DE1924845C3 - Halbleiteranordnung mit metallischen Kontakten und/oder metallischen Verbindungsschichten - Google Patents
Halbleiteranordnung mit metallischen Kontakten und/oder metallischen VerbindungsschichtenInfo
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- H10W20/40—
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- H10W72/5522—
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- H10W90/756—
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Description
30
Die Erfindung betrifft eine Halbleiteranordnung mit metallischen Kontakten und/oder metallischen Verbindungsschichten
auf der Halbleiteroberfläche und/oder auf einer Isolierschicht über der Halbleiteroberfläche;
insbesondere eine nicht hermetisch gekapselte integrierte Halbleiteranordnung.
Beim Einkapseln von Halbleiteranordnungen mit Kunststoffen ergeben sich wegen der Gasdurchlässigkeit
derselben häufig Korrosionserscheinungen an den metallischen Kontakten und Verbindungsschichten, die ^o
zu einem Ausfall der Halbleiteranordnung führen können, insbesondere wenn es sich dabei um eine
integrierte Halbleiterschaltung mit zahlreichen Kontakten und Verbindungsschichten handelt. Dabei ist das
Ausmaß der Korrosionserscheinungen, insbesondere *5 auch von den verwendeten Metallsystemen abhängig,
die beispielsweise Gold und Aluminium oder auch Molybdän und Gold umfassen können, wobei das
System Wolfram-Gold verhältnismäßig korrosionsbeständig, jedoch ebenfalls noch verbesserungsbedürftig so
ist.
Ausführliche Angaben zu den Problemen einer nicht hermetischen Kapselung finden sich beispielsweise in
der OE-PS 2 59 014, aus der eine Halbleiteranordnung mit einem Halbleiterkörper bestimmten Leitungstyps
bekannt ist, der eine ebene Hauptfläche und eine an einen Teil dieser Hauptfläche angrenzende Zone
entgegengesetzten Leitungstyps aufweist, wobei diese Zone einen pn-übergang bildet, dessen Rand an der
Hauptfläche liegt und wobsi an der Hauptfläche eine ω
Schicht aus Halbleiteroxid ausgebildet ist, welche den Rand des pn-Überganges überdeckt und eine Öffnung
aufweist, die einen Teil der Oberfläche der Zone entgegengesetzten Leitungstyps freilegt und die weiterhin
so ausgebildet ist, daß in Berührung mit dieser fcr>
freigelegten Oberfläche der Zone enigegengesetzten Leitungstyps innerhalb der öffnung der Schicht aus
Halbleiteroxid und unter Überdeckung der angrenzenden, den Rand des pn-Überganges überdeckenden Teile
derselben eine Schicht aus einem aktiven Metall, beispielsweise Titan, Tantal, Zirkon, Niob, Chrom,
Vanadium oder Hafnium, angeordnet ist und daß sich über dieser Schicht aus aktivem Metall ein oder mehrere
Schichten aus Kontaktmetall, beispielsweise Platin, Silber, Nickel, Palladium, Rhodium oder Gold befinden,
wobei davon ausgegangen wird, daß die Grenzfläche zwischen einer Schicht eines aktiven Metalls wie z. B.
Titan oder Tantal und eines dielektrischen Oxids wie z. B. Siliziumdioxid eine praktisch unüberwindbare
Barriere für ein Hindurchdringen von schädlichen Gasen aus der Umgebung der Halbleiteranordnung
bildet Die zitierte Patentschrift befaßt sich also mit dem Problem, bei nicht hermetisch gekapselten Halbleiteranordnungen
zur Oberfläche des Substrats reichende pn-Übergänge gegen das störende Eindiffundieren von
Verunreinigungen aus der Atmosphäre zu schützen.
Der vorliegender, Erfindung liegt dagegen die Aufgabe zugrunde, Korrosionserscheinungen an den
metallischen Kontakten und/oder metallischen Verbindungsschichten bei nicht vollständig hermetisch gekapselten
Halbleiteranordnungen zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Halbleiteranordnung der eingangs beschriebenen Art dadurch gelöst, daß die
Kontakte bzw. Verbindungsschichten aus einer Mischung aus Molybdän oder Wolfram und einem
Modifikator-Metall oder -Metalloid bestehen, das eine größere Korrosionsbeständigkeit als das Molybdän
bzw. Wolfram aufweist, das in der Lage ist, passivierende Oxidschichten zu bilden und dessen Oxid stabiler als
die Oxide des Molybdäns bzw. Wolframs sind.
Diese Ausgestaltung einer Halbleiteranordnung erweist sich besonders dort als vorteilhaft, wo die
Halbleiteranordnung in einer Atmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit arbeitet, denn es treten dann auch bei
nicht hermetisch dichter Einkapselung keine Korrosionserscheinungen auf. Außerdem haftet die angegebene
Materialkombination auch gut an Silizium und Siliziumoxid. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß
ein derartiges, eine Sperrschicht bildendes Metall für die verbesserten elektrischen Kontakte und elektrischen
Verbindungsschichten mit Gold keine intermetallischen Verbindungen eingeht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in Verbindung mit einer Zeichnung
noch näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Halbleiterplättchen, in
dem ein Planartransistor gebildet wurde und das eine Isolierschicht auf seiner Oberfläche aufweist, die
öffnungen zum Anbringen von Kontakten hat,
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in F i g. 1,
Fig.3 einen schematischen Schnitt durch eine Einrichtung zum Hochfrequenz-Aufstäuben, wie sie zum
Anbringen der Kontakte am Halbleiterplättchen Verwendung finden kann,
F i g. 4 eine Draufsicht auf das Halbleiterplättchen der F i g. 1 nach dem Anbringen von Kontakten und
Anschlußstellen,
F i g. 5a und 5b einen Schnitt und eine Draufsicht des in Fig.4 gezeigten Halbleiterplättchens nach dem
Anbringen der Zuleitungen und dem Einbetten in Kunststoff, wobei die Schnittrichtung der F i g. 5a durch
die Linie 5a-5a in Fig. 5b angedeutet ist; der obere Toil
der Kunststoffkapsel wurde jedoch in Fig. 5b abgeschnitten,
um die Anordnung deutlicher darstellen zu können,
F i g. 6 einen Schnitt durch eine integrierte Schaltung
mit lediglich in einer einzigen Ebene liegenden Verbindungen,
Fig.7 eine Draufsicht, die die Anordnung von
Schaltungselementen in einer der Funktionseinheiten eines Halbleiterplättchens zeigt, das in Fig.8 dargestellt
ist und Zwischenverbindungen in mehreren Ebenen benötigt,
F i g. 8 eine Draufsicht auf dieses Halbleiterplättchen,
das mehrere Funktionseinheiten enthält,
F i g. 9 ein Schaltschema einer der Funktionseinheiten der F i g. 7 und
Fig. 10 bk *2 mehrere Schnitte zur Erläuterung der
Herstellung der in Fig.8 gezeigten integrierten Schaltung entsprechend der Linie 10-10 F i g. 8.
Die Erfindung sieht Kontakte und Zwischenverbindüngen
für Halbleiteranordnungen vor, die korrosionsbeständig sind und entweder an nicht eingekapselten
oder nicht hermetisch eingekapselten Halbleiteranordnungen mit Vorteil verwendet werden können. Es wird
eine homogene Mischung vorgegebener Mengen von Molybdän oder Wolfram und einem Modifikator-Metall
verwendet, weiches eine größere Korrosionsbeständigkeit
als Molybdän bzw. Wolfram hat, um die Korrosionsbeständigkeit des letzteren zu erhöhen. Die
Vorteile, die durch die Verwendung von Molybdän erzielt werden können, sind in der US-Patentschrift
33 41 753 beschrieben. Erwähnenswert ist, daß Molybdän
und Wolfram außerordentlich gut an Silizium und Siliziumoxid haftet, daß sie keine intermetallischen
Verbindungen mit Gold bilden und eine Sperrschicht zwischen Gold und dem Halbleitermaterial darstellen,
was dann wichtig ist, wenn man Gold als übergeschichtetes Metall verwendet, wo es sowohl eine Schutzschicht
als auch einen Leiter mit niederem spezifischen Widerstand darstellt.
Eine der Forderungen, die an ein Modofikator-Metall gestellt werden müssen, besteht darin, daß es korrosionsbeständiger
als Molybdän bzw. Wolfram sein muß, mit dem zusammen es eingesetzt werden soll. Das
bedeutet, daß das Modifikator-Metall nur geringfügig in wäßrigen Säuren — ausgenommene Flußsäure —
löslich sein darf; ferner müssen die Oxide des Modifikators stabiler als die Oxide des Molybdäns bzw.
Wolfram sein, und sie dürfen auch in den verschiedensten Säuren nur geringfügig löslich sein. Das Modifikator-Metall
muß ferner in der Lage sein, passivierende Oxidschichten zu bilden, und zwar bei den verschiedensten
Oxydationspotentialen; schließlich muß der Modifikator in hohem Maße korrosionsbeständig sein. Er
sollte aber auch einen verhältnismäßig hohen Schmelzpunkt und eine niedrige Selbstdiffusion haben.
Jedoch ist keines der Modifikator-Metalle, das die vorstehend geschilderten Forderungen erfüllt, mit Gold
metallurgisch ausreichend stabil, um es als Sperrschicht bei einem Metall-Gold-Kontakt einzusetzen.
Das ideale Modifikator-Metall ist unlöslich in Molybdän bzw. Wolfram und bildet mit diesem keine
Verbindungen. Jedoch ist jedes Metall, das die vorstehend geschilderten Forderungen erfüllt, entweder
löslich in Molybdän bzw. Wolfram oder bildet mit diesem eine Verbindung. Die Forderung, daß das
Modifikator-Metall keine Verbindungen mit Molybdän bzw. Wolfram bilden darf und sich in diesem nicht lösen
sollte, wird im Hinblick auf die Ätzfähigkeit der Mischung aus Molybdän bzw. Wolfram und dem
Modifikator-Metall aufgestellt, denn die Ätzfähigkeit ändert sich mit dem Prozentsatz eines zugesetzten
Elementes in einer Mischung. Das Ätzen wird immer schwieriger, je größer die prozentuale Löslichkeit ist,
und Mischungen, die Verbindungen bilden, sind am schwierigsten zu ätzen, wenn das gewünschte Schaltungsmuster
gebildet werden soll. Beispiele von Modifikator-Metallen, die alle gewünschten Eigenschaften
mit der Ausnahme haben, daß sie keine Verbindung bilden mit oder löslich sind in Molybdän bzw. Wolfram,
sind die folgenden Elemente: Titan, Tantal, Chrom, Zirkon, Hafnium und Silizium.
ίο Als Modifikator-Metall bevorzugt wird Titan, das in
jedem Verhältnis in Molybdän löslich ist, mit diesem und mit Wolfram jedoch keine Verbindungen bildet; in Titan
ist außerdem Wolfram unterhalb von 700° C praktisch unlöslich. Titan seinerseits ist in Wolfram bei 600° C nur
bis zu ungefähr 4 Gew.-°/o löslich. Die gegenseitige Diffusion in Wolfram-Titan-Mischungen, in denen der
Titananteil 4% übersteigt, wird durch die Konzentration begrenzt und ist deshalb ziemlich niedrig. Die übrigen
vorstehend erwähnten Metalle eignen sich zwar auch als Modifikator-Metalle, jedoch werden sie in ihrer
Reihenfolge aus den folgenden Gründen weniger bevorzugt: Tantal und Chrom bilden keine Verbindungen
mit Molybdän bzw. Wolfram, jedoch sind sie in Molybdän bzw. Wolfram in jedem Verhältnis löslich.
Die höheren Oxide des Chroms sind wasserlöslich und infolgedessen nicht so korrosionsbeständig, wenn man
eine hohe positive Vorspannung anlegt. Zirkon bildet Verbindungen mit Molybdän bzw. Wolfram, ebenso wie
dies bei Hafnium und Silizium der Fall ist.
Eine homogen gemischte Schicht aus Molybdän bzw. Wolfram und einem Modifikator-Metall, bei dem es sich
vorzugsweise um Titan handelt, läßt sich leicht durch Hochfrequenz- oder Trioden-Aufsprühen mittels Kathoden
herstellen, die in der üblichen Pulvermetallurgie-Technik produziert wurden. Titankonzentrationen über
ungefähr 4% in Wolfram-Titan-Mischungen führen zu Pseudo-Legierungen, in denen der 4% übersteigende
Titananteil zwar nicht in Wolfram legiert bzw. gelöst ist, jedoch der erhöhte Titananteil trotzdem die gewünschte
Korrosionsbeständigkeit bei Wolfram bewirkt.
Die untere Grenze des Anteils des Modifikator-Metalls
in der Mischung mit Molybdän bzw. Wolfram wird dadurch bestimmt, daß dieser Anteil an Modifikator-Metall
die Korrosionsbeständigkeit des Molybdäns bzw. Wolframs in ausreichendem Maße erhöht. Zufällige
Verunreinigungen mit kleinem Mengenanteil aus den vorstehend erwähnten Modifikator-Metallen, wie sie
unbeabsichtigt in das Molybdän bzw. Wolfram gelangen können, haben keinen Einfluß auf die Korrosionsbeständigkeit
des Molybdäns bzw. Wolframs, aus dem beispielsweise die Kontakte gebildet werden. Es muß
also schon ein merklicher Anteil an Modifikator-Metall absichtlich dem Molybdän bzw. Wolfram beigegeben
werden. Praktisch liegt die untere Grenze für den Anteil des Modifikator-Metalls bei ungefähr 3 Gewichts-%.
Die Passivierung oder Korrosionsbeständigkeit des Kontakts nimmt mit dem Anteil des Modifikator-Metalls
in der Mischung mit Molybdän bzw. Wolfram zu. Übersteigt der Anteil des Modifikator-Metaüs jedoch
bo ungefähr 20% — bei diesem Wert zeigt sich eine
ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit der Kontakte — so bringt das Modifikator-Metall auch nachteilige
Eigenschaften der Mischung mit sich.
Die obere Grenze für den Anteil des Modifikator-Me-
h") tails i.i der Mischung mit Molybdän bzw. Wolfram wird
durch zweierlei bestimmt: Erstens durch denjenigen Anteil an Modifikator-Metall, den die Molybdän- bzw.
Wolfram-Matrix aufnehmen kann, ohne daß das
Modifikator-Metall mit der Goldschicht reagiert und infolgedessen deren spezifischen Widerstand anhebt,
und zweitens durch die Ätzbarkeit der Schicht, die mit der Zunahme des Anteils an Modifikator-Metall
abnimmt. Ferner wird es schwierig, den metallischen Kontakt aus Molybdän bzw. Wolfram und Modifikator-Metall
exakt zu definieren, wenn das Modifikator-Metall mit der angrenzenden Goldschicht reagiert. Die
Mischung aus Molybdän bzw. Wolfram und Modifikator-Metall läßt sich außerordentlich schwer ätzen, wenn
der Anteil des Modifikator-Metalls ungefähr 35% übersteigt, und die Mischung wird metallurgisch instabil
und führt zu einer Reaktion des Modifikator-Metalls mit dem Gold, wenn der Anteil des Modifikator-Metalls
über ungefähr 60% liegt. Die Verwendung von Kontakten, die mehr als ungefähr 35% bzw. 60%
Modifikator- Metall enthalten, ist zwar möglich, jedoch muß sorgfältiger gearbeitet werden, und die Herstellung
benötigt mehr Zeit, da es schwieriger wird, die einzelnen Kontakte und Zwischenverbindungen in der richtigen
Gestalt herzustellen. Am zweckmäßigsten ist ein Gehalt von ungefähr 20% an Modifikator-Metall. Die angegebenen
Prozentsätze sind Durchschnittswerte und treffen exakt nicht für jedes Modifikator-Metall zu, da
sich diese in ihren Eigenschaften geringfügig voneinander unterscheiden, so daß sich die angegebenen
Prozentsätze verschieben.
Im folgenden wird der Einfachheit halber nur noch die
Verwendung von Molybdän und Titan beschrieben, wobei an die Stelle des Molybdäns stets auch Wolfram
treten kann, sofern nichts Gegenteiliges ausgeführt wird.
Die F i g. 1 und 2 zeigen ein Halbleiterplättchen 10, in dem ein Transistor gebildet worden ist, der eine Basis 11
und einen Emitter 12 aufweist und wobei das übrige Plättchen den Kollektor 17 bildet. Er wurde in der
üblichen Planartechnik erstellt, und zwar durch aufeinanderfolgendes Eindiffundieren von Donatoren
und Akzeptoren und dem dazwischen liegenden Bilden von Siliziumoxidmasken.
Im Planarverfahren wird eine Oxidschicht 13 auf der Oberfläche des Plättchens 10 gebildet, und zwar muß die
Schichtdicke über dem Kollektor 17 dicker als über der
Basis sein, so daß sich die übliche abgestufte Ausbildung ergibt. Für hohe Frequenzen sollten die aktiven Teile
des Transistors äußerst schmal sein, so daß der langgestreckte Emitter 12 beispielsweise 0,05 mm breit
und weniger als 0,25 mm lang ist. Die Basis 11 hat dann
beispielsweise eine Fläche von ungefähr 10-2mm2. Für
die Basiskontakte sind zwei öffnungen 14 und 15 vorgesehen, während eine öffnung 16 für den
Emitterkontakt angeordnet wurde: die letztere ist dieselbe, die auch für das Eindiffundieren des Emitters
herangezogen wurde. Wegen der extremen Kleinheit der Basis- und Emitter-Kontaktflächen müssen die
Kontakte selbst über die Siliziumoxidschicht ausgedehnt werden, damit Zuleitungsdrähte angebracht
werden können. Das Halbleiterplättchen selbst hat beispielsweise eine Kantenlänge von 0,75 mm und ist
0,1 mm dick.
Um eine Schicht aus einer Mischung aus Molybdän und einem Modifikator-Metall auf dem Plättchen 10
anzubringen — diese Schicht bildet einen Emitterkontakt 18 und einer, Basiskontakt 19 (siehe F i g. 4) —, wird
das Plättchen 10, das Teil einer größeren Halbleiterscheibe ist, zusammen mit einer Anzahl anderer solcher
Scheiben auf einer Trägerplatte 20 in einem üblichen HF-Sprühgerät 21 angebracht (siehe Fig.3). Der
Einfachheit halber wird lediglich die Bildung der Molybdän-Titan-Kontakte beschrieben. Kontakte aus
anderen Zusammenstellungen lassen sich auf dieselbe Weise herstellen. Die Trägerplatte 20 dient als Anode in
dem Hochfrequenz-Sprühkreis, während als Kathode eine Zerstäuberplatte 22 vorgesehen ist, die das Metall
enthält, das auf dem Halbleiterplättchen 10 niedergeschlagen werden soll. Selbstverständlich sind mehrere
Zerstauberplatten vorhanden, wenn verschiedene Mctalle niedergeschlagen werden sollen. Im vorliegenden
Fall besteht die Zerstäuberplatte 22 also aus der gewünschten Mischung aus Molybdän und Titan.
Hergestellt kann sie in üblicher Weise durch pulvermetallurgische Verfahren werden. Die Zerstäuberplatte 22
wird von einer Halteplatte 23 getragen, die elektrisch über einen Schalter mit einem nicht gezeigten
HF-Generator verbunden ist.
Um das Gold niederzuschlagen, wird eine Gold-Zerstäuberplatte 24 auf einer Halteplatte 25 angebracht, die
ihrerseits über einen Schalter ebenfalls mit dem HF-Generator verbunden ist. Selbstverständlich stellt
die F i g. 3 nur eine schematische Zeichnung dar, so daß aus ihr die Anordnung der verschiedenen Elemente
nicht ganz exakt entnommen werden kann. Um gleichförmige Metallschichten auf allen Halbleiterplättchen
zu erhalten, muß jede Zerstäuberplatte mindestens so groß wie jedes zu beschichtende Halbleiterplättchen
sein, und außerdem sollten die Abstände zwischen jeder Zerstäuberplatte und der Oberfläche eines jeden
Halbleiterplättchens gleich sein. Infolgedessen hat jedes Sprühgerät eine Vorrichtung innerhalb seiner Kammer
26, mit deren Hilfe die ausgewählte Zerstäuberplatte für den jeweiligen Niederschlagungsvorgang justiert werden
kann.
Es wird nun beispielsweise Argon unter einem Druck von ungefähr 6 bis 20 μbar durch einen Einlaß 27' in das
Sprühgerät 21 geleitet, worauf man die Hochfrequenzenergie zwischen Trägerplatte 20 und Halteplatte 22
anlegt; als zweckmäßig hat sich eine Frequenz von ungefähr 15 MHz erwiesen, und der Vorgang des
Niederschiagens sollte so lange aufrechterhalten werden, daß eine Molybdän-Titan-Schicht auf dem Halbleiterplättchen
10 entsteht, die ungefähr 250 nm dick ist. Danach wird die H F-Energie abgeschaltet und zwischen
die Trägerplatte 20 und die Gold-Zerstäuberplatte 24 angelegt. Sie bleibt dann so lange eingeschaltet, bis auf
der Molybdän-Titan-Schicht eine beispielsweise 1000 nm dicke Goldschicht entstanden ist. Danach wird
HF-Energie abgeschaltet,der Argon-Zustrom unterbrochen und das Halbleiterplättchen 10 dem Gerät 21
entnommen. Selbstverständlich kann die Molybdän-Titan-Schicht auch in anderer Weise aufgebracht werden,
beispielsweise durch Triodenzerstäubung. Gleiches gilt für die Goldschicht. Man kann aber auch zur üblichen
Aufdampftechnik greifen, wenn dies günstiger erscheint
man die Halbleiterscheiben selektiv ätzt, insbesondere
unter Verwendung von Fotolackmasken. Hierfür eignet
Wi sich besonders ein Fotolackmaterial, das in bestimmter
Weise mit ultraviolettem Licht durch eine Maske hindurch an den Stellen belichtet wird, wo das Gold und
die Molybdän-Titan-Schicht verbleiben sollen. Die nicht belichteten Teile der Fotolackschicht werden dann
bs durch eine Entwicklerflüssigkeit entfernt Die Fotolackmaske liegt dann nur noch über denjenigen Teilen der
Gold- und Molybdän-Titan-Schicht, die die Emitter- und Basis-Kontakte sowie die ausgedehnten Leitungen
bilden sollen, wie sie die F i g. 4 erkennen läßt.
Anschließend wird das Halbleiterplättchen geätzt, um die nicht von der Maske abgedeckten Teile der
Goldschicht 27 zu entfernen. Ein geeignetes Ätzmittel für Gold ist eine alkoholische Lösung aus |od und
Xaliumjodid. Die nun freigelegten Teile der Molybdän-Titan-Schichl 28 werden nun ebenfalls abgeätzt,
beispielsweise mittels einer basischen Lösung aus Kaliumferricyanid, so daß die Kontakte 18 und 19
entstehen, die aus den fest aneinander haftenden Schichten 27 und 28 bestehen; die Molybdän-Titan-Schicht 28 haftet ferner außerordentlich gut an der
Siliziumoxidschicht 13 und der Oberfläche des HaIbleiterplättchens 10. Das letztere ist nun so weit fertig,
daß es montiert und verpackt werden kann. Ein Beispiel einer nicht hermetisch dicht abschließenden Verkapselung ist eine Kunststoffumhüllung S, wie sie die F i g. 5a
und 5b zeigen. Nachdem das Halbleiterplättchen 10 an einer Kollektorzuleitung 9 angebracht worden ist, wird
ein Golddraht 6 sowohl mit dem Basiskontakt 19 als auch mit einer Basiszuleitung 8 verbunden, beispielsweise mit Hilfe des sogenannten »Ball-Bonding«, und ein
weiterer Golddraht 7 verbindet zwischen dem Emitterkontakt 18 und einer Emitterzuleitung 10. Dann wird die
Kunststoffumhüllung 5 über dem Halbleiterplättchen 10 gebildet.
Um einen guten ohmschen Kontakt geringen Widerstands zwischen dem Silizium und der Molybdän-Titan-Schicht zu schaffen, ist es erforderlich, daß der
Oberflächenbereich des Siliziums, in dem der Kontakt gebildet werden soll, eine hohe Störstellendichte
aufweist und entweder N oder P-Ieitend ist; dies gilt, wie bekannt, bei allen Kontakten aus schwer schmelzbaren
Metallen. Dient als Dotierungsmaterial entweder Bor oder Phosphor, so sollte die Oberflächenkonzentration
größer als 2 χ ΙΟ19 Atome/cm3 sein, insbesondere
größer als 1021 Atome/cm3. Es können natürlich auch
elektrische Kontakte zu Siliziumoberflächen mit einer geringeren Störstellendichte erzeugt werden, jedoch
nimmt der Obergangswiderstand am Kontakt mit der Abnahme der Konzentration der Verunreinigungen zu.
Bei typischen Transistoren weist der N-leitende Emitter üblicherweise eine sehr hohe Störstellenkonzentration auf, insbesondere im Bereich seiner Oberfläche, da die Emitterzone durch eine zweite Diffusion
geschaffen worden ist. Die Basiszone hat üblicherweise eine geringere Störstellendichte, jedoch weist sie
mindestens an der Oberfläche ebenfalls einen hohen Dotierungsgrad auf, damit ein Kontakt niederen
Widerstands hergestellt werden kann. Ist dies nicht der Fall, so wird vor dem Niederschlagen des Kontaktmaterials in einem weiteren Diffusionsverfahren eine flache
P-leitende Diffusionszone zusätzlich geschaffen. Das Diffundieren kann durch öffnungen ungefähr derselben
Größe und ungefähr am selben Platz erfolgen wie die Öffnungen 14 und 15, die für die Herstellung der
Basiskontakte gebildet worden sind, und vorzugsweise handelt es sich um dieselben öffnungen. Bei integrierten
Schaltungen sind besondere Diffusionsschritte zur Erzeugung hoher Oberflächenkonzentrationen im Bereich der Kontakte noch notwendiger. Dies kommt
daher, -weil der Kollektorkontakt oben am Halbleiterplättchen in einem Bereich erzeugt wird, bei dem es sich
um eine epitaktische Schicht geringer Störstellendichte oder tun die erste Diffusionszone in einem dreifach
diffundierten Bereich handeln kann, die üblicherweise
eine verhältnismäßig geringe Störstellenkonzentration aufweist, um die beiden folgenden Diffusionsschritte
durchführen zu können. Des weiteren wird auch die Basiszone des Transistors oder einer integrierten
Schaltung üblicherweise gleichzeitig mit der Bildung durch Diffusion geschaffener Widerstände erzeugt. Da
der spezifische Widerstand des Materials, das diese Widerstände bildet, verhältnismäßig hoch sein sollte,
muß die Störstellendichte in der Basiszone ziemlich nieder sein. Infolgedessen sollte die Konzentration an
Dotierungsstoffen im Bereich des Kollektors, der Basis
to und der Widerstände dort erhöht werden, wo Kontakte angebracht werden müssen.
Die F i g. 6 zeigt eine integrierte Schaltung im Schnitt, die lediglich in einer Ebene Zwischenverbindungen
benötigt. Sie ist in einem P-Ieitenden Siliziumplättchen
ts 30 gebildet und umfaßt einen Transistor am linken Ende
mit durch Diffusion erzeugtem Kollektor 31. Basis 32 und Emitter 33; es handelt sich dabei um einen
NPN-Transistor. Am rechten Ende liegt ein Widerstand
in einer Isolierzone 34, wobei der Widerstand selbst
durch eine P-leitende Diffusionszone gebildet wird und
mit 35 bezeichnet ist. Ehe der zweite Diffusionsschritt zum Einbringen N-leitender Verunreinigungen durchgeführt wird, d. h. vor der Bildung des Emitters 33, wird
in eine Isolierschicht 36, die beispielsweise aus
Siliziumoxid bestehen kann, eine Öffnung eingebracht, und zwar an der Stelle, an der der Kollektorkontakt
gebildet werden soll; infolgedessen wird gleichzeitig mit dem Emitter 33 ein Diffusionsbereich 37 mit hoher
N+-Störstellendichte gebildet. Diffusionsbereiche 38,39
und 42 mit hoher P+-Störstellendichte werden anschließend durch selektives Eindiffundieren von Bor erzeugt,
wobei die Isolierschicht 36 als Maske Verwendung finden kann. Dann werden in der Isolierschicht in
üblicher Weise mittels einer Fotolackschicht und einem
Ätzvorgang Öffnungen geschaffen, und zwar an
denjenigen Stellen, an denen Kontakte zum Transistor und zu dem Widerstand hergestellt werden sollen.
Schließlich wird in der beschriebenen Weise eine Molybdän-Titan-Schicht 40 aufgebracht und diese von
einer Goldschicht 41 überdeckt, worauf diese Schichten selektiv entfernt werden, wodurch das gewünschte
Leitungs- und Kontaktmuster entsteht. Der Kollektor 31 ist mit einem Ende 38 des Widerstands durch eine
Zwischenverbindung 39 verbunden, die über die
Isolierschicht verläuft. Diese Zwischenverbindung hat
ebenso wie die übrigen Kontakte und Zwischenverbindungen der integrierten Schaltung eine Schicht 40 aus
einer Mischung aus Molybdän und Titan, die an der Isolierschicht 36 und den freiliegenden Oberflächentei
len des Halbleiterplättchens 30 festhaftet, sowie darüber
eine Goldschicht 41, die ihrerseits fest an der Schicht 40 haftet
Ein besonderes Eindiffundieren von P+-Verunreinigungen zur Erzeugung eines niederen Widerstands am
Kontakt kann dann unnötig werden, wenn ein äußerst dünner FHm aus Aluminium oder Platin auf die
Siliziumoberfläche aufgebracht und im Falle von Platin in diese eingesintert wird, so daß Platinsilicid entsteht,
ehe man die Molybdän-Titan-Schächt aufbringt
Die Fig.7 zeigt eine integrierte Schaltung, die
Zwischenverbindungen in mehr als eine Ebene benötigt Ein Halbleiterscheibchen 70, das beispielsweise aus
Silizium besteht, weist eine Anzahl von in ihm gebildeter fraktioneller Elemente auf. In der Abbildung sind 16
solcher Elemente dargestellt, jedoch könnten es sehr
viel mehr sein. Jedes dieser funktionalen Elemente 71
bis 86 enthält eine Anzahl von Transistoren, Widerständen, Kondensatoren u. dgL, die miteinander verbunden
die gewünschte Schaltung ergeben. So kann beispielsweise das funktionell Element 73 die in Fig.9
schematisch und in der Draufsicht in Fig.8 gezeigte Schaltung umfassen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
handelt es sich dabei um PNP-Transistoren 90 bis 93 und NPN-Transistoren 94 bis 100;
außerdem sind drei Eingangsanschlüsse A, B und X sowie ein Ausgangsanschluß G vorgesehen. Diese
Anschlüsse sowie ein Spannungszuführungsanschluß V entsprechen den mit den gleichen Buchstaben bezeichneten
Anschlüssen in F i g. 7.
Sollen die vier funktionellen Elemente 73, 76, 81 und 86 der insgesamt 16 Elemente 71 bis 86 in einer
bestimmten Weise miteinander verbunden werden, damit eine besondere elektrische Schaltung entsteht,
wie dies in F i g. 7 dargestellt ist, so werden die Anschlüsse B, D, /und Oder funktioneilen Elemente 73,
76, 81 und 86 untereinander mit Hilfe einer Zwischenverbindung 87 verbunden. In gleicher Weise werden die
Anschlüsse V. F, L und R mittels einer Zwischenverbindung 88 und die Anschlüsse X, H, Mund Q mittels einer
Zwischenverbindung 89 miteinander verbunden. Wenn man bedenkt, daß schon eine große Anzahl elektrischer
Zwischenverbindungen in einer ersten Ebene bestehen, die die verschiedenen Transistoren untereinander und
mit anderen Schaltungselementen und Anschlüssen verbinden, so erkennt man, daß die Zwischenverbindungen
87 bis 89 notwendigerweise einige der Zwischenverbindungen der ersten Ebene überkreuzen müssen, wie
dies die F i g. 8 erkennen läßt. Aus diesem Grund und da außerdem die Zwischenverbindungen für die funktioneilen
Elemente zweckmäßigerweise getrennt von denjenigen für die einzelnen Schaltungselemente erstellt
werden, bildet man sie gemäß F i g. 7 in einer zweiten Ebene und legt zwischen sie und die Zwischenverbindüngen
der ersten Ebene eine Isolierschicht.
Die Transistoren und andere Schaltelemente können in oder auf den Halbleiterscheibchen 70 in bekannter
Weise gebildet werden, beispielsweise in Epitaxialtechnik oder durch Eindiffundieren von Dotierungsstoffen. *o
So zeigt die Fig. 10 im Schnitt einen Teil der
integrierten Schaltung der F i g. 8 vor dem Aufbringen jeglicher metallischer Zwischenverbindungen. Ein
NPN-Transistor 94 umfaßt einen N-leitenden Kollektor, der vom Halbleiterscheibchen selbst gebildet wird, «5
sowie eine durch Diffusion geschaffene, P-leitende Basis UO und einen N-leitenden Emitter 111. Ein Widerstand
Z?i wird durch eine P-leitende und durch Diffusion
geschaffene Zone 112 gebildet, die man gleichzeitig mit
der Basis 110 des Transistors 94 erzeugte. Eine Isolierschicht 113, die beispielsweise aus Siliziumoxid
bestehen kann, liegt auf der Oberfläche des Halbleiterscheibchens und ist abgestuft, wie dies die Zeichnung
erkennen läßt, '-vas von den aufeinanderfolgenden
Diffusionsschritten herrührt Dann werden Öffnungen in der Isolierschicht gebildet, um anschließend die in der
ersten Ebene liegenden metallischen Zwischenverbindungen ohmisch an die Halbleiterbauelemente anschließen zu können.
In einem nächsten Schritt wird ein dünner und beispielsweise ungefähr 120 nm dicker Molybdänriun
116 auf der Oberfläche der Isolierschicht 113 niedergeschlagen, der sich an den Öffnungen der Isolierschicht in
ohmschem Rontakt mit dem Halbleitermaterial befindet Der Film 116 kann auch aus einer Mischung aus
Molybdän und Titan bestehen, jedoch ist die Korrosionsbeständigkeit dieser Mischung für diesen I7Om noch
nicht erforderlich, da er von einer weiteren Isolierschicht 119 (siehe Fig. 12) abgedeckt und geschützt
wird. Zum Niederschlagen des Molybdänfilms können die verschiedensten Verfahren herangezogen werden,
wie dies auch anhand der Molybdän-Titan-Schichten schon erläutert worden ist. Auf dem Molybdänfilm wird
dann durch irgendeines der bekannten Verfahren eine Goldschicht 117 niedergeschlagen, die beispielsweise
750 nm dick sein kann. An ihrer Stelle können aber auch andere gut leitende Metalle, wie Kupfer vorgesehen
werden, das metallurgisch mit Molybdän stabil ist. Auf der Goldschicht wird eine zweite und beispielsweise
ungefähr 120 nm dicke Molybdänschicht 118 gebildet, worauf die drei Schichten aus Molybdän, Gold und
Molybdän nacheinander in der zuvor beschriebenen Weise geätzt werden, so daß die Zwischenverbindungen
der ersten Ebene entstehen; es wird beispielsweise die Zwischenverbindung 104 gebildet, die ohmisch die Basis
114 des Transistors 94 mit dem einen Ende 112 des Widerstands R\ verbindet; eine Zwischenverbindung
101 ist ohmisch mit dem Emitter 111 des Transistors 94
verbunden, während eine Zwischenverbindung 102 ohmisch den Kollektor 70 des Transistors 94 mit dem
Spannungszuführungsanschluß V verbindet (siehe F i g. 11). Jede Zwischenverbindung hat also eine untere
Schicht aus Molybdän (116), eine Zv/ischenschicht aus Gold (117) und eine obere Schicht aus Molybdän (118).
Durch irgendeines der bekannten Verfahren wird dann eine Isolierschicht 119 beispielsweise aus Siliziumoxid
auf die Molybdänschicht 118 aufgebracht, beispielsweise
also durch Aufdampfen oder Aufsprühen und anschließend selektiv geätzt, um die Oberfläche der
Molybdänschicht 118 lediglich dort freizulegen, wo der Spannungszuführungsanschluß V liegt (siehe Fig. 12).
Der Zweck der Isolierschicht 119 ist, die Zwischenverbindungen
der beiden Ebenen voneinander elektrisch zu trennen.
Die Isolierschicht kann aber auch aus Siliziumnitrid, Aluminiumoxid oder anderen anorganischen oder
organischen Isolierstoffen bestehen. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Isolierschicht 119 aus
Siliziumoxid gebildet, das mittels HF-Zerstäubung in einer Schichtdicke von ungefähr 2000 nm aufgesprüht
wird. Um einen besseren ohmschen Kontakt zwischen den Zwischenverbindungen der beiden Ebenen zu
schaffen, wird die oberste Molybdänschicht 118 im Bereich des Spannungszuführungsanschlusses V selektiv
abgeätzt, insbesondere mit Hilfe einer Fotolackmaske, so daß der Kontakt unmittelbar zur Goldschicht 117
hergestellt werden kann.
Auf der Isolierschicht 119 wird eine beispielsweise ungefähr 120 nm dicke Molybdän-Titan-Schicht 120
gebildet, und zwar beispielsweise durch Hochfrequenz-Zerstäubung, worauf eine Goldschicht 121 insbesondere
aufgedampft wird, deren Dicke zweckmäßigerweise ungefähr 750 nm beträgt Dann werden Goldschicht und
Molybdän-Titan-Schicht 121 bzw. 120 selektiv geätzt, um das gewünschte Muster für die Zwischenverbindungen 122 der zweiten Ebene entstehen zu lassen; ein
Rontakt zwischen den beiden Ebenen entsteht am Anschluß V zwischen der Goldschächt 117 und der
Molybdän-Titan-Schicht 120. Wie bereits erwähnt läßt
sich das Gold leicht in einer alkoholischen Lösung aus Jod und Kaliumiodid ätzen, während die Molybdän-Titan-Schicht mittels einer anderen Ätzlösung entfernt
wird, nämlich zweckmäßigerweise mit Ralhimferricyanid, das man auch für reines Molybdän verwenden
kann. Die oberste Goldschicht 121 haftet gut an der Molybdän-Titan-Schicht 120.
Schließlich kann man einen nach außen führenden Golddraht (nicht dargestellt) beispielsweise durch
Anwendung von Druck und Hitze mit der Goldschicht 121 verbinden.
Einer der vielen Vorteile des in Fig. 12 gezeigten
Systems ist die extrem gute Haftung des Molybdäns und der Mischung aus Molybdän und Titan (Schichten 118
bzw. 120) an der Isolierschicht 119. Man beobachtet ein
verbessertes Haftvermögen, das auf das Titan zurückzuführen ist, wenn man Mischungen aus Molybdän und
Titan mit bis zu 3% Titan verwendet. Das letztere erhöht das Haftvermögen des Molybdäns am Siliziumoxid
oder an Glasoberflächen infolge der äußerst starken Ti-O-Bindungen, die dabei entstehen, und
verbessert die Haftung am Gold durch Ti-Au-Bindungen, die an der Grenzfläche zwischen Gold und dem
System Molybdän-Titan entstehen. Sind noch mehr Ebenen von Zwischenverbindungen und Kontakten
erforderlich, so können alle bis auf die oberste aus reinem Molybdän bestehen, während diese aus einer
Kombination von Molybdän-Titan mit Gold gebildet werden sollte; die oberste Goldschicht hat den Vorteil,
daß man leicht nach außen führende Anschlußdrähte anbringen kann. Will man eine Zuleitung unmittelbar an
die untere Molybdänschicht heranführen, so kann es zweckmäßig sein, eine Goldschicht lediglich dort auf
dem Molybdän zu erzeugen, wo dieses durch eine öffnung der darüberliegenden Isolierschicht freigelegt
ist, so daß der Golddraht an die verhältnismäßig kleine Goldschicht angeschlossen werden kann.
Um die großen, durch die Erfindung erzielten Vorteile hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit zu demonstrieren,
sollen im folgenden einige Beispiele zahlenmäßig erfaßt werden:
Bei einem üblichen Wassertropfentest mit einer Spannung von 6 Volt an einer Zahl dünner Leitungen
aus. dem zu prüfenden Metall und einem Tropfen einer 10-3-prozentigen Phosphorsäure auf den Leitungen zur
Vervollständigung des Stromkreises versagt ein Dreischichten-Metallstreifen aus Molybdän-Gold-Molybdän
innerhalb von 20 Sekunden, da die anodisch wirkenden Molybdän-Schichten abgeätzt waren. Ein Dreischichtstreifen
mit 80% Molybdän, 20% Titan-Gold-80% Molybdän und 20% Titan hielt mindestens 20 Minuten,
ehe die schwer schmelzbare Legierung und das Gold an der Anode abgeätzt waren. Die Auflösung beider
Metalle schritt ungefähr mit derselben Geschwindigkeit voran.
Bei der Prüfung der metallurgischen Stabilität wurde
ein Metallstreifen aus einer Mischung aus 19% Titan und 81% Molybdän, der ungefähr 10~4 mm dick war,
mit einer ungefähr 70 μπι dicken Goldschicht versehen
und dann auf 6000C erhitzt, und zwar während einer
Stunde in einer Stickstoffatmosphäre. Der Flächenwiderstand des Streifens betrug am Anfang 0,044 Ohm,
jedoch stieg er auf 0,098 Ohm an, was zeigt, wie gering
die Reaktion des Titans mit dem Gold ist Bei einem anderen Test mit einem ähnlichen Werkstoff stieg der
ursprünglich 0,064 Ohm betragende Flächenwiderstand bei 500° C während eines Zeitraums von 5 Minuten
überhaupt nicht. Beide Versuche zeigen also, welch große metallurgische Stabilität das System aufweist.
Die folgenden Beispiele zeigen die Vorteile, die bei der Verwendung einer Mischung aus Wolfram mit Titan
erzielt werden: Bei einem üblichen Wassertropfentest mit einer Spannung von 6 Volt an einer Anzahl dünner
Leitungen aus dem zu prüfenden Metall und einem Tropfen einer 10-3-prozentigen Phosphorsäure auf den
Leitungen zur Vervollständigung des Stromkreises versagt ein Dreischichten-Metallstreifen aus Wolfram-Gold-Wolfram
innerhalb von 5 Min., da die oberste Wolframschicht in der Umgebung der Kathode abgeätzt war; die Wasserstoffentwicklung führt zu einer
stark alkalisch reagierenden Zone rund um die Kathode. Ein Dreischichtstreifen mit 90% Wolfram und 10%
Titan-Gold, 90% Wolfram und 10% Titan hielt mindestens 30 Min, ehe die Goldschicht an der Anode
abgeätzt war.
Bei der Prüfung der metallurgischen Stabilität wurde ein Metallstreifen aus einer Mischung aus 18% Titan
und 82% Wolfram, der ungefähr 10~4 mm dick war, mit
einer ungefähr 7 χ 10~3 mm dicken Goldschicht versehen
und dann auf 6000C erhitzt, und zwar in einer
Stickstoffatmosphäre. Der Flächenwiderstand des Streifens betrug am Anfang 0,073 Ohm und fiel nach 10 Min.
auf 0,049 Ohm ab; dies ist darauf zurückzuführen, daß das Gold dabei geglüht und entgast wurde. Der
Flächenwiderstand betrug auch noch nach 30 Min. 0,049 Ohm. Dieser Test zeigt, daß das Titan der Wolfram-Titan-Mischung
nicht in die Goldschicht eindringt, denn wäre dies der Fall, so hätte der Flächenwiderstand des
Metallstreifens wegen der Erhöhung des Widerstands der Goldschicht zunehmen müssen.
Bei einem beschleunigten Lebensdauertest für Transistoren wurden eine Reihe von N PN-Transistoren mit
unterschiedlichen Kontakt- und Zwischenverbindungssystemen in einen Raum gebracht, der bei 85°C 85%
relative Feuchtigkeit aufweis. An die Emitter wurde eine Spannung von +2 Volt gelegt die Basis eines jeden
Transistors wurde geerdet und an die Kollektoren wurde eine Spannung von + 6 Volt gelegt Transistoren,
deren Kontakte und Zwischenverbindungen aus einer Wolfram- und einer Goldschicht bestanden, waren nach
96 Stunden zu 64% und nach 250 Stunden zu 95% ausgefallen, und zwar aufgrund unterbrochener Kontakte
oder Zwischenverbindungsleitungen. Transistoren mit Kontakten und Zwischenverbindungen aus 80%
Wolfram und 20% Titan sowie einer Goldschicht waren nach 96 Stunden nur zu 5% und nach 250 Stunden nur 7 a
12^% ausgefallen. Bei den Transistoren, deren Metallschichten
aus 97% Wolfram und 3% Chrom sowie einer Goldschicht bestanden, ergab sich nach 96 Stunden nur
eine Ausfallrate von 2% und nach 250 Stunden eine solche von 13%.
Claims (4)
1. Halbleiteranordnung mit metallischen Kontakten und/oder metallischen Verbindungsschichten auf
der Halbleiteroberfläche und/oder auf einer Isolierschicht
Ober der Halbleiteroberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte bzw.
Verbindungsschichten aus einer Mischung aus Molybdän oder Wolfram und einem Modifikator-Metall
oder -Metalloid bestehen, das eine größere Korrosionsbeständigkeit als Molybdän bzw. Wolfram
aufweist, das in der Lage ist, passivierende Oxidschichten zu bilden und dessen Oxid stabiler als
die Oxide des Molybdäns bzw. Wolframs sind. '
2. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Modifikator-Metall bzw.
-Metalloid Titan, Tantal, Chrom. Zirkon, Hafnium und/oder Silizium ist
3. Halbleiteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf mindestens einem Teil der
metallischen Verbindungsschicht sich eine Metallschicht höherer elektrischer Leitfähigkeit befindet.
4. Halbleiteranordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallschicht höherer
Leitfähigkeit aus Gold besteht.
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