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Hintergrund
der Erfindung
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Gebiet der Erfindung:
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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Poliervorrichtung zum Polieren eines Werkstücks, wie
beispielsweise eines Halbleiterwafers auf ein flaches Spiegelfinish
und insbesondere auf eine Poliervorrichtung mit einem Werkstückträger, d.
h. einem oberen Ring bzw. Topring, der verkippbar ist, um einer
Welligkeit oder Oberflächenunregelmäßigkeiten
einer Polieroberfläche
auf einem Drehtisch zu folgen.
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Beschreibung der verwandten
Technik:
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Der rasche Fortschritt in der Halbleiterbauelementeintegration
erfordert immer kleinere Verdrahtungsmuster oder Zwischenverbindungen
und auch engere Abstände
zwischen Verbindungen, welche aktive Bereiche verbinden. Ein Prozess
der verfügbar ist
für die
Ausbildung solcher Zwischenverbindungen ist die Photolithographie.
Obwohl der photolithographische Prozess Zwischenverbindungen ausbilden kann,
die höchstens
0,5 μm breit
sind, erfordert er, dass die Oberflächen, auf denen Musterabbilder durch
einen Stepper fokussiert werden so flach wie möglich sind, da die Tiefenschärfe des
optischen Systems relativ klein ist. Herkömmlicherweise wurden als Vorrichtungen
zum Planarisieren von Halbleiterwafern selbstplanarisierende CVD-Vorrichtungen, Ätzvorrichtungen
oder ähnliche
verwendet, diese Vorrichtungen planarisieren die Halbleiterwafer
jedoch nicht vollständig.
In letzter Zeit wurden Versuche unternommen, eine Poliervorrichtung
zum Planarisieren von Halbleitennrafern auf ein flacheres Finish
zu verwenden, und zwar mit vergrößerter Einfachheit
hinsichtlich den herkömmlichen
Planarisierungsvorrichtungen.
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Üblicherweise
besitzt eine Poliervorrichtung einen Drehtisch und einen oberen
Ring bzw. Topring, die sich jeweils mit individuellen Geschwindigkeiten drehen: Ein
Poliertuch ist auf der Oberseite des Drehtischs angebracht. Ein
zu polierender Halbleiterwafer wird auf dem Poliertuch platziert
und zwischen den Topring und dem Drehtisch geklemmt. Eine abreibende
Flüssigkeit,
die abreibende Körner
enthält,
wird auf das Poliertuch geliefert und an dem Poliertuch gehalten.
Während
des Betriebs übt
der Topring einen bestimmten Druck auf den Drehtisch aus und die Oberfläche des
Halbleiterwafers, die gegen das Poliertuch gehalten wird, wird daher
durch eine Kombination einer chemischen Politur und einer mechanischen
Politur auf ein flaches Spiegelfinish poliert, während der Topring und der Drehtisch
gedreht werden. Dieser Prozess wird als chemisch-mechanisches Polieren
bezeichnet.
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Wenn der Halbleiterwafer nicht mit
Kräften gegen
das Poliertuch gedrückt
wird, die über
die gesamte Oberfläche
des Halbleiterwafers gleichförmig sind,
dann neigt der Halbleiterwafer dazu, ungenügend oder übermäßig in lokalen Bereichen poliert
zu werden und zwar in Abhängigkeit
von den angelegten Kräften.
Die folgenden Anordnungen wurden in der Technik vorgeschlagen, um
zu verhindern, dass der Halbleiterwafer mit unregelmäßigen Kräften gegen
das Poliertuch gedrückt
wird.
- 1.) Eine herkömmliche Lösung war das Anlegen eines
elastischen Pads oder Kissens aus Polyurethan oder ähnlichem
an eine Werkstückhalteoberfläche des
Toprings zum Gleichmäßigen bzw.
Homogenisieren einer Druckkraft, die von dem Topring auf den Halbleiterwafer
angelegt wird.
- 2.) Gemäß einer
weiteren Lösung
ist der Topring, d. h. ein Werkstückträger zum Halten eines Halbleiterwafers,
verkippbar bezüglich
der Oberfläche des
Poliertuchs.
- 3.) Ein noch weiterer Versuch lag darin, einen Bereich des Poliertuchs,
der den Halbleiterwafer umgibt, unabhängig von dem Halbleiterwafer
anzudrücken,
um dadurch eine wesentliche Stufe zwischen einem Bereich des Poliertuchs,
das durch den Halbleiterwafer niedergedrückt wird und dem Umgebungsbereich
davon zu eliminieren.
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8 der
Zeichnung zeigt eine herkömmliche
Poliervorrichtung. Wie in 8 gezeigt
ist, weist die herkömmliche
Poliervorrichtung im Allgemeinen Folgendes auf:
einen Drehtisch 5 mit
einem an einer Oberfläche
davon angebrachten Poliertuch 6, einen oberen Ring bzw.
Topring 1 zum Halten eines zu polierenden Halbleiterwafers 4 daran
und zum Drücken
des Halbleiterwafers 4 gegen das Poliertuch 6,
und eine Versorgungsdüse 25 für abreibende
Flüssigkeit
zum Liefern einer abreibenden Flüssigkeit
Q auf das Poliertuch 6. Der Topring 1 ist mit
einer Topringwelle 8 verbunden und besitzt ein elastisches
Kissen bzw. Pad 2 aus Polyurethan oder ähnlichem, das an seine Unterseite
befestigt ist. Der Halbleiterwafer 4 wird durch den Topring 1 in
Kontakt mit dem elastischen Kissen 2 gehalten. Der Topring 1 besitzt
auch einen zylindrischen Haltering 3, der an einer Außenumfangskante davon
vorgesehen ist, um zu verhindern, dass sich der Halbleiterwafer 4 von
der Unterseite des Toprings 1 löst. Der Haltering 3 besitzt
ein unteres Ende, das von der Unterseite des Toprings 1 nach
unten vorragt, um den Halbleiterwafer 4 an dem elastischen Kissen 2 zu
halten, und zwar gegen ein Lösen
von dem Topring 1 unter einem Reibungseingriff mit dem Poliertuch 6 während eines
Poliervorgangs.
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Während
des Betriebs wird der Halbleiterwafer 4 gegen die Unterseite
des elastischen Kissens 2 gehalten, das an der Unterseite
des Toprings 1 befestigt ist. Der Halbleiterwafer 4 wird
dann gegen das Poliertuch 6 auf dem Drehtisch 5 gedrückt und
zwar durch den Topring 1 und der Drehtisch 5 und
der Topring 1 werden unabhängig voneinander gedreht, um das
Poliertuch 6 und den Halbleiterwafer 4 relativ
zueinander zu bewegen, wodurch der Halbleiterwafer 4 poliert
wird. Die abreibende Flüssigkeit
Q weist eine Alkalilösung
auf, die abrasive Körner
enthält,
beispielsweise von feinen Partikeln, die darin suspergiert sind.
Der Halbleiterwafer 4 wird durch eine zusammengesetzte
Wirkung poliert, die eine chemische Polierwirkung der Alkalilösung und
eine mechanische Polierwirkung der abreibenden Körner aufweist.
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Ein sphärisches Lager 7 ist
gleitbar zwischen der oberen Endoberfläche des Toprings 1 und
einer unteren Endoberfläche
der Topringwelle 8, welche den Topring 1 dreht,
angeordnet. Insbesondere besitzt die untere Endoberfläche der
Topringwelle 8 eine halbkugelförmige Ausnehmung 8a,
die mittig darinnen definiert ist und die obere Endoberfläche des Toprings 1 besitzt
ein halbkugelförmige
Ausnehmung 1b, die mittig darinnen definiert ist. Das sphärische Lager 7 ist
gleitbar in den halbkugelförmigen
Ausnehmungen 8a und 1b aufgenommen. Selbst wenn
die Oberseite des Drehtischs 5 leicht geneigt ist, wird
der Topring 1 bezüglich
der Topringwelle 8 durch das sphärische Lager 7 gekippt.
Die Topringwelle 8 besitzt eine Vielzahl von Drehmomentübertragungsstiften 107,
die sich radial nach außen
erstrecken und in einem Punkt-zu-Punkt-Kontakt mit einer Vielzahl
von entsprechenden Drehmomentübertragungsstiften 108 gehalten
werden, die sich von der oberen Endoberfläche des Toprings 1 nach
oben erstrecken. Daher kann, selbst wenn der Topring 1 gekippt
ist, das Drehmoment verlässlich
von der Topringwelle 8 auf den Topring 1 übertragen
werden durch den Punkt-zu-Punkt-Kontakt zwischen den Drehmomentübertragungsstiften 107 und 108.
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9 der
Zeichnung zeigt eine Poliervorrichtung, die durch den Anmelder der
vorliegenden Anmeldung in der japanischen Patentanmeldung Nr. 7-287976
vorgeschlagen wurde. Wie in 9 dargestellt
ist, wird ein Halbleiterwafer 4 durch einen Topring 1 gehalten
und gegen ein Poliertuch 6 auf einem Drehtisch 5 gedrückt. Der
Halbleiterwafer 4 wird an dem Topring 1 gehalten
durch einen zylindrischen Haltering 3, der um den Topring 1 herum
angeordnet ist und durch Keilnuten 18 mit ihm verbunden
ist. Die Keilnuten 18 erlauben, dass sich der Haltering 3 vertikal
bezüglich
des Toprings 1 bewegt und sich gemeinsam mit dem Topring 1 dreht.
Der Haltering 3 ist drehbar durch ein Lager 19 getragen,
dass durch einen Lagerhalter 20 getragen wird, der betriebsmäßig mit
einer Vielzahl von (z. B. drei) umfangsmäßig beabstandeten Wellen 21 an
einer Vielzahl von (z. B. drei) umfangsmäßig beabstandeten Halteringluftzylindern 22 gekoppelt
ist. Die Halteringluftzylinder 22 sind fest an einem Topringkopf 9 angebracht.
Der Topring 1 besitzt eine Oberseite, die Gleitkontakt
mit einem sphärischen
Lager 7 gehalten wird, das gleitbar an einem unteren Ende
einer Topringwelle 8 getragen wird. Die Topringwelle 8 ist
drehbar getragen durch den Topringkopf 9. Der Topring 1 ist
vertikal bewegbar durch einen Topringluftzylinder 10, der
an dem Topringkopf 9 angebracht ist und betriebsmäßig mit
der Topringwelle 8 verbunden ist.
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Der Topringluftzylinder 10 und
die Halteringluftzylinder 22 sind mit einer Druckluftquelle 24 verbunden,
und zwar jeweils über
Regulatoren R1 und R2. Der Regulator bzw. Regler R1 reguliert den
Luftdruck, der von der Druckluftquelle 24 zu dem Topringluftzylinder 10 geliefert
wird zum Einstellen der Andrückkraft
zum Drücken
des Halbleiterwafers 4 gegen das Poliertuch 6 durch
den Topring 1. Der Regulator bzw. Regler R2 reguliert den
Luftdruck, der von der Druckluftquelle 24 an die Halteringluftzylinder 22 angelegt
wird zum Einstellen der Druckkraft zum Drücken des Halterings 3 gegen
das Poliertuch 6. Durch Einstellung der Andrück- bzw.
Druckkraft des Halterings 3 bezüglich der Drückkraft
des Toprings 1 wird die Verteilung der Polierdrücke kontinuierlich
und gleichförmig
ausgebildet von der Mitte des Halbleiterwafers 4 zu dessen
Umfangskante und ferner zu der äußeren Umfangskante
des Halterings 3, der um den Topring 4 herum angeordnet
ist. Dem gemäß wird verhindert,
dass der Umfangsteil des Halbleiterwafers 4 übermäßig oder
unzureichend poliert wird. Der Halbleitennrafer 4 kann
somit auf eine hohe Qualität und
mit einer hohen Ausbeute poliert werden.
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10 der
Zeichnung illustriert die Zustände des
Halbleiterwafers 4, des Poliertuchs 6 und des elastischen
Kissens 2, während
der Halbleiterwafer 4 durch eine herkömmliche Poliervorrichtung poliert wird.
Wenn nur der Halbleiterwafer 4 gegen das Poliertuch 6 gedrückt wird,
ist der Umfangsteil des Halbleiterwafers 4 an einer Grenzfläche zwischen
einem Kontakt und einem Nichtkontakt mit dem Poliertuch 6 angeordnet
und auch an einer Grenzfläche
zwischen einem Kontakt und einem Nichtkontakt mit dem elastischen
Kissen 2. Daher ist an dem Umfangsteil des Halbleiterwafers 4,
der an dem Halbleiterwafer 4 durch das Poliertuch 6 und
das elastische Kissen 2 angelegte Polierdruck nicht gleichförmig, so
dass der Umfangsteil des Halbleiterwafers 4 dazu neigt
auf ein übermäßiges Maß poliert
zu werden. Infolgedessen wird die Umfangskante des Halbleiterwafers 4 häufig zu
einer runden Kante poliert. Die in 9 gezeigte Poliervorrichtung
ist wirksam, um das übermäßige Polieren
der Umfangskante des Halbleiterwafers 4 zu reduzieren,
da der Haltering 3 gegen das Poliertuch 6 um den
Halbleiterwafer 4 herum gedrückt wird, und zwar unabhängig von
dem Topring 1.
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Ein weiterer vorgeschlagener Haltering
weist ein ringförmiges
Gewicht auf, das vertikal bewegbar um den Topring herum angeordnet
ist, um das Poliertuch durch sein eigenes Gewicht zu drücken bzw. nieder
zu drücken.
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Bei der herkömmlichen Poliervorrichtung und
auch bei der Poliervorrichtung, die in 9 gezeigt ist, welche in der japanischen
Patentanmeldung Nr. 7-287976 vorgeschlagen wurde, ist der Topring verkippbar,
um die zu polierende Oberfläche
des Halbleiterwafers parallel zu dem Poliertuch zu halten, und zwar
selbst dann, wenn das Poliertuch eine Welligkeit oder andere Oberflächen Unregelmäßigkeiten aufweist.
Der Topring ist kippbar ausgebildet, durch ein sphärisches
Aufnahme- bzw. Karlottenlager
oder eine Kugel, die gleitbar zwischen dem Topring und der Topringwelle
angeordnet ist. Ein Problem des kippbaren Toprings liegt darin,
dass der Topring übermäßig gekippt
werden kann in Folge einer glatten Gleitbewegung und nicht parallel
zu dem Poliertuch 6 gehalten werden kann. Mit anderen Worten
kann der verkippbare Topring nicht stabil in seiner gewünschten
Position bezüglich
des Poliertuchs gehalten werden.
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Das obige Problem wird nachfolgend
im Detail unter Bezugnahme auf 11 der
Zeichnung beschrieben. In 11 wird
der Topring 1 gegen das Poliertuch 6 mit einer
Druckkraft F1 gedrückt und der Haltering 3 wird
im Wesentlichen parallel nach unten gegen eine Oberseite 6a des
Poliertuchs 6 gedrückt und
zwar mit einer Druckkraft F2 durch die Halteringluftzylinder 22.
Der Topring 1, der innerhalb des Halterings 3 angeordnet
ist, ist bezüglich
des Poliertuchs 6 durch das sphärische Lager 7 kippbar,
das gleitbar zwischen der Topringwelle 8 und dem Topring 1 angeordnet
ist. Wenn der durch den Topring 1 gehaltene Halbleiterwafer 4 poliert
wird, neigt der Topring dazu, verkippt zu werden in Folge von Reibungskräften zwischen
der Unterseite des Halbleiterwafers 4 und der Oberseite 6a des
Poliertuchs 6. Wenn der Topring übermäßig aus einer parallelen Beziehung
zu dem Poliertuch 6 heraus gekippt wird, dann kann der an
dem Topring 1 gehaltene Halbleiterwafer 4 nicht auf
ein flaches Spiegelfinish poliert werden.
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Das Dokument EP 0548846A zeigt eine
Poliervorrichtung zum Polieren eines Werkstücks, die Folgendes aufweist:
einen Drehtisch mit einer Polieroberfläche, einen Topring zum Halten
eines Werkstücks
und zum Drücken
des Werkstücks
gegen die Polieroberfläche
mit einer ersten Druckkraft zum Polieren des Werkstücks und
einen Haltering, der außerhalb
des Toprings positioniert ist zum Halten des Werkstücks an dem
Topring, wobei der Haltering relativ zu dem Topring vertikal bewegbar
ist.
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Die Erfindung
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Es ist daher ein Ziel der vorliegenden
Erfindung eine Poliervorrichtung vorzusehen, bei der ein Werkstückträger, d.
h. ein oberer Ring bzw. Topring verkippbar ist, um einer Welligkeit
oder Oberflächenunregelmäßigkeiten
eines Poliertuchs an einem Drehtisch zu folgen und wobei der Topring
davon abgehalten wird sich übermäßig bezüglich des
Poliertuchs zu verkippen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung
ist eine Poliervorrichtung nach Anspruch 1 und 5 vorgesehen. Bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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In den Zeichnungen zeigt:
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1 eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
vergrößerte fragmentarische
vertikale Querschnittsansicht der Poliervorrichtung gemäß 1;
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3 eine
vergrößerte fragmentarische
vertikale Querschnittsansicht einer Modifikation der Poliervorrichtung
gemäß 1;
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4 eine
vertikale Querschnittsansicht der Poliervorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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5 eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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6 eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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7A eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung gemäß einem
fünften
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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7B eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung, die ähnlich ist
zu der Poliervorrichtung gemäß 7A, die aber keinen Kippunterdrückungsmechanismus
aufweist, um zu verhindern, dass der Topring übermäßig gekippt wird;
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8 eine
vertikale Querschnittsansicht einer herkömmlichen Poliervorrichtung;
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9 eine
vertikale Querschnittsansicht einer Poliervorrichtung, die durch
den Anmelder der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen wurde;
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10 eine
vergrößerte fragmentarische vertikale
Querschnittsansicht, welche die Zustände eines Halbleiterwafers,
eines Poliertuchs und eines elastischen Kissens zeigt, während der
Halbleiterwafer durch eine herkömmliche
Poliervorrichtung poliert wird; und
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11 eine
vergrößerte vertikale
Querschnittsansicht, welche die Art und Weise zeigt, in der der
Topring bei einem Poliervorgang gekippt wird.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Nachfolgend wird eine Poliervorrichtung
gemäß den Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. Ähnliche
oder entsprechende Teile sind mit ähnlichen oder entsprechenden
Bezugszeichen über
die Ansichten hinweg bezeichnet.
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Die 1 und 2 zeigen eine Poliervorrichtung
gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Wie in den 1 und 2 gezeigt
ist, besitzt ein Topring 1 eine Unterseite zum Tragen eines
Halbleiterwafers 4 daran, der ein zirkulierendes Werkstück darstellt.
Ein elastisches Kissen bzw. Pad 2 aus Polyurethan oder ähnlichem
ist an der Unterseite des Toprings 1 befestigt. Ein Haltering 3 ist
um den Topring 1 herum angeordnet und ist vertikal bewegbar bezüglich des
Toprings 1. Ein Drehtisch 5 mit einem Poliertuch 6,
das an einer Oberseite davon angebracht ist, ist unterhalb des Toprings 1 angeordnet. Das
Poliertuch 6 bildet eine Polieroberfläche des Drehtischs 5.
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Der Topring 1 ist mit einer
vertikalen Topringwelle 8 verbunden, dessen unteres Ende
gegen eine Kugel 7 gehalten wird, die an einer Oberseite
des Toprings 1 angebracht ist. Die Topringwelle 8 ist
betriebsmäßig mit
einem Topringluftzylinder 10 gekoppelt, der fest an einem
oberen Teil des Topringkopfs 9 angebracht ist. Die Topringwelle 8 ist
vertikal bewegbar durch den Topringluftzylinder 10, um
den Halbleiterwafer 4, der an dem elastischen Kissen 2 getragen
wird, gegen das Poliertuch 6 auf dem Drehtisch 5 zu
drücken.
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Die Topringwelle 8 besitzt
einen Zwischenteil, der sich durch einen drehbaren Zylinder 11 hindurch
erstreckt und gemeinsam drehbar mit ihm gekoppelt ist durch eine
Keilnutverbindung bzw. eine Keilnut (nicht gezeigt) und der drehbare
Zylinder 11 besitzt eine Scheibe bzw. Riemenscheibe 12,
die an eine Außenumfangsoberfläche davon
angebracht ist. Die Scheibe 12 ist betriebsmäßig mit
einem Zeitsteuerriemen 13 mit einer Zeitsteuerscheibe 15 verbunden,
die an der drehbaren Welle eines Topringmotors 14 angebracht
ist, der fest an einem Topringkopf 9 angebracht ist. Wenn
daher der Topringmotor 14 erregt wird, werden der drehbare
Zylinder 11 und die Topringwelle 8 gemeinsam bzw.
integral gedreht durch die Zeitsteuerscheibe 15, den Zeitsteuerriemen 13 und
die Zeitsteuerscheibe 12. Somit wird der Topring 1 gedreht.
Der Topringkopf 9 wird durch eine Topringkopfwelle 16 getragen,
die vertikal an einem Rahmen (nicht gezeigt) befestigt ist.
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Der Haltering 3 ist gemeinsam
drehbar, aber vertikal bewegbar mit dem Topring 1 gekoppelt,
und zwar über
Keilnuten bzw. Keilnutverbindungen 18. Der Haltering 3 ist
drehbar getragen durch ein Lager 19, das an einem Lagerhalter 20 angebracht
ist. Der Lagerhalter 20 ist durch vertikale Wellen 21 mit
einer Vielzahl von (drei in diesem Ausführungsbeispiel) umfangsmäßig beabstandeten
Halteringluftzylindern 22 verbunden. Die Halteringluftzylinder 22 sind
an einem unteren Teil des Topringkopfs 9 befestigt.
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Der Topringluftzylinder 10 und
die Halteringluftzylinder 22 sind pneumatisch mit einer
Druckluftquelle 24 verbunden über Regler bzw. Regulatoren R1
bzw. R2. Der Regler R1 reguliert einen Luftdruck, der von der Druckluftquelle 24 an
den Topringluftzylinder 10 geliefert wird, um die Druck-
bzw. Andruckkraft einzustellen, welche durch den Topring 1 angelegt
wird, um den Halbleiterwafer 4 gegen das Poliertuch 6 zu
drücken.
Der Regler R2 reguliert auch den Luftdruck, der von der Druckluftquelle 24 an
die Halteringluftzylinder 22 angelegt wird, um die Druckkraft einzustellen,
welche durch den Haltering 3 angelegt wird, um gegen das
Poliertuch 6 zu drücken.
Die Regler R1 und R2 werden durch eine Steuerung (nicht gezeigt
in 1) gesteuert.
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Eine Versorgungsdüse 25 für abreibende Flüssigkeit
ist oberhalb des Drehtischs 5 positioniert zum Liefern
einer abreibenden Flüssigkeit
Q auf das Poliertuch 6 auf dem Drehtisch 5.
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Die Poliervorrichtung gemäß den 1 und 2 arbeitet wie folgt: der zu polierende
Halbleiterwafer 4 wird unter dem Topring gegen das elastische
Kissen 2 gehalten und der Topringluftzylinder 10 wird
betätigt,
um den Topring 1 zu dem Drehtisch 5 abzusenken,
bis der Halbleiterwafer 4 gegen das Poliertuch 6 auf
der Oberseite des sich drehendenden Drehtischs 5 drückt. Der
Topring 1 und der Haltering 3 werden durch den
Topringmotor 14 durch die Topringwelle 8 gedreht.
Da die abreibende Flüssigkeit
Q auf das Poliertuch 6 durch die Versorgungsdüse 25 für abreibende
Flüssigkeit
geliefert wird, wird die abreibende Flüssigkeit Q auf dem Poliertuch 6 gehalten.
Daher wird die Unterseite des Halbleiterwafers 4 mit der
abreibenden Flüssigkeit
Q poliert, die sich zwischen der Unterseite des Halbleiterwafers 4 und
dem Poliertuch 6 befindet.
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In Abhängigkeit von der Andruckkraft,
die durch den Topring 1, betätigt durch den Topringluftzylinder 10,
angelegt wird, wird die Andruckkraft, die an das Poliertuch 6 durch
den Haltering 3, betätigt
durch die Halteringluftzylinder 22, angelegt wird, eingestellt während der
Halbleiterwafer 4 poliert wird. Während des Poliervorgangs kann
die Andruckkraft F1 (siehe 1), die durch den Topring 1 angelegt
wird, um den Halbleiterwafer 4 gegen das Poliertuch 6 zu
drücken,
eingestellt werden durch den Regler R1 und die Andruckkraft F2, die durch den Haltering 3 angelegt wird,
um gegen das Poliertuch 6 zu drücken, kann durch den Regler
R2 eingestellt werden. Daher kann während des Poliervorgangs die
Andrückkraft
F2, die durch den Haltering 3 angelegt
wird, um gegen das Poliertuch 6 zu drücken, ver verändert werden
in Abhängigkeit
von der Andruckkraft F1, die durch den Topring 1 angelegt
wird, um den Halbleiterwafer 4 gegen das Poliertuch 6 zu
drücken.
Durch Einstellen der Andruckkraft F2 bezüglich der
Andruckkraft F1 kann die Verteilung der
Polierdrücke
kontinuierlich und gleichförmig
ausgebildet werden und zwar von der Mitte des Halbleiterwafers 4 zu
dessen Umfangskante und weiter zu der Außenumfangskante des Halterrings 3,
der um den Halbleiterwafer 4 herum angeordnet ist. Dem
gemäß wird verhindert,
dass der Umfangsteil des Halbleiterwafers 4 übermäßig oder unzureichend
poliert wird. Der Halbleiterwafer 4 kann somit mit hoher
Qualität
und mit einer hohen Ausbeute bzw. einem hohen Ertrag poliert werden.
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Wenn eine größere oder geringere Materialdicke
von dem Umfangsteil des Halbleiterwafers 4 entfernt werden
soll, als von dem Innenbereich des Halbleiterwafers 4,
dann wird die Andruckkraft F2, die durch
den Haltering 3 angelegt wird, so ausgewählt, dass
sie auf einen geeigneten Wert liegt, basierend auf der Andruckkraft
F1, die durch den Topring 1 angelegt
wird, um gewollt eine Materialmenge, die von dem Umfangsteil des
Halbleiterwafers 4 abgenommen wird zu erhöhen oder
zu reduzieren.
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Ein Mechanismus zum Unterdrücken einer Verkippung
des Toprings 1 (nachfolgend als Kippunterdrückungsmechanismus 70 bezeichnet)
ist in der Innenumfangsoberfläche
des Halterings 3 angeordnet und wird in Eingriff mit der
Außenumfangsoberfläche des
Toprings 1 gehalten. Der Kippunterdrückungsmechanismus 70 bildet
einen Stabilisierungsmechanismus und dient dazu, zu verhindern,
dass sich der Topring 1 übermäßig verkippt bezüglich der Topringwelle 8 und
somit bezüglich
des Poliertuchs 6. Der Topringluftzylinder 10 legt
die nach unten gerichtete Kraft F1 durch
das Kugellager 7 an dem unteren Ende der Topringwelle 8 an.
Der Topring 1 ist um das Kugellager 7 herum verkippbar
innerhalb eines schmalen Spalts, der zwischen der Außenumfangsobertläche des
Toprings 1 und der Innenumfangsoberfläche des Halterings 3 vorgesehen
ist. Während
der Halbleiterwafer 4 poliert wird, ist der Topring 1 horizontalen
Reibungskräften
ausgesetzt infolge des Reibungskontakts zwischen dem Halbleiterwafer 4 und
dem Poliertuch 6 und er neigt dazu sich um das Kugellager 7 unter
einem Moment bzw.
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Drehmoment zu verkippen, das durch
solche horizontalen Reibungskräfte
bewirkt wird. Der Kippunterdrückungsmechanismus
wirkt zwischen der Außenumfangsoberfläche des
Toprings 1 und der Innenumfangsoberfläche des Halterings 3,
um einen vorbestimmten Spalt dazwischen beizubehalten, um den Topring 1 im
Wesentlichen winkelmäßig stabilisiert
innerhalb des Halterings 3 zu halten, um dadurch zu verhindern,
dass der Topring 1 übermäßig gekippt
wird, d. h. das der Topring 1 im Wesentlichen horizontal
gehalten wird.
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2 zeigt
den Kippunterdrückungsmechanismus 70 im
Detail. Der Haltering 3 besitzt eine ringförmige Ausnehmung 71,
die in der Innenumfangsoberfläche
davon definiert ist. Der Kippunterdrückungsmechanismus 70 weist
eine Vielzahl von (z. B. sechs) Rollen 72 auf, die drehbar
in der ringförmigen Ausnehmung 71 gehalten
sind, durch jeweilige Wellen 73. Die Rollen 72 werden
in Rollkontakt mit der Außenumfangsoberfläche des
Toprings 1 gehalten, um den Topring 1 im Wesentlichen
winkelmäßig stabilisiert
innerhalb des Halterings 3 zu halten. Die Rollen 72 sind
umfangsmäßig mit
geeigneten Winkelintervallen um den Topring 1 herum beabstandet,
um dadurch zu verhindern, dass der Topring 1 übermäßig um das
Kugellager 7 herum gekippt wird. Dem gemäß werden
selbst unter Reibungskraft zwischen dem Halbleiterwafer 4 und
dem Poliertuch 6 die Unterseite des Halterings 3 und
die untere Endoberfläche
des Toprings 1, welche den Halbleiterwafer 4 trägt bzw.
hält, im
Wesentlichen parallel zu der Oberseite des Poliertuchs 6 gehalten.
Ferner dient der Kippunterdrückungsmechanismus 70 dazu,
den unstabilen Topring 1 in Kooperation mit dem Haltering 3 zu
stabilisieren. D. h. selbst wenn der Topring 1 leicht vibriert,
dämpft
der Kippunterdrückungsmechanismus 70 die
Vibration des Toprings 1. Die Rollen 72 sind vorzugsweise
aus einem synthetischen Harz, wie beispielsweise Nylon, Polyethylen
oder Polypropylen hergestellt.
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3 zeigt
einen modifizierten Kippunterdrückungsmechanismus 70 im
Detail. Wie in 3 dargestellt
ist, besitzt ein Haltering 3 eine ringförmige Ausnehmung 75,
die in der Innenumfangsoberfläche davon
definiert ist. Der modifizierte Kippunterdrückungsmechanismus 70 weist
einen elastischen Ring 76, wie beispielsweise einen O-Ring
aus Gummi auf, der in die ringförmige
Ausnehmung 75 eingepasst ist. Der elastische Ring 76 ragt
radial nach innen von der Innenumfangsoberfläche des Halterings 3 vor,
und zwar in Kontakt mit der Außenumfangsoberfläche eines
Toprings 1, um den Topring 1 im Wesentlichen winkelmäßig stabilisiert
innerhalb des Halterings 3 zu halten. Da die Außenumfangsoberfläche des
Toprings 1 elastisch bezüglich des Halterings 3 durch
den elastischen Ring 76 gesichert ist, wird verhindert,
dass sich der Topring 1 übermäßig verkippt und er wird somit
im Wesentlichen parallel zu dem Poliertuch 6 gehalten,
und zwar selbst unter Reibungskräften
zwischen dem Halbleiterwafer 4 und dem Poliertuch 6.
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Der Kippunterdrückungsmechanismus gemäß der vorliegenden
Erfindung ist erforderlich, um die Außenumfangsoberfläche des
Toprings 1 an der Innenumfangsoberfläche des Halterings 3 zu
sichern, während
zur selben Zeit erlaubt wird, dass sich der Topring 1 und
der Haltering 3 vertikal bezüglich zueinander bewegen und
auch erlauben, dass sich der Topring 1 gemeinsam mit dem
Haltering 3 dreht. Sofern dieses Erfordernis erfüllt wird,
ist der Kippunterdrückungsmechanismus
nicht auf die Rollen 72 oder den elastischen Ring 76 beschränkt, sondern
kann auch unterschiedliche andere Elemente aufweisen.
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4 zeigt
eine Poliervorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Wie in 4 dargestellt
ist, ist der Haltering 3 um den Topring 1 herum
angeordnet und wird durch einen Halteringhalter 76 gehalten,
der durch eine Vielzahl von Rollen 27 nach unten gedrückt werden kann.
Die Rollen 27 sind drehbar getragen durch jeweilige Wellen 28,
welche mit den jeweiligen Halteringluftzylindern 22 verbunden
sind, die an dem unteren Teil des Topringkopfs 9 befestigt
sind. Der Haltering 3 ist vertikal bewegbar bezüglich des
Toprings 1 und gemeinsam drehbar mit dem Topring 1 durch Keilnuten
bzw. Keilnutverbindungen 18, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel,
das in den 1 und 2 dargestellt ist.
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Im Betrieb werden, während sich
der Topring 1 und der Haltering 3 drehen, die
Rollen 27 um ihre eigenen Achsen gedreht, während die
Rollen 27 in Rollkontakt mit dem Halteringhalter 26 stehen.
Zu diesem Zeitpunkt wird der Haltering 3 nach unten gedrückt durch
die Rollen 27, welche durch die Halteringluftzylinder 22 ab gesenkt
werden, um dadurch gegen das Poliertuch 6 zu drücken, und
zwar mit einem vorgegebenen Druck. Die Poliervorrichtung besitzt
einen Kippunterdrückungsmechanismus 70 zum Halten
des Toprings 1 im Wesentlichen winkelmäßig stabilisiert innerhalb
des Halterrings 3, um zu verhindern, dass der Topring 1 übermäßig verkippt
wird. Der Kippunterdrückungsmechanismus 70 weist
vorzugsweise ein elastisches Glied, wie beispielsweise einen O-Ring
aus Gummi oder ähnlichem
auf, da der Topring 1 und der Haltering 3 drehbar
sind.
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5 zeigt
eine Poliervorrichtung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Wie in 5 dargestellt
ist, besitzt ein Topring 1 einen ringförmigen Halteteil 1a,
der sich entlang dessen Außenumfangskante
erstreckt und nach unten hervorragt von der Unterseite davon. Der
ringförmige
Halteteil 1a und die Unterseite des Toprings 1 definieren
gemeinsam einen Raum zum Halten eines Halbleiterwafers 4 darinnen.
D. h. die untere Endoberfläche
des Toprings 1 hält
die Oberseite des Halbleiterwafers 4 und der Halteteil 1a hält die Außenumfangskante
des Halbleiterwafers 4, um zu verhindern, dass sich der
Halbleiterwafer 4 von dem Topring 1 löst. Ein
Druckring 3A ist vertikal bewegbar um den Topring 1 herum
angeordnet.
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Der Druckring 3A ist gemeinsam
drehbar aber vertikal bewegbar mit dem Topring 1 gekoppelt durch
Keilnuten bzw. eine Keilnutverbindung 18. Der Druckring 3A ist
drehbar getragen durch ein Lager 19, das an einem Lagerhalter 20 angebracht
ist. Der Lagerhalter 20 ist durch vertikale Wellen 21 mit
einer Vielzahl von (drei in diesem Ausführungsbeispiel) umfangsmäßig beabstandeten
Druckringluftzylindern 23 verbunden. Die Druckringluftzylinder 23 sind an
einer Unterseite des Topringkopfs 9 befestigt. Andere Einzelheiten
der in 5. gezeigten
Poliervorrichtung sind identisch zu denen der in 1 gezeigten Poliervorrichtung gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel.
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Die Poliervorrichtung gemäß 5 besitzt einen Kippunterdrückungsmechanismus 70 zum
Halten des Toprings 1 im Wesentlichen winkelmäßig stabilisiert
innerhalb des Druckrings 3A um zu verhindern, dass sich
der Topring 1 übermäßig verkippt. Der
Kippunterdrückungsmechanismus 70 weist
vorzugsweise ein elastisches Glied, wie beispielsweise einen O-Ring
aus Gummi oder ähnlichem
auf, da der Topring 1 und der Druckring 3A drehbar
sind. In dem dritten Ausführungsbeispiel
kann der Druckring 3A nicht drehbar ausgestaltet sein,
d. h. stationär
und nur der Topring 1 kann drehbar sein. Bei einer solchen
Modifikation weist der Kippunterdrückungsmechanismus 70 vorzugsweise
eine Vielzahl von Rollen auf, wie in 2 dargestellt
ist.
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6 zeigt
eine Poliervorrichtung gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Wie in 6 dargestellt
ist, besitzt der Topring 1 einen ringförmigen Halteteil 1A,
der sich entlang seiner Außenumfangskante
erstreckt und nach unten von der Unterseite davon vorsteht. Der
Halbleiterwafer 4 wird durch die untere Endoberfläche des Toprings 1 und
den Halteteil 1a gehalten und davon abgehalten, sich von
dem Topring 1 zu lösen.
Ein Druckring 3A ist vertikal bewegbar um den Topring 1 herum
angeordnet. Der Druckring 3A wird durch einen Druckringhalter 26 gehalten,
der durch eine Vielzahl von Rollen 27 gedrückt bzw.
angedrückt
wird. Die Rollen 27 sind durch jeweilige Wellen 28 mit Druckringluftzylinder 23 verbunden,
die fest an einer Unterseite eines Topringkopfs 9 befestigt
sind. Der Druckring 3A ist vertikal bewegbar bezüglich des
Toprings 1 und gemeinsam drehbar mit dem Topring 1 über Keilnuten
bzw. Keilnutverbindungen 18. Andere Details, der in 6 dargestellten Poliervorrichtung, sind
identisch zu denen, der in 4 gezeigten
Poliervorrichtung gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel.
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Die Poliervorrichtung gemäß 6 besitzt einen Kippunterdrückungsmechanismus 70 zum
Halten des Toprings 1 im Wesentlichen winkelmäßig stabilisiert
innerhalb des Druckrings 3A, um zu verhindern, dass sich
der Topring 1 übermäßig verkippt.
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7A illustriert
eine Poliervorrichtung gemäß einem
fünften
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. 7B zeigt
eine Poliervorrichtung, die ähnlich
zu der Poliervorrichtung gemäß 7A ist, die aber keinen
Kippunterdrückungsmechanismus
zum Verhindern, dass sich der Topring übermäßig verkippt, aufweist. In
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7B wird
ein Haltering 3 gegen ein Poliertuch 6 gedrückt, und
zwar unabhängig
von einem Topring 1, der einen zu polierenden Halbleiterwafer 4 hält. Der
Haltering 3 drückt
das Poliertuch 6, um den Halbleiterwafer 4 herum
nach unten, durch sein eigenes Gewicht, um dadurch die Erzeugung
einer Stufe zu verhindern zwischen der Oberfläche des Poliertuchs 6,
die den Halbleiterwafer 4 kontaktiert und der Oberfläche des
Poliertuchs 6, welche den Halbleiterwafer 4 umgibt.
Da der Topring 1 und der Haltering 3 unabhängig voneinander
sind, wird, wenn der Topring 1 verkippt wird, der Topring 1 nicht
durch den Haltering 3 gehalten und kann übermäßig aus
einer parallelen Beziehung zu der Oberfläche des Poliertuchs 6 verkippt
werden. Andererseits besitzt die Poliervorrichtung gemäß 7A einen Kippunterdrückungsmechanismus 70,
der eine Vielzahl von elastischen Rollen 72 aufweist, die
drehbar durch den Haltering 3 getragen werden und in Rolleingriff
mit dem Topring 1 gehalten werden, um zu verhindern, dass sich
der Topring 1 übermäßig in dem
Haltering 3 verkippt.
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Bei jedem der obigen Ausführungsbeispiele wurde
das durch die Poliervorrichtung zu polierende Werkstück als ein
Halbleiterwafer beschrieben. Die Poliervorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann jedoch verwendet werden zum Polieren anderer Werkstücke einschließlich eines
Glasprodukts, einer Flüssigkristallanzeige,
eines keramischen Produkts usw. Während der Topring 1,
der Haltering 3 und der Druckring 3A durch Luftzylinder
in den dargestellten Ausführungsbeispielen
angedrückt
werden, können
sie auch durch Hydraulikzylinder angedrückt werden. Alternativ können der
Topring 1, der Haltering 3 und der Druckring 3A durch
elektrische Bauteile, wie beispielsweise piezoelektrische Bauteile
oder elektromagnetische Bauteile anstelle von mechanischen Bauteilen
angedrückt
werden.
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Obwohl der Kippunterdrückungsmechanismus
an dem Haltering oder dem Druckring in jedem der obigen Ausführungsbeispiele
angebracht ist, könnte
der Kippunterdrückungsmechanismus
auch an dem Topring angebracht sein.
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Bei den Anordnungen der vorliegenden
Erfindung, wie oben beschrieben, wird der Topring, der das zu polierende
Werkstück
trägt,
davon abgehalten, übermäßig verkippt
zu werden und somit davon abgehalten eine ungleichförmige Druckvertei lung
zu entwickeln. Der Topring ist in der Lage, einen gleichmäßigen Druck über die
gesamte Oberfläche
des Werkstücks
zum Polieren der gesamten Oberfläche des
Werkstücks
auf ein flaches Spiegelfinish anzulegen. Daher kann gemäß der vorliegenden
Erfindung, wenn die Poliervorrichtung bei der Herstellung von Halbleiterwafern
verwendet wird, der Halbleiterwafer auf ein flaches Spiegelfinish über seine
gesamte Oberfläche
hinweg poliert werden und zwar einschließlich der äußeren Umfangskanten davon.
Daher können
alle Teile einschließlich
der Außenumfangskanten
des so polierten Halbleiterwafers als Produkte verwendet werden,
und der Ertrag des Halbleiterbauelements bzw. von Halbleiterbauelementen
kann erhöht
werden.
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Obwohl bestimmte bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung im Detail gezeigt und beschrieben wurden,
sei bemerkt, dass unterschiedliche Änderungen und Modifikationen
daran durchgeführt
werden können,
ohne vom Umfang der nachfolgenden Ansprüche abzuweichen.