[go: up one dir, main page]

DE828912C - Plastiziermittel fuer Kautschuk - Google Patents

Plastiziermittel fuer Kautschuk

Info

Publication number
DE828912C
DE828912C DEP31273A DEP0031273A DE828912C DE 828912 C DE828912 C DE 828912C DE P31273 A DEP31273 A DE P31273A DE P0031273 A DEP0031273 A DE P0031273A DE 828912 C DE828912 C DE 828912C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
rubber
parts
minutes
hardness
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP31273A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Boegemann
Dr Friedrich Lober
Dr Richard Wegler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEP31273A priority Critical patent/DE828912C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE828912C publication Critical patent/DE828912C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/39Thiocarbamic acids; Derivatives thereof, e.g. dithiocarbamates
    • C08K5/405Thioureas; Derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Plastiziermittel für Kautschuk Es ist bereits vorgeschlagen worden, aromatische Mercaptane, wie Thiophenole, Thionaphthole, Thiosalicylsäure (s. amerikanische Patentschrift 2o64 58o) oder Thioanthracen (s. französische Patentschrift 899 764), sowie o;ö -Diacylaminodil>lietiyldisulfide, speziell o-ö -Dibenzoylaminodiplietiyldisulfid (s. Ind. Eng. Chem. Ind. Ed. 39, 1947, N'r. i, S. 9.4 bis ioo) zum Plastizieren von Naturkautschuk oder synthetischen, kautschukähnlichen Butadienpolymerisaten, ferner auch zum Regenerieren von Vulkanisaten der genannten Produkte zu verwenden. In diesen Verbindungen liegen Mittel von allgemeiner Verwendbarkeit bei den erwähnten Produkten vor, die technisch bezüglich ihrer Endwerte befriedigten.
  • Es wurde nun gefun#en, daß für die beschriebenen Zwecke auch Arylisothioharnstoffe verwendet werden können, wie sie beispielsweise durch Umsetzung von 2, 4, 5-Trichlorehiophenol, ß-Thionaphthol oder 9-Thioanthracen mit Cyanamid auf bekannte Weise (A r n d t , A. 384, 324 u. ff.) erhalten werden können. Diese Isothioharnstoffe kommen für das Plastizieren von unvulkanisiertem Naturkautschuk zweckmäßig in Mengen von o,i bis o,5 % und von unvulkanisierten, synthetischen, kautschukähnlichen Butadienpolymeren in Mengen von 0,5 bis 3 % zur Verwendung. Für die Regenerierung von Naturkautschukvulkanisaten verwendet man die neuen Mittel zweckmäßig in Mengen von etwa i %, während für die Regenerierung von -\"ull:anisaten aus synthetischen, kautschukähnlichen Butadienpolymerisaten wiederum etwas größere Mengen, z. B. 2%, angewandt werden. Die Regenerierungstemperatur liegt in der Regel bei etwa 150 bis 16o°. Diese Mittel bringen einmal insofern einen technischen Fortschritt, als sie geruchlos. und im Vergleich zu den entsprechenden Mercaptanen physiologisch indifferent sind. Beim Arbeiten auf der Walze oder im Gummikneter haben die neuen Verbindungen gegenüber den Mercaptanen und ihren Thiourethanen den Vorzug, daß keine Geruchsbelästigung auftritt. Besonders aber in ihrer Wirkung sind die neuen Mittel den Mercaptanen, ihren Thiourethanen, sowie dem o-ö -Dibenzoylaminodiphenyldisulfid stark überlegen, weil sie die Plastizierung sehr energisch einleiten und somit in vollem Umfang den technischen Forderungen der Kautschukverarbeitung entsprechen. Diese Eigenart tritt noch schärfer in Erscheinung, wenn man mit den neuen Verbindungen in sehr niedriger Konzentration arbeitet.
  • Diese Isothioharnstoffe erleiden wahrscheinlich bei den zur Plastizierung bzw. zur Regenerierung in Frage kommenden Temperaturen Spaltung in das entsprechende Arylmercaptan, das erst nach dem Einmischen in den Kautschuk entsteht und geruchlich nicht wahrzunehmen ist. Das andere mögliche Spaltprodukt ist Dicyandiamid, das bei den Arbeitstemperaturen und bis hinauf zu seinem Schmelzpunkt von 2o5° eine stabile, geruchlose Verbindung darstellt.
  • Um ein Stäuben der Mittel beim Einmischen zu unterdrücken, setzt man den Isothioharnstoffen vor ihrer Anwendung vorteilhafterweise etwa io % eines indifferenten Verdünnungsmittels vom Kohlenwasserstofftypus, wie z. B. Mineralöl, Paraffinöl u. ä. zu. Beispiel 1 3ooo Gewichtsteile Sheets werden bei 125° in einem Gummikneter mit 9 Gewichtsteilen (= 0,3 0/0) 2, 4, 5-Trichlorphenylisothioharnstoff io Minuten lang bearbeitet. Nach 4 Minuten bereits ist die Defohärte auf goo gesunken, während mit derselben Menge Trichlorthiophenyl (67 %ig in Hartparaffin) oder o-ö -Dibenzoylaminodiphenyldisulfid in dieser Zeit nur eine Defohärte von 1200 bzw. 1150 erreicht worden war. Nach io Minuten weist der sö plastizierte Kautschuk eine Defohärte von 5oo bis 6oo auf. Beispiel 2 Bei der Behandlung von 3ooo Gewichtsteilen Sheets nach Beispiel i bei 125° mit einer Mischung aus 9 Gewichtsteilen 2, 4, 5-Trichlorphenylisothioharnstoff und i Gewichtsteil Mineralöl wurde nach 4 Minuten eine Defohärte von 8oo und nach io Minuten eine Defoliärte von 600 bis 700 erreicht.
  • Beispiel 3 Bei der Behandlung Von 3000 Gewichtsteilen Sheets nach Beispiel i bei i25° mit 9 Gewichtsteilen ß-N aphthylisothioharnstofff wurde nach 4 Minuten eine Defohärte von io5o und nach io Minuten eine Defohärte von 55o erreicht. In ähnlicher Weise wirkt der Isothioharnstoff des 9-itIercaptoanthracens. Beispiel4 Bei der Behandlung von 3ooo Gewichtsteilen Sheets nach Beispiel 1 bei 125° mit einer Mischung aus 4,2 Gewichtsteilen (= o, i 4 %) 2, 4, 5-Trichlorphenylisothioharnstoff und o,5 Gewichtsteilen Mineralöl wurde nach 4 Minuten bereits die Defohärte von 8oo gemessen, während mit derselben Menge 2, 4, 5-Trichlorthiophenyl (67 %ig in Hartparaffin) bzw. o-o'-Dibenzoylaminodiphenyldisulfid nur eine Defohärte von 1500 bzw. 1250 erreicht werden konnte. Nach 1o Minuten weist der so plastizierte Kautschuk dann eine Defobärte von 45o auf, wogegen die Vergleichssubstanzen nach dieser Zeit nur eine Defohärte von 95o bzw. 550 ergeben hatten. Beispiel 5 Bei der Behandlung von iooo Gewichtsteilen eines Butadien-Styrol-Emulsionsinisclipolymerisates (75 : 25) mit 2o Gewichtsteilen Trichlorphenylisothioharnstoff auf der @@-alze, der io % Mineralöl enthielt, wurde nach io Minuten bei einer Walzentemperatur von ioo° eine Defoliärte von 1400 gemessen. Beispiel 6 iooo Gewichtsteile eines Butadien-Acrylnitril-Emul@sionsmischpolymerisates (70:30) mit einer Defohärte von 3000 wurden nach Einmischung von 2o Gewichtsteilen Trichlorphenylisothioharnstoff, der io % Mineralöl enthielt, bei 125° 30 Minuten lang thermisch abgebaut, wobei am Ende dieser Zeit eine Defohärte von 2000 erreicht worden war. Beispiel 7 ioo Gewichtsteile gemahlenes Vulkanisat aus synthetischen, kautschukähnlichen Butadienpolymerisaten, 1,5 Gewichtsteile Trichlorphenylisothioharnstoff, 2 Gewichtsteile Teerfettöl, 2 Gewichtsteile Mineralöl und 2 Gewichtsteile Harzöl werden in üblicher Weise gemischt und 6o Minuten im Regenerierkessel mit 3 atü Luft und 4 atü Wasserdampf bei einer dem Partialdruck des Wasserdampfes entsprechenden Temperatur von etwa i5o° C behandelt. Auf diese Weise erhält man sehr plastische und klebrige Regenerate, die für sich allein oder in Mischung mit Frischkautschuk verwendet werden können. Beis.piel8 ioo Gewichtsteile Naturkautschukvulkanisat, 0,3 Gewichtsteile Trichlorphenylisothioharnstoff, t Gewichtsteil Teerfettöl, i Gewichtsteil Mineralöl und i Gewichtsteil Harzöl werden wie üblich vermischt und in den Regenerierkessel eingetragen. Nach einer 30 bis 40 Minuten dauernden Behandlung bei i bis ? atü Luft und 4 atü Wasserdampf bei einer dem Partialdruck des Wasserdampfes entsprechenden Temperatur von etwa i5o° erhält man sehr plastische Regenerate, die für sich allein oder in Mischung mit Frischkautschuk weiterverarbeitet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Arylisothioharnstoffen der allgemeinen Formel als Plastifizierungsmittel für urivulkanisierten Naturkautschuk und urivulkanisierte, synthetische, kautschukähnliche Butadienpolymerisate bzw. zur Regenerierung von Vulkanisaten'hieraus.
DEP31273A 1949-01-09 1949-01-09 Plastiziermittel fuer Kautschuk Expired DE828912C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP31273A DE828912C (de) 1949-01-09 1949-01-09 Plastiziermittel fuer Kautschuk

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP31273A DE828912C (de) 1949-01-09 1949-01-09 Plastiziermittel fuer Kautschuk

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE828912C true DE828912C (de) 1952-01-21

Family

ID=7372230

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP31273A Expired DE828912C (de) 1949-01-09 1949-01-09 Plastiziermittel fuer Kautschuk

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE828912C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2604053C3 (de)
DE1913725A1 (de) Verfahren zum Hemmen der vorzeitigen Vulkanisation eines vulkanisierbaren Dienkautschuks und eine Beschleuniger-Inhibitor-Kombination
DD152324A5 (de) Verfahren zur behandlung von unloeslichem schwefel mit oel
DE1694918C3 (de) Herstellen eines trockenen, nicht klebenden und nicht zusammen backenden Pulvers aus festen EIa stomerprodukten
DE828912C (de) Plastiziermittel fuer Kautschuk
DE861603C (de) Verfahren zum Weichmachen von Kautschuk
DE1470984B2 (de) Stabilisatormischung für Misch- oder Pfropfpolymerisate von Acrylnitril, Butadien und Styrol
DE722575C (de) Verfahren zum Regenerieren von Kautschuk aus seinen Vulkanisaten durch Erhitzen
DE544543C (de) Verfahren zum Vulkanisieren von Kautschuk
DE708955C (de) Verfahren zum Regenerieren von vulkanisiertem Kautschuk
DE271849C (de)
DE2166953C3 (de) Antimikrobielles Mittel auf der Basis von Jodoniumsalzen
DE839717C (de) Piastiziermittel für Kautschuk
DE2143768B2 (de) Zink-N-n-Dodecyl-N-isopropyldithiocarbamat und dessen Verwendung als Vulkanisationsbeschleuniger
DE1544907C3 (de) Organozinnstabilisatoren für Polymerisate oder Mischpolymerisate des Vinylchlorids
DE645355C (de) Verfahren zur Herstellung von chloriertem Kautschuk aus Kautschukmilch
DE1097144B (de) Verfahren zur Herstellung von Polychloropren durch Emulsionspolymerisation
DE908298C (de) Verfahren zum oxydativen Abbau von natuerlichem oder kuenstlichem Kautschuk oder deren Vulkanisaten
DE829062C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen
DE1275067B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem Bis-[3-(1', 1', 3', 3'-tetramethylbutyl)-6-hydroxyphenyl]-monosulfid
DE897137C (de) Verfahren zur Herstellung von Hochdruckschmiermitteln
AT221801B (de) Verfahren zur Vergütung von nach dem Niederdruckverfahren hergestellten Polymerisationsprodukten von Olefinen
DE708840C (de) Herstellung von Loesungen hochmolekularer schwefelhaltiger Kondensationsprodukte
DE898672C (de) Verfahren zur Nachbehandlung von Emulsionspolymerisaten
DE543676C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen aus Mercaptoarylthiazolen und Hexamethylentetraminbenzylabkoemmlingen