DE1695842A1 - Verfahren zur Herstellung neuer 1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxide - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer 1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxideInfo
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- DE1695842A1 DE1695842A1 DE1967SC040206 DESC040206A DE1695842A1 DE 1695842 A1 DE1695842 A1 DE 1695842A1 DE 1967SC040206 DE1967SC040206 DE 1967SC040206 DE SC040206 A DESC040206 A DE SC040206A DE 1695842 A1 DE1695842 A1 DE 1695842A1
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Description
Dr.-lng. vcrr Kreisler Dr.-lng. Schdnwald 1695842
Doing. Th. Meyer Dr. Fues
ΚβΙη, Dtfchmanokai*
ΚβΙη, Dtfchmanokai*
Köln, den 9.2.1967 AvK/Bn.
Seher fco Ltd., Luzern (Schweiz) ,""Wihkelriedstrasse 56
dioxide.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von S-Cyelopentenyl-^H-l^^-benzOthiadiazin-ljl-dioxiden,
welche in den Stellungen 6 und 7 je ein Chlor, Brom, Trifluormethyl,
Hitro oder Methyl haben, mit der Massgabe, dass, wenn
eine der besagten Stellungen durch Nitro oder Methyl substituiert ist, die andere durch Chlor, Brom oder Trifluormethyl
substituiert ist, einschliesslich ihren Tautomeren und ungiftigen Salzen, besonders ihren Alkalimetallsalzen.
Der Ausdruck "Cyclopentenyl", so wie er in dieser Beschreibung
und den. anhängenden Ansprüchen gebraucht wird, bedeutet solche Cyclopentenyl-Radikale, deren Doppelbindung nicht in Konjugation
mit derjenig-en des 1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid-Kernes ist,
d.h. ein 2-Cyclopenteriyl- oder ©in 3-Cyclopentenyl-Radikal.
Abgesehen vom Cyclopentenyl-Radikal in Stellung 3 sind die hier
beschriebenen Verbindungen im heterocyclischen Teil des Kernes vorzugsweise unsubstituiert. "
BA 10*98 207 2 209
■■."■■■'■■■ - 2 - · - - 'V'
Unter den erf indungs gemäs sen Ver b indungen sind jene bevorzugt,
welche in den Stellungen 5 und 8 Wasserstoff tragen, besonders 3-(3-Cyclopentenyl)-6,7-dichlor-2H-l,2,4-.benzothiadiazin-l,lciioxid,
3-(3-Cyclopentenyl)-6-trifluormethyl-7-chlor-2H-l,2, 4-benzothiadiazin~l,l-dioxid
und 3-(3-Gyclopentenyl)-6-chlor-7-ifluormethyl-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid.
tr
Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen können zur
Behandlung von zu hohem Blutdruck verwendet werden. Sie sind hochschmelzende, weisse kristalline Festkörper, die in Wasser
praktisch unlöslich sind. Sie sind jedoch in wässerigem Alkali W und in anderen polaren Lösungsmitteln löslich, so in niedricjaliphatischen
Alkoholen. Die Prüfung der nach den nachfolgend ' beschriebenen Verfahren hergestellten Verbindungen ergibt-mit
Hilfe der ultraviolett- und infrarot-spektrographisclien Analyse
Spektraldaten, welche die vorgehend dargelegte Molekülstruktur
bestätigen. Zum Beispiel ist die C = N-Frequenzcharakteristik
des cyclisierten Kerns erkennbar. Die vorerwähnten physikalischen
Charakteristika, zusammen mit der Natur der Ausgangsstoffe und
dem Syntheseweg bestätigen überzeugend die Struktur dieser Verbindungen..
Bs ist bekannt, dass ein l,2,4-Benzothiadiazin-l,l-aioxid in
zwei tautomeren Formen vorkommen kann: In der einen Form ist,
die Doppelbindung zwischen den Atomen der Stellungen 3 .und 4, in
der anderen zwischen den Stellungen 2 und 3. Die vorliegende ·
Erfindung umfasst beide tautomeren Strukturen.
Die genannten Verbindungen können auf jedem geeigneten Weg hergestellt werden, .z.B. nach Methoden, die für die Herstellung von
2H~1,2,4-Benzothiadiaziri-l,l-dioxiden, ihren Tautomeren und
ungiftigen Salzen allgemein anwendbar sind.
Sie können in besonders zweckmässiger Weise hergestellt werden,
indem man eine Substanz mit der allgemeinen Formel
BAD. OWQWAL 100820/2209
worin A :;usammen mit der gezeichneten C-C-Doppelbindung ein
in Stellung 5 durch X-, und in Stellung 4 durch Y-, substituiertes
Phenylenradikal (wobei X1 UiIdY1 je Chlor, Brom, Tr i fluor methyl,
nitro, Methyl oder in solche überführbare Gruppen bedeuten, mit der Massgabe, dass, wenn einer der Substituenten X-, und Y1
i.itro oder Methyl oder eine in solche überführbare Gruppe ist, Λ
der andere Chlor, Brom, Trifluormethyl oder eine in solche
überführbare Gruppe darstellt; Q eine der Gruppierungen (H,H),
(JLi5Ii1CO), (H1CO5Ii1CO) oder R£gPR2 (wobei R1 Cyclopentenyl oder
eine in es überführbare Gruppe und R2 Alkyl, vorzugsweise Niedrigiil;-,yl
sind); T Wasserstoff oder R1CO (wobei R1 die obige Bedeutung
hat)5 und Z Wasserstoff, Benzyl, Cyclopentenyl oder Alkyl, vorsugseise Niedrig-Alkyl bedeuten, einer Kondensationsreaktion
unterwirft, in dem gebildeten 3-R-,-6-X1-Tr-Y1^H-1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid
nötigenfalls X-, und Y1 in Chlor, Brom,
ΪιΊfluorinethyl, Nitro oder Methyl und R1 in Cyclopentenyl umwandelt,
und, falls gewünscht, das so erhaltene 2H-1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid
in ein ungiftiges Salz, vorzugsweise in ein Alkalimetallsalz, überführt. Es versteht sich, dass die "
zwei letztgenannten Stufen, welche auf die Kondensationsreaktion folgen können, in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden
können. ■
.Die erfindungsgemäss erhältlichen "Verbindungen haben schwach
sauren Charakter, und ihre Salze können daher nach für die
Herstellung von Salzen starker Basen mit schwachen Säuren wohlbekannten Methoden hergestellt werden. Obwohl die Alkalisalze
durch ilindampfen alkalischer Lösungen erfindungsgemässer en
Verbiridung/'erhalten werden können, wird es vorgezogen, nichtwässrige Medien zu verwenden. Zum Beispiel wird durch Zusammen-
10^820/2
mischen einer alkoholischen Lösung einer erf inciting sgemäss erhältlichen
Verbindung mit einer alkoholischen Lösung, welche eine stöehiometrische Menge eines AlkalialkoxMs enthält, nach
Abdampfen des Lösungsmittels das entsprechende Alkalisalz erhalten»
Falls in der obigen Formel T Wasserstoff und Q die Gruppierung (H,H) bedeuten, so wird die Kondensation der zu kondensierenden
Substanz vorzugsweise mit einem zweiten Reagens der allgemeinen Formel R,-C=3 erzielt, worin R1 wie oben definiert ist und LS
eine bis drei funktioneile Gruppen bedeutet, die im Laufe der Kondensation zusammen mit drei der vier an die zwei in der obigen
Formel gezeigten Stickstoffatome gebundenen Atome oder Gruppen
abgespalten werden. . .
Das besagte zweite Reagens ist zweckmässig eine Carbonsäure der
Formel RCOOH oder ein Derivat davon, so etwa ein Alkalisalz, ein
Ester, z.B. ein einfacher Kiedrig-Alkylester oder ein Orthoester
der Formel RC(OR' ),J? ein Säurehalogenid, ein Anhydrid oder ein
Amid oder eine in die Säure oder in eines ihrer JJerivate überführbare Verbindung* Bei jedem dieser Reägentia bedeutet R..
das Cyclopentenyl-Radikal, welches in der Stellung■3 des 1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid-Kerns
erscheinen soll, und R1, be- ,
deutet ein Niedrig-Alkyl. . ; ,. -..
Wie für einen Fachmann offenkundig ist>
können durch geringfügige Aenderung der Bedingungen der obigen Reaktion mit dem zweiten
Reagens R^-CsB solche Zwischenprodukte gemllss obiger Formel
gebildet werden, in denen mindestens einer der Substituenten■■'Q
und Γ etwas anderes als Wasserstoff ist. Diese Zwischenprodukte
werden dann gemäss π leser Erfindung wciLer zu i3enzothiadiazin-1,1-dioxideri
kondensiert, so etwa indem man sie auf eine Teumeratür
erhitzt, welche vorzugsweise nicht inela· als etwa 30 °C über
ihren ' Schmelzpunkt ei-. liegt. . Obwohl diere Zwischeni)i'Ouuktc
vorzugsweise nach der oben geschriebenen Reaktion herFe^tellt
werden, versteht es sich, daat, ^ie aucj; <:icu Jeu em- micieren " ■
109820/2209
geeigneten und bekannten Verfahren hergestellt .werden können,
z.B. nach einem Verfahren der in den unten stehenden Reaktionsschemata C und D beschriebenen Art.
Die vorerwähnten ein zweites Reagens der Formel R1-C=B
benutzenden Reaktionen werden üblicherweise bei über Zimmertemperatur (d.h. 18°C) und unter 150° C ausgeführt* Bei lösungsmittelfreiera
Arbeiten-reicht der Temperaturbereich vorzugsweise
von etwa 400C bis zum Siedepunkt des jeweils verwendeten
zweiten Reagens. Ein Temperaturbereich von etwa 800C-ISO0C
ist besonders bevorzugt. Falls die Reaktion in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels ausgeführt wird, so wird die
Temperatur üblicherweise ungefähr auf der Rückflusstemperatur der Reaktionsmischung gehalten. Lösungsmittel wie Dioxan, Benzol,
Dimethylenglycol und Dimethyläther sind bevorzugt, jedoch können
andere geeignete nichtreagierende Lösungsmittel auch verwendet werden.
Insbesondere kann, wenn das Reagens R,-C=B eine Garbo.n^säure,
ein Silur ehalogenid oder ein Säure^iydrid ist, ein Katalysator
verwendet werden, um die direkte Bildung des gewünschten 1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxids
zu erleichtern. Der Katalysator kann eine basische Substanz sein, wie etwa Alkalihydroxide,
Garbonate, Hydrogencarboriate oder Ämmoniumhydroxid, oder tertiäres
Amin, wie Pyridin, Picolin oder Lutldin^oder eine saure Substanz,
wie etwa Perchlorsäure.
In den Bevorzugten Ausführungsformen des vorliegenden Verfahrens
ist die mit dem Reagens R-,-C=B umzusetzende Substanz ein
o-Sulfamylanilin der allgemeinen Formel I
BAD ORIGINAL
109Ι2Ο/2209
worin X und Y Chlor, Brom, Trifluormethyl, Nitro oder Methyl
bedeuten, mit der Massgabe, dass, wenn I-C oder i i;itro. oder
Methyl ist, das andere Chlor, Brom oder Trifluormethyl ist.
Die erfindungsgemässen Verbindungen körmen auch hergestellt
werden, indem in das entsprechende 3,4-Dihydro-1,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxideine
Doppelbindung zwischen die Atome der Stellungen 3 und 4 eingeführt wird. Zum Beispiel kann eine
.Verbindung der allgemeinen Formel
worin X, Y und R die obige Bedeutung haben, durch Behandeln
mit, einem bekannten Dehydrierungsmittel, wie Kaliumperinan^ariat,
in das entsprechende l,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid umgewandelt werden. Fach einer abgewandelten /uisführungsform des
letztgenannten Verfahrens typ s wird eine Verbindung, die der im
vorhergehenden Absatz gezeigten Formel mit dem Unterschied entspricht, dass sie anstelle des Substituenten R in Stellung
einen Substituenten W enthält (wobei VJ ein d£-halogeniertes
Cyclbpentenyl bedeutet), mit bekannten Dehydrohalogenierungsmitteln
behandelt, wobei das entsprechende erfindungsgemässe
l,2t4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid gebildet wird.
Die vorerwähnten bevorzugten Reaktionen werden in den folgendexi
Reaktionsschemata A bis E veranschaulicht. Bs versteht sich,
dass sowohl diese Schemata als auch die sie erklärende Beschreibung
lediglich die Bedeutung einer beispielhaften Erläuterung haben. ·
-.= 9ÄD 'ORiQlNAL.
t09820/2209
(I)
RCOOiI
Erhitzen
Erhitzen
oder
RCOCl + Katalysator
Ns C - R
oder
(ID
Jarin bedeuten X und Y je Chlor, λγοηι oder Trifluormethyl und
A ist Cyclopentenyl. Obwohl vorstehend der Orthoester als
Aethylester gezeigt ist, ist es klar, dass andere Ester
ähnlich verwendet werden können, ohne das Endprodukt zu ändern, da die betreffenden Älkoxygruppen während der Reaktion
eliminiert werden. Im vorstehenden Absatz sind Reaktionsbeaingungen
beschrieben, unter denen man das gewünschte X, Y-substituierte 3-R-2H-1,2,4-Benzothiadiazin-1,1-dioxid (II)
praktisch einstufi'g ernält. Bei geringfügigen Aenderungen
der Bedingungen kann die Reaktion über verschiedene Zwischenprodukte
geführt werden. Wenn z.T.. bei der Reaktion zwischen
dein o-3ulfamylanilin (I) und dem Säurehalogenid oder Säureanhydrid
der Katalysator weggelassen wird, so entsteht zunächst
das entsprechend N-acylierte o-Sulfamylanilin (III).
iJi-ese. Reaktion wird gewöhnlich hi einein inerten aromatischen
Kohlenwasserstoff-als Lösurig.srnxUel ausgeführt, 'wie- in Benzol,
Toluol, /:./lol unci dergl., vorzugsweise bei.Rückflussteinperaturen.
Andere Löiym^sml Ltel, wie Dialkyl;:ther, cyclische Aether uixd
der--leicjio! , können auch verwendet, werden. 3ei Erhitzen des
acTlxertej !Jwi scnenprodulites über soanen Schmelzpunkt findet
iii-i3schlu:;s statt nnd das entsprechende J ,2,4-Bennothiadiazin-1,1-dioxid
(II; wird gebildet. 'AXn Beispiel für das Vorbeigehende
isV/iie ReaKtidrii von 2-l.ulfamyl-4,5-dichloraniliii mit
2-Cyclope:-iten-l-carbonylchloriü i
säureanhydrid in unter Rückfluss kochendem Toluol, wobei 2-Sulfamyl-^jS-dichlor-cyclopentenanilid
gebildet wird, das man 'durch Erhitzen über seinen Schmelzpunkt weiter zum 3-(2-Cycipentenyl)-6,7-dichlor-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-d±xid
umsetzt. Es ist klar, dass durch Variation des o-Sulfamyl-Ausgangsstoffes
oder des Acylierungsmittels die verschiedenen erfindungsgemässen Endprodukte hergestellt werden können.
Tauscht man im vorstehenden zweistufigen Verfahren das Lösungsmittel
gegen ein tertiäres Amin, z.B. ein Pyridin, aus, so wird ein diacyliertes Zwischenprodukt (IV) gebildet, wobei
eine Acylgruppe an das Anilinstickstoffatom und die andere an das SuIfamylstickstoffatom gebunden ist. Dieses diacylierte
Zwischenprodukt wird in ähnlicher Weise durch einfaches Erhitzen über seinen Schmelzpunkt zum entsprechenden 1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid
zyklisiert.
Diese zweistufigen Reaktionen können, wie folgt, im Reaktionsschema B veranschaulicht werdenϊ
RCOCl ν—^y1 ->HCOR
+ oder inerter aromatischer r "
(RCO)0O Kohlenwasserstoff als
Lösungsmittel . x
(III)
Itert.
J Amin
Erhitzen
1Xt
NHCOR Erhitzen ^ (II)
3O2NHCOR — - —y
(IV)
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Bine äquivalente Reaktion verwendet abgewandelte Ausgangsstoffe
und ist im Reaktionsschema G gezeigt:
(V)
(RCOONa), RGOCl
oder (RCO)2O
160w- 1704C-
■ (Vl)
1)
2)
N(COR)2 SO3H(Na)
öder.
SOCl2 in
2 form&midf
(II)
Erhitzen
(VII)
In dieser Reaktion wird eine am Anilinsticksfoffatom disubstituierte
Verbindung (VII) als Ausgangsstoff verwendet, die ihrerseits aus einer entsprechenden X, Y-substituierten Qrthanilsäure (V)
durch Diaeylierung und-weitere Umwandlung der erhaltenen N-Diacylsulfonsäure
(die in der Form ihres Natriumsalzes vorliegt, wenn als, Acylierungsmittel RCOONa. eingesetzt wird) nach
bekannten Methoden erhältlich ist. Verbindungen vom Typ VII zyklisieren, je nach der Natur der Substituenten X, Y und R,
entweder spontan zu (II) oder sie werden durch Erhitzen in die zyklisierten Produkte (II) umgewandelt.
Den Reaktionsschemata A, B und C liegt allen im wesentlichen die
Acylierung eines Anilinderivats zugrunde. Unter gewissen
Umständen kann eine abgewandelte Reaktionsfolg© gemäss Schema D
wünschenswert sein. Hierbei dienen als Ausgangsstoffe im
- ίο -
Sulfonamidteil monoacylierte Verbindungen des Typs (X),· die
ihrerseits aus Sulfamylnitrobenzolen (VIII) durch Acylierung
und anschliessende Reduktion der liitrogruppe zugänglich sind,
Diese ganze Reaktionsfolge ist den Umsetzungen gemäss A, B und C ,wie ersichtlich, chemisch äquivalent, geht jedoch über
andere Zwischenprodukte.
D:
D:
RCOCl
SO2NH2
(VIII)
E/ridin
NO,
:~Qr2
(IX)
SO2NHCOR
Fe
M4Cl
NH
Erhitzen
(H)
SO2NHCOR
Der Ausgangsstoff (X) ist ein Isomer von (HE), Schema B, und/ wird in ähnlicher Weise durch blosses- Erhitzen in das Endprodukt
(II) übergeführt.
In den Reaktionsschemata C und D sind als Ausgangsstoff bzw.
Vorstufe eines Ausgangsstoffes Sulfonamide gezeigt worden
(Formeln VII und VIII), die (wie es im Beispiel der Formel VII
veranschaulicht würde) durch Reaktion des entsprechenden SulfonylChlorids mit Ammoniak hergestellt werden können.
Diesen N-unsubstituierten Sulfonamiden sind die entsprechenden
N-alkyl-und N-aralkyl-substituierten Sulfonamide äquivalent.
Diese können durch Aminierung der entsprechenden SuIfonylchloride
mit einem primären Alkylamin oder Aralkylamin, vorzugsweise Benzylaminj hergestellt werden. Ihre entsprechenden
Umwandlungsprodukte tragen den betreffenden Alkyl- oder Aralkyl-Substituenten,
der dann während der Zyklislerung sum I, 2,4-
10 9 8 ZQ- /2200 bad orsginal
- li -
Benzothiadiazin-l,l-dioxid (II) eliminiert wird. Wenn.z.B.
Benzylarain verwendet wurde, so-besitzt der Ausgangsstoff (I)
von Schema B: einen Benzylsubstituenten am Sulfamylstickstoffatom.
Diese Substanz kann, wie oben beschrieben, acyliert werden, und beim Erhitzen des acylierten Produktes wird die
Benzylgruppe eliminiert und (II) gebildet. Eine analoge Reaktion findet in den Schemata C, D und in jenem Teil von A
statt, der zur Reaktion mit Carbonsäuren oder ihren Derivaten gehört. ■'·'..
Im Reaktionsschema Ξ wird die Orthoesterreaktion des Schemas A
für einen Ausgangsstoff gezeigt, der ein Benzyl oder den gewünschten
3-ständigen Substituenten am SuIfamylstickstoffatom
enthält. Die Reaktion verlauft hier in zwei Stufen unter
Bildung zunächst eines Zwischenproduktes (XIV), das beim Erhitzen (II) bildet.
Il ·
. °C2H5
Y-^V-NH0 RC(OC9H1-)" -X-^V-N=G-R Erhitzen
XT Γ 2
ι ΙΓ >
(XI) - (XII)
Z = Benzyl oder der gewünschte 3-ständige Substituent.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung und Veranschaulichung der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen
Verfahrens. Zunächst soll jedoch die Verwendbarkeit der Verfahrensprodukte näher erläutert werden.
Es ist bekannt, dass gewisse 1,2,4~Benzothiadiazin-l,r-dioxide
auf.das periphere Gefässsystem im Sinne eines ausgeprägten
anti-hypertensiven Effektes wirken. Man hatte erwartet, dass solche Verbindungen sich eines weiten Anwendungsbereiches in der
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■■'■ = ■'.. : ·.-■■ ■■'■.- 12 - V : - ■'■- '■.■;.
Linderung und Bekämpfung der essentiellen Hypertonie, der
flialignen Hypertonie, der Bürger sehen Krankheit, der Raynaudsehen
Krankheit und dergleichen erfreuen -würden. Unglücklicherweise
jedoch zeigten die bisher untersuchten Verbindungen auch
Elektrolytretention und hyperglykämische Eigenschaften, die
ihre allgemeine Verwendbarkeit bei der Linderung und Bekämpfung der Hypertonie ernstlich schmälerten. Im Gegensatz
dazu zeigen die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen noch stärkere anti-hypertensive Wirkung ohne gleichzeitige
Elektrolytretention und hyperglykämische Nebenwirkungen.
& Zur Ermittlung der hypotensiven und hyperglykämisehen Eigenschaften
sowie der Elektrolytretention der erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen wurden verschiedene pharmakologische
Verfahren durchgeführt. So wurde zunächst'die hypotensive
Stärke dieser Verbindungen ermittelt, indem Gruppen hypertensiver
Ratten (präpariert durch Einpflanzung von Desoxycorticosteronacetat-Pillen
und Ernährung auf Salzbasis) stark variierte Dosen verabreicht wurden. Mittels statistischer
Auswertung der Wirkungen dieser Dosenreihe hat man die minimale
wirksame Dosis für antihyperteiisive Wirksamkeit bestimmt. Auf
der Grundlage dieses Testes und anderer Standard-Auswertungsverfahren, wie des Standard-in-vitro-Äorten-Streifentests, hat
man festgestellt, dass die erfindungsgemäss erhältlichen Ver-
w bindungen im Vergleich zu den bekannten Verbindungen grossere
Wirksamkeitswerte .zeigen." In ähnlicher Weise hat man auch bei
der Auswertung nach geeigneten pharmakologisehen Methoden
festgestellt, dass die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen
im Vergleich zu bekannten l,2,4-3enzo.thiadiaz.in-l,l-diqxiden
wesentlich geringere Elektrolytretention und hyperglykämisehe
Eigenschaften zeigen. So sieht man bei der Analyse der pharmakologiseheri
Testergebnisse,'dass die erfindungsgemäss zugäng-•
liehen Verbindungen eine wesentliche Verbesserung bei der Linderung und Bekämpfung der Hypertonie bedeuten.
Ganz unerwartet hat man auch gefunden, dass die blutdrucksenkende
Wirkung der genannten 3-Cycloperitenyl-l, 2, 4-benzothiadiazin-1,1-dioxide
erheblich langer anhält und stärker ist als die der
109820/2209
- 13 entsprechenden 3-Cyclopentyl-l-,2,4--benzothiadia2;in-l,l-dioxide.
Es wurde festgestellt, dass 3-Gyclopentenyl-l,2?4-benzothiadiazin-1,1-dioxide,
welche einen Nitro- oder einen Methy1-Substitueriten
anstelle eines 6- oder 7-ständigen Chlor-, Bromoder
Trifluormethylsubstituenten haben, Verbindungen ergeben, deren Pharmakologie nicht wesentlich beeinträchtigt ist. Zur
Erfindung gehört also auch die Herstellung von Verbindungen wie z.B. 3-(3-Cyclopentenyl)-ö-chlor-?-methyl-1,2, 4-ben-zothiadiazin-1,1-dioxid
und 3~(3-Cyclopentenyl)-6-nitro-7-chlor-l,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxid.
Die wirksame Dosierung erfindungsgemässer Verbindungen hängt
von der Schwere, dem Stadium und den Einzelheiten eines jeden
Falles ab und wird von dem die Diagnose stellenden und behandelnden
Arzt festgelegt. Im allgemeinen stellt eine Gabe von 0,Q3 bis etwa 1 mg pro kg Körpergewicht pro Tag den
Dosierungsbereich für die vorliegende Verbindungsklasse dar.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Verbindungen können in Form
pharmazeutischer Zubereitungen angewandt werden, die das aktive Ingredienz in Mischung mit einem pharmazeutischen Trägerstoff
enthalten, wie er für enterale oder parenterale Verabreichung geeignet ist. Solche Zubereitungen können in fester , beispielsweise
als Tabletten, Kapseln oder Suppositorien, oder in flüssiger Form, beispielsweise als Elixiere, Emulsionen
und Injektionslösungen vorliegen.
Für die Hezeptur pharmazeutischer Zubereitungen kann man
Stoffe zusetzen, die mit den aktiven Ingredienzien nicht reagieren, so z.B. Wasser, Gelatine, Lactose, Stärke, Magnesiumstearat,
Galciumcarbonat, Talkum, Pflanzenöle, Benzylalkohole,
Gummi ,Polyalkylenglycole oder Vaseline. Das betreffende aktive
Ingredienz liegt Hn der Zubereitung zweckmassig in einem
Gewichtsanteil von 0,1 bis 50 fo vor. _^~.
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Ί6958Α2
Es folgen einige Rezepturen für typische pharmazeutische
Zubereitungen, wie sie .mehrmals täglich verabreicht, v/erden
können..
Tablettenrezeptur
Der folgende Ansatz ist zur Herstellung von 1000 Tabletten geeignet:
(1) 3-(3-Cyclopentenyl)-6,7-dichlor-2H-l,2,4-
benzothiadiazin-l,l-dioxid 25 g
* (2) Lactose, U.S.P 181 g
(3) Maisstärke, U.S.P 92,5g
(4) Magnesiums tear at . . l>5g
Man granuliert eine Mischung von 72,5 g Maisstärke und der
angegebenen Lactosemenge sorgfältig mit einem durch Auflösen
von 20 g Maisstärke in 100 ml heissem destilliertem Wasser
erhaltenen Kleister. Man trocknet das anfallende Granulat bei 40 - 45°C und siebt es=durch ein Maschensieb Ko. 16.
Zu dem getrockneten und gesiebten Granulat fügt man eine
homogenisierte Mischung des aktiven Ingredienz (1) und des
Magnesiumstearats. Man durchmischt gründlich und verpresst dann zu Tabletten ä 300 mg,
Der folgende insatz ist zur Herstellung von 1000 Kapseln geeignet:
(1) 3-(3-Cyclopentenyl)-6,7-dichlor-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid
............. 25 g
(2) Lactose .................... 273,5g
(3) Magnesiumstearat ..... 1,5g
Man vermischt das aktive Ingredienz (1) mit der Lactose und
mischt dann das Magnesiumstearat zu. Je 300 mg der homogenisierten Mischung füllt man in Hartgelatinekapseln, die dann je
25 mg 3-(3-Gyclopentenyl)-6,7-dichlor-2H-l,2,4-benzothiadia2:in
1,1-dioxid enthalten.
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Ampullenrezeptur
Der folgende Aasatz ist zur Herstellung von 1000 Ampullen
ä 10 mg aktivem Ingredienz.in Form seines Natriumsalzes geeignet,
" ■".".-
(1) 3- (3-Cyelopentenyl) -6,7 -diehlor^H-l, 2,4-bensothiadiazin-1,1-dioxid-Natriumsalz
. . . . . . . . . . . 10,95 g
(2) lialiumdihydrogenphosphat .......... 6,0 g
(3) Injelvtionswasser, U,S.P» . . . . . . . . . . ad 1,0 Liter
Kan löst die Ingredienzien (1), (2) und (3) in etwa 80 Prozent
des erforderlichen Wassers, filtriert die dabei gebildete
Lösung und füllt das Piltrat auf ein Volumen von 1000 ml auf.
Kan filtriert die Lösung steril, füllt Portionen ä 1 ml aseptisch in 2-ml-Ampullen und lyophilisiert dann, nachdem
der lyopliilisierte Kuchen trocken ist, versehliesst man die
Ampullen aseptisch mit Gummistöpseln und versiegelt sie.
Jüs verstellt sich, dass anstelle des als Beispiel angeführten,
aktiven Ingredienz ^iede andere der erfindungsgemäss herstellbaren
aktiven Verbindungen in den obigen Eezepturbeispielen
verwendet werden kann.
109820/2209
. Beispiel 1
3w'( 3-CvcloT30ntenvl) -6 T 7 -diehlor^H-l^ 2.4-benzotniadiazinlTl-dioxid
' - .
Man Versetzt eine Lösung von 11,2 g S-Cyclopenten-l-carbonsäure
in 10 ml Benzol mit 12,7 g OxalylChlorid. Man lässt 15 Minuten
bei Zimmertemperatur stehen und erhitzt dann 30 Minuten auf einem Dampfbad. Es wird mit 300 ml Benzol verdünnt, 24,1 g
2-Ämino-4,5-dichlorbenzolsulfonamid hinzugefügt und die erhaltene Mischung 6 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach
Abkühlen filtriert man das erhaltene 2-(3-Cyclopenten-carboxamido)
-4, 5-dichlorbenzolsulfonamid ab. Dieses wird zu 1500 ml."" 28 $igen Ammoniaks gefügt und 1,5 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach Abkühlen wird das Bohprodukt abfiltriert und durch
Umkristallisation aus Methanol-Aceton das Produkt dieses Beispiels
(Schmelzpunkt 344-3460G) erhalten.
Ersetzt man das 2-Amino-4,5-dichlorbenzolsulfonamid durch
äquivalente Mengen von 2-Amino-4-chlor-5-trifluormethylbenzolsulfonamid,
2-Amino-4~brom-5-trifluormethyl-benzolsulfonamid, 2-Amino-4-trifluormethyl-5-chlor-benzolsulfoIlamid,
2-Amino-4,5-dibrom-benzolsulfonamid oder 2-Amino-4,5-ditrifluormethyl-benzolsulfonamid
und folgt im wesentlichen dem Verfahren djeses Beispiels so erhält man 3-(3-Cyclopentenyl)-6-chlor-7-trifluormethyl-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid,
3-(3-Gyclopentenyl) -6-brom-7-trifluormethyl-2ii-l, 2, 4-benzothiadiazin-1,1-dioxid,
3-( 3-Cyclopentenyl) -6, 7-trifluormethyl-7-chlor-2iil,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid,
3-(3-Cyclopentenyl)-6,7-dibrom-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid
bzv:. S-CS-Gyclopentenyl)
-ö^-ditrifluormethyl^H-l^, 4-benzothiadiazin-l,l-dioxid.
BADORKSiNAL
109820/2209
3- (.2-GvcloOettteayl ). -6
1
7 -dichlor-^H-l
f
2...4 -benzo thiädiazin»·
I tl-dt0Xid - ■- - : . . : \ -■■-:.■ v- ^' :.,-; ..-:v^
Man versetzt eine Lösung von 11,2 g 2-Cyelopenten-l-carbonsäure in, 10 ml Benzol mit 12,7 g OxalylChlorid* Man lässt
15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen und erhitzt dann. 30
Minuten auf einem Dampfbad. Es wird mit 3QO ml Benzol Verdünnt^
24,1 g 2-Amino-4,5-dichlor^benzolsulfonamid hinzugefügt, und: die
erhaltene Mischung β Stunden unter RücMluss gekocht.» Fach
Abkühlen filtriert man das erhaltene 2-C2-Gyclopenten-l-carbo2iamido)
-4,5-dichlorbenzolsulfonamid ab. 15QÖ ml 28 $igeii ÄmmoiiialfS ·
werden mit diesem Zwischenprodukt versetzt und 1,5 Stunden unter Rückfluss gekocht, Nach Abkühlen filtriert man das Roh.- ' /
produkt ab und kristallisiert aus Methanol-Aceton um, um das
Produkt dieses Beispieles zu erhalten.
Ersetzt man das 2-Amino-4,5-dichlorbenz/Qlsulfonamid durch
äquivalente Mengen von 2^Amino-4-chlor-5-trifluormethylbenzölsulfonaraid,
2-Ämino~4-brom-5-trifiuormethylbettzol-i'
sulfonamid, 2-Amino-4 -trifluormethyl-S-ahlorbenzolstdfoQanii^1,; ■
2-Amina-4,5-dibrombenzolsulfonamid oder 2-AmInO-^,,5-ditrifluötmethyl-benzolsulfonamid
und folgt im wesentlichen dem Verfahren dieses Beispiels, so erhalt man 3-(2-Cyclopentenyl}-6-chlor-7-trifluorm@:thyl-2H-l,2,4-benzothiadia:zin-lJl-dioxid,
3-(2-Cyclopentenyl)-e-brom-^-trifluormethyl-2H-l,2,4-benzothiadiazin-1,1-dioxid,
3-C2-Cyclopentenyl)-6-trifluormethyl-7-chlQr-2H-1,2,4-benzothiadiazin-l,1-dioxid,
3-(2-Gyclopentenyl)-6,7-dibram->2H-l,2,4~benzothiadiazin-l,
1-dioxid, bzw. 3-(2-CyclopentHiy])-
Beispiel 3,
3^(3-GvcloDentenyl)-6.7-dichlor>-2H-lr2T4-benzothiadiazin-
3^(3-GvcloDentenyl)-6.7-dichlor>-2H-lr2T4-benzothiadiazin-
A: S-Gyclopenten-^-carbonsaure^orthoTätlyrlester
t09820/22Ö9
Man tropft unter Rühren 50 g 3-Gyclopenten-l-carbonsäure-Chlorid
zu. j.000 ml 28 /ligem in einem Eisbad gekühltem Ammoniak,
lach einer Stunde filtriert man das 3-Cyclopenten-l-carbonsUureamid
ab, wäscht mit Wasser und trocknet an der Luft*
idne innige Mischung von 40 g des trocken gepulverten Amides
rait 80 g Phosphorpentoxid wird auf 10Q -2500C erhitzt und
S-Cyclopenten-l-cyanid aus der Reaktionsmischung unter Vakuum
herausdestilliert. Man löst 25 g des Cyanids in 50 nrl absoluten
Aethanols und: leitet 10 g Chlorwasserstoff gas in diese
tosung bei O0C ein. Die Lösung bleibt bei dieser Temperatur
? Tage stehen. Dann wird sie mit 500 ml wasserfreiem Aether
versetzt und bleibt Über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Nach Abkühlen der Reaktionsmischung auf -400C filtriert man das
feste Iminoesterhydrochlorid rasch ab. Dieses wird bei
Zimmertemperatur unter Rühren in 100 ml absoluten Aethanöls gelöst und die Lösung mit 200 ml wasserfreien Aethers verdünnt.
Man kocht 16 Stunden unter Rückfluss, kühlt ab, filtriert den
Ammoniumchloridniedersehlag ab, vertreibt das Lösungsmittel
und destilliert den Rückstand im Vakuum, wobei man 3-Cyclopenteri-1-carbonsäure-orthoäthylester
erhält.
B: Eine Mischung von 5 g 2-Amino-<4-,'"5-dichlorbenzolsulfonamid
und 15 ml 3-Gyclopenten-l-carhonsäure-orthO-äthylester
wird 1,5 Stunden auf 100 - 1100C, erhitzt. Mach
Abkühlen filtriert man das Ungelöste ab und kristallisiert
aus Methanol-Aceton um, wobei man 3-C3-Cyclopentenyl)T6,7-dichlor^H-l^^-benzothiadiazin-ljl-dioxid
(Schmelzpunkt:. = 344 . 3460Gi erhält.
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Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von in einer der Stellungen 6
und 7 durch Chlor, Brom, Ir if luor methyl, liitro oder Methyl
und in der anderen durch Chlor, Brom oder Trifluormethyl
substituierten 3~Cyelopenteiiyl-2H-l,2,4-benzothiadiazin-l,l- ■
dioxiden eins chlies such ihrer Tautomeren und ungiftigen
Salze, "besonders ihrer Alkalinetallsalze, gekennzeichnet durch
die Anwendung von für die Herstellung von 2H-1,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxiden
allgemein -., anwendbaren Methoden.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass man
eine Verbindung der allgemeinen Formel,
H=Q
worin A zusammen mit der eingezeichneten C-C-Doppelbindung ein
in der Stellung 5 durch X-, und in der Stellung 4 durch Y-,
substituiertes Phenylenradikal, Q eine der Gruppierungen (H,H),
(H5R1CO), (E1OOjR1CO)-OdSr R1COPi2, T Wasserstoff oder R1CO,
Z Viasserstoff, Benzyl, Alkyl, vorzugsweise Niedrig alkyl, oder
den in der 3-ßtellung des Endproduktes gewünschten Substituenten,
H-. Cyclopentenyl oder eine in es überführbare Gruppe, Rg Alkyl,
vorzugsweise Kiedrigalkyl, und Z, und Y-, je Chlor, Brom,
TriflTiormethyl,. Ritro oder Methyl oder in solche üb er führ bare
Gruppen bedeuten, mit der- Mass gäbe s dass, wenn das eine von Z-,
und Y-, l^itro oder Methyl oder eine in solche überfUhrbare Gruppe
,bedeutet, das andere Chlor, Brom oder Trifluormethyl oder eine
in solche überführbare Gruppe 1st j zu einem 3-1I1 -6-X -,-7-Y -,-2H-l,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid
kondensiert, dessen Substituenten X-, und Y-, erforderlichenfalls in Chlor, brom, Trif luor methyl,
I-ältro oder xiethyl und dessen Substituenten R-, erforderlichenfalls
109 820/2 209
16958Λ2
■■■■"..- 20 -
in Gyclopentenyl überführt und, falls gewünscht, das erhaltene
2H-l,2,4-Benzothiadiazin-l,l-dioxid in ein ungiftiges Salz, ■ vorzugsweise in ein Alkalimetallsalz, umwandelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
eine solche Verbindung der dort angegebenen allgemeinen Formel, in der jedoch wenigstens einer der Substituenten Q und T nicht
Viasserstoff ist, durch Erhitzen intramolekular kondensiert wird,
4. Verfahren nach Anspruch 2, -dadurch gekennzeichnet, dass man
eine Verbindung der allgemeinen Formel,
worin A und Z wie in Anspruchs definiert sind, mit ehem. zweiten
Reagens der allgemeinen Formel H-,-C =33 kondensiert, worin R-/
wie in Anspruch 2 definiert ist und B eine bis drei funktioneile
Gruppen bedeutet, die im Laufe der Kondensation zusammen mit
drei der vier an die zwei in der obigen Formel gezeigten Stickstoffatome gebundenen Atome oder Gruppen abgespalten werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
2 auch Wasserstoff bedeutet.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch .gekennzeichnet,
dass das zweite Reagens eine Carbonsäure der allgemeinen Formel R-COOH, worin R Cyelopentexiyl ist, oder ein 3 st er (Orthoester
eingeschlossen), Anhydrid, Amid oder Säurehalogenid davon ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche.4 bis 6, dadurch gete.mp.er.&tur
und unter 15O0C ausgeführt wird
kennzeichnet, dass die Kondensationsreaktion bei über Zimmer-
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8. Verfahren nach einem der .Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kondensation in Gegenwart eines Katalysators ausgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8,- dadurch gekennzeichnet,
dass die Kondensation in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels ausgeführt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in ein entsprechendes 3,^-Dihydro-l^^-benzothiadiazin-1,1-dioxid
zwischen die Atome der Stellungen 3. und 4 eine
Doppelbindung einführt.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
ein 3,4~Dihydro-l,2,4-benzothiadiazin-l,l-dioxid der Formel,
worin R Cyelopentenyl ist und A wie in Anspruch 2 definiert ist,
mtteinem Dehydrierungsmittel behandelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ™
ein S^-Dihydro-lj^^-benzothiadiazin-l^-dioxid der Formel,
'«-sn —
NH
worin L wie in Anspruch 2 definiert ist und W ein oC -halogeniertes
Cyclopentenyl bedeutet, mit einem Dehydrohalogenierungsmittel
behandelt wird. —-—
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13. Verfahren zur Herstellung pharmazeutischer "Zubereitungen,
dadurch gekennzeichnet, dass eine nach den Ansprüchen 1 bis 12 hergestellte aktive Verbindung in eine für die therapeutische
Verabreichung geeignete Form gebracht wird, vorzugsweise durch .'iischen mit einem therapeutisch geeigneten Trägerstoff .<
BAD 109820/2209
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