DE20119724U1 - Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe - Google Patents
Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für SchiffeInfo
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J 01340 III 2724
HAMBURG
0 4. DEZ. 2001
Anmelder:
Jastram GmbH & Co. KG Billwerder Billdeich 603 D-21033 Hamburg (DE)
Titel:
Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe
Die Erfindung betrifft ein Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1 bis 4.
Derartige Querstrahlruder sind bekannt. Bei diesen läuft in einem querschiffs im Bug und/oder Heck angebrachten Kanal ein Propeller um und drückt das angesaugte Wasser, ähnlich wie eine Axialpumpe arbeitend, je nach der gewählten Drehrichtung oder der Flügelstellung bei Verstellpropellern nach Steuer- oder Backbord. Mit einer derartigen Querschubanla-
ge wird insbesondere auch das Manövrieren eines Schiffes bei geringer Fahrt erleichtert.
Beim Arbeiten von Querstrahlrudern entstehen meist unangenehme Geräusche, die besonders unter Wohn- und Aufenthaltsräumen auf Schiffen sehr belästigend wirken. Diese Geräusche entstehen durch das Arbeiten der Getriebezähne und durch Wassergeräusche, die vom Propeller kommen. Ferner entstehen bei den meist hoch belasteten Schrauben Kavitationen, d. h. Dampfbläschen, durch Unterdruck. Wenn diese Dampfbläschen schlagartig kondensieren, entstehen hammerartige Schläge, die sich über die Tunnelwand in das Schiffsinnere als Körperschall sowie durchs Wasser als Wasserschall unangenehm bemerkbar machen. In den Wohnräumen bzw. Aufenthaltsräumen ist dann das Raumgeräusch für die Besatzung und Fahrgäste zum Teil unerträglich.
Durch die DE-B-2 644 844 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum Einführen von Gas und Wasser in den Propellerbereich eines Strahlruders bekannt. Dieses Verfahren besteht darin, dass Gas, z. B. Luft, und Wasser in gleichmäßigen Gemisch als gerichteter Strahl eingespritzt werden. Durch das Einspritzen eines Luft/Wasser-Gemisches in Form eines Strahles in den Propellerbereich soll die Geräuschverminderung weitgehend unabhängig von der damit verbundenen Leistungsverringerung verbessert werden. Das Problem, die bei der schlagartigen Kondensation der Kavitationsbläschen entstehenden hammerartigen Schläge zu dämmen, wird jedoch mit diesem Verfahren nicht erreicht, denn das nach diesem Verfahren mit der Luft in den Propellerbereich einströmende Wasser führt nicht zur Beseitigung oder Dämmung der durch die hammerartigen Schläge bei der Kondensation der Kavitationsbläschen entstehenden Druck- und Schallwellen, denn mit einem Luft/Wasser-Gemisch wird im Wasser kein ausreichendes weiches Polster geschaffen, welches in seiner Funktion als Absorptionskörper die vom Propeller durch Erzeugung von Kavitationsbläschen hervorgerufenen hammerartigen Schläge aufnimmt, so dass
die bei der schlagartigen Kondensation von Kavitationsbläschen entstehenden hammerartigen Schläge und die damit verbundenen Schallwellen nicht ausreichend gedämmt bzw. absorbiert werden.
Zur Schalldämmung von Querstrahl-Steueranlagen ist es durch die WO 84/03078 bekannt, separate, mit Gas gefüllte Hohlräume in einem mit Wasser angefüllten Zwischenraum des doppelwandig ausgebildeten Tunnelgehäuses, in dem der Propeller angeordnet ist, zu schaffen.
Eine weitere Anordnung zur Schalldämmung geht aus der DE-A-2 803 336 hervor, die eine Anordnung zur Schalldämmung von Querstrahl-Steueranlagen für Schiffe betrifft, bei der das den Propeller aufnehmende Tunnelrohr unter Ausbildung eines ringförmigen Zwischenraumes in einem Querrohr angeordnet ist, das im Schiffskörper quer zu dessen Längsachse liegt. Die Wand des Tunnelrohres stützt sich dabei an der Wand des Querrohres unter Zwischenschaltung von elastischen Formkörpern ab. Eine derartige Anordnung dämmt die vom Tunnelrohr ausgehenden Schallwellen, jedoch die vom Getriebe bzw. vom Antrieb des Propellers ausgehenden Geräusche werden durch eine derartige elastische Aufhängung des Tunnelrohres nicht gemindert, da keine direkte elastische Aufhängung des Getriebegehäuses erfolgt. Die FR-A-2 252 949 sieht zur Verhinderung von Kavitationserosionen die Einführung von Druckluft in den Mantelbereich von ummantelten Propellern vor, wobei jedoch eine Ausbildung eines ringförmigen Druckluftzuführungsbereiches im Bereich der beidseitigen Öffnungen des Mantelrohres nicht vorgesehen ist, so dass kein Polster aus Luft und Wasser zur Absorption der bei der Kondensation von Kavitationsbläschen entstehenden hammerartigen Schläge gebildet werden kann.
Durch die EP 0 306 642 Bt ist ein Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe bekannt, das aus einem in dem Schiffskörper ausgebildeten, aus einem Tunnelrohr bestehenden Querschubkanal besteht,
in dem ein Getriebegehäuse mit einem Propeller angeordnet ist, wobei in oder an der Wand des Tunnelrohres Austrittsöffnungen zum Einführen eines Mediums unter Druck in den Propellerbereich ausgebildet sind. Die Austrittsöffnungen sind über mindestens ein Zuführungsrohr mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung für die Zufuhr von Druckluft unter Ausschluss von Wasser in dem Propellerbereich und zur Ausbildung eines aus Luft und Wasser bestehenden weichen Polsters zur Aufnahme der durch die Kondensation erhaltenen Kavitationsbläschen erzeugten hammerartigen Schläge verbunden, wobei das Tunnelrohr benachbart zu seinen beiden seitlichen Öffnungen auf seiner Außenwandfläche je ein ringförmig ausgebildetes Luftzuführungsrohr aufweist. Jedes mit Luftzuführungsstutzen versehene Luftzuführungsrohr weist im Bereich der Wand oder im Innenraum des Tunnelrohres angeordnete Luftaustrittsöffnungen auf, wobei die beiden ringförmigen Luftzuführungsrohre über eine Luftverbindungsleitung miteinander verbunden sind. Das eine der beiden ringförmigen Luftzuführungsrohre ist mit der Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden.
Bekannt ist es auch, die seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres mit Ringgittern zu versehen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei Querschubkanälen von Querstrahlrudem gemäß der eingangs beschriebenen Art eine Minderung der durch beim schlagartigen Kondensieren von Kavitationsbläschen entstehenden hammerartigen, sich über die Tunnelwand in das Schiffsinnere als Körperschall geleiteten Schläge und die vom Propellergetriebe ausgehenden mechanischen Geräusche bei Querstrahlrudem zu erreichen, um die unangenehm auftretenden Geräusche beim Arbeiten von Querstrahlrudem zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einem Querstrahlruder gemäß der eingangs beschriebenen Art durch die in den Ansprüchen 1 bis 4 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
Hiernach sind erfindungsgemäß bei einem Querstrahlruder gemäß der eingangs beschriebenen Art bei allen Ausführungsformen der Ansprüche 1 bis 4 im Bereich der beiden seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres diese Öffnungen verschließende Ringgitter angeordnet.
Nach Anspruch 2 ist neben dieser Ringgitteranordnung erfindungsgemäß vorgesehen, dass mindestens die beiden äußeren Ringkörper der beiden Ringgitter in ihren unteren Bereichen Leitbleche aufweisen, die nach vorn bzw. zum Bug hin gerichtet sind oder deren vordere Leitblechabschnitte eine nach unten in Richtung zu den seitlichen Öffnungen gerichtete und geneigte bzw. nach vorn hin gerichtete Stellung aufweisen.
Das Querstrahlruder nach Anspruch 3 weist ebenfalls Ringgitter auf, wobei jedoch jedes Ringgitter eine Anzahl von rohrförmigen Ringkörpern umfasst, die eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen aufweisen, wobei alle Ringkörper über eine Luftzuführungsleitung mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden sind.
Eine weitere erfinderische Ausführungsform sieht nach Anspruch 4 neben der Ringgitteranordnung noch vor, dass mindestens die beiden äußeren Ringkörper der beiden Ringgitter in ihren unteren Bereichen Leitbleche aufweisen, die nach vorn bzw. zum Bug hin gerichtet sind oder deren vordere Leitblechabschnitte eine nach unten in Richtung zu den seitlichen Öffnungen gerichtete und geneigte bzw. nach vorn hin gerichtete Stellung aufweisen, und dass jedes Ringgitter eine Anzahl von rohrförmigen Ringkörpem umfasst, die eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen aufweisen, wobei alle Ringkörper über eine
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Luftzuführungsleitung mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden sind.
Hiernach sind erfindungsgemäß bei einem Querstrahlruder gemäß der eingangs beschriebenen Art die Ringkörper eines jeden Ringgitters rohrförmig ausgebildet, wobei die Ringkörper eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen aufweisen. Alle Ringkörper sind dabei über eine Luftzuführungsleitung mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden.
Jedes Ringgitter weist eine beliebige Anzahl von Ringkörpern, bevorzugterweise zwei Ringkörper mit Luftaustrittsdüsen auf, die so an dem Ringkörper angeordnet sind, das Luftstrahlen aus den Luftaustrittsdüsen austreten.
Aufgrund dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung ergibt sich der Vorteil, dass bereits im Eingangsbereich des Tunnelrohres und zwar jeweils saugseitig dem angesaugten Wasser Luft zugeleitet wird, d. h. der Lufteinblasungsbereich ist damit in den Bereich der seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres verlegt. Die Durchmischung des angesaugten Wassers mit den feinen Luftblasen erfolgt somit bereits im Bereich der seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres und zwar dort, wo die Turbulenzen erfahrungsgemäß sehr groß sind, so dass in diesem Bereich ein hoher Durchmisch ungsg rad erreicht wird. Ejne derart erfindungsgemäße Querstrahlruderausgestaltung zeigt ihre größte Wirkung bei solchen konstruktiven Ausgestaltungen. Bereits vor dem Propeller wird eine gute Durchmischung von Luft und Wasser im gesamten Bereich erreicht, was gleichzeitig zu einer Optimierung der Geräuschminderung ohne Leistungsverlust durch die erzeugten vielen kleinen Luftbläschen beiträgt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Um ansaugseitig das Einströmen des Wassers in das Tunnelrohr zu unterstützen, sieht eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die jeweils beiden äußeren Ringkörper der beiden Ringgitter in ihren unteren Bereichen Leitbleche mit einer nach unten in Richtung zu den seitlichen. Öffnungen des Tunnelrohres gerichtete und geneigte Stellung aufweisen. Die nach vorn gerichtete Neigung der Leitbleche an den beiden äußeren Ringkörpern eines jeden Ringgitters ist dabei derart, dass die Anströmflächen der Leitbleche für das angesogene Wasser in einem Winkel u. a. auch in etwa im rechten Winkel zu der Neigung der Schiffskörperseitenwände stehen.
Die Ausrichtung der Leitbleche erfolgt jeweils nach den örtlichen Gegebenheiten und muss nicht immer rechtwinklig zur Außenhaut sein. Die Leitbleche können auch nach vorne zum Bug des Schiffes hin geneigt sein. Dies insbesondere dann, wenn das Bugstrahlruder auch bei Fahrt wirksam sein soll, denn im Allgemeinen verschlechtert sich die Zustromsituation am Einlauf an der Vorderkante des Rohres bei Fahrt.
Besonders vorteilhaft ist nach der Erfindung eine Ausgestaltung, bei der im Bereich der seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres und zwar im Übergangsbereich zwischen der Wand des Tunnelrohres und der Seitenwand des Schiffskörpers je ein ringförmiges Luftzuführungsrohr mit Luftaustrittsdüsen angeordnet ist, wobei das Luftzuführungsrohr mit der Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden ist und in der von der Schiffsseitenwand gebildeten schräg verlaufenden Ebene im Bereich der seitlichen Öffnung des Tunnelrohres angeordnet ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung wird bereits dem Wasser im Einströmbereich zum Tunnelrohr Luft zugeführt, so dass in einem Bereich vor der seitlichen Öffnung des Tunnelrohres bereits eine gute Durchmischung von Luft und Wasser noch- zusätzlich erreicht wird.
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Die Anordnung der Düsen ist den konstruktiven Gegebenheiten überlassen. Bei einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung ist das Luftzuführungsrohr gleichzeitig das Verbindungsrohr an der Nahtstelle zwischen dem Bugstrahlrudertunnel und der Schiffsaußenhaut. Hier wird oftmals ein Rohr eingelegt, weil sich dann ein Anschluss sehr gut und wirtschaftlich herstellen lässt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein Tunnelrohr mit in den
seitlichen Tunnelrohröffnungen angeordneten Ringgitter mit Luftaustrittsdüsen aufweisenden Ringkörpern,
Fig. 2 einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch das Tunnelrohr im Bereich seiner seitlichen Öffnung mit in dieser angeordnetem Ringgitter, mit Leitblechen und ringförmigen Luftzuführungsrohren,
Fig. 2A einen vergrößerten senkrechten Schnitt der Nahtstelle zwischen dem Bugstrahlrudertunnel und der Schiffsaußenhaut mit im Nahtstellenbereich angeordnetem Luftzuführungsrohr,
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht von vorn auf ein Ringgitter mit Luftaustrittsdüsen,
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht von vorn auf ein Ringgitter und
Fig. 5 einen vergrößerten senkrechten Schnitt durch das Tunnelrohr im Bereich seiner seitlichen Öffnungen mit in dieser angeordneten Leitbleche tragenden Ringgitter.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform eines Schiffsquerstrahlruders 20 ist mit 10 der Schiffskörper eines Schiffes mit seinen Seitenwänden 11, 12 angedeutet. In dem Schiffskörper 10 ist das Querstrahlruder angeordnet, das einem Tunnelrohr 30 gebildet wird, dessen Wand mit 31 bezeichnet ist. Die seitlichen Öffnungen des Tunnelrohres 30 sind mit 30a, 30b
bezeichnet. Im Innenraum 30c des Tunnelrohres 30 ist ein Getriebegehäuse 24 mit einer Propellergondel 26 angeordnet, die einen Propeller 25 aufweist. Das Getriebegehäuse 24 mit dem Propeller 25 ist in einer rohrartigen Verlängerung 23 aufgehängt, die an dem Tunnelrohr 30 ausgebildet ist.
In den beiden seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres 30 sind Ringgitter 40, 40' angeordnet (Fig. 1, 4 und 5). Die beiden Ringgitter 40, 40' sind gleich ausgebildet. Die Ringgitter 40, 40' gemäß Fig. 4 und 5 weisen keine Luftaustrittsdüsen auf, wohingegen die Ringgitter 40, 40' der Fig. 1, 2, 2A und 3 mit Luftaustrittsdüsen 43 bzw. 63 versehen sind. Jedes Ringgitter 40, 40' umfasst eine Anzahl von rohrförmigen Ringkörpern 41, 42, die eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen 43 aufweisen, wobei alle Ringkörper 41, 42 über eine Luftzuführungsleitung 44 mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung 45 verbunden sind. Die Anzahl der Ringkörper eines jeden Ringgitters 40, 40' kann beliebig gewählt sein; sie richtet sich jeweils nach der Größe der seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres. Bevorzugterweise werden Ringgitter 40, 40' mit zwei Ringkörpern 41, 42 eingesetzt, wie dies in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, wobei von den beiden Ringkörpern der Ringkörper 41 den äußeren Ringkörper und der Ringkörper 42 den inneren Ringkörper bilden. Die Luftaustrittsdüsen 43 der Ringkörper 41, 42 sind dabei derart angeordnet, dass Luftstrahlen aus den Luftaustrittsdüsen in das Wasser austreten.
Wie die Fig. 1 und 2 zeigen, sind die beiden Ringgitter 40, 40' in den seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres 30 entsprechend der Neigung der Seitenwände 11, 12 des Schiffskörpers 10 angeordnet, so dass die einzelnen Ringkörper 41, 42 zu einander versetzt liegend sind, was zur Folge hat, dass über die Luftaustrittsdüsen 43 von den Ringkörpern 41, 42 Luft ungehindert in das angesogene Wasser eingeblasen werden kann.
Im Einströmungsbereich der seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres 30 bzw. der Ringgitter 40, 40' weisen die jeweils beiden äußeren Ringkörper 41, 42 der beiden Ringgitter 40, 40' in ihren unteren Bereichen Leitbleche 50 mit einer nach unten und bei Bedarf nach vorn in Richtung zu den seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres 30 gerichteten, geneigten Stellung, wie in Fig. 2, 4 und 5 dargestellt. Die leicht geneigten vorderen Abschnitte der Leitbleche sind mit 50a bezeichnet. Die Leitbleche selbst sind parallel zur Längsachse des Tunnelrohres 30 liegend angeordnet, wohingegen die vorderen Leitblechabschnitte 50a leicht nach unten geneigt ausgebildet sind. Die nach vorn gerichtete Neigung der Leitbleche 50 an den beiden äußeren Ringkörpern 41, 42 eines jeden Ringgitters 40, 40' kann dabei derart sein, dass die Anströmflächen der Leitbleche 50 für das angesogene Wasser in etwa im rechten Winkel zu der Neigung der Schiffskörperseitenwände 11, 12 stehen, jedoch auch andere Winkelstellungen sind möglich.
Um eine Lufteinblasung bereits vor den seitlichen Öffnungen 30a, 30b des Tunnelrohres 30 bzw. im unmittelbaren Bereich dieser beiden seitlichen Öffnungen 30a, 30b zu erreichen, ist, wie Fig. 2 zu entnehmen, im Bereich jeder seitlichen Öffnung 30a, 30b des Tunnelrohres 30 und zwar im Übergangsbereich zwischen der Wand 31 des Tunnelrohres 30 und der Seitenwand 11 bzw. 12 des Schiffskörpers 10 je ein ringförmiges Luftzuführungsrohr 60 mit nach innen gerichteten Luftaustrittsdüsen 63 angeordnet, wobei das Luftzuführungsrohr 60 ebenfalls mit der Drucklufterzeugungseinrichtung 45 verbunden ist. Die Anordnung des ringförmigen Luftzuführungsrohres 60 im Bereich einer jeder seitlichen Öffnung 30a, 30b des Tunnelrohres 30 ist derart, dass die von dem Luftzuführungsrohr 60 gebildete Fläche schräg verlaufend und in der von der Schiffsseitenwand 11 bzw. 12 gebildeten schräg verlaufenden Ebene im Bereich der seitlichen Öffnung des Tunnelrohres liegend ist.
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Fig. 2A zeigt eine konstruktive Ausgestaltung, bei der das Luftzuführungsrohr 60 gleichzeitig das Verbindungsrohr an der Nahtstelle zwischen dem Bugstrahlrudertunnel 30 bzw. der Tunnelseitenwand und der Seitenwand 11 bzw. 12 des Schiffskörpers 10 bzw. der Schiffsaußenhaut bildet, wobei das Luftzuführungsrohr 60, wie dargestellt, aufgesetzt ist mit einem Über: stand 60a aus der Ebene der Schiffsaußenhaut bzw. der Schiffskörperseitenwand 11 und einem Überstand 60b aus der Ebene der Seitenwand des Tunnelrohres 30.
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Claims (9)
1. Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe, bestehend aus einem in dem Schiffskörper (10) ausgebildeten, aus einem Tunnelrohr (30) bestehenden Querschubkanal, in dem ein Getriebegehäuse (24) mit einem Propeller (25) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der beiden seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) diese Öffnungen verschließende Ringgitter (40, 40') angeordnet sind.
2. Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe, bestehend aus einem in dem Schiffskörper (10) ausgebildeten, aus einem Tunnelrohr (30) bestehenden Querschubkanal, in dem ein Getriebegehäuse (24) mit einem Propeller (25) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der beiden seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) diese Öffnungen verschließende Ringgitter (40, 40') angeordnet sind, wobei mindestens die beiden äußeren Ringkörper (41, 42) der beiden Ringgitter (40, 40') in ihren unteren Bereichen Leitbleche (50) aufweisen, die nach vorn bzw. zum Bug hin gerichtet sind oder deren vordere Leitblechabschnitte (50a) eine nach unten in Richtung zu den seitlichen Öffnungen (30a, 30b) gerichtete und geneigte bzw. nach vorn hin gerichtete Stellung aufweisen.
3. Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe, bestehend aus einem in dem Schiffskörper (10) ausgebildeten, aus einem Tunnelrohr (30) bestehenden Querschubkanal, in dem ein Getriebegehäuse (24) mit einem Propeller (25) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der beiden seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) diese Öffnungen verschließende Ringgitter (40, 40') angeordnet sind, wobei jedes Ringgitter (40, 40') eine Anzahl von rohrförmigen Ringkörpern (41, 42) umfasst, die eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen (43) aufweisen, wobei alle Ringkörper (41, 42) über eine Luftzuführungsleitung (44) mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung (45) verbunden sind.
4. Querstrahlruder, insbesondere Bugstrahlruder, für Schiffe, bestehend aus einem in dem Schiffskörper (10) ausgebildeten, aus einem Tunnelrohr (30) bestehenden Querschubkanal, in dem ein Getriebegehäuse (24) mit einem Propeller (25) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der beiden seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) diese Öffnungen verschließende Ringgitter (40, 40') angeordnet sind, dass mindestens die beiden äußeren Ringkörper (41, 42) der beiden Ringgitter (40, 40') in ihren unteren Bereichen Leitbleche (50) aufweisen, die nach vorn bzw. zum Bug hin gerichtet sind oder deren vordere Leitblechabschnitte (50a) eine nach unten in Richtung zu den seitlichen Öffnungen (30a, 30b) gerichtete und geneigte bzw. nach vorn hin gerichtete Stellung aufweisen, und dass jedes Ringgitter (40, 40') eine Anzahl von rohrförmigen Ringkörpern (41, 42) umfasst, die eine Anzahl von über jeden Ringkörper verteilt angeordnete Luftaustrittsdüsen (43) aufweisen, wobei alle Ringkörper (41, 42) über eine Luftzuführungsleitung (44) mit einer Drucklufterzeugungseinrichtung (45) verbunden sind.
5. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Ringgitter (40, 40') eine beliebige Anzahl von Ringkörpern, bevorzugterweise zwei Ringkörper (41, 42), mit Luftaustrittsdüsen (43) aufweist, die so an den Ringkörpern (41, 42) angeordnet sind, dass Luftstrahlen aus den Luftaustrittsdüsen (43) austreten und Luft in das angesogene Wasser eingeblasen wird.
6. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringgitter (40, 40') in den seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) entsprechend der Neigung der Seitenwände (11, 12) des Schiffskörpers (10) angeordnet sind, so dass die einzelnen Ringkörper (41, 42) zueinander versetzt liegend sind.
7. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eine nach vorn gerichtete Neigung aufweisenden Leitblechabschnitte (50a) der Leitbleche (50) an den beiden äußeren Ringkörpern (41, 42) eines jeden Ringgitters (40, 40') derart ist, dass die Anströmflächen der Leitbleche (50) für das angesogene Wasser in einem Winkel bzw. in etwa im rechten Winkel zu der Neigung der Seitenwände (11, 12) des Schiffskörpers (10) stehen.
8. Querstrahlruder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der seitlichen Öffnungen (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) und zwar im Übergangsbereich zwischen der Wand (31) des Tunnelrohres (30) und der Seitenwand (11, 12) des Schiffskörpers (10) je ein ringförmiges Luftzuführungsrohr (60) mit Luftaustrittsdüsen (63) angeordnet ist, wobei das ringförmige Luftzuführungsrohr (60) mit der Drucklufterzeugungseinrichtung (45) verbunden ist, und in der von der Schiffsseitenwand (11, 12) des Schiffskörpers (10) gebildeten schräg verlaufenden Ebene im Bereich der seitlichen Öffnung (30a, 30b) des Tunnelrohres (30) angeordnet ist.
9. Querstrahlruder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftzuführungsrohr (60) gleichzeitig das Verbindungsrohr an der Nahtstelle zwischen dem Tunnelrohr (30) bzw. der Tunnelrohrseitenwand und der Seitenwand (11; 12) des Schiffskörpers (10) bzw. der Schiffsaußenhaut, wobei das Luftzuführungsrohr (60)
1. a.) aufgesetzt ist oder
2. b.) mit einem Überstand (60a) aus der Ebene der Schiffsaußenhaut bzw. der Schiffskörperseitenwand (11) und einem Überstand (60b) aus der Ebene der Seitenwand des Tunnelrohres (30) aufgesetzt ist.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003047966A3 (de) * | 2001-12-05 | 2004-02-05 | Jastram Gmbh & Co Kg | Querstrahlruder, insbesondere bugstrahlruder, für schiffe |
| CN101992846A (zh) * | 2010-11-11 | 2011-03-30 | 南京恒兴达机电设备制造有限公司 | 侧推器减阻降噪装置 |
-
2001
- 2001-12-05 DE DE20119724U patent/DE20119724U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003047966A3 (de) * | 2001-12-05 | 2004-02-05 | Jastram Gmbh & Co Kg | Querstrahlruder, insbesondere bugstrahlruder, für schiffe |
| CN101992846A (zh) * | 2010-11-11 | 2011-03-30 | 南京恒兴达机电设备制造有限公司 | 侧推器减阻降噪装置 |
| CN101992846B (zh) * | 2010-11-11 | 2013-06-19 | 南京恒兴达机电设备制造有限公司 | 侧推器减阻降噪装置 |
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