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DE156818C - - Google Patents

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Publication number
DE156818C
DE156818C DENDAT156818D DE156818DA DE156818C DE 156818 C DE156818 C DE 156818C DE NDAT156818 D DENDAT156818 D DE NDAT156818D DE 156818D A DE156818D A DE 156818DA DE 156818 C DE156818 C DE 156818C
Authority
DE
Germany
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layer
tire
rubber
layers
rubber layer
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT156818D
Other languages
English (en)
Publication of DE156818C publication Critical patent/DE156818C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C5/00Inflatable pneumatic tyres or inner tubes
    • B60C5/18Sectional casings, e.g. comprising replaceable arcuate parts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
g.156818 KLASSE 63 e.
bestehender Luftreifen.
Vorliegende Erfindung betrifft Luftreifen, welche über die Radkörper von Fahrrädern und anderen Fahrzeugen zur Erzielung eines stoßfreieren Laufens gelegt werden.
Der neue Luftreifen gestattet infolge seiner in besonderer Weise und eigens getroffenen Zusammensetzung ein selbsttätiges Schließen der durch äußere Beschädigungen hervorgerufenen Öffnungen. Ein weiterer Vorzug
ίο eines solchen Luftreifens ist der, daß er nicht mit einem Rückschlagventil zur Auffüllung oder zum Aufpumpen versehen zu sein braucht, da man nur nötig hat, die mit einer feinen Düse versehene Luftpumpe in den Luftschlauch einzuführen und nach erfolgtem Aufpumpen auf demselben Wege wieder zurückzuziehen. Zur Erreichung des angestrebten Zweckes wird, und hierin besteht das eigentlich Wesentliche der Erfindung, unter den fünf aufeinander folgenden Schichten verschiedener Härte und Dicke sowie ver-
. schiedenen Materials eine Schicht aus nur halb gehärtetem Kautschuk unmittelbar angrenzend an die innerste Weichgummischicht des Radreif ens . angeordnet, wodurch bewirkt wird, daß der Weichgummischicht eine freie Bewegung in möglichst hohem Grade gestattet ■ wird, derart, daß ein selbsttätiges Schließen etwa entstandener Risse oder sonstiger öffmangen leicht stattfinden kann.
Vorliegende Erfindung ist sowohl auf einteilige, in sich geschlossene und um das ganze Rad herumlaufende Luftreifen anwendbar als auch, und zwar mit besonderem. Vorteil, bei zusammengesetzten Reifen mit mehreren Kammern. Denn es ist in diesem Falle immer nur die betreffende beschädigte Kammer zu ersetzen, was viel wohlfeiler ausgeführt werden kann als bei einem einzigen, aus einem Stück bestehenden Reifen. Bei derartigen Luftkammerreifen muß indessen nicht nur der Schlauch — bezw. röhrenförmige Teil derselben — in der oben gekennzeichneten Weise hergestellt sein, so daß er sich bei kleineren Verletzungen selbsttätig schließt, sondern es müssen auch die aneinander stoßenden und ineinander greifenden Böden der einzelnen Kammern auf genau dieselbe Art hergestellt sein. ■ ■ r
Dem eingangs erwähnten Zweck dient die Anordnung von fünf einzelnen übereinander gelagerten Schichten, welche aus verschiedenem Material bestehen. Die erste, d. h. die innerste, Schicht wird aus reinem Paragummi hergestellt, der unter, der späteren Einwirkung der Wärme teigig oder knetbar wird. Diese Schicht wird nicht durch Vulkanisieren gehärtet, sondern bleibt weich. Die zweite Schicht besteht gleichfalls aus Paragummi, dem jedoch eine geringe Menge Schwefel oder ein ähnlicher Stoff ' zugesetzt ist, so daß diese Schicht bei nachherigcr Behandlung in der Wärme zur Hälfte gehärtet wird. Die dritte'Schicht besteht aus Paragummi, welcher durch Hinzufügen einer verhältnismäßig großen Menge Schwefel voll-
ständig gehärtet ist. Die darauf folgende vierte Schicht besteht aus einem sehr widerstandsfähigen, zweckmäßig aus Baumwolle hergestellten und mit einer geschwefelten Kautschuklösung imprägnierten Kanevasgewebe und erhärtet später vollständig unter Einwirkung der Wärme. Die fünfte äußerste Schicht, welche die äußere Decke bildet, besteht aus Paragummi, welcher eine derartige
ίο Menge Schwefel besitzt, daß er durch Vulkanisieren vollständig gehärtet werden kann. Zweckmäßig" erhält die innere Schicht eine Dicke gleich einem Fünftel der Gesamtdicke des Luftreifens. Die gleiche Dicke zeigt die dritte Schicht. Die zweite Schicht dagegen ist ein wenig schwächer gehalten, wogegen die äußere Schicht naturgemäß als die stärkste zu wählen sein wird. Die vierte, aus Kanevas bestehende Schicht ist die schwächste von allen.
In den den Gegenstand der Erfindung darstellenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Ansicht eines aus mehreren Kammern zusammengesetzten Luftreifens, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine derartige Kammer, Fig. 3 einen Querschnitt durch den Luftreifen in Verbindung mit dem Mantel.
Sämtliche fünf Schichten des Luftreifens sind aus Fig. 2 ersichtlich. In dieser Figur ist nur eine Luftkammer dargestellt, welche durch Anfügung mehrerer gleicher Kammern zu einem vollständigen Reifen ergänzt werden kann. In dieser Figur ist auch die Art und Weise der Herstellung der Böden einer derartigen Luftkammer angegeben.
Diese Böden b, c und e bestehen gleichfalls, wie der röhrenförmige Teil der Kammer a, aus fünf Schichten, nur der Teil d des oberen Bodens kann auch aus Kanevasgewebe in Verbindung mit vulkanisiertem Kautschuk allein bestehen.
Die, einzelnen Schichten, fg h i j werden in der oben angegebenen Reihenfolge entweder auf einen Kern aufgebracht oder in eine andere Form eingelassen. Hierbei werden gleichzeitig die Böden sowie die verjüngten Enden einer jeden Kammer hergestellt. Nachdem dies geschehen, wird das Ganze unter Anwendung von Wärme einem Erweichungsprozeß unterworfen.
Die innerste Schicht, welche hierbei teigig oder knetbar wird und in unmittelbarer Berührung mit der durch Aufblasen eingeführten Preßluft im Innern des Reifens steht, ist diejenige, welche am meisten dazu beiträgt, daß sich durch Fremdkörper hervorgerufene Beschädigungen oder Öffnungen nach dem Austritt der ersteren wieder schließen. Die Schicht g dient als Übergangslage zwischen der elastischen Schicht f aus Paragummi und der vollständig vulkanisierten Gummischicht h.
Infolge der Anordnung dieser nicht ganz weichen, aber andererseits auch noch nicht ganz harten, demnach nur halb vulkanisierten Kautschuklage g über der innersten, nicht vulkanisierten Lage / ist es möglich, daß beispielsweise ein durch einen Nagel in dem Luftschlauch verursachtes Loch sich selbsttätig infolge der innersten, nicht vulkanisierten Lage schließen kann, da es dieser Lage mög-Hch ist, sich nach allen Seiten hin möglichst frei zu bewegen, ohne durch die angrenzende Schicht darin behindert zu werden.
Die Schicht h wiederum ist äußerst widerstandsfähig und behält unter allen Umständen ihre Form bei. Das Gleiche gilt von der äußersten Schicht j, welche gleichfalls vollkommen durch Vulkanisieren gehärtet und infolgedessen ihrer Natur nach am meisten geeignet ist, den Witterungseinflüssen Widerstand zu leisten, sowie alle Stöße und Reibungen, denen sie ausgesetzt ist, aufzunehmen. Die Kanevasschicht i dient lediglich, wie bisher bei derartigen Luftreifen, zur Verstärkung der verschiedenen Schichten.
Sowohl die Dicke der einzelnen Schichten als auch ihre Anzahl im ganzen kann innerhalb bestimmter Grenzen geändert werden unter der Voraussetzung, daß die innerste Schicht jedesmal aus nicht vulkanisiertem Kautschuk besteht, die äußere Schicht dagegen durch Vulkanisieren in hohem Maße gehärtet ist und zwischen beiden in ihrer Härte extremen Schichten mehrere weitere Schichten angeordnet sind, deren Härte nach außen hin ohne Unterbrechung allmählich zunimmt.
Wie bereits eingangs kurz erwähnt ist, bedürfen die einzelnen Kammern α zwecks Aufblasens nicht eines besonderen Rückschlagventiles; es genügt vielmehr, sie an irgend einer Stelle mit einer auf die Luftpumpe aufgesetzten scharfen oder spitzen Düse zu durchstechen und alsdann aufzublasen; nachdem dies geschehen, wird die Luftpumpe einfach zurückgezogen, und die durch die spitze Düse derselben hervorgebrachte Öffnung im Mantel der'Kammer, α schließt sich sofort selbsttätig und läßt keine Luft entweichen. In dieser Weise wird eine Kammer nach der anderen aufgeblasen, bis der ganze Reifen die nötige Elastizität besitzt. Das Wiederaufpumpen der beim Eindringen von Fremdkörpern teilweise entleerten Kammern erfolgt in derselben Weise.
Luftreifen der oben beschriebenen Art können vorteilhaft bei Laufkränzen verwendet werden, welche leicht abnehmbar sind, wie dies beispielsweise Fig. 3 zeigt. In einem solchen Falle kann man die einzelnen Kammern α des Luftreifens, vor dem Einbringen in den Mantel m aufblasen und sie in letz-
teren einbringen, worauf derselbe an den Kanten k und Z in bekannter Weise mit der Felge verbunden wird.
Wie leicht einzusehen, genügt es, daß man zwecks Einbringung der einzelnen Kammern nur eine der verstärkten Kanten des Laufreifens m von der Felge löst, wie Fig. 3 erkennen läßt.
Der neue Luftreifen kann indessen auch in Verbindung mit nicht abnehmbaren Schutzmänteln Verwendung finden, nur dürfen in einem solchen Falle die einzelnen Kammern a nicht vor dem Einbringen in den Schutzmantel aufgeblasen werden; dies muß vielmehr erst nach vollständigem Zusammenbau ■ des gesamten Luftreifens geschehen.
Es sei noch erwähnt, daß das Aufblasen hierbei in der gleichen Weise wie oben geschildert vorgenommen werden kann, gleichgültig, woraus der äußere Laufreifen besteht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Sich selbsttätig schließender, aus mehreren aufeinander folgenden Schichten von verschiedener Härte, Dicke und von verschiedenem Material bestehender Luftreifen mit innerer Weichgummischicht für Räder aller Art, dadurch gekennzeichnet, daß auf die innerste Weichgummischicht zunächst eine nur halb gehärtete Kautschukschicht folgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT156818D Active DE156818C (de)

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