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DE29609116U1 - Laufscheibe mit Reflektoren - Google Patents

Laufscheibe mit Reflektoren

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DE29609116U1
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reflector
running disk
running
disk
reflectors
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Expired - Lifetime
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DE29609116U
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/42Control of driving or stopping
    • D01H4/44Control of driving or stopping in rotor spinning

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Optical Radar Systems And Details Thereof (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

Friedrich Legrom
Hauenstraße 6
D-71540 Murrhardt-Fornsbach
Vertreter;
Kohler Schmid + Partner
Patentanwälte
Ruppmannstraße 27
D-70565 Stuttgart
Laufscheibe mit Reflektoren
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufscheibe für Open-end-Spinnmaschinen zur optischen Steuerung eines gerissene Fäden verbindenden Anspinnwagens, mit mindestens einem reflektierenden Bereich auf der einer Lichtquelle zugewandten, ansonsten im wesentlichen nicht reflektierenden axialen Scheibenfläche der Laufscheibe, wobei eine Unterbrechung einer Drehbewegung der Laufscheibe um eine Drehachse vom Anspinnwagen optisch erkannt wird und ein Arbeitsprogramm des Anspinnwagens startet.
Derartige Laufscheiben sind beispielsweise aus dem Firmen-Prospekt Schlafhorst-Autocoro aus dem Jahr 1985 bekannt.
Laufscheiben werden in Textilmaschinen verwendet, um sogenannte Anspinnwagen zu steuern, die abgerissene Fäden wieder verbinden und somit diese Spinnstelle wieder zum Laufen bringen. Innerhalb der Spinnvorrichtung wird ein Paar von parallel nebeneinander angeordneten Wellen angetrieben, an deren axialen Enden jeweils eine sogenannte Laufscheibe, insgesamt also vier Laufscheiben, angeordnet sind. Eine dieser vier Laufscheiben ist auf der nach außen weisenden Seite, die einer Lichtquelle, beispielsweise einem Laserstrahl zugewandt ist, mit Reflektoren versehen. Das von dem Reflektor reflektierte Licht der Lichtquelle trifft zu einem gewissen Bruchteil auf eine Meßvorrichtung, beispielsweise auf eine Photozelle, so daß die Photozelle entsprechend der Rotationsfrequenz der Laufscheibe einen Teil des von dem Reflektor reflektierten Lichtes empfängt. Der Photostrom in der Photozelle wird mit der Rotationsfrequenz der Laufscheibe moduliert. Bei einem einzigen Reflektor auf der Scheibenfläche entspricht die Modulationsfrequenz gerade der Rotationsfrequenz der Laufscheibe, während bei mehreren Reflektoren auf der Scheibenfläche die Modulationsfrequenz ein Vielfaches der Rotationsfrequenz entsprechend der Anzahl der Reflektoren beträgt. Bei Auftreten eines Fehlers in der Openend- Spinnmaschine, beispielsweise einem Fadenriß, werden die Laufscheiben nicht mehr angetrieben, so daß sich die mit Reflektoren versehene Laufscheibe langsamer dreht, bis sie stillsteht. Diese Abnahme der Rotationsfrequenz führt zu einer entsprechenden Abnahme der Modulationsfrequenz des Photostromes, was einer geeigneten Regelelektronik den aufgetretenen Fehler, beispielsweise einen gerissenen Faden anzeigt. Bei stillstehender Laufscheibe ergibt sich dann ein
konstanter Photostrom an der Photozelle.
Bei der bekannten Laufscheibe, die aus Aluminium besteht, werden die Reflektorzonen dadurch ausgebildet, daß eine dünne ringförmige Plastikscheibe mit reflektierenden Sektoren in die der Lichtquelle zugewandte Scheibenseite eingesetzt wird. Diese reflektierenden Sektoren sind ringförmig und bestehen i.a. aus Aluminium mit einer verspiegelten Oberfläche, die in entsprechende ringförmige Segmente innerhalb der Plastikscheibe formschlüssig eingepreßt sind. Die Plastikscheibe wird verdrehfest in die Scheibenfläche eingesetzt, indem axial vorstehende Klemmzapfen der Plastikscheibe in entsprechende Aufnahmen in der Scheibenfläche eingeklemmt werden.
Da die bekannte reflektierende Plastikscheibe nur als Kompaktteil erhältlich ist, ist sie entsprechend teuer. Überdies ist sie leicht zerbrechlich, da beim Ein- und Auspressen der Plastikscheibe in die Scheibenfläche der Laufscheibe Druck angewandt werden muß. Bei eingeklemmtem Reflektor setzt sich außerdem mit der Zeit an der Plastikscheibe Schmutz ab, der zwischen die Plastikscheibe und die Reflektorzonen gelangen kann, was dann im Lauf der Zeit die Reflexionskraft sehr stark reduziert. Da die bekannte reflektierende Plastikscheibe als Kompaktteil ausgebildet ist, ist ein Entfernen des abgelagerten Schmutzes nicht möglich, so daß eine neue reflektierende Plastikscheibe in die Laufscheibe eingesetzt werden muß. Ist aber die Reflexion beeinflußt, so wird der Produktionsablauf an dieser Stelle erheblich behindert. Hinzu kommt, daß meist die reflektierende Plastikscheibe fest mit der Laufscheibe (beispielsweise durch Verklebung) verbunden ist, so daß bei Auftreten von Verschmutzung die ganze Laufscheibe ausgetauscht werden muß.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Laufscheibe der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß die genannten Nachteile bekannter Laufscheiben mit Reflektoren vermieden werden und eine optimale Reflexion der Reflektoren jederzeit und leicht wiederhergestellt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein oder mehrere Reflektoren unmittelbar formschlüssig mit Flächenkontakt auf der Scheibenfläche aufliegend fixiert sind.
Die erfindungsgemäße Laufscheibe hat damit den wesentlichen Vorteil, daß kein separates, aufwendig hergestelltes, mehrteiliges Reflektoreinsatzstück benötigt wird. Vielmehr können kleine Scheibchen mit einer reflektierenden Oberseite verwendet werden, wie sie sich leicht durch Ausstanzen aus einer Reflektorfolie herstellen lassen. Dies reduziert den Preis der Reflektoren enorm und erlaubt eine einfache Handhabung der Reflektoren z.B. durch Aufkleben. Ein Verschmutzen an unzugänglichen Stellen ist nicht mehr möglich, vielmehr kann die Säuberung der Reflektoroberfläche auch bei umlaufender Laufscheibe erfolgen, indem ein Säuberungslappen an eine Stelle des von dem Reflektor während der Rotation der Laufscheibe überstrichenen Ringbereichs gehalten wird. Insbesondere kann wegen des flächigen Aufliegens der Reflektoren auf der Scheibenflache kein Schmutz mehr zwischen Laufscheibe und Reflektor gelangen, was vor allem bei der relativ schmutzintensiven Umgebung innerhalb einer Spinnmaschine von entscheidendem Vorteil ist. Durch Abnutzung unbrauchbar gewordene Reflektorschexbchen können entweder von der Scheibenfläche ganz entfernt oder mit einem neuen Reflektor von gleicher Außenkontur überklebt werden.
In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform sind in der Scheibenfläche eine oder mehrere topfartige Aufnahmen vorgesehen, in die die Reflektoren einsetzbar und fixierbar sind. Die vorzugsweise in Scheibchenform vorliegenden Reflektoren können einfach und leicht in die topfartigen Aufnahmen gelegt und dort fixiert werden. Außerdem ist durch die Aufnahmen die Lage der anzuordnenden Reflektoren bereits definiert vorgegeben.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung entspricht die Umfangskontur einer Aufnahme im wesentlichen der Umfangskontur des einsetzbaren Reflektors, so daß aufgrund des im wesentlichen formschlüssig eingesetzten Reflektors eine definierte Lage des Reflektors in der Aufnahme gewährleistet ist.
Vorzugsweise sind in der Scheibenfläche mindestens zwei jeweils diametral gegenüberliegende Aufnahmen ausgebildet, so daß die Laufscheibe mit zwei Reflektoren ausgebildet werden kann, was die in der Praxis optimale Reflektoranzahl darstellt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform entspricht die Tiefe einer Aufnahme der Dicke des einsetzbaren Reflektors. Somit wird bei eingesetztem Reflektor eine mit der übrigen Scheibenfläche übereinstimmende glatte Oberfläche ausgebildet. Dies erleichtert insbesondere ein äußerliches Reinigen der Reflektoren an einer rotierenden Scheibe.
Jedoch kann es auch von Vorteil sein, wenn in einer anderen Ausführungsform der Erfindung die Tiefe einer Aufnahme größer als die Dicke des einsetzbaren Reflektors ist. Dann läßt
sich ein neuer Reflektor unmittelbar auf einen bereits eingesetzten Reflektor mit einer unbrauchbaren Reflektorschicht direkt aufsetzen, ohne daß ein vorheriges Entfernen des alten Reflektors erforderlich ist.
Eine Weiterbildung dieser Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme in etwa einen ganzzahligen Vielfachen der Dicke des einsetzbaren Reflektors entspricht. Auf diese Weise können nacheinander mehrere Reflektorscheibchen in der Aufnahme übereinander angeordnet werden, bis die Aufnahme vollständig "gefüllt" ist. Wenn der nächste Reflektor dann aufgebracht wird, steht er gegenüber der Scheibenfläche vor und signalisiert so den gefüllten Zustand der Aufnahme. Ein Entfernen aller in der Aufnahme befindlichen Reflektoren kann dann anzeigt sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Reflektor auf der Scheibenflache, insbesondere in der Aufnahme über eine Klebeverbindung fixierbar ist. Eine solche Klebeverbindung läßt sich leicht und schnell ausbilden. Beispielsweise kann die Rückseite des Reflektors klebend ausgebildet sein und auf diese Weise in der Aufnahme gehalten sein. Jedoch sind auch andere Verbindungstechniken möglich.
In einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführungsform ist die reflektierende Seite des Reflektors auf der Vorderseite eines Trägermaterials mit einer selbstklebenden Rückseite ausgebildet. Die Klebeverbindung läßt sich dann besonders einfach durch Abziehen der die Klebefläche schützenden Schutzfolie ausbilden, so daß ein sehr schnelles und einfaches Aufkleben des Reflektors z.B. in der Aufnahme möglich ist.
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In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Aufnahme bzw. sind Aufnahmen in einer zur Drehachse der Laufscheibe konzentrischen, vorzugsweise fingerbreiten Ringnut angeordnet. Durch diese Ringnut mit beispielsweise trapezförmigem Querschnitt ist trotz rotierender Laufscheibe eine einfache Säuberung der eingesetzten Reflektoren dadurch möglich, daß ein Säuberungslappen mit der Hand in die Ringnut definiert herangeführt wird. Dort ist ein geführtes und daher gefahrloses Säubern während der Rotation der Laufscheibe möglich.
Bevorzugt ist die Laufscheibe einstückig ausgebildet, wodurch die Herstellungskosten der Laufscheibe weiter gesenkt werden können.
Vorzugsweise besteht die Laufscheibe aus Kunststoff, was die Herstellungskosten noch weiter gesenkt und das Gewicht der Laufscheibe minimiert.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor als einfache geometrische Figur, vorzugsweise rund, ausgebildet ist. Der Reflektor kann aber auch Ecken aufweisen, über die eine bestimmte Orientierung des Reflektors in einer Aufnahme vorbestimmt werden kann. Der Vorteil einer regelmäßigen Vieleckform liegt überdies in einer wesentlich besseren Flächenausnutzung des Grundmaterials, aus dem die Reflektoren ausgestanzt werden, weil im Gegensatz zu runden Formen die Aufteilung so gestaltet werden kann, daß keine Reste übrigbleiben.
Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Laufscheibe von einer nicht reflektierenden, vorzugsweise schwarzen Ummantelung umgeben ist. Diese erlaubt eine leichte Einstellung der zu
reflektierenden Lichtquelle bezüglich der Laufscheibe.
Besonders bevorzugt ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der durch die Scheibenfläche der Laufscheibe eine der Anzahl und Position der aufzunehmenden Reflektoren entsprechende Anzahl an Durchgangsbohrungen vorgesehen ist, und bei der die Reflektoren an ihrer jeweiligen, der entsprechenden Durchgangsbohrung zugewandten Seite einen Zapfen zum Einstecken in die Durchgangsbohrung aufweisen. Derartige Reflektoren lassen sich besonders einfach einbauen und gegebenenfalls auswechseln oder nachrüsten.
In den Rahmen der Erfindung fällt auch ein Reflektor zum Einstecken in eine Laufscheibe der oben beschriebenen, erfindungsgemäßen Art, der sich dadurch auszeichnet, daß am freien Ende des Zapfens eine Rastvorrichtung vorgesehen ist, die nach dem Durchstecken des Zapfens durch die Durchgangsbohrung der Laufscheibe eine Verrastung des Reflektors gegen die Laufscheibe bewirkt. Ein derartiger Reflektor ist preisgünstig in der Herstellung und Lagerhaltung, und, wie oben erwähnt, einfach zu montieren oder nachzurüsten. Aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen Rastvorrichtung kann auf eine Verklebung des Reflektors mit der Laufscheibe in der Regel sogar verzichtet werden, weil die Verrastung genügend Sicherheit gegen ein Herausfallen des Reflektors aus der Laufscheibe bietet.
Besonders einfach und preiswert herstellbar ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors, bei der die Rastvorrichtung aus einem am freien Ende des Zapfens vorgesehenen, vorzugsweise umlaufenden Rastrand, der den Umfang des Zapfens in radialer Richtung überragt, einer Einfuhrschrägfläche, die vorzugsweise kegelförmig ist, sowie einem
die Achse des Zapfens enthaltenden Längsschlitz besteht.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht der erfindungsgemäße Reflektor aus einem Spritzgußteil mit aufgebrachtem Reflektorelement. Derartige Spritzgußteile können leicht in Form und Größe sowie auch hinsichtlich ihrer mechanischen und optischen Eigenschaften an die jeweiligen speziellen Bedürfnisse des Laufscheibenherstellers oder des Herstellers der Spinnmaschine angepaßt werden. Außerdem ist ein derartiges Spritzgußteil überaus preisgünstig in der Herstellung.
Bei einer Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht das Reflektorelement aus einer auf das Spritzgußteil aufgeklebten, vorzugsweise selbstklebenden Reflektorfolie, die im Handel ohne weiteres preisgünstig erhältlich ist.
Zur besseren seitlichen Halterung ist bei Ausführungsformen das Reflektorelement in einer Aufnahmevertiefung im Spritzgußteil des Reflektors befestigt.
Bei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reflektors kann das Reflektorelement auf einer im eingebauten Zustand von der Laufscheibe wegweisenden Oberfläche des Reflektors aufgebracht sein. So ist das Reflektorelement jederzeit von außen zugänglich und könnte eventuell sogar bei in der Laufscheibe verrastetem Reflektor ausgewechselt werden. Außerdem kann eine Verschmutzung jederzeit einfach von der Oberfläche des Reflektorelementes weggewischt werden.
Um eventuell anfallende Verschmutzungen auf dem Reflektorelement noch besser beseitigen zu können, ist bei vorteilhaften Weiterbildungen vorgesehen, daß die das Reflektorele-
ment enthaltende Oberfläche des Reflektors im Randbereich eine, vorzugsweise umlaufende, schräge Anlauffläche aufweist .
Bei anderen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reflektors ist das Reflektorelement auf eine im eingebauten Zustand zur Laufscheibe weisenden Oberfläche des Reflektors aufgebracht, und das Spritzgußteil des Reflektors ist transparent. In diesem Falle ist das Reflektorelement von außen völlig unzugänglich und durch die flächige Auflage des Reflektors auf der Laufscheibe einer Verschmutzung, beispielsweise durch seitlich eindringenden Schmutz, nicht zugänglich. Außerdem wird auf diese Weise das Reflektorelement vor mechanischen Beschädigungen, wie z. B. Kratzern, geschützt.
Vorteilhaft ist auch eine alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors, bei der der Reflektor ein einstückiges, transparentes Kunststoffteil, vorzugsweise ein Spritzgußteil, ist, in dessen im eingebauten Zustand zur Laufscheibe weisenden Oberfläche ein Reflektorabschnitt, vorzugsweise in Form einer Katzenaugenstruktur, integriert ist. Ein derartiges einstückiges Spritzgußteil ist besonders preisgünstig in großen Mengen herstellbar. Die zusätzliche Montage eines Reflektorelementes entfällt.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder gemeinsam in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht auf die Reflektorscheibe einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Laufscheibe;
Fig. 2 einen Querschnitt der Laufscheibe nach Fig. 1 entlang der Schnittlinie II-II;
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Laufscheibe mit Durchgangsbohrung;
Fig. 4a einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Reflektor mit Zapfen;
Fig. 4b einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Reflektor mit Rastvorrichtung und außenseitig aufgesetztem Reflektorelement;
Fig. 4c einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Reflektor mit Rastvorrichtung und innenseitig aufgesetztem Reflektorelement; und
Fig. 4d einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Reflektor mit Rastvorrichtung und innenseitig integriertem Reflektorabschnitt.
In Fig. 1 ist eine Laufscheibe 1 dargestellt, auf deren einer im eingebauten Zustand einer Lichtquelle zugewandten Scheibenfläche 2 zwei genau diametral gegenüberliegende Re-
flektoren 3 angebracht sind. Die Laufscheibe 1 weist eine zentrale Durchgangsbohrung 4 auf, durch die im eingebauten Zustand eine Welle durchgeführt ist.
Wie besonders aus Fig. 2 zu ersehen ist, ist auf der Scheibenfläche 2 eine zur Drehachse 4a konzentrische Ringnut 5 mit trapezförmigem Querschnitt ausgebildet. In dieser Ringnut 5 sind, im Ausführungsbeispiel diametral gegenüberliegend, zwei topfartige Aufnahmen 6 mit rundem Querschnitt ausgebildet. In jeder dieser beiden Aufnahmen 6 ist ein Reflektor 3 mit einem dem Querschnitt der Aufnahme 6 entsprechenden, runden Querschnitt eingesetzt und dort z.B. über eine Klebeverbindung fixiert. Als Reflektoren 3 können kleine Scheibchen mit einer reflektierenden Oberseite verwenden werden, die sich leicht durch Ausstanzen oder Ausschneiden aus einer Reflektorfolie herstellen lassen. Zweckmäßigerweise sind diese Reflektorscheibchen mit einer selbstklebenden Rückseite versehen, so daß nach Abziehen einer Schutzfolie auf dieser selbstklebenden Rückseite die Reflektorscheibchen leicht in der Aufnahmen 6 festgeklebt werden können.
Die trapezförmige Ringnut 5 ist etwa fingerbreit, so daß bei rotierender Laufscheibe 1 ein Säuberungslappen mit der Hand in die Ringnut 5 definiert herangeführt werden kann. So ist auch trotz rotierender Laufscheibe 1 ein geführtes und daher gefahrloses Säubern der Reflektoren 3 möglich.
Die Rückseite 7 der Laufscheibe 1 ist entsprechend ihrem Verwendungszweck auszubilden. Im Ausführungsbeispiel weist sie eine weitere konzentrische Ringnut 8 auf. Zur Verbesserung des Rotationsverhaltens ist die Durchgangsbohrung 4 durch einen Fortsatz 9 auf der Rückseite 7 verlängert.
Im Außenbereich ist die Laufscheibe 1 mit einer im wesentlichen U-förmigen schwarzen Ringummantelung 10 abgedeckt. Diese nichtreflektierende Ringummantelung 10 ermöglicht eine leichte Justierung der zu reflektierenden Lichtquelle bezüglich der Laufscheibe 1.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Laufscheibe 11, die sich von der in den Fign. 1 und 2 gezeigten Laufscheibe 1 dadurch unterscheidet, daß Durchgangsbohrungen 14 durch die Scheibenfläche 12 zur Befestigung von Reflektoren vorgesehen sind.
In Fig. 4a ist eine Ausführungsform eines Reflektors 13a gezeigt, der auf seiner Rückseite einen Zapfen 15 aufweist, welcher in eine Durchgangsbohrung 14 einer Laufscheibe 11 nach Fig. 3 gesteckt werden kann. Der Reflektor 13a besteht aus einem Spritzgußteil, auf das an der dem Zapfen 15 gegenüberliegenden Oberfläche in einer entsprechenden Aufnahmevertiefung ein Reflektorelement 19a eingesetzt ist. Zur festen Halterung des Reflektors 13a auf der Laufscheibe 11 kann beispielsweise die an den Zapfen 15 anschließende Oberfläche des Reflektors 13a mit der entsprechenden Gegenfläche der Laufscheibe 11 verklebt werden. Außerdem weist der Reflektor 13a im Randbereich der das Reflektorelement 19a enthaltenden Oberfläche eine umlaufende, schräge Anlauffläche 20 auf, die der leichteren Schmutzbeseitigung bei Verschmutzung des Reflektorelements 19a dient.
In Fig. 4b ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors 13b dargestellt, bei dem sich an den rückseitigen Zapfen 15 eine Rastvorrichtung bestehend aus einem Rastrand 16, der den Umfang des Zapfens 15 in radialer Richtung überragt, einer kegelförmigen Einführschrägfläche
17 zum leichteren Einführen des Zapfens 15 in die Durchgangsbohrung 14 sowie einem die Achse des Zapfens 15 enthaltenden Längsschlitz 18 besteht. Beim Einführen in die Durchgangsbohrung 14 der Laufscheibe 11 wird der Längsschlitz des Zapfens 15 zusammengedrückt, so daß der Rastrand 16 in den Durchmesser der Durchgangsbohrung 14 hineinpaßt. Nach dem Durchschieben durch die Durchgangsbohrung 14 springen die durch den Längsschlitz 18 getrennten Hälften des Zapfens 15 wieder auseinander, so daß der Rastrand 16 am gegenüberliegenden Ende der Durchgangsbohrung 14 verrastet, so daß ein sicherer Halt des Reflektors 13b an der Laufscheibe 11 gewährleistet ist.
Der Reflektor 13b enthält ebenso wie der in Fig. 4a gezeigte Reflektor 13a in einer Aufnahmevertiefung der dem Zapfen gegenüberliegenden Oberfläche ein Reflektorelement 19b, daß vorzugsweise auf das Spritzguß-Grundteil des Reflektors 13b, welches in der Regel nicht-transparent ausgeführt ist, aufgeklebt ist.
Fig. 4c zeigt einen Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors 13c, bei dem das Spritzguß-Grundteil durchsichtig ausgeführt ist. Der Reflektor 13c weist in einer entsprechenden Aufnähmevertiefung, die sich um den Zapfen 15 herum befindet, ein vorzugsweise aufgeklebtes Reflektorelement 19c auf. Wenn der Reflektor 13c an seiner dem Zapfen 15 gegenüberliegenden Oberfläche mit Licht bestrahlt wird, so dringt das Licht zunächst durch das transparente Spritzgußteil, wird von dem Reflektorelement 19c reflektiert und tritt aus der gleichen Oberfläche des Reflektors 13c wieder aus.
In Fig. 4d schließlich ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reflektors 13d gezeigt, der einstückig ausgeführt ist und statt eines aufklebbaren Reflektorelementes in einem Bereich um den Zapfen 15 herum einen Reflektorabschnitt 19d aufweist, der in das transparente Spritzgußteil eingearbeitet ist. Damit entfällt im Gegensatz zu dem Reflektor 13c gemäß Fig. 4c der Arbeitsgang des Aufbringens eines Reflektorelementes auf das Spritzgußteil. Der kompakte, einstückige Reflektor 13d ist daher besonders preisgünstig herstellbar. Eine Gefahr der Verschmutzung des rückseitigen Reflektorabschnittes 19d besteht nicht, da dieser in engem Flächenkontakt mit der Laufscheibe 11 im aufmontierten Zustand steht.
Vorteilhafterweise sind bei den oben beschriebenen erfindungsgemäßen Reflektoren 13a, 13b und 13c die Reflektorelemente 19a, 19b und 19c aus selbstklebendem Reflektorfolienmaterial hergestellt und entsprechend einfach auf das Spritzgußteil aufzubringen.
Bei nicht dargestellten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Reflektors kann ein Reflektorelement beispielsweise auch durch einen seitlichen Schlitz am äußeren Umfang des Spritzguß-Grundteiles eingeschoben werden. Zur sicheren Halterung kann das Reflektorelement dann mit dem Spritzgußteil verklebt werden. Bei diesen Ausführungsformen muß das Spritzgußteil in jedem Falle zumindest an seiner äußeren Oberfläche transparent sein.
Generell ist es wichtig, daß die Reflektoren absolut symmetrisch um die Mittelachse der Laufscheibe angeordnet sind, da bereits geringste Unrundheiten bei den üblichen Drehzahlen bis 30.000 Umdrehungen pro Minute zu gewaltigen Flieh-
kräften führen können, welche letztlich den Reflektor von der Laufscheibe reißen würden. Die Form des jeweiligen Reflektors spielt dabei keine Rolle, d.h. der Reflektor kann rund, eckig, polygonal oder Sektorförmig ausgeführt sein.

Claims (24)

Schutzansprüche
1. Laufscheibe (1; 11) für Open-end-Spinnmaschinen zur optischen Steuerung eines Anspinnwagens, mit mindestens einem reflektierenden Bereich auf der einer Lichtquelle zugewandten, ansonsten im wesentlichen nicht reflektierenden axialen Scheibenfläche (2; 12) der Laufscheibe (1; 11), wobei eine Unterbrechung einer Drehbewegung der Laufscheibe (1; 11) um eine Drehachse (4a) vom Anspinnwagen optisch erkannt wird und ein Arbeitsprogramm des Anspinnwagens startet,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein oder mehrere Reflektoren (3; 13a; 13b; 13c;13d) unmittelbar formschlüssig mit Flächenkontakt auf der Scheibenfläche (2; 12) aufliegend fixiert sind
2. Laufscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Scheibenfläche {2; 12) eine oder mehrere topfartige Aufnahmen (6) vorgesehen sind, in die die Reflektoren (3; 13a; 13b; 13c; 13d) einsetzbar und fixierbar sind.
3. Laufscheibe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangskontur einer Aufnahme (6) im wesentlichen der Umfangskontur des einsetzbaren Reflektors (3; 13a; 13b; 13c; 13d) entspricht.
4. Laufscheibe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Scheibenfläche (2; 12) mindestens zwei diametral gegenüberliegende Aufnahmen (6) ausgebildet sind.
5. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme (6) der Dicke des einsetzbaren Reflektors (3; 13a; 13b; 13c; 13d) entspricht.
6. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme (6) größer als die Dicke des einsetzbaren Reflektors {3) ist.
7. Laufscheibe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe einer Aufnahme (6) einem ganzzahligen Vielfachen der Dicke des einsetzbaren Reflektors (3) entspricht.
8. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3; 13a; 13b; 13c; 13d) auf der Scheibenfläche (2; 12), insbesondere in der Aufnahme (6) über eine Klebeverbindung fixierbar ist.
9. Laufscheibe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die reflektierende Seite des Reflektors (3; 13a; 13b; 13c; 13d) auf der Vorderseite eines Trägermaterials mit einer selbstklebenden Rückseite ausgebildet ist.
10. Laufscheibe nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme bzw. Aufnahmen (6) in einer zur Drehachse (4a) der Laufscheibe {1; 11) konzentrischen, insbesondere fingerbreiten Ringnut (5) ausgebildet sind.
11. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11) einstückig ausgebildet ist.
12. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11) aus Kunststoff besteht.
13. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufscheibe (1; 11) von einer nicht reflektierenden, vorzugsweise schwarzen Ummantelung (10) umgeben ist.
14. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (3; 13a; 13b; 13c; 13d) als einfache geometrische Figur, vorzugsweise rund ausgebildet ist.
15. Laufscheibe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Scheibenfläche
(12) der Laufscheibe (11) eine der Anzahl und Position der aufzunehmenden Reflektoren (13a; 13b; 13c; 13d) entsprechende Anzahl an Durchgangsbohrungen (14) vorgesehen ist, und daß die Reflektoren (13a; 13b; 13c; 13d) an ihrer jeweiligen, der entsprechenden Durchgangsbohrung (14) zugewandten Seite einen Zapfen (15) zum Einstecken in die Durchgangsbohrung (14) aufweisen.
16. Reflektor zum Einstecken in eine Laufscheibe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß am freien Ende des Zapfens (15) eine Rastvorrichtung vorgesehen ist, die nach dem Durchstecken des Zapfens (15) durch die Durchgangsbohrung (14) der Laufscheibe (11) eine Verra-
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stung des Reflektors (13b; 13c; 13d) gegen die Laufscheibe (11) bewirkt.
17. Reflektor nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtung aus einem am freien Ende des Zapfens (15) vorgesehenen, vorzugsweise umlaufenden Rastrand (16) , der den Umfang des Zapfens (15) in radialer Richtung überragt, einer Einfuhrschrägfläche (17), die vorzugsweise kegelförmig ist, sowie einem die Achse des Zapfens (15) enthaltenden Längsschlitz (18) besteht.
18. Reflektor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (13a; 13b; 13c) aus einem, vorzugsweise nicht-transparenten, Spritzgußteil mit aufgebrachtem Reflektorelement (19a; 19b; 19c) besteht.
19. Reflektor nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19a; 19b; 19c) eine auf das Spritzgußteil aufgeklebte, vorzugsweise selbstklebende Reflektorfolie ist.
20. Reflektor nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19a; 19b; 19c) in einer Aufnahmevertiefung im Spritzgußteil befestigt ist.
21. Reflektor nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19a; 19b) auf einer im eingebauten Zustand von der Laufscheibe (11) wegweisenden Oberfläche des Reflektors (13a; 13b) aufgebracht ist.
22. Reflektor nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die das Reflektorelement {19a; 19b) enthaltende Oberfläche des Reflektors {13a; 13b) im Randbereich eine, vorzugsweise umlaufende, schräge Anlauffläche (20) aufweist.
23. Reflektor nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Reflektorelement (19c) auf einer im eingebauten Zustand zur Laufscheibe (11) weisenden Oberfläche des Reflektors (13c) aufgebracht ist, und daß das Spritzgußteil transparent ist.
24. Reflektor nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (13d) ein einstückiges, transparentes Kunststoffteil, vorzugsweise ein Spritzgußteil, ist, in dessen im eingebauten Zustand zur Laufscheibe (11) weisenden Oberfläche ein Reflektorabschnitt (19d), vorzugsweise in Form einer Katzenaugenstruktur, integriert ist.
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