DE3541784C1 - Vorrichtung zum Auftragen von fluessigem Klebstoff,insbesondere von Schmelzklber(hot melt) - Google Patents
Vorrichtung zum Auftragen von fluessigem Klebstoff,insbesondere von Schmelzklber(hot melt)Info
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Auftragen von flüs
sigem Klebstoff, insbesondere von Schmelzkleber (hot melt) mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Eine derartige Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff ist aus der
DE-AS 11 63 650 bekannt.
Die Ausbreitkammer besitzt einen relativ großen Querschnitt, damit sie,
wie beim Extrudieren mittels Breitschlitzdüsen allgemein üblich, eine
gute Verteilung des Klebstoffes über die Breite der Düse dadurch ermög
licht, daß der Druckabfall in Längsrichtung der Ausbreitkammer sehr
klein ist. Bei derartigen Düsen ist die Länge des Austrittsschlitzes
über der Breite normalerweise konstant und die Ausbreitkammer erstreckt
sich parallel zur Austrittsöffnung des Schlitzes über die ganze Breite
desselben.
Die bekannte Vorrichtung ermöglicht eine recht gleichmäßige Verteilung
des aufzutragenden Klebstoffes über die Breite des Schlitzes. Optimal
ist die Gleichmäßigkeit jedoch nicht, da ein Teil des Klebstoffes un
mittelbar aus der Zuführleitung auf fast kürzestem Wege mit nur einer
Richtungsänderung von 90° in den Austrittsschlitz einströmen kann, so
daß in dem mittleren Bereich unmittelbar hinter der Zuführleitung den
noch mehr Klebstoff ausströmt als nahe den seitlichen Endbereichen des
Schlitzes. Man kann diese Schwierigkeit dadurch beheben, daß man die
Länge des Schlitzes, also die Erstreckung desselben in seiner Durchströ
mungsrichtung, nahe den seitlichen Enden des Schlitzes geringer macht
als im mittleren Bereich oder auch indem man den Querschnitt der Aus
breitkammer im mittleren Bereich größer hält als nahe den Endbereichen
derselben (CH-PS 5 97 928). Ein derartiges Vorgehen ist jedoch baulich
sehr aufwendig und hat darüber hinaus den Nachteil, daß die Schlitzbrei
te bzw. der Ausbreitkammerquerschnitt nicht nur eine Funktion des Ab
standes vom Zulaufkanal ist, sondern auch eine Funktion der Zähigkeit
des auszupressenden Klebstoffs.
Ausgehend von diesem Stand der Technik löst die Erfindung die Aufgabe, eine
Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in bezug auf die Düse da
hingehend zu verbessern, daß eine optimale Verteilung des Klebstoffes über die
ganze Breite des Schlitzes bei einfachem Düsenaufbau gewährleistet ist.
Die Erfindung löst die dargelegte Aufgabe durch die Ausbildung gemäß den kenn
zeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1. Es wird angenommen, daß die bei einer
solchen Ausbildung trotz einfachen Aufbaus erreichbare außerordentliche
Gleichmäßigkeit der Auftragsdicke über der Breite des Schlitzes dadurch er
reicht wird, daß der durch den Zuführkanal zuströmende Klebstoff zunächst über
den Düsenschlitz hinweg in die Ausbreitkammer strömt, wo er sich über die
Breite verteilen kann und dann erst aus der Ausbreitkammer in den Schlitz ein
treten kann. Ein Eintritt von Klebstoff unmittelbar aus dem Zuführkanal in den
Schlitz ist schon aufgrund der Geschwindigkeit, mit welcher der Klebstoff aus
dem Zuführkanal in die Kammer eintritt, praktisch ausgeschlossen.
Vorrichtungen nach der Erfindung haben sich selbst bei Arbeitsgeschwindigkei
ten von 300 m/min. zwischen Düse und zu beschichtendem Material und einem
Arbeitsdruck des aufzutragenden Schmelzklebers in der Größenordnung von 50 und
mehr bar bewährt. Auch bei intermittierendem Auftrag, bei welchem der Auftrag
mehrfach in jeder Sekunde unterbrochen wird, liefert die Vorrichtung nach der
Erfindung ein sehr gutes Ergebnis. Nicht nur der Auftrag über der Breite
bleibt einwandfrei gleichmäßig; auch Beginn und Ende der Auftragsstrecken
bleiben gleichmäßig.
Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, daß sie so ausgebildet
werden kann, daß beim Auswechseln des die Schlitzbreite bestimmenden Düsen
teils zugleich die Ausbreitkammer mit ausgewechselt wird. Auf diese Weise wird
es vermieden, daß, wie beim Stande der Technik, auch bei schmäleren Auftrags
breiten die Ausbreitkammer in der größtmöglichen Länge bleibt.
Die vorliegende Erfindung soll auch eine solche Ausbildung der Düse umfassen,
bei welcher der Schlitz durch eine äquivalente Reihe von Bohrungen ersetzt
ist, mit deren Hilfe dann anstelle einer Klebstoffschicht ein Feld von Kleb
stoffsträngen auf das zu beschichtende Material - meist eine Bahn, die unter
der Düse hinwegbewegt wird - aufgebracht werden kann.
Es versteht sich natürlich, daß hierzu auch ein einwandfrei und schnell
schließendes und öffnendes Ventil erforderlich ist, das zweckmäßig nur
über einen kurzen Zuführkanal mit der Ausbreitkammer verbunden ist. Je
länger die Strecke vom Ventil bis zur Austrittsöffnung des Schlitzes,
um so nachteiliger ist dies für einen einwandfreien Auftrag,
am Beginn und Ende jeder Beschichtungsstrecke.
Während der Zuführkanal vorzugsweise die Form einer zylindrischen Boh
rung hat, deren Durchmesser etwa gleich der Kantenlänge der Ausbreit
kammer ist, die vorteilhaft ein quadratisches Profil hat, ist die Dicke
des Schlitzes relativ klein, sie wird zweckmäßig etwa gleich 1/4 bis 1/8 der
Kantenlänge der Kammer gehalten. Dem Grunde nach muß die Kammer natür
lich nicht quadratisches Profil haben. Sie kann beispielsweise auch an
der der Kanalmündung gegenüberliegenden Seite ausgerundet sein. Sie kann
ferner auch im mittleren Bereich gegenüber der Kanalmündung eine größe
re Erstreckung in Richtung der Kanalmündung aufweisen, als in den vom
Kanal weiter abgelegenen Bereichen, so daß der Querströmungsquerschnitt
in der Ausbreitkammer mit wachsendem Abstand vom Zuführkanal abnimmt.
Entscheidend ist dies jedoch nicht. Ein einfaches quadratisches konstan
tes Profil über der ganzen Länge der Ausbreitkammer, also über der ganzen
Breite des Schlitzes, hat sich in der Praxis außerordentlich gut be
währt.
Bevorzugt fallen die kanalseitigen Wände des
Schlitzes und der Kammer zusammen. Dabei erfolgt der Aus
tritt strömungstechnisch gesehen durch die die Ausbreitkammer in Richtung
der Strömung im Schlitz begrenzende Wand der Ausbreitkammer.
Mit einer Düse nach der Erfindung kann praktisch eine in beliebiger Rich
tung an der Düse vorbeigeführte Bahn und dgl. beschichtet werden. Vor
zugsweise sind die Düse und das zu beschichtende Bahnmaterial jedoch so
angebracht, daß der Austrittsschlitz der Düse senkrecht von oben nach
unten verläuft und das Bahnmaterial waagerecht unter der feststehenden
Düse hinwegbewegt wird.
Bevorzugt ist der Querschnitt der Kammer etwas größer als der Querschnitt des
Kanals oder übersteigt diesen Querschnitt geringfügig, z. B. um 20-30%.
Wenn hier vom Querschnitt des Kanals gesprochen wird, so ist damit der
Querschnitt desselben in einer Normalebene zur Strömungsrichtung im Ka
nal bezeichnet. Mit Querschnitt der Kammer ist der Querschnitt derselben
in einer Normalebene zur Richtung der größten Erstreckung derselben be
zeichnet, also in der bevorzugten Ausführungsform in einer Ebene, die
parallel zu der Richtung des Zuführkanals und senkrecht verläuft, wobei der Kanal
vorzugsweise in die Kammer im wesentlichen senkrecht zur Erstreckung des
Schlitzes mündet, also bei der bevorzugten Ausführungsform waagerecht
verläuft.
In konstruktiver Hinsicht besteht die Düse gemäß einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung aus zwei Hauptteilen, die gegeneinanderge
spannt sind, was in der Regel mittels zweier Schrauben bewirkt wird, wel
che durch Durchgangslöcher in einem der Hauptteil in Gewindelöcher im
anderen Hauptteil ragen. Dabei ist der Schlitz in einem der Hauptteile
als flache Ausnehmung der an den anderen Hauptteil angrenzenden Fläche
ausgebildet. Der Kanal verläuft dann durch eines der Hauptteile, während
die Kammer im anderen Hauptteil vorgesehen ist. Eine solche Ausbildung
ist baulich außerordentlich einfach und mit geringen Herstellungskosten
verbunden. Dem Grunde nach sind natürlich auch andere Ausbildungen mög
lich, so kann beispielsweise die Ausbreitkammer, wie bei dem eingangs
erwähnten Stand der Technik, auch von einer Bohrung gebildet sein, die
von der Seite her in den Düsenkörper eingebracht und nachträglich wie
der verschlossen ist. Bei einer solchen Ausbildung wird dann der Aus
trittsschlitz tangential in dem Bereich, in den die Ausbreitkammer bildende
Bohrung mündet, in dem - vorzugsweise senkrecht zur Ebene des Austritts
schlitzes - der Zuführkanal in die Ausbreitkammer mündet.
Auch können z. B. Ausbreitkammer und Schlitz in einem Hauptteil ausge
spart sein und der Zuführkanal im anderen.
Nachfolgend ist die Erfindung beispielhaft anhand der in der Zeichnung
gezeigten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht einer Vorrichtung nach der Erfindung, wel
che dazu dienen soll, eine unter ihr vorbeigeführte Bahn absatzweise mit
einem Schmelzkleber zu beschichten.
Fig. 2 zeigt den Vertikalschnitt durch die Mitte der Beschichtungsdüse
der Vorrichtung nach Fig. 1 in vergrößertem Maßstab, der über Fig. 2 an
gedeutet ist.
Fig. 3 zeigt die Ansicht von unten auf Fig. 2.
Fig. 4 zeigt in perspektivischer, auseinandergezogener Darstellung die
beiden, die Düse gemäß Fig. 2 und 3 bildenden Hauptteile, wobei nicht
sichtbare Linien nur soweit dargestellt sind, wie sie das Verständnis
der Zeichnung erleichtern.
Die in Fig. 1 schematisch gezeigte Vorrichtung besitzt eine Schmelzein
richtung 1 für den Schmelzkleber, in welcher dieser niedergeschmolzen
und in geschmolzenem Zustand in einem Bassin gesammelt wird. Von diesem
Bassin erstreckt sich eine Leitung 2, durch welche der flüssige Schmelz
kleber mittels einer im Gerät 1 vorgesehenen Druckpumpe mit entspre
chend hohem Druck dem Auftragskopf 3 zugeführt wird. Der Auftragskopf 3
enthält die Ventileinrichtung, welche es erlaubt, den aus der unten am
Auftragskopf 3 befindlichen Düse 4 austretenden Schmelzkleber in ge
wünschten Längen auf die unter der Düse 4 hinwegbewegte Bahn 5 aufzutra
gen. Je nach der gewählten Ventilkonstruktion kann vom Auftragskopf 3
auch eine Rückleitung für Schmelzkleber zum Gerät 1 vorgesehen sein. Die
se Rückleitung ist immer dann notwendig, wenn die Ventilanordnung für
die Speisung der Düse 4 eine solche ist, bei welcher der Zustrom nicht
einfach abgesperrt, sondern der durch die Leitung 2 strömende Schmelz
kleber bei Umschaltung des Ventils auf Nichtauftrag ohne Abbremsung
wieder in eine nicht gezeigte Rückleitung eingespeist wird, die zum
Gerät 1 führt.
Die Auftragsdüse 4 ist in Fig. 2-4 näher dargestellt.
Die Auftragsdüse besteht im wesentlichen aus zwei verhältnismäßig dicken,
plan-parallelen Platten 10 und 11, die mittels zweier nicht gezeigter
Schrauben mit ihren Flächen gegeneinandergeschraubt sind. In Fig. 3
sind die Mittellinien 12 der Schrauben gezeigt. In Fig. 4 erkennt man
die Durchgangslöcher 13 in der Platte 10 für die Schrauben und die Ge
windelöcher 14 in der Platte 11. Die Düse 4 ist in nicht dargestellter
Weise von unten so gegen den Auftragskopf 3 geschraubt, daß der horizon
tale Zuführkanal 15 an eine entsprechende Leitung im Kopf 3 anschließt.
Der Zuführkanal 15 wird von einer sich senkrecht durch die Platte 11
erstreckenden Bohrung 15 gebildet. Gegenüber dem in Fig. 2 linken Ende
der Bohrung 15 ist die Ausbreitkammer 16 angebracht. Die Ausbreitkam
mer 16 hat etwa quadratischen Querschnitt. Sie wird zu 3/4 von einer
in der gleichen Horizontalebene wie die Bohrung 15 verlaufenden Ausfrä
sung an der in Fig. 2 rechten und Fig. 4, dem Beschauer abgewandten
Fläche der Platte 10 gebildet. Sie hat die gleiche Breite, also die
gleiche Erstreckung in Fig. 2 senkrecht zur Zeichenebene, wie der Aus
trittsschlitz 17, der von einer flachen Ausfräsung in der in Fig. 2
linken Oberfläche der Platte 11 gebildet ist. Der obere Bereich dieser
Ausfräsung bildet zugleich noch einen Teil der Kammer 16, wie dies am
besten aus Fig. 2 ersichtlich ist. Der Austrittsschlitz 17 verläuft von
der dem Kanal 15 zugewandten Begrenzungsfläche der Ausbreitkammer 16
senkrecht nach unten. Seine Austrittsöffnung 18 verläuft waagerecht und parallel zur
Ausbreitkammer 16. Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, verlaufen die
beiden seitlichen Begrenzungen des Schlitzes parallel zueinander und
senkrecht zur Kante 18 und zur Ausbreitkammer 16.
Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, weist die Düse 4 nach der Erfin
dung einen äußerst einfachen Aufbau auf, da sie
lediglich die den Kanal 15 bildende Bohrung, die den Schlitz 17 bilden
de Ausfräsung und die die Ausbreitkammer 16 bildende Ausfräsung in der
anderen Platte benötigt.
Bei der Erfindung kann auch die Ausbreitkammer 16 mit variabler Größe
ausgebildet werden. Zu diesem Zweck genügt es, wenn man sie in Fig. 4
von der dem Beschauer abgewandten Seite bis zu der dem Beschauer zu
gekehrten Seite, durchlaufen läßt und durch ein beispielsweise mittels
Schrauben verstellbares Füllstück wieder verschließt. Ähnlich kann auch
die Breite des Austrittsschlitzes 18 variabel sein. Dies kann beispiels
weise dadurch erreicht werden, daß man gegenüber der Ausfräsung 17 der
Platte 11 eine analoge Ausfräsung in der Platte 10 vorsieht, die sich
über die ganze Dicke der Platte 10 erstreckt und mittels eines verstell
baren Klotzes soweit gefüllt ist, daß nur noch der Schlitz 17 in ge
wünschter Dicke übrig bleibt.
Claims (1)
- Vorrichtung zum Auftragen von flüssigem Klebstoff, insbesondere von Schmelz kleber (hot melt), mit einem Vorratsbehälter (1) für den Klebstoff, einer Auftragsdüse (4) für denselben und einem Absperrventil in der Leitung (2) vom Vorratsbehälter zur Düse, welche als Schlitzdüse ausgebildet ist, deren Schlitz (17) von einer Ausbreitkammer (16) ausgeht, welcher der Klebstoff durch einen zentral in die Kammer (16) mündenden Kanal (15) zugeführt wird, der in die Kammer (16) im Winkel zu der Richtung mündet, in welcher der Schlitz (17) an die Kammer anschließt, wobei die Kammer (16) sich im we sentlichen auf einer Seite des Schlitzes (17) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (15) von der anderen Seite des Schlitzes (17) her in die Kammer (16) mündet.
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| JPS62129177A (ja) | 1987-06-11 |
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