DE20100241U1 - Kantenbeschichtungsvorrichtung - Google Patents
KantenbeschichtungsvorrichtungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
S 365a
Josef Schiele oHG, Brohltalstraße 153/ 56651 Niederzissen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium, bestehend aus einem justierbaren Beschichtungskopf mit einem in Transportrichtung des Werkstückes verlaufenden Beschichtungsschlitz, in den am Eintrittsende des Werkstückes eine dem Kantenquerschnitt des Werkstückes angepaßte und an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse mündet.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 42 07 090 C2 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung ist in der Lage, kontinuierlich oder diskontinuierlich langgestreckte Werkstücke mit einem flüssigen Beschichtungsmedium zu versehen. Dabei können die Werkstücke aus Holz, Kunststoff, Metall, Stein oder einem Verbundwerkstoff bestehen und als Platten, Leisten oder Profilstäbe ausgebildet sein. Die einzige Voraussetzung ist lediglich, dass sie gerade verlaufende Kanten und damit auch gerade verlaufende Kantenflächen besitzen, um mit einem linearen Fördermittel im Beschichtungsschlitz des Beschichtungskopfes bewegt bzw. transportiert werden zu können. Als Beschichtungsmedien können pump- und filterfähige, düsengängige Flüssigkeiten wie Pigmentlösungen, Farben, Lacke, Holz- und Korrosionsschutzmittel verwendet werden. Die Werkstücke werden bei dem Beschichtungsvorgang durch den Beschichtungsschlitz bewegt. Dabei wird das Beschichtungsmedium auf die entsprechenden, seitlichen Kantenflächen aufgedüst.
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Die Dicke der fertigen, aufgedüsten Beschichtung beträgt in Abhängigkeit von der Viskosität des Beschichtungsmediums und der Oberflächenbeschaffenheit der Kantenflächen etwa 0,008 bis 0,2 mm. Sollen größere Beschichtungsdicken erreicht werden, ist es bisher erforderlich, einen zweiten Beschichtungskopf vorzusehen. Bei dem Beschichtungsvorgang kann es darüber hinaus vorkommen, dass Fehler, beispielsweise Unterbrechungen, das sind nicht beschichtete Kantenflächen, auftreten, die einen zweiten Beschichtungsvorgang und damit einen zweiten Beschichtungskopf erforderlich machen. Je nach Bedarf werden auch mehr als zwei Beschichtungskopf e hintereinander angeordnet. Bei einem Wechsel der zu beschichtenden Werkstücke, die unterschiedliche seitliche Kantenflächen aufweisen, ist immer ein Wechsel des Beschichtungskopf es und damit ein genaues Einrichten bzw. Ausrichten desselben erforderlich. Bei mehr als einem Beschichtungskopf erhöht sich der dafür erforderliche Zeitaufwand nicht unbeträchtlich. Darüber hinaus benötigen zwei oder mehr Beschichtungskopfe zwangsläufig einen größeren Platzbedarf, wobei jeder zusätzliche Beschichtungskopf auch mit mindestens einer Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums und gegebenenfalls auch mit einer Vakuumleitung verbunden werden muß.
A Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium zu beschaffen, bei der der Zeitaufwand für das Auswechseln und Einrichten der Beschichtungskopfe reduziert und der Platzbedarf verringert wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, dass mit Abstand von der seitlichen Schlitzdüse mindestens eine zweite, ebenfalls an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse in den Beschichtungsschlitz mündet.
Durch die Anordnung mindestens einer weiteren Schlitzdüse im Beschichtungsschlitz des Beschichtungskopfes ist bei einem Wechsel der zu beschichtenden Werkstücke mit anderen Kantenflächen lediglich nur noch ein Beschichtungskopf erforderlich, der in verhältnismäßig kurzer Zeit ein- bzw. ausgerichtet werden kann. Das bisher erforderliche, zusätzliche Wechseln und Einrichten eines weiteren Beschichtungskopfes entfällt. Dadurch verringert sich gleichzeitig der benötigte Platzbedarf. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit, sondern auch die Produktionssicherheit erhöht werden. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können höhere Beschichtungsmengen bzw. Beschichtungsdicken erreicht werden und die Beschichtung ist gleichmäßiger. Darüber hinaus ist auch das Egalisieren von eventuellen Fehlstellen in einem einzigen Beschichtungsvorgang möglich. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl für eine partielle Beschichtung als auch für eine Naß-Naß-Beschichtung geeignet.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 9 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
In dieser Zeichnung ist von einer Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium nur der Beschichtungskopf 1 in perspektivischer Ansicht gezeigt, der aus einem metallischen Gehäuse 2 besteht, welches an seiner nicht erkennbaren Rückseite in an sich bekannter, nicht dargestellter Weise an eine Vakuumleitung anschließbar ist. Das weitgehend hohle Gehäuse 2 ist an seiner Vorderseite 3 mit einem sogenannten Beschichtungsschlitz 4 versehen, der auch als Passierschlitz bezeichnet werden kann. Durch diesen Beschichtungsschlitz 4 wird das an seinen seitlichen Kantenflächen zu beschichtende, langgestreckte Werkstück mit seinen seitlichen Kantenflächen geführt. Dabei entspricht der Querschnitt des Beschichtungsschlitzes 4 dem Querschnitt der seitlichen Kantenflächen des zu beschichtenden Werkstückes, wobei der Querschnitt des Beschichtungsschlitzes 4 allseitig geringfügig größer als der entsprechende Querschnitt des Kantenbereiches des Werkstückes ist.
An dem Gehäuse 2 befinden sich mehrere nur angedeutete Anschlußstutzen 5, die über an sich bekannte, jedoch nicht gezeichnete Anschluß- bzw. Kuppelstücke mit Leitungen für die Zuführung des Beschichtungsmediums verbindbar sind.
Nahe an der Eingangsseite 6 des Beschichtungsschlitzes 4 mündet nun in denselben eine seitliche Schlitzdüse 7, die sich, ausgenommen im vorderen Bereich, vollständig über die Umfangsflache des Beschichtungsschlitzes 4 erstreckt. Über diese Schlitzdüse 7 können nun die seitlichen Kantenflächen des Werkstückes mit dem benötigten Beschichtungsmedium sehr genau beschichtet werden. Die Beschichtungsdicke beträgt zunächst normalerweise etwa 0,05
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bis 0,2 mm. Beispielsweise durch ein an das Gehäuse 2 angelegtes Vakuum kann jedoch von der Vorderseite derselben in den Beschichtungsschlitz 4 Luft von außen angesaugt werden, die einen Teil des Beschichtungsmediums wieder mitreißt. Die verbleibende Beschichtung weist dann eine Dicke von etwa 0,008 bis 0,2 mm auf, wobei dieselbe jedoch sehr stark von der Viskosität des Beschichtungsmediums und der Oberflächenstruktur der zu beschichtenden seitlichen Kantenflächen abhängig ist.
Um höhere Auftragsdicken und Produktionsgeschwindigkeiten zu erreichen und mögliche Fehlstellen in der Beschichtung zu vermeiden, sind in dem Beschichtungsschlitz 4 im dargestellten Ausführungsbeispiel noch zwei weitere seitliche Schlitzdüsen 8, 9 vorgesehen, wobei sich die seitliche Schlitzdüse 9 am Ende des Beschichtungsschlitzes 4 und die Schlitzdüse 8 etwa in der Mitte des Beschichtungsschlitzes 4 befindet. Diese zusätzlichen, seitlichen Schlitzdüsen 8, 9 erhöhen nicht nur die Produktionssicherheit durch das Egalisieren von möglichen Fehlerstellen; sie ermöglichen auch eine dickere Beschichtung und eine höhere Produktionsgeschwindigkeit, wobei gleichzeitig der Platzbedarf gegenüber mehreren Beschichtungsköpfen und der Zeitaufwand für das Auswechseln des Beschichtungsköpf es 1 und dessen Ein- bzw. Ausrichtung reduziert wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind noch längs zur Transportrichtung des Werkstückes verlaufende Schlitzdüsen 10, 11 im Beschichtungsschlitz 4 vorgesehen, die dann eingearbeitet werden bzw. zur Wirkung kommen, wenn ein besonders sauberer, seitlicher Abschluß der Beschichtung erreicht werden soll. Die in Längsrichtung des Beschichtungsschlitzes 4 verlaufenden, unteren
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Schlitzdüsen 10, 11 können auch an der Oberseite des Beschichtungsschlitzes 4 angeordnet sein.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles ist es möglich, auf die mittlere Schlitzdüse 8 zu verzichten. Dabei kann, je nach Bedarf, auch eine der in Längsrichtung verlaufenden Schlitzdüsen 10 oder 11 entfallen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Beschichten der seitlichen Kantenflächen von langgestreckten Werkstücken mit einem flüssigen Beschichtungsmedium, bestehend aus einem justierbaren Beschichtungskopf mit einem in Transportrichtung des Werkstückes verlaufenden Beschichtungsschlitz, in den am Eintrittsende des Werkstückes eine dem Kantenquerschnitt des Werkstückes angepaßte und an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse mündet, dadurch gekennzeichnet, dass mit Abstand von der seitlichen Schlitzdüse (7) mindestens eine zweite, ebenfalls an eine Leitung für die Zufuhr des Beschichtungsmediums anschließbare, seitliche Schlitzdüse (8 oder 9) in den Beschichtungsschlitz (4) mündet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite seitliche Schlitzdüse in der Mitte des Beschichtungsschlitzes (4) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite seitliche Schlitzdüse (9) am Austrittsende des Beschichtungsschlitzes (4) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten seitlichen Schlitzdüse (7) und der zweiten seitlichen Schlitzdüse (9) mindestens eine weitere seitliche Schlitzdüse (8) in den Beschichtungsschlitz (4) mündet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) annähernd gleichen Abstand voneinander aufweisen.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) an eine gemeinsame Leitung mit Teilleitungen für die Zufuhr des Beschichtungsmediums angeschlossen sind.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Schlitzdüsen (7, 8, 9) an getrennte Leitungen für die Zufuhr des Beschichtungsmediums angeschlossen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Leitungen bzw. Teilleitungen Dosierventile angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei seitlichen Schlitzdüsen (7, 8/8, 9) unten und/oder oben mindestens eine in Längsrichtung des Beschichtungsschlitzes (4) verlaufende Schlitzdüse (10, 11) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE20100241U DE20100241U1 (de) | 2001-01-08 | 2001-01-08 | Kantenbeschichtungsvorrichtung |
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| DE20100241U1 true DE20100241U1 (de) | 2001-04-05 |
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ID=7951311
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20100241U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10312797A1 (de) * | 2003-03-21 | 2004-10-21 | Josef Schiele Ohg | Flexible Auftragseinheit für partielle Beschichtung |
| DE102006002068B4 (de) | 2005-01-14 | 2019-04-04 | Josef Schiele Ohg | Beheizbare Beschichtungsvorrichtung |
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2001
- 2001-01-08 DE DE20100241U patent/DE20100241U1/de not_active Expired - Lifetime
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| DE10312797A1 (de) * | 2003-03-21 | 2004-10-21 | Josef Schiele Ohg | Flexible Auftragseinheit für partielle Beschichtung |
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