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DE102007039767A1 - Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes - Google Patents

Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes Download PDF

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DE102007039767A1
DE102007039767A1 DE102007039767A DE102007039767A DE102007039767A1 DE 102007039767 A1 DE102007039767 A1 DE 102007039767A1 DE 102007039767 A DE102007039767 A DE 102007039767A DE 102007039767 A DE102007039767 A DE 102007039767A DE 102007039767 A1 DE102007039767 A1 DE 102007039767A1
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thread end
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thread
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Adalbert Stephan
Harald Widner
Vitezslav Kubes
Miroslav Kubes
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Rieter Ingolstadt GmbH
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Rieter Ingolstadt GmbH
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/48Piecing arrangements; Control therefor
    • D01H4/50Piecing arrangements; Control therefor for rotor spinning

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Abstract

Eine Vorrichtung (1) zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung (2) einer Offenendspinnmaschine beim Anspinnen umfasst eine Abwurfeinrichtung (14) sowie einen Halter (15), an welchem die Abwurfeinrichtung (14) gelagert ist. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes ist einstellbar. Der Halter (15) ist fest an der Spinnvorrichtung (2) angeordnet und die Abwurfeinrichtung (14) ist in einer Ebene senkrecht zu einer Längsrichtung der Offenendspinnmaschine verstellbar an dem Halter (15) angeordnet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung einer Offenendspinnmaschine beim Anspinnen. Die Vorrichtung umfasst eine Abwurfeinrichtung sowie einen Halter, an welchem die Abwurfeinrichtung gelagert ist. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes ist hierbei einstellbar.
  • Vorrichtungen zum Rückliefern des Fadenendes in einen Spinnrotor beim Anspinnen sind im Stand der Technik in verschiedenen Ausführungen sowohl bei automatischen wie auch bei teilautomatischen Spinnmaschinen bekannt. Hierbei wird zunächst eine Fadenreserveschlinge gebildet, welche durch eine Abwurfeinrichtung gehalten wird und welche dann nach Betätigung der Abwurfeinrichtung schlagartig aufgelöst wird. Das Fadenende wird nach dem Abwerfen durch den in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdruck eingesaugt und bis in die Fasersammelrille des Spinnrotors zurückgeliefert.
  • Die DE 1 960 562 zeigt eine derartige Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes in einer Spinnmaschine, wobei der Anspinnvorgang automatisch erfolgt. Die Vorrichtung beinhaltet eine Abwurfeinrichtung mit einer Fadenumwegführung, um welche die Fadenreserveschlinge gelegt ist. Die Abwurfeinrichtung ist hierbei als Abwurfmagnet ausgeführt. Die Abwurfmagneten mit den Fadenumwegführungen aller Spinnstellen sind hierbei gemeinsam an einer sich längs der Spinnmaschine erstreckenden Schiene angeordnet. Die Fadenreserveschlinge wird hierbei parallel zur Längsrichtung der Spinnmaschine aufgespannt. Um die für das automatische Ansetzen erforderliche Länge der Fadenreserve einstellen zu können, ist die gesamte Schiene in Längsrichtung der Maschine verstellbar. Die Länge der ausgezogenen Fadenschlaufe ist hierdurch zentral für alle Spinnstellen der Maschine einstell bar. Nach einer anderen Ausführung sind weitere Fadenauslenkelemente, welche ebenfalls an einer sich längs der Spinnmaschine erstreckenden Schiene angeordnet sind, im Bereich der Fadenreserveschlinge anordenbar, um die Länge der Fadenreserve einzustellen. Hierdurch wird die abgeworfene Reserveschlinge nicht in ihrer vollen Länge, sondern nur zu einem Teil freigegeben und eine Restumlenkung durch weitere Fadenauslenkelemente bleibt bestehen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung vorzuschlagen, welche bei konstruktiv einfachem Aufbau eine Einstellung der Länge des abzuwerfenden Fadenendes je Spinnstelle erlaubt.
  • Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
  • Eine Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung einer Offenendspinnmaschine beim Anspinnen umfasst eine Abwurfeinrichtung sowie einen Halter, an welchem die Abwurfeinrichtung gelagert ist. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes ist einstellbar. Erfindungsgemäß ist der Halter fest an der Spinnvorrichtung angeordnet und die Abwurfeinrichtung ist in einer Ebene senkrecht zu einer Längsrichtung der Offenend-Spinnmaschine verstellbar an dem Halter angeordnet. Die Fadenreserveschlinge wird hierbei ebenfalls senkrecht zur Maschinenlängsachse aufgespannt. Der Halter kann je Spinnstelle als einzelner Halter ausgebildet sein oder sich über mehrere Spinnstellen erstrecken. Je Spinnstelle ist eine Abwurfeinrichtung an dem Halter verstellbar angeordnet, so dass eine Einstellung der Länge des Fadenendes durch eine Änderung der Position der Abwurfeinrichtung in einfacher Weise möglich ist. Da erfindungsgemäß die Abwurfeinrichtung selbst verstellbar an dem Halter angeordnet ist, ist eine vorteilhafte Einstellung der Länge des Fadenendes für jede Spinnstelle individuell möglich.
  • Der Halter kann auch als Schiene ausgebildet sein, welche wie im Stand der Technik verstellbar ist, um eine Grundlänge der Fadenreserveschlinge einzustellen. Zusätzlich ist die Abwurfeinrichtung relativ zu dem Halter verstellbar, um die Länge individuell für jede Spinnstelle einstellen zu können. Bevorzugt ist jedoch an jeder Spinnstelle ein eigener Halter angeordnet, so dass die Position der Abwurfeinrichtung für jede Spinnstelle völlig unabhängig einstellbar ist
  • Bevorzugt ist die Abwurfeinrichtung als Abwurfmagnet ausgebildet, bei welchem ein Fadenumlenkelement, um welches die Fadenreserveschlinge gelegt ist, durch einen Elektromagneten zurückgezogen wird, um die Fadenreserve freizugeben. Ebenso kann die Abwurfeinrichtung jedoch auch als Pneumatikzylinder oder Elektromotor ausgebildet sein.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Abwurfeinrichtung mittels einer Rasteinrichtung verrastbar an dem Halter angeordnet ist. Hierbei kann verschiedenen Rotordurchmessern eine bestimmte Rastposition zugeordnet werden, so dass die eingestellte Länge der Fadenreserveschlinge je Rastposition stets gleich ist. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes ist somit bei verschiedenen Spinnvorgängen immer gleich und nicht einer zufälligen Einstellung unterworfen.
  • Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist die Abwurfeinrichtung stufenlos verstellbar an dem Halter angeordnet und somit die Länge des Fadenendes ebenfalls stufenlos einstellbar. Hierdurch können individuelle Gegebenheiten an einer Spinnstelle, welche sich auf die Länge des Fadenendes und somit des Ansetzers auswirken, in einfacher Weise berücksichtigt werden.
  • Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Abwurfeinrichtung schwenkbar an dem Halter angeordnet. Es ist jedoch ebenso möglich, die Abwurfeinrichtung beispielsweise linear verschieblich an dem Halter anzuordnen.
  • Vorzugsweise umfasst die Rasteinrichtung mehrere, insbesondere drei Raststellungen. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes bzw. der Fadenreserveschlinge ist hierdurch in ausreichendem Maße an die verschiedenen zum Einsatz kommenden Rotordurchmesser anpassbar. Es ist jedoch auch möglich, mehr als drei Raststellungen vorzustehen.
  • Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass die Abwurfeinrichtung eine Rastnase besitzt, welche mit einer Rastausnehmung des Halters zusammenwirkt. Ebenso ist es jedoch auch möglich, dass die Rastnase an dem Halter angeordnet ist und die Rastausnehmung an der Abwurfeinrichtung.
  • Vorteilhafterweise ist ein Gehäuse der Abwurfeinrichtung aus einem Kunststoffmaterial ausgebildet, welches die Anordnung einer Rastnase an diesem in einfacher Weise erlaubt.
  • Um mehrere Raststellungen zu realisieren, besitzt der Halter mehrere, vorzugsweise drei Rastausnehmungen. Der Halter kann aus einem Blechmaterial gefertigt sein, wobei die Rastausnehmungen in einfacher Weise bereits bei der Fertigung des Halters eingebracht werden können.
  • Vorzugsweise ist die Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes im Fadenlauf vor einer Abzugsvorrichtung der Offenendspinnmaschine angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, diese oberhalb der Fadenabzugseinrichtung, im Fadenlauf also nach der Abzugseinrichtung, anzuordnen.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Halter für die Abwurfeinrichtung zugleich ein Halter für eine Andrückwalze der Abzugseinrichtung ist. Die Vorrichtung zum Abwerfen des Fadenendes kann hierdurch in besonders einfa cher Weise angeordnet werden, da keine zusätzlichen Bauteile erforderlich sind.
  • Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Abwurfeinrichtung mit der Andrückwalze auf einer gemeinsamen Achse gelagert ist. Die Position der Abwurfeinrichtung kann hierdurch in einfacher Weise durch Verschwenken gegenüber dem Halter verstellt werden.
  • Weitere Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben. Es zeigen:
  • 1 Eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes an einer Spinnvorrichtung einer Offenendspinnmaschine in einer Frontansicht und
  • 2 eine Darstellung der erfindungsgemäßen Rasteinrichtung in einer perspektivischen Ansicht.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung 2 einer Offenendspinnmaschine. Vorliegend ist eine schematische Frontansicht einer Arbeitsstelle der Offenendspinnmaschine dargestellt. An der Offenendspinnmaschine ist eine Vielzahl derartiger Arbeitsstellen in Längsrichtung der Offenendspinnmaschine nebeneinander angeordnet. Jede Arbeitsstelle umfasst eine Spinnvorrichtung mit einer Auflöseeinrichtung 4, in welcher ein der Arbeitsstelle zugeführtes Faserband 5 in Einzelfasern aufgelöst wird. Die Einzelfasern werden einem hinter einer Abdeckung 6 der Spinnvorrichtung 2 angeordneten Spinnelement 7 zugeführt, wo sie zu einem Faden versponnen werden. Das Spinnelement 7 ist vorliegend ein Spinnrotor, welcher hier nur durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. In dem Spinnelement 7 werden die einzelnen aufgelösten Fasern an das Ende eines gesponnenen Fadens 8 (siehe 2) angelegt, wobei der Faden 8 durch eine Abzugsvorrichtung 9 aus der Spinnvorrichtung 2 abgezogen und durch eine oberhalb der Abzugsvorrichtung 9 angeordnete Spuleinrichtung (hier nicht dargestellt) auf eine Spule aufgewickelt wird. Die Abzugsvorrichtung 9 umfasst üblicherweise eine zentral angetriebene, maschinenlange Welle 10, sowie eine nicht angetriebene Andrückwalze 11, welche den abzuziehenden Faden 8 gegen die Welle 10 drückt.
  • Nach einem Fadenbruch oder beim Anspinnen des Fadens auf Leerhülse muss das Fadenende, welches nach einem Bruch in Regel auf der Spule aufgewickelt ist, wieder in die Spinnvorrichtung 2 zurückgeführt werden. Bei einer manuellen oder teilautomatischen Maschine wird hierbei das Fadenende von einem Bediener von der hier nicht gezeigten Spule abgewickelt, entsprechend abgelängt und zum Wiederanspinnen vorbereitet. Zum korrekten Ablängen des Fadenendes ist eine Markierung 12 an der Spinnvorrichtung 2 vorgesehen, wobei auch eine Schneidenrichtung vorgesehen sein kann. Um eine möglichst schnelle und sichere Rücklieferung des Fadenendes in die Spinnvorrichtung 2 zu gewährleisten, wird das Fadenende bei einer teilautomatischen Maschine nicht von Hand vom Bediener in die Spinnvorrichtung 2 zurückgeführt, sondern es wird durch eine Abwurfeinrichtung 14 in die Spinnvorrichtung 2 abgeworfen. Hierzu wird das abgelängte Fadenende über einen Stift 13 einer Abwurfeinrichtung 14 geführt, so dass sich eine Fadenreserveschlinge 3 (2) ausbildet. Vorliegend ist die Abwurfeinrichtung 14 als Abwurfmagnet ausgeführt, wobei durch Betätigen der Abwurfeinrichtung 14 der Stift 13, welcher den Faden 8 zu einer Fadenreserveschlinge 15 umlenkt, durch einen Elektromagneten 22 zurückgezogen wird. Hierdurch wird das Fadenende durch den in der Spinnvorrichtung 2 herrschenden Unterdruck in die Spinnvorrichtung 2 eingesaugt. Der Elektromagnet 22 ist durch eine entsprechende Leitung 24 an die Stromversorgung angeschlossen. Das Betätigen des Stiftes 13 kann jedoch auch durch einen Elektromotor oder einen Pneumatikzylinder o. ä. erfolgen.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 in einer perspektivischen Darstellung. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung 2 ist an der Spinnvorrichtung 2 angeordnet. Die Vorrichtung 1 umfasst eine Abwurfeinrichtung 14 mit einem Stift 13, welcher als Umlenkung für den Faden 8 dient und hierdurch eine Fadenreserveschlinge 3 ausbildet. Die Vorrichtung 1 umfasst weiterhin einen Halter 15, an welchem die Abwurfeinrichtung 14 gelagert ist. Um die Länge des abzuwerfenden Fadenendes bzw. der Fadenreserveschlinge 3 einstellen zu können, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Abwurfeinrichtung 14 verstellbar an dem Halter 15 angeordnet ist und mittels einer Rasteinrichtung 16 an diesem verrastbar ist.
  • Nach der vorliegenden Darstellung ist die Rasteinrichtung 16 durch eine Rastnase 17 sowie Rastausnehmungen 18 gebildet. Vorliegend ist die Rastnase 17 an dem Abwurfmagneten 14 angeordnet, während die Rastausnehmungen 18 an dem Halter 15 angeordnet sind. Nach der vorliegenden Darstellung sind an dem Halter 15 drei Rastausnehmungen 18 angeordnet, so dass die Rasteinrichtung 16 drei Raststellungen umfasst. Die Darstellung der 2 zeigt hierbei die Raststellung der Rasteinrichtung 16, welche die längste Fadenreserveschlinge 3 bildet. Die Abwurfeinrichtung 14 ist schwenkbar an dem Halter 15 angeordnet. Durch ein Verschwenken der Abwurfeinrichtung 14 in Pfeilrichtung kann die Rastnase 17 in eine andere Rastausnehmung 18 eingreifen, wodurch die Länge der Fadenreserveschlinge 3 verkürzt werden kann. Die Länge des abzuwerfenden Fadenendes bzw. der Fadenreserveschlinge 3 kann hierdurch in einfacher Weise an einen Durchmesser des verwendeten Spinnrotors angepasst werden, da bei einem größeren Rotor auch eine längere Fadenreserveschlinge 3 gebildet werden muss. Im gezeigten Beispiel besitzt der Halter 15 drei Rastausnehmungen 18, es ist jedoch ebenfalls möglich mehr Rastausnehmungen 18 vorzusehen. Weiterhin ist es auch möglich, dass die Rastnase 17 an dem Halter 15 angeordnet ist, während die Rastausnehmungen 18 an dem Abwurfmagneten 14 angeordnet sind. Bevorzugt ist jedoch die Anordnung, wobei die Rastnase 17 an dem Abwurfmagneten 14 angeordnet ist, da diese in einfacher Weise herstellbar ist.
  • Das Gehäuse 19 der Abwurfeinrichtung 14 besteht vorzugsweise aus einem vergleichsweise nachgiebigen Kunststoffmaterial, wobei die Rastnase 17 in einfacher Weise direkt an das Gehäuse 19 angeformt sein kann. Der Halter 15 hingegen ist vorzugsweise aus einem Blechmaterial gefertigt. Die Rastausnehmungen 18 können bei der Herstellung des Halters 15 durch Stanzen oder Laserschneiden aus diesem herausgebildet werden. Durch das Kunststoffmaterial des Gehäuses 19 kann die Abwurfeinrichtung 14 in einfacher Weise an dem Halter 15 verstellt werden.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn wie in 2 dargestellt, der Halter 15, an welchem die Abwurfeinrichtung 14 gelagert ist, zugleich ein Halter für die Andrückwalze 11 der Abzugsvorrichtung 9 ist. Die Abwurfeinrichtung 14 kann hierdurch in einfacher Weise an der Spinnvorrichtung 2 angeordnet werden, ohne dass ein weiteres Bauteil nötig wäre. Die Abwurfeinrichtung 14 ist über sein Gehäuse 19 mit der Andrückwalze 11 auf einer gemeinsamen Achse 20 gelagert, so dass dieser besonders einfach gegen den Halter 15 verschwenkbar ist. Um den Abwurfmagneten 14 in der letzten Rastposition zu sichern, kann das Gehäuse 19 einen Anschlag 23 aufweisen, welcher verhindert, dass die Abwurfeinrichtung 14 über die letzte Raststellung hinaus in Richtung der Spinnvorrichtung 2 gedrückt und hierdurch möglicherweise beschädigt wird.
  • Zum Wiederanspinnen des Fadenendes nach Fadenbruch oder auch beim Ansetzen auf Leerhülse wird zunächst die Klemmung des Fadens 8 in der Abzugsvorrichtung 9 aufgehoben, wozu die Andrückwalze 11 von der Welle 10 abgehoben wird. Zugleich wird die Spule (hier nicht dargestellt) von der sie antreibenden Spulwalze abgehoben, um das Fadenende entgegen der Aufwickelrichtung von der Spule wieder Abwickeln zu können. Ein Bediener ergreift das Fadenende an der hier nicht gezeigten Spule und wickelt es ein Stück weit von der Spule ab. Das Fadenende wird dann, wie in 2 dargestellt, durch einen Sensor 21, welcher das Vorhandensein des Fadens 8 erfasst, geführt und in die Abzugsvorrichtung 9 eingelegt. Der Bediener zieht das Fadenende nun zu einer Markierung 12, um den Faden für den Anspinnvorgang korrekt abzulängen (1). Anschließend wird das Fadenende durch ein Auffasern zum Wiederanspinnen vorbereitet. Nachdem das Spinnelement 7 in bekannter Weise gereinigt ist, wird das Fadenende, welches in der Abzugsvorrichtung 9 liegt, über den Stift 13 der Abwurfeinrichtung 14 geführt, wodurch eine Fadenreserveschlinge 3 ausgebildet wird. Das Ende des Fadens 8 wird an die Spinnvorrichtung 2 geführt, wo es durch den herrschenden Spinnunterdruck bereits ein Stück weit eingesaugt und die Fadenreserveschlinge 3 hierdurch gehalten wird. Schließlich kann der Anspinnvorgang gestartet werden, indem ein Betätigungsknopf (hier nicht dargestellt) gedrückt wird. Hierdurch wird der Elektromagnet 22 der Abwurfeinrichtung 14 betätigt, wodurch der Stift 13 zurückgezogen wird und die Fadenreserveschlinge 3 schlagartig freigegeben wird. Das Fadenende des Fadens 8 gelangt durch den Unterdruck mit vorgegebener Länge in die Fasersammelrille des Spinnelementes 7, wo es sich mit den in der Fasersammelrille befindlichen Fasern verbindet. Nach dem erfolgreichen Anspinnen kann schließlich die Andrückwalze 11 wieder auf die Welle 10 aufgesetzt werden, so dass der Faden 8 dann seinen normalen Fadenlauf (gestrichelte Darstellung) einnimmt und durch die Abzugsvorrichtung 11 aus der Spinnvorrichtung 2 abgezogen wird.
  • Die Abwurfvorrichtung 1 ist in einer Ebene senkrecht zu einer Längsachse der Offenendspinnmaschine verstellbar angeordnet, so dass die Fadenreserveschlinge 3 ebenfalls in einer Ebene senkrecht zu einer Längsachse der Spinnmaschine aufgespannt wird. Die Gefahr, dass der anzuspinnende Faden an Bauteilern der Maschine hängen bleibt, ist hierdurch reduziert. Weiterhin ist es auch möglich, die Abwurfeinrichtung 14 nicht schwenkbar an dem Halter 15 anzuordnen, sondern diesen linear beweglich mit dem Halter 15 zu verbinden. Die schwenkbare Anordnung der Abwurfeinrichtung 14 an dem Halter 15 ist jedoch besonders vorteilhaft, da hierbei der Halter für die Andrückrolle 11 zugleich als Halter 15 für die Abwurfeinrichtung 14 genutzt werden kann. Die bauliche Ausführung der Vorrichtung 1 ist hierdurch besonders einfach.
  • Nach den hier gezeigten Beispielen ist die Vorrichtung 1 im Fadenlauf vor der Abzugsvorrichtung 9 der Offenendspinnmaschine angeordnet. Es ist jedoch ebenso möglich, die Vorrichtung 1 oberhalb, also im Fadenlauf nach der Abzugsvorrichtung 9 an der Spinnvorrichtung 2 anzuordnen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Abwandlungen und Kombinationen im Rahmen der Patentansprüche fallen ebenfalls unter die Erfindung.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 1960562 [0003]

Claims (13)

  1. Vorrichtung (1) zum Abwerfen eines Fadenendes in eine Spinnvorrichtung (2) einer Offenendspinnmaschine beim Anspinnen, umfassend eine Abwurfeinrichtung (14) sowie einen Halter (15), an welchem die Abwurfeinrichtung (14) gelagert ist, wobei die Länge des abzuwerfenden Fadenendes einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (15) fest an der Spinnvorrichtung (2) angeordnet ist und die Abwurfeinrichtung (14) in einer Ebene senkrecht zu einer Längsrichtung der Offenendspinnmaschine verstellbar an dem Halter (15) angeordnet ist.
  2. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfeinrichtung (14) mittels einer Rasteinrichtung (16) verrastbar an dem Halter (15) angeordnet ist.
  3. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfeinrichtung (14) stufenlos verstellbar an dem Halter (15) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfeinrichtung (14) schwenkbar an dem Halter (15) angeordnet ist.
  5. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtung (16) mehrere, vorzugsweise drei, Raststellungen umfasst.
  6. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfeinrichtung (14) eine Rastnase (17) besitzt, welche mit einer Rastausnehmung (18) des Halters (15) zusammenwirkt.
  7. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (15) eine Rastnase (17) besitzt, welche mit einer Rastausnehmung (18) der Abwurfeinrichtung (14) zusammenwirkt.
  8. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (15) mehrere, vorzugsweise drei, Rastausnehmungen (18) besitzt.
  9. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) im Fadenlauf vor einer Abzugseinrichtung (9) der Offenendspinnmaschine angeordnet ist.
  10. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (15) zugleich ein Halter für eine Andrückwalze (11) der Abzugseinrichtung (9) ist.
  11. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwurfeinrichtung (14) mit der Andrückwalze (11) auf einer gemeinsamen Achse (20) gelagert ist.
  12. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gehäuse (19) der Abwurfeinrichtung (14) einen Anschlag (23) für die Abwurfeinrich tung (14) besitzt.
  13. Vorrichtung zum Abwerfen eines Fadenendes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (19) aus einem Kunststoffmaterial gefertigt ist.
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