DE19540626A1 - Poliervorrichtung - Google Patents
PoliervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung
zum Polieren von Materialien und bezieht sich inbesondere
auf eine Poliervorrichtung mit einer sich drehenden Trom
mel, an der ein Polierkissen oder Poliertuch angebracht
ist, um ein Objekt, wie beispielsweise Halbleiterwafer zu
polieren und zwar auf eine flache und spiegelartige End
bearbeitung hin.
Die in den letzten Jahren entwickelten, eine hohe Dichte
besitzenden integrierten Halbleitervorrichtungen machen
zunehmend feinere Mikroschaltungen erforderlich und der
Abstand oder der Zwischenlinienabstand bzw. der Zwischen
zeilenabstand zeigte einen stets abnehmenden Trend. Für
optische Lithografievorgänge basierend auf einem Zwi
schenzeilenabstand von weniger als 0,5 Mikrometer ist die
Fokusiertiefe flach oder gering und an dem zu polierenden
Objekt ist eine mit hoher Präzision vorzusehende Flach
heit bzw. Ebenheit erforderlich, und zwar koinzident mit
der Fokusierebene der Schrittvorrichtung bzw. des
"steppers". Dieses Erfordernis bedeutet, daß die Wafer
oberfläche extrem eben oder flach ausgebildet sein muß,
und ein erster Schritt bei der Erreichung einer derarti
gen Präzision hinsichtlich Flachheit fängt damit an, daß
man die richtige Oberflächenpräparation durch Polieren
mit einer Poliervorrichtung vorsehen muß.
Fig. 12 zeigt ein Beispiel einer konventionellen Polier
vorrichtung, die einen Drehtisch 30 und einen oberen Ring
31 aufweist, der einen gewissen Anpressdruck auf den
Drehtisch 30 und ein Polierobjekt 32, wie beispielsweise
einen dazwischen angeordneten Halbleiterwafer ausübt. Ein
Polierkissen 34 ist auf der Oberseite des Drehtischs 30
vorgesehen und zwar am Polierobjekt, wobei durch Drehung
eine flache spiegelpolierte Oberfläche vorgesehen wird.
Eine Abgabedüse 33 dient dazu, um eine Polierlösung Q auf
das Polierkissen 34 aufzutragen, welches dazu dient, die
Polierlösung Q zurückzuhalten. Normalerweise wird der
Poliervorgang dadurch ausgeführt, daß man das zu polier
ende Objekt 32 unterhalb des oberen Rings 31 hält, so daß
die zu polierende Oberfläche auf das Polierkissen 34 hin
weist. Bei einer solchen Anordnung der Poliervorrichtung
sind zum Vorsehen einer ausreichenden relativen Drehzahl
zwischen der zu polierenden Oberfläche und dem Polierkis
sen 34 die Mittelachsen des oberen Rings und des Dreh
tischs versetzt, d. h. sie sind nicht konzentrisch vorge
sehen, um so eine ausreichende Drehversetzung des Wafers
bezüglich des Polierkissens zu erreichen. Diese Art der
Anordnung macht eine Konfiguration nötig, wo der Außen
durchmesser des Drehtisches mehrere Male größer sein muß
als das Halbleiterwaferobjekt. Ferner ist es auch notwen
dig, eine hinreichende Festigkeit und Starrheit für den
Drehtisch und den Tischrahmen vorzusehen, wobei die Hori
zontalausrichtung des Drehtischs beibehalten wird, um die
Erzeugung schädigender, den Polierprozeß störender
Schwingungen des Drehtischs zu verhindern. Für die Poli
ervorrichtung, der in Fig. 12 gezeigten Art führen diese
Konstruktionserfordernisse unvermeidbar zur Notwendig
keit, daß ein großer Anlagenraum erforderlich ist, um ei
ne große Poliervorrichtung unterzubringen.
Bei einer Poliervorrichtung der oben erwähnten Art, bei
der das Objekt auf dem oberen Ring 31 gehalten wird, wird
die Oberfläche des zu polierenden Halbleiterwafers 32 ge
gen das Polierkissen 34 auf dem Drehtisch gedrückt und es
ist nicht möglich, den Zustand der Waferoberfläche wäh
rend des Poliervorgangs zu beobachten. Die Folge davon
ist es, daß es schwierig ist, festzustellen, welche Menge
an Oberflächenmaterial (wie beispielsweise ein Oberflä
chenoxidfilm) entfernt wurde oder auf dem Wafer verblieb,
ohne den Wafer in irgendeiner Art zu stören. Verfahren
zur Bestimmung der Menge des entfernten Film- oder
Schichtmaterials oder des verbleibenden Materials sind
beispielsweise in US-Patent Nr. 5 089 716 beschrieben,
wobei sich dieses Patent auf die Bewegung des Wafers weg
vom Drehtisch während des Polierens bezieht. Ein anderes
Verfahren gemäß US-Patent Nr. 5 196 353 basiert auf der
Messung von Veränderungen in der Temperatur des Wafers,
um die vergangene Polierzeit zu bestimmen. Diese Verfah
ren führen jedoch zu einer komplizierten Konfiguration
der Vorrichtung; obwohl beide Verfahren eine gewisse Beo
bachtung des Oberflächenzustandes gestatten, vertraut das
erstere auf eine intermittierende Überprüfung der Ober
fläche während des Polierens, wohingegen das letztere auf
ein indirektes Verfahren zurückgeht, und zwar basierend
auf der Temperaturveränderung im Wafer, wobei aber in je
dem Fall es schwierig ist, ein zufriedenstellendes Präzi
sionsniveau beim Meßergebnis zu erreichen.
Andererseits beschreibt die japanische offengelegte Pa
tentveröffentlichung H2-269552 eine Poliervorrichtung mit
einer sich drehenden Trommel. Dieses Polierverfahren ver
wendet eine sich drehende Trommel mit einer zylindrischen
Form und zwar erfolgt die Drehung während des Polierens
der Oberfläche durch Kontaktieren der Waferoberfläche mit
der Umfangsoberfläche der Trommel. Die Kontaktfläche oder
die Kontaktzwischenfläche zwischen der Trommel und der
Waferoberfläche liegt im wesentlichen entlang einer lini
enförmigen Region auf der zu polierenden Oberfläche und
eine Polierlösung wird zur Kontaktregion hin geliefert,
während eine gewisse relative Linearbewegung entlang ei
nes Pfades vorgesehen wird, der in geeigneter Weise be
züglich der Trommelachse vorgesehen ist.
Die Poliervorrichtung mit einer umlaufenden Trommel macht
keinen einen großen Durchmesser besitzenden Drehtisch,
wie bei der Vorrichtung gemäß Fig. 12 erforderlich und
daher kann die Vorrichtung der Trommelbauart kompakt und
leichtgewichtig hergestellt werden. Ein weiterer wichti
ger Vorteil dieser Vorrichtungsbauart besteht darin, daß
der Benutzer in der Lage ist, die Oberfläche des Halblei
terobjekts, welches poliert wird, zu beobachten und es
kann ein genaues Maß der Film- oder Schichtdicke vorgese
hen werden, die noch wegpoliert werden muß oder die noch
auf dem Wafer verbleiben soll.
Bei dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß H2-269552 er
folgt jedoch die Polierwirkung nur in der linearen Kon
taktregion oder Zone zwischen der sich drehenden Trommel
und dem Polierobjekt. Wenn daher ein rundes Objekt, wie
beispielsweise ein Halbleiterwafer poliert wird, so be
steht eine Tendenz, daß die Außenumfangszone des Wafers
einem höheren Druck ausgesetzt wird als die Mittelzone
des Wafers, was zu höheren Materialentfernungsraten in
der Umfangsregion des Objekts führt und somit das Phäno
men der sogenannten "peripheren Verschlechterung" hervor
ruft. Da ferner die Polierwirkung an der linearen Kon
taktzone erfolgt, ist es schwer, einen gleichmäßigen
Druck über die gesamte Oberfläche des zu polierenden Ob
jekts hinweg anzulegen. Wenn beispielsweise aus irgendei
nem Grunde ein nicht ausreichender Anpreßdruck an das
Objekt während des Polierens in einem örtlichen Gebiet
angelegt wird, so besteht eine Tendenz, ein welliges Mus
ter auf der polierten Oberfläche zu erzeugen, was eine
örtliche, nicht gleichförmige Polierung zur Folge hat, so
daß die Gefahr besteht, daß ein zurückzuweisendes Objekt
erzeugt wird.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Poliervorrichtung vorzusehen, die in der Lage ist, einen
gleichförmigen Anpreßdruck an eine gesamte Oberfläche
eines Polierobjekts anzulegen, um so eine gleichförmige
Polierung oder einen gleichförmigen Poliervorgang über
die gesamte polierte Oberfläche eines Wafers hinweg vor
zusehen, wobei aber die Vorteile einer Anordnung mit sich
drehender Trommel vollständig erhalten bleiben.
Das Ziel wird vorzugsweise erreicht durch eine Poliervor
richtung, die folgendes aufweist: eine umlaufende Trommel
mit einem an einer Außenumfangsoberfläche der Trommel an
gebrachten Poliermittel oder Polierkissen. Ein Sitzglied
mit einer Oberseite, an der das Polierobjekt oder das zu
polierende Objekt angeordnet ist. Anpreßmittel zum An
pressen der Trommel an die zu polierende Oberfläche des
Polierobjekts. Drehmittel zum in Drehungsversetzen der
Trommel. Bewegungsmittel zur Bewegung der Trommel oder
des Sitzgliedes derart, daß die Trommel eine gesamte
Oberfläche der zu polierenden Oberfläche kontaktiert.
Versorgungs- oder Liefermittel zum Liefern einer Polierlö
sung, die feine Teilchen enthält an die Poliermittel oder
das Polierkissen, um so eine Polierwirkung zu erreichen
durch Verwendung der Polierlösung, die in dem Polierkis
sen zurückgehalten ist. Dabei ist insbesondere ferner
vorgesehen, daß die Bewegungsmittel eine relative Bewe
gung erzeugen und zwar des Polierobjekts bezüglich der
Trommel und zwar sukzessive oder gleichzeitig in einer
Richtung senkrecht zu einer Trommelachse und in einer
Richtung parallel zur polierenden Oberfläche wie auch in
ausgewählte Orientierungsrichtungen.
Bei der oben beschriebenen Vorrichtung ist ferner folgen
des vorzugsweise vorgesehen. Zusätzlich zu den zwei Frei
heitsgraden der Linearbewegung ist eine Winkelorientie
rungsbewegung vorgesehen, um weiterhin die Qualität des
Poliervorgangs zu erhöhen, selbst wenn partielle Mängel
auftreten oder ein übermäßiger Anpreßdruck zwischen dem
Objekt und dem Polierkissen angebracht auf der Trommel
existiert und zwar zum Zwecke der Verhinderung der Bil
dung von welligen Poliermustern auf dem Wafer. Es ist da
her selbst für Wafer mit großem Durchmesser möglich, eine
hochgleichförmige Polierung über die gesamte Oberfläche
des Wafers hinweg zu erhalten.
Ein Aspekt der Vorrichtung besteht darin, daß ein ver
brauchbares oder aufgehbares Glied an einem Außenumfang
des Polierobjekts angeordnet ist, um so im wesentlichen
koplanar mit der Oberfläche zu sein, die am Polierobjekt
poliert werden soll.
Durch Vorsehen einer Anordnung des Verbrauchbaren, sozu
sagen zu opfernden Gliedes bezüglich des Polierobjekts
kann der an den Umfangsabschnitt des Wafers angelegte An
preßdruck gleich dem Druck am Mittelabschnitt des Wafers
gemacht werden, wodurch das Problem des Anlegens eines
erhöhten Drucks an die Umfangszone oder den Umfangbereich
des Wafers verhindert wird, und demgemäß das sich dadurch
ergebende Problem der umfangsmäßigen Verschlechterung
ausgeschlossen.
Gemäß einem Aspekt der erfindungsgemäßen Erfindung wird
ein elastisches Glied eingesetzt zwischen dem entfernba
ren oder zu opfernden Glied und dem Sitzglied.
Durch Vorsehen eines elastischen Gliedes an strategischen
Stellen kann ein gleichförmiger Poliervorgang erzeugt
werden und zwar infolge des Kisseneffekts oder des dämpf
enden Effekts des elastischen Gliedes und zwar selbst
wenn es eine Dickenvariation des Wafers über die Polier
oberfläche hin gibt und eine perfekte Übereinstimmung der
Oberflächen des zu opfernden Gliedes und des Objektes
normalerweise nicht erreichbar wäre.
Gemäß einem weiteren Aspekt der oben beschriebenen Vor
richtung sind Folgemittel vorzugsweise unterhalb des
Sitzgliedes vorgesehen, die folgendes aufweisen: ein
stangenförmiges Tragglied zum Tragen des Sitzgliedes der
art, daß eine Achse des Traggliedes senkrecht zu einer
Trommelachse angeordnet ist und parallel zu der Oberseite
des Sitzgliedes um eine Folgewirkung zu erzeugen und zwar
an einer Interface-Kontaktzone oder Region zwischen der
zu polierenden Oberfläche und einer Kontaktoberfläche des
Polierkissens, um so über die Interface-Kontaktzone hin
weg einen ausgeglichenen Anpreßdruck vorzusehen.
Gemäß dieser Anordnung der Folgevorrichtung mit dem stan
genförmigen Tragglied ermöglicht die Drehung des Trag
gliedes eine automatische Ausrichtung der Polieroberflä
che des Objektes der Trommelachse, um einen gleichförmi
gen Poliervorgang über die gesamte Oberfläche des Objek
tes hinweg vorzusehen.
Gemäß einem Aspekt der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weist die Andruckvorrichtung folgendes auf: ein Glied
oder ein Membranglied angebracht an dem Sitzglied oder
der Trommel, pneumatische Kissen oder Dämpfungsmittel zum
Vorsehen eines gleichförmigen Drucks an dem Membranglied,
um so eine Folgewirkung zu erzeugen und zwar in einer In
terface-Kontaktzone zwischen der zu polierenden Oberflä
che und einer Kontaktoberfläche des Polierkissens, um auf
diese Weise einen ausgeglichenen Anpreßdruck über die
Interface-Kontaktzone hinweg vorzusehen.
Gemäß der erfindungsgemäßen Ausbildung der Andruckvor
richtung erzeugt der kombinierte Effekt von Membran und
Luftkissen einen hervorragenden gleichförmigen Poliervor
gang über die gesamte Oberfläche des Polierobjektes hin
weg.
Gemäß einem weiteren Aspekt der erfindungsgemäßen Vor
richtung sind Steuermittel vorgesehen, so daß die An
druckmittel einen Anpreßdruck vorsehen, der proportional
ist zu der Interface- oder Zwischenflächenkontaktlänge
einer im wesentlichen Linienkontaktzone zwischen dem
Polierkissen und der zu polierenden Oberfläche.
Gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung der Steuervorrich
tung ist es möglich, einen gleichförmigen Poliervorgang
über die gesamte Oberfläche des Polierobjektes hinweg
vorzusehen, wobei die Umlaufgeschwindigkeit der Trommel
konstant gehalten wird und zwar durch eine automatische
Kompensation hinsichtlich der Veränderung der Kontakt
länge um einen konstanten Druck zu erzeugen, unabhängig
von der Länge des Interface-Kontaktes, wodurch das Pro
blem vermieden wird, daß die durch das Polieren entfernte
Materialmenge nahe der Umfangszone oder des Umfangsbe
reichs des Wafers ansteigt.
Gemäß einem weiteren Aspekt der erfindungsgemäßen Vor
richtung sind Steuermittel vorgesehen und zwar zur Steue
rung der Umdrehungsgeschwindigkeiten oder der Drehzahlen
der Trommel derart, daß eine konstante Poliergeschwindig
keit vorgesehen wird, obwohl eine Interface-Kontaktlänge
eine im wesentlichen Linienkontaktzone zwischen dem Poli
erkissen und der zu polierenden Oberfläche Veränderungen
zeigen kann.
Gemäß dieser erfindungsgemäßen Anordnung der Steuervor
richtung kann die Poliergeschwindigkeit konstant gehalten
werden, und zwar unabhängig von der Länge des Interface-
Kontaktes durch eine automatische Kompensation zum Zwecke
der Veränderung der Kontaktlänge zur Erzeugung eines kon
stanten Druckes unabhängig von der Länge des Interface-
Kontaktes, wodurch das Problem vermieden wird, daß die
durch den Poliervorgang zu entfernende Materialmenge nahe
der Umfangszone des Wafers ansteigt.
Gemäß einem Aspekt der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
die Relativbewegung oder Relativgeschwindigkeit zwischen
der Trommel und dem Polierobjekt gesteuert, um eine In
terface-Kontaktlänge einer im wesentlichen Linienkontakt
zone zwischen dem Polierkissen und der zu polierenden
Oberfläche umgekehrt proportional zu verändern.
Gemäß dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der Steuervor
richtung abhängig von der Natur des zu polierenden Objek
tes, kann es notwendig sein, eine entgegengesetzte para
metrische Beziehung zu verwenden zu der die oben angege
ben wurde, um so die Poliergeschwindigkeit oder Drehzahl
konstant zu halten, und zwar unabhängig von der Länge des
Interface-Kontaktes, wodurch eine automatische Kompensa
tion erzeugt wird zur Veränderung der Kontaktlänge, um
einen konstanten Druck zu erzeugen, und zwar unabhängig
von der Länge des Interface-Kontaktes und wobei ferner
das Problem vermieden wird, daß die durch das Polieren zu
entfernende Materialmenge nahe der Umfangszone des Wafers
ansteigt.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten ergeben sich aus
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung;
Fig. 2 eine Vorderansicht gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ein Schnitt A-A in Fig. 2;
Fig. 4A eine Ansicht in Richtung der Polieroberfläche C
wie dies in Fig. 2 angegeben ist;
Fig. 4B eine geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung
gemäß Fig. 4A;
Fig. 4C eine Querschnittsseitenansicht der Vorrichtung
gemäß Fig. 4A;
Fig. 5 einen Querschnitt längs Linie B-B in Fig. 1;
Fig. 6A die Polierwirkung ohne Verwendung eines ent
fern- oder opferbaren Plattengliedes;
Fig. 6B die Polierwirkung unter Verwendung eines auf
gehbaren oder opferbaren Ringgliedes;
Fig. 7A eine perspektivische Ansicht der Poliervorrich
tung zur Darstellung der Wirkung der erfin
dungsgemäßen Poliervorrichtung der Bauart mit
drehbarer Trommel;
Fig. 7B einen Querschnitt der Vorrichtung zur Darstel
lung der Wirkung der erfindungsgemäßen Polier
vorrichtung mit drehbarer Trommel;
Fig. 7C eine perspektivische Ansicht der Polieroberflä
che C zur Darstellung der Wirkung der Polier
vorrichtung mit drehbarer Trommel gemäß der Er
findung;
Fig. 8A die Polierwirkung der Kombination von seitli
chen und ortogonalen Bewegungen der Trommel;
Fig. 8B die Polierwirkung der Kombination von seitli
cher und Drehoszillationsbewegungen der Trom
mel;
Fig. 8C die Polierwirkung der Kombination einer seitli
chen und Verschiebung hinsichtlich der Trommel
drehachse;
Fig. 9A die Polierwirkung der Kombination einer seitli
chen und von Drehbewegungen;
Fig. 9B die Polierwirkung der Kombination einer seitli
chen Polier- und Drehbewegung der Waferoberflä
che während eines Poliervorgangs;
Fig. 9C die Polierwirkung der Kombination einer seitli
chen Polier- und Drehbewegung der Waferoberflä
che während eines Poliervorgangs;
Fig. 10A den Effekt der Kontaktlänge L der Kontaktzone
nahe der Trommel des Polierobjektes;
Fig. 10B den Effekt der Position X der Kontaktzone der
Kontaktlänge L;
Fig. 11 den Betrieb des Steuerabschnitts zur Kompensa
tion der Effekte der Änderung der Kontaktlänge
L;
Fig. 12 eine partielle Querschnittansicht einer konven
tionellen Poliervorrichtung.
Im folgenden seien bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Gleiche oder
äquivalente Teile sind in den verschiedenen Zeichnungen
mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht und Fig. 2 ist eine Vorder
ansicht der erfindungsgemäßen Poliervorrichtung.
Diese Poliervorrichtung ist mit einer sich drehenden
Trommel 3 ausgestattet, an deren Außenumfangsoberfläche
ein Polierkissen oder Polierbelag 16 angebracht, um eine
feine Teilchen enthaltende Polierlösung zurückzuhalten.
Die Trommel 3 ist an ihrer Achse mit Lagern 4, 5 inner
halb eines Trommelkopfes 2 gelagert und wird mit einem
Trommelmotor 6 angetrieben. Der Trommelkopf 2 ist an der
Basis 13 mittels einer Säule oder eines Ständers 1 befe
stigt. Ein Halbleiterwafer 9, das Polierobjekt, wird an
einer Oberseite eines Sitzgliedes 8 durch Vakuumsaugwir
kung gehalten. Das Sitzglied ist an einem Y-Tisch befe
stigt, und zwar durch eine Folgervorrichtung 10. Unter
Bezugnahme auf Fig. 2 sei bemerkt, daß der Y-Tisch eine
Vorrichtung ist, welche die Oszillation des Halbleiterwa
fers ermöglicht, der das Polierobjekt 9 ist und zwar
seitlich in der Y-Richtung (zusammenfallend mit der
Trommelachse). Ein X-Tisch 12, der an der Basis 13 befe
stigt ist, ist eine Vorrichtung zur Ermöglichung der Be
wegung des Polierobjektes 9 in der X-Richtung (orthogonal
zur Trommelachse) über die gesamte Längenabmessung des
Polierobjektes 9 hinweg. Die Basis 13 ist fest an dem
Fußboden oder Boden der Anlage befestigt, und zwar durch
eine Nivelliervorrichtung 14. Die Nivelliervorrichtung 14
ist eine Vorrichtung zur Einstellung der Niveauorientie
rung der Polieroberfläche des Halbleiterwafers 9. Eine
Polierlösung Q, die feine Teilchen enthält, wird über ei
ne Versorgungsdüse 15 an die Oberfläche des Polierkissens
16 geliefert, welches an der Außenumfangsoberfläche 3 der
Trommel angebracht ist. Der Poliervorgang wird an der
Kontaktzwischenfläche oder dem Kontaktinterface bewirkt,
und zwar zwischen dem Halbleiterwafer und der Umdrehungs
wirkung des Polierkissens 16, welches die feinen Teilchen
enthaltende Polierlösung enthält.
Fig. 3 ist ein Schnitt A-A in Fig. 2 und Fig. 4A ist eine
Ansicht in Richtung des Pfeiles C in Fig. 2 während Fig.
5 ein Querschnitt ist längs Linie B-B in Fig. 1. Die
Fig. 4B und 4C zeigen Querschnittsansichten des Mittel
schnitts gemäß Fig. 4A.
Wie in den Fig. 4A und 5 gezeigt, ist die Poliervor
richtung mit einem Verbrauchs- oder Opferglieds 16 ausge
stattet, welches in der Form eines Rings vorgesehen und
zwar in diesem Falle zur Verhinderung der Umfangsver
schlechterung des Polierobjektes.
Wenn ein rundes Objekt wie beispielsweise ein Halbleiter
wafer 9 unter Verwendung der Poliervorrichtung der Trom
melbauart poliert wird, so trifft das Polierkissen 16 bei
der Bewegung von außen nach innen in Richtung des Wafers
9 auf eine Stufe auf, die durch die Dicke des Wafers 9 an
der Umfangszone oder Region des Wafers 9 gebildet ist.
Die Umfangsverschlechterung an der Umfangszone des Poli
erobjektes wird dadurch bewirkt, daß eine örtliche Druck-
oder Kompressionsbeanspruchung auf das Polierkissen 16
wirkt, und zwar ausgeübt durch einen Kantenabschnitt des
Wafers 9, was ein abnormales Verhalten insofern zur Folge
hat, als ein Herausquetschen der Polierlösung und der
normalerweise innerhalb des Polierkissens 16 enthaltenen
feinen Teilchen zur Folge hat und/oder auch Änderungen in
den Oberflächeneigenschaften des Polierkissens 16. Diese
abnormalen Zustände oder Bedingungen führen zu einer
Nichtgleichförmigkeit bei dem Poliervorgang des Polier
kissens 16 und bewirken einen örtlichen Abrieb der oberen
Kante des Wafers 9 mit der Folge, daß eine Nichtflachheit
nahe der oberen Kante erzeugt wird, d. h. eine sogenannte
umfangsmäßige Verschlechterung.
Der Verbrauchs- oder Opferring 18 ist am Außenumfang des
Polierobjekts 9 vorgesehen, und zwar angeordnet auf dem
Sitzglied 8 derart, daß deren Höhe im wesentlichen die
gleiche ist oder etwas geringer als die Höhe des Polier
objektes. Der Verbrauchsring 18 besteht aus einem harten
Material wie beispielsweise Feinkeramikmaterialien, einem
Glaskohlenstoff oder rostfreiem Stahl. Wenn der Wafer 9
poliert wird, so ist der Verbrauchsring 18 in ähnlicher
Weise einer Kompressionsbeanspruchung vom Polierkissen 16
ausgesetzt und die Oberfläche des Verbrauchsring 18 ist
der örtlichen Polierwirkung wie oben unterworfen, was zu
einem örtlichen Abrieb des Verbrauchsrings 18 führt, aber
zur einer Bewahrung des Profils des Eckabschnitts des Wa
fers 9. Dieses ist eine Lösung des Problems der übermäßi
gen örtlichen Entfernung von Material von dem Außenum
fangsbereich oder der Außenumfangszone des Wafers 9. Um
einen nachteiligen Effekt auf den Verbrauchsring 18 zu
verhindern, ist es erwünscht, die Abmessung des Ver
brauchsrings derart auszuwählen, daß es sich über die ge
samte Bewegungskapazität 16A des Polierkissens 16 gemäß
Fig. 4A erstreckt.
Unterschiedliche Anordnungen des Verbrauchsrings 18 sind
möglich. Beispielsweise zeigt Fig. 4B einen Fall der An
bringung des Verbrauchsrings 18 und des Wafers 9 beide
auf der gleichen Ebene auf dem Sitzglied 8. Wenn der Ver
brauchsring 18 aus einem Material geringer Festigkeit
hergestellt ist und die Gefahr des Bruchs existiert, so
kann ein Verstärkungsglied 63 hergestellt aus einem Mate
rial wie beispielsweise Kunststoff unterhalb des Ver
brauchsrings 18 angeordnet werden, wie dies in Fig. 4C
dargestellt ist.
Wie in den Querschnittsansichten der Fig. 4B und 4C
gezeigt, ist ein elastisches Glied 62 von ungefähr 0,6 mm
Dicke hergestellt aus Gummi oder einem Stütz- oder Trag
film bzw. einer Stütz- oder Tragschicht vorgesehen zwi
schen dem Sitzglied 8 und sowohl dem Wafer 9 als auch dem
Verbrauchsring 18 (oder dem Verstärkungsglied 63). Die
Dicke des Wafers 9 selbst ist über mehrere Zehnerbeträge
von Mikrometern hinweg variabel und es ist unmöglich, daß
Höhenniveau der Polieroberfläche des Verbrauchsrings 18
des Wafers 9 anzupassen. Die durch solche kleinen Diffe
renzen bei den Höhenabmessungen des Verbrauchsrings und
des Wafers geschaffene Stufenhöhe reicht aus, um das
Polierkissen nachteilig dann zu beeinflussen, wenn der
Ring und das Wafer direkt auf das Sitzglied 8 angeordnet
werden, so daß eine flache Oberfläche nicht erhalten wer
den kann. Dies ist insbesondere dann so, wenn der An
preßdruck während des Polierens erhöht wird, um die Pro
duktivität zu erhöhen.
Durch Einsetzen eines elastischen Gliedes 62 zwischen dem
Objekt und dem Verbrauchsglied kann die Stufenwirkung er
zeugt durch die Höhendifferenz beträchtlich verringert
werden, um so die durch das Polieren erreichbare Flach
heit zu verbessern.
Fig. 6A veranschaulicht wie die Umfangsverschlechterung
bewirkt wird, wenn der Poliervorgang ohne Verbrauchsring
ausgeführt wird. Der Umfangsabschnitt A des Wafers 9 er
fährt örtliche Kompressionsbeanspruchung beim Zusammen
treffen mit den Polierkissen 16. Fig. 6B zeigt den Fall
unter Verwendung eines Verbrauchsglieds 18, welches in
diesem Fall ein ringförmiges Glied ist und den Außenum
fang des Wafers 9 umgibt. In dieser Anordnung haben die
Polieroberfläche 18A des Verbrauchsglieds 18 und die
Polieroberfläche 9A des Wafers 9 ungefähr die gleiche Hö
he. Die Kompressions- oder Druckbelastung der Trommel 3
wird annähernd gleichmäßig über die Polieroberflächen
9A,18A verteilt, um eine Beanspruchungs- oder Stresskon
zentration an dem Polierkissen 16 zu vermeiden.
Der Wafer 9 wird auf dem Sitzglied 8 bzw. von diesem weg
mittels eines Vakuum- bzw. Druckrohrs 17 gemäß Fig. 5 ge
halten und zwar wird der Wafer 9 während des Polierens
durch Saugvakuum gehalten und wenn der Poliervorgang
vollendet ist, wird der Wafer unter Verwendung von Druck-
oder Zwangsluft demontiert. Bei der Demontage des Wafers
9 wird ein Hinaufstoßring 41, der an dem Wafer Hinauf
stoßstift 40 befestigt ist, mittels eines pneumatischen
Zylinders 42 betätigt, um den Wafer zu demontieren, der
engpaßend in dem Sitzglied 8 gehalten ist.
Das Sitzglied 8 ist frei drehbar durch eine Drehverbin
dung 43, um so den Wafer 9 um seine Achse mittels eines
(nicht gezeigten) Drehantriebs zu drehen.
Die Poliervorrichtung ist mit zwei Arten von Folgervor
richtungen ausgestattet, um zu gestatten, daß der Wafer
gegen das Kontaktinterface oder die Zwischenfläche ge
drückt wird, und zwar zwischen Wafer und der sich drehen
den Trommel. Die erste Folgervorrichtung ist in Fig. 5
gezeigt und weist ein stangenförmiges Tragglied 20, wel
ches das Sitzglied 8 von unten trägt, und zwar ist die
Anordnung derart vorgesehen, daß es senkrecht zur Trom
melachse und parallel zur Oberfläche des Sitzgliedes ver
läuft. Die Folgervorrichtung 20 arbeitet, wenn die Paral
lelität zwischen der Trommelachse und dem Wafer 9 aus ir
gendeinem Grunde während des Polieren gestört ist, und
basiert auf der Selbstnivellierungswirkung des stangen
förmigen Traggliedes 20, welches sich etwas verdreht, um
eine erneute Ausrichtung des Wafers 9 parallel zur Trom
melachse vorzunehmen, um so einen ausgeglichenen Anpress
druck am Wafer 9 zu erreichen. Daher ist die Polierober
fläche des Wafers 9 über die gesamte Kontaktinterface mit
der Trommel einem ausgeglichenen Anpreßdruck bezüglich
der umlaufenden Trommel ausgesetzt, wodurch ein wichtiger
Faktor vorgesehen wird hinsichtlich des Erhalts einer
gleichförmigen flachen Spiegelpolitur auf der polierten
Oberfläche. Das Komponentenglied 44 wird dazu verwendet,
um das Entweichen des Traggliedes 20 zu verhindern.
Eine zweite Folgervorrichtung weist eine Membran 22 auf,
an der der Bodenabschnitt des Anhebesitzes 21 befestigt
ist und ein Luftkissen zum Tragen der Membran. Der Anhebe
sitz 21 ist frei in Vertikalrichtung bewegbar und zwar
entlang der Führungsstangen 25. Die Bodenoberfläche des
Anhebesitzes ist an der Membran 22 durch einen Verbin
dungsteil 26 befestigt. Der Bodenraum 23 der Membran 22
bildet ein Luftkissen, wobei Druckluft von einem Luftrohr
24 geliefert wird. Das Luftkissen sieht einen gleichför
migen Druck über die gesamte Fläche der Membran 22 durch
den Anhebesitz 21 vor, um so einen gleichmäßigen Druck an
die Kontaktinterface zwischen der Trommel 3 und dem Wafer
9 anzulegen. Dies ist ein weiterer wichtiger Faktor beim
Vorsehen einer ebenen Spiegelpolierung auf dem Wafer 9.
Es sei bemerkt, daß die erste Folgervorrichtung eine Li
nienhalterung oder Stützung vorsieht durch die Achse des
rundgeformten Gliedes, während die zweite Folgervorrich
tung eine Flächenhalterung über die gesamte Fläche der
Membran vorsieht und wobei die Kombination der zwei Vor
richtungen eine signifikant verbesserte gleichförmige An
pressung oder Andrückung an das polierte Objekt vorsieht.
Der Anheb- oder Elevatorsitz 21 ist in der Lage, sich
mittels eines Luftzylinders (der nicht gezeigt ist) nach
oben und unten zu bewegen. Vertikalbewegungen für die
Zwecke des Austausch der Wafer 9 und dergleichen werden
ausgeführt durch Anheben oder Absenken der Membran 22
durch Einstellung des Luftkissens 23. Größere Bewegungen
zum Zwecke der Wartung und dergleichen werden dadurch
ausgeführt, daß man den Anhebesitz 21 mittels eines (nicht
gezeigten) Luftzylinders anhebt oder absenkt. Die Fig.
7A und 7C veranschaulichen Grundwirkungen der Poliervor
richtung. Wie in den Fig. 7A und 7B gezeigt, wird die
ein Polierkissen 16 besitzende Trommel 3 gegen die Ober
fläche des Wafers 9, der poliert werden soll, gedreht.
Wie in Fig. 7 gezeigt ist die Kontaktzwischenfläche oder
das Kontaktinterface C im wesentlichen ein Linienkontakt.
Das Polieren des gesamten Gebietes der Oberfläche des Wa
fers 9 wird erreicht durch Bewegung des Sitzgliedes 8 mit
dem darauf angeordneten Wafer 9 in X-Richtung gegen die
Trommel 3, deren Achse in Y-Richtung bewegbar ist.
Die Poliervorrichtung mit den erläuterten Merkmalen er
möglicht eine signifikante Reduktion der Gesamtgröße der
Vorrichtung verglichen mit den konventionellen Poliervor
richtungen, von denen eine in Fig. 12 gezeigt ist, da der
Arbeitsraum nur so groß genug sein muß, daß er eine sich
drehende Trommel und einen Sitzbewegungsmechanismus zur
Bewegung des Wafers 9 angeordnet am Sitzglied aufnimmt.
Ferner ermöglicht die erfindungsgemäße Vorrichtung die
Beobachtung der polierten Oberfläche oberhalb des Polier
objektes (auf welche Weise während eines Poliervorgangs
kontinuierlich überprüft bzw. bestätigt werden kann, wel
che Film- oder Schichtstärke entfernt oder verbleibt).
Die Fig. 8A-8C veranschaulichen Betriebsarten des Be
wegungsmechanismus zur Bewegung des Sitzgliedes mit dem
darauf angeordneten Wafer. Wenn die Trommelachse in ihrer
Position festgelegt ist und das Sitzglied nur in einer
Richtung (X-Richtung) bewegt wird, so würden die Zonen
des nicht gleichförmigen Drücke erfahrenen Wafers zu ei
ner ungleichmäßigen Polierung führen, was wellige Polier
muster auf dem Wafer zur Folge hätte. Fig. 8A veranschau
licht einen Fall der Bewegung des Sitzgliedes sowohl in
der seitlichen Richtung (X-Richtung) als auch in der
senkrechten Richtung (Y-Richtung). Bei diesem Ausfüh
rungsbeispiel wird zusätzlich zu einer Oszillationsbewe
gung des X-Tisches 12 in der X-Richtung über die gesamte
Längenabmessung des Wafers 9 der Y-Tisch 11 der Y-Rich
tung mit einer kürzeren Periode oszilliert, wodurch eine
seitliche und eine ortogonale Bewegung vorgesehen wird,
um die Erzeugung von ungleichmäßigen Poliermustern am Wa
fer zu verhindern. Es sei bemerkt, obwohl das Sitzglied
in diesem Ausführungsbeispiel oszilliert wird, es in
gleicher Weise effektiv wäre, die Trommelseite der Vorri
chtung zu bewegen und zwar durch Bewegen des Trommelkop
fes 2 mit der Trommel 3.
Fig. 8B veranschaulicht einen Fall der Oszillationsdre
hung der Drehkomponenten, wie beispielsweise des Wafers
9, angebracht auf dem Sitzglied 8 oder des Verbrauchs
rings 18. Die Drehkomponenten des Sitzglieds 8 sind dreh
bar mittels der Drehverbindung 43 und es ist möglich, ei
ne schnelle Oszillationsdrehbewegung für das Sitzglied 8
vorzusehen. Diese Drehbewegung des Sitzglieds 8 gekuppelt
mit der Bewegung des X-Tisches in der X-Richtung sehen
eine vollständige Polierwirkung über die gesamte Oberflä
che des Wafers 9 hinweg vor, um die Bildung eines wellen
förmigen Poliermusters auf dem Wafer 9 zu verhindern.
Fig. 8C veranschaulicht einen Fall der Veränderung des
relativen Schnittwinkels zwischen der Trommeldrehachse
(Y-Achse) und der seitlichen Bewegungsachse (X-Achse) für
das Sitzglied weg von 90°. In der Zeichnung bezieht sich
die Y-Achse auf eine projizierte Linie der Trommeldreh
achse (Y-Achse) auf der Waferoberfläche. Durch Versetzen
oder stufenförmige Ausbildung der Anordnung der Poliermu
ster erzeugt durch die Trommeldrehung und durch die Wa
ferbewegung ist es möglich, die Erzeugung des ungleichmä
ßigen Poliermusters zu eliminieren.
Die Fig. 9A-9C sehen weitere Beispiele der Relativbe
wegung von Trommel und Wafer vor. Fig. 9A veranschaulicht
einen Fall der Bewegung des Sitzgliedes 8 in der X-Rich
tung und die Drehung der Drehglieder einschließlich des
Wafers 9 und des Verbrauchsrings 18 zur Durchführung des
Poliervorgangs. Obwohl die relative Geschwindigkeit be
züglich der Waferoberfläche konstant während des ganzen
Polierverfahrens bleibt, wird die Richtung des Polierens
des Wafers nicht konstant gehalten und dadurch wird ver
hindert, daß ungleichmäßige Poliermuster erzeugt werden.
Die Fig. 9B und 9C veranschaulichen einen Fall der Be
wegung des Sitzgliedes nur in der X-Richtung und der Än
derung der Orientierung des Wafers mittig im Polierver
fahren um das Entstehen eines ungleichmäßigen Poliervor
gangs zu verhindern. Im einzelnen gilt folgendes: die in
Fig. 5 gezeigt Vorrichtung wird zum Polieren eines Wafers
verwendet und zwar zur Bewegung des Sitzgliedes 8 zuerst
nur in der X-Richtung, d. h. in der Richtung senkrecht zu
der Orientierungsebene (OF in Fig. 9B) für eine gegebene
Zeitdauer. Danach wird das Wafer 9 von der Trommel 3 au
ßer Eingriff gebracht und die Bewegung des Sitzgliedes 8
wird gestoppt. Die Drehkomponenten einschließlich des Wa
fers 9 und des Verbrauchsrings 18 werden um 90° gedreht
und das Sitzglied wird wiederum in Sitzrichtung oszil
liert oder in Schwingungen versetzt, um eine Polierung in
der Richtung parallel zu der OF-Markierung vorzusehen.
Fig. 9B zeigt die Position des Wafers vor dem Ausführen
der Drehung und Fig. 9C zeigt das Gleiche nach dem Aus
führen der Drehung. Der Drehwinkel braucht nicht auf 90°
begrenzt sein, solange der Winkel nicht auf oder nahe 0
oder 180° liegt. Der Schritt der Orientierungsänderung
des Wafers während des Polierens kann nicht nur einmal,
sondern vielmals ausgeführt werden, beispielsweise zwei
mal oder öfters je nach Notwendigkeit.
Zu diesem Zeitpunkt nun wird die Leistungsfähigkeit der
Poliervorrichtung und die Menge des entfernten Materials
durch den Poliervorgang überprüft. Im allgemeinen ist die
durch den Poliervorgang entfernte Materialmenge G abhän
gig vom Druck P, der an der Zwischenschicht oder Grenz
fläche bzw. Interface zwischen Trommel und Polierobjekt
existiert, ferner steht eine Abhängigkeit von der relati
ven Geschwindigkeit (oder der Umdrehungsgeschwindigkeit
bzw. Drehzahl der Trommel) V und zwar zwischen dem Poli
erkissen und dem Polierobjekt, sowie von der Polierzeit
T. Diese Parameter stehen über die folgende Gleichung
miteinander in Beziehung:
G=αPVT, dabei ist α eine Proportionalitätskonstante.
Bei der Poliervorrichtung der Trommelbauart wird der
Poliervorgang mit einer annähernd Linienkontaktinterface
ausgeführt zwischen dem Polierkissen und angeordnet an
der Trommel und dem Polierobjekt - wenn daher die Polier
vorrichtung ein Objekt mit runder Form, wie beispielswei
se ein Halbleiterwafer poliert, so ändert sich die Länge
L des Interface oder der Zwischenschicht bei der Bewegung
der Trommel über die Waferoberfläche hinweg. Wenn daher
die Andruckkraft konstant gehalten wird, so ändert sich
die Interfacekontaktfläche und der Druck P ausgeübt auf
das Wafer ändert sich, was zur Folge hat, daß unter
schiedliche Poliergeschwindigkeiten in unterschiedlichen
Waferregionen vorhanden sind.
Dies hat eine ungleichmäßige Polierwirkung über die Ober
fläche des Wafers hinweg zur Folge.
Im einzelnen kann man folgendes sagen: Die Interfacekon
taktlänge L ist lang im Mittelbereich des Wafers, wird
aber kürzer nahe dem Umfangsbereich des Wafers. Wenn da
her die Andruckkraft konstant gehalten wird, so wird der
Anpreßdruck P in dem Umfangsbereich groß, was ein hohes
G zur Folge hat, und zwar hinsichtlich der entfernten Ma
terialmenge verglichen mit der im Zentralbereich des Wa
fers entfernten Materialmenge.
Um diesen Effekt entgegenzuwirken, ist es notwendig, die
Änderungen des Anpreßdrucks P oder die Trommelumlaufge
schwindigkeit oder die relative Geschwindigkeit V zwi
schen Trommel und Objekt eingeführt durch die Änderungen
der Interfacekontaktlänge L zu kompensieren. Wie in Fig.
10A gezeigt, ist die Interfacekontaktlänge L für einen
Wafer mit dem Radius R durch das Dreieckstheorem wie
folgt gegeben:
L = 2(R²-X²)1/2
dabei wird X aus der Bewegungsgröße des X-Tisches 12 er
halten. Die Beziehung zwischen der Interfacekontaktlänge
L und X ist in Fig. 10B gezeigt.
Die Andruckkraft S wird durch die folgende Gleichung ge
geben:
P = βS/L = (βS/(R²-X²)1/2
dabei ist β eine Proportionalitätskonstante und daher
gilt
S = γL
dabei ist γ (Gamma) eine weitere Proportionalitätskon
stante. Es folgt somit, daß durch Steuern der Andruckskr
aft S, um obiger Gleichung zu genügen, der Anpreßdruck P
über die gesamte Oberfläche des Wafers hinweg, unabhängig
von dem Interfacekontakt L gemacht werden kann, wodurch
eine gleichförmige Polierwirkung über die gesamte Ober
fläche des Wafers hinweg erzeugt werden kann.
Es kann erfindungsgemäß ein Rückkopplungssteuersystem wie
in Fig. 11 gezeigt, vorgesehen werden, um eine variable
Andruckkraft S zu erzeugen. Die Bewegungsgröße des X-Ti
sches 12 wird in eine Steuervorrichtung 51 eingegeben, um
die Interfacekontaktlänge L zu berechnen, so daß die in
den Bodenraum 23 der Membran 22 eingespeiste Druckluft in
geeigneter Weise reguliert wird und zwar durch eine Regu
liervorrichtung 50, um der folgenden Gleichung Genüge zu
tun:
S = δL = 2δ(R²-X²)1/2
und dabei ist δ (Delta) die endgültige oder finale Pro
portionalkonstante. Durch Einstellen der Druckkraft S, um
obiger Gleichung zu genügen, wird ein konstanter Anpres
sdruck P erzeugt, um eine gleichförmige Polierwirkung zu
bewirken, und zwar unabhängig von der Interfacekontakt
länge L.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit oder Drehzahl V der Trommel
3 kann dadurch gesteuert werden, das man eine Steuervor
richtung 51 vorsieht und zwar mit einem geeigneten Signal
zum Antrieb des Trommelantriebsmotors 53. Daher kann wäh
rend man die Andrückkraft konstant hält, die Umdrehungs
geschwindigkeit V der Trommel gemäß der folgenden Glei
chung verändert werden, um eine gleichförmige Polierung
zu erzeugen:
V = δL = 2δ(R²-X²)1/2
Im Hinblick auf die vorstehenden Gleichungen G=αPVT und
P=βS/L ist es klar, daß unabhängig von der Interfacekon
taktlänge L eine konstante Materialentfernungsmenge er
reicht werden kann. In Fig. 11 kann diese Arbeitsweise
durch die Steuervorrichtung 51 ausgeführt werden, und
zwar durch Rückkopplungssteuerung eines Motors 53.
Es ist auch möglich, die Geschwindigkeit der Bewegung des
X-Tisches 12 über die Interfacekontaktlänge L des Wafers
9 durch Rückkopplungssteuerung des X-Tischantriebsmotors
55 gemäß Fig. 11 zu steuern. Ein Beispiel kann die Steue
rung der Bewegungsgeschwindigkeit des X-Tisches 12 sein
und umgekehrt proportional zu L, um eine gleichförmige
Polierwirkung über die gesamte Oberfläche des Wafers hin
weg zu erreichen.
Abhängig von dem zu polierenden Material gibt es Fälle,
wo die optimale Poliergeschwindigkeit nicht proportional
zur Interfacekontaktlänge L ist, obwohl der Anpreßdruck
konstant gehalten wird. Wenn beispielsweise festgestellt
wird, daß die optimale Poliergeschwindigkeit umgekehrt
proportional zu der Interfacekontaktlänge L ist, dann ist
es im Gegensatz zum vorherigen Fall notwendig, die Umdre
hungsgeschwindigkeit V der Trommel umgekehrt mit L einzu
stellen, um eine gleichförmige Polierwirkung über die ge
samte Oberfläche des Wafers hinweg zu erhalten.
Im oben angegebenen Ausführungsbeispiel war ferner die
Position der Trommel 3 fest und die Waferbewegung wurde
erreicht durch Bewegung der Sitzseite der Vorrichtung
(Sitzglied 8 mit darauf angebrachtem Polierobjekt). Es
ist jedoch klar, daß das gleiche Ziel des Erhalts eines
gleichförmigen Poliervorgangs auf dem Wafer dadurch er
reicht werden kann, daß man die Trommelseite der Vorrich
tung bewegt, während man die Sitzseite der Vorrichtung
festlegt. In ähnlicher Weise ist es auch zulässig, die
Folgervorrichtungen auf der Trommelseite der Vorrichtung
vorzusehen. Es ist klar, daß viele Variationen und Modi
fikationen durch Kombination verschiedener, offenbarter
Merkmale möglich sind, und zwar im Rahmen der Erfindung,
daß nämlich das ungleichmäßige Polieren eines Polierob
jektes verhindert werden kann durch die geeignete Auswahl
von Betriebsparametern einer Poliervorrichtung der Bauart
mit Linienkontakt.
Zusammenfassend kann man sagen, daß die erfindungsgemäße
Poliervorrichtung folgende Merkmale aufweist. Die Vorri
chtung ist von kompakterer und leichtgewichtiger Kon
struktion verglichen mit konventionellen Poliervorrich
tungen der Scheibenbauart, wobei der Vorteil erhalten
bleibt, daß die Oberfläche des Objektes während des Po
lierens beobachtet werden kann. Die umfangsmäßige Ver
schlechterung wird verhindert und zwar durch Vorsehen ei
nes Verbrauchsgliedes, um das Objekt herum, und so einen
gleichförmigen Anpreßdruck vorzusehen, was ein poliertes
Objekt mit außerordentlich hoher Qualität zur Folge hat.
Das inhärente Problem der Veränderung der Interfacekon
taktlänge beim Polieren eines kreisförmigen Objektes, wie
beispielsweise eines Wafers wird gelöst durch die inte
grierte Steuerung der Poliervariabel in konsistenter
Weise mit den physikalischen und mechanischen Eigenschaf
ten des Polierobjektes.
Zusammenfassend sieht die Erfindung folgendes vor:
Eine Poliervorrichtung der Trommelbauart ist vorgesehen zur Erzeugung einer flachen Spiegelpolierung auf Objek ten, wie beispielsweise Halbleiterwafers. Die Vorrichtung besitzt drei Freiheitsgrade der Bewegung des Trommel glieds bezüglich des Wafers. Die Relativbewegungen können sukzessiv oder gleichzeitig ausgeführt werden und zwar unter rechten Winkeln zur Trommelachse, parallel zur Oberfläche des Wafers und auch mit irgendwelchen ge wünschten Winkelorientierungen. Kombiniert mit einer Fol gervorrichtung zum Vorsehen automatischer Kompensation hinsichtlich einer Ungleichheit des Anpreßdrucks während des Waferpoliervorgangs, bietet die Poliervorrichtung der Erfindung eine hervorragende Gleichförmigkeit der Polier qualität und eine hohe Produktivität selbst für Wafer mit großem Durchmesser, wobei nur ein verhältnismäßig be scheidenes Investment hinsichtlich Ausrüstung und Anla genraum erforderlich ist.
Eine Poliervorrichtung der Trommelbauart ist vorgesehen zur Erzeugung einer flachen Spiegelpolierung auf Objek ten, wie beispielsweise Halbleiterwafers. Die Vorrichtung besitzt drei Freiheitsgrade der Bewegung des Trommel glieds bezüglich des Wafers. Die Relativbewegungen können sukzessiv oder gleichzeitig ausgeführt werden und zwar unter rechten Winkeln zur Trommelachse, parallel zur Oberfläche des Wafers und auch mit irgendwelchen ge wünschten Winkelorientierungen. Kombiniert mit einer Fol gervorrichtung zum Vorsehen automatischer Kompensation hinsichtlich einer Ungleichheit des Anpreßdrucks während des Waferpoliervorgangs, bietet die Poliervorrichtung der Erfindung eine hervorragende Gleichförmigkeit der Polier qualität und eine hohe Produktivität selbst für Wafer mit großem Durchmesser, wobei nur ein verhältnismäßig be scheidenes Investment hinsichtlich Ausrüstung und Anla genraum erforderlich ist.
Claims (8)
1. Poliervorrichtung zum Vorsehen einer gleichförmigen
Spiegelpolitur auf einem Polierobjekt (9), wobei fol
gendes vorgesehen ist:
eine sich drehende Trommel (3) mit einem Polierkissen (16), angebracht auf einer Außenumfangsoberfläche der Trommel;
ein Sitzglied (8) auf dessen Oberseite das Polierob jekt (9) angeordnet ist;
Andruckmittel zum Andrücken der Trommel gegen eine zu polierende Oberfläche des Polierobjektes;
Drehmittel zum Drehen der Trommel;
Bewegungsmittel für die Bewegung der Trommel bzw. das Sitzgliedes, um so zu ermöglichen, daß die Trommel eine gesamte Oberfläche der zu polierenden Oberfläche kontaktiert;
Liefermittel zum Liefern einer Polierlösung, die feine Teilchen enthält an das Polierkissen, um so ei ne Polierwirkung zu erreichen, unter Verwendung der in dem Polierkissen zurückgehaltenen Polierlösung;
wobei die Bewegungsmittel relative Bewegungen des Polierobjektes bezüglich der Trommel erzeugen und zwar sukzessiv oder gleichzeitig und zwar ferner in einer Richtung ortogonal oder senkrecht zu einer Trommelachse und einer Richtung parallel zu der Ober fläche, die poliert werden soll, wie auch mit ausge wählten Orientierungsrichtungen.
eine sich drehende Trommel (3) mit einem Polierkissen (16), angebracht auf einer Außenumfangsoberfläche der Trommel;
ein Sitzglied (8) auf dessen Oberseite das Polierob jekt (9) angeordnet ist;
Andruckmittel zum Andrücken der Trommel gegen eine zu polierende Oberfläche des Polierobjektes;
Drehmittel zum Drehen der Trommel;
Bewegungsmittel für die Bewegung der Trommel bzw. das Sitzgliedes, um so zu ermöglichen, daß die Trommel eine gesamte Oberfläche der zu polierenden Oberfläche kontaktiert;
Liefermittel zum Liefern einer Polierlösung, die feine Teilchen enthält an das Polierkissen, um so ei ne Polierwirkung zu erreichen, unter Verwendung der in dem Polierkissen zurückgehaltenen Polierlösung;
wobei die Bewegungsmittel relative Bewegungen des Polierobjektes bezüglich der Trommel erzeugen und zwar sukzessiv oder gleichzeitig und zwar ferner in einer Richtung ortogonal oder senkrecht zu einer Trommelachse und einer Richtung parallel zu der Ober fläche, die poliert werden soll, wie auch mit ausge wählten Orientierungsrichtungen.
2. Poliervorrichtung nach Anspruch 1, wobei ein Ver
brauchsglied (18) an einem Außenumfang des Polierob
jektes angeordnet ist, so daß eine Polieroberfläche
des Verbrauchsglieds (18) im wesentlichen koplanar
ist mit der zu polierenden Oberfläche des Polierob
jektes (9).
3. Poliervorrichtung nach Anspruch 2, wobei ein elasti
sches Tragglied angeordnet ist zwischen dem Ver
brauchsglied und dem Sitzglied.
4. Poliervorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei
Folgermittel vorgesehen sind und zwar unterhalb des
Sitzgliedes, wobei die Folgermittel folgendes aufwei
sen: ein stangenförmiges Tragglied zum Tragen des
Sitzgliedes derart, daß die Achse des Traggliedes
senkrecht angeordnet ist zur Trommelachse und paral
lel zu der Oberseite des Sitzgliedes, um eine Folger
wirkung zu erzeugen und zwar in einer Interfacekon
taktzone zwischen der zu polierenden Oberfläche und
einer Kontaktoberfläche des Polierkissens, um einen
ausgeglichenen Anpreßdruck über die Interfacekon
taktzone hinweg vorzusehen.
5. Poliervorrichtung nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 1, wobei
die Andrückmittel ein Membranglied aufweisen und zwar
befestigt an dem Sitzglied oder an der Trommel, wobei
ferner pneumatische Kissenmittel vorgesehen sind zum
Vorsehen eines gleichförmigen Drucks an dem Membran
glied, um so eine Folgewirkung zu erzeugen in einer
Interfacekontaktzone zwischen der Oberfläche, die po
liert werden soll und einer Kontaktoberfläche des
Polierkissens, um einen ausgeglichenen Anpreßdruck
über die Interfacekontaktzone hinweg vorzusehen.
6. Poliervorrichtung nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß Steuermittel vorgesehen
sind derart, daß die Andruckmittel einen Anpreßdruck
vorsehen proportional zu einer Interfacekontaktlänge
von einer im wesentlichen Linienkontaktzone zwischen
dem Polierkissen und der zu polierenden Oberfläche.
7. Poliervorrichtung nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die Steuermittel vorgesehen
sind zur Steuerung der Umdrehungszahlen der Trommel,
um so eine konstante Poliergeschwindigkeit vorzuse
hen, obwohl eine Interfacekontaktlänge einer im we
sentlichen Linienkontakt vorsehenden Kontaktzone zwi
schen dem Polierkissen und der zu polierenden Ober
fläche Veränderungen zeigen kann.
8. Poliervorrichtung nach einem oder mehreren der vor
hergehenden Ansprüche, insbesondere Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß die relative Bewegungsge
schwindigkeit zwischen der Trommel und dem Polierob
jekt gesteuert wird, um sich umgekehrt proportional
zu verändern und zwar zu einer Interfacekontaktlänge
von einer im wesentlichen Linienkontaktzone zwischen
den Polierkissen und der zu polierenden Oberfläche.
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