DE19620377A1 - Laufscheibe mit Reflektoren - Google Patents
Laufscheibe mit ReflektorenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufscheibe für
Open-end-Spinnmaschinen zur optischen Steuerung eines geris
sene Fäden verbindenden Anspinnwagens, mit mindestens einem
reflektierenden Bereich auf der einer Lichtquelle zugewand
ten, ansonsten im wesentlichen nicht reflektierenden axialen
Scheibenfläche der Laufscheibe, wobei eine Unterbrechung ei
ner Drehbewegung der Laufscheibe um eine Drehachse vom An
spinnwagen optisch erkannt wird und ein Arbeitsprogramm des
Anspinnwagens startet.
Derartige Laufscheiben sind beispielsweise aus dem
Firmen-Prospekt Schlafhorst-Autocoro aus dem Jahr 1985 bekannt.
Laufscheiben werden in Textilmaschinen verwendet, um soge
nannte Anspinnwagen zu steuern, die abgerissene Fäden wieder
verbinden und somit diese Spinnstelle wieder zum Laufen
bringen. Innerhalb der Spinnvorrichtung wird ein Paar von
parallel nebeneinander angeordneten Wellen angetrieben, an
deren axialen Enden jeweils eine sogenannte Laufscheibe,
insgesamt also vier Laufscheiben, angeordnet sind. Eine die
ser vier Laufscheiben ist auf der nach außen weisenden Sei
te, die einer Lichtquelle, beispielsweise einem Laserstrahl
zugewandt ist, mit Reflektoren versehen. Das von dem Reflek
tor reflektierte Licht der Lichtquelle trifft zu einem ge
wissen Bruchteil auf eine Meßvorrichtung, beispielsweise auf
eine Photozelle, so daß die Photozelle entsprechend der Ro
tationsfrequenz der Laufscheibe einen Teil des von dem Re
flektor reflektierten Lichtes empfängt. Der Photostrom in
der Photozelle wird mit der Rotationsfrequenz der Laufschei
be moduliert. Bei einem einzigen Reflektor auf der Scheiben
fläche entspricht die Modulationsfrequenz gerade der Rotati
onsfrequenz der Laufscheibe, während bei mehreren Reflekto
ren auf der Scheibenfläche die Modulationsfrequenz ein Viel
faches der Rotationsfrequenz entsprechend der Anzahl der Re
flektoren beträgt. Bei Auftreten eines Fehlers in der Open-
end-Spinnmaschine, beispielsweise einem Fadenriß, werden die
Laufscheiben nicht mehr angetrieben, so daß sich die mit Re
flektoren versehene Laufscheibe langsamer dreht, bis sie
stillsteht. Diese Abnahme der Rotationsfrequenz führt zu ei
ner entsprechenden Abnahme der Modulationsfrequenz des Pho
tostromes, was einer geeigneten Regelelektronik den aufge
tretenen Fehler, beispielsweise einen gerissenen Faden an
zeigt. Bei stillstehender Laufscheibe ergibt sich dann ein
konstanter Photostrom an der Photozelle.
Bei der bekannten Laufscheibe, die aus Aluminium besteht,
werden die Reflektorzonen dadurch ausgebildet, daß eine dün
ne ringförmige Plastikscheibe mit reflektierenden Sektoren
in die der Lichtquelle zugewandte Scheibenseite eingesetzt
wird. Diese reflektierenden Sektoren sind ringförmig und be
stehen i.a. aus Aluminium mit einer verspiegelten Oberflä
che, die in entsprechende ringförmige Segmente innerhalb der
Plastikscheibe formschlüssig eingepreßt sind. Die Plastik
scheibe wird verdrehfest in die Scheibenfläche eingesetzt,
indem axial vorstehende Klemmzapfen der Plastikscheibe in
entsprechende Aufnahmen in der Scheibenfläche eingeklemmt
werden.
Da die bekannte reflektierende Plastikscheibe nur als Kom
paktteil erhältlich ist, ist sie entsprechend teuer. Über
dies ist sie leicht zerbrechlich, da beim Ein- und Auspres
sen der Plastikscheibe in die Scheibenfläche der Laufscheibe
Druck angewandt werden muß. Bei eingeklemmtem Reflektor
setzt sich außerdem mit der Zeit an der Plastikscheibe
Schmutz ab, der zwischen die Plastikscheibe und die Reflek
torzonen gelangen kann, was dann im Lauf der Zeit die Refle
xionskraft sehr stark reduziert. Da die bekannte reflektie
rende Plastikscheibe als Kompaktteil ausgebildet ist, ist
ein Entfernen des abgelagerten Schmutzes nicht möglich, so
daß eine neue reflektierende Plastikscheibe in die Lauf
scheibe eingesetzt werden muß. Ist aber die Reflexion beein
flußt, so wird der Produktionsablauf an dieser Stelle erheb
lich behindert. Hinzu kommt, daß meist die reflektierende
Plastikscheibe fest mit der Laufscheibe (beispielsweise
durch Verklebung) verbunden ist, so daß bei Auftreten von
Verschmutzung die ganze Laufscheibe ausgetauscht werden muß.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Laufscheibe der eingangs genannten Art so weiterzubil
den, daß die genannten Nachteile bekannter Laufscheiben mit
Reflektoren vermieden werden und eine optimale Reflexion der
Reflektoren jederzeit und leicht wiederhergestellt werden
kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein
oder mehrere Reflektoren unmittelbar formschlüssig mit Flä
chenkontakt auf der Scheibenfläche aufliegend fixiert sind.
Die erfindungsgemäße Laufscheibe hat damit den wesentlichen
Vorteil, daß kein separates, aufwendig hergestelltes, mehr
teiliges Reflektoreinsatzstück benötigt wird. Vielmehr kön
nen kleine Scheibchen mit einer reflektierenden Oberseite
verwendet werden, wie sie sich leicht durch Ausstanzen aus
einer Reflektorfolie herstellen lassen. Dies reduziert den
Preis der Reflektoren enorm und erlaubt eine einfache Hand
habung der Reflektoren z. B. durch Aufkleben. Ein Verschmut
zen an unzugänglichen Stellen ist nicht mehr möglich, viel
mehr kann die Säuberung der Reflektoroberfläche auch bei um
laufender Laufscheibe erfolgen, indem ein Säuberungslappen
an eine Stelle des von dem Reflektor während der Rotation
der Laufscheibe überstrichenen Ringbereichs gehalten wird.
Insbesondere kann wegen des flächigen Aufliegens der Reflek
toren auf der Scheibenfläche kein Schmutz mehr zwischen
Laufscheibe und Reflektor gelangen, was vor allem bei der
relativ schmutzintensiven Umgebung innerhalb einer Spinnma
schine von entscheidendem Vorteil ist. Durch Abnutzung un
brauchbar gewordene Reflektorscheibchen können entweder von
der Scheibenfläche ganz entfernt oder mit einem neuen Re
flektor von gleicher Außenkontur überklebt werden.
In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform sind in
der Scheibenfläche eine oder mehrere topfartige Aufnahmen
vorgesehen, in die die Reflektoren einsetzbar und fixierbar
sind. Die vorzugsweise in Scheibchenform vorliegenden Re
flektoren können einfach und leicht in die topfartigen Auf
nahmen gelegt und dort fixiert werden. Außerdem ist durch
die Aufnahmen die Lage der anzuordnenden Reflektoren bereits
definiert vorgegeben.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung entspricht
die Umfangskontur einer Aufnahme im wesentlichen der Um
fangskontur des einsetzbaren Reflektors, so daß aufgrund des
im wesentlichen formschlüssig eingesetzten Reflektors eine
definierte Lage des Reflektors in der Aufnahme gewährleistet
ist.
Vorzugsweise sind in der Scheibenfläche mindestens zwei je
weils diametral gegenüberliegende Aufnahmen ausgebildet, so
daß die Laufscheibe mit zwei Reflektoren ausgebildet werden
kann, was die in der Praxis optimale Reflektoranzahl dar
stellt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform entspricht
die Tiefe einer Aufnahme der Dicke des einsetzbaren Reflek
tors. Somit wird bei eingesetztem Reflektor eine mit der üb
rigen Scheibenfläche übereinstimmende glatte Oberfläche aus
gebildet. Dies erleichtert insbesondere ein äußerliches Rei
nigen der Reflektoren an einer rotierenden Scheibe.
Jedoch kann es auch von Vorteil sein, wenn in einer anderen
Ausführungsform der Erfindung die Tiefe einer Aufnahme grö
ßer als die Dicke des einsetzbaren Reflektors ist. Dann läßt
sich ein neuer Reflektor unmittelbar auf einen bereits ein
gesetzten Reflektor mit einer unbrauchbaren Reflektorschicht
direkt aufsetzen, ohne daß ein vorheriges Entfernen des al
ten Reflektors erforderlich ist.
Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform ist dadurch ge
kennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme in etwa einen
ganzzahligen Vielfachen der Dicke des einsetzbaren Reflek
tors entspricht. Auf diese Weise können nacheinander mehrere
Reflektorscheibchen in der Aufnahme übereinander angeordnet
werden, bis die Aufnahme vollständig "gefüllt" ist. Wenn der
nächste Reflektor dann aufgebracht wird, steht er gegenüber
der Scheibenfläche vor und signalisiert so den gefüllten Zu
stand der Aufnahme. Ein Entfernen aller in der Aufnahme be
findlichen Reflektoren kann dann anzeigt sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Reflektor auf der
Scheibenfläche, insbesondere in der Aufnahme über eine Kle
beverbindung fixierbar ist. Eine solche Klebeverbindung läßt
sich leicht und schnell ausbilden. Beispielsweise kann die
Rückseite des Reflektors klebend ausgebildet sein und auf
diese Weise in der Aufnahme gehalten sein. Jedoch sind auch
andere Verbindungstechniken möglich.
In einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführungsform
ist die reflektierende Seite des Reflektors auf der Vorder
seite eines Trägermaterials mit einer selbstklebenden Rück
seite ausgebildet. Die Klebeverbindung läßt sich dann beson
ders einfach durch Abziehen der die Klebefläche schützenden
Schutzfolie ausbilden, so daß ein sehr schnelles und einfa
ches Aufkleben des Reflektors z. B. in der Aufnahme möglich
ist.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist
die Aufnahme bzw. sind Aufnahmen in einer zur Drehachse der
Laufscheibe konzentrischen, vorzugsweise fingerbreiten Ring
nut angeordnet. Durch diese Ringnut mit beispielsweise tra
pezförmigem Querschnitt ist trotz rotierender Laufscheibe
eine einfache Säuberung der eingesetzten Reflektoren dadurch
möglich, daß ein Säuberungslappen mit der Hand in die Ring
nut definiert herangeführt wird. Dort ist ein geführtes und
daher gefahrloses Säubern während der Rotation der Lauf
scheibe möglich.
Bevorzugt ist die Laufscheibe einstückig ausgebildet, wo
durch die Herstellungskosten der Laufscheibe weiter gesenkt
werden können.
Vorzugsweise besteht die Laufscheibe aus Kunststoff, was die
Herstellungskosten noch weiter gesenkt und das Gewicht der
Laufscheibe minimiert.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Reflektor als einfache geometrische Figur, vorzugs
weise rund, ausgebildet ist. Der Reflektor kann aber auch
Ecken aufweisen, über die eine bestimmte Orientierung des
Reflektors in einer Aufnahme vorbestimmt werden kann. Der
Vorteil einer regelmäßigen Vieleckform liegt überdies in
einer wesentlich besseren Flächenausnutzung des Grundmateri
als, aus dem die Reflektoren ausgestanzt werden, weil im Ge
gensatz zu runden Formen die Aufteilung so gestaltet werden
kann, daß keine Reste übrigbleiben.
Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Laufscheibe von einer
nicht reflektierenden, vorzugsweise schwarzen Ummantelung
umgeben ist. Diese erlaubt eine leichte Einstellung der zu
reflektierenden Lichtquelle bezüglich der Laufscheibe.
Besonders bevorzugt ist auch eine Ausführungsform der Erfin
dung, bei der durch die Scheibenfläche der Laufscheibe eine
der Anzahl und Position der aufzunehmenden Reflektoren ent
sprechende Anzahl an Durchgangsbohrungen vorgesehen ist, und
bei der die Reflektoren an ihrer jeweiligen, der entspre
chenden Durchgangsbohrung zugewandten Seite einen Zapfen zum
Einstecken in die Durchgangsbohrung aufweisen. Derartige Re
flektoren lassen sich besonders einfach einbauen und gegebe
nenfalls auswechseln oder nachrüsten.
In den Rahmen der Erfindung fällt auch ein Reflektor zum
Einstecken in eine Laufscheibe der oben beschriebenen, er
findungsgemäßen Art, der sich dadurch auszeichnet, daß am
freien Ende des Zapfens eine Rastvorrichtung vorgesehen ist,
die nach dem Durchstecken des Zapfens durch die Durchgangs
bohrung der Laufscheibe eine Verrastung des Reflektors gegen
die Laufscheibe bewirkt. Ein derartiger Reflektor ist preis
günstig in der Herstellung und Lagerhaltung, und, wie oben
erwähnt, einfach zu montieren oder nachzurüsten. Aufgrund
der erfindungsgemäß vorgesehenen Rastvorrichtung kann auf
eine Verklebung des Reflektors mit der Laufscheibe in der
Regel sogar verzichtet werden, weil die Verrastung genügend
Sicherheit gegen ein Herausfallen des Reflektors aus der
Laufscheibe bietet.
Besonders einfach und preiswert herstellbar ist eine Ausfüh
rungsform des erfindungsgemäßen Reflektors, bei der die
Rastvorrichtung aus einem am freien Ende des Zapfens vorge
sehenen, vorzugsweise umlaufenden Rastrand, der den Umfang
des Zapfens in radialer Richtung überragt, einer Einfuhr
schrägfläche, die vorzugsweise kegelförmig ist, sowie einem
die Achse des Zapfens enthaltenden Längsschlitz besteht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht der
erfindungsgemäße Reflektor aus einem Spritzgußteil mit auf
gebrachtem Reflektorelement. Derartige Spritzgußteile können
leicht in Form und Größe sowie auch hinsichtlich ihrer me
chanischen und optischen Eigenschaften an die jeweiligen
speziellen Bedürfnisse des Laufscheibenherstellers oder des
Herstellers der Spinnmaschine angepaßt werden. Außerdem ist
ein derartiges Spritzgußteil überaus preisgünstig in der
Herstellung.
Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht das
Reflektorelement aus einer auf das Spritzgußteil aufgekleb
ten, vorzugsweise selbstklebenden Reflektorfolie, die im
Handel ohne weiteres preisgünstig erhältlich ist.
Zur besseren seitlichen Halterung ist bei Ausführungsformen
das Reflektorelement in einer Aufnahmevertiefung im Spritz
gußteil des Reflektors befestigt.
Bei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reflektors kann
das Reflektorelement auf einer im eingebauten Zustand von
der Laufscheibe wegweisenden Oberfläche des Reflektors auf
gebracht sein. So ist das Reflektorelement jederzeit von au
ßen zugänglich und könnte eventuell sogar bei in der Lauf
scheibe verrastetem Reflektor ausgewechselt werden. Außerdem
kann eine Verschmutzung jederzeit einfach von der Oberfläche
des Reflektorelementes weggewischt werden.
Um eventuell anfallende Verschmutzungen auf dem Reflektor
element noch besser beseitigen zu können, ist bei vorteil
haften Weiterbildungen vorgesehen, daß die das Reflektorele
ment enthaltende Oberfläche des Reflektors im Randbereich
eine, vorzugsweise umlaufende, schräge Anlauffläche auf
weist.
Bei anderen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reflek
tors ist das Reflektorelement auf eine im eingebauten Zu
stand zur Laufscheibe weisenden Oberfläche des Reflektors
aufgebracht, und das Spritzgußteil des Reflektors ist trans
parent. In diesem Falle ist das Reflektorelement von außen
völlig unzugänglich und durch die flächige Auflage des Re
flektors auf der Laufscheibe einer Verschmutzung, beispiels
weise durch seitlich eindringenden Schmutz, nicht zugäng
lich. Außerdem wird auf diese Weise das Reflektorelement vor
mechanischen Beschädigungen, wie z. B. Kratzern, geschützt.
Vorteilhaft ist auch eine alternative Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Reflektors, bei der der Reflektor ein ein
stückiges, transparentes Kunststoffteil, vorzugsweise ein
Spritzgußteil, ist, in dessen im eingebauten Zustand zur
Laufscheibe weisenden Oberfläche ein Reflektorabschnitt,
vorzugsweise in Form einer Katzenaugenstruktur, integriert
ist. Ein derartiges einstückiges Spritzgußteil ist besonders
preisgünstig in großen Mengen herstellbar. Die zusätzliche
Montage eines Reflektorelementes entfällt.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Be
schreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend
genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfin
dungsgemäß jeweils einzeln für sich oder gemeinsam in belie
bigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und be
schriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende
Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaf
ten Charakter für die Schilderung der Erfindung.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird an
hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf die Reflektorscheibe einer
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Laufscheibe;
Fig. 2 einen Querschnitt der Laufscheibe nach Fig. 1 ent
lang der Schnittlinie II-II;
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform
der Laufscheibe mit Durchgangsbohrung;
Fig. 4a einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Re
flektor mit Zapfen;
Fig. 4b einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Re
flektor mit Rastvorrichtung und außenseitig aufge
setztem Reflektorelement;
Fig. 4c einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Re
flektor mit Rastvorrichtung und innenseitig aufge
setztem Reflektorelement; und
Fig. 4d einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Re
flektor mit Rastvorrichtung und innenseitig inte
griertem Reflektorabschnitt.
In Fig. 1 ist eine Laufscheibe 1 dargestellt, auf deren ei
ner im eingebauten Zustand einer Lichtquelle zugewandten
Scheibenfläche 2 zwei genau diametral gegenüberliegende Re
flektoren 3 angebracht sind. Die Laufscheibe 1 weist eine
zentrale Durchgangsbohrung 4 auf, durch die im eingebauten
Zustand eine Welle durchgeführt ist.
Wie besonders aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist auf der Schei
benfläche 2 eine zur Drehachse 4a konzentrische Ringnut 5
mit trapezförmigem Querschnitt ausgebildet. In dieser Ring
nut 5 sind, im Ausführungsbeispiel diametral gegenüberlie
gend, zwei topfartige Aufnahmen 6 mit rundem Querschnitt
ausgebildet. In jeder dieser beiden Aufnahmen 6 ist ein Re
flektor 3 mit einem dem Querschnitt der Aufnahme 6 entspre
chenden, runden Querschnitt eingesetzt und dort z. B. über
eine Klebeverbindung fixiert. Als Reflektoren 3 können klei
ne Scheibchen mit einer reflektierenden Oberseite verwenden
werden, die sich leicht durch Ausstanzen oder Ausschneiden
aus einer Reflektorfolie herstellen lassen. Zweckmäßigerwei
se sind diese Reflektorscheibchen mit einer selbstklebenden
Rückseite versehen, so daß nach Abziehen einer Schutzfolie
auf dieser selbstklebenden Rückseite die Reflektorscheibchen
leicht in der Aufnahmen 6 festgeklebt werden können.
Die trapezförmige Ringnut 5 ist etwa fingerbreit, so daß
bei rotierender Laufscheibe 1 ein Säuberungslappen mit der
Hand in die Ringnut 5 definiert herangeführt werden kann. So
ist auch trotz rotierender Laufscheibe 1 ein geführtes und
daher gefahrloses Säubern der Reflektoren 3 möglich.
Die Rückseite 7 der Laufscheibe 1 ist entsprechend ihrem
Verwendungszweck auszubilden. Im Ausführungsbeispiel weist
sie eine weitere konzentrische Ringnut 8 auf. Zur Verbesse
rung des Rotationsverhaltens ist die Durchgangsbohrung 4
durch einen Fortsatz 9 auf der Rückseite 7 verlängert.
Im Außenbereich ist die Laufscheibe 1 mit einer im wesentli
chen U-förmigen schwarzen Ringummantelung 10 abgedeckt. Die
se nichtreflektierende Ringummantelung 10 ermöglicht eine
leichte Justierung der zu reflektierenden Lichtquelle bezüg
lich der Laufscheibe 1.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausfüh
rungsform der erfindungsgemäßen Laufscheibe 11, die sich von
der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Laufscheibe 1 dadurch un
terscheidet, daß Durchgangsbohrungen 14 durch die Scheiben
fläche 12 zur Befestigung von Reflektoren vorgesehen sind.
In Fig. 4a ist eine Ausführungsform eines Reflektors 13a ge
zeigt, der auf seiner Rückseite einen Zapfen 15 aufweist,
welcher in eine Durchgangsbohrung 14 einer Laufscheibe 11
nach Fig. 3 gesteckt werden kann. Der Reflektor 13a besteht
aus einem Spritzgußteil, auf das an der dem Zapfen 15 gegen
überliegenden Oberfläche in einer entsprechenden Aufnahme
vertiefung ein Reflektorelement 19a eingesetzt ist. Zur fe
sten Halterung des Reflektors 13a auf der Laufscheibe 11
kann beispielsweise die an den Zapfen 15 anschließende Ober
fläche des Reflektors 13a mit der entsprechenden Gegenfläche
der Laufscheibe 11 verklebt werden. Außerdem weist der Re
flektor 13a im Randbereich der das Reflektorelement 19a ent
haltenden Oberfläche eine umlaufende, schräge Anlauffläche
20 auf, die der leichteren Schmutzbeseitigung bei Verschmut
zung des Reflektorelements 19a dient.
In Fig. 4b ist eine weitere Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Reflektors 13b dargestellt, bei dem sich an den
rückseitigen Zapfen 15 eine Rastvorrichtung bestehend aus
einem Rastrand 16, der den Umfang des Zapfens 15 in radialer
Richtung überragt, einer kegelförmigen Einführschrägfläche
17 zum leichteren Einführen des Zapfens 15 in die Durch
gangsbohrung 14 sowie einem die Achse des Zapfens 15 enthal
tenden Längsschlitz 18 besteht. Beim Einführen in die Durch
gangsbohrung 14 der Laufscheibe 11 wird der Längsschlitz 18
des Zapfens 15 zusammengedrückt, so daß der Rastrand 16 in
den Durchmesser der Durchgangsbohrung 14 hineinpaßt. Nach
dem Durchschieben durch die Durchgangsbohrung 14 springen
die durch den Längsschlitz 18 getrennten Hälften des Zapfens
15 wieder auseinander, so daß der Rastrand 16 am gegenüber
liegenden Ende der Durchgangsbohrung 14 verrastet, so daß
ein sicherer Halt des Reflektors 13b an der Laufscheibe 11
gewährleistet ist.
Der Reflektor 13b enthält ebenso wie der in Fig. 4a gezeigte
Reflektor 13a in einer Aufnahmevertiefung der dem Zapfen 15
gegenüberliegenden Oberfläche ein Reflektorelement 19b, daß
vorzugsweise auf das Spritzguß-Grundteil des Reflektors 13b,
welches in der Regel nicht-transparent ausgeführt ist, auf
geklebt ist.
Fig. 4c zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausfüh
rungsform des erfindungsgemäßen Reflektors 13c, bei dem das
Spritzguß-Grundteil durchsichtig ausgeführt ist. Der Reflek
tor 13c weist in einer entsprechenden Aufnahmevertiefung,
die sich um den Zapfen 15 herum befindet, ein vorzugsweise
aufgeklebtes Reflektorelement 19c auf. Wenn der Reflektor
13c an seiner dem Zapfen 15 gegenüberliegenden Oberfläche
mit Licht bestrahlt wird, so dringt das Licht zunächst durch
das transparente Spritzgußteil, wird von dem Reflektorele
ment 19c reflektiert und tritt aus der gleichen Oberfläche
des Reflektors 13c wieder aus.
In Fig. 4d schließlich ist ein Querschnitt durch eine weite
re Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors 13d ge
zeigt, der einstückig ausgeführt ist und statt eines auf
klebbaren Reflektorelementes in einem Bereich um den Zapfen
15 herum einen Reflektorabschnitt 19d aufweist, der in das
transparente Spritzgußteil eingearbeitet ist. Damit entfällt
im Gegensatz zu dem Reflektor 13c gemäß Fig. 4c der Arbeits
gang des Aufbringens eines Reflektorelementes auf das
Spritzgußteil. Der kompakte, einstückige Reflektor 13d ist
daher besonders preisgünstig herstellbar. Eine Gefahr der
Verschmutzung des rückseitigen Reflektorabschnittes 19d be
steht nicht, da dieser in engem Flächenkontakt mit der Lauf
scheibe 11 im aufmontierten Zustand steht.
Vorteilhafterweise sind bei den oben beschriebenen erfin
dungsgemäßen Reflektoren 13a, 13b und 13c die Reflektorele
mente 19a, 19b und 19c aus selbstklebendem Reflektorfolien
material hergestellt und entsprechend einfach auf das
Spritzgußteil aufzubringen.
Bei nicht dargestellten Ausführungsformen des erfindungsge
mäßen Reflektors kann ein Reflektorelement beispielsweise
auch durch einen seitlichen Schlitz am äußeren Umfang des
Spritzguß-Grundteiles eingeschoben werden. Zur sicheren Hal
terung kann das Reflektorelement dann mit dem Spritzgußteil
verklebt werden. Bei diesen Ausführungsformen muß das
Spritzgußteil in jedem Falle zumindest an seiner äußeren
Oberfläche transparent sein.
Generell ist es wichtig, daß die Reflektoren absolut symme
trisch um die Mittelachse der Laufscheibe angeordnet sind,
da bereits geringste Unrundheiten bei den üblichen Drehzah
len bis 30.000 Umdrehungen pro Minute zu gewaltigen Flieh
kräften führen können, welche letztlich den Reflektor von
der Laufscheibe reißen würden. Die Form des jeweiligen Re
flektors spielt dabei keine Rolle, d. h. der Reflektor kann
rund, eckig, polygonal oder sektorförmig ausgeführt sein.
Claims (24)
1. Laufscheibe (1; 11) für Open-end-Spinnmaschinen zur op
tischen Steuerung eines Anspinnwagens, mit mindestens
einem reflektierenden Bereich auf der einer Lichtquelle
zugewandten, ansonsten im wesentlichen nicht reflektie
renden axialen Scheibenfläche (2; 12) der Laufscheibe
(1; 11), wobei eine Unterbrechung einer Drehbewegung
der Laufscheibe (1; 11) um eine Drehachse (4a) vom An
spinnwagen optisch erkannt wird und ein Arbeitsprogramm
des Anspinnwagens startet,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere Reflektoren (3; 13a; 13b; 13c; 13d)
unmittelbar formschlüssig mit Flächenkontakt auf der
Scheibenfläche (2; 12) aufliegend fixiert sind.
2. Laufscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Scheibenfläche (2; 12) eine oder mehrere
topfartige Aufnahmen (6) vorgesehen sind, in die die
Reflektoren (3; 13a; 13b; 13c; 13d) einsetzbar und fi
xierbar sind.
3. Laufscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangskontur einer Aufnahme (6) im wesentli
chen der Umfangskontur des einsetzbaren Reflektors (3;
13a; 13b; 13c; 13d) entspricht.
4. Laufscheibe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Scheibenfläche (2; 12) mindestens
zwei diametral gegenüberliegende Aufnahmen (6) ausge
bildet sind.
5. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme (6) der
Dicke des einsetzbaren Reflektors (3; 13a; 13b; 13c;
13d) entspricht.
6. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme (6) größer
als die Dicke des einsetzbaren Reflektors (3) ist.
7. Laufscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe einer Aufnahme (6) einem ganzzahligen
Vielfachen der Dicke des einsetzbaren Reflektors (3)
entspricht.
8. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3; 13a; 13b;
13c; 13d) auf der Scheibenfläche (2; 12), insbesondere
in der Aufnahme (6) über eine Klebeverbindung fixierbar
ist.
9. Laufscheibe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die reflektierende Seite des Reflektors (3; 13a;
13b; 13c; 13d) auf der Vorderseite eines Trägermateri
als mit einer selbstklebenden Rückseite ausgebildet
ist.
10. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufnahme bzw. Aufnahmen (6) in
einer zur Drehachse (4a) der Laufscheibe (1; 11) kon
zentrischen, insbesondere fingerbreiten Ringnut (5)
ausgebildet sind.
11. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11)
einstückig ausgebildet ist.
12. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11) aus
Kunststoff besteht.
13. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11) von
einer nicht reflektierenden, vorzugsweise schwarzen Um
mantelung (10) umgeben ist.
14. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3; 13a; 13b;
13c; 13d) als einfache geometrische Figur, vorzugsweise
rund ausgebildet ist.
15. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Scheibenfläche
(12) der Laufscheibe (11) eine der Anzahl und Position
der aufzunehmenden Reflektoren (13a; 13b; 13c; 13d)
entsprechende Anzahl an Durchgangsbohrungen (14) vorge
sehen ist, und daß die Reflektoren (13a; 13b; 13c; 13d)
an ihrer jeweiligen, der entsprechenden Durchgangsboh
rung (14) zugewandten Seite einen Zapfen (15) zum Ein
stecken in die Durchgangsbohrung (14) aufweisen.
16. Reflektor zum Einstecken in eine Laufscheibe nach An
spruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende
des Zapfens (15) eine Rastvorrichtung vorgesehen ist,
die nach dem Durchstecken des Zapfens (15) durch die
Durchgangsbohrung (14) der Laufscheibe (11) eine Verra
stung des Reflektors (13b; 13c; 13d) gegen die Lauf
scheibe (11) bewirkt.
17. Reflektor nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Rastvorrichtung aus einem am freien Ende des Zap
fens (15) vorgesehenen, vorzugsweise umlaufenden Rast
rand (16), der den Umfang des Zapfens (15) in radialer
Richtung überragt, einer Einfuhrschrägfläche (17), die
vorzugsweise kegelförmig ist, sowie einem die Achse des
Zapfens (15) enthaltenden Längsschlitz (18) besteht.
18. Reflektor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Reflektor (13a; 13b; 13c) aus einem,
vorzugsweise nicht-transparenten, Spritzgußteil mit
aufgebrachtem Reflektorelement (19a; 19b; 19c) besteht.
19. Reflektor nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Reflektorelement (19a; 19b; 19c) eine auf das
Spritzgußteil aufgeklebte, vorzugsweise selbstklebende
Reflektorfolie ist.
20. Reflektor nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Reflektorelement (19a; 19b; 19c) in
einer Aufnahmevertiefung im Spritzgußteil befestigt
ist.
21. Reflektor nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19a; 19b) auf
einer im eingebauten Zustand von der Laufscheibe (11)
wegweisenden Oberfläche des Reflektors (13a; 13b) auf
gebracht ist.
22. Reflektor nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß
die das Reflektorelement (19a; 19b) enthaltende Ober
fläche des Reflektors (13a; 13b) im Randbereich eine,
vorzugsweise umlaufende, schräge Anlauffläche (20) auf
weist.
23. Reflektor nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19c) auf
einer im eingebauten Zustand zur Laufscheibe (11)
weisenden Oberfläche des Reflektors (13c) aufgebracht
ist, und daß das Spritzgußteil transparent ist.
24. Reflektor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Reflektor (13d) ein einstückiges,
transparentes Kunststoffteil, vorzugsweise ein Spritz
gußteil, ist, in dessen im eingebauten Zustand zur
Laufscheibe (11) weisenden Oberfläche ein Reflektorab
schnitt (19d), vorzugsweise in Form einer Katzenaugen
struktur, integriert ist.
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