DE1569856C - Farbstoffe der Naphthoylenbenzimid azolreihe, deren Herstellung und Verwen dung - Google Patents
Farbstoffe der Naphthoylenbenzimid azolreihe, deren Herstellung und Verwen dungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Naphthoylenbenzimidazolreihe
der allgemeinen Formel
R1
(D
15
In dieser Formel liegt der Rest
— N
R2
(II)
worin X ein Chlor- oder Bromatom in 4- oder 5-Stellung
bedeutet mit einem Amin der Formel
R1
HN
allgemeinen zwischen 3 und 4 Stunden, kann aber erforderlichenfalls verlängert werden. Nach Abkühlen
wird die Reaktionsmasse in kochendem Wasser, wenn das Amin
R.
HN
mit Wasser mischbar ist, oder mit mehr oder weniger konzentrierter, warmer Salzsäure aufgenommen, um
im Zustand löslichen Chlorhydrats das überschüssig eingesetzte Amin zu entfernen. Man filtriert nachfolgend
und wäscht bis zum Verschwinden der Chloroder Bromionen des Filtrats.
Man kann in gleicher Weise das Amin mit der Verbindung der Formel II in einem organischen
Lösungsmittel in Gegenwart eines säurebindenden Mittels kondensieren.
Die Erfindung betrifft weiterhin Farbstoffe der Naphthoylenbehzimidazolreihe der allgemeinen
Formel
in 4- oder 5-Stellung vor, R1 und R2 bedeuten Wasserstoffatome
oder Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oderAralkyl-.gruppen,
die gegebenenfalls nicht wasserlöslichmachende Substituenten, wie Chlor- oder Bromatome,
Alkoxy-, Nitril-, Trifluormethyl-, Hydroxygruppen tragen können, wobei R1 und R2 nicht
gleichzeitig einen Arylrest bedeuten können, oder R1 und R2 bilden zusammen mit dem Stickstoffatom
einen heterocyclischen Ring, wie den Piperidin- oder Morpholinring. Der Kern B kann Chlor- oder Bromatome
oder nicht wasserlöslichmachende Gruppen, wie Alkyl-, Alkoxy-, Nitril-, Trifluormethylgruppen,
tragen.
Nach der Erfindung erhält man die Farbstoffe durch Erhitzen einer Verbindung der allgemeinen
Formel
45
55
6o
worin R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung
aufweisen. Die eingesetzte Aminmenge beträgt dann wenigstens 2 Moleküle pro Molekül Verbindung der
Formelll. Die Reaktionstemperatur liegt vorzugsweise
zwischen der Siedetemperatur des Amins und ungefähr 2200C. Die Erhitzungsdauer umfaßt im
R1
O=C C
(HI)
in welcher der Rest
R,
— N
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 ein Wasserstoffatom,
eine Methylgruppe oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe oder durch ein Chloratom
substituierte Äthylgruppe bedeutet, R2 einen gegebenenfalls
durch eine Methyl-, Methoxy- oder Trifluormethylgruppe substituierten Phenylrest, einen Chloräthylrest
oder einen Hydroxyäthylrest bedeutet, oder R1 zusammen mit R2 und dem Stickstoffatom den Rest
eines gegebenenfalls durch Methylgruppen substituierten Morpholins oder Piperidins bildet und R3 für
ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Methylgruppe, eine Methoxygruppe oder eine Trifluormethylgruppe
steht.
Der in Wasser unlösliche Farbstoff der Formel I bzw. III wird nach den üblichen Verfahren dispergiert,
beispielsweise durch Zerreiben der feuchten Paste mit Natriumdinaphthylmethansulfonat.
Die so dispergieren, erfindungsgemäßen Farbstoffe farben synthetische Fasern wie Polyamid-, Polyurethan-,
Polyesterfasern, wie Celluloseacetat und -triacetat, in Farbtönungen, die von Gelb bis Scharlach-
rot reichen, eine sehr große Leuchtkraft und gute, allgemeine Echtheitseigenschaften aufweisen.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Erfindung. Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten,
es sei denn, daß dies anders angegeben ist.
Man erhitzt 4 Stunden lang bei 200° C ein Gemisch von 50 Teilen 3-TrifiuormethyIanilin und 19 Teilen
Farbstoff, der durch Kondensieren in essigsaurem Milieu von 4-Brom-l,8-naphthalinsäureanhydrid mit
4-Methoxy-l,2-phenylendiamin erhalten wird. Nach Abkühlenlassen rührt man die Reaktionsmasse mit
einem Überschuß von ungefähr 50%iger Salzsäure. Man filtriert, wäscht mit verdünnter Salzsäure, dann
mit Wasser bis zur Neutralität. Man trocknet an der Luft und im Wärmeofen bei 100°C. Man erhält
21,7 Teile unlöslichen Farbstoff, der nach Dispersion nach gewöhnlichen Verfahren, Polyesterfasern in
orangerötlichen Farbtönungen mit großer Leuchtkraft und Festigkeit gegenüber Sublimierung färbt.
Man erhitzt 4 Stunden lang bei 150 bis 1600C ein
Gemisch von 15 Teilen Morpholin und 5,7 Teilen Kondensationsprodukt von 4-Brom-l,8-naphthalinsäureanhydrid
mit 4-Chlor-l,2-phenylendiamin. Nach Abkühlenlassen unter 100°C nimmt man die Masse
ίο in warmem Wasser auf, filtriert und wäscht zur
Neutralität. Man trocknet an der Luft und bei 100° C im Wärmeofen. Man erhält 4,95 Teile orangefarbenes
Pulver, das nach Dispergieren Polyesterfasern in goldgelber Farbtönung mit großer Leuchtkraft und
guten Echtheitseigenschaften, besonders gegenüber Licht und Sublimierung färbt.
Die nachfolgende Tabelle faßt eine bestimmte Anzahl weiterer erfindungsgemäßer Beispiele zusammen.
| Beispiel | Subslituent vom B in 4'- oder 5'-Stellung |
Ri HN \ R, |
Farbtönungen auf Polyesterfasern |
| 3 | — | Monoäthyl-m-toluidin | Grünlichgelb |
| 4 | — | Monomethylamin | Grünlichgelb |
| 5 | — | Hydroxyäthylanilin | Orangefarben |
| 6 | — | 3-Trifluormethylanilin | Orangefarben |
| 7 | — | Morpholin | • Goldgelb |
| 8 | — | Piperidin | Gelblichorange |
| 9 | — | 2,6-Dimethylmorpholin | Orangegelb |
| K) | N-Methylmonoäthanolamin | Orangefarben | |
| 11 | — | Di-(Chloräthyl)-amin | Grünlichgelb |
| 12 | Cl | Anilin | Orangefarben |
| 13 | Cl | Monoäthyl-m-toluidin | Gelb |
| 14 | Cl | Monomethylanilin | Orangegelb |
| 15 | Cl | Hydroxyäthylanilin | Orangegelb |
| 16 | Cl | 3-Trifluormethylanilin | Orangegelb |
| 17 | Cl | Piperidin | Orangegelblich |
| 18 | Cl | 2,6-Dimethylmorpholin | Orangegelblich |
| 19 | Cl | N-Methylmonoäthanolamin | Orangefarben |
| 20 | Cl | Di-(chloräthyl)-amin | Grünlichgelb |
| 21 | CHj | Anilin | Orangefarben |
| 22 | CH3 | p-Anisidin | Orangerot |
| 23 | CHj | Monoäthyl-m-toluidin | Gelb |
| 24 | CHj | Hydroxyäthylanilin | Gelborange |
| 25 | CHj | Monomethylanilin | Gelb |
| 26 | CHj | 3-Trifluormethylanilin | Orangegelblich |
| 27 | CH, | Morpholin | Goldgelb. |
| 28 | CHj | Piperidin | Orangegelblich |
| 29 | CH, | 2,6-Dimethylmorpholin | Orangefarben |
| 30 | CHj | N-Methylmonoäthanolamin | Orangefarben |
| 1 31 | CHj | Di-(chloräthyl)-amin | Grünlichgelb |
| 32 | OCHj | Monomethylanilin | Goldgelb |
| 33 | OCHj | Mönoäthyl-m-toluidin | Gelb |
| 34 | OCH3 | Hydroxyäthylanilin | Orangegelblich |
| 35 | OCHj | Morpholin | Orangegelb |
| 36 | OCHj | Piperidin · | Orangefarben |
| 37 | OCHj | 2,6-Dimethylmorpholin | Orangefarben |
| 38 | OCHj | Di-(chloräthyl)-amin | Orangefarben |
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Naphthoylcnbenzimidazolrcihe der allgemeinen
Formel
IO
in welcher der Rest
— N
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 und R2 Wasserstoffatome
oder Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylreste bedeuten, die gegebenenfalls nicht
wasserlöslichmachende Substituenten tragen, wobei R1 und R2 nicht gleichzeitig einen Arylrest
bedeuten können oder R1 und R2 zusammen mit
dem Stickstoffatom einen heterocyclischen Ring bilden und der Kern B Chlor- oder Bromatome
oder nicht wasserlöslichmachende Substituenten tragen kann, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel
3°
35
O=C C
40
45 Substituenten des Kernes B die vorstehend angegebene Bedeutung haben, mit einem Amin der
Formel
HN
worin R1 und R2 die oben angegebenen Bedeutungen
!iahen, kondensiert.
2. I7UTbStOiTCdCrNaphthoylenbenzimidazolreihe
der allgemeinen Formel
R,
in welcher der Rest
— N
R.
worin X in 4- oder 5-Stellung vorliegt und ein Chlor- oder Bromatom bedeutet, und die möglichen
in 4- oder 5-Stellung vorliegt, R1 ein Wasserstoffatom,
eine Methylgruppe oder eine gegebenenfalls durch eine Hydroxylgruppe oder durch ein Chloratom
substituierte Äthylgruppe bedeutet, R2 einen gegebenenfalls durch eine Methyl-, Methoxy- oder
Trifluormethylgruppe substituierten Phenylrest, einen Chloräthylrest oder einen Hydroxyäthylrest
bedeutet, oder R1 zusammen mit R2 und dem
Stickstoffatom den Rest eines gegebenenfalls durch Methylgruppen substituierten Morpholine oder
Piperidins bildet und R3 für ein Wasserstoffatom, ein Chloratom, eine Methylgruppe, eine Methoxygruppe
oder eine Trifluormethylgruppe steht.
3. Verwendung der nach dem Verfahren des Anspruchs 1 hergestellten Farbstoffe und von
Farbstoffen gemäß Anspruch 2 zur Färbung von synthetischen Fasern.
Family
ID=
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