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DE1593965C3 - Optisch aktive Threo-1-p-nitrophenyl^-N.N-dimethylamino-propan-l^diole, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Aufspaltung racemi scher Säuren - Google Patents

Optisch aktive Threo-1-p-nitrophenyl^-N.N-dimethylamino-propan-l^diole, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Aufspaltung racemi scher Säuren

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DE1593965C3
DE1593965C3 DE19671593965 DE1593965A DE1593965C3 DE 1593965 C3 DE1593965 C3 DE 1593965C3 DE 19671593965 DE19671593965 DE 19671593965 DE 1593965 A DE1593965 A DE 1593965A DE 1593965 C3 DE1593965 C3 DE 1593965C3
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DE
Germany
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threo
nitrophenyl
propane
diol
dimethylamino
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Expired
Application number
DE19671593965
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English (en)
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DE1593965B2 (de
DE1593965A1 (de
Inventor
Gaston Thorigny Amiard
Robert Clichysous-Bois Bucourt
Georges Dr. Nogent Sur Marne Muller
Andre Les Lilas Poittevin
Vesperto Maisons Alfort Torelli
Michel Neully Seine Vignau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi Aventis France
Original Assignee
Roussel Uclaf SA
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Filing date
Publication date
Priority claimed from FR47305A external-priority patent/FR1481978A/fr
Priority claimed from FR74179A external-priority patent/FR1496817A/fr
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Publication of DE1593965A1 publication Critical patent/DE1593965A1/de
Publication of DE1593965B2 publication Critical patent/DE1593965B2/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D317/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D317/08Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms having the hetero atoms in positions 1 and 3
    • C07D317/72Heterocyclic compounds containing five-membered rings having two oxygen atoms as the only ring hetero atoms having the hetero atoms in positions 1 and 3 spiro-condensed with carbocyclic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die neuen optisch aktiven Verbindungen d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (I) und L(+)-Threol-p-nitrophenyl^-^N-dimethylamino-propan-l.S-diol (II) sowie die Salze dieser Basen mit organischen oder Mineralsäuren ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung zur Aufspaltung der racemischen Säuren !.,S-Dioxo^a-methyl-SjoJ^a-tetrahydroindan-4-essigsäure und 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure in ihre optischen Antipoden.
Das Verfahren zur Herstellung der Basen I und II ist dadurch gekennzeichnet, daß man die Methylierung des d(—)- oder L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-aminopropan-l,3-diols mit einer Fonnaldehyd-Ameisensäure-Mischung durchführt und die entsprechende Dimethylaminobase erhält, die man gegebenenfalls in ein Salz einer organischen oder Mineralsäure überführt.
Nach diesem Verfahren erhält man, ausgehend von d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol das d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (I), F. = 1010C, [<x]D= -26° ±1° (I0Io. Äthanol) und, ausgehend von L(+)-Threol-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol, das l(+)-Threo-l-p-nitrophenyl^-NjN-dimethylarnino-propan-1,3-diol (II), F. = 1010C, [»]D = +26° ± 1° (1%
Äthanol).
Die optisch aktiven Verbindungen I und II können als Reagenzien zur Aufspaltung racemischer Säuren in Betracht gezogen werden.
Die Bedeutung einer solchen Maßnahme, die im Verlauf der Synthese von Naturprodukten, ausgehend von optisch inaktiven Verbindungen, häufig vorgenommen wird, ist bekannt. Zur Durchführung der Spaltung einer racemischen Säure ist es üblich, sie mit einer optisch aktiven Base zu vereinigen unter Bildung einer Mischung der beiden diastereoisomeren Salze, von denen jedes grundsätzlich isoliert und gereinigt werden kann, um sodann in die entsprechende aufgespaltene, rechtsdrehende oder linksdrehende Säure zersetzt zu werden.
Zu diesem Ziel wurden schon Basen wie Brucin, Morphin, Chinin und L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol als Reagenzien zur Aufspaltung verwendet.
Die Erfahrung zeigt jedoch, daß die Aufspaltung einer Säure oft und unvorhersehbar auf große Schwie rigkeiten im technischen Bereich stößt. In der Praxis ist es zweckmäßig, wenn die Base stabile und leicht kristallisierende Salze bildet und wenn eines der beiden diastereoisomeren Salze deutlich weniger löslich ist als das andere, so daß seine Reinigung erleichtert wird. Es ist auch bevorzugt, daß das Reagens zur Aufspaltung eine geringe Löslichkeit in wäßrigem Milieu besitzt, damit seine Gewinnung während der Zersetzung seiner Salze nicht zu große Schwierigkeiten bereitet.
Die beiden erfindungsgemäßen Basen sind tatsächlich in wäßrigem Milieu sehr wenig löslich, weit weniger löslich als andere Reagenzien, wie Ephedrin oder L(-f)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol.
Sie bieten darüber hinaus gegenüber den beiden letztgenannten Verbindungen den Vorteil, Salze zu ergeben, die stabiler sind und besseres Kristallisierungsvermögen besitzen.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen V,erbindungen zur Aufspaltung von racemischen Säuren in ihre optischen Antipoden geschieht so, daß man entweder
a) d(—)-Threo- oder L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl 2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol mit der racemischen Säure l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7, 7a-tetrahydroindan-4-essigsäure vereinigt, die bei-
■ den gebildeten diastereoisomeren Salze auf übliche Weise abtrennt, reinigt und durch Zersetzung des entsprechenden Salzes die enantiomeren Säuren (+)-l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure und (—)-l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure enthält,
oder daß man
b) d(—)-Threo- oder L(+)-Threo-l-p-nitrophenyI-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol mit der racemischen Säure 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cycIopentyl)-propionsäure vereinigt, die beiden gebildeten diastereoisomeren Salze auf übliche Weise abtrennt, reinigt und durch Zersetzung des entsprechenden Salzes die rechtsdrehende 3-(l'-MethyI-2',2'-äthylendioxy-5'-oxocyclopentyl)-propionsäure und die linksdrehende 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure erhält. '
Dieses Verfahren kann insbesondere zur Aufspaltung der l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (III) verwendet werden.
CH,
'■> .0
rri
HO2C X
Diese Verbindung III dient zur Herstellung verschiedener Steroidverbindungen, wie der B-Norsteroide oder der Derivate des Östradiols.
Man kann beispielsweise die Base I zur Aufspaltung der Säure III nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwenden. Bei einer bevorzugten Durchführungsform führt man die Vereinigung der Verbindungen I und III durch, indem man in Essigsäureäthylester-Äthanol-Wasser-Milieu arbeitet. Das der rechtsdrehenden Säure entsprechende Salz scheidet sich dann in kristallisierter Form ab. Die Zersetzung dieses Salzes durch alkalische, dann saure Behandlung führt zu (+)-l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydro-indan-4-essigsäure (IHa), F. = 129°C, [<x]D = +225° ± 1° (0,5% Wasser). Die Mutterlaugen des vorstehenden Salzes enthalten das der linksdrehenden Säure entsprechende diastereoisomere Salz und ergeben nach üblicher Behandlung den linksdrehenden Antipoden der Säure III. Zum Zweck der Reinigung kann letztere mit L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (TI) behandelt werden, und das so erhaltene kristallisierte Salz kann durch alkalische, dann saure Zersetzung in (—)-l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure(IIIb), F. = 1290C, [<x]D = -225° ± 1 ° (0,5 % Wasser) überführt werden.
Bei Verwendung der Base II an Stelle der Base I zur Aufspaltung ist die Reihenfolge der Trennung der Säuren IHb und IIIa umgekehrt: Man beobachtet zunächst die Kristallisation des Salzes von II mit der linksdrehenden Säure IHb.
Die Verwendung der erfindungsgemäß erhaltenen Basen I oder II bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Basen. So haben Versuche gezeigt, daß die Aufspaltung von III mit Hilfe von (+)- oder (—)-Ephedrin nur unter großen Schwierigkeiten durchgeführt werden kann, insbesondere auf Grund des zu geringen Löslichkeitsunterschiedes zwischen den gebildeten diastereoisomeren Salzen und der ungenügenden Stabilität letzterer. Auch die Aufspaltung derselben Säure mit Hilfe von L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol ergibt keine besseren Ergebnisse.
Die erfindungsgemäßen Basen sind in gleicher Weise auch zur Aufspaltung von dl-3-(l'-Methyl-2',2' - äthylendioxy- 5' - oxo -cyclopentyl) - propionsäure geeignet.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Herstellung der d(—)-und L(+)-Threo-l-p-nitrophenyI-2-N,N-dimethyIamino-propan-l,3-diole (I und II)
Man stellt die folgende Reaktionsmischung her: d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-amino-
propan-l,3-diol 50 g
98%ige Ameisensäure 50 cm3
30%iges Formalin 50 cm3
Man erhitzt etwa 3 Stunden auf dem Dampfbad. Man destilliert sodann im Vakuum zur Trockne, löst den öligen Rückstand in 150 cm3 Wasser, fügt 40 cm3 Ammoniak von 22° Be zu, bringt während etwa 15 Minuten auf etwa 80°C und fügt erneut in der Hitze 60 cm3 Ammoniak zu. Man läßt das Gesamte etwa 1 Stunde in der Kälte stehen, saugt die gebildeten Kristalle ab, wäscht sie mit Wasser und trocknet sie unter Ausschluß von Licht. Man erhält 53,5 g d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylaminopropan-l,3-diol (I), das man durch Auflösen in 2n-Chlorwasserstoffsäure, Behandeln mit Tierkohle und Umkristallisieren durch Zugabe von 1 n-Natronlauge reinigt.
Man erhält so, ausgehend von 121,6 g Rohprodukt, 113 g reines Produkt, F. = 101°C, [oc]D = -26° ± (c = l % Äthanol).
Das Produkt ist in Wasser wenig löslich, in den verdünnten wäßrigen Säuren und in den Alkoholen löslich.
Analyse: C11H16O4N2 = 240,25;
Berechnet ... C 54,99, H 6,71, N 11,66%;
gefunden ... C 55,2, H 7,0, Nll,5°/0.
Die Ausgangsverbindung wurde nach J. C ο η troulis und Mitarb., J.A.C.S. 71, S. 2463 (1949), hergestellt.
L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethyIaminopropan-l,3-diol (II) wird, ausgehend von L(+)-Threol-p-nitrophenyl-2-amino-propan-l,3-diol, nach der vorstehend angegebenen Arbeitsweise hergestellt. Man erhält so die Verbindung II, F. = 1010C, [<x]D = +26° ±1° (C = I0/,, Äthanol).
Das Produkt ist in Wasser wenig löslich, in den verdünnten wäßrigen Säuren und in den Alkoholen löslich.
Analyse: C11H16O4N2 = 240,25;
Berechnet ... C 54,99, H 6,71, N 11,66%;
gefunden ... C 55,0, H 6,7, N 11,4%.
Die Ausgangsverbindung wurde nach J. Controulis und Mitarb., J.A.C.S. 71, S. 2463 (1949), hergestellt.
B e i s ρ i e 1 2
Aufspaltung von l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (III)
a) Herstellung des rechtsdrehenden Salzes von d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (I) mit rechtsdrehender l,5-Dioxo-7a-methyl- 5,6,7,7a- tetrahydroindan-4-essigsäure (III a).
Man löst unter Rückfluß 22,2 g racemische 1,5-Dioxo-7a -methyl - 5,6,7,7a - tetrahydroindan- 4-essigsäure und 24 g d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (I) in 100 cm3 Essigsäureäthylester mit 2% Wasser und 7 cm3 Äthanol. Man impft an und läßt die Lösung etwa 2 Stunden bis auf Raumtemperatur abkühlen, dann läßt man 12 Stunden in der Kälte stehen. Man saugt sodann die gebildeten Kristalle ab, wäscht sie mehrere Male mit Essigsäureäthylester mit 1 °/„ Wasser und trocknet.
Man erhält 21,84 g des gewünschten Salzes, F. = etwa 1000C, [<x]D = +78° ±1° (c = 1% Wasser).
Das Produkt ist in Wasser und Alkoholen unlöslich, ^s ist in Essigsäureäthylester wenig löslich.
b) Herstellung der rechtsdrehenden l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (IIIa)
Man führt unter Stickstoff 24 g des rechtsdrehenden Salzes von d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diolmit rechtsdrehender 1,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure in 100 cm3 Eiswasser ein. Sodann fügt man unter Rühren langsam 50 cm3 1 n-Natronlaüge zu.
Man filtriert sodann, sammelt das Filtrat, wäscht es mehrere Male mit Essigsäureäthylester, säuert es dann mit konzentrierter Chlorwasserstoff säure an, fügt bis zur Sättigung Ammoniumsulfat zu und extrahiert mehrmals mit Methylenchlorid. Man vereinigt die Extrakte, trocknet sie über Magnesiumsulfat, behandelt mit Tierkohle und dampft im Vakuum zur Trockne ein.
Man nimmt den Rückstand in 20 cm3 Toluol auf, läßt bis zur Kristallisation stehen, saugt die gebildeten Kristalle ab, wäscht sie mit eisgekühltem Toluol und trocknet.
Man erhält 10,5 g rechtsdrehender 1,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (lila), F. = 1290C, [oc]p = +225° ± 1° (c = 0,5 0A, Wasser).
Das Produkt ist in Toluol wenig löslich, in Wasser ziemlich löslich, in Alkoholen und Chloroform löslich.
c) Herstellung des linksdrehenden Salzes von l(+)-Threo -1 - ρ - nitrophenyl - 2 - N,N - dimethylaminopropan-l,3-diol (II) mit linksdrehender 1,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (IIIb).
Man führt gemäß der Arbeitsweise des vorstehenden Absatzes a) die Aufspaltung von 61,5 g racemischer id
säure (III) mittels 68 g d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol (I) durch, trennt das sich ergebende rechtsdrehende Salz vonü(—)-Threol-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol mit rechtsdrehender l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure ab, sammelt die Mutterlaugen, dampft sie im Vakuum zur Trockne ein, nimmt den öligen Rückstand in Wasser auf, macht die Lösung mit Natronlauge alkalisch, filtriert zur Abtrennung der gebildeten Kristalle, wäscht sie mehrere Male mit Wasser, vereinigt das Filtrat und die Waschwässer, wäscht mit Essigsäureäthylester, säuert dann mit Chlorwasserstoffsäure an, fügt Ammoniumsulfat bis zur Sättigung zu, trennt die restliche racemische Säure, die dann ausfällt, extrahiert mehrmals die an Ammoniumsulfat gesättigte Lösung mit Methylenchlorid, vereinigt die Extrakte, trocknet sie über Magnesiumsulfat, behandelt mit Tierkohle, filtriert und dampft im Vakuum zur Trockne ein.
Der Rückstand wird unter Rückfluß mit 30 g
L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylarninopropan-l,3-diol (II) in 190 cm3 Essigsäureäthylester mit 2°/0 Wasser gelöst. Man impft die Kristallisation an und läßt über Nacht stehen.
Man saugt sodann die gebildeten Kristalle ab,
wäscht sie mit Essigsäureäthylester mit 2% Wasser,
ίο trocknet sie und erhält nach der Reinigung 51,1 g des gewünschten Salzes, [<x]D = -78° ± l°(c = l°/0 Wasser).
Das Produkt ist in Essigsäureäthylester wenig löslich, in Wasser und den Alkoholen löslich.
d) Herstellung von linksdrehender l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (III b)
Durch Zersetzung des vorstehend erhaltenen Salzes
gemäß der für die rechtsdrehende Säure beschriebenen Methode erhält man linksdrehende l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure (III b), F.
= 1290C, [α]? = -225° ± 1° (c = 0,5°/0 Wasser).
Das Produkt ist in Toluol wenig löslich, in Wasser ziemlich löslich, in Alkoholen und Chloroform löslich.
B e i s ρ i e 1 3
Herstellung von rechtsdrehender 3-(l'-Methyll'^'-äthylendioxy-S'-oxo-cyclopentyty-propionsäure
a) Herstellung des Salzes von d(—)-Threo-(l-p-nitrophenyl)-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol mit rechtsdrehender 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure.
In 25 cm3 Methanol führt man 5 g dl-3-(l'-Methyl-2',2' - äthylendioxy - 5' - oxo - cyclopentyl) -propionsäure ein, fügt 5,35 g d(—)-Threo-(l-p-nitrophenyI)-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol zu, rührt bei Raumtemperatur l3/4 Stunden, läßt dann 15 Stunden bei + 5°C stehen. Man saugt den gebildeten Niederschlag ab, wäscht ihn mit Methanol und trocknet ihn. Das erhaltene Rohprodukt wird durch Kristallisation aus Methanol gereinigt, und man erhält 3,6 g des Salzes von d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl)-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol mit rechtsdrehender 3-(1'-Methyl -2',2' - äthylendioxy- 5' - oxo - cyclopentyl) -propionsäure, F. 1450C, [«]/) = -19,7° (c = 0,9 % Methanol).
Zirkulardichroismus (in Äthanol):
As = 0,47 bei 297 ΐημ.
Das Ausgangsprodukt, dl-3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure, wird wie folgt hergestellt:
Man kondensiert in alkalischem Milieu 2-Methylcyclopentan-l,3-dion mit Acrylsäureäthylester, erhält 3-(l'-Methyl-2',5'-dioxo-cyclopentyl)-propionsäureäthylester, dessen eine Ketofunktion man in Äthylenketal überführt, verseift den sich ergebenden dl-3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäureäthylester mit Hilfe einer Alkalibase und isoliert die dl-3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxocyclopentyl)-propionsäure.
b) Zersetzung des Salzes und Herstellung der rechtsdrehenden 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-
g cyclopenty^-propionsäure.
In eine Mischung von 10 cm3 Wasser und 0,4 cm3 wäßriger 10,7 η-Ammoniaklösung führt man 2 g des vorstehend hergestellten Salzes von d(—)-Threo-
!-p-nitrophenyl^-^N-dimethylamino-propan-l^-diol mit rechtsdrehender 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure ein, rührt 1 Stunde bei Raumtemperatur, saugt das Unlösliche, das aus n(—)-Threo-(l-p-nitrophenyl)-2-N,N-dirnethylaminopropan-l,3-diol besteht, ab, wäscht mit Wasser, mit 1 n-Natronlauge, dann mit Wasser und fügt diese Waschwässer zu dem erhaltenen Filtrat. Das Filtrat wird mit Essigsäureäthylester extrahiert, um die noch vorhandene Base vollständig zu entfernen. Das wäßrige Filtrat wird mit Natriumchlorid gesättigt und durch eine wäßrige Lösung von Kaliumhydrogensulfat auf pH = 3,5 bis 4,0 angesäuert. Man extrahiert die wäßrige Lösung vom pH = 3,5 bis 4,0 mit Essigsäureäthylester. Die Auszüge werden vereinigt, mit Wasser, das mit Natriumchlorid gesättigt ist, gewaschen, getrocknet, dann unter reduziertem Druck zur Trockne konzentriert.
Der Rückstand wird aus Isopropyläther umkristallisiert, und man erhält 0,725 g rechtsdrehende 3-(1'-Methyl-2',2'-äthylen-dioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure.
F. = 70 bis 71°C, [<x]D = +9,3° (c = 1,1 °/0 Dioxan).
5
Zirkulardichroismus (Dioxan):
/Ie bei 302 πιμ == +0,58.
Nach Konzentrieren der methanolischen Mutterlaugen aus der Bildung und Kristallisation des gemäß a) erhaltenen Salzes zur Trockne erhält man das rohe Salz des υ(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diols mit linksdrehender 3-(T-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxo-cyclopentyl)-propionsäure; ausgehend von diesem Salz stellt man die linksdrehende Säure her unter Anwendung einer Arbeitsweise analog der zur Herstellung der rechtsdrehenden Säure vorstehend angewandten. Die linksdrehende Säure schmilzt bei 70 bis 71°C, und ihr Rotationsvermögen beträgt —9,3° (c = 1,1% Dioxan).
409 616/246

Claims (5)

Patentansprüche:
1. d(—)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol und seine Salze mit organischen oder Mineralsäuren.
2. L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dirnethylamino-propan-l,3-diol und seine Salze mit organischen oder Mineralsäuren.
3. Verfahren zur Herstellung von d(—)-Threo-1 - ρ - nitrophenyl - 2 - N,N - dimethylamino - propan-1,3-diol und L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylamino-propan-l,3-diol sowie den Salzen dieser Basen mit organischen oder Mineralsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man d(—)- oder L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-aminopropan-l,3-diol mit einer Formaldehyd/Ameisensäure-Mischung methyliert, jdie entsprechende N,N-Dimethylaminobase erhält und diese gegebenenfalls in ein Salz einer organischen oder Mineralsäure überführt.
4. Verwendung der Verbindungen der Ansprüche 1 und 2 zur Aufspaltung von racemischen Säuren in ihre optischen Antipoden, dadurch gekennzeichnet, daß man d(—)-Threo- oder L(+)-Threo-l-p-nitrophenyl-2-N,N-dimethylarnino-propan-l,3-diol mit der racemischen Säure 1,5 - Dioxo - 7a - methyl - 5,6,7,7a - tetrahydroindan-4-essigsäure vereinigt, die beiden gebildeten diastereoisomeren Salze auf übliche Weise abtrennt, reinigt und durch Zersetzung des entsprechenden Salzes die enantiomeren Säuren (+)-l,5-Dioxo-7a - methyl - 5,6,7,7a - tetrahydroindan - 4 - essigsäure und (—)-l,5-Dioxo-7a-methyl-5,6,7,7a-tetrahydroindan-4-essigsäure erhält.
5. Verwendung der Verbindungen der Ansprüche 1 und 2 zur Aufspaltung von racemischen Säuren in ihre optischen Antipoden, dadurch gekennzeichnet, daß man d(—)-Threo- oder L(+)-Threo-1 - ρ - nitrophenyl - 2 - N,N - dimethylamino - propan-1,3-diol mit der racemischen Säure 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxocyclopentyl)-propionsäure vereinigt, die beiden gebildeten diasteroisomeren Salze auf übliche Weise abtrennt, reinigt und durch Zersetzung des entsprechenden Salzes die rechtsdrehende 3-(l'-Methyl-2',2'-äthylendioxy-5'-oxocyclopentyl)-propionsäure und die linksdrehende 'i
propionsäure erhält.
DE19671593965 1966-01-26 1967-01-26 Optisch aktive Threo-1-p-nitrophenyl^-N.N-dimethylamino-propan-l^diole, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Aufspaltung racemi scher Säuren Expired DE1593965C3 (de)

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FR85043A FR91250E (fr) 1966-08-25 1966-11-25 Synthèse de stéroïdes et produits intermédiaires ainsi obtenus
FR113579A FR93372E (fr) 1966-08-25 1967-07-07 Synthese de stéroides et produits intermédiaires ainsi obtenus.

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