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QUERVERWEIS
AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN
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Gegenstände, die mit dem vorliegendem
Gegenstand verwandt sind, sind beschrieben und beansprucht in der
mitanhängigen
U.S.-Patentanmeldung von Stephen C. Wardlaw mit dem Titel "Assembly
for Rapid Measurement of Cell Layers", Serial No. 08/814,536, eingereicht
am 10. März,
1997; der mitanhängigen
U.S.-Patentanmeldung von Stephen C. Wardlaw mit dem Titel "Method
for Rapid Measurement of Cell Layers", Serial No. 08/814,535, eingereicht
am 10. März,
1997; der mitanhängigen U.S.-Patentanmeldung
von Michael R. Walters mit dem Titel "Centrifugally Actuated Tube
Rotator Mechanism", Serial No. 08/918,437; den mitanhängigen U.S.-Patentanmeldungen
von Michael A. Kelly, Edward G. King, Bradley S. Thomas und Michael
R. Walters mit den Titeln "Disposable Blood Tube Holder" und "Method
of Using Disposable Blood Tube Holder" (Attorney's Files P-3789
und P-4196), eingereicht zum gleichen Datum wie oben; den mitanhängigen U.S.-Patentanmeldungen
von Bradley S. Thomas, Michael A. Kelly, Michael R. Walters, Edward
M. Skevington und Paul F. Gaidis mit dem Titel "Blood Centrifugation
Device with Movable Optical Reader" und "Method For Using Blood
Centrifugation Device With Movable Optical Reader" (attorney Files
P-4188 und P-4197), eingereicht zum gleichen Datum wie oben; und
in der mitanhängigen
U.S.-Patentanmeldung von Bradley S. Thomas mit dem Titel "Flash Tube
Reflector With Arc Guide" (Attorney's File P-4066), eingereicht
zum gleichen Datum wie oben; wobei sämtliche vorstehende Anmeldungen
durch Verweis in die vorliegende Anmeldung einbezogen sind.
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TECHNISCHER
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
generell eine Zentrifugenvorrichtung zur Verwendung in einer Zentrifugenvorrichtung,
die ein Blutsammelröhrchen um
seine Längsachse
dreht, währen
das Blutsammelröhrchen
von der Zentrifugenvorrichtung gedreht wird. Insbesondere betrifft
die vorliegende Erfindung eine Indexiervorrichtung, die mit dem
Rotor einer Zentrifugenvorrichtung verbunden ist und durch die Relativbewegung
des Rotors gesteuert wird, um ein Blutsammelröhrchen im Rotor um eine Achse
zu drehen, die im wesentlichen der Längsachse des Blutsammelröhrchens
entspricht, während
der Rotor das Blutsammelröhrchen
dreht, so daß Abbildungen
des zentrifugierten Bluts von unterschiedlichen Stellen entlang
des Umfangs des Blutsammelröhrchens
erhalten werden können.
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Als Teil der routinemäßigen physischen
oder diagnostischen Untersuchung des Patienten verlangt der Arzt üblicherweise,
dass am Patienten eine vollständige
Blutauszählung
vorgenommen wird. Die Blutprobe des Patienten kann auf eine von
zwei Arten abgenommen werden. Beim venösen Verfahren wird eine Spritze
verwendet, um eine Blutprobe des Patienten in einem Teströhrchen aufzunehmen,
das ein Antikoagulationsmittel enthält. Ein Teil der Probe wird später in ein
kleines Glas-Probenröhrchen
wie z. B. ein Kapillarröhrchen übertragen.
Das offene Ende des Probenröhrchens
wird in der im Teströhrchen
befindlichen Blutprobe platziert, und eine Blutmenge tritt durch
Kapillareffekt in das Probenröhrchen
ein. Das Probenröhrchen
ist an um seinem Umfang gelegenen Stellen mit zwei Füll-Linien
versehen, und das Volumen des aufgenommen Bluts sollte in dem Probenröhrchen ein
zwischen den beiden Füll-Linien
gelegenes Niveau erreichen. Bei dem Kapillar-Verfahren erfolgt keine
Verwendung einer Spritze und eines Teströhrchens, und das Blut des Patienten
wird aus einem in der Haut vorgenommenen kleinen Einschnitt direkt
in das Probenröhrchen
eingeführt.
In jedem der beiden Fälle
wird das Proben röhrchen
anschließend
in einer Zentrifuge platziert, z. B. die von Becton Dickinson and
Company hergestellte Zentrifuge vom Modell-Typ 424740.
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In der Zentrifuge wird das Probenröhrchen mit
der darin enthaltenen Blutprobe mehrere Minuten lang mit einer gewünschten
Geschwindigkeit (typischerweise 8.000 bis 12.000 u/min.) gedreht.
Diese Hochgeschwindigkeits-Zentrifugierung trennt die Komponenten
des Bluts entsprechend ihrer Dichte. Insbesondere wird die Blutprobe
unterteilt in eine Schicht aus roten Blutkörperchen, eine Puffer-Deckschicht,
die Schichten aus Granulocyten, gemischten Lymphocyten und Monocyten
aufweist, und eine Plasmaschicht. Dann kann die Länge jeder
Schicht von Hand oder automatisch gemessen werden, um einen Zählwert für jede in
der Blutprobe befindlichen Blutkomponente zu erhalten. Dies ist
möglich,
weil der Innendurchmesser des Blutsammelröhrchens und die Packdichte
jeder Blutkomponente bekannt sind und somit das von jeder Schicht
eingenommene Volumen und die Anzahl der in ihr enthaltenen Zellen auf
der Basis der gemessenen Länge
der Schicht berechnet werden. Zu den Beispielen für diesen
Zweck verwendbarer Messeinrichtungen zählen diejenigen gemäß den U.S.-Patenten
Nr. 4,156,570 und 4,558,947 von Stephen C. Wardlaw, und das von Becton
Dickinson and Company hergestellte zentrifugierte Hämatologie-System
QBC® "AUTOREAD".
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Es sind mehrere Techniken entwickelt
worden, um die Präzision
zu erhöhen,
mit der die verschiedenen Schichten-Dicken in der zentrifugierten Blutprobe
bestimmt werden können.
Beispielsweise ist es, da die Puffer-Deckschicht im Vergleich zu
den Bereichen der roten Blutkörperchen
und des Plasmas typischerweise klein ist, wünschenswert, die Länge des
Pufferschichtbereichs zu vergrößern, so dass
in diesem Bereich präzisere
Messungen der Schichten vorgenommen werden können. Gemäß den Beschreibungen in den
U.S.-Patenten Nr. 4,027,660,
4,077,396, 4,082,085 und 4,567,754, sämtlich von Stephen C. Wardlaw,
und in dem U.S.-Patent Nr. 4,823,624 von Rodolfo R. Rodriquez kann
dies erreicht werden, indem vor der Zentrifugierung ein präzisionsgeformter
Plastikschwimmer in die im Probenröhrchen befindlichen Blutprobe
eingeführt
wird. Der Schwimmer hat vorzugsweise die gleiche Dichte wie die
Zellen in dem Puffer-Deckbereich und wird somit nach der Zentrifugierung
in diesem Bereich zentrifugiert. Da der Außendurchmesser des Schwimmers
nur etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des Probenröhrchens
(typischerweise um ungefähr
80 μm),
vergrößert sich
die Länge
der Puffer-Deckbereichs
derart, dass die signifikante Reduzierung des effektiven Durchmessers
des Röhrchens ausgeglichen
wird, die der Puffer-Deckbereich aufgrund des Vorhandenseins des
Schwimmers einnehmen kann. Durch dieses Verfahren kann eine Erweiterung
der Länge
des Puffer-Deckbereichs um einen Faktor von ungefähr 4 und
20 erzielt werden. Bei den für
die Komponenten des Puffer-Deckbereichs
berechneten Zell-Zählwerten
wird der dem Schwimmer zuzuweisende Aufweitungsfaktor berücksichtigt.
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Eine weitere Technik, die zum Verbessern der
Präzision
der Schichtendicken-Messungen
verwendet wird, ist das Einführen
fluoreszierender Farbstoffe (in Form getrockneter Beschichtungsmaterialien)
in das Probenröhrchen.
Wenn die Blutprobe in das Probenröhrchen eingegeben wird, lösen sich
diese Farbstoffe in die Probe hinein auf und bewirken, dass die
verschiedenen Blutzellen, wenn sie durch eine geeignete Lichtquelle
angeregt werden, bei unterschiedlichen optischen Wellenlängen fluoreszieren.
Als Ergebnis können
die Grenzen zwischen den Schichten leichter detektiert werden, wenn
im Anschluss an die Zentrifugierung die Schichten-Dicke gemessen
wird.
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Typischerweise werden der Zentrifugierungs-Schritt
und der Dickenmessungs-Schritt
zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Einrichtungen
durchgeführt.
Dies bedeutet, dass zuerst in einer Zentrifuge die Zentrifugierungsoperation
bis zum Abschluss durchgeführt
wird und dann das Probenröhrchen
aus der Zentrifuge entfernt und in einer separaten Leseeinnchtung
platziert wird, so dass die Dicke der Blutzellenschicht gemessen
werden kann. Dieser zusätzliche
Schritt des Entnehmens des Blutsammelröhrchens aus der Zen trifugenvorrichtung verlängert die
für den
Schichtlesevorgang erforderliche Zeit. Da ferner die Röhrchen zwischen
der Zentrifugenvorrichtung und der Schichtenlesevorrichtung gehandhabt
und bewegt werden müssen,
ist die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung der Röhrchen erhöht. Da darüber hinaus
das Zentrifugieren unterbrochen wird, wenn das Blutsammelröhrchen aus
der Zentrifugiervorrichtung zur Schichtlesevorrichtung verbracht
wird, können
die Blutbestandteile, die durch das Zentrifugieren in individuelle
Schichten kompaktiert wurden, in benachbarte Schichten zu wandern
beginnen, was zu ungenauen Ablesungen führt. Da ferner die Zentrifuge
mehrere Probenröhr- chen
"herunter drehen" kann, erhöht
die manuelle Überführung zur
Lesevorrichtung die Gefahr eines Probenidentifzierungsfehlers.
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In jüngerer Zeit jedoch ist eine
Technik entwickelt worden, bei der die Schicht-Dicke mittels eines dynamischen oder
prädiktiven
Verfahrens berechnet wird, während
die Zentrifugierung erfolgt. Dies ist nicht nur deshalb vorteilhaft,
weil dadurch die erforderliche Gesamt-Zeitdauer für den Erhalt
eines vollständigen
Blut-Zählwerts
reduziert wird, sondern auch weil der gesamte Vorgang in einer einzigen
Vorrichtung durchgeführt
werden kann. Vorrichtungen und Verfahren zur Anwendung dieser Technik
sind beschrieben in den vorgenannten mitanhängigen Anmeldungen von Stephen
C. Wardlaw mit dem Titel "Assembly for Rapid Measurement of Cell
Layers", Serial No. 08/814,536 und "Method for Rapid Measurement
of Cell Layers", Serial No. 08/814,535.
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Um die Zentrifugierungs- und Schichtendicken-Schritte
gleichzeitig durchführen
zu können,
ist es erforderlich, das Bild des Probenröhrchens, während sich dieses mit hoher
Geschwindigkeit auf dem Zentrifugen-Rotor dreht, einzufrieren. Dies
kann mittels einer Xenon-Blitzlichtvorrichtung erfolgen, die über eine
Linse und ein Bandpassfilter pro Drehung des Zentrifugen-Rotors
einen intensiven Blaulichtenergie-Erregerimpuls (mit ungefähr 470 Nanometern) erzeugt.
Der Blaulichtimpuls erregt die Farbstoffe in dem erweiterten Puffer-Deckbereich des Probenröhrchens
und bewirkt dadurch, dass die Farbstoffe mit Licht einer bekannten
Wellenlänge
fluoreszieren. Das durch den Erreger-Blitz bewirkte emittierte fluoreszierende
Licht wird durch eine hochauflösende Linse
auf ein lineares CCD-Array fokussiert. Das CCD-Array ist hinter
einem Bandpassfilter angeordnet, das die spezifische Wellenlänge des
emittierten Lichts wählt,
die auf die CCD-Anordnung abgebildet werden sol.
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Die Xenon-Blitzlampenvorrichtung
ist eine von zwei Beleuchtungsquellen, die auf das Probenröhrchen fokussiert
werden, während
der zentrifugierte Rotor in Bewegung ist. Die andere Quelle ist ein
Array lichtemittierender Dioden (LEDs), das durch das Probenröhrchen hindurch
Rotlicht ausgibt, damit dieses von dem CCD-Array durch ein zweites Bandpassfilter
detektiert werden kann. Der Zweck des ausgegebenen Lichts besteht
darin, zu Beginn den Anfang und das Ende des Plastikschwimmers (welche
die Position des erweiterten Puffer-Deckbereichs angeben) und die
vollen Linien zu lokalisieren. Weitere Details der optischen Leseeinrichtung
finden sich in der vorgenannten mitanhängigen Anmeldung von Michael
R. Walters mit dem Titel "Inertial Tube Indexer" (Attomey's File
P-3762) und vorgenannten mitanhängigen
Anmeldung von Bradley S. Thomas mit dem Titel "Flash Tube Reflector
With Arc Guide" (Attorney's File P-4066).
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Um eine genaue Messung der Längen der Blutbestandteilschichten
zu erhalten, ist es erforderlich, eine Ableseprobe um den Umfang
des Röhrchens
zu nehmen. Das heißt,
wenn das Blut zentrifugiert wird, so daß Schichten der Blutbestandteile
im Röhrchen
gebildet werden, ist es wahrscheinlich, daß die Längen der Schichten nicht über den
gesamten Innendurchmesser des Röhrchens
gleich sind. Vielmehr ist es üblich,
daß eine
Schicht auf einer Seite des Röhrchens
eine größere Länge und
auf der anderen Seite eine kürzere
Länge hat.
Da die Zellzahlberechnungen auf der gemessenen Länge der Schichten basieren,
ist eine ungenaue Berechnung der Zellzahl wahrscheinlich, wenn die
Messungen nur auf einer Seite erfolgen.
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Es ist daher erwünscht, das Röhrchen mit zentrifugiertem
Blut zu drehen, so daß Ablesungen an
verschiedenen Stellen entlang des Umfangs des Röhrchens erfolgen können (beispielsweise
8 unterschiedliche Stellen). Die jeweiligen Ablesungen für jede Schicht
werden sodann Bemittelt, so daß eine mittlere
Länge für jede Schicht
berechnet wird. Die mittlere Länge
jeder Schicht dient der Berechnung der Zellzahl für jedes
der jeweiligen Blutbestandteile in der zentrifugierten Blutprobe,
wodurch genauere Zellzahlen geliefert werden.
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Ein Verfahren zum Drehen des Röhrchens zentrifugierten
Bluts um seine Längsachse,
während das
Probenröhrchen
in der Zentrifugenvorrichtung bleibt und vom Rotor der Zentrifugenvorrichtung
gedreht wird, ist in der mitanhängigen
US-Patentanmeldung von Michael R. Walters mit dem Titel "Centrifugally
Actuated Tube Rotator Mechanism" (Anmeldenr. 08/918 437) offenbart.
Diese Vorrichtung weist einen zylindrischen Becher auf, der ein
Ende des Probenröhrchens
aufnimmt, und einen Nockenmechanismus, der den Becherum dessen Längsachse bewegt.
Der Nockenmechanismus wird durch Verändern der Rotordrehzahl getrieben.
Das heißt,
mit der Änderung
der Drehzahl des Rotors wird der Nockenmechanismus radial zum Rotor
getrieben und setzt diese radialbewegung in Drehbewegung um, welche den
Becher und das darin aufgenommene Röhrchen dreht.
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Zwar ist die in der mitanhängigen US-Patentanmeldung
von Michael R. Walters mit dem Titel "Centrifugally Actuated Tube
Rotator Mechanism" (Anmeldenr. 08/918 437) offenbarte Vorrichtung
für den
beabsichtigten Zweck geeignet, jedoch besteht weiterhin ein Bedarf
an einer Vorrichtung, die in der Lage ist, eine in einem Kapillarröhrchen enthaltene Blutprobe
zu zentrifugieren und genaue Messungen der Bestandteilschichten
der zentrifugierten Blutprobe zu nehmen, während das Kapillarröhrchen gleichzeitig
in der Zentrifugenvorrichtung verbleiben kann.
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EP 0 864 854 A2 zeigt eine Zentrifuge mit
einem Indexiermechanismus zum Rotieren eines Fluidröhrchens
um seine Längsachse.
Eine von einem Motor angetriebene Antriebsscheibe greift an einer Nabe
an, welche das Fluidröhrchen
trägt,
wobei zwei Stifte das Moment übertragen.
Die Scheibe weist ferner eine federvorgespannte Klinke auf, die
eine Ratsche angreift un bewegt, welche mechanisch mit dem Röhrchen verbunden
ist. Um das Röhrchen
zu drehen, wird der Motor kurzfristig verlangsamt, wodurch die Scheibe
in bezug zur Nabe verlangsamt wird, wodurch sich die Klinke vom
Ratschenzahn in einer ersten Richtung löst und in eine Position zum
Angreifen am nächsten
Zahn bewegt wird. Beim Beschleunigen des Motors beschleunigt die
Scheibe in bezug auf die Nabe, wodurch die Klinke in die entgegengesetzte Richtung
bewegt wird, um die Ratsche zu drehen.
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Die Klinke greift nicht am Zahn der
Ratsche an, der den geringsten Abstand zur Bewegungsebene des Angriffsteils
hat, sondern an dem benachbarten Zahn. Daher ist der Zusammengriff
von Klinke und Ratsche nicht optimal.
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US
4 812 294 zeigt ein Probenverarbeitungssystem mit einem
Rotor, der eine Probenvorbereitungseinheitsaufnahme aufweist, die
in der Lage ist, um zwei senkrechte Achsen zu drehen, so daß die Probe
in jede Richtung gedreht werden kann. Die beiden Achsen der Aufnahme
sind mit zwei mit Luftdruck beaufschlagten Indexiermechanismen zum Einstellen
der Probe versehen. Das System ist kompliziert und erfordert ein
Luftdrucksystem zum Drehen der Probe.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE
ERFINDUNG
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Es ist die Aufgabe der Erfindung,
ein Indexierverfahren der zuvor beschriebenen Art zu schaffen, bei
der das Drehen des Kapillarröhrchens
durch die Bewegung des Rotors der Zentrifugenvorrichtung in bezug
zur Indexiervorrichtung gesteuert wird, wodurch ein einfach auszuführendes
Indexierverfahren geschaffen wird.
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Eine andere Aufgabe der Erfindung
ist es, ein Indexierverfahren der zuvor beschriebenen Art zu schaffen,
bei dem ein Eingreifteil vorgesehen ist, das zum Angreifen an einem
Zahnrad ausgebildet ist, das Teil eines Trägerröhrchens ist, in dem das Probenröhrchen beim
Zentrifugieren aufgenommen ist, oder das anderweitig mechanisch
mit dem Probenröhrchen
verbunden ist, um das Trägerröhrchen und
das Probenröhrchen
um eine Achse zu drehen, die im wesentlichen mit der Längsachse
des Probenröhrchens
ausgerichtet ist.
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Diese und andere Aufgaben der Erfindung werden
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die vorliegende Erfindung
schafft ein Indexierverfahren zur Verwendung mit einer Zentrifugenvorrichtung,
die in der Lage ist, ein Fluidröhrchen
um eine Drehachse zu drehen, die im wesentlichen zu der Längsachse
des Fluidröhrchens
ausgerichtet ist, während
die Zentrifugenvorrichtung das Kapillarröhrchen in Zentrifugierrichtung
dreht. Das Indexierverfahren sieht vor, daß ein Angreifteil an ein Zahnrad mit
Zähnen
angreift, das mechanisch mit dem Fluidröhrchen gekoppelt ist; eine
Antriebsvorrichtung eine Antriebskraft auf das Angreifteil aufbringt,
um das Angreifteil in radialer Richtung in bezug auf das Zahnrad zu
bewegen, um an dem Zahnrad anzugreifen und dieses zu drehen, wodurch
das Fluidröhrchen
um die Drehachse gedreht wird, wenn die Zentrifugenvorrichtung das
Fluidröhrchen
in eine quer zur Längsachse
des Fluidröhrchens
verlaufende Drehrichtung dreht, wobei das Angreifteil an dem Zahn
angreift, der den geringsten Abstand zur Bewegungsebene des Angreifteils
aufweist. Das Zahnrad kann Teil einer das Probenröhrchen umfassenden
Röhrchenanordnung
oder statt dessen einen Teil der Indexiervorrichtung bilden und
mechanisch mit dem Blutsammelröhrchen
verbunden sind. Die Antriebsvorrichtung kann eine Nabe aufweisen,
die bewegbar mit einem Rotor verbunden ist, der das Blutsammelröhrchen in
Zentrifugierrichtung dreht, so daß die Bewegung des Rotors in
bezug zur Nabe die Antriebseinrichtung derart steuert, daß sie die
Antriebskraft auf das Angreifteil aufbringt, um die Rotation des
Blutsammelröhrchens
um die Drehachse zu steuern.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden
aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den
beigefügten
Zeichnungen deutlicher ersichtlich:
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Zentrifugenvorrichtung, bei der
die Indexvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann;
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2 zeigt
eine detaillierte perspektivische Ansicht der Zentrifugenvorrichtung
gemäß 1, wobei die Abdeckung weggelassen
ist, um die inneren Bestandteile der Vorrichtung zu zeigen;
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3 zeigt
ein Blockdiagramm einiger der wesentlichen Bestandteile der Zentrifugenvorrichtung
der 1 und 2;
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4 zeigt
eine schematische Darstellung eines Beispiels der Beziehung zwischen
dem Rotor und der optischen Lesevorrichtung und einiger der zugehörigen elektrischen
Bestandteile der Zentrifugenvorrichtung der 1 und 2;
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5 zeigt
eine detaillierte explodierte perspektivische Ansicht der Rotoranordnung
der Zentrifugenvorrichtung gemäß 1 und 2;
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6 zeigt
eine Draufsicht von unten auf den Rotor gemäß 5;
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7 ist
eine detaillierte perspektivische Darstellung der Nabe der Rotoranordnung
von 5;
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8 ist
eine detaillierte zusammengesetzte Darstellung der Nabe von 6;
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9 ist
eine detaillierte Ansicht des Indexiermechanismus der Nabe der 7 und 8;
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10 ist
eine perspektivisch Darstellung der Zentrifugenvorrichtung der 1 und 2 mit in der offenen Stellung befindlicher
Tür und
zum Beschicken der Trägerröhrchen ausgerichteter
Rotoranordnung;
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11A zeigt
eine Draufsicht von oben auf die Rotoranordnung gemäß 5 bei abgenommener Abdeckung
relativ zu dem Röhrchen-Greif- und Freigabe-Motor,
wobei die sich die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung
in der Freigabeposition befindet;
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11B zeigt
eine Seitenansicht der Rotorvorrichtung gemäß 5 bei aufgesetzter Abdeckung relativ
zu dem Röhrchen-Greif-
und Freigabe-Motor, wobei sich der Eingreifmechanismus in der ausgerückten Position
befindet;
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12A zeigt
eine Draufsicht von oben auf die Rotorvorrichtung gemäß 11A, wobei jedoch die Röhrchen-Haltevorrichtung
in der zurückgezogenen
Position angeordnet ist;
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12B zeigt
eine Seitenansicht der Rotorvorrichtung, des Rückziehvorrichtungs-Antriebsmotors
und der Rückziehvorrichtung
gemäß 11B, wobei jedoch der Rückziehvorrichtungs-Antriebsmotor
mit der Rückziehvorrichtung
zusammengreift;
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13 zeigt
eine detaillierte perspektivische Ansicht des Rotors gemäß 5, wobei ein Trägerröhrchen kurz
vor seiner Einführung
in die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung
gezeigt ist;
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14 zeigt
eine detaillierte zusammengefügte
perspektivische Ansicht des Rotors gemäß 5, wobei das Trägerröhrchen in die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung
eingeführt
ist;
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15 zeigt
eine detaillierte perspektivische Ansicht der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung, des
Indexmechanismus und der Röhrchenhaltevorrichtung
der Rotorvorrichtung gemäß 5;
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16 zeigt
eine detaillierte perspektivische Ansicht der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung und des
Röhrchenhalteteils
der Rotorvorrichtung gemäß 5, wobei ein Trägerröhrchen in
die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung
eingeführt
ist;
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17 zeigt
eine entlang der Linie 17-17 in 14 angesetzte
detaillierte Querschnittsansicht der Rotorvorrichtung, bei der ein
Trägerröhrchen in die
Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung
eingeführt ist;
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18A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung der Position des Indexiermechanismus, wenn
die Rotoranordnung von der Nabenanordnung getrieben wird;
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18B ist
eine detaillierte Unteransicht der Rotoranordnung zur Darstellung
der Positionen der Begrenzungsstifte der Index-Nabenanordnung in
Bezug zur Unterseite des Rotors, wenn der Indexiermechanismus wie
in 18A dargestellt angeordnet
ist;
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19A ist
eine Querschnittsdarstellung der Bewegung des Indexiermechanismus
in bezug auf die gezahnte Kappe des Trägerröhrchens, wenn sich die Nabenanordnung
umgekehrt zur Rotoranordnung bewegt;
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19B ist
eine detaillierte Unteransicht der Rotoranordnung zur Darstellung
der Positionen der Begrenzungsstifte der Indexnabenanordnung in
bezug auf die Unterseite des Rotors, wenn der Indexiermechanismus
wie in 19A dargestellt
positioniert ist;
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20A zeigt
eine detaillierte Querschnittsdarstellung des Indexiermechanismus,
wobei die Nabenanordnung sich in der äußersten entgegengesetzten Position
in bezug zur Unterseite des Rotors befindet;
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20B ist
eine detaillierte Unteransicht der Rotoranordnung zur Darstellung
der Positionen der Begrenzungspins der Indexnabenanordnung in bezug
zur Unterseite des Rotors, wenn der Indexiermechanismus wie in 20A dargestellt positioniert
ist;
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21A zeigt
eine detaillierte Querschnittsansicht des Indexiermechanismus zu
Beginn des Angreifens an einem Röhrchen
des Zahnradbereichs der Kappe des Trägerröhrchens, das in die Trägerröhrchenaufnahmeausnehmung
des Rotors eingesetzt ist;
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21B ist
eine detaillierte Unteransicht der Rotoranordnung zur Darstellung
der Positionen der Begrenzungsstifte der Indexnabenanordnung in
bezug zur Unterseite des Rotors, wenn der Indexiermechanismus wie
in 20A dargestellt positioniert
ist;
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22A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung der Drehung des Zahnrads
der Trägerröhrchenkappe
durch das Angreifen des Indexiermechanismus an einem Zahn;
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22B ist
eine detaillierte Unteransicht der Rotoranordnung zur Darstellung
der Positionen der Begrenzungsstifte der Indexnabenanordnung in
bezug zur Unterseite des Rotors, wenn der Indexiermechanismus wie
in 21A dargestellt angeordnet
ist;
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23 ist
eine explodierte perspektivische Darstellung einer Rotoranordnung
nach einem anderen erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel;
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24 ist
eine detaillierte perspektivische Ansicht der Nabe der Rotoranordnung
mach 23;
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25 ist
eine detaillierte perspektivische Darstellung der Beziehung zwischen
der Blattfeder, der Wellenanordnung und der Blattfeder der Nabenanordnung
der Rotoranordnung von 23;
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26 zeigt
eine detaillierte zusammengesetzte perspektivische Ansicht der Nabenanordnung der
Rotoranordnung von 23;
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27A zeigt
eine detaillierte Querschnittsdarstellung der Position des Zahns
der Blattfeder, die an der Nabe der Plattenanordnung von 23 angebracht ist, wobei
die Plattenanordnung von der Nabe angetrieben wird;
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27B ist
eine diagrammartige Darstellung des Verhältnisses zwischen den Begrenzungsstiften der
Nabe und den gebogenen Teilen der Platte, wenn der Zahn der Blattfeder
in bezug auf das Zahnrad wie in 27A dargestellt
positioniert ist;
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28A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung des Zahns der Blattfeder,
die an der Nabe der Rotoranordnung von 23 angebracht ist, wobei dieser das Zahnrad
der Zahnwellenanordnung berührt,
wenn sich die Nabe entgegengesetzt zur Plattenanordnung bewegt;
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28B ist
eine diagrammartige Darstellung der Beziehung zwischen den Begrenzungsstiften
der Nabe und den gebogenen Teilen der Platte der Rotoranordnung
von 23, wenn die Angreifeinrichtung
wie in 28A dargestellt
positioniert ist;
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29A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung der Position des Zahns
der an der Nabe der in 23 dargestellten
Rotoranordnung angebrachten Blattfeder, wenn die Nabe sich in der äußersten entgegengesetzten
Position in bezug auf die Plattenanordnung befindet;
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29B ist
eine diagrammartige Darstellung der Beziehung zwischen den Begrenzungsstiften
und den gebogenen Teilen der Platte, wenn die Blattfeder wie in 29A dargestellt angeordnet
ist;
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30A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung des Zusammengreifens des
Zahns der an der Nabe der in 23 dargestellten
Rotoranordnung angebrachten Blattfeder mit dem Zahnrad der Zahnwellenanordnung;
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30B ist
eine diagrammartige Darstellung der Beziehung zwischen den Begrenzungsstiften
der Nabe und den gebogenen Teilen der Platte der Rotoranordnung
von 23, wenn der Zahn
der Blattfeder in bezug zum Zahnrad wie in 30A dargestellt positioniert ist;
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31A ist
eine detaillierte Querschnittsdarstellung der Drehung des Zahnrads
der Zahnwellenanordnung durch die Bewegung des Zahns der an der
Nabe der in 23 dargestellten
Blattfeder;
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31B ist
eine diagrammartige Darstellung der Beziehung zwischen den Begrenzungsstiften
der Nabe und der gebogenen Teile der Platte der in 23 dargestellten Rotoranordnung, wenn
der Zahn der Blattfeder wie in 31A dargestellt
angeordnet ist.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In 1–2 ist eine Zentrifugenvorrichtung 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung gezeigt. 1 zeigt
die Zentrifugenvorrichtung 100 mit einer Abdeckung 102 und
einer Klappe 104, die in der geöffneten Position angeordnet
ist. In 2 ist die Abdeckung 102 der
Zentrifugenvorrichtung 100 weggelassen worden, um die inneren
Komponenten der Zentrifugenvorrichtung 100 zu zeigen.
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Entsprechend 2, dem Blockschaltbild gemäß 3 und der schematischen
Darstellung gemäß 4 weist die Zentrifugenvorrichtung 100 eine
Rotorvorrichtung 106 auf, die von einem Rotor-Motor 108 angetrieben
wird, was durch eine CPU 110 über eine Steuerplatine 111 gesteuert
wird. Wie im folgenden noch detailliert beschrieben wird, weist die
Rotorvorrichtung 106 eine Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 mit
einem darin angeordneten Index-Mechanismus 113 auf.
Ein Trägerröhrchen 114 gemäß der vorgenannten
Anmeldung von Michael A. Kelly et al. mit dem Titel "Disposable
Blood Tube Holder" (Attorney's File P-3789) kann in die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 geladen
werden, und der Index-Mechanismus 113 kann in der im folgenden
beschriebenen Weise an dem Trägerröhrchen 114 angreifen.
Die Rotorvorrichtung 106 weist ferner ein Kalibrierungs-Label 115 auf,
das zum Kalibrieren der Zentrifugenvorrichtung 100 verwendet
wird, wie in der genannten US-Patentanmeldung
von Bradley S. Thomas et al. mit dem Titel "Blood Centrifugation Device
with Movable Optical Reader" (attorney File P-4188) detailliert
beschrieben.
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Die Zentrifugenvorrichtung 100 ist
ferner mit einem Tür-Freigabe-
und Verriegelungsmechanismus 118 versehen, der ein Türschloss 116 aufweist, das
mechanisch betätigbar
ist und zudem durch einen Tür-Freigabe-
und Verriegelungs-Antrieb 119 wie z. B. einen Motor oder
einen Magneten steuerbar ist, der von der CPU 110 über die
Steuer-Platine 111 gesteuert wird. Wie noch detailliert
beschrieben wird, wird der Tür-Freigabe-
und Verriegelungsmechanismus 118 vom Benutzer betätigt, um
die Tür 104 freizugeben,
so dass die Tür
in die offene Position gemäß 1 bewegt werden kann und
somit ein Zugriff auf die Rotorvorrichtung 106 und insbesondere
auf die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 zwecks Einführens und
Entfernens des Trägerröhrchens 114 ermöglicht wird.
Die Tür-Freigabe-
und Verriegelungsvorrichtung 119 wird ferner von der CPU 110 gesteuert,
um das Türschloss 118 dahingehend
zu betätigen,
dass die Tür 104 in
der geschlossenen und verriegelten Position verbleibt, wenn die
Rotorvorrichtung 106 vom Rotor-Motor 108 angetrieben
wird. Ein Abdeckungsverriegelungs-Sensor 120 erkennt, wann
die Tür 104 verriegelt
ist und gibt zu diesem Effekt über
die Antriebsplatine 111 ein Signal an die CPU 110 aus.
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Wie ferner gezeigt ist, weist die
Zentrifugenvorrichtung 100 einen Röhrchen-Greif- und Freigabemechanismus 121 auf,
der von der CPU 110 gesteuert wird. Wie im folgenden und
in der genannten US-Patentanmeldung von Bradley S. Thomas et al. mit
dem Titel "Blood Centrifugation Device with Movable Optical Reader"
(attorney File P-4188) detailliert beschrieben, steuert die CPU 110 den
Röhrchen-Greif-
und Freigabemotor derart, dass ein Eingreifmechanismus 122 mit
einer Röhrchenhaltevorrichtung
der Rotorvorrichtung 106 zusammengreift und dadurch das
Laden eines Trägerröhrchens 114 in
die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 und das
Entnehmen des Trägerröhrchens
114 aus der Vertiefung ermöglicht,
und die Röhrchenhaltevorrichtung
freigibt, so dass die Röhrchenhaltevorrichtung das
Trägerröhrchen 114 in
der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 sichert.
Ein Rotor-Lade-Sensor 123, der ein optischer Sensor sein
kann, detektiert, wann der Eingreifmecha nismus 122 in seine
Ausgangsposition zurückgekehrt
ist, nachdem er in die Röhrchenhaltevorrichtung
eingegriffen hat, und gibt ein Signal an die CPU 110 aus.
Die CPU 110 interpretiert dieses Signal als Hinweis darauf,
dass ein Trägerröhrchen 114 in
die Rotorvorrichtung 106 geladen worden ist.
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Wie ferner gezeigt ist, weist die
Zentrifugenvorrichtung 100 ferner eine Optik-Trägervorrichtung 124 auf,
die eine Blitz-Röhre 126 trägt, welche
unter Steuerung durch die CPU 110 von einer Blitzlampenschaltung 127 aktiviert
wird. Die Optik-Trägervorrichtung
weist ferner ein CCD-Array 128 auf, das im folgenden noch
detailliert beschrieben wird. Die Steuerung des CCD-Arrays 128 erfolgt
durch eine CCD-Steuerplatte 130, die von der CPU 110 dahingehend
gesteuert wird, dass sie mit der Blitz-Röhre 126 derart zusammenarbeitet,
dass, wenn die Blitz-Röhre 126 zur
Ausgabe von Licht zu dem in den Rotor 106 geladenen Trägerröhrchen 114 gesteuert wird,
das CCD-Array 128 zum Lesen desjenigen Lichts aktiviert
wird, das von dem Inhalt (z. B. einer Blutprobe) eines im Trägerröhrchen 114 enthaltenen Kapillarröhrchens
als Reaktion auf das von der Blitz-Röhre 126 ausgegebene
Licht erzeugt wird. Eine detailliertere Beschreibung dieser und
weiterer Merkmale der Blitz-Röhre 126 und
des CCD-Arrays 128 sowie
der Arbeitsweise der Trägervorrichtung 124 insgesamt
wird weiter unten gegeben und findet sich ferner in den genannten
US-Patentanmeldungen von Bradley S. Thomas et al. mit dem Titel
"Blood Centrifugation Device with Movable Optical Reader" (Attorney's
File P-4188) und in der vorgenannten U.S.-Anmeldung von Bradley
S. Thomas mit dem Titel " Flash Tube Reflector With Arc Guide".
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Die Optik-Trägervorrichtung 124 weist
ferner einen Optik-Transportmotor 132 auf, der die Bewegung
der Optik-Trägervorrichtung 124 und
insbesondere die Bewegung des CCD-Arrays 128 entlang Führungsschienen 134 in
einer radial zur Rotorvorrichtung 106 verlaufenden Richtung
steuert. Der Optik-Transportmotor 132 wird
von der CPU 110 derart gesteuert, dass er das Optik-Träger-Array 124 in
der genannten Weise so bewegt, dass das CCD-Array
128 die
gesamte Probe in dem im Trägerröhrchen 114 angeordneten
Kapillarröhrchen
lesen kann.
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Die Zentrifugenvorrichtung 100 weist
einen Rotorvorrichtungs-Ausrichtungssensor 135 auf, der, wie
noch detaillierter beschrieben wird, erkennt, wann die Rotorvorrichtung 106 derart
ausgerichtet ist, dass das Trägerröhrchen 114 unterhalb
des CCD-Arrays 128 positioniert ist, und der ein Signal
an die CPU 110 ausgibt. Wenn die CPU 110 das Signal von
dem Rotorvorrichtungs-Ausrichtungssensor 135 empfängt, bestimmt
die CPU 110 den Moment, in dem die Blitz-Röhre 126 aktiviert
werden sollte. Insbesondere erzeugt die CPU 110 eine digitale
Verzögerung
zwischen dem Zeitpunkt, zu der sie das Signal von dem Rotorvorrichtungs-Ausrichtungssensor 135 empfängt, und
dem Zeitpunkt, zu dem die Blitz-Röhre 126 aktiviert
wird. Diese Verzögerungszeit
variiert, um die Abweichungen der Drehgeschwindigkeit der Rotorvorrichtung 106 zu
korrigieren und mechanische Toleranzen auszugleichen. Wenn die CPU 110 feststellt,
dass die Blitz-Röhre 126 aktiviert
werden sollte, steuert die CPU 110 die Blitzröhren-Schaltung 127 zum
Aktivieren der Blitz-Röhre 126 und
steuert die CCD-Steuerplatine 130 dahingehend, dass diese
das CCD-Array 128 zum
Lesen des von der Probe im Kapillarröhrchen emittierten Lichts veranlasst.
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Die Optik-Trägervorrichtung 124 weist
ferner eine Filteranordnung 136 auf, die ein Rot-Emissions-Filter 138,
ein Grün-Emissions-Filter 139 und
ein Blau-Blockier-Filter 140 aufweist.
Die Filteranordnung 136 wird von dem Filter-Motor 137 derart
angetrieben, dass sie sich in der durch den Pfeil A in 4 angedeuteten Richtung
bewegt und folglich jedes der einzelnen Filter der Filteranordnung 136 wie
gewünscht
vor dem CCD-Array 128 positioniert werden kann, wie noch
detaillierter beschrieben wird. Jedes Filter 138, 139, 141 in
der Filteranordnung 136 ist in der Lage, Licht mit bestimmten
Wellenlängen
aus dem von der Probe im Trägerröhrchen 114 emittierten
Licht herauszufiltern, dabei jedoch Licht mit einer gewünschten
Wellenlänge
zu dem CCD-Array 128 durchtreten zu lassen.
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Zusätzlich weist die Zentrifugenvorrichtung 100 eine
LED-Leiste 141 auf, die unter der Motorvorrichtung 106 angeordnet
ist und von der CPU 110 über die Steuerplatine 111 derart
gesteuert wird, dass sie Licht in der Richtung der Rotorvorrichtung 106 ausgibt.
Dieses Licht kann durch Schlitze 142 und 144 in
der Rotorvorrichtung 106 hindurchtreten und von dem CCD-Array 128 detektiert
werden, während sich
die Rotorvorrichtung 106 dreht, um das Vorhandensein oder
Nichtvorhandensein eines Trägerröhrchens 114 und
die korrekte Positionierung des Trägerröhrchens 114 in der
Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 festzustellen,
wie noch detaillierter beschrieben wird.
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Die Zentrifugenvorrichtung 100 ist
ferner mit einer LCD-Graphikanzeigevorrichtung 146 versehen, die
von der CPU 110 derart gesteuert wird, dass z. B. Information
zum Betrieb der Zentrifugenvorrichtung 100 und Information
angezeigt wird, welche die Leseergebnisse der Probe in dem im Trägerröhrchen 114 enthaltenen
Kapillarröhrchen
betrifft, das in der Zentrifugenvorrichtung 100 aufgenommen
ist. Die Zentrifugenvorrichtung 100 enthält ferner
einen Wärmedrucker 148,
in dem ein Band mit einer Breite von 2,25 inch bis 2,75 inch verwendet
wird und der von der CPU 110 über eine Drucker-Treiberplatine 150 derart gesteuert
wird, dass die Information ausgedruckt wird, z. B. zu den Leseergebnissen
der zentrifugierten Probe in dem von der Zentrifugenvorrichtung
100 aufgenommenen Kapillarröhrchen.
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Die Zentrifugenvorrichtung 100 enthält ferner ein
Disketten-Laufwerk 152, z. B. ein für 3,5-inch-Disketten mit 1,44
Mb ausgelegtes Laufwerk, das eine Standard-Diskette aufnehmen kann,
auf die von der CPU 110 Daten wie z. B. Lesedaten der zentrifugierten
Probe geschrieben werden können
oder aus der von der CPU 110 Daten wie z. B. Patienten-Daten, Steuerinformation
oder dgl. gelesen werden können.
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Die Zentrifugenvorrichtung 100 weist
ferner ein Diskettenlaufwerk 152 auf, das eine Standarddiskette
aufnehmen kann, auf die Daten, wie die Messwerte der zentrifugierten
Probe von der CPU 110 geschrieben oder von der Daten, wie
Softwareaktualisierungen durch Diskette, Steuerinformationen oder dergleichen,
von der CPU 110 gelesen werden können. Zusätzlich weist die Zentrifugenvorrichtung
eine Stromversorgung 154 auf, die mit einer Wechselstromquelle
verbunden werden kann, um der Zentrifugenvorrichtung 100 Energie
zuzuführen,
sowie einen Betriebsschalter 156, der die zentrifugenvorrichtung 100 veranlaßt, mit
dem Zentrifugieren zu beginnen, ein Gebläse 158, das von der
CPU 110 über
die Steuerplatine 111 zum Kühlen der inneren Teile der Zentrifugenvorrichtung 100 gesteuert
werden kann, und mehrere Interfaceports 160, die in der
Lage sind, verschiedene Arten von Interfacevorrichtungen anzuschließen, z.
B. einen Strichcode-Leser, eine Tastatur vom PC-Typ, einen Drucker
vom PC-Typ, ein RS-232-Modul usw. Die Zentrifugenvorrichtung 100 weist
ferner eine Vier-Tasten-Tastatur 162 auf, die dem Benutzer
das Eingeben von Information zur Steuerung des Betriebs der Zentrifugenvorrichtung 100 ermöglicht.
Die Tastatur 162 kann z. B. unter einer Klappe 164 angeordnet
sein, die auch den Zugriff auf den Wärmedrucker 148 ermöglicht,
um Druckpapier nachzufüllen,
Tintenkartuschen zu ersetzen usw.
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Im folgenden wird die Rotorvorrichtung 106 anhand
von 5 detaillierter
beschrieben. Gemäß 5 weist die Rotorvorrichtung
ein Rotor-Oberteil 170 und ein Rotor-Unterteil 172 auf,
die durch Schrauben 174 miteinanderverbunden sind, welche durch
entsprechende Öffnungen 176 in
dem Rotor-Oberteil 170 verlaufen und in entsprechenden Schraubenaufnahmelöchern 178 in
dem Rotor-Unterteil 172 aufgenommen sind. Das Rotor-Oberteil 170 und
das Rotor-Unterteil 172 können auch
einem beliebigen geeigneten Material bestehen, z. B. Metall, Plastik,
oder vorzugsweise aus einem geformten Verbundmaterial. Ferner können das
Rotor-Oberteil 170 und das Rotor-Unterteil 172 alternativ
durch Schnappbefestigung zusammengehalten werden, miteinander verbondet werden
oder durch ein anderes beliebiges Befestigungselement miteinander
verbunden werden.
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Das Kalibrierungs-Label 116 ist
an dem Label-Abschnitt 180 des Rotor-Oberteils 170 befestigt. Ferner
weist das Rotor-Oberteil 170 eine Öffnung 182 auf, die
in Zusammenwirkung mit der Hohlraumanordnung 184 in dem
Rotor-Unterteil 172 die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 bildet.
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Die Rotorvorrichtung 106 weist
ferner eine Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 auf,
die durch eine Kompressionsfeder 188 vorgespannt ist, wie noch
detaillierter beschrieben wird. Die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 weist
Schenkel 190, die durch entsprechende geschlitzte Öffnungen 192 in dem
Rotor-Unterteil 172 verlaufen, und einen Vorsprung 193 auf,
der noch detaillierter beschrieben wird. Die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 weist ferner
eine Mulde 194 auf, die, wie noch detaillierter beschrieben
wird, eine Ende des Trägerröhrchens 114 aufnimmt,
wenn das Trägerröhrchen 114 in
der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 der
Rotorvorrichtung 106 angeordnet ist.
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Die Rotorvorrichtung 106 weist
ferner einen Eingreifstift 196 auf, der in einer Stiftaufnahmevertiefung 198 in
dem Rotor-Unterteil 172 derart angeordnet ist, dass das
Vorderende des Stifts 196 in die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 der
Rotorvorrichtung 106 ragt und dadurch an einem in die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 eingeführten Ende
des Trägerröhrchens 114 angreift,
wie noch detaillierter beschrieben wird. Die Rotorvorrichtung weist
ferner einen Lichtleiter 200 auf, der in eine Lichtleiteraufnahmeöffnung 202 in
dem Rotor-Unterteil 172 eingeführt ist. Wie noch detaillierter
beschrieben wird, ist der Lichtleiter 200 derart konfiguriert, dass
sich in einer Richtung radial zu der Rotorvorrichtung 106 bewegendes
Licht, welches durch eine Lichtleiter-Seitenöffnung 204 in den
Lichtleiter 200 eintritt, von dem Lichtleiter 200 derart
umgelenkt wird, dass es durch eine Lichtleiter-Unterteilöffnung
206 in
dem Rotor-Unterteil 172 aus dem Unterteil der Rotorvorrichtung 106 austritt.
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Die Rotorvorrichtung 106 weist
ferner eine Klinke 208 auf, die z. B. durch Wärmeklemmung
oder in einer anderen geeigneten Weise an dem Rotor-Unterteil 172 befestigt
ist. Der Zweck der Klinke 208 ist im folgenden näher beschrieben.
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Die Rotorvorrichtung 106 weist
ferner eine Index-Nabenvorrichtung 210 auf, die durch eine Schraube 214 und
Begrenzungsstifte 216 mit einer Rotor-Nabenvorrichtung 212 verbunden
ist. Ein Schaftteil 218 der Schraube 214 verläuft durch
die Öffnung 220 in
der Index-Nabenvorrichtung 210 und durch eine zentrale Öffnung 222 in
dem Rotor-Unterteil 172, und ein Gewindeabschnitt 224 des
Schaftteils 218 ist in die Öffnung 226 der Motor-Nabe 212 geschraubt.
Der Durchmesser des Kopf 226 der Schraube 214 ist
größer als
der Durchmesser der Öffnung 218 der
Index-Nabenvorrichtung 210, und somit hält die Schraube 214 die
Index-Nabenvorrichtung 218, das Rotor-Unterteil 172 und
die Motor-Nabe 212 sicher
zusammen. Da der Durchmesser der zentralen Öffnung 222 in dem
Rotor-Unterteil 172 größer ist
als der Durchmesser des Schaftteils 218 der Schraube 214,
sind die Index-Nabe 210 und die Motor-Nabe 212 drehbar
mit dem Rotor-Unterteil 172 verbunden. Die Funktion dieser
Drehverbindung wird im folgenden beschrieben.
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Wie ferner gezeigt, sind die Begrenzungsstifte 216 in
jeweiligen Öffnungen 230 in
der Motor-Nabe 212 aufgenommen und gesichert, und sie verlaufen ferner
durch entsprechende gekrümmte
Schlitze 232 in dem Rotor-Unterteil 172 und sind
in entsprechenden Öffnungen 234 der
Index-Nabenvorrichtung 210 aufgenommen und gesichert. Gemäß 6, die eine Draufsicht von
unten auf das Rotor-Unterteil 172 ist und in der die Begrenzungsstifte 216 und
die Schraube 214 in unterbrochenen Linien angedeutet sind,
begrenzen die gekrümmten
Schlitze 232 in dem Rotor-Unterteil 172 die relative
Drehung der Index-Nabenvorrichtung 210 und der Motor-Nabenvorrichtung 212 in
bezug auf das Rotor-Unterteil 172 auf einen Winkel 2. 6 zeigt ferner die geschlitzten Öffnungen 192,
wobei die Schenkel 190 der Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 in unterbrochenen
Linien angedeutet sind, die Lichtleiter-Unterteilöffnung 206, den Schlitz 144 (siehe 2) und einen Schlitz 236, der
mit dem Schlitz 142 in dem Rotor-Oberteil 170 im wesentlichen
ausgerichtet ist.
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Die Indexnabenanordnung 210 ist
in den 7–9 detailliert dargestellt.
Die Indexnabenanordnung 210 weist eine Indexnabe 238 auf,
in der Löcher 220 und 234 ausgebildet
sind. Die Indexnabe 238 weist ferner einen Ausschnittbereich 240 auf,
der wie im folgenden näher
beschrieben, Platz für
die Klinke 208 schafft, so daß die Indexnabenanordnung 210 in bezug
auf die Rotorunterseite 172 drehen kann, ohne durch die
Klinke 208 behindert zu werden. Die Indexnabenanordnung 210 weist
ferner eine Ratschenöffnung 242 auf,
die eine Ratsche 244 mit einem Ratschenzahn 246 aufweist,
dessen Zweck im folgenden näher
beschrieben wird.
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Ein Stift ist durch die Öffnung 250 in
der Indexnabe 238 geführt,
wenn die Ratsche 244 in die Ratschenöffnung 242 platziert
ist, wie in den 8 und 9 dargestellt. Der Stift 248 erstreckt
sich aus der Öffnung 250 in
die Ratschenöffnung 242 und
durch die Öffnung 252 in
einen der Schenkel 253 der Ratsche 244. Eine Feder 254 ist
im Raum 256 zwischen des Schenkeln 253 und 257 der
Ratsche 244 vorgesehen, so daß, wenn der Stift 248 durch
die Öffnung in
dem Schenkel 253 verläuft,
der Stift in die Öffnung 258 der
Feder 254 eindringt. Der Stift 248 erstreckt sich
sodann durch die Öffnung
in der Feder 254 und in die Öffnung 260 im Schenkel 257 der
Ratsche 244. Der Stift 248 erstreckt sich durch
die Öffnung 260 und wird
in der Öffnung 262 in
der Indexnabe 238 befestigt.
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Wie in den 8 und 9 dargestellt,
ist die Ratsche 244 schwenkbar mit der Indexnabe 238 durch
den Stift 248 verbunden. Ferner berührt der Schenkel 264 der
Feder 254 die Unterseite 265 des Ratschenzahns 246,
während
der Schenkel 266 der Feder 254 einen Absatzbereich 268 der
Nabe 238 berührt.
Daher spannt die Feder 258 die Ratsche 242 in
einer durch den Pfeil A in 9 angegebenen Richtung
vor. Der Vorsprung 270 der Ratsche 244 berührt den
Absatzbereich 272 der Indexnabe 238 und begrenzt
somit die Drehung der Ratsche 244 in der durch den Pfeil A angegebenen
Richtung. Die Anordnung aus Ratsche 244 und Feder 254 bildet
im wesentlichen den beispielsweise in den 1 und 2 dargestellten
Indexiermechanismus 113.
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Wie in der vorgenannten mitanhängigen US-Patentanmeldung
von Bradley S. Thomas et al. mit dem Titel "Blood Centrifuge Device
with Movable Optical Reader" (Attorney's File P-4188) detaillierter beschrieben,
emittiert der Rotoranordnungsausrichtungssensor 135 ein
Lichtsignal in Richtung des Umfangs der Rotoranordnung 106.
Wenn das Lichtrohr 200 sich in einer Position befindet,
in der das vom Rotoranordnungsausrichtungssensor 135 emittierte Licht
in das Lichtrohr 200 durch die Lichtrohrseitenöffnung 202 eintritt
und durch die Lichtrohrbodenöffnung 206 umgelenkt
wird, wird das Licht von einem Sensor im Rotoranordnungsausrichtungssensor 135 erkannt.
Der Rotoranordnungsausrichtungssensor 135 liefert ein Signal
an die CPU 110, welche dieses Signal als eine Angabe darüber interpretiert,
daß die Rotoranordnung 106 in
einem bekannten Abstand von der Ausrichtung ausgerichtet ist, in
der das Trägerröhrchen 114 in
der Trägerröhrchenaufnahmeausnehmung 112 auf
die Ebene der Linsen- und CCD-Array 128 der CCD-Array-Anordnung
ausgerichtet ist. Durch Verwenden dieser erkannten Ausrichtung als
Referenzausrichtung kann die CPU 110 kontinuierlich die
Ausrichtung der Rotoranordnung 106 überwachen und feststellen.
Eine digitale Verzögerung
wird von der CPU 110 zwischen dem Zeitpunkt, zu dem die
CPU 110 das Signal von dem Rotoranordnungsausrichtungssensor 135 und
dem Zeitpunkt, zu dem die CPU 110 die Blitzröhre 126 und
die CCD-Array 128 steuert, um die Probe in dem Trägerröhrchen
114 zu
lesen und Schwankungen der Drehgeschwindigkeit der Rotoranordnung 106 und
mechanische Toleranzen auszugleichen.
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Wenn ein Trägerröhrchen 114 bereit
zum Laden in die Zentrifugenvorrichtung 100 ist, kann die Bedienungsperson
z. B. über
die Tastatur 162 einen Befehl dahingehend eingeben, dass
der Mikrocontroller 110 den Motor 108 so steuert,
dass dieser die Rotorvorrichtung 106 in die korrekte Ausrichtung
für das
Laden des Trägerröhrchens 114 dreht,
die in der noch zu beschreibenden Weise durch Verwendung des Rotorvorrichtungs-Ausrichtungssensors 135 bestimmt
wird. Die Trägerröhrchen-Ladeausrichtung befindet
sich bei ungefähr
180° relativ
zu der in 14 gezeigten
Ausrichtung der Rotorvorrichtung 106 gemäß 1 und 2.
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11A zeigt
eine Draufsicht von oben auf die Rotorvorrichtung 106 gemäß 5, wobei das Rotor-Oberteil 170 weggelassen
ist, um die inneren Komponenten der Rotorvorrichtung 106 zu
zeigen, wie z. B. die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186, die
Feder 188, der Stift 196, der Lichtleiter 200 und die
Index-Nabenvorrichtung 210. 11A zeigt
ferner dem Röhrchen-Greif- und Freigabe-Motor 121 und
das Zahnrad 310, den Eingreifmechanismus 122 und
den Rotor-Lade-Sensor 123. 11B zeigt
eine Seitenansicht zur weiteren Darstellung des Verhältnisses
zwischen dem Röhrchen-Greif-
und Freigabe-Motor 121, dem Eingreifmechanismus 122,
der das Zahnrad 288, der Rotorvorrichtung 106 mit
befestigtem Oberteil 170 und dem Rotor-Motor 108.
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Wenn die Rotorvorrichtung 106 in
die Röhrchen-Ladeausrichtung
ausgerichtet worden ist, steuert die CPU 110 den Röhrchen-Greif-
und Freigabe-Motor 121 zwecks Steuerns des Eingreifmechanismus 122 derart,
dass dieser an den Schenkeln 190 der Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186
angreift. Somit zieht gemäß 12A und 12B das Eingreifteil 294 des
Eingreifmechanismus 122 die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 in
der durch den Pfeil B in 12A angedeuteten
Richtung gegen die Kraft der Feder 188. Ferner ist an zumerken,
dass, solange die Rotorvorrichtung 106 derart ausgerichtet ist,
dass das Eingreifteil 294 an mindestens einem Schenkel 190 der
Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 angreift,
die von dem Eingreifteil 294 auf diesen einen Schenkel 190 ausgeübte Kraft
hinreichend ist, um die Rotorvorrichtung 106 in der erforderlichen Weise
zu drehen, um die Rotorvorrichtung 106 derart auszurichten,
dass das Eingreifteil 294 auch an dem anderen Schenkel 190 angreift.
Wenn die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 in
der in 12A gezeigten
Position angeordnet ist, kann ein Trägerröhrchen 114 in die
Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 der
Rotorvorrichtung 106 geladen werden. Gemäß 13 und 14 kann das Trägerröhrchen 114 dann in
die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 der
Rotorvorrichtung 106 derart geladen werden, dass der vordere
Bereich der mit einer Zahnung versehenen Kappe 476 des
mit Getriebezähnen 275 versehenen
Trägerröhrchens 114 in
der Mulde 194 aufgenommen wird.
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Nachdem das Trägerröhrchen 114 in die
Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 geladen
worden ist, kann anschließend
die Tür 104 der
Zentrifugenvorrichtung 100 geschlossen werden, und die Zentrifugenvorrichtung 100 bereit
zum Durchführen der
Zentrifugierung der Probe in dem im Trägerröhrchen 114 enthaltenen
Kapillarröhrchen.
Die Bedienungsperson drückt
die Start-Taste 156, um die CPU 110 anzuweisen,
den Röhrchen-Greif-
und Freigabe-Motor 121 derart zu steuern, dass das Eingreifteil 294 des
Eingreifmechanismus 122 zurück in die Position gemäß 11B bewegt wird. Wenn dies
geschieht, bewegt die von der Feder 188 auf die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 ausgeübte Kraft
die Trägerröhrchen-Haltevorrichtung 186 in
gegenläufiger
Richtung zu dem Pfeil B in 12A.
Der Stift 196 in der Rotorvorrichtung 106 greift
dann in eine Öffnung 478 am
unteren Ende des Trägerröhrchens 114 ein.
Somit sichern der Stift 196 und die Mulde 194 das
in der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 befindliche
Trägerröhrchen 114 an
beiden Enden des Trägerröhrchens 114.
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Die Platzierung des Trägerröhrchens 114 in der
Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 und das
Verhältnis
zwischen dem Index-Mechanismus 113 und der gezahnten Kappe 274 des
Trägerröhrchens 114 sind
ferner aus 15 und 16 ersichtlich. Gemäß 15 ist die Index-Nabenvorrichtung 210 derart
ausgerichtet, dass die Ratsche 246 wie gezeigt positioniert
ist. Wie bereits erläutert
kann die Index-Nabenvorrichtung 210 relativ zu dem Rotor-Unterteil 172 in
der durch den Pfeil C angedeuteten Richtung gedreht werden,
jedoch unter Beschränkung
durch die Begrenzungsstifte 216. Der Ausschnittsbereich 216 der
Index-Nabenvorrichtung 210 ist in der gezeigten Weise positioniert,
um einen Freiraum für
die Klinke 208 zu schaffen, wenn sich die Index-Nabe 210 dreht.
Gemäß 16 wird, wenn das Trägerröhrchen 114 in
die Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 geladen
wird und in dem Hohlraum 184 im Rotor-Unterteil 172 ruht,
das vordere Ende der gezahnten Kappe 476 des Trägerröhrchens 114 in
der Mulde 194 aufgenommen, und der Stift 196 wird
in der Öffnung 270 am
gegenüberliegenden Ende
des Trägerröhrchens 114 aufgenommen. 17, die eine Schnittansicht
der Rotorvorrichtung 106 mit darin gemäß 14 und 16 angeordnetem Trägerröhrchen 114 zeigt,
zeigt das Verhältnis
zwischen dem Index-Teil 113, der Klinke 208 und
der gezahnten Kappe 476 der Trägerröhrchens 114 deutlicher.
-
Das Indexieren des Trägerröhrchens 114 wird
im folgenden in Bezug auf die 2–4, und die 18A–22B im besonderen, beschrieben. Es sei darauf
hingewiesen, daß die
Operationen, welche das Zentrifugieren der Probe in dem im Trägerröhrchen 114 enthaltenen
Kapillarröhrchen
sowie das Lesen der zentrifugierten Probe durch die Zentrifugenvorrichtung 106 in
der genannten mitanhängigen U.S.-Patentanmeldung
von Bradley S. Thomas mit dem Titel "Blood Centrifugation Device
with Movable Optical Reader" (Attorney's File P-4188).
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Nachdem das Trägerröhrchen 114, welches das
Kapillarröhrchen
mit der darin enthaltenen Probe (z. B. nicht koaguliertem Blut)
hält, in
der oben beschriebenen Weise in die Rotorvorrichtung 106 geladen
worden ist, kann die Zentrifugenvorrichtung 100 den Zentrifugierungsvorgang
zum Zentrifugieren der Probe beginnen, um die Komponenten der Probe
in einzelne Schichten zu trennen. Die CPU 110 steuert den
Motorrotor 208, so daß dieser
die Rotoranordnung 106 mit einer geeigneten Zentrifugiergeschwindigkeit
dreht, die üblicherweise
ungefähr
8000 U/min bis ungefähr
12000 U/min beträgt.
Nachdem die Probe über
die geeignete Zeitspanne zentrifugiert wurde, die üblicherweise
ungefähr
3 bis 5 Minuten beträgt,
kann die zentrifugierte Probe in dem Kapillarröhrchen von der in der zuvor
beschriebenen optischen Trägeranordnung 124 enthaltenen
Optik gelesen werden. Die CPU 110 verringert üblicherweise die
Drehzahl der Rotoranordnung 106 auf eine zum Lesen geeignete
Geschwindigkeit, die üblicherweise ungefähr 1000–2500 U/min
beträgt.
Jedoch kann es sich bei der Zentrifugiergeschwindigkeit und der
Lesegeschwindigkeit um jede beliebige praktische Geschwindigkeit
handeln.
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Wie im einzelnen in der genannten
mitanhängigen
U.S.-Patentanmeldung von Bradley S. Thomas mit dem Titel "Blood
Centrifugation Device with Movable Optical Reader" (Attorney's File P-4188)
beschrieben, kann die CPU 110, wenn das Trägerröhrchen 114 in
die Rotoranordnung 106 geladen wurde, die Steuerplatine 111 zum
Steuern der LED-Leiste (s. 3 und 4) steuern, so daß diese Licht
in Richtung der Unterseite der Rotoranordnung 106 emittiert.
Da die Schlitze 144 und 236 sich über der
LED-Leiste 140 bewegen, wenn die Rotoranordnung 106 dreht,
dringt auch das von der LED-Leiste 140 emittierte Licht
durch diese Schlitze.
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Die CPU 110 kann die LED-Leiste 140 derart steuern,
dass diese Licht auf das Unterteil der Rotorvorrichtung 106 ausgibt,
z. B. zu den entsprechenden Zeiten, zu denen sich die Schlitze 144 und 236 direkt über der
LED-Leiste 140 befinden. Falls das CCD-Array 128 Licht
von der LED-Leiste 141 detektiert, wenn sich die Öffnung 144 über der
LED-Leiste 141 befindet, interpretiert die CPU 110 diese
Licht-Detektion als einen Hinweis darauf, dass kein Trä gerröhrchen 114 in
der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 vorhanden
ist. Falls beispielsweise die CPU 110 detektiert, dass
das Trägerröhrchen 114 nicht
mehr in der Trägerröhrchen-Aufnahmevertiefung 112 vorhanden
ist, während
die Rotorvorrichtung 106 gedreht wird, kann die CPU 110 dies
als einen Hinweis darauf interpretieren, dass das Trägerröhrchen 114 aus
der Mulde 194 und von dem Stift 196 entfernt worden
ist und möglicherweise
aus der Rotorvorrichtung 106 herausgeschleudert worden
ist. In diesem Fall kann die CPU 110 z. B. die LCD-Anzeige 146 derart
steuern, dass diese eine Fehlermeldung anzeigt, und den Rotor-Motor 108 derart
steuern, dass dieser das Drehen der Rotorvorrichtung 106 unterbricht.
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Angenommen, keines dieser Probleme
wurde erkannt, und das Trägerröhrchen 114 ist
korrekt in die Trägerröhrchenaufnahmeausnehmung 112 eingesetzt,
wird das Ablesen der Probe in dem im Trägerröhrchen 114 enthaltenen
Kapillarröhrchen
ausgeführt.
Nach der geeigneten Anzahl von Messungen der Probe durch die CCD-Array 128 der
optischen Trägeranordnung 124,
wenn sich das Trägerröhrchen 114 in
seiner anfänglichen
Ausrichtung in edr Rotoranordnung 106 befindet, steuert
die COU 110 die Rotoranordnung 106 derart, daß diese
das Trägerröhrchen 114 inkrementierend
um dessen Längsachse
dreht, so daß Messungen
der Probe von unterschiedlichen Stellen des Umfangs des Trägerröhrchens 114 genommen
werden können.
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Wie im Hintergrund-Abschnitt der
Anmeldung beschrieben, ist es erwünscht, die Probenmessungen
an verschiedenen Stellen des Umfangs des Trägerröhrchens 114 vorzunehmen
(d. h. mit um seine Längsachse
unterschiedlich ausgerichtetem Trägerröhrchen), um genauere Messungen
der Länge der
Schichten in der zentrifugierten Blutprobe zu erhalten. Die CPU 110 wird
hierzu den Indexiermechanismus 113 derart steuern, daß er diese
inkrementierende Drehung oder das "Indexieren" des Trägerröhrchens 114 durchführt. Die
CPU 110 steuert den Indexiermechanismus 113, um
das Indexieren des Trägerröhr chens 114 durch
Verändern
der Drehzahl des Rotormotors 208 für einen kurzen Zeitraum durchzuführen.
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Während
des Lesens und des Zentrifugierens dreht der Rotormotor 108 normalerweise
die Rotornabenanordnung 212 in eine Richtung (beispielsweise
gegen den Uhrzeigersinn). Da die Motornabenanordnung 212 wie
beschrieben mit der Indexnabenanordnung 210 verbunden ist,
dreht die Indexnabenanordnung 210 im wesentlichen zusammen
mit der Motornabenanordnung 212. Da die Indexnabenanordnung 210 und
die Rotornabenanordnung 212 drehbar mit der Rotorunterseite 172 verbunden
sind, bewegen sich die Begrenzungsstifte 216 entlang gebogenen
Schlitzen 232 in der Rotorunterseite 172, bis
sie an den Rändern
der Rotorunterseite 172, welche die gebogenen Schlitze
definieren, angreifen und die Rotoranordnung 106 zu drehen
beginnen. Während
der Drehung der Rotoranordnung 106 ist der Indexiermechanismus 113 wie
in 18A dargestellt positioniert,
und die Begrenzungsstifte 216 sind wie in 18B dargestellt in den Schlitzen 232 angeordnet.
Die Rotoranordnung 106 dreht in die Richtung des in 18B mit ROTOR bezeichneten
Pfeils.
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Wenn der Indexiermechanismus 113 die
Indexieroperation durchführen
soll, steuert die CPU 110 den Rotormotor 108,
um dessen Drehzahl für
einen kurzen Zeitraum (beispielsweise 0,25 Sekunden) abrupt zu senken.
Wenn die Drehzahl des Rotormotors 208 während dieses Zeitraums abrupt
abnimmt, verlangsamt sich die Drehung der Motornabe 212 abrupt.
Da die Motornabe 212 wie beschrieben mit der Indexnabenanordnung 210 verbunden
ist, verlangsamt sich auch die Drehung der Indexnabenanordnung 210 abrupt.
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Da jedoch die Rotorunterseite 172 wie
beschrieben drehbar mit der Indexnabenanordnung 210 und
der Nabenanordnung 212 verbunden ist, dreht die Rotorunterseite 172 und
damit die gesamte Rotoranordnung 106, mit Ausnahme der
Indexnabenanordnung 210 und der Motornabenanordnung 212,
aufgrund des Drehmoments der Rotoranordnung 106 weiter
mit im wesentlichen der gleichen Drehgeschwindigkeit wie vor dem
Verlangsamen des Rotormotors 208. Wenn dies eintritt, bewegt
sich die Rotoranordnung 106 weiter in bezug zur Indexnabenanordnung 210 in
der durch den Pfeil ROTOR in den 19A und 19B angegebenen Richtung.
Das Trägerröhrchen 114,
das in der Rotoranordnung 106 angeordnet ist, bewegt sich
in bezug zur Indexnabenanordnung 210 ebenfalls in der Richtung
des mit ROTOR bezeichneten Pfeils.
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Diese Bewegung bewirkt dementsprechend die
Bewegung des Indexiermechanismus 113 in die durch den mit
ENTGEGEN bezeichneten Pfeil angegebene Richtung in bezug auf die
Rotoranordnung 206 und das darin enthaltene Trägerröhrchen 114. Der
Ratschenzahn 246 der Ratsche 244 der Indexanordnung 113 berührt einen
der Zähne 275 der
gezahnten Kappe 274 des Trägerröhrchens 114. Wenn dies
geschieht, bewirkt die durch den Zahn 275 auf den Ratschenzahn 246 aufgebrachte
Kraft, daß die Ratsche 244 in
die durch den mit SCHWENKEN bezeichneten Pfeil angegebene Richtung
um den Stift 248 schwenkt, und bewirkt somit, daß der Ratschenzahn 246 sich
in die Ausnehmung 242 in der Indexnabenanordnung 210 bewegt.
Aufgrund der auf den Zahn 275 vom Ratschenzahn 246 aufgebrachten Kraft
beginnt sich die gezahnte Kappe 274 und damit das Trägerröhrchen 114 als
Ganzes um die Längsachse
des Trägerröhrchens 114 (oder
eine im wesentlichen mit dieser Längsachse ausgerichteten Achse)
in eine durch den Pfeil R1 angegebene Richtung zu drehen.
Da der Zahn 275-1 an der Oberseite 277 der Klinke 208 anschlägt, begrenzt
die Klinke 208 die Strecke, um welche die gezahnte Kappe 274 und
das Trägerröhrchen 114 als
ganzes in Richtung des Pfeils R1 drehen können.
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Da sich der Indexiermechanismus 113 weiter in
der durch den mit ENTGEGEN bezeichneten Pfeil angegebenen Richtung
bewegt, reicht die vom Zahn 275 auf den Ratschenzahn 246 aufgebrachte
Kraft aus, die auf den Ratschenzahn 246 von der Feder 254 (s. 7–9)
aufgebrachte Kraft zu überwinden, und daher
schwenkt der Ratschenzahn 246 weiter in Richtung des Pfeils
"SCHWEN-KEN" um
den Stift 248 weiter in die Ausnehmung 242 in
der Indexnabenanordnung 210. Der Ratschenzahn 246 kann
daher am Zahn 275 vorbei gehen, während der Indexiermechanismus 113 sich
weiter in der Richtung des mit ENTGEGEN bezeichneten Pfeils bewegt.
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Wie in den 20A und 20B dargestellt
bewegen sich die Begrenzungsstifte 216, während der Indexiermechanismus 113 sich
weiter in der Richtung des mit ENTGEGEN bezeichneten Pfeils bewegt,
in gebogenen Schlitzen 232, bis sie eine Position erreichen,
in der sie an den Rändern
der Rotorunterseite 172 anschlagen, welche die länglichen
Schlitze 232 begrenzen. Da der Zahn 275 nicht
länger
den Ratschenzahn 246 berührt, bewirkt die von der Feder 254 (s. 7–9)
aufgebrachte Kraft das Rückschwenken
der Ratsche 244 um den Stift 248 in deren normale
Position, wie in 20A dargestellt.
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Nach dem Ablauf der vorbestimmten
Zeitspanne, in welcher die Drehzahl des Rotormotors 208 abrupt
verlangsamt wurde, erhöht
die CPU 110 abrupt die Drehzahl des Rotormotors 208 auf
die normale Drehzahl, bei der das Lesen des Trägerröhrchens 114 während Nicht-Indexierphasen
erfolgt. Wenn dies geschieht, beginnt, wie in 21A dargestellt, der Indexiermechanismus 113 sich
in die durch den mit INDEX bezeichneten Pfeil angegebenen Richtung
in bezug zur Rotorunterseite 172 und somit in bezug zum
Rest der Rotoranordnung 206 zu bewegen. Da der Rotormotor 208 beginnt,
die Motornabe 212 mit der normalen Lesedrehzahl zu drehen,
beginnen die Motornabe 121, die Indexnabenanordnung 210 und
der Indexiermechanismus 113 die Rotorunterseite 172 einzuholen. 21B zeigt, daß sich die
Begrenzungsstifte 216 in den gebogenen Schlitzen 232 in
der Rotorunterseite 172 in der durch den mit INDEX bezeichneten
Pfeil angegebenen Richtung zu bewegen beginnen.
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Wie in 22A dargestellt
bewirkt, wenn der Indexiermechanismus 113 sich ferner in
der mit INDEX bezeichneten Richtung bewegt hat, der Ratschenzahn
246 das
Drehen der gezahnten Kappe 274 des Trägerröhrchens 114, und somit
des Trägerröhrchens 114 im
Ganzen, um die Längsachse
oder um eine im wesentlichen mit der Längsachse des Trägerröhrchens 114 ausgerichtete
Achse in Richtung des Pfeils R2. Diese Bewegung veranlaßt den der
Klinke 208 benachbarten Ratschenzahn 275-2 die
Klinke 208 wie gezeigt leicht zu verformen. Wie in 22B dargestellt haben sich
die Begrenzungsstifte 216 in bezug auf die Rotorunterseite 172 und
somit in bezug auf die Rotoranordnung 106 weiter entlang den
gebogenen Schlitzen 232 in Richtung des mit INDEX bezeichneten
Pfeils bewegt.
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Wie in 6 dargestellt
ist die Bewegung der Begrenzungsstifte 216 durch die Länge der
gebogenen Schlitze 232 in der Rotorunterseite 172 begrenzt.
Daher ist die Winkelstrecke, welche die Indexnabenanordnung 210 und
somit der Indexiermechanismus 113 in bezug auf die Rotorunterseite 172 zurücklegen
kann, auf den Winkel θ beschränkt, der durch
die Länge
der gebogenen Schlitze 232 gegeben ist. Dieser relative
Winkel θ der
Drehbewegung reicht aus, den Ratschenzahn 246 in die Lage
zu versetzen, die gezahnte Kappe 274 des Trägerröhrchens 114 derart
zu drehen, daß der
dem Zahn 275 der gezahnten Kappe 274 des Trägerröhrchens 114 benachbarte
Zahn 275-2 unmittelbar über
die Oberseite 277 der Klinke 208 läuft. Diese
Drehbewegungsstrecke der gezahnten Kappe 274 und des Trägerröhrchens 114 als
Ganzes entlang dem Pfeil R2, gilt als eine Index-Bewegung
des Trägerröhrchens 114 und
entspricht im wesentlichen der Winkeldistanz entlang dem Umfang
der gezahnten Kappe 274, dieon einem Zahn 275 eingenommen
wird. Das heißt,
wenn die gezahnte Kappe 274 acht Zähne hat, beträgt die Indexbewegungsstrecke
im wesentlichen 45°.
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Der gesamte in Zusammenhang mit den 18A–22B beschriebene
Indexiervorgang dauert ungefähr
0,6 Sekunden. Der Indexiermechanismus 113 ist somit in
die in 18A dargestellte Position zurückgekehrt
und die Begrenzungspins 216 liegen an den Rändern der
Rotorunterseite 172 an.
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Der Rotormotor 208 treibt
die Motornabe 212 weiter an, welche die Rotoranordnung 206 weiter
antreibt, so daß weitere
Messungen des zentrifugierten Bluts in dem im Trägerröhrchen 114 gehaltenen
Kapillarröhrchen
erfolgen können.
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Nach der erwünschten Anzahl von Probenmessungen
an der Probe in dem im Trägerröhrchen 114 gehaltenen
Kapillarröhrchen,
wobei das Trägerröhrchen 114 in
dieser neu indexierten Position ausgerichtet ist, kann das Trägerröhrchen 114 unter Durchführung der
in Zusammenhang mit den 18A–22B beschriebenen Schritte erneut indexiert
werden. Nachdem sämtliche
Messungen an der gewünschten
Anzahl von Stellen um das Trägerröhrchen 114 herum
genommen wurden, kann die CPU 110 die geeigneten Berechnungen
durchführen,
um die Zellzahlen für
jede der Blutschichten zu erhalten.
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Zwar zeigen die 18A–22B die Abfolge der Bewegungen des Indexierens,
die auftritt, wenn die Rotoranordnung 106 entgegen dem
Uhrzeigersinn gedreht wird, jedoch kann der Rotormotor 108 statt
dessen die Rotoranordnung 106 derart steuern, daß sie im
Uhrzeigersinn dreht, um die Probe in dem Trägerröhrchen 114 zu zentrifugieren.
In diesem Fall befinden sich der Indexiermechanismus 113 und
die Begrenzungsstifte 216 in Bezug auf die Rotorunterseite 172 wie
in den 20A und 20B dargestellt, wenn die
Rotoranordnung 106 im Uhrzeigersinn gedreht wird. Das Indexieren
erfolgt sodann in der in den 21A und 21B, 22A und 22B, 18A und 18B, 19A und 19B angegebenen Reihenfolge
und endet wieder bei den 20A und 20B. Die zuvor für jede der
Figuren beschriebenen Operationen sind für diese Art des Indexierens ähnlich.
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Ein alternatives Ausführungsbeispiel
der Rotoranordnung der efindungsgemäßen Zentrifugenvorrichtung
ist in 23 dargestellt.
Merkmale dieser alternativen Rotoranordnung sind in den genannten mitanhängigen US-Patentanmeldungen
08/814 535 und 08/814 536, beide von Stephen C. Wardlaw, beschrieben.
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Wie in 23 und
in den detaillierteren Ansichten der 24–26 dargestellt, weist die Rotoranordnung 280 eine
Platte 282, eine Nabenanordnung 284, ein Fenster 286,
ein Gegengewicht 288, ein Röhrchenaufnahmeteil 290 und
einen Deckel 292 auf. Die Platte 282 kann aus
jedem geeigneten Material bestehen, wie beispielsweise Metall, Kunststoff, geformtes
Verbundmaterial, oder dergleichen. Die Platte 282 weist
einen Nabenanordnungseingreifbereich 294 auf, der zwei
gebogene Teile 296 und 297 aufweist, die sich
senkrecht oder im wesentlichen senkrecht von der Unterseite 298 der
Platte 282 erstrecken und voneinander durch Öffnungen 300 und 201 getrennt
sind. Die Platte 282 weist ferner eine Öffnung 302 auf, die
sich in der Mitte oder im wesentlichen in der Mitte der Unterseite 298 der
Platte 282 befindet, und durch welche sich die Antriebswelle 303 des
Rotormotors 108 erstreckt, wie im folgenden näher beschrieben.
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Wie in 23 und
detaillierter in den 24–26 dargestellt
weist die Nabenanordnung 284 eine Nabe 304 mit
Begrenzungsstiften 306 und 307 auf, die sich radial
von der Nabe 304 an gegenüberliegenden Stellen der Nabe 304 erstrecken.
Ein Blattfederteil 308 mit einem Zahn 310 an einem
Ende ist mit der Nabe 304 durch ein beliebiges geeignetes Verbindungsmittel
wie Niete, Stifte, Schrauben oder dergleichen verbunden, so daß der Zahn 310 über einer Öffnung 312 in
der Nabe 304 positioniert ist. Wie in den genannten mitanhängigen US-Patentanmeldungen
08/814 535 und 08/814 536, beide von Stephen C. Wardlaw, beschrieben
kann die Nabe 304 anstelle eines Blattfederteils 308 mit
einer Druckfeder ausgebildet sein, und der Zahn 310 kann
am oberen Ende der Druckfeder vorgesehen sein. Die Nabenanordnung 284 weist
ferner eine Blattfeder 314 mit geschlitzten Öffnungen 316 und
eine Abdeckung 318 auf. Bei einer montierten NabenNabenanordnung 284 sind
die Öffnungen
in der Blattfeder 314 mit Öffnungen 320 in der Öffnung 318 ausgerichtet,
so daß die
Blattfeder 314 durch Stifte, Schrauben oder eine beliebige
geeignete Befestigungseinrichtung, die durch eine jeweilige Öffnung
316 verläuft und
in einer jeweiligen Öffnung 320 gehalten
ist, mit der Abdeckung 318 verbunden ist.
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Die Nabenanordnung 284 weist
ferner einen Abstandhalter 322 auf. Wenn die Nabenanordnung 284 an
die Platte 282 montiert ist, erstreckt sich die Antriebswelle 303 des
Rotormotors 108 durch die Öffnung 302 in der
Platte, durch eine Öffnung 324 im Abstandhalter 322 und
ist mit der Nabe 304 durch eine Schraube, einen Bolzen
oder dergleichen verbunden. Der Abstandhalter 322 ist zwischen
der Nabe 304 und einem erhabenen Bereich 323 der
Unterseite 298 der Platte 282 angeordnet und die
Nabe 304 ist mit den Abstandhalter 322 und dem
Wellenantrieb 303 verbunden, so daß die Nabe 304 und
der Abstandhalter 322 sich zusammen oder im wesentlichen
mit der Antriebswelle 303 des Rotormotor 108 dreht.
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Die Nabenanordnung 284 weist
ferner eine Getriebewellenanordnung 326 auf, die eine Getriebewelle 328 mit
einem daran angebrachten Zahnrad 330 aufweist, so daß die Drehachse
des Zahnrads 330 mit der Drehachse der Getriebewelle 328 ausgerichtet
oder im wesentlichen ausgerichtet ist. Ein Röhrchenaufnahmebecher 332 ist
mit der Getriebewelle 328 verbunden oder einstückig ausgebildet
und weist eine Öffnung 334 auf.
Die axiale Mitte der Öffnung 334 ist
mit der Drehachse der Getriebewelle 328 ausgerichtet oder
im wesentlichen ausgerichtet. Eine Druckfeder 335 ist über der
Getriebewelle 328 zwischen dem Röhrchenaufnahmebecher 332 und dem
Zahnrad 330 wie dargestellt angebracht.
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Wenn die Nabenanordnung 284 montiert
ist, ist die Getriebewelle 328 in einer Öffnung 336 im
gebogenen Teil 297 der Platte 282 aufgenommen,
wie in 25 dargestellt.
Die Getriebewelle 328 ist derart positioniert, daß das Zahnrad 330 vom
Zahn 310 der Blattfeder 308 angegriffen werden
kann. Die Abdeckung 318 der Nabenanordnung 284 ist
mit der Platte 282 durch Schrauben, Niete, Stifte oder
jedes beliebige geeignete Befestigungsteil verbunden, das sich durch
die Öffnung 37 in
der Platte 382 erstreckt und an der Abdeckung 318 angreift,
um die Abdeckung an der Platte 282 zu befestigen. Wie in 23 dargestellt umfaßt die Abdeckung 318 Vorsprungsteile 338 und 339,
die von der inneren Oberseite der Abdeckung 318 nach unten
vorstehen und jeweils mit gebogenen Rillen 340 und 341 versehen
sind. Die Getriebewelle 328 ist in diesen gebogenen Rillen 340 und 341 derart
aufgenommen, daß die
Feder 335 an der Getriebewelle 328 zwischen dem
hinteren Ende des Röhrchenaufnahmebechers 332 und
dem Vorsprungsteil 338 angeordnet ist, wie in 26 dargestellt, und das
Zahnrad 330 ist derart angeordnet, daß es sich auf der gegenüber der
dem Vorsprungsteil 338 zugewandten Seite des Vorsprungsteils 339 befindet.
Somit bringt die Feder 335 eine Kraft auf den Röhrchenaufnahmebecher 332 auf,
um die Getriebewellenanordnung 326 in Richtung des Pfeils A in 26 zu schieben und dabei
liegt das Zahnrad 330 an dem Vorsprungsteil 339 an,
um die Bewegung der Getriebewellenanordnung 326 in der
durch den Pfeil A angegebenen Richtung zu begrenzen.
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Wenn die Abdeckung 318 an
der Unterseite 298 der Platte 282 angebracht ist,
erstrecken sich die Begrenzungsstifte 306 und 307 durch
die Öffnungen 342 und 343 auf
gegenüberliegenden
Seiten der Abdeckung 318. Es sei darauf hingewiesen, daß die Antriebswelle 303 des
Rotormotors 108, die mit der Nabe 304 verbunden
ist, in bezug zur Platte 282 drehbar bleibt. Die Nabe 304 sowie
die Stifte 306 und die Blattfeder 308, die damit
verbunden sind, bleiben somit in bezug auf die Platte 282 drehbar.
Dementsprechend sind die Nabe 304 (und die Begrenzungsstifte 306 und
die Blattfeder 308) in bezug zur Platte 282, zur
Getriebewellenanordnung 326, die wie dargestellt mit der
Platte 282 verbunden ist, und zur Abdeckung 318,
an der die Blattfeder 314 angebracht ist, drehbar.
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Wie ferner dargestellt sind das Fenster 296 und
das Gegengewicht 288 an der Platte 282 durch Schrauben 344 montiert,
die sich durch jeweilige Öffnungen 345 und 346 im
Fenster 286 und im Gegengewicht 288 erstrecken
und in entsprechende Öffnungen 348 in
der Platte 282 eingreifen. Die Röhrchenaufnahmeanordnung 290 weist
eine Welle 350, einen Röhrchenaufnahmebecher 352 mit
einer darin befindlichen Öffnung 353 und
ein Rad 354 auf. In diesem Beispiel sind die Röhrchenaufnahmebecher 352 und 334 zum
Aufnehmen eines Kapillarröhrchens 356 ausgebildet,
das nicht in einem Trägerröhrchen enthalten
ist. Die Größe der Röhrchenaufnahmebecher 352 und 334 können zum
Aufnehmen einer Trägerröhrchenanordnung
ausgebildet sein, in der ein Kapillarröhrchen 356 gehalten
ist, beispielsweise das zuvor beschriebene Trägerröhrchen 114, und wie
in der vorgenannten US-Patentanmeldung von Michael A. Kelly mit
dem Titel "Disposable Blood Tube Holder and Method of Using the
same" (Attorney's Files P-3789) näher beschrieben.
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Die Welle 350 der Röhrchenaufnahmeanordnung 290 ist
in einem Schlitz 357 in einem Vorsprungsbereich 358 der
Platte 282 angebracht, so daß das Rad 354 zwischen
dem Vorsprungsbereich 358 und der Seitenwand 359 der
Platte 282 angeordnet ist, und verhindert ein Rutschen
der Welle 350 in Längsrichtung
aus der Öffnung 358.
Die Welle 350 kann im wesentlichen ungehindert in der Öffnung 358 drehen.
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Wenn das Kapillarröhrchen 286 oder
jedes andere Röhrchen
oder Trägerröhrchen in
die Platte 282 geladen wurde, bringt der Bediener Kraft
auf den Röhrchenaufnahmebecher 334 entgegen
der von der Feder 335 aufgebrachten Kraft auf, um die Getriebewellenanordnung 328 entgegen
der Richtung des Pfeils A in 26 zu
bewegen. Ein Ende des Röhrchens 256 wird
sodann in die Öffnung 334 im
Röhrchenaufnahmebecher 332 angeordnet.
Dabei bewegt sich das Kapillarröhrchen 356 durch
den Schlitz 360 in der gebogenen Verlängerung 296. Das Röhrchen 356 ist
derart positioniert, daß das
entgegengesetzte Ende in der Öffnung 353 in
dem Röhrchenaufnahmebecher 352 aufgenommen
ist. Der Röhrchenaufnahmebecher 332 besteht
aus einem elastischen Material wie Gummi, Delrin oder einem anderen
geeigneten flexiblen Material, das elastisch ist, um eine Kraft
auf die Außenwände des
Röhrchens 356 auf zubringen,
um Drehmoment von dem Röhrchenhalter 332 auf
das Röhrchen 356 auszuüben.
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Sobald die vom Bediener auf den Becher 332 aufgebrachte
Kraft aufgehoben ist, drückt
die Feder 335 die Getriebewellenanordnung 326 in
Richtung des Pfeils A in 26,
und das Röhrchen
ist in den Röhrchenaufnahmebechern 332 und 352 durch die
Becher selbst sowie durch die auf den Becher 332 (und somit
das Röhrchen 356)
durch die Feder 335 aufgebrachte Haltekraft gehalten. Um
das Röhrchen 356 in
die Platte 282 zu laden, muß die Abdeckung 292 von
der Platte 282 abgenommen sein. Nach dem Einsetzen des
Röhrchens 356 kann
die Abdeckung 292 mit der Platte 282 durch geeignete Befestigungsmittel
wie Schrauben 362 verbunden werden, deren Schäfte sich
durch Schlitzöffnungen 364 erstrecken
und in Gewindeöffnungen 366 in
der Platte 282 aufgenommen sind, um die Abdeckung 292 lösbar mit
der Platte 282 zu verbinden. Die Abdeckung 292 besteht
aus einem durchsichtigen Material wie durchsichtigem Kunststoff,
so daß das
Röhrchen 256 durch
die Abdeckung 292 betrachtet werden kann.
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Wenn das Probenröhrchen 356 in die
Platte 282 der Rotoranordnung 280 geladen ist,
kann die Platte 282 zum Zentrifugieren der im Probenröhrchen 356 enthaltenen
Probe betrieben werden. Wie in bezug auf die Rotoranordnung 106 beschrieben
kann die Platte 282 mit einer geeigneten Zentrifugiergeschwindigkeit
betrieben werden (beispielsweise 8000 U/min–12000 U/min). Wie sich aus
der 26 ergibt, dreht
der Rotormotor 108 die Antriebswelle 303, die mit
der Nabe 304 verbunden ist. Dies bewirkt, daß die Nabe 304,
und somit die Begrenzungsstifte 306 und 307, sich
in die durch den mit ANTRIEB bezeichneten Pfeil in 26 angegebene Richtung bewegt. Da die
Nabe 304 in bezug auf die Platte 282 bewegbar ist,
bewegt sich die Platte 282 zunächst nicht, während die
Welle 303 sich zu bewegen beginnt.
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Wie in 26 dargestellt,
greifen vielmehr die Begrenzungsstifte 306 und 307,
wenn die Welle die Nabe 304 in die durch den mit ANTRIEB
bezeichneten Pfeil angegebene Richtung dreht, an den gebogenen Teilen 296 und 297 an
den jeweiligen Rändern 368 und 370 an.
Dieses Angreifen seitens der Stifte 306 und 307 an
den gebogenen Teilen 296 und 297 beginnt das Drehen
der Platte 282 in der durch den mit PLATTE bezeichneten
Pfeil angegebenen Richtung. Dementsprechend wird die Probe in dem Röhrchen 356 zentrifugiert.
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Wie zuvor beschrieben können, nachdem die
Probe in dem Röhrchen 356 über die
gewünschte Zeitspanne
zentrifugiert wurde (beispielsweise 3–5 Minuten) Bilder der Zellschichten
in dem Probenröhrchen 356 gelesen
werden. Üblicherweise
verlangsamt der Rotormotor 108 die Bewegung der Platte 282 auf
eine Lesegeschwindigkeit (beispielsweise 1000–2000 U/min), bei der die Messungen
durch die Optik in der optischen Trägeranordnung 124 (s. 2–4)
vorgenommen werden können.
Es sei darauf hingewiesen, daß wie
in den vorgenannten mitanhängigen
US-Patentanmeldungen 08/814 535 und 08/814 536, beide von Stephen
C. Wardlaw, beschrieben, eine Rotoranordnung in einer Zentrifugenanordnung
mit einer optischen Lesevorrichtung verwendet werden kann, welche
das Röhrchen 256 durch
eine Öffnung
in der Unterseite der Platte 282 liest. Dazu muß das Fenster 286 aus
einem durchsichtigen Material, beispielsweise durchsichtiger Kunststoff,
bestehen, so daß die
optische Vorrichtung das Röhrchen 256 durch
das Fenster 256 und eine Öffnung 371 in der
Platte 282 betrachten kann.
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Sobald die erwünschte Menge an Messungen entlang
dem Umfang des Röhrchens 356 unter dieser
Ausrichtung durchgeführt
wurde, kann das Röhrchen 356 anschließend um
seine Längsachse gedreht
werden, so daß die
Messungen an Stellen entlang dem Umfang des Röhrchens 356 erfolgen können, wenn
das Röhrchen 356 sich
in der neuen Ausrichtung befindet. Wie in Zusammenhang mit den 27A–31B beschrieben ist dieser Indexiervorgang
dem in Zusammenhang mit den 18A–22B beschriebenen Vorgang ähnlich.
Die
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27A, 28A, 29A, 30A und 31A zeigen das Verhältnis zwischen
dem Zahnrad 330, dem Zahn 312 und der Blattfeder 314 beim
Indexieren. Die 27B, 28B, 29B, 30B und 31B sind Draufsichten zur
Darstellung des Verhältnisses
zwischen den Begrenzungsstiften 306 und 307 und
den gebogenen Teilen 296 und 297.
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Wenn die Nabe 304 die Platte 282 antreibt, ist
die Feder 308 relativ zum Zahnrad 330 wie in 27A dargestellt angeordnet
und die Begrenzungsstifte 306 und 307 liegen an
den Rändern 368 und 370 der
gebogenen Teile 297 und 296 an, wie in 27B dargestellt. Wenn das
Röhrchen 356 indexiert
werden soll, verlangsamt die CPU 110 (3 und 4)
den Rotormotor 108 abrupt über einen Zeitraum (beispielsweise
0,25 Sekunden). Wenn dies geschieht verlangsamt sich die Drehung
der Nabe 304, da die Nabe 304 direkt von dem Rotormotor 108 angetrieben
wird. Da die Platte 282 in bezug auf die Nabe 304 drehbar
ist, dreht das Moment der Platte 282 die Platte weiter
in der durch den mit PLATTE bezeichneten Pfeil in den 26 und 27B. Da die Drehung der Nabe 304 sich
verlangsamt, beginnen die Begrenzungsstifte 306 und 307 sich
in der durch die in 28B mit
ENTGEGEN bezeichneten Pfeil angegebenen Richtung in bezug auf die
Platte 282 zu drehen. Diese Bewegung der Nabe 304 bewirkt,
daß der
Zahn 310 der Feder 308 einen Zahn 331 des Zahnrads 330 berührt, wie
in 28A dargestellt.
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Die fortgesetzte Bewegung der Feder 308 durch
die Nabe 304 in Richtung des Pfeils ENTGEGEN bewirkt, daß der Zahn 331 weiter
Kraft auf die Feder 308 aufbringt, wodurch die Feder 308 in
Richtung des Pfeils AUSLENKUNG in die Öffnung 312 der Nabe 304 (siehe 23–26)
bewegt wird. Die Kraft des Zahns 310 auf den Zahn 331 beginnt
das Zahnrad 330 in Richtung des Pfeils R1 zu drehen. Der
Zahn 331-1 ist jedoch am Drehen durch das Ende 372 der
Feder 314 wie dargestellt gehindert. Somit wird das Zahnrad 330 in
der indexierten Ausrichtung gemäß 28A gehalten.
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Wie in den 29A und 29B dargestellt dreht
bei Verlangsamung der Nabe 304 in bezug auf die Platte 282 die
Nabe 304 weiter in Richtung des Pfeils ENTGEGEN in bezug
auf die Platte 282. Die Stifte 306 und 307 bewegen
sich somit weiter in die Öffnungen 300 und 301,
bis sie an den Rändern 374 und 376 der
gebogenen Teile 296 und 297 anliegen.
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Der Rotormotor 108 wird
sodann auf die Geschwindigkeit beschleunigt, die er vor dem Indexieren
innehatte. Dabei beginnt die Nabe 304 in der Richtung INDEX
zu drehen wie in den 30A und 30B gezeigt. Diese Bewegung
der Nabe 304 bewirkt, daß der Zahn 310 eine
Kraft auf den Zahn 331 ausübt und somit das Zahnrad 330 in
Richtung des Pfeils R2 in 31A dreht.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Feder 314 durch
einen Zahn 331-2 in Richtung des Pfeils AUFWÄRTS verformt
wird. Die Getriebewellenanordnung 328, und somit das in
dem Röhrchenaufnahmebecher 332 enthaltene
Röhrchen,
dreht im wesentlichen zusammen mit dem Zahnrad 330. Da die
Röhrchenaufnahmeanordnung 290 im
wesentlichen ungehindert im Schlitz 357 drehen kann, kann die
Röhrchenaufnahmeanordnung 240 im
wesentlichen zusammen mit dem Röhrchen 356 drehen.
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Die Begrenzungsstifte 306 und 307 berühren schließlich die
Ränder 368 und 370 der
gebogenen Teile 297 und 296 wie in 27B gezeigt. Dabei hat sich
die Nabe 304 in bezug auf die Platte 282 derart bewegt,
daß der
Zahn 310 der Feder 308 den Zahn 331 des
Zahnrads 330 freigegeben hat. Der Zahn 331-2 hat
sich dann gerade an dem Rand 376 der Feder 314 vorbei
gedreht und die Getriebewellenanordnung 228, das Röhrchen 356 und
die Röhrchenaufnahmeanordnung 290 haben
sich entsprechend gedreht.
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Somit beginnt die Nabe 304 erneut,
die Platte 282 in Richtung des Pfeils PLATTE zu drehen.
Die Messungen der Probe im Röhrchen
können
dann unter dieser neuen Ausrichtung genommen werden. Sobald die
gewünschte
Anzahl von Messungen an dieser Stelle des Umfangs des Röhrchens 356 genommen wurden,
kann das Röhrchen 356 erneut
auf die zuvor beschriebene Weise indexiert werden, in dem die anhand
der 27A–31B beschriebenen Schritte
wiederholt werden.
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Obwohl die Abfolge der Vorgänge in den 27A–31B die Indexierschritte darstellt, die
durchgeführt
werden, wenn die Plattenanordnung 282 entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht werden, kann das Indexieren auch durchgeführt werden,
wenn die Plattenanordnung 282 im Uhrzeigersinn gedreht
wird. In diesem Fall sind die Feder 308 und die Begrenzungsstifte 306 und 307 wie
in den 29A und 29B dargestellt angeordnet,
wenn die Plattenanordnung 282 von der Nabe 304 im
Uhrzeigersinn getrieben wird. Das Indexieren erfolgt sodann in der
durch die 30A und 30B, 31A und 31B, 27A und 27B, 28A und 28B dargestellten Abfolge
und endet mit gemäß den 29A und 29B angeordneten Begrenzungsstiften 306 und 307 und
Feder 308. Die zuvor anhand jeder der Figuren beschriebenen
erfolgenden Vorgänge
sind für
diese Art des Indexierens ähnlich.
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Obwohl vorstehend nur einige Ausführungsbeispiele
der Efindung beschrieben worden sind, wird Fachleuten direkt ersichtlich
sein, dass an den Ausführungsbeispielen
zahlreiche Modifikationen vorgenommen werden können, ohne in der Substanz von
den neuartigen Lehren und Vorteilen dieser Erfindung abzuweichen.
Somit fallen sämtliche
derartigen Modifikationen unter den Umfang der Erfindung, der in
den folgenden Ansprüchen
definiert ist.