DE19503223A1 - Zündkerze für Bremskraftmaschine - Google Patents
Zündkerze für BremskraftmaschineInfo
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- H01T13/00—Sparking plugs
- H01T13/46—Sparking plugs having two or more spark gaps
- H01T13/467—Sparking plugs having two or more spark gaps in parallel connection
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Zündkerze für Brennkraftma
schinen, wie sie schon aus der EP 0 470 688 bekannt ist. Bei
dieser bekannten Zündkerze ist ein zylindrisches Metallrohr
vorgesehen, in welchem ein röhrenförmiger Keramikisolator
angeordnet ist. Der Keramikisolator ragt aus dem zylindri
schen Metallrohr heraus und enthält die stiftförmige Mittel
elektrode der Zündkerze, wobei das Ende der Mittelelektrode
wiederum aus dem röhrenförmigen Isolator herausschaut. Wei
terhin sind an dem zylindrischen Metallrohr, welches das Ge
häuse der Zündkerze darstellt, mehrere Masseelektroden be
festigt, die zur Mittelelektrode hin abgebogen sind. Die
einzelnen Masseelektroden der Zündkerze sind der Mittelelek
trode hierbei so zugeordnet, daß sich je zwei Funkenbahnen
zwischen den Masseelektroden und der Mittelelektrode ausbil
den. Der abgebogene Endabschnitt der Masseelektrode ist
seitlich der Mantelfläche der Mittelelektrode zugeordnet, so
daß zwischen dem Endabschnitt der Masseelektrode und der
Mittelelektrode eine erste Funkenbahn, die sogenannte Luft
funkenstrecke, ausgebildet wird. Gleichzeitig bildet sich
eine zweite Funkenbahn aus, indem der Zündfunke aus der Mit
telelektrode austritt, über die Oberfläche des Isolators
gleitet und an der geringsten Stelle zwischen Isolator und
Masseelektrode auf die Masseelektrode überspringt. Diese
zweite Funkenbahn setzt sich also aus dem Luftweg und einem
Gleitweg zusammen und bildet die Luft-Gleitfunkenstrecke.
Diese Zündkerze wird deshalb in der Fachwelt auch Luft-Luft
gleitfunkenzündkerze genannt. Es sind weiterhin Zündkerzen
bekannt, bei denen sich nur ein Luftfunke ausbildet.
Die erfindungsgemäße Zündkerze hat demgegenüber den Vorteil,
daß durch die Parallelschaltung von jeweils zwei Masseelek
troden, von denen jede eine andere Funkenstrecke zwischen
Masseelektrode und Mittelelektrode ausbildet, an einer Zünd
kerze mehrere Zündkerzenkonzepte und damit die Vorteile je
des einzelnen Konzeptes vereinigt sind. So wird beispiels
weise, die unter Umständen schlechtere Funkenausbildung
zwischen Mittel- und Masseelektrode bei Luftfunkenzündkerzen
in bestimmten Betriebsbedingungen durch den Zündfunken
zwischen der anderen Masseelektrode und der Mittelelektrode
ausgeglichen. Die erfindungsgemäße Zündkerze hat somit den
Vorteil, daß durch die Kombination bekannter Kerzenkonzepte
die Nachteile der Einzelkonzepte eliminiert werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im
Hauptanspruch angegebenen Zündkerze möglich. Besonders vor
teilhaft ist, daß durch die Kombination eines Masseelek
trodenpaares mit Ausbildung einer Luftgleitfunkenstrecke mit
einem Elektrodenpaar, welches eine
Luft-Luftgleitfunkenstrecke ausbildet, die Nachteile eines
Funkenstreckenkonzeptes durch das zweite Konzept eliminiert
werden. So hat beispielsweise eine
Luft-Luftgleitfunkenstrecke eine hohe Lebensdauer und ein
gutes Kaltstartverhalten, jedoch kann in bestimmten Be
triebsbedingungen das Abgasverhalten verschlechtert sein. Im
Gegensatz dazu hat das Konzept eines Luftgleitfunkens eine
sehr gute Flammkernbildung und somit ein sehr gutes Abgas
verhalten. Damit ist es also möglich, die auftretenden Nach
teile einer Zündkerzenkonstruktion durch die Kombination von
mindestens zwei Zündkerzenkonzepten an einer Zündkerze zu
beseitigen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher er
läutert. Es zeigen
Fig. 1A eine Seitenansicht eines Endab
schnitts einer Zündkerze mit Gleitfunkenstrecke, Fig. 1B
die Draufsicht auf den Zündkerzenendabschnitt gemäß Fig. 1A,
Fig. 2A eine Seitenansicht eines Endabschnitts einer
Zündkerze mit Luft-Luftgleitfunkenstrecke, Fig. 2B die
Draufsicht auf den Zündkerzenendabschnitt gemäß Fig. 2B,
Fig. 3A eine Seitenansicht auf den Endabschnitt einer Zünd
kerze mit Luftfunkenstrecke, Fig. 3B die Draufsicht auf den
Zündkerzenendabschnitt gemäß Fig. 3A, Fig. 4 die Drauf
sicht auf eine Zündkerze mit der Kombination aus Luftgleit
funken und Luftfunken mit je zwei Masseelektroden für jedes
Funkenkonzept, Fig. 5 die Draufsicht auf eine Zündkerze mit
der Realisierung eines Luftgleitfunkens und eines
Luft-Luftgleitfunkens mit je zwei Masseelektroden je Funken
konzept und Fig. 6 eine Zündkerze gemäß Fig. 5 mit je
einer Masseelektrode für jedes Funkenkonzept.
Alle in den Ausführungsbeispielen dargestellten Zündker
zenendabschnitte haben den prinzipiell gleichen Aufbau. Der
einzige Unterschied ist jeweils die Ausbildung der
Masseelektroden, wobei hier durch eine unterschiedliche An
stellung des Masseelektrodenendabschnittes in Bezug zur Mit
telelektrode oder zum Isolator sich unterschiedliche Funken
bahnen ausbilden.
Der prinzipielle Aufbau ist jedoch allen dargestellten Zünd
kerzenendabschnitten gemeinsam. Zur besseren Darstellung
sind die Zündkerzen zur Hälfte in geschnittener Darstellung
gezeichnet. Die Zündkerzen bestehen hierbei aus einem zylin
drischen Metallrohr 1, welches das Gehäuse der Zündkerze
darstellt. In diesem zylindrischen Metallrohr 1 befindet
sich ein röhrenförmiger Isolator 2, in welchem zentral die
stiftförmige Mittelelektrode 3 angeordnet ist. Das zylindri
sche Metallrohr 1, der Isolator 2 und die Mittelelektrode 3
sind dabei einander so zugeordnet, daß ihre rotationssymme
trischen Längsachsen übereinander liegen. Am Ende des zylin
drischen Metallrohrs 1 sind die Masseelektroden 4 befestigt,
wobei die Masseelektroden zunächst in der Richtung des
zylindrischen Metallrohrs 1 verlaufen und dann zum Isolator
und zur Mittelelektrode hin abgebogen sind.
In Fig. 1A ist die Seitenansicht und in Fig. 1B die Drauf
sicht auf einen Zündkerzenendabschnitt mit der Ausbildung
eines Luftgleitfunkens dargestellt. Hierbei ist der abgebo
gene Teil der Masseelektrode so geformt, daß die äußere
Fläche des abgebogenen Teils der Masseelektrode 4 bündig zur
Isolatoroberkante 5 liegt. Damit ist der Funkenverlauf so,
daß der Zündfunke zunächst aus der Mittelelektrode 3 aus
tritt, dann über den Isolator 2 gleitet und am kleinsten Ab
stand zwischen Isolator und Endabschnitt der Masseelektrode
auf die Masseelektrode überspringt. Einen solchen Funken
nennt man einen Luftgleitfunken, da der Funkenweg aus zwei
Teilen und zwar dem Luftweg von der Masselelektrode zum Iso
lator und dem Gleitweg auf der Oberfläche des Isolators zur
Mittelelektrode besteht.
Fig. 2A ist die Seitenansicht und in Fig. 2B die Drauf
sicht auf eine sogenannte Luft-Luftgleitfunkenzündkerze dar
gestellt. Diese Bezeichnung ergibt sich aus der Tatsache,
daß sich an dieser Zündkerze zwei Zündfunken mit unter
schiedlichen Funkenwegen ausbilden. Die Masseelektrode ist
hierbei so ausgebildet, daß der abgebogene Endabschnitt der
Masseelektrode der Mantelfläche der Mittelelektrode gegen
überliegt. Die Entfernung der Masseelektrode zur Mittel
elektrode und damit der Weg des Luftfunkens entspricht in
etwa dem Funkenweg des Luftgleitfunkens, der aus der Mittel
elektrode austritt, über den Isolator gleitet und an der ge
ringsten Stelle zwischen Isolator und Masseelektrode auf die
Masseelektrode überspringt. Da die beiden Funkenwege etwa
gleich lang sind, ist sichergestellt, daß bei dieser Zünd
kerze zwei Funkenwege ausgebildet werden. Dies ist zum einen
der reine Luftweg von Mittelelektrode zu Masseelektrode in
der Fig. 2A mit den Bezugszeichen LW versehen. Gleichzeitig
bildet sich eine zweite Funkenbahn aus, die sich zusammen
setzt aus einem Gleitweg GW und einem Luftweg LW. Damit
tritt der Zündfunke aus der Mittelelektrode aus, gleitet
über die Oberfläche des Isolators und springt an der Stelle
mit dem geringsten Abstand zwischen Isolator und Masse
elektrode auf die Masseelektrode über. Da dieser Zündfunke
aus einem Gleit- und einem Luftweg besteht, spricht man von
einem Luftgleitfunken und die Zündkerze nennt man
Luft-Luftgleitfunkenzündkerze.
In der Fig. 3A ist die Seitenansicht und in Fig. 3B die
Draufsicht auf einen Zündkerzenendabschnitt mit einen Luft
funken dargestellt. Hierbei sind die Masseelektroden eben
falls so abgebogen, daß der Endabschnitt der Masseelektrode
der Mantelfläche der Mittelelektrode gegenüberliegt. Gleich
zeitig ist jedoch der Abstand der Masseelektrode zum Iso
lator so groß gewählt, daß kein Zündfunke vom Isolator auf
die Masseelektrode überspringt. Somit bildet sich bei dieser
Zündkerze lediglich ein Funkenweg von Mittelelektrode zu
Masseelektrode aus. Man nennt diese Zündkerze Luftfunken
zündkerze.
Die Fig. 4 zeigt die Draufsicht auf den Endabschnitt einer
Zündkerze. Hierbei sind am zylindrischen Metallrohr 1 je
weils gegenüberliegend Masseelektroden angebracht, die je
weils zur Ausbildung des gleichen Funkenweges führen. Hier
mit ergibt sich auf dem Umfang der Masseelektrode im Abstand
von jeweils 90 Grad eine abwechselnde Anordnung unterschied
licher Funkenbahnen, wobei auch eine andere Winkelanordnung
der einzelnen Paare zueinander möglich ist. So könnte bei
spielsweise für jeden Funkenweg eine einzelnen Elektrode
vorgesehen sein, so daß dann zwei Masseelektroden am Gehäuse
befestigt sind, die gegenüberliegend angeordnet sind.
In der Fig. 4 ist ein Masseelektrodenpaar P1, welches einen
Luftfunken ausbildet und ein Elektrodenpaar P2, welches
einen Luftgleitfunken ausbildet, miteinander kombiniert.
In Fig. 5 sind ebenfalls zwei Masseelektrodenpaare, wobei
jedes Paar einen anderen Zündfunkenweg ausbildet, mitein
ander kombiniert. Die Anordnung der einzelnen Masseelektro
denpaare, die zu einem Paar gehören, ist hier ebenfalls
gegenüber vorgesehen, so daß benachbarte Masseelektroden
nicht den gleichen Zündfunkenweg ausbilden. In der Fig. 5
ist das Masseelektrodenpaar P1, welches einen Luftgleit
funken ausbildet, mit einem Masseelektrodenpaar P3 kombi
niert, welches einen Luft-Luftgleitfunken ausbildet.
Fig. 6 zeigt eine Zündkerze, die einem Luftgleitfunken und
einen Luft-Luftgleitfunken ausbildet, wie dies bereits zu
Fig. 5 beschrieben ist. Allerdings sind hier für jedes
Funkenkonzept nur eine Masseelektrode und nicht wie in Fig.
5 ein Masseelektrodenpaar vorgesehen. Der Winkel, der von
den einzelnen Masseelektroden eingeschlossen wird, kann da
bei beliebig sein, wobei man vorzugsweise die Masselelektro
den gegenüber also mit einem Winkel von 180° anordnet.
Claims (6)
1. Zündkerze für eine Brennkraftmaschine mit einem zylindri
schen Metallrohr, in welchem eine stiftförmige Mittelelek
trode, die von einem röhrenförmigen Isolator umgeben ist,
zentral angeordnet ist, und wobei am zylindrischen Metall
rohr mindestens zwei Masseelektroden befestigt sind, die zur
Mittelelektrode hin abgebogen sind, wobei jede Masselelek
troden zusammen mit der Mittelelektrode unterschiedliche
Zündfunkenbahnen ausbildet.
2. Zündkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Masseelektroden mit ihrem Endabschnitt so abgebo
gen sind, daß die äußere Fläche der Masseelektrode bündig
zur Isolatoroberkante liegt.
3. Zündkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die zweite Masseelektrode mit ihrem abgebogenen Endabschnitt
der Mantelfläche der Mittelelektrode gegenüberliegt und der
Abstand von der Masseelektrode zur Mittelelektrode in etwa
dem Weg eines Zündfunkens entspricht, der aus der Mittel
elektrode austritt, über den Isolator gleitet und an der
Stelle mit dem geringsten Abstand zur Masseelektrode auf die
Masseelektrode überspringt.
4. Zündkerze nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die zweite Masseelektrode mit ihrem abgebogenen Endab
schnitt der Mantelfläche der Mittelelektrode gegenüberliegt
und der Abstand zur Mittelelektrode geringer ist als der Ab
stand der Masseelektrode zum Isolator.
5. Zündkerze nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß an einer Zündkerze jeder der verschie
denen Funkenwege durch ein Masseelektrodenpaar ausgebildet
ist.
6. Zündkerze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die zu einem Paar gehörenden Masseelektroden am zylindri
schen Metallrohr gegenüberliegend angebracht sind.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19503223A DE19503223C2 (de) | 1995-02-02 | 1995-02-02 | Zündkerze für eine Brennkraftmaschine |
| US08/599,499 US5818152A (en) | 1995-02-02 | 1996-01-24 | Spark plug for an internal combustion engine |
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Publications (2)
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Family Applications (1)
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