DE19602458A1 - Poliervorrichtung - Google Patents
PoliervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Poliervor
richtung und insbesondere auf eine Poliervorrichtung zur
Erzeugung einer flachen, spiegelartig polierten Ober
fläche auf einem Objekt wie beispielsweise einem Halblei
terwafer.
Die in den letzten Jahren entwickelten, mit hoher Dichte
integrierten Halbleitervorrichtungen machen zunehmend
feinere Mikroschaltungen erforderlich und der Zwischenli
nienabstand zeigte auch einen ständig ansteigenden Trend.
Für optische Lithografievorgänge basierend auf weniger
als 0,5 Mikrometer Zwischenlinienabstand ist die Fokus
tiefe flach und eine hohe Präzision an Flachheit ist bei
dem polierten Objekt erforderlich, und zwar koinzident
mit der Fokussierebene der Schrittvorrichtung.
Es ist daher notwendig, die Oberfläche eines Halbleiter
wafers flach auszubilden, bevor feine Schaltungsverbin
dungen darauf ausgeformt werden. Gemäß einem herkömm
lichen Verfahren werden Halbleiterwafer durch eine
Poliervorrichtung auf einen flachen Endzustand poliert.
Eine konventionelle Poliervorrichtung weist einen Dreh
tisch auf, wobei ein Poliertuch an dessen Oberseite an
gebracht ist und ein oberer Ring ist in einer gegenüber
liegenden Beziehung zur Oberseite des Drehtischs ange
ordnet, wobei Drehtisch und oberer Ring mit entspre
chenden unabhängigen Geschwindigkeiten drehbar sind. Der
obere Ring wird gegen den Drehtisch gepreßt, um auf ein
Objekt angeordnet zwischen dem Poliertuch und dem oberen
Ring einen bestimmten Druck auszuüben. Während eine ein
Abriebs- oder Abrasionsmaterial enthaltende Polierlösung
an die Oberfläche des Poliertuchs geliefert wird, wird
die Objektoberfläche auf eine flache Spiegelendbearbei
tung poliert und zwar durch das Poliertuch, welches
darauf die Polierlösung enthält und ferner während der
relativen Drehung des oberen Rings und des Drehtischs.
Das durch ein solches Verfahren entfernte Material tritt
jedoch nicht stets gleichförmig über die Polieroberfläche
eines Wafers hinweg auf, obwohl man sich bemüht, eine
gleichförmige Materialentfernung vorzusehen.
Die Fig. 7A, 7B und 7C zeigen Beispiele typischer Fälle
von ungleichmäßiger Oberflächenkontur, die bei polierten
Wafers auftreten kann. Eine solche Ungleichmäßigkeit wird
durch Unterschiede bei den örtlichen Materialentfernungs
raten vom Wafer verursacht; beispielsweise ist bei dem in
Fig. 7A gezeigten Wafer mehr Material von der Mitte als
vom Außenumfangsteil entfernt; beim Wafer gemäß Fig. 7B
ist mehr Material von der Mitte und dem Außenumfangsteil
als vom Zwischenteil entfernt; und beim Wafer gemäß Fig.
7C schließlich ist mehr Material vom Außenumfangsteil als
von der Mitte entfernt.
Einige der Gründe, die eine derartige ungleichmäßige Ma
terialentfernung verursachen, können die folgenden sein:
ungleichmäßiger Abrieb des Poliertuchs; nicht gleichför
miger Anpreßdruck über die gesamte Oberfläche des Wafers
hinweg, wie er durch den oberen Ring ausgeübt wird; und
nicht gleichförmige Verteilung der das Abriebsmaterial
enthaltenden Lösung über die gesamte Oberfläche des Wa
fers hinweg, und zwar bewirkt durch nicht gleichförmige
Zurückhaltung der Polierlösung durch das Tuch oder nicht
gleichförmige Lieferung der Polierlösung auf das Tuch.
Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung eine Polier
vorrichtung vorzusehen, die eine gleichförmige Polier
wirkung über die Polieroberfläche eines Objektes hinweg
vorsehen kann, beispielsweise über einen Halbleiterwafer
hinweg, um so eine gleichmäßig flache und spiegelpolierte
Endbearbeitung am Objekt vorzusehen.
Dieses Ziel wird erreicht mit einer Poliervorrichtung zum
Polieren einer Oberfläche eines Objektes, wobei folgendes
vorgesehen ist: ein Drehtisch mit einem an dessen Ober
fläche oder Oberseite angeordneten Poliertuch; obere Hal
temittel (ein oberer Ring) zum Halten und Anpressen des
Objektes gegen das Poliertuch; und eine Vielzahl von ra
dial angeordneten Düsen zur Lieferung einer Polierlösung,
die das Abriebsmaterial enthält und zwar mit unterschied
lichen Konzentrationen entlang einer Radialrichtung des
Poliertuchs.
Gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung werden
Polierlösungen unterschiedlicher Konzentrationen durch
die radial angeordneten Düsen geliefert, und zwar sind
die Düsen oberhalb des Poliertuchs angeordnet. Die Vor
richtung gestattet daher eine Feinabstimmung der Ent
fernungsgeschwindigkeit oder -rate von Oberflächen
material durch Einstellen der Konzentration der Polier
lösung. Die Konzentration der Polierlösung kann in einem
Gebiet abgesenkt werden, wo die Entfernungsrate oder
-geschwindigkeit hoch ist, wohingegen die Konzentration
der Polierlösung in einem Gebiet angehoben werden kann,
wo die Entfernungsrate niedrig ist. Dadurch, daß man eine
optimale Verteilung der Konzentrationen der Polierlösung
entlang einer Radialrichtung vorsieht, ist es möglich,
die Flachheit des Wafers in signifikanter Weise zu ver
bessern. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist
eine Poliervorrichtung vorgesehen und zwar zum Polieren
einer Oberfläche eines Objektes, wobei ferner folgendes
vorgesehen ist: ein Drehtisch mit einem an seiner
Oberfläche angeordneten Poliertuch; ein oberer Ring zum
Halten und Anpressen des Objektes gegen das Poliertuch;
mindestens eine Lösungsdüse zum Liefern von Polierlösung,
die Abriebsmaterial enthält und die eine gemeinsame Kon
zentration aufweist; und eine Vielzahl von Verdünnungs
flüssigkeitsversorgungsdüsen angeordnet in einer radialen
Richtung zur Lieferung eines einstellbaren Volumens an
Verdünnungsflüssigkeit, um so eine Verteilung von Polier
lösung unterschiedlicher Konzentrationen zu bilden, und
zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit der Verdün
nungsflüssigkeit an dem Poliertuch.
Gemäß dieser Konfiguration kann eine Versorgungsdüse für
eine Polierlösung mit einer gemeinsamen Konzentration
verwendet werden zusammen mit mehreren Verdünnungsflüs
sigkeitsdüsen, um einstellbare Volumina der Verdünnungs
flüssigkeit zu liefern. Die Polierlösung mit einer ge
meinsamen Konzentration kann durch die Verdünnungsflüs
sigkeit derart verdünnt werden, daß eine optimale Ver
teilung der Konzentrationen der Polierlösung entlang
einer Radialrichtung hervorgerufen werden kann, wodurch
es möglich gemacht wird, die Flachheit des Wafers in
signifikanter Weise zu verbessern.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Po
liervorrichtung vorgesehen und zwar zum Polieren der
Oberfläche eines Objektes, wobei die Vorrichtung fol
gendes aufweist: einen Drehtisch mit einem an seiner
Oberfläche angeordneten Poliertuch; eine obere Haltevor
richtung oder einen oberen Haltering zum Halten und
Andrücken des Objektes gegen das Poliertuch; mindestens
eine Lösungsdüse zur Lieferung einer Polierlösung, die
das Abriebsmaterial enthält; und mindestens eine Ver
sorgungsdüse zur Lieferung von Wasser, welches ein Dis
persionsagenz enthält, um so eine Verteilung der Polier
lösung mit unterschiedlichen Konzentrationen vorzusehen,
und zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit dem das
Dispersionsagenz enthaltenden Wasser an dem Poliertuch.
Gemäß dieser Konfiguration kann eine Versorgungsdüse für
Polierlösung mit einer bestimmten Konzentration zusammen
mit Versorgungsdüsen für die Lieferung von Wasser, wel
ches ein Dispersionsagenz enthält, verwendet werden. Mit
dieser Anordnung kann eine Polierlösung und ein Disper
sionsagenz an das Poliertuch zum Zwecke der Mischung
geliefert werden, auf welche Weise man die gewünschten
Konzentrationen des Dispersionsagenz und der Polierlösung
erhält. Es besteht eine Korrelation zwischen der Konzen
tration des Dispersionsagenz in der Polierlösung und der
Polierrate oder Poliergeschwindigkeit. Das heißt, eine
hohe Konzentration des Dispersionsagenz bewirkt eine
geringe Rate oder Geschwindigkeit der Materialentfernung,
während eine niedrige Konzentration des Dispersionsagenz
eine hohe Rate oder Geschwindigkeit der Materialent
fernung bewirkt. Auf diese Weise kann die Polierwirkung
eingestellt werden, um die Flachheit des Objektes, wie
beispielsweise eines Halbleiterwafers in der gleichen
Weise wie oben zu verbessern. Wenn jedoch die Konzen
tration des Dispersionsagenz sehr hoch ist, so besteht
keine Notwendigkeit mehrere radial angeordnete Düsen
vorzusehen, da eine flache Oberfläche nahezu ohne wei
teres mit einer geringeren Anzahl von Düsen erzeugt
werden kann.
Weitere Vorteile, Ziele und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungs
beispielen anhand der Zeichnung; in der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Ausführungs
beispiels einer erfindungsgemäßen Polier
vorrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Drehtisch zusammen mit
Versorgungsdüsen gemäß dem ersten Ausführungs
beispiel;
Fig. 3 eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Poliervor
richtung;
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Drehtisch und die
zugeordneten Versorgungsdüsen des zweiten
Ausführungsbeispiels;
Fig. 5 eine grafische Darstellung, die die Beziehung
zeigt zwischen der Konzentration der Polier
lösung und der Geschwindigkeit der Material
entfernung;
Fig. 6 ein Strömungsdiagramm des Polierverfahrens des
erfindungsgemäßen Poliergerätes;
Fig. 7A einen Schnitt eines ersten Beispiels eines
polierten Halbleiterwafers;
Fig. 7B einen Schnitt eines zweiten Beispiels eines
polierten Halbleiterwafers;
Fig. 7C einen Schnitt eines dritten Beispiels eines
polierten Halbleiterwafers; und
Fig. 8 eine Seitenansicht eines dritten Ausführungs
beispiels der erfindungsgemäßen Poliervor
richtung.
Im folgenden seien nunmehr die bevorzugten Ausführungs
beispiele der Erfindung beschrieben, und zwar unter Be
zugnahme auf die Fig. 1-8.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines ersten Ausführungs
beispiels der Poliervorrichtung. Die Poliervorrichtung
weist einen Drehtisch 1 mit einem Poliertuch 3 angebracht
daran auf und ferner eine obere Halteanordnung oder einen
oberen Ring 4, der oberhalb des Drehtischs 1 angeordnet
ist. Der Drehtisch 1 ist um eine Welle 2 drehbar. Der
obere Ring 4 ist mit einer Antriebswelle 6 gekuppelt und
seine Drehmitte ist, wie in Fig. 2 gezeigt, versetzt
gegenüber der Drehmitte des Drehtischs 1. Der Drehtisch 1
und der obere Ring 4 können in jeder Richtung wie durch
die Pfeile in Fig. 2 gezeigt, gedreht werden. Ein oberer
(nicht gezeigter) Ringzylinder ist an dem Oberteil der
Antriebswelle 6 befestigt, um so den oberen Ring 4 gegen
den Drehtisch 1 zu drücken, wodurch eine Unterseite des
Halbleiterwafers 5, der durch den oberen Ring 4 gehalten
ist, zu dem Poliertuch 3 hinweist und nach unten auf das
Poliertuch 3 mit einem bestimmten Druck gepreßt oder ge
drückt wird.
Oberhalb des Drehtischs 1 befinden sich Versorgungsdüsen
10A, 10B . . . 10G, um eine Abriebmaterial enthaltende Polier
lösung auf die Oberfläche des am Drehtisch 1 angebrachten
Poliertuchs 3 zu liefern. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist ein
Düsenhalter 13 in Radialrichtung des Drehtischs 1 derart
angeordnet, daß die Versorgungsdüsen 10A, 10B . . . 10G in
Radialrichtung angeordnet sind. Jede der Versorgungsdüsen
10A, 10B . . . 10G ist betriebsmäßig mit jeder der Lösungs
mischeinheiten 11A, 11B . . . derart verbunden, daß eine Po
lierlösung einer bestimmten Konzentration an das Polier
tuch 3 von jeder der Versorgungsdüsen 10A, 10B . . . 10G ge
liefert werden kann. In diese Lösungsmischeinheiten 11A,
11B . . . wird eine Polierlösung geliefert und gemischt, um
eine bestimmte Konzentration der Polierlösung darin zu
erzeugen, wobei die Polierlösung Abriebsmaterial enthält
und eine Verdünnungsflüssigkeit, wie beispielsweise ent
ionisiertes Wasser. Eine Steuereinheit 12 stellt die
Konzentration der Polierlösung gemäß den Polierdaten in
jeder der Lösungsmischeinheiten 11A, 11B . . . ein. Die Po
lierlösung kann Materialien der Siliziumdioxidgruppe oder
Ceroxidgruppe (CeO₂) verwenden.
Da das Polieren des Wafers 5 durch Drehen des Wafers 5 um
seine Drehmitte ausgeführt wird, zeigen die Beispiele der
nicht gleichförmigen Polierergebnisse gemäß den Fig. 7A-7C,
daß die Ungleichmäßigkeit der Oberflächenkontur eben
falls symmetrisch bezüglich dieser Drehmitte erzeugt wer
den. Daraus ergibt sich, daß zur Korrektur der Nicht
gleichförmigkeit hinsichtlich der Flachheit an der
polierten Oberfläche es erforderlich ist, die Material
entfernungsrate oder -geschwindigkeit an örtlichen
Stellen oder Regionen des Wafers auszugleichen und zwar
symmetrisch um eine durch die Drehmitte des Wafers ver
laufende Linie, und zwar ferner durch Lieferung von
Polierlösungen der gleichen Konzentration von Düsen, die
mit dem gleichen Abstand von der Drehmitte des Wafers
angeordnet sind. Wenn beispielsweise die Drehmitte des
Wafers mit der Düse 10D zusammenfällt, so sollte das Paar
von Düsen 10C und 10E, 10B und 10F und 10A und 10G von ge
sonderten Lösungsmischeinheiten 11A, 11B und 11C geliefert
werden, die jeweils eine Lösung mit unterschiedlichen
Konzentrationen enthalten. Durch die Verwendung einer
solchen Anordnung ist es möglich, die Anzahl der Lösungs
mischeinheiten zu vermindern, die erforderlich ist, um
eine konstante Materialentfernungsgeschwindigkeit oder
-rate an allen Stellen des Wafers aufrecht zu erhalten.
Die Arbeitsweise der Poliervorrichtung mit einer derar
tigen Düsenkonfiguration wird im folgenden erläutert: als
erstes wird ein Wafer (zu polierendes Objekt) 5 durch den
oberen Ring 4 unter Einwirkung eines Saugvakuums gehalten
und der Wafer 5 wird gegen das Poliertuch 3 gepreßt, wel
ches am Drehtisch 1 angebracht ist und zwar geschieht
dies durch den oberen Ringzylinder.
Mittlerweile wurden Polierlösungen mit entsprechenden
spezifischen Konzentrationen durch die Düsen 10A, 10B,
10C . . . geliefert, so daß die Polierlösung mit unterschied
lichen Konzentrationen in einer Radialrichtung auf dem
Poliertuch zurückgehalten werden kann. Der Poliervorgang
wird in einem solchen Zustand ausgeführt, daß die Polier
lösung zwischen dem Poliertuch 3 und der Polieroberfläche
(der Unterseite des Wafers 5) vorhanden ist.
Fig. 5 ist eine grafische Darstellung der Beziehung zwi
schen der Konzentration der Polierlösung und der Mate
rialentfernungsrate oder -geschwindigkeit. Wie sich aus
dieser Darstellung ergibt, ändert sich die Materialent
fernungsgeschwindigkeit linear mit der Konzentration der
Polierlösung. Daraus ergibt sich, daß durch Erhöhen der
Konzentration der Polierlösung es möglich ist, die Ma
terialentfernungsgeschwindigkeit zu erhöhen, wohingegen
durch Absenken der Konzentration der Polierlösung es
möglich ist, die Materialentfernungsrate oder -ge
schwindigkeit zu verringern.
Fig. 6 zeigt ein Strömungsdiagramm der Schritte zur
Bestimmung der erforderlichen Lösungskonzentration. Als
erstes wird ein poliertes Wafer als ein erstes Wafer
untersucht und die Gleichförmigkeit der Materialent
fernung über das Wafer hinweg geprüft. Der Prüfprozeß
wird dadurch ausgeführt, daß man die Menge an entferntem
Material mißt und zwar entlang einer Radialrichtung, da
die Ungleichmäßigkeit der Oberflächenkontur symmetrisch
entlang irgendeiner Durchmesserlinie auftritt. Wenn nicht
Gleichförmigkeit der Flachheit festgestellt wird, so wird
die Lösungsmischeinheit verbunden mit den Düsen entspre
chend der Ungleichmäßigkeit der Oberflächenkontur einge
stellt, um eine geeignete Konzentration der Polierlösung
zu erhalten.
Wenn beispielsweise die Materialentfernungsgeschwindig
keit in der Mitte wie in Fig. 7A gezeigt ist, hoch ist,
so wird die Konzentration der Polierlösung für die Düse
10D abgesenkt, um die Polierrate zu verringern. An den
verbleibenden Stellen, die unter einer geringen Material
entfernungsrate leiden, wird die Konzentration der Po
lierlösung für das Paar von Düsen 10A, 10G und 10B, 10F
angehoben. Diese Einstellungen der Lösungskonzentrationen
werden entlang jeder der Düsen nach Erfordernis ausge
führt, so daß der Polierprozeß eine gleichförmig flache
Oberfläche über das gesamte Gebiet des Wafers hinweg
erzeugen wird. Die Einstellungen für jede der Lösungs
mischeinheiten 11A, 11b werden durch die Steuervorrichtung
12 eingegeben. Ein zweiter Wafer wird am oberen Ring 4
angebracht, um einen zweiten Poliervorgang auszuführen.
Es ist möglich, die Lösungskonzentration manuell ohne
Verwendung einer Steuervorrichtung einzustellen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Poliervorrichtung und entsprechen den Ansichten der
Fig. 1 und 2. Diejenigen Teile der Vorrichtung, die die
gleichen sind wie beim ersten Ausführungsbeispiel werden
durch die gleichen Bezugszeichen bezeichnet und entspre
chende Erläuterungen werden hier weggelassen.
Die Vorrichtung des zweiten Ausführungsbeispiels ist mit
radial angeordneten Lösungsversorgungsdüsen 14A, 14B . . . 14G
und mit Wasserversorgungsdüsen 15A, 15B . . . 15G versehen.
Die Lösungsversorgungsdüsen 14A, 14B . . . 14G sind betriebs
mäßig mit einer gemeinsamen Polierlösungsmischeinheit 16
verbunden und die Polierlösungen haben die gleich Kon
zentration. Jede der Wasserversorgungsdüsen 15A, 15B . . .
15G ist mit einem Nadelventil ausgestattet, so daß das
Versorgungsvolumen an Wasser eingestellt werden kann.
Durch Einstellen des Wasservolumens geliefert in Radial
richtung durch jede der Wasserversorgungsdüsen 15A, 15B . . .
15G ist es möglich, ein gewünschtes Ausmaß der Verdünnung
der Polierlösung auf dem Poliertuch aufrechtzuerhalten.
Infolgedessen kann eine gewünschte Art einer Radialver
teilung der Konzentration der Polierlösung erzeugt wer
den, wodurch es möglich ist, die Größe der Materialent
fernung einzustellen, selbst wenn der durch den oberen
Ring 4 ausgeübte mechanische Anpreßdruck nicht gleich
förmig ist, und somit kann ein Wafer erzeugt werden,
welches gleichmäßig über die gesamte Waferoberfläche
poliert ist.
Bei dieser Art der Düsenanordnung ist es möglich, da kei
ne Notwendigkeit besteht, eine Lösungsmischeinheit für
jede der Düsen vorzusehen, die Konstruktion der Polier
vorrichtung signifikant zu vereinfachen. Da auch die Kon
zentration der Polierlösung geliefert von einer Mischein
heit die gleiche ist für alle Düsen, besteht kein beson
deres Bedürfnis, viele Düsen, wie in der Zeichnung ge
zeigt, vorzusehen. Wenn zweckmäßig, können nur einige
wenige Düsen vorgesehen sein. Oder aber es kann nur eine
Düse vorgesehen sein, wie bei einer konventionellen
Poliervorrichtung.
Fig. 8 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung und zwar entsprechend den An
sichten der Fig. 1 und 3. In Fig. 8 werden die gleichen
Bezugszeichen für die gleichen Teile wie in den Fig. 1
und 3 verwendet und die entsprechenden Erläuterungen
können dabei weggelassen werden.
Die Vorrichtung ist mit einer Lösungsversorgungsdüse 19
ausgestattet und zwar zum Liefern von Lösung geliefert
von einer Lösungsmischeinheit 18 und eine Wasserver
sorgungsdüse 20 dient zur Lieferung von Wasser, welches
ein Dispersionsagens enthält, geliefert von einer Dis
persionsagenzmischeinheit 17. In der Dispersionsagens
mischeinheit kann irgendein gewünschtes Mischverhältnis
aus Dispersionsagens und Wasser hergestellt werden.
Sowohl die Lösungsversorgungsdüse 19 als auch die
Wasserversorgungsdüse 20 sind mit entsprechenden Nadel
ventilen ausgerüstet, um die Einstellung des Versorgungs
volumens zu ermöglichen. Durch Einstellung des Öffnungs
ausmaßes und des Nadelventils in entsprechender Weise
kann daher das Dispersionsagens oder die Polierlösung auf
irgendeine gewünschte Konzentration verdünnt werden und
die gewünschten Konzentrationen des Dispersionsagens und
der Polierlösung können am Poliertuch aufrechterhalten
werden oder zurückgehalten werden. Wenn die Konzentration
des Dispersionsagens hoch ist, so kann ein gleichförmig
polierter Wafer erhalten werden und zwar unter Verwendung
von zwei Düsen, wie in Fig. 8 gezeigt. Auch ist die Hand
habung der Polierlösung dann leichter, wenn das das
Dispersionsagens enthaltende Wasser mit der Polierlösung
am Poliertuch kombiniert wird und nicht durch Vormischen
der zwei Flüssigkeiten in einer Mischeinheit. Dies liegt
daran, daß dann, wenn die Konzentration des Dispersions
agens höher gemacht wird als im Normalgebrauch, um eine
gleichförmige Konzentrationsverteilung des Dispersions
agens am Poliertuch zu erhalten, eine Tendenz besteht,
daß das Abriebsmaterial ausfällt und sich in der Misch
einheit absetzt.
In diesem Ausführungsbeispiel sind nur zwei Düsen ver
anschaulicht, es ist aber zulässig, mehrere Düsen vor
zusehen, wie im Fall des Ausführungsbeispiels gemäß den
Fig. 3 und 4. Insbesondere dann, wenn die Konzentration
des Dispersionsagens niedrig ist, ist es besser, mehrere
radial angeordnete Düsen vorzusehen. Die optimale Anzahl
von Düsen ist unterschiedlich für unterschiedliche Arten
von Dispersionsagenzien.
Um die Effekte der Poliervorrichtung der Erfindung
zusammenzufassen, sei folgendes bemerkt: die Flachheit
über die gesamte Oberfläche eines Wafers hinweg, wird
merklich dadurch verbessert, daß man die Polierwirkungen
ordnungsgemäß einstellt und zwar entlang der Radialrich
tung des Poliertuches, um so ein gleichförmiges Muster
der Materialentfernung zu enthalten und zwar geeignet für
einen besonderen oder speziellen Satz von Polierbedingun
gen.
In den ersten und zweiten Ausführungsbeispielen sind
sieben radial angeordnete Düsen vorgesehen, die Anzahl
der Düsen kann aber auch zehn oder fünf sein. Es sei
ferner bemerkt, daß die hohe Anzahl von Düsen feinere
Einstellungen der Oberflächenflachheit gestattet, wobei
die Vorrichtung entsprechenderweise komplizierter wird.
Es wurde ferner ein Halbleiterwafer als ein Beispiel
eines zu polierenden Objektes erwähnt. Die Vorrichtung
ist aber auch anwendbar für andere Objekte, die eine
Ebene oder spiegelartige Polierung erforderlich machen,
wie beispielsweise elektronische Teile.
Obwohl in den Ausführungsbeispielen eine Vielzahl von
radial angeordneten Düsen vorgesehen wird zur Lieferung
einer Polierlösung unterschiedlicher Konzentrationen, so
könnte doch auch eine Vielzahl von Düsen eine Polierlö
sung mit unterschiedlichen Zusammensetzungen der Bestand
teile liefern. Beispielsweise könnte eine Düse eine Po
lierlösung, die die Komponente A und die Komponente B
liefern und die verbleibenden Düsen können eine Polier
lösung mit der Komponente A, der Komponente B und der
Komponente C liefern.
In den Ausführungbeispielen wird ein Objekt wie bei
spielsweise ein Halbleiterwafer auf eine ebene Spiegel
endbearbeitung poliert und zwar unter Verwendung der
speziellen Struktur der Erfindung. Die spezielle Struktur
der Erfindung bietet Vorteile, so daß gewünschte örtliche
Gebiete oder Zonen der Oberfläche des Objektes in unter
schiedlichen Ausmaßen poliert werden können.
Abwandlungen der Erfindung liegen im Rahmen fachmänni
schen Könnens ohne vom Konzept der Erfindung abzuweichen,
das nämlich die Ungleichmäßigkeit der Oberflächenkontur
dadurch korrigierbar ist, daß man die Polierwirkungen
fein einstellt.
Zusammenfassend sieht die Erfindung folgendes vor:
Eine Poliervorrichtung zum Polieren einer Oberfläche eines Objekts wie beispielsweise eines Halbleiterwafers weist einen Drehtisch auf mit einem an der Oberseite angeordneten Poliertuch. Ein Oberring dient zum Halten und Andrücken des Objekts gegen das Poliertuch und eine Vielzahl von radial angeordneten Düsen liefert eine Po lierlösung, die Abriebsmaterial enthält und zwar besitzt die Polierlösung unterschiedliche Konzentrationen entlang einer Radialrichtung des Poliertuchs.
Eine Poliervorrichtung zum Polieren einer Oberfläche eines Objekts wie beispielsweise eines Halbleiterwafers weist einen Drehtisch auf mit einem an der Oberseite angeordneten Poliertuch. Ein Oberring dient zum Halten und Andrücken des Objekts gegen das Poliertuch und eine Vielzahl von radial angeordneten Düsen liefert eine Po lierlösung, die Abriebsmaterial enthält und zwar besitzt die Polierlösung unterschiedliche Konzentrationen entlang einer Radialrichtung des Poliertuchs.
Claims (5)
1. Poliervorrichtung zum Polieren einer Oberfläche
eines Objekts, wobei folgendes vorgesehen ist:
ein Drehtisch (1) mit einem an der Oberseite angeordneten Poliertuch (3);
Haltemittel, insbesondere ein oberer Ring (4) zum Halten und Anpressen des Objektes gegen das Polier tuch; und
eine Vielzahl von radial angeordneten Düsen (10A, 10B . . . ) zum Liefern einer Abriebsmaterial enthaltenden Polierlösung mit unterschiedlichen Konzentrationen entlang einer Radialrichtung des Poliertuchs.
ein Drehtisch (1) mit einem an der Oberseite angeordneten Poliertuch (3);
Haltemittel, insbesondere ein oberer Ring (4) zum Halten und Anpressen des Objektes gegen das Polier tuch; und
eine Vielzahl von radial angeordneten Düsen (10A, 10B . . . ) zum Liefern einer Abriebsmaterial enthaltenden Polierlösung mit unterschiedlichen Konzentrationen entlang einer Radialrichtung des Poliertuchs.
2. Poliervorrichtung zum Polieren einer Oberfläche
eines Objekts, wobei folgendes vorgesehen ist:
ein Drehtisch (1) mit einem an einer Oberseite angebrachten Poliertuch (3);
ein oberer Ring zum Halten und Andrücken des Objektes gegen das Poliertuch (3);
mindestens eine Lösungsdüse zum Liefern einer ein Abriebsmaterial enthaltenden Lösung mit einer gemeinsamen Konzentration; und
eine Vielzahl von Verdünnungsflüssigkeitsversor gungsdüsen angeordnet in einer Radialrichtung zur Lieferung eines einstellbaren Volumens an Verdün nungsflüssigkeit, um so eine Polierlösungsverteilung unterschiedlicher Konzentrationen zu bilden und zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit der Verdün nungsflüssigkeit an dem Poliertuch.
ein Drehtisch (1) mit einem an einer Oberseite angebrachten Poliertuch (3);
ein oberer Ring zum Halten und Andrücken des Objektes gegen das Poliertuch (3);
mindestens eine Lösungsdüse zum Liefern einer ein Abriebsmaterial enthaltenden Lösung mit einer gemeinsamen Konzentration; und
eine Vielzahl von Verdünnungsflüssigkeitsversor gungsdüsen angeordnet in einer Radialrichtung zur Lieferung eines einstellbaren Volumens an Verdün nungsflüssigkeit, um so eine Polierlösungsverteilung unterschiedlicher Konzentrationen zu bilden und zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit der Verdün nungsflüssigkeit an dem Poliertuch.
3. Poliervorrichtung nach Anspruch 2, wobei die Ver
dünnungsflüssigkeit Wasser aufweist.
4. Poliervorrichtung zum Polieren einer Oberfläche
eines Objekts, wobei folgendes vorgesehen ist:
ein Drehtisch mit einem an der Oberseite angeord neten Drehtuch;
Haltemittel oder ein oberer Ring zum Halten und Andrücken des Objektes gegen das Poliertuch;
mindestens eine Lösungsdüse zur Lieferung einer Polierlösung, die ein Abriebsmaterial enthält; und
mindestens eine Versorgungsdüse zum Liefern von Wasser, welches ein Dispersionsagenz enthält, um so eine Verteilung von Polierlösung unterschiedlicher Konzentrationen vorzusehen, und zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit dem Wasser, das das Disper sionsagenz enthält und zwar auf dem Poliertuch.
ein Drehtisch mit einem an der Oberseite angeord neten Drehtuch;
Haltemittel oder ein oberer Ring zum Halten und Andrücken des Objektes gegen das Poliertuch;
mindestens eine Lösungsdüse zur Lieferung einer Polierlösung, die ein Abriebsmaterial enthält; und
mindestens eine Versorgungsdüse zum Liefern von Wasser, welches ein Dispersionsagenz enthält, um so eine Verteilung von Polierlösung unterschiedlicher Konzentrationen vorzusehen, und zwar durch Verdünnen der Polierlösung mit dem Wasser, das das Disper sionsagenz enthält und zwar auf dem Poliertuch.
5. Poliervorrichtung zum Polieren eines Objektes, ins
besondere eines Halbleiterwafers, wobei folgendes
vorgesehen ist:
Drehmittel, ein Poliertuch, Haltemittel für das Objekt, insbesondere den Wafer, und Mittel zum Vorsehen unterschiedlicher Polierlösungskonzen trationen für verschiedene Stelle des Objektes, insbesondere des Wafers.
Drehmittel, ein Poliertuch, Haltemittel für das Objekt, insbesondere den Wafer, und Mittel zum Vorsehen unterschiedlicher Polierlösungskonzen trationen für verschiedene Stelle des Objektes, insbesondere des Wafers.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2763095A JP3734289B2 (ja) | 1995-01-24 | 1995-01-24 | ポリッシング装置 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19602458A1 true DE19602458A1 (de) | 1996-12-12 |
Family
ID=12226283
Family Applications (1)
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