[go: up one dir, main page]

DE1921468A1 - Substituierte Harnstoffe - Google Patents

Substituierte Harnstoffe

Info

Publication number
DE1921468A1
DE1921468A1 DE19691921468 DE1921468A DE1921468A1 DE 1921468 A1 DE1921468 A1 DE 1921468A1 DE 19691921468 DE19691921468 DE 19691921468 DE 1921468 A DE1921468 A DE 1921468A DE 1921468 A1 DE1921468 A1 DE 1921468A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
methyl
substituted ureas
hydrogen
methylurea
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691921468
Other languages
English (en)
Inventor
Fischer Dr Adolf
Zschocke Dr Albrecht
Zeeh Dr Bernd
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE19691921468 priority Critical patent/DE1921468A1/de
Priority to AU14271/70A priority patent/AU1427170A/en
Priority to NL7005946A priority patent/NL7005946A/xx
Priority to GB1980870A priority patent/GB1298122A/en
Priority to BE749489D priority patent/BE749489A/xx
Priority to FR7015321A priority patent/FR2040276A1/fr
Publication of DE1921468A1 publication Critical patent/DE1921468A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C275/00Derivatives of urea, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C275/64Derivatives of urea, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups having nitrogen atoms of urea groups singly-bound to oxygen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

1 Q 9 1 A R 8
Badische Anilin- & Soda-Pabrik AG IO^
Unser Zeichen: 0.Z. 26 I65 Schs/Be/O 6700 Ludwigshafen, 25.April 1969
Substituierte Harnstoffe
Die vorliegende Erfindung betrifft neue wertvolle substituierte Harnstoffe und diese enthaltende Herbizide.
Es ist bekannt, substituierte Harnstoffe, z.B. den N-p-Chlorphenyl-N^N'-dimethylharnstoff, als herbizide Mittel zu verwenden. Diese Mittel haben jedoch den Nachteil verschiedene Kulturpflanzen, z.B. Getreide und Reis, zu schädigen.
Es wurde gefunden, daß substituierte Harnstoffe der Formel
in der R1 Wasserstoff, die Methylgruppe oder die Gruppe -CONHRf-, wobei Rc5 eine niedere Alkylgruppe bedeutet (Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl), R2 Wasserstoff oder die Methylgruppe, R-, Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe (Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl) und R2^ einen gegebenenfalls durch Halogen (Chlor, Brom), Alkoxyl (Methoxy, Äthoxy, Propoxy, Isopropoxy), Cyan oder Alkylmercapto (Methylmercapto, Äthylmercapto) substituierten aliphatischen Rest (Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, seco Butyl, Isobutyl, tert.-Butyl, Pentyl, Hexyl, 1,3-Dimethylbutyl, Allyl, Butin-l-yl-3, Methyl-3-butin-l-yl-J) bedeuten, eine gute herbizide Wirkung bei guter Verträglichkeit an Reis, Mais und σ> Weizen zeigen.
Die neuen substituierten Harnstoffe können beispielsweise durch «ο Reduktion von substituiertem Nitrobenzol mit Zinkstaub, Umsetzung des Reduktionsproduktes mit einem Methylisocyanat und Alkylierung 197/69 · - 2 -
192U68
- 2 - O.Z. 26 165
des entstandenen Hydroxyharnstoffs mit einem Alkylierungsmittel, ■ beispielsweise Dimethylsulfat, hergestellt werden.
Die folgenden Versuchsangaben erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen.
42 Teile (Gewichtsteile) (3-Dimethylcarbamoyloxy)-nitrobenzol und 4,3 Teile Ammonchlorid werden in 50 Teilen Wasser und 100 Teilen Äthanol suspendiert bzw. gelöst und durch portionsweise Zugabe von 34 Teilen Zinkstaub bei 70° C reduziert. Nach dem Abfiltrieren der Zinksalze wird das Filtrat eingeengt, der Rückstand in 100 Teilen Äthylenchlorid gelöst, die Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und erneut vom Lösungsmittel befreit. Zu dem verbliebenen Rückstand gibt man 100 Teile Toluol und versetzt die Lösung bei Raumtemperatur mit 8,6 Teilen Methylisocyanat. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und getrocknet. Man erhält 34 Teile N-3-Dimethylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N1-methy!harnstoff j Fp 98°C.
12,65 Teile N-3-Dimethylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N'-methylharnstoff werden in 100 Teilen Wasser suspendiert und bei Raumtemperatur mit einer Lösung von 6 Teilen Natriumhydroxyd, gelöst in 20'Teilen Wasser, versetzt. Zu der Lösung tropft man bei einer Temperatur von 25 bis 500C 12,6 Teile Dimethylsulfat. Anschließend hält man das Gemisch neon einige Zeit bei einer Temperatur von 500C. Das ausgefallene öl wird mit Methylenchlorid ausgeschüttelt und dann das Lösungsmittel isn 7skuuSä entfernt. Man erhält 10,5 Teile N-^-DimethylcarbamoyloxypheajX-N-methoxy-N'-methylharnstoff; njp 1,5403.
Die übrigen Wirkstoff können nach entsprechenden Yepfahren hergestellt werden. Nachfolgend werden einige Wirkstoff genannt: N-3-Methylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N'-methylharnstoff N-3-tert. Butyloarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N1-methylharnstoff N-3-Methylcarbamoyloxyphenyl-N-methylcarbamoyloxy-N'-methy!harnstoff
N-3-Isopropylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N1,N'-dimethyl-harnstoff .N-3- [^-Methoxy-propyl-carbamoyloxyJ -phenyl-N-hydroxy-N1-methylharnstoff 009846/1989
192U68
- 3 - 0.2. 26 165
N-3- r5-Methyl-butin-l-yl-(3)-carbamoyloxyJ -phenyl-N-hydroxy-N1 -methylhamstof f
N-J- ("ß-chlorHthyl-carbamoyloxyj -phenyl-N-methylcarbamoyloxy-N'-methylharnstoff
Die erfindungsgemäßen Herbizide können als Lösungen, Emulsionen, Suspensionen oder Stäubemittel angewendet werden. Die Anwendungsformen richten sich ganz nach den Verwendungszwecken; sie sollen in jedem Fall eine feine Verteilung der wirksamen Substanz gewährleisten.
Zur Herstellung von direkt versprühbaren Lösungen kommen Mineralölfraktionen von mittlerem bis hohem Siedepunkt, wie Kerosin oder Dieselöl, ferner Kohlenteeröle sowie öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, außerdem cyclische Kohlenwasserstoffe, wie Tetrahydronaphthalin und alkylierte Naphthaline in Betracht.
Wäßrige Anwendungsformen können aus Emulsionskonzentraten, Pasten oder netzbaren Pulvern (Spritzpulvern) durch Zusatz von Wasser bereitet werden. Zur Herstellung von Emulsionen können die Substanzen als solche oder in einem Lösungsmittel gelöst, mittels Netz- oder Dispergiermitteln in Wasser homogenisiert werden. Es können aber auch aus wirksamer Substanz, Emulgier- oder Dispergiermittel und eventuell Lösungsmittel bestehende Konzentrate hergestellt werden, die zur Verdünnung mit Wasser geeignet sind.
Stäubemittel können durch Mischen oder gemeinsames Vermählen der wirksamen Substanzen mit einem festen Trägerstoff hergestellt werden.
Ein Zusatz von Insektiziden, Fungiziden, Bakteriziden, Wachstumsregulatoren und anderen Herbiziden ist ebenso möglich wie die Mischung mit Düngemitteln.
Die folgenden Beispiele zeigen die Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel.
009846/1989
192U68
O.Z. 26 165
Beispiel 1
Im Gewächshaus wurde in Versuchstöpfe lehmhaltiger Tonboden eingefüllt und die Samen von Oryza sativa (Reis), Zea mays (Mais, Triticum vulgäre (Weizen), Poa annua, Poa trivialis, Dactylis glomerata, Sinapis arvensis, Chenopodium album und Stellaria media eingesät. Der so vorbereitete Boden wurde mit je 5 ^g je ha der folgenden Wirkstoffe N-3-Dimethylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N1-methylharnstoff (i) und im Vergleich dazu mit N-p-Chlorphenyl-N1-dimethylharnstoff (II) jeweils dispergiert in 500 Liter Wasser je ha, behandelt. Nach 4 Wochen wurde festgestellt, daß der Wirkstoff I bei gleich guter herbizider Wirkung eine wesentlich bessere Verträglichkeit als II an Oryza sativa, Zea mays und Triticum vulgäre zeigte.
Das Versuchsergebnis ist aus nachfolgender Tabelle zu ersehen:
Nutzpflanzen Oryza sativa Zea mays Triticum vulgäre Unerwünschte Pflanzen Poa annua Poa trivialis Dactylis glomerata
Sinapis arvensis Chenopodium album Stellaria media
0 = ohne Schädigung 100 β totale Schädigung
Wirkstoff II
I 40
0 25
0 40
0 95
95 95
95 95
90 100
100 100
95 90
90
Beispiel 2 .
Die Pflanzen Oryza sativa (Reis), Echinochloa crus-galli, Poa annua, Lolium perenne, Chenopodium album, Stellaria media und Sinapis arvensis wurden bei einer Wuchshöhe von 3-18 cm mit je 2 kg
00984 6/1989 · _5_
192H68
- 5 - ■ O.Z. 26 165
♦je ha der folgenden Wirkstoffe N-3-Dimethylcarbamoyloxyphenyl-N-hydroxy-N'-methylharnstoff (i) und im Vergleich dazu mit N-p-Chlorphenyl-N*-dimethylharnstoff (II) behandelt, jeweils dispergiert in 500 Liter Wasser je ha. Nach 3-4 Wochen zeigte der Wirkstoff I im Vergleich zu II eine bessere Reisverträglichkeit bei gleich guter herbizider Wirkung.
Wirkstoff I II
Nutzpflanzen
Oryza sativa 10 65
Unerwünschte Pflanzen Echinochloa crus-galli Poa. annua
Lolium perenne
Chenopodium album
Stellaria media
Sinapis arvensis
0 = ohne Schädigung 100 = totale Schädigung
90 95
100 100
95 95
95 95
90 90
100 100
009846/1989

Claims (2)

192U68
- 6 - O.Z. 26 165
Patentansprüche
Substituierte Harnstoffe der Formel
r NV-N-C-N;
F=7 OR1
CH3
-R2
Ö "R4
in der R1 Wasserstoff, die Methylgruppe oder die Gruppe -CONHR1-, wobei Rp. eine niedere Alkylgruppe bedeutet, R2 Wasserstoff oder die Methylgruppe, R, Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe und R^ einen gegebenenfalls durch Halogen, Alkoxyl, Cyan oder Alkylmercapto substituierten aliphatischen Rest bedeuten.
2. Herbizid, bestehend aus oder enthaltend eine Verbindung, wie in Anspruch 1 gekennzeichnet.
' Badische Anilin- & Soda-Fabrik AG
0098A6/1989
DE19691921468 1969-04-26 1969-04-26 Substituierte Harnstoffe Pending DE1921468A1 (de)

Priority Applications (6)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691921468 DE1921468A1 (de) 1969-04-26 1969-04-26 Substituierte Harnstoffe
AU14271/70A AU1427170A (en) 1969-04-26 1970-04-23 Substituted ureas
NL7005946A NL7005946A (de) 1969-04-26 1970-04-23
GB1980870A GB1298122A (en) 1969-04-26 1970-04-24 Substituted ureas
BE749489D BE749489A (fr) 1969-04-26 1970-04-24 Urees substituees
FR7015321A FR2040276A1 (de) 1969-04-26 1970-04-27

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691921468 DE1921468A1 (de) 1969-04-26 1969-04-26 Substituierte Harnstoffe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1921468A1 true DE1921468A1 (de) 1970-11-12

Family

ID=5732547

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691921468 Pending DE1921468A1 (de) 1969-04-26 1969-04-26 Substituierte Harnstoffe

Country Status (6)

Country Link
AU (1) AU1427170A (de)
BE (1) BE749489A (de)
DE (1) DE1921468A1 (de)
FR (1) FR2040276A1 (de)
GB (1) GB1298122A (de)
NL (1) NL7005946A (de)

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3670010A (en) * 1969-05-06 1972-06-13 Stauffer Chemical Co Trifluoromethyl acylated urea carbamates

Also Published As

Publication number Publication date
AU1427170A (en) 1971-10-28
NL7005946A (de) 1970-10-28
GB1298122A (en) 1972-11-29
BE749489A (fr) 1970-10-26
FR2040276A1 (de) 1971-01-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1793602C3 (de) N-O-ChloM-bromphenyO-K-methyl-K-methoxy-harnstoff. Ausscheidung aus: 1542724
DE1953149A1 (de) Mikrobizide Mittel
DE2037265A1 (de) Herbizid
CH428747A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Harnstoff- und Thioharnstoffderivate
DE1518815A1 (de) Herbizid und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1918112C3 (de) N-(3-Chlor-4-äthoxyphenyi)-N'-methyI-N'-methoxyharnstoff, Verfahren zu seiner Herstellung sowie diesen enthaltende herbizide Mittel
DE2217722C2 (de) Herbizid
DE1921468A1 (de) Substituierte Harnstoffe
DE2131401C3 (de) Herbizides Gemisch auf Benzothiadiazinondioxid-Basis
DE2219802C2 (de) Oximäther und diese enthaltende Herbizide
DE2258243A1 (de) Heterocyclische verbindungen und deren verwendung
DE1618169A1 (de) Substituierte Phenylcarbaminsaeureureidophenylester
DE1670689A1 (de) Verfahren zur Herstellung substituierter Imidazopyridine
DE1643719A1 (de) Substitutierte Dinitroaniline und diese enthaltende Herbizide
DE2238042A1 (de) Heterocyclische verbindungen und deren verwendung
DE1668004C3 (de) N-Arylharnstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende herbicide Mittel
DE1542687A1 (de) Herbizide Mittel
DE1903466A1 (de) Substituierte Triazine
DE1670312A1 (de) Substituierte 1,2,4-Oxadiazolidin-3,5-dione
DE1542820A1 (de) Herbizide
DE1670315C (de) 1 (m Tnfluormethylphenyl) 4 methoxy 5 halogen pyndazon (6) derivate
DE1642218C (de) Substituierte Thiocarbamate und deren Verwendung
DE1204880B (de) Selektives Herbizid
DE1670289B2 (de) S-triazinderivate
DE1938612C3 (de) Biscarbamate und herbizide Mittel