DE1785358A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Drehfoerderung von Fasern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Drehfoerderung von FasernInfo
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Description
KABtJSHIEI KAISHA IEGISHI KOGYO KENKYUSHO, Saitama-ICen, Japan
Verfahren und Vorrichtung zur Drehförderung von lasern
Me Erfindung bezieht sich auf das luftspinnen oder offene Spinnen (open-end spinning), insbesondere auf ein Verfahren
und" eine Vorrichtung zur Drehförderung von Fasern "beim luft.=
spinnen oder offenem Spinnen, gemäß dem die Pasern gegen die
innere Wandfläehe eines umlaufenden Zylinders gepreßt werden
der eine koaxiale Wendel oder Wicklung aus einem drahtähn·=
liehen Körper enthält, die zusammen mit dem Zylinder umläuft
wodurch die Fasern selbsttätig und zwangsläufig gleitend in
(Spinnrichtung gefördert werden«,
Die oben erwähnten, sogenannten luftspinnverfahren oder
Spinnverfahren zeigen außergewöhnliche Merkmale auf9 die eins
erhöhte Aufmerksamkeit auf diese Verfahren lenken9 und ©s
sind, auch zahlreiche diesbezügliche Erfindungen und Vorschlags
bekannte Solche sind beispielsweise in den japanischen Patentschriften 439 248 und 493 344, den US-Patentschriften 3 115
und 3 163 976, den britischen Patentschriften 978 958 und
979 930 und der deutschen Patentschrift -1 172 352 festgehalioao
Keines dieser bekannten Verfahren hat sich jedoch vom Stand=»'
punkt der praktischen Anwendung als völlig zufriedenstellend erwiesene Insbesondere befinden sich die Fasern in einem naßti
diesem Verfahren hergestellten gesponnenen Faden in einem geschrumpften Zustand* Andere Nachteile sind beispielsweise dia.
mangelhafte Reißfestigkeit (Zugfestigkeit) des gesponnenen
fadens im Vergleich au einem herkömmlichen Faden und eine
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äußere Beschaffenheit, die eine ziemliche Aufrauhung zeigt. Is besteht demzufolge noch eine allgemeine Abneigung, diese
Verfahren anzuwenden, ausgenommen für spezielle Anwendungs-•
fälle.
Der Hauptgrund für die oben beschriebenen Mangel besteht dariHp
daß bei jedem dieser vorgenannten, bekannten Verfahren die Fasern, die gegen die innere Wandfläche eines umlaufenden
Zylinders gedrückt werden und zusammen mit dem Zylinder rotieren, lediglich einer Verdrehung oder Verdrillung unterworfen
werden, wenn sie kontinuierlich aus dem einen Ende des Zylinders herausgezogen werden, und es ist hier kein Einfluß
vorhanden, durch den die Fasern innerhalb des umlaufenden Zylinders entsprechend gegen das Ausgabeende des Zylinders
in einem gebundenen Zustand (sheafed state) gefördert wurden 9 während sie eine Gleitbewegung mit einer speziellen Geschwindigkeit
ausführen.
Mit anderen Worten, es ist hier kein zwangsläufiger Einfluß iforlianden, wie bei einer Zugeinrichtung eines bekannten Ring«
Spinngestells, wodurch die Fasern in einem gebündelten Zustand gehalten und gleichzeitig fortschreitend in Spinnrichtung
gefördert werden. Infolge des Fehlens dieses Einflusses werden die Fasern, die gegen die innere Seite des rotierenden
Zylinders gedruckt werden und mit diesem umlaufen, fast
keiner Zugkraft unterworfen und lediglich verdreht oder verdrillt und gesponnen. Aus diesem Grund sind die einzelnen
fasern des gesponnenen Fadens nicht genügend gestreckt oder gedehnt.
Im Hinblick auf die oben beschriebenen Schwierigkeiten ist es
daher die Aufgabe der Erfindung, die Spinntechnik beim Luftspinnen
oder offenem Spinnen (open-end spinning) durch ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Drehfördern der Pasern zu
ferli0saem? durch das man einen Faden von sehr guter Qualität
wirksam spinnen kann. 109887/1528
Es soll ferner eine Vorrichtung, wie oben angeführt, vorgesehen werden, die einen verhältnismäßig einfachen Aufbau und
eine einfache Betriebsweise aufweist.
Gemäß der Erfindung wird obige Aufgabe durch ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gelöst,
bei dem die Fasern stetig in das obere offene Ende eines umlaufenden
Zylinders eingeführt werden, der eine koaxiale schraubenförmige Wicklung aus einem drahtähnlichen Körper
enthält, die ebenfalls in der gleichen Richtung umläuft, jedoch
mit einer unterschiedlichen Drehzahl relativ zum Zylinder, wobei die auf diese Weise eingeführten Fasern sich aufgrund
der Fliehkraft öffnen oder trennen, sich gegen die innere Wandflache des Zylinders verteilen und ferner die
Wicklung und Teile der Wandfläche, die zwischen den Wicklungswindungen
freiliegen, abdecken und gegen diese drücken, wodurch bewirkt wird, daß die einzelnen Fasern zusammen mit
der Zylinderwand umlaufen und gleichzeitig durch die relative
Schraubwirkung der Wicklung infolge der unterschiedlichen Drehzahlen zwangsläufig gegen das untere offene Ends
des Zylinders gefördert werden.
Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Abbildungenausführlich
beschrieben, wobei alle aus der Beschreibung und. den Abbildungen hervorgehenden Einzelheiten oder Merkmale
zur lösung der Aufgabe im Sinne der Erfindung beitragen können
und mit dem Willen zur Patentierung in die Anmeldung aufgenommen wurden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtseitenansicht einer Ausführungsform der Erfindung, zum größten Teil im vertikalen Schnitt, wobei angeordnete
Teile schematisch dargestellt sind;
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Pig. 2 eine relativ vergrößerte Seitenansicht eines wesentlichen Teils der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei gewisse
Teile weggebrochen sind,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Abänderung der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung, teilweise im vertikalen Schnitt.
In den Zeichnungen sind gleiche Teile durch gleiche Bezugszahlen gekennzeichnet. Es wird nun auf Fig. 1 Bezug genommen.
Die in dieser Figur gezeigte Vorrichtung wird durch Zuführrollen 1 und 2 bekannter Ausführung mit einem Vorgespinnst 4
beschickt, wobei die Rollen das Vorgespinnst 4 auf einfache Weise zwischen sich weiterfördern oder das ankommende Vorgespinnst
25 abziehen. Das auf diese Weise zugeführte Vorgespinnst 4 wird in die obere Einlaßöffnung 3 eines Ansaugrohres
3b bekannter Ausführung durch eine Saug- oder Zugkraft eingezogen, die von der Fliehkraft herrührt, die auf die Luft
innerhalb eines hohlen umlaufenden Zylinders 6,einwirkt, wie nachstehend beschrieben wird. Das Rohr 3b wird von einem Abstützarm
3a getragen und die Fliehkraft beruht auf der Drehung des umlaufenden Zylinders, oder das Vorgespinnst wird durch
Druckluft eingezogen. Diese durch Druckluft hervorgebrachte Kraft kann z.B. gemäß Fig. 3 erzeugt werden, nach der die
Vorgespinnst-Einlaßöffnung 3 durch ein Ansaugrohr 3b umgeben ist und Druckluft durch ein Einlaßrohr 26 in den Spalt zwischen
der Öffnung 3 und dem Rohr 3b eingeführt wird, so daß die Druckluft entlang dem unteren Ende dieser Öffnung 3 nach unten
streicht. Aufgrund der Kraft der aus dem Einlaßrohr 26 eingeführten Druckluft wird das Vorgespinnst 4 nach unten aus der
Einlaßöffnung 3 gesaugt bzw. gezogen. Beim Heraussaugen des Vorgespinnstes aus der Einlaßöffnung wird dieses durch die
Druckluft kräftig gepreßt und die einzelnen Fasern des Vorgespinnstes werden durch die Druckluft abgezogen und von dem
Vorgespinnst getrennt, wobei die hinteren Enden der Fasern
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von der Spaltstelle zwischen den Rollen 1 ,und 2 abgetrennt
und dann in den umlaufenden Zylinder 6 eingeführt werden.
Der umlaufende Zylinder 6 wird durch irgendeine geeignete
Vorrichtung getragen, die eine freie Drehung um seine Achse
ermöglicht, und er kann durch irgendeine passende Vorrichtung in einer bestimmten Richtung und mit einer bestimmten
Drehzahl angetrieben werden. Der umlaufende Zylinder 6 ist
z.B. an seinem Halsabschnitt oder irgendeinem anderen Teil mit einer zylindrischen Rollen-Lauffläche 7 versehen, die gegen
drehbare Scheiben 8, 8a gedruckt wird, und er wird durch
einen in tangentialer Richtung laufenden Riemen 9 angetrieben. Gleichzeitig liegt ein Bund 10 am oberen Rand der Rollen-Lauffläche
7 auf dem oberen Rand 11 der Scheibe 8 auf und rollt entlang diesem oberen Rand ab, wodurch der umlaufende
Zylinder 6 mit seinem Gewicht abgestützt wird.
Der umlaufende Zylinder 6 kann bei einer Alternativausführung
auch durch eine, andere Vorrichtung angetrieben werden, die
die Scheiben 8, 8a drehen kann, welche wiederum in Berührung
mit dem umlaufenden Zylinder 6 gehalten werden und diesen durch Reibung antreiben.
Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht in der Schaffung
eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Ausführung des
Verfahrens, in der eine schraubenförmige Wicklung aus einem drahtähnlichen Körper 12 geeigneten Querschnitts innerhalb
des umlaufenden Zylinders 6 so angeordnet ist, daß sie in
Bezug auf die innere Wandfläche 23 des umlaufenden Zylinders gleitet und in der gleichen Richtung gedreht werden kann,
jedoch mit einer bestimmten unterschiedlichen Drehzahl. Durch die daraus hervorgehende Zusammenarbeit der inneren Wand-
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fläche 23 und der Wicklung aus dem drahtähnlichen Körper 12
werden die Fasern 5, die, wie oben beschrieben, in den umlaufenden Zylinder 6 eingeführt werden, zwangsläufig in Spinnrichtung
gefördert, während sie sich zusammen mit dem umlaufenden Zylinder 6 drehen.
Im einzelnen ist die Wicklung aus dem drahtähnlichen Körper
12 mit ihrem oberen Ende an einem Flansch 24 am unteren Ende
einer Hohlwelle 13 befestigt, die koaxial und drehbar auf Lager 14 und 15 abgestützt ist, die im Innenraum des umlaufenden
Zylinders 6 an dessem Kopfabschnitt vorgesehen sind.
Die Hohlwelle 13 ist an ihrem oberen Abschnitt mit einer Antriebsscheibe 16 versehen, die durch irgendeine von zahlreichen
Antriebsvorrichtungen angetrieben werden kann. Z.B. kann die Antriebsscheibe 16 durch einen Riemen 17 angetrieben
werden, der durch eine Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt) ■getrieben wird und sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit
in einer Richtung bewegt. Ähnlich wie im Fall des oben beschriebenen umlaufenden Zylinders kann in einer Alternativausführung
die Antriebsscheibe 16 durch Reibungseingriff eines Rades (nicht gezeigt) getrieben werden, das in Berührung mit
der Oberfläche der Antriebsscheibe gedrückt wird. Auf diese Weise wird bewirkt, daß die Wicklung aus dem drahtähnlichen
Körper 12, die mittels der Hohlwelle 13 mit der Antriebsscheibe 16 gekuppelt ist, eine Gleitdrehbewegung relativ zur
inneren Wandfläche 23 des umlaufenden Zylinders 6 in der gleichen Richtung ausführt, wie die Fläche 23, ,jedoch mit einer
bestimmten unterschiedlichen Drehzahl relativ zu dieser.
Das untere"Ende des umlaufenden Zylinders 6 weist eine kegelstumpf
förmige Verengung mit einer äußeren Fläche 6a auf, die von einer Haube 19 mit einer kegelstumpfförmigen Gestalt umgeben
ist, wobei ein bestimmter Ringraum 18 zwischen diesen Teilen vorhanden ist. Das obere Ende der Haube ist verschlos-
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sen und ihr unteres Ende erstreckt sich nach unten über das
untere Ende'der Fläche 6a hinaus. Die Haube 19 ist an ihrem
oberen Teil mit einem:Lüfteinlaß 20 versehen, wodurch man
Luft in den Raum 18 einführen kann, die entlang der Fläche 6a gegen das untere Ende des Zylinders 6 entweicht.
Die oben beschriebene Haube 19 und der Lufteinlaß 20 sind
nicht unbedingt notwendige Teile der Erfindung und haben den Zweck, z.B. die Ausziehkraft an den Fasern im umlaufenden
Zylinder 6 zu erhöhen und die Fasern, die durch den umlaufenden Zylinder 6 gefördert werden, zusätzlich in Spinnrichtung
zu führen. Die Notwendigkeit dieser Teile-Anordnung hängt von
der Länge des umlaufenden Zylinders oder der Art der zu verspinnenden
Fasern ab und verändert sich hiermit. Das heißt, die Funktion der Luftströmung durch den Raum 18 ist ähnlich
derjenigen eines Flüssigkeitsejektors, um die Luft innerhalb
des umlaufenden Zylinders 6 durch dessen untere Öffnung herauszuziehen und es wird dadurch gleichzeitig die Förderwirkung
unterstützt, worauf anschließend näher eingegangen wird, nämlich die Fasern innerhalb des, umlaufenden Zylinders in
ihre Spinnrichtung, d.h. gegen die Abzugsrollen 21 und 22 zu fördern.
Die innere Wandfläche 23 des umlaufenden Zylinders 6 ist aufgerauht
oder mit einer großen Zahl von Nuten (nicht gezeigt)
etwa in Längsrichtung oder einer schrägen Richtung hierzu versehen, um zu verhindern, daß die Fasern 5, die im zusammengepreßten
Zustand an der Fläche 23 rotieren, in Umfangsrichtung relativ zu dieser gleiten, und um ferner zu bewirken,
daß die Fasern 5 soweit wie möglich zusammen mit der
inneren Wandfläche 23 mit derselben Drehzahl wie diese umlaufen.
Durch den oben beschriebenen Aufbau und die Bewegung der
Teile, bei dem der umlaufende. Zylinder 6 und die Wicklung
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aus dem drahtähnlichen Körper 12 mit unterschiedlicher
Drehzahl umlaufen, wird bewirkt, daß die in den umlaufenden Zylinder 6 durch das Ansaugrohr 3b eingeführten Fasern sich
öffnen oder trennen und gegen die innere Wandfläche des umlaufenden Zylinders verteilen bzw. ausbreiten,und zwar unter
der Einwirkung der Fliehkraft infolge der Drehung des Zylinders. Gleichzeitig wird bewirkt, während sich die Fasern
auf diese Weise trennen und verteilen, daß Teile derselben die einzelnen Windungen 12a, 12b, 12c usw. der schraubenförmigen
Wicklung aus dem drahtähnlichen Körper 12 abdecken, wie dies bei 5a in Fig. 2 gezeigt ist. Die übrigen Teile der
Fasern werden gegen.die freiliegenden Abschnitte der inneren
Wandfläche 23 des umlaufenden Zylinders zwischen den Windungen der schraubenförmigen Wicklung gedrückt.
Die Fasern 5 werden demzufolge gedreht, während sie in einem
wellenförmigen Zustand 5a entlang einem gewellten Profil abgestützt
werden, das durch die innere Wandfläche und die Wicklung gebildet ist. Aus diesem Grund drehen sich die Fasern
zusammen mit dem umlaufenden Zylinder 6 und gleichzeitig findet eine kontinuierliche Gleitbewegung zwischen den Fasern
und den Windungen 12a, 12b, 12c usw. der schraubenförmigen Wicklung statt, die mit einer bestimmten unterschiedlichen
Drehzahl rotiert. Gleichzeitig erzeugt die Wicklung ferner eine "Schraubwirkung11, wodurch die Fasern fortschreitend in
Spinnrichtung gefördert werden, d.h. gegen das untere offene Ende des umlaufenden Zylinders 6. Die Erfindung schafft also
ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Drehförderung von Fasern, welche einen bemerkenswerten Fortschritt auf dem Gebiet
der Spinntechnik bei dem bekannten offenen Spinnen (open-end spinning) bringt.
Bei einer Drehzahl N- (pro Minute) des umlaufenden Zylinders
6, einer Steigung P der schraubenförmigen Wicklung aus dem
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drahtähnlichen Körper 12 und einer Drehzahl H2 (pro Minute)
der Wicklung gilt für die Geschwindigkeit S, mit der die Fasern in ihrer Spinnrichtung gefördert werden, folgendes:
S=P (N1 - N2) oder S=P
Die Fasern werden daher alle gegen das untere Ende des umlaufenden
Zylinders 6 entlang der inneren Wandfläche desselten
mit einer Geschwindigkeit S gefördert. Wenn diese Fasern durch die Rollen 21 und 22 mit der gleichen Geschwindigkeit S
ausgezogen werden, wird zwischen den Fasern, die an der inneren' Wandfläche des umlaufenden Zylinders 6 vorbeigleiten und
den herausgezogenen Fasern keine Zugkraft erzeugt. Wenn andererseits
die Ausziehgeschwindigkeit der Rollen 21 und 22 auf einen η-fachen Wert der oben erwähnten Fördergeschwindigkeit
S erhöht wird, erreicht man eine n-fache Zugkraft.
Die oben beschriebene Förderfunktion in Bezug auf die Fasern
und der Zug bzw. die Zugkraft sind miteinander verknüpft und stellen entsprechend unerläßliche Faktoren beim Spinnen eines
einwandfreien Fadens dar. Auch z.B. in Fällen, wie etwa beim Beginn des Spinnvorganges oder beim Wiederbeginn nach einem
Fadenriß, ist keine Möglichkeit vorhanden, daß die Fasern in dem rotierenden Zylinder 6 in Ruhe bleiben. Es findet ferner
zwischen den geförderten Fasern und den Fasern, die mit dem herausgezogenen Faden zusammenhängen, ein bestimmtes Ausmaß
einer Reibung statt., und die daraus hervorgehende Reibung erzeugt nicht nur erwünschte Einflüsse, wie etwa das gegenseitige
Strecken oder Ausdehnen, sondern auch den Effekt, daß die Fasern nacheinander in die versponnenen Fasern eingezogen
und mit diesen riohtig vereinigt werden.
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- ίο -
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß jede Paser selbsttätig gegen das Auslaßende des umlaufenden
Zylinders 6 gefördert wird ur.d das Auslaßende kegelstumpf förmig eingeengt ist, wodurch es möglich ist, die Fasern
als ein Bündel (sheaf) herauszuziehen. Dieses Merkmal ist sehr vorteilhaft, indem es eine Zusammenziehung des Drehradius
der Pasern bewirkt, die das Austrittsende des rotierenden Zylinders verlassen, wodurch der Luftwiderstand in
™ Bezug auf die Pasern verringert und darüber hinaus die Führung
der Fasern zu den Abzugs.rollen 21 und. 22 zum Zeitpunkt
des Beginns des Spinnvorgangs erleichtert wird. Diese Effekte ermöglichen als natürliche Folge das Spinnen eines Fadens mit
einer hohen Qualität und erhöhen gleichzeitig die Spinnleistung.
Die Erfindung ist nicht auf den Aufbau des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels beschränkt und es sind im
Rahmen der Erfindung verschiedene Abänderungen möglich. Zum
Beispiel lassen sich Abänderungen an der Halterungsvorrichtung und der Vorrichtung zum Antreiben des rotierenden Zylinders
und der Wicklung aus dem drahtähnlichen Körper 12 durchführen,
fe ferner in der Form des umlaufenden Zylinders 6 (z.B. in der Form eines Stundenglases), in der Querschnittsform des drahtähnlichen
Körpers 12 (z.B. kann er eine rechteckige Form, halbkreisförmige Form oder eine andere Form erhalten),in der
Oberflächenbeschaffenheit des drahtähnlichen Körpers 12 (z.B. kann die Oberfläche aus einem synthetischen Kunststoff bestehen,
der den Draht bedeckt), und in der Form der Nuten an der inneren,Wandfläche des rotierenden Zylinders 6, die auch
weggelassen werden können.
Biese Veränderungen können Vorgenommenwerden, um die Erfindung
an veränderliche Faktoren, wie beispielsweise die Art und Eigenschaft der zu verspinnenden Fasern anzupassen und
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und die Konstruktion der Vorrichtung entsprechend auszuführen.
Bie stellen keine grundsätzlichen Änderungen dar, die
nicht der Lösung der Aufgabe der Erfindung förderlich wären.
109887/1528 BADOR,G,NAL
Claims (4)
- Patentansprüche1, Verfahren zur Drehförderung von Pasern, gekennzeichnet durch Einführen der Fasern in einen hohlen, umlaufenden Zylinder in Achsrichtung desselben, wobei der Zylinder mit einer bestimmten Drehzahl umläuft und in seinem Inneren eine schraubenförmige, koaxiale Wicklung aus einem drahtähnlichen Körper enthält, die in der gleichen Richtung wie der Zylinder, jedoch mit einer unterschiedlichen-Drehzahl relativ zur inneren Wandfläche des Zylinders umläuft, wodurch die auf diese Weise zugeführten Fasern durch Einwirkung der Fliehkraft sich trennen und sich gegen die innere Wandfläche verteilen und ferner die Wicklung und Teile der inneren Wandfläche abdecken und gegen diese drücken, die zwischen den Windungen der Wicklung freigelegt sind, so daß die einzelnen Fasern zusammen mit der inneren Wandfläche umlaufen und gleichzeitig durch die relative Schraubwirkung der Wicklung infolge des Drehzahlunterschieäs zwangsläufig gegen das untere offene Ende des umlaufenden Zylinders gefördert werden.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen hohlen, umlaufenden Zylinder (6), der drehbar gelagert ist (8, 8a), eine Vorrichtung (7, 9) zum Antreiben des Zylinders (6) mit einer bestimmten Drehzahl, eine schraubenförmige Wicklung aus einem draht ähnlichen Körper (12), die drehbar und koaxial innerhalb des umlaufenden Zylinders (6) gelagert ist, eine Vorrichtung (13, 16, 17) zum Antreiben der Wicklung (12) in der gleichen Richtung, in der der umlaufende Zylinder dreht, jedoch mit einer unterschiedlichen Drehzahl relativ zur inneren Wandfläche (23) des Zylinders (6) und durch eine Ansaugvorrichtung (3b) zum Einführen der Fasern (4) in die Mitte der Wicklung und des umlaufenden Zylinders, wobei die auf diese Weise109887/1528eingeführten Fasern durch Einwirkung der fliehkraft sich trennen und sich gegen die innere Wandfläche verteilen, sowie die Wicklung und Teile der inneren Wandfläche, die zwischen den Windungen der Wicklung freiliegen, abdecken und gegen diese drücken, wobei ferner die einzelnen lasern zusammen mit der inneren Wandflache umlaufen und gleichzeitig durch die relative Schraubwirkung der Wicklung infolge des Drehzahlunterschieds zwangsläufig gegen das untere offene Ende des umlaufenden Zylinders gefördert werden.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e ηη ze ic h η e t, daß das untere offene Ende des Zylinders (6) verengt und an seiner Außenfläche (6a) durch eine Haubenanordnung (19) umgeben ist, die einen Ringraum (18) zwischen den Teilen ausbildet und eine verengte Öffnung aufweist, die im wesentlichen koaxial zu dem unteren offenen Ende des hohlen, umlaufenden Zylinders (6) liegt, daß die Haubenanordnung (19) einen Eufteinlaß (20) zur Mihrung von luft durch den Ringrauni (18) und an dem unteren offenen Ende des Zylinders vorbei aufweist, so daß sie als Ejektor arbeitet, der zum Herausziehen der lasern luft aus dem umlaufenden Zylinder in Spinnrichtung absaugt. «
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Antreiben der Wick-» lung (12) eine Hohlwelle (13) aufweist, die die Wicklung träft und über Lager (14, 15) durch die innere Seitenwand des umlaufenden Zylinders (6) drehbar abgestützt ist, und daß eint Antriebsvorrichtung (16, 17) zum Antrieb der Hohlwelle (13) vorgesehen ist.5« Vorrichtung nach Anspruch 3, da durch gekennzeichnet, daß zum Antrieb der Hohlwelle (13) eine Antriebsscüeibe (16) vorgesehen ist.10 9S87/152.8
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