DE1969511U - Gelenkband fuer tueren u. dgl. - Google Patents
Gelenkband fuer tueren u. dgl.Info
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E05D11/08—Friction devices between relatively-movable hinge parts
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Description
U0048M9.7.67
PATENTANWÄLTE
DIPL-ING. LUDEWIG - DIPL-PHYS. BUSE . 56 WUPPERTAL-BÄRMEN
Kennwort: Gleitringpaar
Firma Dörken & Mankel KG9 Ennepetal-Voerde, Breckerfelder
Straße 42 - 48
Gelenkband für Türen u, dgle
Die Erfindung bezieht sich auf ein für Türen u. dgl« bestimmtes
Gelenkband, das zwei je eine Bandhülse und einen Bandlappen umfassende Bandhälften aufweist, die durch einen
in beide Bandhülsen fassenden, vorzugsweise hohlen und gegebenenfalls eine an den Bandhälften abgestützte Drehfeder umgreifenden
Bandzapfen drehbar verbunden sind, wobei zwischen die einander zugewandten Stirnseiten der Bandhülsen eine Einlage
geschaltet ist. Gelenkbänder werden für unterschiedliche
Zwecke eingesetzt. Gelegentlich dienen sie nur zur Führung, d. h„ zur Übertragung von Querkräften. In anderen Anordnungen
kommt dazu die Aufgabe, das Gewicht des gehalterten Flügels wir Türflügels auf den Rahmen od. dgl. zu übertragen, d. h.
Längskräfte aufzunehmen. Dies gilt auch für als Federbänder ausgestaltete Gelenkbänder der eingangs umschriebenen Art,
die entweder lediglich ein im Schließsinne gerichtetes Dreh-
— 2 —
moment auf die Tür od. dglo äußern oder zusätzlich zur Führung
und fallweise weiterhin zur Übertragung von axialen Beanspruchungen, d„ h. zur Übernahme von vertikal gerichteten
Kräften angeordnet werden. Sofern bei Gelenkbändern der eingangs umschriebenen Art Axialbeanspruchungen auftreten, liegen
Stirnflächen der beiden Bandhälften abstützend gegeneinander. Da diese Flächen entsprechend der geringen Dicke der die
Bandhälften bildenden Zuschnitte nur schmal sind, ergeben sich in der Regel recht hohe spezifische Flächenpressungen,
die bei einem unmittelbaren Gegeneinanderliegen der Bandhülsen zu einem schnellen Verschleiß führen, weil die für
die Bandhülsen geeigneten Werkstoffe für Gleitlagerungszwecke recht ungeeignet sind. Es ist schon versucht worden, die
Dauerhaftigkeit von axial beanspruchten Gelenkbändern durch
zwischen die einander zugekehrten Stirnseiten der Bandhälften geschaltete Einlagen zu vergrößern. Als Einlagen sind gelegentlich
schon axial belastbare Wälzlager verwandt worden, doch sind solche Ausführungen nur ausnahmsweise praktisch brauchbar,
weil für derartige Lager kaum jemals ein ausreichender Raum verfügbar ist. Bei anderen bekannten Ausführungen ist
zwischen die einander zugewandten Stirnflächen der Bandhülsen eine in der Regel nichtmetallische Verschleißscheibe insbesondere
aus Vulkanfiber od. dgl. eingelegt, die sich bedarfsweise leicht auswechseln läßt. Solche Ausführungen haben sich
nicht zufriedenstellend bewährt, weil erfahrungsgemäß noch ein verhältnismäßig hoher axialer Verschleiß auftritt, durch
den übrigens auch die Lage des Türflügels od. dgl. im Rahmen beeinflußt wird«
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Gelenkbänder der eingangs umschriebenen Art zu schaffen, die bedarfsweise
ohne Schmäleriang ihrer Brauchbarkeit langdauernd mit hohen Längskräften belastbar sind. Dies wird erfindungsgemäß im
wesentlichen dadurch erreicht, daß die Einlage wenigstens zwei sich bei axialer Belastung unmittelbar aneinander abstützende
Ringscheiben umfaßt. Die Ausbildung der Einlage in Form zweier sich bei axialer Belastung unmittelbar
aneinander abstützender Ringscheiben bietet gegenüber der bekannten Verwendung einer zwischen die einander zugekehrten
Stirnflächen der Bandhälften eingelegten einstüekigen Einlage einen entscheidenden Vorteil insoweit, als nicht mehr zwangläufig
die Bandhülsen selbst zur Bildung von Gleitflächen herangezogen sind» überraschenderweise hat sich gezeigt,
daß spätestens nach kurzzeitigem Gebrauch die beiden Ringscheiben relativ zu den gegen sie anliegenden Bandhülsen
im wesentlichen drehfest verbleiben, d„ h. daß die beim
bestimmungsgemäßen Gebrauch anfallenden Gleitbewegungen allein zwischen den beiden Ringscheiben erfolgen. Es bedarf
daher keiner Drehkupplung der Ringscheiben mit den zugeordneten Bandhälften, so daß die Herstellungs- und
Montagekosten des Belenkbandes praktisch nicht vergrößert
werden«, Die durch Versuche bestätigte Tatsache, daß die Gleitreibungsbewegungen sich im wesentlichen auf die einander
zugekehrten Flächen der Ringscheiben beschränken, mag darauf zurückzuführen sein, daß der hier anfallende Reibungswiderstand
praktisch immer niedriger liegt als die an einer Stirnfläche einer Bandhülse anfallende Reibung.
Die erfindungsgemäß die Einlage bildenden Ringscheiben können
aus xveitgehend verschleißfestem Werkstoff bestehen. Besonders
zweckdienlich ist die Verwendung von aus hartem wie federhartem Stahl bestehenden Ringscheiben, Diese bedürfen nur
einer relativ geringen Dicke. Bei einer erprobten Ausführung eines für Stahltüren bestimmten, axial belastbaren Federbandes
haben die Ringscheiben bei einer Breite von 2 - 3 mm
eine Dicke von etwa 0,8 mm. Selbstverständlich wären auch
dickere Ringscheiben brauchbar, doch steigt mit der Dicke der Fertigungsaufwände Die erfindungsgemäß die Einlage in
wenigstens paariger Gruppierung bildenden Ringscheiben können im Außendurchmesser den Bandhtilsen angepaßt sein.
Es ist jedoch bedarfsweise möglich, die Ringscheiben über den Außendurchmesser der Bandhülsen vorragen, d. h. ihre
Breite die Dicke des die Bandhülsen bildenden Werkstoffes
übersteigen zu lassen,, In der Regel ist dies allerdings
nicht erforderlich, da auch bei verhältnismäßig geringer
Breite eine allen Anforderungen genügende Dauerhaftigkeit
anfällt. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann es vorteilhaft sein, von den einander zugewandten Flächen
zweier eine Einlage bildender Ringscheiben wenigstens eine schwach konvex zu profilieren. Damit ergeben sieh zwar
recht hohe spezifische Flächenpressungen bei der übertragung
von axialen Beanspruchungen, doch kann dies durch eine sinngemäße Werkstoffauswahl berücksichtigt werden. Bei einer bevorzugten
und eine besonders zweckdienliche Pertigung zulassenden Ausführung sind die einander zugekehrten Flächen
z%veier eine Einlage bildender Hingscheiben je schwach konvex
und die einander ausgekehrten Flächen je schwach konkav profiliert.
Solche Querschnittsformen ergeben sich z. B, ohne
weiter® beim Herstellen der Ringscheiben durch Stanzen
aus Flachwerkstoffο Fallweise ist es übrigens zweckdienlich,
zwischen zwei gegen die einander zugekehrten Stirnflächen der Bandhälften anliegende Ringscheiben eine weitere
Ringscheibe einzufügen, d, h. die Einlage aus wenigstens
drei Ringscheiben zu bilden, bei denen dann zwar die relativen Gleitbewegungen der Ringscheiben nicht mehr eindueutig
festliegen, aber weiterhin der Vorteil erhalten bleibt, daß die Stirnendbereiche der Bandhülsen praktisch an Gleitbewegungen
nicht teilhaben. Die Verwendung von mehr als zwei
zu einer Einlage kombinierten Ringscheiben hat jedoch den Vorteil, den Verschleiß durch die Verteilung auf
mehrere Flächen bzw. durch die Herabsetzung der Gleitgeschwindigkeiten
weiterhin zu vermindern.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem
Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein als Federband ausgebildetes Gelenkband für
Türen im Längsschnitt,
Fig. 2 eine teils geschnittene Seitenansicht des Bandes
Fig. 2 eine teils geschnittene Seitenansicht des Bandes
nach Fig. 1,
Fig. 3 in größerem Maßstabe einen Längsschnitt durch die die axiale Abstützung der Bandhälften bewirkende Zone des Gelenkbandes.
Fig. 3 in größerem Maßstabe einen Längsschnitt durch die die axiale Abstützung der Bandhälften bewirkende Zone des Gelenkbandes.
Das dem Ausführungsbeispiel zugrundegelegte Gelenkband weist
zwei Bandhälften 10 und 11 auf, die je eine Bandhülse 12 bzw,
13 und einen Bandlappen Ik bzw» 15 umfassen. Die Bandlappen
können entsprechend den jeweils gegebenen Anbringungsverhältnissen geformt und bemessen sein. In die beiden Bandhülsen
12 und 13 erstreckt sich ein von einem Rohrabschnitt gebildeter Bandzapfen 16, der eine Schraubendrehfeder 17
umschließt. Deren unteres zu einer etwa halbrunden Mittelöse 18 gebogenes Ende übergreift einen Stift 19, der die
Bandhülse 13 und den unteren Endbereieh des Bandzapfens l6
~t _
durchdringt. In das freie Ende der Bandhülse 13 faßt als Verschlußelement ein Stopfen 20«, Das obere Ende der Feder 17
greift mit einem eingebogenen Endteil 21 zwischen zwei sich • axial erstreckende Nocken 22 eines Endstopfens 23, der sich
mit einem schmalem Kopfrand 2h auf dem oberen Stirnende der Bandhiilse 12 abstützt und zur Bestimmung der Vorspannung
der Feder 17 dreheinstellbar und in der jeweils gewählten Drehlage festlegbar ist* Vorzugsweise ist der Endstopfen 23
mittels einer Einbörde5!lung25 mit dem Bandzapfen 16 axial,
jedoch drehbeweglich gekuppelt.
Zwischen die beiden Bandhülsen ist eine Einlage 26 gebracht, die, wie insbesondere Fig. 3 zeigt, zwei einander gleichende
Ringscheiben 27 umfaßt, deren Breite etwa der Dicke der Bandhülsen 12, 13 entspricht und die, wie Fig. 3 - aller-
dings übertrieben - zeigt, einander konvexe Flächen zukehren können.
Eingehende Versuche haben bestätigt, daß die Ringscheiben 27
zwar zu Beginn des bestiraraungsgemäßen Gebrauches des Gelenkbandes
Drehbewegungen gegenüber den Bandhülsen 12, 13 ausführen
können, daß sich jedoch schon nach kurzzeitigem Gebrauch ein Zustand einspielt, bei dem im wesentlichen allein
die einander zugekehrten Flächen der Ringscheiben 27, 27 aufeinander gleiten. Die Ringscheiben 27 bestehen zweckmäßig
aus hartem wie federhartem Stahl„ Sie könaen insbesondere
durch Stanzen hergestellt sein»
Die dargestellte Ausführung ist, wie schon erwähnt wurde,
nur eine beispielsweise Verwirklichung der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt« Es sind vielmehr noch mancherlei andere
Ausführungen und Anwendungen mögliche Wenn auch die erfindungsgeraäße
Ausbildung der Einlage vornehmlich für Federbänder !bestimmt
ist, die fallweise zur Übertragung von Axialkräften heranzuziehen sind, so ist sie doch auch für Gelenkbänder
geeignet, die fallweise axiale Beanspruchungen zu übertragen haben. Erfindungsgemäß ausgestattete Gelenkbänder können statt
für Türen auch für Fensterflügel, Klappen, Luken u. dgl. angewandt werden. Mehrteilige Gleiteinlagen können übrigens erfolgreich
auch bei Gelenkbändern angewandt werdem, bei denen wenigstens eine Bandhülse in mehrere Längenabschnitte unterteilt
ist, zwischen die die gegebenenfalls ebenfalls unterteilte andere Bandhülse faßt.
Claims (4)
1. Gelenkband für Türen u, dgl., das zwei je eine Bandhülse
und einen Bandlappen umfassende Bandhälften aufweist, diE durch einen in beide Bandhülsen fassenden, vorzugsweise
hohlen und gegebenenfalls eine an den Bandhäften abgestützte Drehfeder umgreifenden Bandzapfen drehbar
verbunden sind, wobei zwischen die einender zugewandten Stirnseiten der Bandhülsen eine Einlage geschaltet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (26) wenigstens zwei sich bei axialer Belastung unmittelbar aneinander
abstützende Ringscheiben (27, 27) umfaßt.
2. Gelenkband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ringscheiben (2*7, 2?) aus hartem wie federhartem
Stahl bestehen.
3. Gelenkbanr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Außendurciamesser der Ringseheiben (27, 27) wenigstens
im Außendurchmesser der Bandhülsen (12, 13) entspricht.
2 -
— 2 —
4. Gelenkband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß von den einander zugewandten Flächen zweier Ringscheiben (2?s 27) wenigstens eine schwach
konvex profiliert ist.
ο Gelenkband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die einander zugekehrten FlacLhen zweier Ringscheiben (27, 27)
je schwach konvex und die einander abgekehrten Flächen schwach konkav profiliert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED36183U DE1969511U (de) | 1967-07-19 | 1967-07-19 | Gelenkband fuer tueren u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED36183U DE1969511U (de) | 1967-07-19 | 1967-07-19 | Gelenkband fuer tueren u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1969511U true DE1969511U (de) | 1967-09-28 |
Family
ID=1198753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED36183U Expired DE1969511U (de) | 1967-07-19 | 1967-07-19 | Gelenkband fuer tueren u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1969511U (de) |
-
1967
- 1967-07-19 DE DED36183U patent/DE1969511U/de not_active Expired
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