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DE1569856C - Farbstoffe der Naphthoylenbenzimid azolreihe, deren Herstellung und Verwen dung - Google Patents

Farbstoffe der Naphthoylenbenzimid azolreihe, deren Herstellung und Verwen dung

Info

Publication number
DE1569856C
DE1569856C DE1569856C DE 1569856 C DE1569856 C DE 1569856C DE 1569856 C DE1569856 C DE 1569856C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
group
dyes
chlorine
orange
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Frederic Michel Enghien les Bains Alicot Marie Josephe Jeanne Soisy Sous Montmorency Sureau, (Frank reich)
Original Assignee
Fa Ugine Kuhlmann, Paris
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Naphthoylenbenzimidazolreihe der allgemeinen Formel
R1
(D
15
In dieser Formel liegt der Rest
— N
R2
(II)
worin X ein Chlor- oder Bromatom in 4- oder 5-Stellung bedeutet mit einem Amin der Formel
R1
HN
allgemeinen zwischen 3 und 4 Stunden, kann aber erforderlichenfalls verlängert werden. Nach Abkühlen wird die Reaktionsmasse in kochendem Wasser, wenn das Amin
R.
HN
mit Wasser mischbar ist, oder mit mehr oder weniger konzentrierter, warmer Salzsäure aufgenommen, um im Zustand löslichen Chlorhydrats das überschüssig eingesetzte Amin zu entfernen. Man filtriert nachfolgend und wäscht bis zum Verschwinden der Chloroder Bromionen des Filtrats.
Man kann in gleicher Weise das Amin mit der Verbindung der Formel II in einem organischen Lösungsmittel in Gegenwart eines säurebindenden Mittels kondensieren.
Die Erfindung betrifft weiterhin Farbstoffe der Naphthoylenbehzimidazolreihe der allgemeinen Formel
in 4- oder 5-Stellung vor, R1 und R2 bedeuten Wasserstoffatome oder Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oderAralkyl-.gruppen, die gegebenenfalls nicht wasserlöslichmachende Substituenten, wie Chlor- oder Bromatome, Alkoxy-, Nitril-, Trifluormethyl-, Hydroxygruppen tragen können, wobei R1 und R2 nicht gleichzeitig einen Arylrest bedeuten können, oder R1 und R2 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring, wie den Piperidin- oder Morpholinring. Der Kern B kann Chlor- oder Bromatome oder nicht wasserlöslichmachende Gruppen, wie Alkyl-, Alkoxy-, Nitril-, Trifluormethylgruppen, tragen.
Nach der Erfindung erhält man die Farbstoffe durch Erhitzen einer Verbindung der allgemeinen Formel
45
55
6o
worin R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung aufweisen. Die eingesetzte Aminmenge beträgt dann wenigstens 2 Moleküle pro Molekül Verbindung der Formelll. Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise zwischen der Siedetemperatur des Amins und ungefähr 2200C. Die Erhitzungsdauer umfaßt im R1
O=C C
(HI)
in welcher der Rest
R,
— N
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe oder durch ein Chloratom substituierte Äthylgruppe bedeutet, R2 einen gegebenenfalls durch eine Methyl-, Methoxy- oder Trifluormethylgruppe substituierten Phenylrest, einen Chloräthylrest oder einen Hydroxyäthylrest bedeutet, oder R1 zusammen mit R2 und dem Stickstoffatom den Rest eines gegebenenfalls durch Methylgruppen substituierten Morpholins oder Piperidins bildet und R3 für ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Methylgruppe, eine Methoxygruppe oder eine Trifluormethylgruppe steht.
Der in Wasser unlösliche Farbstoff der Formel I bzw. III wird nach den üblichen Verfahren dispergiert, beispielsweise durch Zerreiben der feuchten Paste mit Natriumdinaphthylmethansulfonat.
Die so dispergieren, erfindungsgemäßen Farbstoffe farben synthetische Fasern wie Polyamid-, Polyurethan-, Polyesterfasern, wie Celluloseacetat und -triacetat, in Farbtönungen, die von Gelb bis Scharlach-
rot reichen, eine sehr große Leuchtkraft und gute, allgemeine Echtheitseigenschaften aufweisen.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten, es sei denn, daß dies anders angegeben ist.
Beispiel 1
Man erhitzt 4 Stunden lang bei 200° C ein Gemisch von 50 Teilen 3-TrifiuormethyIanilin und 19 Teilen Farbstoff, der durch Kondensieren in essigsaurem Milieu von 4-Brom-l,8-naphthalinsäureanhydrid mit 4-Methoxy-l,2-phenylendiamin erhalten wird. Nach Abkühlenlassen rührt man die Reaktionsmasse mit einem Überschuß von ungefähr 50%iger Salzsäure. Man filtriert, wäscht mit verdünnter Salzsäure, dann mit Wasser bis zur Neutralität. Man trocknet an der Luft und im Wärmeofen bei 100°C. Man erhält 21,7 Teile unlöslichen Farbstoff, der nach Dispersion nach gewöhnlichen Verfahren, Polyesterfasern in
orangerötlichen Farbtönungen mit großer Leuchtkraft und Festigkeit gegenüber Sublimierung färbt.
Beispiel 2
Man erhitzt 4 Stunden lang bei 150 bis 1600C ein Gemisch von 15 Teilen Morpholin und 5,7 Teilen Kondensationsprodukt von 4-Brom-l,8-naphthalinsäureanhydrid mit 4-Chlor-l,2-phenylendiamin. Nach Abkühlenlassen unter 100°C nimmt man die Masse
ίο in warmem Wasser auf, filtriert und wäscht zur Neutralität. Man trocknet an der Luft und bei 100° C im Wärmeofen. Man erhält 4,95 Teile orangefarbenes Pulver, das nach Dispergieren Polyesterfasern in goldgelber Farbtönung mit großer Leuchtkraft und guten Echtheitseigenschaften, besonders gegenüber Licht und Sublimierung färbt.
Die nachfolgende Tabelle faßt eine bestimmte Anzahl weiterer erfindungsgemäßer Beispiele zusammen.
Beispiel Subslituent vom B
in 4'- oder
5'-Stellung
Ri
HN
\
R,
Farbtönungen
auf Polyesterfasern
3 Monoäthyl-m-toluidin Grünlichgelb
4 Monomethylamin Grünlichgelb
5 Hydroxyäthylanilin Orangefarben
6 3-Trifluormethylanilin Orangefarben
7 Morpholin • Goldgelb
8 Piperidin Gelblichorange
9 2,6-Dimethylmorpholin Orangegelb
K) N-Methylmonoäthanolamin Orangefarben
11 Di-(Chloräthyl)-amin Grünlichgelb
12 Cl Anilin Orangefarben
13 Cl Monoäthyl-m-toluidin Gelb
14 Cl Monomethylanilin Orangegelb
15 Cl Hydroxyäthylanilin Orangegelb
16 Cl 3-Trifluormethylanilin Orangegelb
17 Cl Piperidin Orangegelblich
18 Cl 2,6-Dimethylmorpholin Orangegelblich
19 Cl N-Methylmonoäthanolamin Orangefarben
20 Cl Di-(chloräthyl)-amin Grünlichgelb
21 CHj Anilin Orangefarben
22 CH3 p-Anisidin Orangerot
23 CHj Monoäthyl-m-toluidin Gelb
24 CHj Hydroxyäthylanilin Gelborange
25 CHj Monomethylanilin Gelb
26 CHj 3-Trifluormethylanilin Orangegelblich
27 CH, Morpholin Goldgelb.
28 CHj Piperidin Orangegelblich
29 CH, 2,6-Dimethylmorpholin Orangefarben
30 CHj N-Methylmonoäthanolamin Orangefarben
1 31 CHj Di-(chloräthyl)-amin Grünlichgelb
32 OCHj Monomethylanilin Goldgelb
33 OCHj Mönoäthyl-m-toluidin Gelb
34 OCH3 Hydroxyäthylanilin Orangegelblich
35 OCHj Morpholin Orangegelb
36 OCHj Piperidin · Orangefarben
37 OCHj 2,6-Dimethylmorpholin Orangefarben
38 OCHj Di-(chloräthyl)-amin Orangefarben

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Naphthoylcnbenzimidazolrcihe der allgemeinen Formel
IO
in welcher der Rest
— N
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 und R2 Wasserstoffatome oder Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylreste bedeuten, die gegebenenfalls nicht wasserlöslichmachende Substituenten tragen, wobei R1 und R2 nicht gleichzeitig einen Arylrest bedeuten können oder R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden und der Kern B Chlor- oder Bromatome oder nicht wasserlöslichmachende Substituenten tragen kann, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel
35
O=C C
40
45 Substituenten des Kernes B die vorstehend angegebene Bedeutung haben, mit einem Amin der Formel
HN
worin R1 und R2 die oben angegebenen Bedeutungen !iahen, kondensiert.
2. I7UTbStOiTCdCrNaphthoylenbenzimidazolreihe der allgemeinen Formel
R,
in welcher der Rest
— N
R.
worin X in 4- oder 5-Stellung vorliegt und ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, und die möglichen
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe oder durch ein Chloratom substituierte Äthylgruppe bedeutet, R2 einen gegebenenfalls durch eine Methyl-, Methoxy- oder Trifluormethylgruppe substituierten Phenylrest, einen Chloräthylrest oder einen Hydroxyäthylrest bedeutet, oder R1 zusammen mit R2 und dem Stickstoffatom den Rest eines gegebenenfalls durch Methylgruppen substituierten Morpholine oder Piperidins bildet und R3 für ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Methylgruppe, eine Methoxygruppe oder eine Trifluormethylgruppe steht.
3. Verwendung der nach dem Verfahren des Anspruchs 1 hergestellten Farbstoffe und von Farbstoffen gemäß Anspruch 2 zur Färbung von synthetischen Fasern.

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