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DE1694210B2 - Stabilisierung von polyolefinen - Google Patents

Stabilisierung von polyolefinen

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Publication number
DE1694210B2
DE1694210B2 DE19691694210 DE1694210A DE1694210B2 DE 1694210 B2 DE1694210 B2 DE 1694210B2 DE 19691694210 DE19691694210 DE 19691694210 DE 1694210 A DE1694210 A DE 1694210A DE 1694210 B2 DE1694210 B2 DE 1694210B2
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Germany
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phenol derivatives
polyolefins
stabilizers
aging
mixture
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DE19691694210
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DE1694210C3 (de
DE1694210A1 (de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/37Thiols
    • C08K5/372Sulfides, e.g. R-(S)x-R'
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L23/00Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L23/02Compositions of homopolymers or copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond; Compositions of derivatives of such polymers not modified by chemical after-treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Die Antioxydantien bewirken den Abbruch der Kettenreaktion der Autoxydation, indem sie die bei diesem Prozeß entstehenden Radikale abfangen und unschädlich machen. Diese Antioxydantien sind meist von phenolischer Struktur.
Die Stoße der Gruppe b) mit synergistischer Wirksamkeit haben für sich allein angewandt keine oder nur geringe Alterungsschutz-Wirkung (vgl. Versuche I bis 4). Sie verstärken jedoch die Wirkung der in Gruppe a) erwähnten Oxydantien in sehr erheblichem Maße. Sie können diese, die allmählich durch die Oxydation verbraucht werden, regenerieren und im gegebenen Fall prooxydativ wirkende Spuren von Metallverbindungen durch Salz- oder Chelatbildung unschädlich machen.
Als phenolische Komponenten wurden alkylierte Phenole, Kondensationsprodukte aus Mono- und Dialkylphenolen mit Aldehyden und Ketonen, wie o-Kresol, tert. Butylphenol, Nonylphenol, Nonylp-Kresol usw. mit Formaldehyd, Propionaldehyd odei Aceton, Cyclohexanon usw. eingesetzt.
Erfindungsgemäß wird nun der phenolischen Korn ponente zur Verstärkung der stabilisierenden Wirkung ein Polythioäther zugesetzt.
Solche Verbindungen werden gewonnen, indem man organische Polyhalogenverbindungen, wie z. B. Tetra bromkohlenstoff. Tetrachlorkohlenstoff, Tetrachlor äthan, Hexachloräthan, 1,4-Tetrachlorbutan usw., nv.·. den Natriumsalzen von Mercaptanen umsetzt.
Besonders wirksam für die Stabilisierung von Poly olefinen, wie Polyäthylen, Polypropylen, Polybuten und Polymethylpenten. sind im Hinblick auf die Ver träglichkeit solche Polythioäther, die lange alipha tische Kohlenwasserstoffreste, wie Octyl-, Dodecyl- und Octadecylreste, tragen.
Die erforderliche Gesamtmenge an Alterungsschutz mitteln und Co-Stabilisator beträgt im allgemeinen bei normal beanspruchten Formstücken 0,001 bis 5%, vorzugsweise 0,05 bis 1%. Das Verhältnis der beiden Komponenten soll 5:1 bis 1 :5 Gewichtsteile, vorzugsweise 1:1, betragen.
Der große Vorteil bei Verwendung derartiger Mischungen von Antioxydantien der Gruppe a) und der bezeichneten Co-Stabilisatoren der Gruppe b) liegt nicht allein in der beobachteten Steigerung der Stabilität der Polyolefine, sondern auch in der Möglichkeit der Herabsetzung der Dosierung derartiger Gemische im Hinblick auf eventuell auftretende Verfärbungen der Kunststoffe.
Besonders vorteilhaft läßt sich die erfindungsgemäße Stabilisatorkombination bei Niederdruckhomopolymeren — oder Niederdruckmischpolymeren, die z. B. nach dem Ziegler-Verfahren hergestellt sind, verwenden.
In der folgenden Tabelle sind die bei 140° C gemessenen Versprödungszeiten für Polypropylen aufgeführt Die Versuche 1 bis 7 sind Vergleichsversuche, und zwar wurden in den Versuchen 1 bis 4 die erfindungsgemäß verwendeten Schwefelverbindungen, in den Versuchen S bis 7 bekannte phenolische Stabilisatoren zugesetzt. Die Versuche 1 bis 7 zeigen, daß die Schwefelverbindungen unwirksam, die phenolischen Stabilisa-
toren nur geringe Wirksaaikeit haben. Werden jedoch die Schwefelverbindungen mit den genannten Phenolen kombiniert, so tritt ein synergistischer Effekt auf (vgL Versuche 8 bis 11).
Tabelle Beispiel Chemische Bezeichnung und Formel
Konzentration in Gewichtsprozent
Versprödungs-
zeit in Tagen
bei 1400C
Tetra-(dodecyl-mercapto)-niethan C(S-C12H25J4
Tetra-ioctadecyl-mercaptoHnethan C(S QeH37U
Tetra-ioctadecyl-mercaptoJ-äthan (C15H37S) (S-C18H3,)
CH-CH
(C18H37S) (S — C18H37)
Hexa-(dodecyl-mercapto)-äthan
(C12H25S)3 == C — C ξ (S — C12H25),
Kondensationsprodukte aus Nonylphenoi und Aceton
Bis-(4-hydroxy-3-tert.butyl-6-methyl-phenyl)-butan C(CH3), C(CH3)3
CH3 M"7 CH3
Diisobornyl-p-kresol
Tetra-(dodecyl-mercapto)-methan
4- Kondensationsprodukte aus Nonylphenoi und Aceton
Tetra-(octadecyl-mercapto)-rDethan
+ Bis(4-hydroxy-3-tert.butyl-6-methyl-phenyl)-butan 0,5 0,5 0,5
0,5
0,5
0,5
0,5
0,25 0,25
0,25 0,25
15 37
Fortsetzung
Beispiel Nr.
Chemische Bezeichnung und Formel
Konzentration in Gewichtsprozent
Versprödungs-
zeit in Tagen
bei 1400C
10 Tetra-ioctadecyl-mercaptoJ-äthan
+ Kondensationsprodukte aus Nonylphenol und Aceton.
11 Hexa-(dodecy!-mercapto)-äthan
+ Kondensationsprodukte aus Nonylphenol und Aceton.
0,25 0,25
0,25 0,25
20 15

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung einer Mischung aus a) einem Phenolderivat und b) einer organischen Schwefel- s verbindung zum Stabilisieren von Polyolefinen, dadurch gekennzeichnet, daß man als b) einen Polythioäther der allgemeinen Formel
    (R - S)11- R'
    wobei π = 4 oder 6 ist, R ein Dodecyl- oder Octadecyirest und R' ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen sein kann, einsetzt is
    Zahlreiche hochpolymere Verbindungen erleiden durch Sauerstoff bei höheren Temperaturen, besonders bei Einwirkung von Licht, einen Abbau. Hierbei können die physikalischen Eigenschaften des Ausgangsproduktes, wie dessen Festigkeit, Dehnung oder Härte derart stark abfallen, daß es für technische Zwecke nicht mehr verwendet werden kann. Zur Verhinderung eines derartigen Abbaues stehen zahlreiche Stabilisatoren zur Verfügung.
    So werden z. B. für Hoch- und Niederdruckpolyolefine Phenole und Phenolderivate, z. B. auf Basis von 4,4'-Dioxy-diphenylmethan bzw. -dimethylmethan als besonders wirksame Alterungsschutzmittel beschrieben. Ferner werden in verschiedenen Patentschriften Aminophenole sowie schwefelhaltige Phenolderivate, die durch Kondensation von Alkylphenole!! mit Monoschwefeldichlorid bzw. Dischwefelchlorid erhalten wurden, genannt.
    Die obengenannten Alterungsschutzmittel haben jedoch — soweit es sich um Phenolderivate handelt — den Nachteil, daß die Stabilisierwirkung in manchen Fällen nicht ausreicht, während die schwefelhaltigen Phenolderivate bei den hohen Verarbeitungstemperaturen, wie sie besonders beim Polypropylen notnotwendig sind, sich vielfach zersetzen und den Kunststoff verfärben.
    Es wurde nun gefunden, daß eine Mischung aus a) einem Phenolderivat und b) einer organischen Schwefelverbindung hervorragend zum Stabilisieren von Polyolefinen verwendet werden kann, wenn man als b) einen PolythioäUsar der aligemeinen Formel
    (R-S)n-R'
    wobei η = 4 oder 6 ist, R ein Dodecyl- oder Octadecyirest und R' ein Kohienwasserstoffrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen sein kann, einsetzt.
    Werden die genannten Polythioäther mit einem phenolischen Alterungsschutzmittel kombiniert, so tritt ein synergistischer Effekt ein, der die Alterungsschutzwirkung der Phenolkörper unerwarteterweise erhöht.
    Bei den Stabilisier- bzw. Alterungsschutzmitteln kann man folglich nach dem Stand unserer heutigen Kenntnisse auf Grund ihrer Wirksamkeit zwei Arten von Verbindungen unt^. cheiden:
    a) die Stoffe mit spezieller Wirkung als Antioxydantien,
    b) die Stoffe, die selbst nicht oder nur gering als Antioxydantien wirksam sind, aber in Mischung mit Verbindungen der Gruppe a) die Wirksamkeit erheblich zu steigern vermögen (sogenannte Co-Stabilisatoren).
DE19691694210 1959-06-10 1969-06-10 Stabilisierung von polyolefinen Granted DE1694210B2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF28654A DE1265409B (de) 1959-06-10 1959-06-10 Verfahren zum Stabilisieren von Polyolefinen
DEF29113A DE1161688B (de) 1959-06-10 1959-08-06 Gegen Alterung stabilisierte Formmassen aus Polyolefinen
DEF0053846 1969-06-10

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1694210A1 DE1694210A1 (de) 1971-04-22
DE1694210B2 true DE1694210B2 (de) 1973-04-26
DE1694210C3 DE1694210C3 (de) 1974-01-03

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Publication number Publication date
DE1265409B (de) 1968-04-04
DE1694210C3 (de) 1974-01-03
DE1694210A1 (de) 1971-04-22

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