DE1960562B2 - Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Rückliefern eines Fadenendes an die Fasersammeifläche einer Offen-End-Spinnvorrichtung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Rückliefern eines Fadenendes an die Fasersammeifläche einer Offen-End-SpinnvorrichtungInfo
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Description
3 4
kammer zurückgeführt wird, daß die Aufwindung ein ortsfester Anschlag als Gegenklemmteil zugeord-
selbst bei hohen Spinngeschwindigkeiten nicht unter- net ist, so kann der Faden während des Stillstandes
brachen und keine Umsteuerung mechanischer Teile der Spinnvorrichtung in Bereitschaft für das Wieder-
eifolgen muß. Femer soll die Methode einfach und anspinnen festgehalten und am Austritt aus der
billig durchführbar sein, da eine solche Automatik 5 Spinnvorrichtung gehindert werden. Auch entfällt ein
den Gesamtpreis der Spinnmaschine nicht wesentlich erforderlicher Mechanismus für das Abheben der
beeinflussen darf. Sie soll ferner gleichzeitig auch zum Abzugswalzen.
gemeinsamen Anspinnen aller Spinnstellen n?ch Still- Weitere Einzelheiten werden an Hand der Zeichstand der Maschine geeignet sein. nungen beschrieben. Es zeigt
die Fadenreserve durch Abwerfen von dem die Darstellung;
gegeben wird ued der in die Abzugswalzen ein- dung in perspektivischer Ansicht;
laufende Faden im wesentlichen parallel zur Klemm- F i g. 3 eine andere Ausführung der Erfindung in
linie aus dieser herausgedrückt und dadurch für die 15, perspektivischer Ansicht;
zugswalzen freigegeben wird. Auf diese Weise kann weglichem Fadenauslenker;
der Faden unabhängig von zu bewegenden Faden- F i g. 5 den Aufbau der Reserveschlinge analog zu
führungsorganen völlig frei nur unter der Saug- F i g. 4, jedoch in Richtung senkrecht zur Maschinenwirkung der Spinnkammer in diese zurückschnellen, 20 längsachse;
$0 daß eine sehr schnelle Reaktion erreicht wird, die Fig. 6 eine Einzelheit zu Fig. 2.
im wesentlichen unabhängig von der Fadenabzugs- In F i g 1 ist diese Verfahren^ weise prinzipiell dar-
geschwindigkeit ist. Zweckmäßig wird die Faden- gestellt unter Auslassung aller der Maschinenteile,
reserve im wesentlichen in der Klemmlinienebene die nicht unmittelbar an diesem Vorgang beteiligt
der Abzugswalzen liegend aufgebaut, um eine ein- 35 sind. Der aus der Spinnvorrichtung 8 durch das
fache und platzsparende Handhabung der Faden- Fadenaustrittsrohr 81 austretende Faden F läuft über
reserve zu ermöglichen. das Abzugswalzenpaar, das aus einem durchgehen-
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs- den Unterzylinder 5 und einem Druckroller 51 begemäßen
Verfahrens besteht aus einer in Fadenlauf- steht, zu einer Fadenumwegführung 1 und von dort
richtung gesehen nach den Abzugswalzen angeordne- 30 an einem Fadenleitorgan 31 vorbei zur Aufwindeten,
den zu einer Reserveschlinge auslenkenden Fa- spule 6. Der Faden F nimmt somit während des
den bei Bedarf freigebenden Fadenumwegführung Spinnvorganges die durchgehend gezeichnete Lage
und einem in Fadenlaufrichtung vor den Abzugswal- ein.
zen angeordneten, im wesentlichen parallel zu den Unterhalb der Abzugswalzen 5, 51 ist ein Aus-Abzugswalzen
bewegbaren Fadenauswerfer. Durch 35 werfer 2 angeordnet, der durch einen Magneten 23
die besondeie Anordnung eines derartigen Abwerf- in die Stellung 2' gebracht werden kann. Außerdem
organes nach den Abzugswalzen in Verbindung mit kann der Auswerfer 2 in die Stellung 2" gebracht
einem Fadenauswerfer vor den Abzugswalzen wird werden. Hierfür sind die Auswerfer mehrerer Spinnerreicht,
daß einmal der Faden sehr rasch freigegeben stellen auf einer Schiene 22 befestigt, welche in Richwird
und zum anderen der freigegebene Faden durch 40 tung des Pfeiles P2 verschiebbar ist. In der Stellung
Auswerfen aus der Klemmlinis des Abzugswalzen- 2" drück! der Auswerfer 2 gegen einen ortsfesten
paares auch sofort der Wirkung des in der Spinn- Klemmanschlag 21. Zwischen dem Fadenaustrittskammer
wirkenden Unterdruckes ausgesetzt werden rohr 81 und den Abzugswalzen 5, 51 ist außerdem
kann. Außerdem ist diese Vorrichtung außerordent- ein Fühler 7 angeordnet, der die Spannung des
lieh einfach und billig und arbeitet praktisch trag- 45 Fadens F kontrolliert. Sobald die Fadenspannung
heitslos. Oberhalb der Abzugswalzen sind zur Ver- nachläßt, was ein Zeichen dafür ist, daß das Fadenbesserung
der Fadenführung und Bemessung der ende keine Verbindung mehr zum Faserring in der
Schiingengröße zwei ortsfeste Fadenleitorgane an- Spinnvorrichtung hat, gibt dieser Fühler 7 einen Kongeordnet,
zwischen denen die Reserveschlinge ge- takt, der die Fadenumwegführung 1 sowie den Ausbildet
wird. 50 werfer 2 betätigt. Beispielsweise wird durch einer
Um die abgeworfenen Reserveschlingen einzelner Magneten 14 die Fadenumwegführung 1 zurückge-
oder aller Spinnstellen wieder aufbauen zu können, zogen, so daß der Faden von dieser abgeworfen wird
sind die Fadenumwegführungen mehrerer Spinn- Gleichzeitig wird durch den Magneten 23 der Ausstellen
in Richtung der Reserveschlingen gemeinsam werfer 2 in die Stellung 2' bewegt, so daß der Fader
bewegbar, oder die Fadenumwegführungen sind orts- 55 nicht mehr in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5
fest angeordnet, und es sind zum Aufbau der Reserve- 51 einläuft. Die Fadenreserve wird dadurch sofon
schlingen entsprechend bewegbare Fadenauslenker freigegeben und durch den Unterdruck in die Spinnvorgesehen.
Die Ausgangsstellung dieser Fadenaus- kammer zurückgesaugt. Der Faden F nimmt in^ die-'enker
ist einstellbar, um die Länge des zurückzulie- scm Moment die gestrichelt gezeichnete Lage F' ein
fernden Fadenstückes bemessen zu können. Zweck- 60 Wird auf diese Weise der Kontakt mit dem Faserrinj
mäßig sind die Fadenauslenker mehrerer Spinnstellen in der Spinnkammer wieder hergestellt, so erhöh
auf einer gemeinsamen Schiene angeordnet und mit sich die 1-adenspannung. Der Kontakt des Fühlers Ί
dieser in Längsrichtung der Spinnmaschine mittels wird wieder unterbrochen, und der Auswerfer j
einer gemeinsamen Antriebsvorrichtung bewegbar. kehrt in seine Ausgangslage zurück. Außerdem wire
Dadurch, daß die Fadenumwegführung eine Auflauf- 65 der nunmehr wieder unter der normalen Spinnspanfläche
aufweist, entfällt beim Auflegen der Reserve- nung stehende Faden F seitlich sofort in die Klemmschlinge
eine besondere Steuervorrichtung. Ist der linie der Abzugswalzen hineingezogen, und es erfolgi
Fadenauswerfer als Klemmteil ausgebildet, welchem somit wieder ein kontrollierter Abzug. Der Fader
nimmt nun so lange den kürzesten Weg zwischen den Abzugswalzen 5, 51 und der Spule 6 ein, bis eine
neue Fadenreserve gebildet wird.
Auch für Wiederanspinnen nach Unterbrechung des Betriebes der Spinnvorrichtung muß eine Fadenreserve
zurückgeliefert werden können. Während des Stillstandes der Spinnvorrichtung darf dabei der
Faden F nicht aus dem Fadenabzugsrohr 81 herausgleiten. Das Stillsetzen erfolgt deshalb so, daß nach
dem Abstellen, jedoch noch während des Auslaufes der Spinnvorrichtung, die Schiene 22 betätigt wird.
Der Auswerfer 2 gelangt dadurch in die Stellung 2", und der Faden F wird aus der Klemmlinie der Abzugswalzen
S, 51 herausgedrückt und gegen einen Anschlag 21 geklemmt. Während des Stillstandes der
Spinnvorrichtung nimmt somit der Faden F die strichpunktiert gezeichnete Lage F" ein. Beim Anfahren
der Spinnvorrichtung wird zunächst die Spinnkammer in Betrieb genommen und danach die Speisung,
der Abzug und die Aufwindung eingeschaltet. Gleichzeitig wird die Klemmung des Fadens F gegen
den Anschlag 21 aufgehoben, indem der Auswerfer 2 durch die Schiene 22 nach rechts bewegt wird. Der
Fadenfühler 7 stellt dabei fest, daß die Spinnspanung fehlt, so daß im selben Moment die Fadenumwegführung
1 zurückgezogen wird und der Auswerfer 2 durch den Magneten 23 die Stellung 2' einnimmt, und
trotz Verschiebens der Schiene 22 in ihre Ausgangsstellung der Faden F noch nicht in die Abzugswalzen
5, 51 einlaufen kann. Erst wenn das in die Spinnkammer 8 zurückgesaugte Fadenende nvt dem Faserring
Kontakt genommen hat, wird infolge der Spinnspannung der Kontakt des Fühlers 7 unterbrochen,
wie oben für den Fall des Fadenbruches bereits beschrieben, so daß der Auswerfer 2 aus der Stellung 2'
in die Ausgangsstellung zurückkehrt und der Faden F in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 einläuft.
Der Aufbau der Fadenreserve kann in verschiedener Weise erfolgen. Bei der in F i g. 3 gezeigten Ausführung
sind die Fadenumwegführungen 11 auf einer gemeinsamen Schiene 15 angeordnet, die in Richtung
des Pfeiles P1 bewegbar ist. Zum Aufbau der Fadenreserve
wird die Schiene 15 zunächst so weit nach rechts verschoben, daß die Umwegführung 11 rechts
neben den Faden F zu liegen kommt. Anschließend wird die Schiene 15 wieder nach links in die Ausgangsstellung
verschoben, so daß der Faden durch die Umwegführung 11 in einer Schleife ausgelenkt ist.
Bei der Ausführung gemäß F i g. 4 ist die Fadenumwegführung 1 ortsfest angeordnet und lediglich
zum Abwerfen der Fadenschleife durch einen Magneten 14 zurückziehbar. Zur besseren und schnelleren
Rückführung des Fadens F in die Abzugswalzen ist unmittelbar nach den Abzugswalzen 5, 51 ein Fadenleitorgan
3 vorgesehen. Die Fadenreserveschlinge wird durch Fadenauslenker 4 gebildet, die gabelförmig
an einer über die gesamte Maschinenlänge reichenden Schiene 41 angeordnet sind. Sobald nach
der Freigabe der Fadenreserve durch die Fadenumwegführung 1 der Faden F sich wieder in die
Kiemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 eingeführt hat. bringen die Fadenauslenker 4 den Faden F so weit
nach links, bis er über die Fadenumwegführung 1 zu liegen kommt. Hierfür ist die Schiene 41 in Richtung
des Pfeiles P4 mittels einer Antriebsvorrichtung bewegbar,
beispielsweise mittels eines Motors 43, der mit seinem Ritzel 44 in eine Verzahnung der Schiene
41 eingreift. An Stelle des Motors 43 mit dem Ritzel 44 kann auch ein Nocken- oder Kurbelantrieb zur
Bewegung der Schiene 41 vorgesehen sein.
Die Bewegung der Fadenauslenker 4 wird ebenfalls durch die Unterbrechung des Fühlerkontaktes ausgelöst,
wenn die Spinnspannung wieder erreicht ist. Der Fadenauslenker 4 legt den Faden über dieFadenumwegführung
1 und geht in seine Ausgangslage 4' zurück, so daß zwischen den Fadenleitorganen 3 und
31 eine Reserveschlinge gebildet ist. Mit Hilfe dieser
ίο in Längsrichtung der Maschine bewegbaren Schiene
41 können für mehrere Spinnstellen sämtliche Auslenker 4 gemeinsam betätigt werden.
Die für das automatische Ansetzen notwendige Länge der Fadenreserve hängt u. a. vom Material
und von der Abzugsgeschwindigkeit ab. Es ist also wünschenswert, die Reservelänge für alle Spinnstellen
der Maschine zentral einstellen zu können. Dies wird dadurch erreicht, daß entweder die Ausgangsstellung
4' der Fadenauslenker 4 veränderbar
»° ist, so daß die abgeworfene Reserveschlinge nicht in
ihrer vollen Länge, sondern nur zu einem Teil freigegeben wird und eine Restumlenkung durch die
Auslenker 4 noch bestehenbleibt; oder die Größe der Hubbewegung der Fadenumwegführungen 11 (F i g. 3)
»5 ist über den Antrieb der Schiene 15 einstellbar.
Gemäß einer anderen konstruktiven Ausführung (F i g. 2) sind der Fadenauswerfer 20 und die Fadenumwegführung
10 direkt miteinander über einen dreiarmigen Hebelmechanismus gekuppelt. An dem
Hebelarm 16 befindet sich die gabelförmige Fadenumwegführung 10 und an dem Hebelarm 24 der
Fadenauswerfer 20. Auf den dritten Hebelarm 17 wirkt ein Magnet 18 mit seinem Anker 19 ein. Die
drei Hebelarme sind auf einer senkrechten Welle 25 befestigt und mit dieser drehbar. Der Fadenauslenker
4 zieht bei der Darstellung in F i g. 2 gerade den Faden F zu einer Rescrveschleife aus und legt ihn
über die Fadenumwegführung 10. Damit der Faden F besser und ohne Steuerung der Fadenumwegführung
10 über diese gelegt werden kann, weist die Fadenumwegführung 10 eine Auflauffläche 13 auf. Der
Faden F kann somit durch den Fadenauslenker 4 über die Fadenumwegführung 10 geschoben werden.
Stellt der Fühler 7 einen Abfall der Fadenspannung fest, dann schließt der Fühler 7 den Stromkreis
für den Magneten 18. Der Anker 19 drückt gegen den Hebel 17, dessen Schwenkbewegung sich auf die
beiden anderen Hebel 16 und 24 überträgt. Dadurch wird die Fadenumwegführung 10 gegenüber einem
ortfesten Abstreifer 9 zurückgezogen, so daß die Reserveschlinge abgeworfen wird. Gleichzeitig drückt
der Fadenauswerfer 20 den Faden F aus der Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 heraus, so daß die Reserveschi
inge in die Spinnvorrichtung 8 zurückgesaugt werden kann. Sobald die Spinnspannung wieder
erreicht ist, unterbricht der Fühler 7 den Stromkreis des Magneten 18, und der Fadenauswerfer 20 sowie
die Fadenumwegführung 10 werden durch eine Feder 26 in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht. Außerdem
tritt der Fadenauslenker 4 in Tätigkeit, um eine neue Fadenreserve durch Auflegen des Fadens F auf
die Fadenumwegführung 10 zu bilden.
Diese Vorrichtung ist auch zum Wiederanspinnen nach einem Maschinenstillstand geeignet. Der Faden
F bleibt hier während des Stillstandes in der Kiemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 und wird so an
seinem Austritt aus dem Fadenabzugsrohr 81 gehindert. Beim Anfahren der Maschine wird nach
Inbetriebsetzen der Spinnkammer 8 zunächst der Druckroller 51 abgehoben, ehe die Freigabe der
Fadenreserve erfolgt, und nach der Freigabe gleich wieder aufgesetzt. Dies erfolgt beispielsweise über
einen Nocken 54, der mit einer Welle 55 drehbar ist und auf das freie Ende eines Hebels 52 drückt. An
diesem Hebel 52, der um eine Achse 53 schwenkbar ist, ist der Druckroller 51 gelagert. Da mit der Freigabe
der Fadenreserve gleichzeitig der Fadenauswerfer 20 betätigt wird, wird der Faden F während des
Abhebens des Druckrolle« 51 aus dem Bereich der Abzugswalzen 5, 51 gebracht, so daß nach dem
gleich darauffolgenden Wiederaufsetzen des Druckrollers 51 der Faden F außerhalb der Klemmlinie
bleibt. Es ist somit der Zustand wie nach Freigabe der Fadenreserve beim Beheben eines Fadenbruches
während des Laufes der Maschine gegeben, und der Anspinnvorgang verläuft nun so wie bereits beschrieben:
Nach Kontaktaufnahme mit dem Faserring in der Spinnkammer stellt sich die normale Spinnspannung
ein, der Magnet 18 wird dadurch stromlos, so daß der Faden F nicht mehr durch den Fadenauswerfer 20 am
Einlaufen in die Klemmlinie der Abzugswalzen 5, 51 gehindert wird.
Es kann sein, daß, bedingt durch die Aufwindung oder andere Einflüsse, die Fadenspannung kurzzeitig
nachläßt und dadurch die Fadenschleife unbeabsichtigt von dtr Fadenumwegführung 10 herunterfällt.
Zur Sicherung des Fadens F gegen ein unbeabsichtigtes Ablaufen von der Fadenurnwegführung 10 ist gemäß
F i g. 6 noch ein Fadenwegbegrenzer in Form eines Bügels 12 vorgesehen. Dieser Bügel 12 ist so
angeordnet, daß der auflaufende Faden F nicht über das freie Ende der Fadenumwegführung 10 ablaufen
kann. Andererseits ist der Bügel 12 elastisch an dem Abstreifer 14 befestigt, so daß der Fadenauslcnker 4
zum Auflegen des Fadens F auf die Fadenumwegführung 10 diesen beiseite drücken kann.
Es ist besonders platzsparend und zweckmäßig, die Fadenreserve parallel zur Maschinenlängsachse aufzubauen,
so daß diese im wesentlichen in der durch die Klemmlinie gehenden Ebene liegt. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist allerdings nicht von dieser Anordnung abhängig. F i g. 5 zeigt eine Ausführung
mit liegender Spinnvorrichtung 8, bei welcher die Fadenreserveschlinge außerhalb der Klemmlinienebene
liegt und senkrecht zur Maschinenlängsachse gebildet wird. Die Fadenreserveschlinge wird
ebenfalls mittels Fadenauslenkern 4, wie bereits beschrieben, über die Fadenumwegführung 1 gelegt und
von dieser zwecks Rücklieferung in die Spinnvorrichtung 8 abgeworfen. Die Fadenauslenker 4 sind an
einer senkrecht zur Maschinenlängsachse bewegbaren Schiene 42 befestigt. Um die Fadenauslenker
mehrerer Spinnstellen über eine gemeinsame Antriebsvorrichtung bewegen zu können, ist eine Welle
45 parallel zu den Abzugswalzen 5, 51 angeordnet, auf welcher für jede Spinnstelle ein Ritzel 44 befestigt
ist, das mit der Fadenauslenkerschiene 42 durch Verzahnung in Verbindung steht. Zum Auflegen des
Fadens F auf die Fadenumwegführung 1 ist die Schiene 42 über das Ritzel 44 in Richtung des Pfeiles
P5 hin und her beweglich. Auch hier ist eine gemein-
same Einstellung der Ausgangsposition zur Bemessung der Länge des zurückliefernden Fadens F möglich.
Vor der Freigabe und während des normalen Spinnvorganges nimmt der Faden F die durchgehend
gezeichnete Lage ein, während nach Freigabe der Fadenreserve der Faden gemäß der Linie F' über die
Faden auslenker 4 und das Fadenleitorgan 31 verläuft, ehe er über die Spulwalze 61 auf die Spule 6
aufgewunden wird. Im übrigen ist die Funktion der bezeichneten Teile die gleiche wie bereits beschrieben.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungen beschränkt. Diese stellen nur Beispiele zur
Erläuterung des erfinderischen Prinzips dar. Es ist ohne weiteres möglich, die einzelnen Elemente der
gezeigten Ausführungen untereinander auszutausehen. Zum Beispiel können bei der Ausführung
gemäß F i g. 5 an Stelle der Fadenauslenker 4 bewegliche Fadenumwegführungen 11 gemäß Fig. 3 vorgesehen
sein. Auch kann die Ausbildung der Fadenumwegführung oder des Auswerfers von der gezeigten
abweichen. Es kann z. B. auch die zurückziehbare Fadenumwegführung 10 durch eine starr angeordnete
ersetzt werden, gegenüber welcher der Abstreifer 9 beweglich ist durch eine entsprechende
Koppelung mit dem Hebelarm 16.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
409 533 Ί!
Claims (8)
1 2
- _ „ , ausgehenden Fadenspannungsabfalles an diese zu-
Patentanspruche: rückgeliefert wird.
!.,Verfahren zum selbsttätigen Rückliefern Das selbsttätige Zurückliefern eines Fadenendes an
jein^s Fadenendes an die Fasersammeifläche der die Fasersammelfläche einer Offen-End-Spinnvor-Sp'mrikammer einer Offen-End-Spinnvorrichtung, 5 richtung ist schon auf verschiedene Weise gelöst
wobei die zur Rücklieferung des Fadenendes er- worden, sei es, daß die Abzugswalzen und die Auf-
: forderliche Fadenreserve in Fadenabzugsrichtung windung durch eine Reversierbewegung die notwengesehen nach den Abzugswalzen aufgebaut und dige Fadenlänge zurücktiefem (USA.-Patentschrift
bei Auftreten eines von der Fasersammelfläche 3 354 631), oder durch eine Fadenreserve oberhalb
ausgehenden Fadenspannungsabfalies an diese to der Abzugswalzen die Rücklieferung unabhängig von
zurückgeliefert wild, dadurch gekenn- der Aufwindung nur durch Reversieren der Abzugszeichnet, daß diese Fadenreserve durch Ab- walzen erfolgt (französische Patentschrift 1550 189).
werfen von dem die Reserveschlinge haltenden Abgesehen von dem erheblichen technischen Auf-Fadenauslenkorgan freigegeben wird und der in wand, den eine solche einzelne Steuerung jeder
die Abzugswalzen einlaufende Faden im wesent- 15 Spinnstelle für sich erfordert, wenn bei Fadenbruch
liehen parallel zur Klemmlinie aus dieser heraus- ein Wiederanspinnen erforderlich ist, sind die abgedrückt und dadurch für die Rücklieferung in zubremsenden und zu beschleunigen Massen seht
die Spinnvorrichtung von den Abzugswalzen frei- groß, so daß diese bekannten Vorrichtungen zwai
gegeben wird. zum Wiederanspinnen mehrerer Spinnstellen nach
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 20 dem Stillsetzen der gesamten Spinnmaschine geeigkennzeichnet,
daß die Fadenreserve im wesent- net sein mögen, aber für das Anspinnen nach einem
liehen in der Klemmlinienebene der Abzugswal- Fadenbruch zu träge arbeiten. Bevor der Abzug
zen liegend aufgebaut wird. gestoppt ist, hat das gebrochene Fadenende längst
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- die Spinnvorrichtung verlassen und muß erst wieder
rens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeich- 25 in das Fadenabzugsrohr eingeführt werden. Als zu
zeichnet durch eine in Fadenlaufrichtung gesehen langsam und infolge der Massenträgheit insbesondere
nach den Abzugswalzen (5, 51) angeordnete, den bei höheren Spinngeschwindigkeiten zu wenig reakzu
einer Reserveschlinge auslenkenden Faden tionsfähig hat sich auch eine andere bekannte Vor-(F)
bei Bedarf freigebende Fadenumwegführung richtung (deutsche Patentschrift 1 288 965) erwiesen,
(1, 10, 11) und einem in Fadenlaufrichtung vor 30 bei welcher ein Fadenvorrat für ein neuerliches Anden
Abzugswalzen (5, 51) angeordneten, im we- spinnen zwischen der Spinnkammer und den Absentlichen
parallel zu den Abzugswalzen (5, 51) zugswalzen so bemessen ist, daß der Abzug nicht
bewegbaren Fadenauswerfer (2; 20). unterbrochen zu werden braucht. Bei dieser Vor-
4. Vorrichtung nach dem Anspruch 3, dadurch richtung kommt hinzu, daß die Fadenlängenausgekennzeichnet,
daß die Fadenumwegführungen 35 gleichsvorrichtung die Bedienung erschwert und (11) mehrerer Spinnstellen in Richtung der Re- grundsätzlich die Fadenumwegführung vor den Abserveschlingen
gemeinsam bewegbar sind. zugswalzen ungünstig ist, da infolge der Spinnspan-
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- nung große Reibungskräfte an den Umlenkstellen
kennzeichnet, daß die Ausgangsstellung des auftreten. Verwendet man aber Rollen, so werden
Fadenauslenkers (4) der Fadenumwegführung 40 dadurch die Vorrichtung verteuert und die Massen
einstellbar ist. vergrößert zu ungunsten der Reaktionsgeschwindig-
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 5, keit. Um die Fadenreserve rasch freigeben zu köndadurch
gekennzeichnet, daß die Fadenauslenker nen, ist auch bereits ein zwischen Spinnkammer und
(4) mehrerer Spinnstellen auf einer gemeinsamen Abzugswalzen angeordnetes Abwerforgan bekannt
Schiene (41) angeordnet und mit dieser in Längs- 45 (Patentschrift Nr. 65 362 des Amtes für Erfindungsrichtung
der Spinnmaschine mittels einer gemein- und Patentwesen in Ost-Berlin). Zwar ist dieses in
samen Antriebsvorrichtung (43) bewegbar sind. der Lage, die Fadenreserve sehr schnell freizugeben.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch ge- doch erzeugt der Aufbau der Fadenreserve vor den
kennzeichnet, daß der Fadenauswerfer (2) als Abzugswalzen eine Nummernschwankung infolge
Klemmteil ausgebildet ist, welchem ein ortsfester 50 ungleichmäßiger Abzugsgeschwindigkeit, oder der
Anschlag (21) als Gegenklemmteil zugeordnet ist. Aufbau muß über eine lange Zeit erfolgen, während
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 bis 7, welcher die Vorrichtung nicht in der Lage ist, die
dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenumweg- für das Wiederanspinnen erforderliche Fadenreserve
führung (10) und der Fadenauswerfer (20) direkt zurückzuliefem. Wird die Fadenreserve jedoch nach
miteinander gekuppelt und gemeinsam bewegbar 55 den Abzugswalzen angeordnet, dann kann die
sind, wobei die Faduiumwegführung (10) gegen- Fadenreserve nach ihrer Freigabe nur durch Abüber
einem Abstreifer (9) bewegbar ist (F i g. 2). heben des Druckrollers des Abzugswalzenpaares in
die Spinnkammer gelangen. Je größer jedoch die füi
eine solche Freigabe erforderlichen Kräfte sind, destc
60 schwerfälliger spricht die Vorrichtung an. Durch die
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine hierdurch auftretende Verzögerung beim Abheben
/orrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens des Druckrollers kann die freigegebene Fadenreserve
:um selbsttätigen Rückliefern eines Fadenendes an nicht sofort zur Spinnkammer gelangen, sondern wird
lie Fasersammelfläche einer OfTen-End-Spinnvor- im Gegenlei! zunächst weiterhin abgezogen.
ichtung, wobei die zur Rücklieferung des Faden- 65 Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es. eine :ndes erforderliche Fadenreserve in Fadenabzugs- Methode zu finden, nach welcher in Verbindung mil ichtung gesehen nach den Abzugswalzen aufgebaut einem Fühlelement bei Fadenbruch das gebrochene uid bei Auftreten eines von der Fasersammelfläche Fadenende so schnell an die Sammelfläche der Spinn-
ichtung, wobei die zur Rücklieferung des Faden- 65 Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es. eine :ndes erforderliche Fadenreserve in Fadenabzugs- Methode zu finden, nach welcher in Verbindung mil ichtung gesehen nach den Abzugswalzen aufgebaut einem Fühlelement bei Fadenbruch das gebrochene uid bei Auftreten eines von der Fasersammelfläche Fadenende so schnell an die Sammelfläche der Spinn-
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