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DE1658619B - Zerlegbares Tragwerk, vorzugsweise für Brücken - Google Patents

Zerlegbares Tragwerk, vorzugsweise für Brücken

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Publication number
DE1658619B
DE1658619B DE1658619B DE 1658619 B DE1658619 B DE 1658619B DE 1658619 B DE1658619 B DE 1658619B
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DE
Germany
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Eric Bournemouth Hampshire Longbottom (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
National Research Development Corp UK
Original Assignee
National Research Development Corp UK

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Description

Die Erfindung betrifft ein zerlegbares Tragwerk, vorzugsweise für Brücken, mit Längsträgerabschnitten, deren Stirnseiten nahe der Abschnittsober- oder -Unterseite als Stoßfläche ausgebildet sind und am entgegengesetzten Ende eine Anzahl in Tragwerksquerrichtung nebeneinander angeordneter Laschen aufweisen, die zwischen entsprechende Laschen an der gegenüberliegenden Stirnseite eingeschoben und mit je einer Bohrung versehen sind, durch die ein zwei aufeinanderfolgende Trägerabschnitte koppelnder Bolzen gesteckt ist
Durch das deutsche Gebrauchsmuster 1852 434 ist eine zerlegbare Brücke aus vorgefertigten Teilen bekanntgeworden, bei welcher die Hauptträger Dreiecksquerschnitt haben und zusammen mit zwischen den Hauptträgerabschnitten eingefügten lastverteilenden Querträgerabschnitten ein biege- und. torsionssteifes Trägerrosttragwerk bilden. Der Untergurt der Hauptträger hat dabei einen geschlossenen Kastenquerschnitt. Die Hauptträgerabschnitte dieser Brücke werden am Untergurt durch Bolzen miteinander verbunden. Hierfür sind an jedem Abschnittsende nebeneinander eine einfache Lasche und eine gabelartige Lasche angeordnet, die mit einem Bolzen zum Durchstecken versehen sind. Beim Zusammenbau greift die einfache Lasche des einen Hauptträgerabschnitts in die gabelartige Lasche des anschließenden Hauptträgerabschnitts ein und umgekehrt. Sämtliche Laschen des einen Stoßes werden dann durch den Steckbolzen miteinander verbunden. Die jeweils ineinandergesteckten einfachen und gabelartigen Laschen liegen nicht aneinander an und können deshalb noch eine Relativbewegung in Richtung der Achse des Steckbolzens ausführen. Außerdem reicht der Abstand zwischen den äußersten Laschen nicht zur Übertragung eines Biegemomentes um die Längsachse der Untergurte von einem Abschnitt zum nächsten aus. Am Obergurt sind die Hauptträgerabschnitte auf Kontakt gestoßen. Für die während der Montage dort auftretenden Zugkräfte müssen sie daher durch versenkt liegende Gabelbolzen miteinander verbunden werden.
Bei der Montage einer solchen Brücke können sich, wenn ungünstige Geländebedingungen vorliegen, Schwierigkeiten bei der Ausrichtung der einzelnen Hauptträgerabschnitte ergeben, denn die jeweils an den Untergurten befestigten Laschen müssen genau aufeinander ausgerichtet sein, damit der Verbindungsbolzen durchgeschoben werden kann.
Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, d>e Abschnitte eines solchen zerlegbaren Tragwerks besser, schneller und in leicht wiederholbarer Folge aufeinander ausrichten zu können unbd die gegenseitige Verbindung der Abschnitte zu erleichtern.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß jede Stoßfläche jeweils mit einem vorstehenden Kegelzapfen und in Querrichtung im Abstand davon mit einer dazu passenden Bohrung versehen ist, die jeweils mit der entsprechenden Bohrung bzw. dem entsprechenden Kegelzapfen an der Stirnseite des anderen Trägerabschnitts im Eingriff stehen und durch Verriegelungsmittel in dieser Lage verriegelt sind, daß ferner nahe den Laschen jeweils ein Kupplungsstück mit einem vorn offenen, sich zur Stirnseite hin verengenden Führungsschlitz und in Querrichtung im Abstand davon ein zur Stirnseite paralleler Führungsbolzen angeordnet sind, die mit einem entsprechenden Führungsbolzen bzw. Kupplungsstück an der Stirnseite des anderen Trägerabschnitts im Eingriff stehen, und daß schließlich die Laschen nach Art einer Verzinkung ineinandergreifen.
Das zerlegbare Tragwerk nach der Erfindung hat den Vorteil, daß durch die jeweils aus FührungsschTTtz und Führungsbolzen gebildete Führungseinrichtung bewirkt wird, daß bei der Montage sämtliche übrigen Verbindungsteile der Tragwerksabschnitte an den entsprechenden Stellen leicht ineinandergefügt bzw.
eingeführt werden können. Die Führungsschlitze und Führungsbolzen selbst können leicht ineinander eingeführt werden, da der Führungsschlitz an seinem einen Ende weit geöffnet ist. Beim Zusammenschieben miteinander zu koppelnder Trägerabschnitle gleitet der Führungsbolzen auf der Fläche des Führungsschlitzes und bringt dadurch die Trägerabschnitte iu die richtige Ausrichtung, so daß die vorragenden Kegelzapfen in die ihnen zugeordneten Bohrungen eingeführt und darinnen durch die Verriegelungsmittel ge- ίο gen Zugkräfte, welche die Abschnitte während der Montage auseinanderzugehen versuchen, verriegelt werden können. Wenn die Kegelzapfen verriegelt sind, können die Bohrungen in den wie bei einer Zinkenverbindung ineinandergefügten Laschen auf einfache Weise dadurch aufeinander ausgerichtet werden, daß der Führungsbolzen bis zum Grund Hes Führungsschlitzes vorgeschoben wird, woraufhin die Verbindungsmittel eingeführt werden können.
Durch die französische Patentschrift 1454 712 ist eine Einrichtung zum Verbinden von Pontons zum Bilden einer Schwimmbrücke bekanntgeworden, bei der zur verdrehungssicheren Verbindung von zwei Pontons und zum Erleichtern des Kuppeins derselben an den Wänden der Pontons jeweils ein Kegelzapfen und eine Bohrung befestigt sind und zu der noch weitere Kupplungsmittel gehören.
Diese bekannte Einrichtung soll zwar auch das Kuppeln der Pontons erleichtern, wozu die Bohrung konisch ausgebildet ist, jedoch dient die Kupplungsverbindung mittels Kegelzapfen und Bohrung hauptsächlich zur verdrehungssicheren Verbindung von jeweils zwei Pontons. Bei dem zerlegbaren Tragwerk nach der Erfindung stellen die Kegelzapfen und Bohrungen in erster linie ein Hilfsmittel bei der Montage des Tragwerks dar, da die Torsionskräfte hauptsächlich über die viel stärker ausgebildeten, ineinandergefügten Laschen übertragen werden.
Die Führungsbolzen können an den Stirnseilen in Trägerquerrichtung verlaufen, und die Führungsschlitze können sich in einer vertikalen Ebene erstrekken.
Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind mindestens einige Trägerabschnitte an ihrer Oberseite zum Anschließen von darüber angeordneten Trägerabschnitten mit nach oben offenen Schlitzen versehen, mit denen jeweils ein Bolzen an dem darüber angeordneten Trägerabschnilt im Eingriff steht und in dieser Lage durch einen das Schlitzmaul sperrenden Verriegelungsbolzen gesichert ist. Ein auf diese Weise weitergebildetes Tragwerk nach der Erfindung eignet sich insbesondere zum Bau von doppelstöckigen Brücken, bei welchen obere Trägerabschnitte mit darunterliegenden Trägerabschnitten zu verbinden sind.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung bestehen die Verriegelungsmittel zum Verriegeln der Kegelzapfen in der ihnen jeweils zugeordneten Bohrung aus einer Querbohrung in jedem Kegelzapfen und einem durch die Querbohrung gesteckten Verriegelungsbolzeti, der im Bereich jeder Bohrung angeordnet ist.
Zwei Ausführungsbeispiele einer zerlegbaren Brücke werden an Hand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt bzw. zeigen
Fig. 1 eine schematische Teilansicht einer einstöckigen zerlegbaren Brücke,
Fig.2 eine schematische Teilqueransicht der in F i g. 1 dargestellten Brücke,
Fig.3 eine schematische räumliche Darstellung eines Trägerabschnitts der Brücke,
Fig. 4 und 5 schematische Teilseitenansichten zweier Trägerabschnitte gemäß Fig.3 während zweier verschiedener Phasen des Zusammenbaues,
F i g. 6 eine schematische Teilseitenansicht einer doppelstöckigen zerlegbaren Brücke.
Fig.7 eine schematische Teilqueransicht der in F i g. 6 dargestellten Brücke,
F i g. 8 eine schematische räumliche Ansicht eines unteren Trägerabschnitts für die Brücke gemäß den F i g. 6 und 7 und
F i g. 9, 9 a, 10 und 10 a jeweils schematische Seitenansichten mehrerer Trägerabschnitte einer doppelstöckigen Brücke in verschiedenen Phasen des Zusammenbaues.
Die in den F i g. 1 und 2 gezeigte zerlegbare Brücke weist zwei nebeneinanderliegende Hauptträger 1 auf, die aus miteinander verbundenen Trägerabschnitten 2 gebildet und an ihren Stirnseiten jeweils durch Querträger 3 miteinander verbunden sind. An die Querträger 3 sind Rampenstücke 4 angesetzt. Der zwischen den Hauptträgern 1 befindliche Zwischenraum ist mit leichten Fahrbahnplatten 5 abgedeckt.
Der in F i g. 3 schematisch dargestellte Trägerabschnitt besteht aus einem Hohlträger von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt und ist so leicht ausgeführt, daß er mit Menschenkraft transportiert werden kann. An den beiden Stirnseiten des Trägerabschnitts 2 befinden sich jeweils die Druckkräfte aufnehmende Stoßflächen 7, die an den beiden Seiten des Trägerprofils etwas nach unten gezogen sind. An dem einen nach unten gezogenen Stoßflächenteil ist ein Kegelzapfen 8 und an dem anderen nach unten gezogenen Teil der Stoßfläche eine dem Kegelzapfen angepaßte Bohrung 9 angeordnet. Liegt die Stoßfläche 7 eines Trägerabschnitts 2 an der Stoßfläche 7 eines benachbarten Trägerabschnitts an, so ragen die Kegelzapfen 8 in die Bohrungen 9 hinein, wo sie durch Verriegelungsbolzen 10 verriegelt werden können, welche in Querbohrungen 11 der Kegelzapfen 8 einschiebbar sind. Die Verriegelungsbolzen 10 können dadurch verriegelt werden, daß ihre abgebogenen Enden in Schlitze 19 eingeschoben werden, die zwischen den Haltebügeln 20 und der Stoßfläche 7 frei gelassen sind. Die Kegelzapfen 8 und die Verriegelungsbolzen 10 müssen so kräftig sein, daß sie während des Zusammensetzens der Brücke den zwischen den Obergurten jeweils zweier aneinanderstoßender Trägerabschnitte 2 auftretenden Zugkräften standhalten.
In der Nähe der Unterkante der beiden Stirnseiten der Trägerabschnitte 2 ist an diesen jeweils eine Vielzahl von hochkant und zinkenartig angeordneten Laschen 12 angeschlossen, deren Längsseiten senkrecht zur Stirnfläche des betreffenden Trägerabschnitts stehen. Die gegenseitigen Abstände und die Dicken der Laschen 12 sind so gewählt, daß beim Aneinanderstoßen der Stoßflächen zweier benachbarter Trägerabsch.iitte 2 die Laschen nach Art einer Verzinkung ineinandergreifen. Die Laschen 12 weisen Querbohrungen 14 auf, in welche, wenn die Laschen der Stirnseiten beider Trägerabschnitte richtig ineinandergreifen, Bolzen 13 geschoben werden können, wodurch dann eine zugfeste Verbindung jeweils zweier aneinanderstoßender Trägerabschnitte 2 sichergestellt ist. An jeder Stirnseite ist jeweils oberhalb einer Lasche 12 an einer Seite eine Führungslasche 15 angeordnet, deren Längsseiten parallel zu den Längsseiten der Laschen
12 verlaufen. In der Führungslasche IS befindet sich ein stirnseitig offener, sich nach hinten verengender Führungsschlitz 16, der an seinem inneren Ende abgerundet ist. An der jeweils benachbarten anderen Seite der betreffenden Stirnseite des Trägerabschnitts 2 ist in Laschen 18 ein Führungsbolzen 17 drehbar gelagert, dessen Achse parallel zur gemeinsamen Achse der Querbohrungen 14 der Laschen 12 und koaxial zu dem abgerundeten inneren Ende des sich verengenden Führungsschlitzes 16 verläuft. Wenn die Enden jeweils zweier benachbarter Trägerabschnitte 2 gestoßen werden, gleitet jeweils der Führungsbolzen 17 an der Stirnseite des einen Trägerabschnitts in den Führungsschlitz 16 der Führungslasche 15 hinein, und der gleiche Vorgang spielt sich jeweils auf der anderen Seite derselben Stirnseiten der zu stoßenden Trägerabschnitte 2 ab. Auf diese Weise kommen die Querbohrungen 14 der Laschen 12 beider aneinanderstoßender Trägerabschnitte 2 zur Deckung, und zugleich kommen die beiden Stoßflächen7 der beiden Abschnitte miteinander in Berührung, sobald die beiderseitigen Führungsbolzen 17 an den abgerundeten Enden der Führungsschlitze 16 anliegen.
Infolgedessen können nunmehr die Bolzen 13 zwecks Verbindung der beiden aneinanderstoßenden Trägerabschnitte 2 in die Querbohrungen 14 der Laschen 12 geschoben werden.
Beim Zusammensetzen der Brücke müssen zuerst die beiden Hauptträger 1 montiert werden, indem die einzelnen Trägerabschnitte 2 in der in den F i g. 4 und 5 dargestellten Weise aneinandergesetzt werden. In diesen Figuren ist der eine Trägerabschnitt 2 mit X und der andere Trägerabschnitt 2 mit Y bezeichnet. Der das eine Ende eines Hauptlrägcrs 1 bildende Trägerabschnitt X ist in geeigneter Weise unterstützt, während der anzusetzende Trägerabschnitt Y mit der Hand auf diesen ausgerichtet wird. Wenn die beiden Trägerabschnitte X und Y gestoßen werden, greifen die Kegelzapfen 8 in die Bohrungen 9 ein, und die beiden Stoßflächen 7 legen sich aneinander an. Die Kegelzapfen 8 werden dann dadurch verriegelt, daß die Verriegelungsbolzen 10 in die Querbohrungen 11 geschoben werden. Wird nun der Trägerabschnitt Y losgelassen, so schiebt sein Eigengewicht die Führungsbolzen 17 in Richtung auf das abgerundete Ende der sich verengenden Führungsschlitze 16, wodurch die Querbohrungen 14 der Laschen 12 gegenseitig genau ausgerichtet werden. Infolgedessen kann nunmehr der Bolzen 13 in die Querbohrungen 14 mühelos eingeschoben werden. Weitere Trägerabschnitte werden in gleicher Weise angesetzt, bis die beiden Hauptträger 1 der Brücke fertiggestellt sind.
Zur Aufnahme schwererer Lasten und zur Überbrückung größerer Spannweiten dient eine doppelstöckige zerlegbare Brücke, die im wesentlichen der soeben beschriebenen Brücke gleicht, jedoch besondere obere Trägerabschnitte und besondere untere Trägerabschnitte sowie Verbindungsmittel aufweist, mittels welcher der jeweils obere Trägerabschnitt mit dem unteren Träger abschnitt verbunden werden kann,
Eine solche doppelstöckige Brücke ist in den Fig.6 und7 schematisch dargestellt. Der obere Teü der beiden Hauptträger 1 dieser Brücke ist wiederum aus Trägerabschnitten2 zusammengesetzt, mit denen Rampenstücke 4 und Fahrbalinplatten S verbunden sind. Dieser Teil entspricht also der oben beschriebenen einstöckigen Brücke. Unter den Trägerabschnitten 2 sind Trägerabschnitte 30 angeordnet Da eine derartige doppelstöckige Brücke eine größere Höhe hat, sind zusätzliche Rampenstücke 31 und Zwischenpfosten 32 erforderlich. Die beiden Hauptträger sind durch Querträger 33 verbunden.
Die in F i g. 8 dargestellten unteren Trägerabschnitte 30 sind ebenso lang wie die Trägerabschnitle 2, haben jedoch in der Seitenansicht die Form eines dreieckigen Rahmens, der von einem Untergurt 35, einem Stiel 36 und einer Strebe 37 gebildet wird. An den Stirnseiten des Untergurts befinden sich ebenfalls in gegenseitigem Abstand Laschen 12 a mit Querbohrungen 14 a, außerdem Führungslaschen 15 a mit sich nach hinten verengenden Führungsschlitzen 16 α und Führungsbolzen 17 α, die wiederum in Laschen 18a gelagert sind. Diese Teile gleichen alle im wesentlichen den Teilen 12, 14, 15, 16,17 und 18 der oben beschriebenen Trägerabschnitte 2. Auf dem Stiel 36 sind U-förmigc Gabeln angeordnet, in deren Schlitze 38 die Enden der Bolzen 13 des oberen Trägerabschnitts eingreifen. Zum Verriegeln der Bolzen 13 sind in den Schenkeln der Gabeln Bohrungen angeordnet, in die Verriegelungsbolzen 39 einschiebbar sind. Die jeweils unteren Trägerabschnitte 30 können also an dem jeweils darüberliegenden Trägerabschnitt 2 dadurch befestigt werden, daß dessen Bolzen 13 in die Schlitze 38 eingeschoben und sodann die Verriegelungsbolzen 39 über die Bolzen vorgeschoben werden. Die Verbindung der unteren Trägerabschnitte 30 miteinander erfolgt durch Einschieben von Bolzen 13 a in die Querbohrungen. 14 a der nach Art einer Verzinkung ineinandergreifenden Laschen 12α der beiderseitigen Untergurte 35, sobald die Querbohrungen 14 a dadurch genau aufeinander ausgerichtet sind, daß die Führungsbolzen 17« der beiden aneinanderstoßenden Trägerabschnitte in die Führungsschlitze 16 α der ihnen gegenüberliegenden Führungslaschen 15 a eingeschoben worden sind. Oben sind an dem unteren Trägerabschnitt 30 Haltebacken 41 mit Verriegelungsbolzen 40 angeordnet, mit denen die Querträger 33 befestigt werden können.
Der Zusammenbau einer doppelstöckigen Brücke vollzieht sich in ähnlicher Weise wie derjenige einer einstöckigen Brücke und wird an Hand der F i g. 9, 9 a, 10 und 10 a beschrieben, in welchen das Aneinanderfügen zweier oberer Trägerabschnitte, die wiederum mit den Bezugsbuchstaben X und Y bezeichnet sind, und zweier unterer Trägerabschnitte, die mit B und C bezeichnet sind, in seinen einzelnen Phasen dargestellt ist. Zum Zusammenbau kann eine in Fig.9 ersichtliche Montagevoirichtung verwendet werden, welche im wesentlichen die Form einer Stange mit Gabelenden 43 bzw. 44 hat.
Zunächst wird ein Bolzen 13 α in die Querbohrungen 14 a der Laschen 12 a des unteren Trägerabschnitts 2 eingeschoben, der dem Trägerabschnitt X zugeordnet ist Dann wird das Gabelende 43 der Montagevorrichtung auf das vorstehende Ende des Bolzens 13 α aufgesetzt, wie dies aus F i g. 9 a ersichtlich ist, während in das Gabelende 44 der Montagevorrichtung ein entsprechend der Gabel gestalteter Vorsprung des oberen Trägerabschnitts Y eingeführt wird, der beispielsweise von einer Einschuböse 24 für Tragstäbe gebildet ist Nunmehr wird der obere Trägerabschnitt Y in Richtung auf den Trägerabschnitt X geschoben, wobei die Montagevorrichtung geschwenkt wird. Sodann werden die Kegel?apf en 8 in die Bohrungen 9 eingeführt und die Führungsbolzen 17 in die sich verengenden Führungsschlitze 16
(ο
eingeschoben. Auf diese Weise wird die Verbindung zwischen den oberen Trägerabschnitten X und Y in der zuvor beschriebenen Weise hergestellt. Die Länge der Montagevorrichtung ist so gewählt, daß, wenn die Trägerabschnitte X und Y aneinander anliegen, der Trägerabschnitt Y sich bereits etwas aus dem Gabelende 44 der Montagevorrichtung gehoben hat. Infolge der sich verengenden Form des Führungsschlitzes 16 und der kegeligen Form der Kegelzapfen 8 kann beim weiteren Zusammenschieben der beiden miteinander zu verbindenden Trägerabschnitte sodann die Montagevorrichtung weggenommen werden. Sodann wird der Bolzen 13 α aus dem unteren Trägerabschnitt B herausgezogen.
Der untere Trägerabschnitt C wird nunmehr so zurechtgeschoben, daß die oben an dem Stiel 36 angeordneten Schlitze 38 mit den die oberen Trägerabschnitte X und Y koppelnden Bolzen 13 in Eingriff kommen, worauf diese in den Schlitzen durch Vorschieben der Verriegelungsbolzen 39 verriegelt werden. Dieser Vorgang ist aus F i g. 10 ersichtlich. Der Trägerabschnitt C kann nunmehr unter der Wirkung seines Eigengewichtes nach unten schwenken, wodurch der Führungsbolzen 17 a mit dem Führungsschlitz 16 α des Trägerabschnitts B in Eingriff kommt. Infolge des Bolzenspieles können sich die Trägerabschnitte X und Y senken, was zur Folge hat, daß der Führungsbclzen 17 α zuerst an der Unterseite des Führungsschlitzes 16 α anliegt, wie dies F i g. 10 a zeigt. Dadurch, daß der Trägerabschnitt C nach unten schwenkt, wird der Führungsbolzen 17 a satt an das innere, bogenförmige Ende des Führungsschlitzes 16 α angedrückt.
Nunmehr befinden sich die Querbohrungen 14 a der ineinandergreifenden Laschen 12 a der beiden Trägerabschnitte B und C in einer Flucht, und der Bolzen 13 α kann wieder in die Querbohrungen eingeführt werden.
In gleicher Weise werden anschließend die weiteren oberen und unteren weiteren Trägerabschnitte der Hauptträger aneinandergefügt. Zwei obere Trägerabschnitte 2 werden jeweils an dem Rampenstück 31 und das Rampenstück 4 wird an dem Querträger 3 angeschlossen. Wie aus F i g. 6 ersichtlich ist, ist jeweils an den letzten Trägerabschnitt der Zwischenpfosten 32 angeschlossen, der in gleicher Weise mit Bohrungen, Kegelzapfen, Führungsbolzen, sich verjüngenden Führungsschlitzen und Laschen versehen ist wie die übrigen Träge.rabschnitte der Hauptträger. Diese Teile sind also im wesentlichen mit den zuvor beschriebenen Teilen 8, 9, 12, 16, 17, 16 a und 17 a vergleichbar.
Der geeignetste Weg für den Zusammenbau einer solchen Brücke wird wiederum darin bestehen, einen Rampenteil zusammenzubauen und dann die beiden Hauptträger in der Weise herzustellen, daß jeweils die oberen Trägerabschnitte 2 und die unteren Trägerabschnitte 30 an den Zwischenpfosten 32 angeschlossen werden. Sind die beiden Hauptträger fertiggestellt, so werden die jeweils zweiten Zwischenpfosten 32 an deren vorderen Enden angeschlossen. Sodann werden die Querträger 33 an dem unteren Teil der Hauptträger angeschlossen, wofür die Kegelzapfen 39 und Haltebacken 41 nach F i g. 8 dienen.
Die Verbindung durch sich verengende Führungsschlitze und damit im Eingriff stehende Führungsbolzen und Kegelzapfen und dazugehörenden Bohrungen eignet sich nicht nur für zerlegbare Brücken, sondern auch für andere zerlegbare Bauwerke, beispielsweise zerlegbare Kräne.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
209542/14«
2634

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Zerlegbares Tragwerk, vorzugsweise für Brücken, mit Längsträgerabschnitten, deren Stirnsehen nahe der Abschnittsober- oder -Unterseite als Stoßfläche ausgebildet sind und am entgegengesetzten Ende eine Anzahl in Tragwerksquerrichtung nebeneinander angeordneter Laschen aufweisen, die zwischen entsprechende Laschen an der gegenüberliegenden Stirnseite eingeschoben und mit je einer Bohrung versehen sind, durch die ein zwei aufeinanderfolgende Trägerabschnitte koppelnder Bolzen gesteckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede Stoßfläche jeweils mit einem vorstehenden Kegelzapfen (8) und in Querrichtung im Abstand davon mit einer dazu passenden Bohrung (9) versehen ist, die jeweils mit der entsprechenden Bohrung bzw. dem entsprechenden Kcgclzapfcn an der Stirnseite des anderen Trägerabschnitts (2) im Eingriff stehen und durch Verriegelungsmittel in dieser Lage verriegelt sind, daß ferner nahe den Laschen (12) jeweils ein Kupplungsstück mit einem vorn offenen, sich zur Stirnseite hin verengenden Führungsschlitz (16) und in Querrichtung im Abstand davon ein zur Stirnseite paralleler Führungsbolzen (17) angeordnet sind, die mit einem entsprechenden Führungsbolzen bzw. Kupplungsstück an der Stirnseite des anderen Trägerabschnitts (2) im Eingriff stehen, und daß schließlich die Laschen (12) nach Art einer Verzinkung ineinandergreifen.
2. Tragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsbolzen (17) an den Stirnseiten in Trägerquerrichtung verlaufen und die Führungsschlit7C (16) sich in einer vertikalen Ebene erstrecken.
3. Tragwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige Trägerabschnitte (30) an ihrer Oberseite zum Anschließen von darüber angeordneten Trägerabschnitten (2) mit nach oben offenen Schlitzen (38) versehen sind, mit denen jeweils ein Bolzen (13) an dem darüber angeordneten Trägerabschnitt (2) im Eingriff steht und in dieser Lage durch einen das Schlitzmaul sperrenden Verriegelungsbolzen (39) gesichert ist.
4. Tragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsmittel zum Verriegeln der Kegelzapfen (8) in der ihnen jeweils zugeordneten Bohrung (9) aus einer Querbohrur.g (11) in jedem Kegelzapfen (8) und einem durch die Querbohrung gesteckten Verriegelungsbolzen (10) bestehen, der im Bereich jeder Bohrung (9) angeordnet ist.

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