DE1793549A1 - Substituierte Dibenzocycloheptene und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Substituierte Dibenzocycloheptene und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Substituierte Dibenzocycloheptene und Verfahren zu ihrer Herstellung
Gegenstand der Erfindung sind substituierte Dibenzocycloheptene der allgemeinen Formel
CH2NHCHO
in welcher X Wasserstoff, Halogen, Äiedrigalkyl (vorzugsweise
mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen), Trifluormethyl, tfiedrigalkoxy
(vorzugsweise mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen),
Niedrigalkylsulfonyl (vorzugsweise mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen), Niedrigalkyliaaröapto (vorzugsweise mit bis zu
5 Kohlenstoffatomen) oder Di-niedrigaikylsulfamoyl (vorzugsweise
mit bis zu 4 Kohlenotoffatomen) bedeutet, die entsprechenden
10,11-Dihydroverbindungen und die nicht-toxischen
»AD
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12 602
Salze dieser Verbindungen, sowie ein Verfahren zur Herstel·
lung dieser Verbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel
H OH2HH2
in welcher das Symbol X die oben angegebene Bedeutung hat,
oder eine entsprechende 10,11-Dihydroverbindung formyliert.
Von den ebenfalls unter die Erfindung fallenden nicht-toxischen, pharmazeutisch verwendbaren Salzen werden die nichttoxischen Säureadditionssalze, wie die Hydrochloride oder
Maleate, bevorzugt. .
Die erf indungegemäesen Verbindungen haben sowohl in 2brm
ihrer freien Basen als auch in Form ihrer Salze brauchbare pharmakologisehe Eigenschaften. Insbesondere sind sie Anticonvulsantien· Als solche können sie oral in Form von Tbblatten, Pulvern, Dragees mit verzögerter Wirkung oder dergleichen oder oral oder parenteral in Pore von wässrigen Iiösungen oder Suspensionen gegeben werden. Solche Formulierungen können in üblicher Weise unter Verwendung üblicher" pharmazeutischer Träger und inerter Zusatzstoffe hergestellt
werden. Gibt man die Mittel oral oder parenteral, so erhält man zufriedenstellende Ergebnisse bei einer Tagesdosis von
etwa 50 mg bis etwa 500 mg, welche vorzugsweise in mehreren
Einzeldosen im Laufe des Tages oder in einer Applikationsform mit verzögerter Wirkung gegeben wird, Die Verbindungen
werden vorzugsweise in Form ihrer nicht-toxischen Säureadditionssalze gegeben.
209810/1816 ^0 original
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In dem folgenden Schema ist das erfindungsgem&see Verfahren
und ein Verfahren zur Herstellung der Ausgangsverbindungen dargestellt«
Reduktion
(ID
hat X die oben angegebene Bedeutung, Die Ausgaugsverb,indungen
für das erfinäungsgemäase Verfahren (I) kann man
durch Eeduktion dea entsprechenden S-Cyan-dibenzoeycloheptCiiB
herstellen. Die Reduktion wird leicht bewirkt, indem
ö.i$ ^-CyanverMndimg mit Lithiumaluminiumhydriö in Gegenwart
einos geeigneten inerten organischen Lösungsmittels, wie
!Tetr&hydrofuran, A'ther oder eines anderen üblicherweise für·
IjitMuasaluminitimhydrid verwendeten Lösungsmittels f in Be^
rlÄrung gebracht wird. Vorzugsweise wird diese Reduktion; in
Gegenwart von Aluminiumchlorid und einem Äther-, übt als Lösungsmittel mit Aluminiumchlorid verträglich 1st, ausge-
- 3 -2 0 9 810/1816
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führt. Sie Temperatur, bei welcher äie Seäuktion durchgeführt wird, ist nicht kritisch; Jedoch wendet man bevorzugt
erhöhte Temperaturen bis zu etwa 50° 0 aa. Bas erhaltene
Aminomethylderivat gewinnt man leicht nach üblichen Methoden« ' ■
Das S-Cyan-SH-dibenzo/ajd/cyclohepten oder dessen 10,11-3
>ihydroderivat wiederum können durch umsetzen eines 5-Chlordibenzocycloheptens mit Kupfer(l)-eyanid in einem geeigneten wasserfreien, keine Hydroxylgruppen enthaltenden Lösungsmittel bei sweckmässiger Temperatur, rorsugsweise im
Bereich von 50 bis 100° C, hergestellt werden.
Sie erf indungsgemässe Formylierung der Aminomethylvorbindung (I) erfolgt unter Verwendung üblicher Bedingtangen und
Mittel hierfür, wie Ameisensäure oder Ameisensäureester. Das erhaltene 5-?onaamidomethylderivat (IX) kann in üblicher
Weise gewonnen werden.
Beispiele fUr erfindungsgemässe Verbindungen und entsprechende Ausgangsverbindungen sind:
hepteni
5-Ponnftmldomethyl->-ehlor-l 0,
cyclohepten;
aus
209810/1816 · IAD owqinal
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Man erhitzt 4,82 g (0,0218 Mol) S-Aminomethyl-SH-dibeneo-
200 ml Ameisensäuremethylester 16 1/2
Stunden bei 110° C in einem Autoklaven. Man dampft die gelbe lösung auf einem Schiehtverdampfer unter vermindertem
Druck zur Trockne ein. Ben Rückstand löst man in Benzol, extrahiert
die Lösung mit verdünnter Salzsäure, dann «it Wasser und trocknet über wasserfreiem ffatriumeulfat. Man verdampft
das Benzol und trocknet den Rückstand in einem Sohichtverdampfer unter vermindertem Druck "bis aur Gewichtskonstanz.
Der gelbe feste Rückstand wiegt 5,49 g und schmilzt bei 115 bis 117,5° 0 zu einer trüben Schmelze, die bei
OHK30NAL
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119° 0 klar wird. Die Umkristallisation aus Mischungen von
Benzol und Hexan und anschliessend aus Mischungen von
Äthanol und Vaaeer ergibt ein Produkt, welches bei 120»3
"bis 121° 0 schmilzt (klar bei 121,8° 0).
Analyse 171^
ber.: C 81,90 $ H 6,06 £ S 5,62 ^
gef.i 0 82,25 # H 5,85 # H 5,58 *
Die Ausgangeverbindung, 5^Aminomethyl~5H~diben2o/a,d/cyclo~
hep ten, wird folgendermassen hergestellt:
Man gibt eine Lösung von 6,21 g (0,0466 Hol) wasserfreiem
Aluminlumehlorid in 75 ml wasserfreiem Äther tropfenweise ssu einer LÖeung von 1,77 g (0,0466 Mol) Lithiumaluminium·
hydrid in 50 ml absolutem Äther unter Rühren. Man hält in der Apparatur eine Stickstoffatomosphäre aufrecht. Alle
Auslassleitungen sind während der Reaktion durch Trockenröhrchen geschlitzt. Man fügt eine Lösung von 10,13 g
(0,0466 Mol) 5~Cyan-5H-dibenzo/i,d7cyclohepien in 250 ml
absolutem Äther tropfenweise unter Rührung hinzu (»ine gelegentliche Erwärmung dieser LöBung kann notwendig sein,
um die Ausfällung des Hitrils z\x verhindern). Hach.Bnde
der Zugabe rührt man das Reaktionsgemisoh eine Stunde bei
23 bis 26° C, Dann gibt man tropfenweise 35 al Wasser hinzu.
Man fügt verdünnte Schwefelsäure hinsu, wodurch ein weisser,
fester Stoff ausgefällt wird. Diesen festen Stoff trennt man ab, suspendiert ihn in Wasser und macht das.Gemisch mit
Hatriuahydroiydlösung stark alkalisch. Ebenso macht man
das Piltrat stark alkalisch und extrahiert beide Mischungen,
die suspendierte feste Stoffe enthalten, getrennt mit Äther, Die Abdestillation des Äthers von den vereinigten Extrakten
hinterlässt einen weIeaen, festen Rückstand, F. 95
2 0 9.85t Q / 1 8 1 S BAD OftlQfNAL
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Me 96,5° 0f der 10,04 g wiegt. Die ümkriatalliaation aus
Hexan ergibt 8,71 g des Produktes, F. 97,5 "bis 98,3° C
(sintert bei 97° C). Eine Analysenprobe acitmilsst bei 98 bie
98,8° C <3intert bei 97° C).
Analyse (C16H15H)
bor.: C 86,84 # H 6,S3 # IT 6,33 1»
gef.: C 87,13 $> H 6,87 %>
H 6,23 4
209810/1816 sad Oft,G»NAL
Claims (1)
1783548
Ψ 15 ^ 261. 8 ΤϊνΑ,
M & e§, ,Inc?,
£§»»§¥ IffI
/MS?
Pj § Bg u P Ü ο h
J-ϊΙ
gaJ.Ee
Verfahren
in welcher das Symbol X äj.e in Anspruch 1 ftng«sebons Bedeutung
hat, oder eine entsprechende 10,H--Dihydvove-i»bln
dung formylierfc.
20981^1816
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