DE19704524C2 - Zündkerze für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Zündkerze für eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zündkerze für eine Brennkraft
maschine nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Zündkerze ist aus der DE 195 03 223 A1 be
kannt.
Aus der FR 1 456 736 ist es weiterhin bekannt, bei einer
Zündkerze für eine Brennkraftmaschine die Unterkante der Masse
elektrode in einer Ebene mit der Stirnfläche der Isolatorfuß
spitze anzuordnen, allerdings derart, daß nur ein reiner Gleit
funkenweg gebildet wird. Hierzu ist gemäß FR 1 456 736 die Un
terfläche der Masseelektrode in einem direkten Kontakt mit der
Stirnfläche der Isolatorfußspitze angeordnet.
Aus der EP 0 470 688 B1 ist es bekannt, bei einer derarti
gen Zündkerze die Elektroden so auszubilden, daß sich zwei Fun
kenlaufwege nämlich ein Luftfunkenlaufweg und ein paralleler
Gleitfunkenlaufweg ergeben. Der eine Funkenlaufweg besteht zwi
schen der Mittelelektrode und den Masseelektroden als reiner
Luftfunkenlaufweg und der andere Funkenlaufweg wird durch eine
gezielte geometrische Abstimmung der Masseelektroden zur Isola
torfußspitze gebildet derart, daß sich der Funke über die Kera
mik des Isolatorfußes als Gleitfunke und anschließend als Luft
funke zur Unterkante der Masseelektroden ausbildet.
Ein Zündkerze, dei der verschiedene Funkenlaufwege vorgese
hen sind, ist weiterhin aus der DE-OS 21 06 893 bekannt.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht dem
gegenüber darin, die Zündkerze der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß sie eine hohe Laufzeit ohne Schädigung der
Isolatorkeramik z. B. durch das sogenannte Funkensägen, hat.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Ausbildung
gelöst, die im Patentanspruch 1 angegeben ist.
Besonders bevorzugte Ausbildungen der erfindungsgemäßen
Zündkerze sind Gegenstand der Patentansprüche 2 bis 10.
Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein
besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 in einer Teilschnittansicht die Elektrodenanordnung
bei dem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zündkerze,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Elektrodenanordnung der in
Fig. 1 dargestellten Zündkerze,
Fig. 3 eine axiale Teilschnittansicht des Ausführungsbei
spiels der erfindungsgemäßen Zündkerze mit den Elektrodenabstän
den und
Fig. 4 in einer Schnittansicht die Anordnung einer Masse
elektrode gegenüber der Isolatorfußspitze bei dem in Fig. 3
dargestellten Ausführungsbeispiel in vergrößertem Maßstab.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel der erfin
dungsgemäßen Zündkerze umfaßt einen Zündkerzenkörper 1 aus einem
elektrisch leitenden Material, einen elektrischen Isolator 2 aus
einem keramischen Material, der zentrisch im Zündkerzenkörper 1
angeordnet ist, eine Mittelelektrode 3, die in einer Isolator
bohrung im Isolator 2 angeordnet ist und von der Isolatorfuß
spitze vorsteht, und seitlich zur Mittelelektrode 3 angestellte
Masseelektroden 4, 5, die elektrisch mit dem Zündkerzenkörper 1
verbunden sind.
Wie es in Fig. 2 dargestellt ist, sind die Masseelektroden
4, 5 paarweise einander diametral gegenüber stehend angeordnet.
Die Ausbildung der Masseelektroden 4, 5 ist derart, daß
sich verschieden Funkenlaufwege nämlich ein reiner Luftfunken
laufweg FS1, ein kombinierter Gleitfunken- und Luftfunkenlaufweg
FS2 und ein weiterer kombinierter Gleit/Luftfunkenlaufweg FS3
ergeben.
Das heißt im einzelnen, daß der reine Luftfunkenlaufweg FS1
sowie der kombinierte Gleitfunken/Luftfunkenlaufweg FS2 zwischen
der Mittelelektrode 3 und der als Seitenelektrode ausgebildeten
Masseelektrode 5 bestehen. Die andere Masseelektrode 4 ist ge
genüber der Mittelelektrode 3 so ausgebildet, daß sich der wei
tere kombinierte Gleit/Luftfunkenlaufweg FS3 ergibt.
Es sind Kombinationen möglich mit mindestens je einer Mas
seelektrode, die einen reinen Luftfunkenlaufweg oder einen Luft
funken- und parallelen Gleitfunkenlaufweg bildet, sowie mit
mindestens einer Masseelektrode, die einen kombinierten Gleit/
Luftfunkenlaufweg bildet.
Damit sich an der Masseelektrode 5 ein reiner Luftfunken
laufweg bildet, muß in der in Fig. 3 dargestellten Weise der
Spalt EA2 zwischen der Unterkante der Masseelektrode 5 und der
Isolatorfußspitze mindestens die doppelte Distanz des Luftfun
kenlaufweges FS1 haben, damit der Funken nicht über die Isola
torfußspitze geht. Die Ausbildung kann aber auch derart sein,
daß sich neben dem reinen Luftfunkenlaufweg FS1 ein Funkenlauf
weg FS2 bildet, der ein paralleler kombinierter Gleit/Luftfun
kenlaufweg ist. Dazu ist der Spalt EA2 zwischen der Isolatorfuß
spitze und der Unterkante der Masseelektrode 5 entsprechend zu
wählen. Die Spaltverhältnisse zwischen den Funkenlaufwegen FS1
und FS2 sind dann vorzugsweise EA1 : EA2 gleich 3 : 2, wie es in
Fig. 3 dargestellt ist. Das bedeutet, daß bei einem Elektroden
abstand EA1 zwischen der Mittelelektrode 3 und der Masseelektrode
5 von 0,80 mm der Spalt EA2 zwischen der Unterkante der
Masseelektrode 5 und der Isolatorfußspitze etwa 0,50 mm beträgt.
Eine der Masseelektroden nämlich die Masseelektrode 4 ist so
ausgebildet, daß in der in einer vergrößerten Ansicht in Fig. 4
dargestellten Weise ihre dem Isolator 2 zugewandte Unterkante
mit der Stirnfläche der Isolatorfußspitze in einer Ebene liegt.
Durch diese Ausbildung ergibt sich ein weiterer Funkenlaufweg
FS3 in Form eines kombinierten Gleit/Luftfunkenlaufweges (siehe
Fig. 1).
Wie es in Fig. 3 dargestellt ist, stehen bei dieser Aus
bildung die Elektrodenabstände EA1, EA2, EA3 zwischen der Masse
elektrode 5 und der Mittelelektrode 3, zwischen der Unterkante
der Masseelektrode 5 und der Isolatorfußspitze sowie zwischen
der Masseelektrode 4 und der Mittelelektrode 3 vorzugsweise in
einem Verhältnis 3 : 2 : 6.
Der Elektrodenabstand EA3 läßt sich gemäß Fig. 3 aufteilen
in einen Gleitfunkenstrecke EA3.1 und in eine Luftfunkenstrecke
EA3.2, die vorzugsweise in einem Verhältnis von 1 : 1 zueinander
stehen.
Bei einem Elektrodenabstand EA1 und EA2 von 0,80 nm und
0,50 mm ergibt sich für den Elektrodenabstand EA3 ein Wert von
1,60 mm.
Wie es weiterhin in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist,
ist die Isolatorbohrung im Bereich der Isolatorfußspitze mit
einer Versenkung 6 ausgebildet, die ringförmig um die Mittel
elektrode 3 verläuft. Diese Versenkung 6 verläuft schräg zur
Winkelachse der Mittelelektrode 3 unter einem Halbwinkel α der
Versenkung 6, ausgehend von der Winkelachse, der zwischen 15°
und 45° insbesondere zwischen 25° und 35° und vorzugsweise bei
30° liegt.
Die Abmessungen der Versenkung 6 sind insbesondere die fol
genden: Spaltmaß a zwischen der Versenkung 6 und der Außenfläche
der Mittelelektrode 3: 0,2 bis 1,0 mm, vorzugsweise 0,4 bis 0,6 mm,
wobei insbesondere gilt: a ≦ 0,5.EA3.1.
Durch die Ausbildung der Isolatorbohrung mit Versenkung 6
ergibt sich eine Erhöhung des Abbrandreservoirs um den Betrag der
Tiefe der Versenkung 6.
Im folgenden wird die Arbeitsweise einer Zündkerze mit dem
oben beschriebenen Aufbau im Betrieb der Brennkraftmaschine
näher erläutert.
Bei Vollastbetrieb ist die Isolatorfußspitze frei von elek
trisch leitenden Belägen und Rußablagerungen. Die Funkenausbil
dung wird sich demnach als reiner Luftfunkenlaufweg FS1 ausbil
den. Eine derartige Funkenentladung findet über diesen Funken
laufweg FS1 so lange statt, bis das Abbrandpotential an dem
Luftfunkenlaufweg zwischen der Mittelelektrode 3 und der Masse
elektrode 5 aufgebraucht ist, und der Spannungsbedarf für die
Ausbildung eines Funkens an diesem Funkenlaufweg höher als der
Spannungsbedarf der anderen Funkenlaufwege FS2 oder FS3 ist.
Nachdem die Abbrandreserve am Funkenlaufweg FS1 durch Heiß
gaskorrosion und Funkenerrosion aufgebraucht ist, wechselt der
Funkenlaufweg auf den Funkenlaufweg FS2 oder FS3 und zwar je
weils auf den Funkenlaufweg mit dem niedrigsten Spannungsbedarf.
Bei einem Betrieb der Brennkraftmaschine mit hohen Verbren
nungsrückständen wird sich der Funke vorwiegend über die Funken
laufwege FS2 oder FS3 ausbilden und somit den Gleitfunkenlaufweg
auf der keramischen Isolatorfußspitze freibrennen. Das stellt
sicher, daß die Zündkerze geringe Nebenschlußeigenschaften hat.
Besondere Vorteile bietet der Funkenlaufweg FS3 beim Kaltstart
durch die serielle Anordnung der Mittelelektrode 3 und der Mas
seelektrode 4. Durch den langen Funkenweg sichert der Funken
laufweg FS3 außerdem ein sicheres Entflammen des Gemisches, wobei
gewährleistet ist, daß auch bei inhomogenen Gemischen die Brenn
kraftmaschine sicher rundläuft.
Claims (10)
1. Zündkerze für eine Brennkraftmaschine mit
einem Zündkerzenkörper aus einem elektrisch leitenden Material,
einem elektrischen Isolator, der zentrisch im Zünd kerzenkörper angeordnet ist,
einer Mittelelektrode, die in einer Isolatorbohrung im Isolator angeordnet ist und von der Isolatorfußspitze vorsteht, und
seitlich zur Mittelelektrode angestellten Masseelek troden, die elektrisch mit dem Zündkerzenkörper verbunden sind und Luftfunkenwege sowie kombinierte Gleit/Luftfunken wege mit der Mittelelektrode bilden, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine der einen kombinierten Gleit/Luftfun kenweg mit der Mittelelektrode bildenden Masseelektroden (4) so angeordnet ist, daß ihre dem Isolator (2) zugewandte Unterkante beabstandet von der Isolatorfußspitze mit der Stirnfläche der Isolatorfußspitze in einer Ebene liegt.
einem Zündkerzenkörper aus einem elektrisch leitenden Material,
einem elektrischen Isolator, der zentrisch im Zünd kerzenkörper angeordnet ist,
einer Mittelelektrode, die in einer Isolatorbohrung im Isolator angeordnet ist und von der Isolatorfußspitze vorsteht, und
seitlich zur Mittelelektrode angestellten Masseelek troden, die elektrisch mit dem Zündkerzenkörper verbunden sind und Luftfunkenwege sowie kombinierte Gleit/Luftfunken wege mit der Mittelelektrode bilden, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens eine der einen kombinierten Gleit/Luftfun kenweg mit der Mittelelektrode bildenden Masseelektroden (4) so angeordnet ist, daß ihre dem Isolator (2) zugewandte Unterkante beabstandet von der Isolatorfußspitze mit der Stirnfläche der Isolatorfußspitze in einer Ebene liegt.
2. Zündkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis zwischen der Luftfunkenstrecke und der
Gleitfunkenstrecke des kombinierten Gleit/Luftfunkenweges
der wenigstens einen Masseelektrode (4) 1 : 1 beträgt.
3. Zündkerze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Isolatorbohrung im Bereich der Isolator
fußspitze ringförmig versenkt (6) ist.
4. Zündkerze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Versenkwinkel (α) zwischen 15° und 45° liegt.
5. Zündkerze nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Versenkwinkel (α) zwischen 25° und 35° liegt.
6. Zündkerze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Versenkwinkel (α) 30° beträgt.
7. Zündkerze nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spaltmaß (a) der Versenkung (6)
zwischen 0,2 und 1,0 mm liegt.
8. Zündkerze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spaltmaß (a) zwischen 0,4 und 0,6 mm liegt.
9. Zündkerze nach Ansprüch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß für den Spaltmaß (a) gilt a ≦ 0,5.EA 3.1, wobei EA3.1
die Gleitfunkenstrecke der Elektrodenstrecke zwischen der
Masseelektrode (4, 5) und der Mittelelektrode (3) ist.
10. Zündkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenabstände zwischen
einer Masseelektrode (3) und der Mittelelektrode (3), zwi
schen der Unterkante der einen Masseelektrode und der Isola
torfußspitze und zwischen der wenigstens einen Masseelek
trode (4) und der Mittelelektrode im Verhältnis 3 : 2 : 6 ste
hen.
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