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DE1544740C - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Vinylchloridpolymerisat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Vinylchloridpolymerisat

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Publication number
DE1544740C
DE1544740C DE1544740C DE 1544740 C DE1544740 C DE 1544740C DE 1544740 C DE1544740 C DE 1544740C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
monomers
vinyl chloride
percent
weight
chloride polymer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Louis Charles; Thompson Clifford Francis; Midland Mich. Rubens (V.StA.)
Original Assignee
The Dow Chemical Co., Midland, Mich. (V.StA.)
Publication date

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Description

CH = CH,
25
aufweist, in der X und Y unabhängig voneinander Wasserstoffatome, Halogenatome oder niedere Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als polyäthylenisch-ungesättigtes Monomeres ein Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylalkohol, Allylalkohol, Methallylalkohol, Glycerin, 1,3-Propandiol oder einem Glykol oder Polyglykol der Formel
HO(CnH2nOL-H
verwendet wird, worin /1 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 bis 14 ist und wobei das Polyglykol ein durchschnittliches Molekulargewicht von nicht mehr als 600 aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als polyäthylenisch-ungesättigtes Monomeres ein Ester der Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure oder Citraconsäure mit einem Glykol oder Polyglykol der Formel
H0(C„H2n0)m-H
verwendet wird, worin π 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 oder mehr ist und wobei der Ester ein durchschnittliches Molekulargewicht von 258 bis 2000 aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Dispersion 35 bis 50 Gewichtsprozent des Vinylchloridpolymerisats und entsprechend 50 bis 65 Gewichtsprozent des flüssigen Monomerengemisches enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Monomerengemisch 40 bis 92,5 Gewichtsprozent des monovinylaromatischen Monomeren und 2,5 bis 55 Gewichtsprozent des polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren sowie 5 bis 50 Gewichtsprozent Acrylnitril enthält.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Dispersion eine absolute Viskosität von 250 bis 9000 cP bei 25° C aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendete Dispersion außerdem ein faserartiges Vefstärkungsmaterial enthält.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus einer fließfähigen Dispersion eines feinteiligen, festen Vinylchloridpolymerisats in einem flüssigen Gemisch aus einem oder mehreren polymerisierbaren monovinylaromatischen Monomeren und einem oder mehreren polyäthylenischungesättigten Monomeren, wobei es sich um Ester von äthylenisch-ungesättigten Carbonsäuren handelt, die mit den monovinylaromatischen Monomeren mischpolymerisierbar sind, durch Formgebung und anschließende Polymerisation.
Ein Verfahren zur Herstellung von Formgegenständen aus Vinylchloridpolymerisaten besteht darin, f das feinteilige Polymerisat in einem flüssigen Weich- macher zu dispergieren bzw. mit einem solchen zu vermischen, um ein fließfähiges Gemisch herzustellen, das in eine Form gegossen werden kann. Das Gemisch wird dann erhitzt, um das Polymerisat mit dem Weichmacher zu schmelzen bzw. zu solvatisieren, wonach das erhitzte Material abgekühlt wird, um einen geformten Gegenstand zu erhalten, der der Gestalt und den Abmessungen der Form entspricht. Solche Dispersionen von Vinylchloridpolymerisaten in einem flüssigen Weichmacher sind als Piastisole bekannt.
Bei den aus plastifizierten Vinylchloridpolymerisaten, insbesondere Piastisolen, hergestellten Gegenständen handelt es sich gewöhnlich um verhältnismäßig weiche, biegsame Produkte, wodurch die Brauchbarkeit für Anwendungszwecke stark eingeschränkt wird, für die die Vinylchloridpolymerisate andererseits gut geeignet sind. Weiterhin neigen die gewöhnlichen Weichmacher dazu, aus den Produkten »auszuschwitzen« bzw. herauszuwandern, und verleihen ihnen unerwünschte Eigenschaften, insbeson- ,··■ dere in bezug auf Geruch oder Toxizität — Eigen- ν schäften, die dem jeweils verwendeten Weichmacher innewohnen.
Aus den französischen Patentschriften 954 856 und 1 197 041 sind Formmassen aus Vinylchloridpolymerisaten und monovinylaromatischen Monomeren bzw. Estern von äthylenisch-ungesättigten aliphatischen Carbonsäuren bekannt. Die bekannten Formmassen weisen jedoch noch ungenügende Festigkeitseigenschaften auf.
Es war daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus einer Dispersion eines festen Vinylchloridpolymerisats und einem Monomerengemisch zu entwickeln, die sich leicht formen lassen und in starre Vinylchloridpolymerisat-Produkte verwandelt werden können. Die erfindungsgemäß herzustellenden Massen enthalten keinen Weichmacher, der in den Formmassen verbleibt und zu unerwünschten Eigenschaften führen könnte. Insbesondere war die Erfindung auf die Herstellung starrer Vinylchloridpolymerisat-Produkte gerichtet, die zur Verstär ing faserartige Materialien eingebettet enthalten.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung von Formkörpern aus einer fließfähigen Dispersion eines feinteiligen, festen Vinylchloridpolymerisats in einem flüssigen Gemisch aus einem oder mehreren polymerisierbaren monovinylaromatischeri" Monomeren und einem oder mehreren polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren, wobei es sich um Ester von äthylenisch-ungesättigten Carbonsäuren handelt, die mit den monovinylaromatischen Monomeren mischpolymerisierbar sind, durch Formgebung und anschließende Polymerisation, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man eine Dispersion verwendet, die zusätzlich einen geringen Mengenanteil Acrylnitril enthält.
Die Vinylchloridpolymerisatmassen können leicht in starre polymere Produkte verwandelt werden, indem man sie der Einwirkung ionisierender Strahlen hoher Energie aussetzt. Bei der Herstellung von polymeren Produkten, die zur Verstärkung faserartige Materialien enthalten, können die aus der Dispersion des Vinylchloridpolymerisats in den flüssigen Monomeren bestehenden Massen auf eine Matte bzw. einen Faserfilz oder ein Gewebe aufgetragen werden, oder das faserartige Material kann in die Massen eingetaucht werden, wonach es zur vorbestimmten Gestalt und Dicke gepreßt wird. Danach kann das geformte Material durch Mischpolymerisation der Monomeren in inniger Berührung mit dem Vinylchloridpolymerisat gehärtet werden. Diese Mischpolymerisation kann in der Weise ausgeführt werden, daß man das gepreßte und geformte Material der Einwirkung ionisierender Strahlung hoher Energie aussetzt. Das gepreßte und geformte Material kann mit den ionisierenden Strahlen hoher Energie bestrahlt werden, während das feinteilige Vinylchloridpolymerisat in Form von selbständigen einzelnen Teilchen in dem flüssigen Gemisch der Monomeren dispergiert vorliegt, oder aber das gepreßte und geformte Material kann erwärmt werden, z. B. auf etwa 70 bis 150° C, um das Polymerisat mit den Monomeren zu solvatisieren, wonach dann das geschmolzene bzw. solvatisierte Material bestrahlt wird. Wenn das gepreßte und geformte Material das Vinylchloridpolymerisat in Form von selbständigen Teilchen enthält, reicht zur Initiierung und Polymerisation der Monomeren gewöhnlich eine etwas geringere Gesamt-Bestrahlungsdosis aus, als wenn die Monomeren mit dem Polymerisat mischpolymerisiert werden, wenn das gepreßte und geformte Material zunächst auf eine erhöhte Temperatur gebracht wird, um das Polymerisat und die Monomeren zu einer homogenen, gel-ähnlichen Phase zu solvatisieren und zu verschmelzen.
Bei den erfindungsgemäß verwendeten Vinylchloridpolymerisaten kann es sich um Polyvinylchlorid oder um Mischpolymerisate von Vinylchlorid mit einem oder mehreren anderen monoäthylenischungesättigten Monomeren, wie Vinylacetat, Vinylpropionat, Methylacrylat, Butylacrylat, Methylmethacrylat, Butylmethacrylat, Acrylnitril oder Vinylidenchlorid, handeln. Die Mischpolymerisate enthalten vorzugsweise mindestens 80 Gewichtsprozent Vinylchlorid und nicht mehr als 20 Gewichtsprozent des bzw. der anderen monoäthylenisch-ungesättigten Monomeren. Die besten Ergebnisse werden gewöhnlich erhalten, wenn die Vinylchloridpolymerisate in einer Teilchengröße vorliegen, wie sie Dispersionen entspricht, d. h. in Form von feinen, festen, dichten Teilchen mit einem durchschnittlichen Durchmesser von vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 2,0 μ. Die Teilchengröße von Dispersionen aufweisenden Polymerisaten sind weiter dadurch gekennzeichnet, daß sie sich durch Rühren mit einem Weichmacher, wie z. B. Dioctylphthalat, leicht in Plastisole verwandeln lassen. %
Bei den in den erfindungsgemäßen Massen verwendeten monovinylaromatischen Monomeren handelt es sich vorzugsweise um die flüssigen Monomeren der Benzolreihe mit der allgemeinen Formel
CH = CH2
wobei X und Y unabhängig voneinander Wasserstoff, Halogen oder niedere Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten. Beispiele für solche Monomeren sind Styrol, Vinyltoluol, Vinylxylol, Äthylvinylbenzol, Isopropylstyrol, Chlorstyrol, Dichlorstyrol, Bromstyrol, Fluorstyrol, Ar-äthylar-chlorstyrol, Ar-methyl-ar-chlorstyrol und Diäthylstyrol.
Das polyäthylenisch-ungesättigte Monomere für die Massen ist vorzugsweise ein. Ester einer einbasischen ungesättigten aliphatischen Säure, wie Acrylsäure oder Methacrylsäure, mit Vinylalkohol, Allylalkohol, Methallylalkohol, Glycerin, 1,3-Propandiol, oder einem Glykol oder Polyglykol der Formel
HO-(CnH2nO)111-H
wobei η 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 bis 14 ist und das ein durchschnittliches MoIekulargewicht von nicht mehr als 600 aufweist, wie die Di-, Tri-, Tetra-, Penta- bis Tetra-decaäthylenglykole oder die Di-, Tri-, Tetra-, Penta- bis Deca-propylenglykole. Wahlweise oder zusätzlich zu vorstehendem ist das polyäthylenisch-ungesättigte Monomere in den Massen vorzugsweise ein Ester einer mehrbasischen aliphatischen Säure, wie Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäufe oder Citraconsäure, mit einem Glykol oder Polyglykol der Formel
HO-(CnH2nO)m-H
wobei η 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 oder darüber ist, so daß der Ester ein Molekulargewicht von 258 bis 2000 aufweist.
Es ist wünschenswert, daß die erfindungsgemäßen Massen fließfähig sind, damit sie sich vor der Verwandlung in starre Produkte leichter formen lassen. In typischer Weise besitzen die erfindungsgemäßen Massen eine absolute Viskosität von 250 bis 1000 cP bei 25° C. Unter den Faktoren, die die physikalischen Eigenschaften der Massen beeinflussen, ist das Verhältnis von Polymerisat zu Monomeren zu nennen; natürlich sind diejenigen Massen, die höhere Mengen der Monomeren enthalten, fließfähiger. Es ist jedoch ferner erwünscht, daß die erfindungsgemäßen Massen einen hohen Anteil Polymerisat enthalten, so daß die aus ihnen hergestellten starren Produkte noch die Eigenschaften besitzen, wie sie Produkte aus Vinylchloridpolymerisaten aufweisen. Um einen Kompromiß zwischen diesen gegensätzlichen Forderungen zu schließen, enthalten die erfindungsgemäßen Massen vorzugsweise 35 bis 65 Gewichtsprozent des Vinylchloridpolymerisats und entsprechend 35 bis 65 Gewichtsprozent des Gemisches der Monomeren.
Ein weiterer Faktor, der die physikalischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Massen beeinflußt, ist das Verhältnis von in dem flüssigen Monomerengemisch enthaltenem monovinylaromatischem Monomeren zu polyäthylenisch-ungesättigtem Monomerem. Das optimale Verhältnis hängt von den jeweiligen Monomeren und den jeweiligen Vinylchloridpolymerisaten ab; im allgemeinen enthalten die Massen jedoch vorzugsweise- 40 bis 97,5 Gewichtsprozent an monovinylaromatischem Monomerem und dement- ίο sprechend 2,5 bis 60 Gewichtsprozent an polyäthylenisch-ungesättigtem Monomerem.
Es wurde erfindungsgemäß gefunden, daß die überführung der Massen in starre Produkte mit ausgezeichneten Eigenschaften äußerst günstig beeinflußt wird, wenn in dem verwendeten flüssigen Monornerengemisch zusätzlich eine geringe Menge Acrylnitril enthalten ist. Bei Anwesenheit von Acrylnitril in dem Monomerengemisch sind im allgemeinen etwas geringere Gesamt-Bestrahlungsdosen erforderlich, als es in Abwesenheit von Acrylnitril unter sonst ähnlichen Bedingungen der Fall ist. Weiterhin ist das Erhitzen vor der Durchführung der Polymerisation der Monomeren, das bei Massen ohne Acrylnitril oftmals erforderlich sein kann, im allgemeinen bei Acrylnitril enthaltenden- Massen nicht notwendig.
Wie oben bereits gesagt, ist ein die physikalischen Eigenschaften der Massen beeinflussender Faktor das Verhältnis von Polymerisat zu Monomeren. Enthalten die Massen Acrylnitril, weisen sie vorzugsweise 35 bis 50 Gewichtsprozent des Vinylchloridpolymerisats und entsprechend 50 bis 65 Gewichtsprozent des flüssigen Monomerengemisches auf. Ein solches Monomerengemisch enthält in vorteilhafter Weise 40 bis 92,5 Gewichtsprozent des monovinylaromatischen Monomeren, 2,5 bis 55 Gewichtsprozent des polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren und 5 bis 50 Gewichtsprozent Acrylnitril. Die Acrylnitril enthaltenden Massen können z. B. eine absolute Viskosität von 250 bis 9000 cP bei 250C aufweisen, obgleich solche mit einer absoluten Viskosität von 250 bis 2000 cP bei 25° C wegen ihrer leichten Verarbeitbarkeit bevorzugt werden.
In den Erfindungsbereich fallen ferner Massen der oben beschriebenen Art, bei denen das Polymerisat durch die Monomeren gequollen oder solvatisiert ist, und ferner solche Massen, bei denen die Monomeren in einem polymerisierten Zustand vorliegen.
Bei einer beispielhaften Ausfuhrungsform der Erfindung bestehen die Massen aus einer Dispersion von 35 bis 65 Gewichtsprozent eines feinteiligen, festen Vinylchloridpolymerisats mit einer Dispersionen entsprechenden Teilchengröße in 65 bis 35 Gewichtsprozent eines flüssigen Gemisches von polymerisierbaren Monomeren, das 40 bis 97,5 Gewichtsprozent mindestens eines monovinylaromatischen Monomeren der Benzolreihe der allgemeinen Formel
wobei X und Y unabhängig voneinander Wasserstoffatome, Halogenatome oder niedere Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und 60 bis 2,5 Gewichtsprozent eines polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren enthält, das mit der monovinylaromatischen Verbindung mischpolymerisierbar ist, wobei es sich um einen oder mehrere Ester der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylalkohol, Allylalkohol, Methallylalkohol, Glycerin, 1,3-Propandiol oder einem Glykol oder Polyglykol der allgemeinen Formel
HO(C„H2„O)mH
in der π 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 bis 14 ist, welches Polyglykol ein durchschnittliches Molekulargewicht von nicht mehr als 600 aufweist; und/oder einen Ester der Maleinsäure, Itaconsäure oder Citraconsäure mit einem Glykol oder Polyglykol der Formel
HO(CnH2nO)1nH
handelt, wobei η 2 oder 3 bedeutet und m eine ganze Zahl von 1 oder darüber ist, so daß der Ester ein ^ durchschnittliches Molekulargewicht von 258 bis {J 2000 aufweist, und die Masse vor dem Quellen oder Solvatisieren des Polymerisats eine absolute Viskosität von 250 bis 2000 cP bei 25° C besitzt.
Bei einer weiteren beispielhaften Ausführungsform der Erfindung weisen die Massen eine Dispersion von 35 bis 50 Gewichtsprozent eines feinteiligen, festen Vinylchloridpolymerisats mit einer Dispersionen entsprechenden Teilchengröße in 50 bis 65 Gewichtsprozent eines flüssigen Gemisches von polymerisierbaren Monomeren auf, das 40 bis 92,5 Gewichtsprozent mindestens eines monovinylaromatischen Monomeren der bei der obigen Ausführungsform beschriebenen Art, 5 bis 50 Gewichtsprozent Acrylnitril und 55 bis 2,5 Gewichtsprozent eines polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren der in der obigen Ausführungsform beschriebenen Art enthält, wobei die Masse vor dem Quellen bzw. Solvatisieren eine abs'olute Viskosität von 250 bis 9000 cP bei 250C aufweist.
Die fließfähigen Massen können leicht in eine Form gegossen bzw. getrieben, als Schicht auf einer flachen ( '\ Platte bzw. einem Band oder eine Matte bzw. Schicht ''"^ eines Fasermaterials, wie Tuch, Holzfasern, Baumwollinters, Glasfasern, Glasfasergewebe oder Papier, ausgebreitet und sodann gepreßt und gehärtet werden, wobei steife Formgegenstände bzw. Schichtgebilde erhalten werden, die für eine Vielzahl von Zwecken geeignet sind.
Bei einer besonderen Ausführungsförm der Erfindung werden die Massen zum Imprägnieren bzw. überziehen von Fasermaterialien, wie einer Matte bzw. einem Faserfilm oder einem Gewebe aus Glasfasern, verwendet, um starre Vinylchloridpolymerisat-Produkte herzustellen, die das verstärkende Faseermaterial eingebettet enthalten.
Die Massen, die das feinteilige Vinylchloridpolymerisat in dem Gemisch der polymerisierbaren Monomeren dispergiert enthalten, werden beim Solvatisieren der Teilchen des Vinylchloridpolymerisats durch die Monomeren in Gele verwandelt, was häufig bereits beim Stehen bei Raumtemperatur oder in ihrer Nähe, vorzugsweise jedoch durch Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 1350C oder darüber, mit oder ohne Anwendung von Druck vonstaüen geht.
Die fließfähigen oder die gelierten Massen können gehärtet bzw. in starre polymere Produkte verwandelt werden, indem man die Monomeren unter der Einwirkung ionisierender Strahlung hoher Energie, wie hochbeschleunigter Elektronen, y-Strahlen, Röntgenstrahlen, polymerisiert, übliche Quellen solcher Strahlung sind Van-de-Graaff-Generatoren, das Kobalt-60-Isotop und Apparaturen zur Erzeugung von Röntgenstrahlen.
Die zu verwendende Strahlung hoher Energie ist vorzugsweise von einer Intensität entsprechend mindestens 40 000 rad/Stunde und wird in einer Menge entsprechend einer Gesamtdosis von etwa 0,4 bis 10 megarad verwendet.
Bei der vom 7. Internationalen Kongreß für Radiologie (Kopenhagen, 1953) angenommenen Einheit »rad« handelt es sich um eine Einheit der absorbierten Dosis, die der Absorption von 100 erg je Gramm des bestrahlten Materials an der Dosisstelle entspricht.
Die zur Härtung bzw. Polymerisation der Monomeren zur Herstellung eines starren polymeren Produktes erforderliche Gesamtdosis an ionisierender Strahlung hoher Energie hängt teilweise von den Mengenverhältnissen der verwendeten Monomeren und teilweise von der Empfindlichkeit der zu polymerisierenden Monomeren gegenüber ionisierenden Strahlen hoher Energie ab. Es können größere Dosen als etwa 10 Megarad verwendet werden; im allgemeinen führen jedoch höhere Strahlungsdosen zu einer Verschlechterung und Verfärbung der polymeren Produkte und sollten vermieden werden.
Beispiel 1
Bei jedem einer Reihe von Versuchen wurde ein Polyvinylchlorid mit einer zur Herstellung von Dispersionen geeigneten Teilchengröße mit einer Lösung
von Vinyltoluol, Äthylenglykoldimethacrylat, ungesättigtem Polyester und Acrylnitril in den in der folgenden Tabelle angegebenen Mengenverhältnissen homogen vermischt, um eine fließfähige Masse zu erhalten. Bei dem in den Versuchen verwendeten
ίο Vinyltoluol handelte es sich um eine Fraktion," die etwa 67 Gewichtsprozent m-Vinyltoluol und 33 Gewichtsprozent p-Vinyltoluol enthielt. Bei dem für die Versuche verwendeten ungesättigten Polyester handelte es sich um das Reaktionsprodukt von etwa äquimolaren Mengen Äthylenglykol und Maleinsäureanhydrid; der Polyester wies ein Molekulargewicht zwischen 500 und 600 auf. Ein Teil der Masse wurde in eine Aluminiumform gegossen, um eine Schicht mit den Abmessungen 100 χ 100 χ 3 mm zu bilden. Die Schicht wurde gehärtet bzw. die Monomeren wurden polymerisiert, indem die Schicht einem Strahl hochbeschleunigter Elektronen aus einem Van-de-Graaff-Beschleuniger ausgesetzt wurde, dessen Elektronenstrahl-Stromstärke 75 μ Α und dessen Potential 2 MeV betrug. Die angewendete Gesamtdosis ist in der Tabelle angegeben." Die Bestrahlung wurde mit einer Dosis von 0,03 bis 0,04 Megarad/ Sekunde an der Dosisstelle angewendet. Die gehärteten Produk'te waren klare, durchsichtige, starre Bögen. Sie wurden auf ihre physikalischen Eigenschaften geprüft; die Daten sind in Tabelle Γ angegeben.
Tabelle I
Polyvinyl Fließfähige Masse Äthylen-
glykol-
Polyester Acryl Biegefestig
keit
Gehärteies Produkt Schlag
zähigkeit
Wärme-
verformungs-
Dosis
Versuch
Nr.
chlorid Vinyl dimelh-
acryUil
nitril kg 6.3 cm2 Biegemodul kg'm tcmpcriilur (Megarad)
(g) toluol Ig) (g> (g) kg 6.3 cm2 (C)
50 (g) 3,0 13,6 _ 1620 1,16 63 2,1
1 50 33,4 2,7 12,2 5 2840 171000 2,48 58 1,96
2 50 .30,1 2,4 10,9 10 3858 180 000 1,99 64 1,4
3 50 26,7 2,1 9,5 15 3960 189 500 2,98 84 1,96
4 45 23,4 2,0 9,0 22 4401 193 500 2,48 72 3,36
5 40 22,0 2,2 9,8 24 4844 216 000 2,65 73 4,34
6 24,0 216 000
Beispiel 2
Bei jedem einer Reihe von Versuchen wurde feinteiliges Polyvinylchlorid mit einer zur Herstellung von Dispersionen geeigneten Teilchengröße in einem flüssigen Gemisch dispergiert, das aus 32 g Vinyltoluol (67% m-Vinyltoluol und 33% p-Vinyltoluol), 10 g Acrylnitril und 8 g eines polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren bestand. Ein Teil des Gemisches wurde in eine Aluminiumform gegossen, um eine Schicht mit den Abmessungen 100 χ 100 χ 3 mm zu bilden. Die Schicht des Materials wurde gehärtet, indem sie unter einem Strahl hochbeschleunigter Elektronen aus einem Van-de-Graaff-Beschleuniger hindurchgeleitet wurde, dessen Elektronenstrahl-Stromstärke 75 μ Α und dessen Potential 2 MeV betrug, um die Monomeren zu polymerisieren. Die angewendete Gesamtdosis ist in der Tabelle angegeben. Die Bestrahlung wurde mit einer Geschwindigkeit von 0,03 bis 0,04 Megarad an der Dosierungsstelle angewendet. Die gehärteten Produkte waren klare, durchsichtige, starre Bögen mit den in der Tabelle angegebenen Eigenschaften.
In der Tabelle II sind die Versuche mit ihren Ergebnissen sowie die Mengenverhältnisse der zur Herstellung der Produkte verwendeten Bestandteile angegeben.
109 582/398
I 544 740
Tabelle II
Poly Vinyl- Ausgangssubslanzen polyfunktionelles
Versuch vinyl toluol Acryl Monomeres
Nr. chlorid (g) nitril
50 32 Vinylacrylat
1 50 32 10 Vinylmethacrylat
2 50 32 IO Allylmethacrylat
3 50 32 10 Äthylenglykol-
4 10 diacrylat
50 32 Äthylenglykol-
5 10 dimethacrylat
50 32 Polyester aus
6 10 Propylenglykol
und Maleinsäure
M = 500 bis 600
50 32 Ester aus Malein
7 10 säure und PoIy-
propylenglykol
M = 400
Bestrahlung
Gesamtdosis
(Megarad)
4,48 5,04 4,48 3,22
1,96 2,10
1,28
Biegefestigkeit
kü 6.3 cm2
2074
3514
3190
4248
4450
3775
2061
Gehärtetes Produkt
Schlagzähigkeit
'■.Biegemodul ks; 6.3 cm'
112 050 166 950 173 700 172 350
194 400 186 750
163 800
kg 'm
1,65 1,82 1,49 3,48
3,15 2,32
1,49
Würme-
vcrformungs-
temperalur
i Cl
46 70
60
74
95
73
79

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus einer fließfähigen Dispersion eines feinteiligen, festen Vinylchloridpolymerisats in einem flüssigen Gemisch aus einem oder mehreren polymerisierbaren monovinylaromatischen Monomeren und einem oder mehreren polyäthylenisch-ungesättigten Monomeren, wobei es sich um Ester von äthylenisch-ungesättigten Carbonsäuren handelt, die mit den monovinylaromatischen Monomeren mischpolymerisierbar sind, durch Formgebung und anschließende Polymerisation, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Dispersion verwendet, die zusätzlich einen geringen Mengenanteil Acrylnitril enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete monovinylaromatische Monomere die Formel

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