DE1960562C3 - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Rückliefern eines Fadenendes an die Fasersammeifläche einer Offen-End-Spinnvorrichtung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Rückliefern eines Fadenendes an die Fasersammeifläche einer Offen-End-SpinnvorrichtungInfo
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Description
I 960 562 τ
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kanuner zurückgeführt wird, daß die Aufwindung ein ortsfester Anschlag als Gegenklemmteil zugeordselbst
bei hohen Spinngeschwindigkeiten nicht unter- net ist, so kann der Faden während des Stillstandes
brochen und keine Umsteuerung mechanischer Teile der Spinnvorrichtung in Bereitschaft für das Wiedererfolgen
muß» Ferner soll die Method? einfach und anspinnen festgehalten und am Austritt aus der
billig durchführbar sein, da eine solche Automatik 5 Spinnvorrichtung gehindert werden. Auch entfällt ein
den Gesamtpreis der Spinnmaschine nicht wesentlich erforderlicher Mechanismus für das Abheben der
beeinflussen darf. Sie soll ferner gleichzeitig auch zum AbzugswaSzen.
gemeinsamen Anspinnen aller Spinnstellen nach Still- Weitere Einzelheiten werden au Hand der Zeichstand
der Maschine geeignet sein. nungen beschrieben. Es zeigt
Erfindmsssgeraäß wird dies dadurch erreicht, daß io Fig. Ϊ das Prinzip der Erfindung in schematischer
die Fadenreserve durch Abwerfen von dem die Darstellung;
Reserveschlinge haltenden Fadenauslenkorgan frei- F i g. 2 eine konstruktive Ausführung der Erfin-
gegeben wird und der in die Abzugswalzen ein- dung in perspektivischer Ansicht;
laufende Faden im wesentlichen parallel zur Klemm- Fig. 3 eine andere Ausführung der Erfindung in
Ünie aus dieser herausgedrückt und dadurch für die 15 perspektivischer Ansicht;
Rücklieferung in die Spinnvorrichtung von den Ab- Fig. 4 den Aufbau der Reserveschlinge mit be-
Tjugswalzen freigegeben wird. Auf diese Weise kann weglichein Fadenauslenker;
der Faden unabhängig von zu bewegenden Faden- Fig. 5 den Aufbau der Reserveschlinge analog zu
führungsorganen völlig frei nur unter der Saug- F i g. 4, jedoch in Richtung senkrecht zur Maschinenwirkung
der Spinnkammer in diese zurückschnellen, 30 längsachse;
so daß eine sehr schnelle Reaktion erreicht wird, die Fig. 6 eine Einzelheit zu Fig. 2.
im wesentlichen unabhängig von der Fadenabzugs- In F i g. 1 ist diese Verfahrensweise prinzipiell dar-
geschwindigkeit ist Zweckmäßig wird die Faden- gestellt unter Auslassung aller der Maschinenteile,
reserve im wesentlichen in der Klemmlinienebene die nicht unmittelbar an diesem Vorgang beteiligt
der Abzugswalzen liegend aufgebaut, um eine ein- 25 sind. Der aus der Spinnvorrichtung 8 durch das
fache und platzsparende Handhabung der Faden- Fadenaustrittsrohr 81 austretende Faden F läuft über
reserve zu ermöglichen. das Abzugswalzenpaar, das aus einem durchgehen-
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs- den Unterzylinder 5 und einem Druckroller Sl begemäßen
Verfahrens besteht aus einer in Fad«;lauf- steht, zu einer Fadenumwegführung 1 und von dort
richtung gesehen nach den Abzugswalzen angeordne- 30 an einem Fadenleitorgan 31 vorbei zur Aufwindeten,
den zu einer Reserveschlinge auslenkenden Fa- spule 6. Der Faden F nimmt somit während des
den bei Bedarf freigebenden Fadenumwegführung Spinnvorganges die durchgehend gezeichnete Lage
und einem in Fadenlauf richtung vor den Abzugswal- ein.
zen angeordneten, im wesentlichen parallel zu den Unterhalb der Abzugswalzen 5, 51 ist ein Aus-Abzugswalzen
bewegbaren Fadenauswerier. Durch 35 werfer 2 angeordnet, der durch einen Magneten 23
die besondere Anordnung eines derartigen Abwerf- in die Stellung 2' gebracht werden kann. Außerdem
organes nach den Abzugswalzen in Verbindung mit kann der Auswerfer 2 in die Stellung 2" gebracht
einem Fadenauswerfer vor den Abzugswalzen wird werden. Hierfür sind die Auswerfer mehrerer Spinnerreicht,
daß einmal der Faden sehr rasch freigegeben stellen auf einer Schiene 22 befestigt, welche in Richwird
und zum anderen der freigegebene Faden durch 40 tung des Pfeiles Ps verschiebbar ist. In der Stellung
Auswerfen aus der Klemmlinie des Abzugswalzen- 2" drückt der Auswerfer 2 gegen einen ortsfesten
paares auch sofort der Wirkung des in der Spinn- Klemmanschlag 21. Zwischen dem Fadenaustrittskammer
wirkenden Unterdruckes ausgesetzt werden rohr 81 und den Abzugswalzen 5, 51 ist außerdem
kann. Außerdem ist diese Vorrichtung außerordent- ein Fühler 7 angeordnet, der die Spannung des
lieh einfach und billig und arbeitet praktisch trag- 45 Fadens F kontrolliert. Sobald die Fadenspannung
heitslos. Oberhalb der Abzugswalzen sind zur Ver- nachläßt, was ein Zeichen dafür ist, daß das Fadenbesserung
der Fadenführung und Bemessung der ende keine Verbindung mehr zum Faserring in der
Schiingengröße zwei ortsfeste Fadenleitorgane an- Spinnvorrichtung hat, gibt dieser Fühler 7 einen Kongeordnet,
zwischen denen die Reserveschlinge ge- takt, der die Fadenumwegfühning I sowie den Ausbildet
wird. 50 werfer 2 betätigt. Beispielsweise wird durch einen
Um die abgeworfenen Reserveschlingen einzelner Magneten 14 die Fadenumwegführung 1 zurückge-
oder aller Spinnstellen wieder aufbauen zu können, zogen, so daß der Faden von dieser abgeworfen wird,
sind die Fadenumwegführungen mehrerer Spinn- Gleichzeitig wird durch den Magneten 23 der Ausstellen
in Richtung der Reserveschlingen gemeinsam werfer 2 in die Stellung 2' bewegt, so daß der Faden
bewegbar, oder die Fadenumwegführungen sind orts- 55 nicht mehr in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5,
fest angeordnet, und es sind zum Aufbau der Reserve- 51 einläuft. Die Fadenreserve wird dadurch sofort
schlingen entsprechend bewegbare Fadenauslenker freigegeben und durch den Unterdruck in die Spinnvorgesehen.
Die Ausgangsstellung dieser Fadenaus- kammer zuriickgesaugt. Der Faden F nimmt in dielenker
ist einstellbar, um die Länge des zurückzulie- s?m Moment die gestrichelt gezeichnete Lage F' ein.
fernden Fadenstückes bemessen zu können. Zweck- 60 Wird auf diese Weise der Kontakt mit dem Faserring
mäßig sind die Fadenauslenker mehrerer Spinnstellen in der Spinnkammer wieder hergestellt, so erhöhl
auf einer gemeinsamen Schiene angeordnet und mit sich die Fadenspannung. Der Kontakt des Fühlers 1
dieser in Längsrichtung der Spinnmaschine mittels wird wieder unterbrochen, und der Auswerfer 2
einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung bewegbar. kehrt in seine Ausgangslage zurück. Außerdem wird
Dadurch, daß die Fadenumwegführung eine Auflauf- 65 der nunmehr wieder unter der normalen Spinnspanfläche
aufweist, entfällt beim Auflegen der Reserve- nung stehende Faden F seitlich sofort in die Klemmschlinge
eine besondere Steuervorrichtung. Ist der linie der Abzugswalzen hineingezogen, und es erfolgt
Fadenauswerfer als Klemmteil ausgebildet, welchem somit wieder ein kontrollierter Abzug. Der Faden
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nimmt nun so lange den kürzesten Weg zwischen den 44 kann auch ein Nocken- oder Kurbelantrieb zur
n^üe.'Fadenreserve gebildet wird. Die Bewegung der Fadenauslenker 4 wird ebenfalls
Auch für. ^ytederarispiririen nach Unterbrechung durch die Unterbrechung des Fühlerkontäktes ausdes Öetriebes der Spinnvorrichtung muß eine Faden- 5 gelöst, wenn die Spinnspannung wieder erreicht ist.
reserve zurückgeliefert werden können. Während des Der Fadenauslenker 4 legt den Fäden über die Faden-Stiilstandes der Spinnvorrichtung darf dabei der umwegführung 1 und geht in seine Ausgangslage 4'
Faden F nicht aus dem Fadenabzugsrohr 81 heraus- zurück, so daß zwischen den Fadenleitorganen 3 und
gleiten. Das Stillsetzen erfolgt deshalb so, daß nach 31 eine Reserveschlinge gebildet ist. Mit Hilfe dieser
dem Abstellen, jedoch noch während des Auslaufes to in Längsrichtung der Maschine bewegbaren Schiene
der Spinnvorrichtung, die Schiene 22 betätigt wird. 41 können für mehrere Spinnstellen sämtliche Aus-Der Auswerfer 2 gelangt dadurch in die Stellung 2", lenker 4 gemeinsam betätigt werden,
und der Faden F wird aus der Klemmünie der Ab- Die für das automatische Ansetzen notwendige
zugswalzen 5, 51 herausgedrückt und gegen einen Länge der Fadenreserve hängt u. a. vom Material
Anschlag 21 geklemmt. Während des Stillstandes der 15 und von der Abzugsgeschwindigkeit ab. Es ist also
Spinnvorrichtung nimmt somit der Faden F die wünschenswert, die Reservelänge für alle Spinnstrichpunktiert gezeichnete Lage F" ein. Beim An- stellen der Maschine zentral einstellen zu können,
fahren der Spinnvorrichtung wird zunächst die Spinn- Dies wird dadurch erreicht, daß entweder die Auskammer in Betrieb genommen und danach die Spei- gangssleUung 4' der Fadenauslenker 4 veränderbar
sung, der Abzug und die Aufwindung eingeschaltet, ao jst, so daß die abgeworfene Reserveschlinge nicht in
Gleichzeitig wird die Klemmung des Fadens F gegen ihrer vollen Länge, sondern nur zu einem Teil freiden Anschlag 21 aufgehoben, indem der Auswerfer 2 gegeben wird und eine Restumlenkung durch die
durch die Schiene 22 nach rechts bewegt wird. Der Auslenker 4 noch bestehenbleibt; oder die Größe der
Fadenfühler 7 stellt dabei fest, daß die Spinnspanung Hubbewegung der Fadenumwegführungen 11 (Fi g. 3)
fehlt, so daß im selben Moment die Fadenumweg- 15 ist über den Antrieb der Schiene 15 einstellbar,
führung 1 zurückgezogen wird und der Auswerfer 2 Gemäß einer anderen konstruktiven Ausführung
durch den Magneten 23 die Stellung 2' einnimmt, und (F i g. 2) sind der Fadenauswerfer 20 und die Fadentrotz Verschiebens der Schiene 22 in ihre Ausgangs- umwegfühning 10 direkt miteinander über einen dreistellung der Faden F noch nicht in die Abzugswalzen armigen Hebelmechanismus gekuppelt. An dem
5, 51 einlaufen kann. Erst wenn das in die Spinn- 30 Hebelarm 16 befindet sich die gabelförmige Fadenkammer 8 zurückgesaugte Fadenende mit dem Faser- umwegführung 10 und an dem Hebelarm 24 der
ring Kontakt genommen hat, wird infolge der Spinn- Fadenauswerfer 20. Auf den dritten Hebelarm 17
spannung der Kontakt des Fühlers 7 unterbrochen, wirkt ein Magnet 18 mit seinem Anker 19 ein. Die
wie oben für den Fall des Fat'enbruches bereits be- drei Hebelarme sind auf einer senkrechten Welle 25
schrieben, so daß der Auswerfer 2 aus der Stellung 2' 35 befestigt und mit dieser drehbar. Der Fadenauslenin die Ausgangsstellung zurückkehrt und der Faden F ker 4 zieht bei der Darstellung in Fi g. 2 gerade den
in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 einläuft. Faden F zu einer Reserveschleife aus und legt ihn
Der Aufbau der Fadenreserve kann in verschiede- über die F?denumwegführung 10. Damit der Faden F
ner Weise erfolgen. Bei der in F i g. 3 gezeigten Aus- besser und ohne Steuerung der Fadenumwegführung
führung sind die Fadenumwegführungen 11 auf einer +o 10 über diese gelegt werden kann, weist die Fadengemeinsamen Schiene 15 angeordnet, die in Richtung umwegführung 10 eine Auflauffläche 13 auf. Der
des Pfeiles P1 bewegbar ist. Zum Aufbau der Faden- Faden F kann somit durch den Fadenauslenker 4
reserve wird die Schiene 15 zunächst so weit nach über die Fadenumwegführung 10 geschoben werden,
rechts verschoben, daß die Umwegführung 11 rechts Stellt der Fühler 7 einen Abfall der Fadenspanneben den Faden F zu liegen kommt. Anschließend 45 nung fest, dann schließt der Fühler 7 den Stromkreis
wird die Schiene 15 wieder nach links in die Aus- für den Magneten 18. Der Anker 19 drückt gegen den
gangsstellung verschoben, so daß der Faden durch Hebel 17, dessen Schwenkbewegung sich auf die
die Umwegführung 11 in einer Schleife ausgelenkt ist. beiden anderen Hebel 16 und 24 überträgt. Dadurch
Bei der Ausführung gemäß F i g. 4 ist die Faden- wird die Fadenumwegführung IO gegenüber einem
umwegführung 1 ortsfest angeordnet und lediglich 50 ortfesten Abstreifer 9 zurückgezogen, so daß die
zum Abn der Fadenschleife durch einen Magne- Reserveschlinge abgeworfen wird. Gleichzeitig drückt
len 14 zurückziehbar. Zur besseren und schnelleren der Fadenaiuswerfer 20 den Faden F aus der Klemm-Rückfühnmg des Fadens F in die Abzugswalzen ist linie der Abzugswalzen 5, 51 heraus, so daß die Reunmittelbar nach den Abzugswalzen 5, 51 ein Faden- serveschimge in die Spinnvorrichtung 8 zuriickgeleitorgan 3 vorgesehen. Die Fadenreserveschlinge ss saugt werden kann. Sobald die Spinnspannung wieder
wird durch Fadenausienker 4 gebildet, die gabel- erreicht ist, unterbricht der Fühler 7 den Stromkreis
förmig an einer über die gesamte Maschinenlänge des Magneten 18, und der Fadenauswerfer 20 sowie
reichenden Schiene 41 angeordnet sind. Sobald nach die Fadenumwegführung 10 werden durch eine Feder
der Freigabe der Fadenreserve durch die Faden- 26 in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht Außerumwegführung 1 der Faden F sich wieder in die 60 dem tritt der Fadenausienker 4 in Tätigkeit, um eine
Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 eingeführt hat, neue Fadenreserve durch Auflegen des Fadens F auf
bringen die Fadenausienker 4 den Faden F so weit die Fadenumwegführung 10 zu bilden,
nach links, bis er fiber die Fadenumwegführung 1 zu Diese Vorrichtung ist auch zum Wiederanspinnen
liegen kommt Hierfür ist die Schiene 41 in Richtung nach einem Maschinenstillstand geeignet Der Fades Pfeiles P4 mittels einer Antriebsvorrichtung be- 65 den F bleibt hier während des Stillstandes in der
wegbar, beispielsweise mittels eines Motors 43, der Kienunlinic der Abzugswalzen 5, 51 und wird so an
mit seinem Ritzel 44 in eine Verzahnung der Schiene seinem Austritt aus dem Fadenabzugsrohr 81 ge-41 eingreift. An Stelle des Motors 43 mit dem Ritzel hindert. Beim Anfahren der Maschine wird nach
Inbetriebsetzen der Spinnkammer 8 zunächst der Druckroller 51 abgehoben, ehe die Freigabe der
Fadenreserve erfolgt, und nach der Freigabe gleich wieder aufgesetzt. Dies erfolgt beispielsweise über
einen Nocken 54, der mit einer Welle 55 drehbar ist und auf das freie Ende eines Hebels 52 drückt. An
diesem Hebel 52, der um eine Achse 53 schwenkbar ist, ist der Druckroller 51 gelagert. Da mit der Freigabe
der Fadenreserve gleichzeitig der Fadenauswerfer 20 betätigt wird, wird der Faden F während des
Abhebens des Druckrollers 51 aus dem Bereich der Abzugswalzen 5, 51 gebracht, so daß nach dem
gleich darauffolgenden Wiederaufsetzen des Druckrollers 51 der Faden F außerhalb der Klemmlinie
bleibt. Es ist somit der Zustand wie nach Freigabe der Fadenreserve beim Beheben eines Fadenbruches
während des Laufes der Maschine gegeben, und der Anspinnvorgang verläuft nun so wie bereits beschrieben:
Nach Kontaktaufnahme mit dem Faserring in der Spinnkammer stellt sich die normale Spinnspannung
ein, der Magnet 18 wird dadurch stromlos, so daß der Faden F nicht mehr durch den Fadenauswerfer 20 am
Einlaufen in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 gehindert wird.
Es kann sein, daß, bedingt durch die Aufwindung oder andere Einflüsse, die Fadenspannung kurzzeitig
nachläßt und dadurch die Fadenschleife unbeabsichtigt von der Fadenuinwegführung 10 herunterfällt.
Zur Sicherung des Fadens F gegen ein unbeabsichtigtes Ablaufen von der Fadenurnwegführung 10 ist ge
maß Fig. 6 noch ein Fadenwegbcgren/er in Form eines Bügels 12 vorgesehen. Dieser Bügel 12 ist so
angeordnet, daß der auflaufende Faden F nicht über das freie Ende der Fadenumwegführung 10 ablaufen
kann. Andererseits ist der Bügel 12 elastisch an dein Abstreifer 14 befestigt, so daß der Fadenauslenkf r 4
zum Auflegen des Fadens F auf die Fadcnumwcgführung 10 diesen beiseite drücken kann.
Es ist besonders platzsparend uiul zweckmäßig, «lic
Fadenreserve parallel zur Maschinenlängsachse auf zubauen, so daß diese im wesentlichen in tier durch
die Klcmmlinic gehenden Fhcne liegt. Das erfindungsgemäße
Vcrfahicn ist allerdings nicht von dieser Anordnung abhängig. Fig. 5 /eigt eine Ausführung
mit liegender Spinnvorrichtung 8, bei welcher die Fadenreserveschlinge außerhalb der Klemmlinienebene
liegt und senkrecht zur Maschinenlängsachse gebildet wird. Die Fadenreserveschlinge wird
ebenfalls mittels Fadenauslenkern 4, wie bereits beschrieben, über die Fadenufnwegführung 1 gelegt und
von dieser zwecks Rücklieferung in die Spinnvorrichtung 8 abgeworfen. Die Fadenauslenker 4 sind an
einer senkrecht zur Maschinenlängsachse beweg-
»o baren Schiene 42 befestigt. Um die Fadenauslenker
mehrerer Spinnstellen über eine gemeinsame Antriebsvorrichtung bewegen zu können, ist eine Welle
45 parallel zu den Abzugswalzen 5, 51 angeordnet, auf welcher für jede Spinnstelle ein Ritzel 44 befestigt
ist, das mit der Fadenauslenkerschiene 42 durch Verzahnung in Verbindung steht. Zum Auflegen des
Fadens F auf die Fadenuniwegführung 1 ist die Schiene 42 über das Ritzel 44 in Richiung des Pfeiles
/', hin und her beweglich. Auch hier ist eine gemcinsame
Einstellung der Ausgangsposition zur Bemessung der Länge des zurückliefernden Fadens F möglich.
Vor der Freigabe und während des normalen .Spinnvorganges nimmt der Faden F die durchgehend
gezeichnete Lage ein, während nach Freigabe der
as Fadenreserve der Faden gemäß der Linie F' über die
Fadenauslenker 4 und das Fadenleitorgan 31 verläuft, ehe er über die Spulwalze 61 auf die Spule 6
aufgewunden wird, fm übrigen ist die Funktion dei bezeichneten Teile die gleiche wie bereits beschrieben.
- 30 Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungen beschränkt. Diese stellen nur Beispiele zui
Erläuterung des erfinderischen Prinzips dar. Es is! ohne weiteres möglich, die einzelnen Elemente dei
gezeigten Ausführungen untereinander auszutau sehen. Zum Beispiel können bei der Ausführung
gemäß F i g. 5 an Stelle der Fadenauslcnker 4 beweg liehe Fadenumwegführungen 11 gemäß F i g. 3 vor
gesehen sein. Auch kann die Ausbildung der Faden umwegführung oder des Auswerfers von der gezeig
ten abweichen. Es kann z. B. auch die zurückzieht bare Fadenumwegführung 10 durch eine starr angc
ordnete ersetz» werden, gegenüber welcher der Ab streifer 9 beweglich ist durch eine entsprechend!
Koppelung mit dem Hebelarm 16.
Hier/u 6 Blatt Zeichnungen
509 615/323
Claims (8)
1. Verfahren zum selbsttätigen Rückliefem Das selbsttätige Zurückliefern eines Fadenendes an
eines Fadenendes an die Fasersanunelfläche der die Fasersammeifläche einer OSen-End-Spinnvor-Spinnkammer
einer Offen-End-Spinnvorrichtung, S richtung ist schon auf verschiedene Weise gelöst
wobei die zur Rücklieferung des Fadenendes er- worden, sei es, daß die· Abzugswalzen und die Aufforderliche
Fadenreserve in Fadenabzugsrichtung windung durch eine Reversierbewegung die norwengesehen
nach den Abzugswalzen aufgebaut und dige Fadenlänge zuruckliefern (USA.-Palentschrift
bei Auftreten eines von der Fasersanunelfläche 3 354631), oder durch eine Fadenreserve oberhalb
ausgehenden Fadenspannungsabfalles an diese io der Abzugswalzen die Rücklieferung unabhängig von
rurückgeliefert wird, dadurch ge kenn- der Aufwindung nur durch Reversieren der Abzugszeichnet,
daß diese Fadenreserve durch Ab- walzen erfolgt (französische Patentschrift 1550 189).
werfen von dem die Reserveschlinge haltenden Abgesehen von dem erheblichen technischen Auf-Fadenauslenkorgan
freigegeben wird und der in wand, den eine solche einzelne Steuerung jeder
die Abzugswalzen einlaufende Faden im wesent- 15 SpinnsteUe für sich erfordert, wenn bei Fadenbruch
liehen parallel zur Klemmlinie aus dieser heraus- ein Wiederanspinnen erforderlich ist, sind die abgedrückt
und dadurch für die Rücklieferung in zubremsenden und zu beschleunigen Massen sehr
die Spinnvorrichtung von den Abzugswalzen frei- groß, so daß diese bekannten Vorrichtungen zwar
gegeben wird. zum Wiederanspinnen mehrerer Spinnstellen nach
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ao dem Stillsetzen der gesamten Spinnmaschine geeigkennzeichnet,
daß die Fadenreserve im wesent- net sein mögen, aber für das Anspinnen nach einem
liehen in der Klemmlinienebene der Abzugswal- Fadenbruch zu träge arbeiten. Bevor der Abzug
zen liegend aufgebaut wird. gestoppt ist. hat das gebrochene Fadenende längst
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- die Spinnvorrichtung verlassen und muß eirt wieder
rens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeich- 25 in das Fadenabzugsrohr eingeführt werden. Als zu
zeichnet durch eine in Fadenlaufrichtung gesehen langsam und infolge der Massenträgheit insbesondere
nach den Abzugswalzen (5, 51) angeordnete, den bei höheren Spinngeschwindigkeiten zu wenig reakzu
einer Reserveschlinge auslenkenden Faden tionsfähig hat sich auch eine andere bekannte Vor-
IF) bei Bedarf freigebende Fadenumwegführung richtung (deutsche Patentschrift 1 288 965) erwiesen,
(1, 10, 11) und einem in Fadenlaufrichtung vor 30 bei welcher ein Fadenvorrat für ein neuerliches Anden
Abzugswalzen (5, 51) angeordneten, im we- spinnen zwischen der Spinnkammer und den Absentlichen
parallel zu den Abzugswalzen (5, 51) zugswalzen so bemessen ist, daß der Abzug nicht
bewegbaren Fadenauswerfer (2; 20). unterbrochen zu werden braucht. Bei dieser Vor-
4. Vorrichtung nach dem Anspruch 3, dadurch richtung kommt hinzu, daß die Fadenlängenausgekennzeichnet,
daß die Fadenumwegfühnuigen 35 gleichsvorrichtung die Bedienung erschwert und
(11) mehrerer Spinnstellen in Richtung der Re- grundsätzlich die Fadenumwegführung vor den Abserveschlingen
gemeinsam bewegbar sind. zugswalzen ungünstig ist, da infolge der Spinnspan-
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- nung große Reibungskräfte an den Umlenkstellen
kennzeichnet, daß die Ausgangsstellung des auftreten. Verwendet man aber Rollen, so werden
Fadenauslenkers (4) der Fadenumwegführung 40 dadurch die Vorrichtung verteuert und die Massen
einstellbar ist. vergrößert zu ungunsten der Reaktionsgeschwindig-
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 5, keit. Um die Fadenreserve rasch freigeben zu köndadurch
gekennzeichnet, daß die Fadenauslenker nen, ist auch bereits ein zwischen Spinnkammer und
(4) mehrerer Spinnstellen auf einer gemeinsamen Abzugswalzen angeordnetes Abwerforgaa bekannt
Schiene (41) angeordnet und mit dieser in Längs- 45 (Patentschrift Nr. 65 362 des Amtes für Erfindungsrichtung der Spinnmaschine mittels einer gemein- und Patentwesen in Ost-Berlin). Zwar ist dieses in
samen Antriebsvorrichtung (43) bewegbar sind. der Lage, die Fadenreserve sehr schnell freizugeben,
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- doch erzeugt der Aufbau der Fadenreserve vor der
kennzeichnet, daß der Fadenauswerfer (2) als Abzugswalzen eine Nummernschwankung infolge
Klemmteil ausgebildet ist, welchem ein ortsfester 50 ungleichmäßiger AbzugsgeSthwindigkeit, oder dei
Anschlag (21) als Gegenklemmteil zugeordnet ist. Aufbau muß über eine lange Zeit erfolgen, während
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, welcher die Vorrichtung nicht in der Lage ist, die
dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenumweg- für das Wiederanspinnen erforderliche Fadenreserve
führung (10) und der Fadenauswerfer (20) direkt zurückzuliefern. Wird die Fadenreserve jedoch nacr
miteinander gekuppelt und gemeinsam bewegbar 55 den Abzugswalzen angeordnet, dann kann di<
sind, wobei die Fadenumwegführung (10) gegen- Fadenreserve nach ihrer Freigabe nur durch Ab
über einem Abstreifer (9) bewegbar ist (F i g. 2). heben des Druckrollers des Abzugswalzenpaares it
die Spinnkammer gelangen. Je größer jedoch die füi
eine solche Freigabe erforderlichen Kräfte sind, desU
60 schwerfälliger spricht die Vorrichtung an. Durch di<
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine hierdurch auftretende Verzögerung beim Abhebei
>rrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens des Druckrollers kann die freigegebene Fadenreservi
m selbsttätigen Rückliefem eines Fadenendes an nicht sofort zur Spinnkammer gelangen, sondern win
; Fasersammeifläche einer Offen-End-Spinnvor- im Gegenteil zunächst weiterhin abgezogen.
;htung, wobei die zur Rücklieferung des Faden- 65 Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eim
des erforderliche Fadenreserve in Fadenabzugs- Methode zu finden, nach welcher in Verbindung mi
:htung gesehen nach den Abzugswalzen aufgebaut einem Fühlelement bei Fadenbruch das gebrochen
id bei Auftreten eines von der Fasersammeifläche Fadenende so schnell an die Sammelfläche der Spinn
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