorliegenden Erfindung verwendeten Profils, -
3 einen schematischen Schnitt durch eine gemäß der vorliegenden Erfindung weiterentwickelte Variante des verwendeten Profils, -
4 eine Verwendung des Profils gemäß3 und -
5 eine Befestigung von Verkettern. - Die aus
1 ersichtliche Explosionsdarstellung zeigt einen Stuhl10 mit einer Sitzfläche12 und eine Rückenlehne14 aus geformtem Schichtholz. Damit entsteht schon unabhängig davon, dass das Stützgestell aus Metall ist, ein Stuhl10 , der im Wesentlichen aus Holz besteht. Das Stützgestell besteht vorzugsweise – jedoch nicht ausschließlich – aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, um Gewicht zu sparen. Es setzt sich aus nur wenigen Teilen zusammen: einem gebogenen Vorderwinkel16 , der zugleich Vorderbein16a und Sitzflächenzarge16b ist, einer abgeknickten hinteren Stütze18 , die zugleich Hinterbein18a und Lehnenzarge18b ist, und einem etwa T-förmigen Beschlagstück20 . - Wie aus
2 bis4 hervorgeht, bestehen der gebogene Vorderwinkel16 und die abgeknickte hintere Stütze18 aus jeweils einer H-Profilschiene mit einer Oberseite22 , einer Unterseite24 sowie einem beide Seiten verbindenden Steg26 . Dieser Steg26 kann einteilig oder, wie in den2 bis4 dargestellt, mehrteilig sein. Hierbei sind zwei Gesichtspunkte erfindungswesentlich. Einmal ist es auch bei einem einteiligen Steg26 eine zwar nicht notwendige, aber vorteilhafte Weiterbildung, der Steg26 bildet einen Hohlraum, der sich in Längsrichtung der H-Profilschiene erstreckt und an seinen Enden offen ist. - Für eine Montage ist es günstig, wenn das H-Profil, gleich welcher Form, in der Mitte seines Querschnitts offen oder hohl ist. Am unteren Ende des Profils eines Stuhlbeines
16a oder18a kann dann beispielsweise mittels einer selbstschneidenden Schraube ein üblicher rutschfester Fuß von unten in eine Öffnung28 im Profilquerschnitt aufgeschraubt werden, so wie sie gemäß2 und3 zwischen einem Doppelsteg26 /26 vorhanden ist. - Des Weiteren eignet sich das erfindungsgemäße H-Profil mit seinen seitlichen U-förmigen Öffnungen
30 zur Aufnahme und Formhaltung der Seitenkanten der Sitzfläche12 und Rückenlehne14 , ohne eine sonst übliche Querzarge als zusätzliches Bauteil notwendig zu machen. Der einfache Zusammenbau der nur wenigen Teile ergibt sich sinnfällig aus1 . Am hinteren Ende der Sitzflächenzarge16b wird das Beschlagstück20 mit einem passenden Stab32 in die nach außen weisende U-förmige Öffnung30 des H-Profils der Sitzflächenzarge16b eingefügt. Die vom Stab32 im Knickwinkel abragenden Passstücke34 werden oben in die nach innen weisende U-förmige Öffnung30 des H-Profils der Lehnenzarge18b und unten in die nach innen weisende U-förmige Öffnung30 des H-Profils des Hinterbeins18a eingefügt. - Mit den in
1 eingezeichneten Schrauben S werden gemäß4 die Verbindungen lösbar gesichert. Hierbei sind die Anzahl der benötigten Schrauben und ihre Anordnung durch die zeichnerische Darstellung nicht festgelegt. Allerdings stören die Köpfe der Schrauben S nicht das gute Aussehen der Kombination vom Holz der Sitzfläche12 und der Rückenlehne14 mit dem Metall des H-Profils. - Da der Bogen zwischen Vorderbein
16a und Sitzflächenzarge16b einem geeigneten Winkel entweder stets kleiner oder stets größer als 90° und der Knick36 in der hinteren Stütze18 die Hinterbeine18a und die Vorderbeine16a in eine gegeneinander gespreizte Stellung bringt, ist der neue Stuhl10 stapelbar. - Mit an den Hinterbeinen
18a in abwechselnder Richtung angeschraubter Haken38 (siehe5 ) lassen sich ineinander verhakte Stuhlreihen bilden. - Eine wesentliche Weiterbildung der Erfindung besteht darin, eine oder beide sichtbare Flächen des H-Profils, nämlich die Oberseite
22 und/oder die Unterseite24 gemäß3 fest mit einer Schichtholzauflage40 zu versehen. Das lässt sich noch dadurch verbessern, dass die Faserrichtung des Holzlaminats nach der Art der Belastung ausgerichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil liegt in der Verbesserung des optischen Eindrucks dieses Verbundwerkstoffes, insbesondere dann, wenn das Holzlaminat auf denjenigen Fläche des eckigen Profils angeordnet wird, die sich bevorzugt an besonders deutlich sichtbaren Stellen des Stuhles befinden. - Der Verbund der tragenden Elemente aus dem H-Profil und der Schichtholzauflage
40 wird erfindungsgemäß dadurch hergestellt, dass das H-Profil zunächst gebogen und dann in einer separaten Form die Schichtholzauflage40 mit Überstand an den Längsseiten aufgeleimt werden. Der so verleimte Verbund wird dann an den Längsseiten auf Maß gesäumt und stirnseitig geschliffen. So entsteht eine optisch gut wirkende Kombination von Holz mit Metall. Sofern gewünscht, könnte mit U-förmigen Holzummantelungen der H-Profile der optische Eindruck eines massiven Holzstuhles geschaffen werden. Ferner könnten auch Holzintarsien in die offenen Seiten des metallischen H-Trägers eingelegt werden. -
- 10
- Stuhl
- 12
- Sitzfläche
- 14
- Rückenlehne
- 16
- Vorderwinkel
- 18
- hintere Stütze
- 20
- Beschlagstück
- 22
- Oberseite
- 24
- Unterseite
- 26
- Steg
- 28
- Öffnung
- 30
- U-Öffnung
- 32
- Stab
- 34
- Passstück
- 36
- Knick
- 38
- Haken
- 40
- Schichtholzauflage
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 2738925 [0002]
- - DE 3501988 [0003]
- - DE 8224885 [0004]
- - DE 7915327 [0004]
Claims (12)
- Stuhl in einer Kombination aus Metall und Holz mit einer Sitzfläche und einer Rückenlehne aus geformtem Schichtholz, wobei ein tragendes Stützgestell die Sitzfläche und eine abgeknickte hintere Stütze die Rückenlehne aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das tragende Stützgestell (
16 ) als auch die abgeknickte hintere Stütze (18 ) aus einer metallischen H-Profilschiene bestehen, wobei ein Teil des tragenden Stützgestells (16 ) ein gebogener Vorderwinkel (16 ) ist, der zugleich Vorderbein (16a ) und Sitzflächenzarge (16b ) ist, welche innenseitig zwischen Oberseite (22 ) und Unterseite (24 ) des H-Profils die Sitzfläche (12 ) aus geformtem Schichtholz aufnimmt und außenseitig sichtbar offen bleibt und wobei die abgeknickte hintere Stütze (18 ) zugleich Hinterbein (18a ) und Lehnenzarge (18b ) ist, welche innenseitig zwischen Oberseite (22 ) und Unterseite (24 ) ihres H-Profils die Lehnenfläche (14 ) aus geformtem Schichtholz aufnimmt und außenseitig sichtbar offen bleibt. - Stuhl nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die beiden H-Profilschienen mit einem etwa T-förmigen Beschlagstück (
20 ) miteinander verbunden ist, welches am hinteren Ende der Sitzflächenzarge (16b ) mit einem Stab (32 ) in eine nach außen weisende U-förmige Öffnung (30 ) des H-Profils der Sitzflächenzarge (16b ) eingefügt ist, wobei die vom Stab (32 ) im Knickwinkel abragenden Passstücke (34 ) oben in die nach innen weisende U-förmige Öffnung (30 ) des H-Profils von der Lehnenzarge (18b ) eingefügt ist und den Abstand zur Unterkante der Rückenlehne (14 ) bestimmt, während unten das abragende Pass stück (34 ) in die nach innen weisende U-förmige Öffnung (30 ) des H-Profils des Hinterbeines (18a ) eingefügt ist. - Stuhl nach Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass das H-Profil zwischen seiner Oberseite (
22 ) und Unterseite (24 ) einen mehrteiligen, zumindest jedoch einen zweiteiligen Steg (26 ) aufweist. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiteilige Steg (
26 ) einen Hohlraum (28 ) einschließt, der sich in Längsrichtung der H-Profilschienen erstreckt und zu seinen beiden Ende offen ist. - Stuhl nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit in die außenseitig U-förmige Öffnung (
30 ) des H-Profils eingefügten Schrauben S, deren Köpfe innerhalb der U-förmigen Öffnung (30 ) des H-Profils sichtbar bleiben, die Verbindungen zwischen Holz- und Metallteilen lösbar gesichert sind. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stuhl (
10 ) stapelbar ist. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stuhl (
10 ) mit an den Hinterbeinen (18a ) in abwechselnder Richtung angeschraubten Haken (38 ) zu Stuhlreihen kombinierbar ist. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder beide sichtbare Flächen des H-Profils, nämlich die Oberseite (
22 ) und/oder die Unterseite24 fest mit einer Schichtholzauflage (40 ) versehen sind. - Stuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Faserverlauf der Schichtholzauflage (
40 ) in Längsrichtung der H-Profilschienen erstreckt. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das H-Profil gebogen und die Schichtholzauflage
40 mit Überstand an den Längsseiten des H-Profils aufgeleimt ist und der so zunächst verleimte Verbund an den offenen Längsseiten auf Maß gesäumt und stirnseitig geschliffen ist. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtholzauflage
40 als U-förmige Ummantelung das H-Profil umfasst. - Stuhl nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die U-förmige Öffnung (
30 ) des H-Profil (16 ,18 ) Holz als Intarsien eingelegt ist.
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Citations (4)
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| DE7915327U1 (de) | 1979-05-28 | 1979-11-15 | Siepelmeyer, Conrad, 4520 Melle | Metalltraegerschiene |
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-
2008
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20090205 |
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| R156 | Lapse of ip right after 3 years |
Effective date: 20111101 |