[go: up one dir, main page]

DE2414973A1 - Haertbare polyestermassen - Google Patents

Haertbare polyestermassen

Info

Publication number
DE2414973A1
DE2414973A1 DE2414973A DE2414973A DE2414973A1 DE 2414973 A1 DE2414973 A1 DE 2414973A1 DE 2414973 A DE2414973 A DE 2414973A DE 2414973 A DE2414973 A DE 2414973A DE 2414973 A1 DE2414973 A1 DE 2414973A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyester
solid
crosslinking agent
crystalline polyester
crystalline
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE2414973A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Donald Lake
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beazer East Inc
Original Assignee
Koppers Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koppers Co Inc filed Critical Koppers Co Inc
Publication of DE2414973A1 publication Critical patent/DE2414973A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L67/00Compositions of polyesters obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L67/06Unsaturated polyesters
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S525/00Synthetic resins or natural rubbers -- part of the class 520 series
    • Y10S525/935Matrix admixed with synthetic fiber

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Macromonomer-Based Addition Polymer (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung ""bezieht sich auf feste, polymerisierbare oder härtbare Polyesterharz-Präparate, die einen kristallinen Polyester enthalten.
Es ist allgemein bekannt, dass wärmegehärtete Polyesterharz-Gegenstände aus härtbaren Präparaten hergestellt werden können, die aus einem äthylenisch ungesättigten Polyester bestehen, der in einem flüssigen, äthylenisch ungesättigten, monomeren Vernetzungsmittel gelöst ist, welches mit diesem Polyester polyme-
409843/1106
risierbar ist. Gegenstände von relativ hoher Festigkeit und geringer Dichte können erhalten werden, ind.em man solchen Präparaten faserartige Verstärkungen, wie z.B. Glasfasern, einverleibt. Füllstoffe, wie z.B. Calciumcarbonat und !Done, werden diesen Präparaten im allgemeinen als Streckmittel zugesetzt.
Der Einfachheit halber ist in dieser Beschreibung unter "Polyesterharz" ein Präparat zu verstehen, das im wesentlichen aus einem äthylenisch ungesättigten Polyester und einem äthylenisch ungesättigten Vernetzungsmittel besteht und andere Materialien, wie z.B. Füllstoffe, faserartige Verstärkungen, Härtungskatalysatoren etc., enthalten kann.
Polyesterharze werden bei Verformungsverfahren häufig in flüssiger Form angewendet. Solche flüssigen Harze bestehen aus einer flüssigen Lösung eines flüssigen oder festen Polyesters in einem flüssigen Vernetzungsmittel, wie z.B. "Styrol, dem gebräuchlichsten Vernetzungsmittel. Für .zahlreiche Verformungsverfahren ist es jedoch erwünscht oder erforderlich, dass das .Polyesterharz in fester Form vorliegt, z.B. als Folie, Körner oder Pulver.
Polyesterharze in fester Form können aus. den oben beschriebenen flüssigen Polyesterharz-Lösungen hergestellt werden. So kann man z.B. eine normalerweise flüssige Polyesterharz-Lösung in eine feste Form bringen, indem man ihr ein chemisches Ein-
409 843/1106
24H973
dickungsmittel, wie ein Oxyd oder Hydroxyd von Magnesium oder Calcium, zusetzt. Oder man gibt einen festen Füllstoff zu, wie z.B. Calciumcarbonat, der das flüssige Harz absorbiert. Pur diese Verwendungszwecke werden meistens flüssige oder feste amorphe Polyester verwendet, die in den flüssigen Vernetzungsmitteln löslich sind. -So kann z,B. eine teigartige Masse oder eine andere Form festen Harzes erhalten werden, indem man dem flüssigen Harz der USA-Patentschrift 2 632 751 eine ausreichende Menge Füllstoff beimischt.
Für bestimmte Formverfahren sind diese Methoden der Umwandlung flüssiger Polyesterharze in feste Formen jedoch nicht völlig zufriedenstellend.'
Die zähen, kautschukartigen Folien, die aus chemisch angedicktem Polyesterharz erhalten werden, lassen sich z.B. nicht zufriedenstellend zu Tabletten oder Pulvern verarbeiten, und diese Formen des härtbaren Harzes sind für gewisse Formverfahren, wie z.B. Strangpressen, erwünscht. Auch ist die Lagerbeständig— keit der chemisch eingedickten Harzfolien auf höchstens einige Wochen begrenzt. Das Harz kann nämlich ständig stärker eingedickt werden, so dass schliesslich die Viskosität der Folie so hoch werden kann, dass das Harz in der Form unter üblichem Druck und üblichen Temperaturen nicht mehr zufriedenstellend fliesst.
409843/1106
24H973
Ein weiterer Nachteil dieser Herstellung von festen harzartigen Präparaten durch Verwendung eines Füllstoffes, der ausreichende Mengen eines flüssigen, einen amorphen Polyester enthaltenden Harzes absorbiert, "besteht darin, dass die Eigenschaften der aus dem gehärteten Präparat gewonnenen Gegenstände beeinträchtigt v/erden können. Im allgemeinen ist die Festigkeit der so erhaltenen Gegenstände umso geringer, je höher der Anteil an Füllstoff in dem Präparat ist. Auch besteht eine Grenze für die Menge an flüssigem Vernetzungsmittel oder Harz, das von dem Füllstoff absorbiert werden kann. Bei Verwendungszwecken, bei denen eine relativ grosse Menge an Vernetzungsmittel erwünscht ist, kann der Füllstoff ausserstande sein, genug flüssiges Harz zu absorbieren, um das Präparat in eine feste Form zu bringen. Allgemein kann gesagt werden, dass feste Polyesterharze, bei denen Füllstoffe benötigt werden, um das flüssige Harz zu absorbieren, verhältnismässig grosse Mengen an Füllstoffen und verhältnismässig geringe Mengen an flüssigem Vernetzungsmittel enthalten. Die Verv/endbarkeit solcher Präparate ist begrenzt.
Feste Polyesterharze können auch hergestellt werden, indem man feste Polyester mit festen Vernetzungsmitteln kombiniert. Es gibt jedoch nur eine sehr geringe Zahl zufriedenstellender fester Vernetzungsmittel, und diese sind sehr kostspielig.
Bei der vorliegenden Erfindung werden nun kristalline Polyester zur Herstellung eines härtbaren festen Polyesterharzes verwen-
409843/1106
~5.~ 24U973
det. Die erfindungsgemäss hergestellten festen Harze "benötigen weder ein chemisches Eindickungsmittel noph ein fester Vernetzungsmittel. Weiterhin können erfindungsgemäss feste Präparate hergestellt werden, die eine relativ grosse Menge an Vernetzungsmittel und eine relativ kleine Menge an Füllstoff enthalten.
Im Idealfall sollten feste Polyesterharze der Art, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, verschiedene Eigenschaften aufweisen. Pulverförmige oder körnige Präparate sollten z.B. selbst bei den relativ hohen Temperaturen, die in heissen Klimazonen leicht erreicht werden können, nicht-klebrig und freifliessend bleiben. Das härtbare feste Harz sollte nicht vorzeitig aushärten, selbst wenn die Temperaturen etwa 45° bis 50° erreichen. Feste Formen des Harzes sollten mit stark variierenden Mengen an Vernetzungsmittel und Füllstoff hergestellt werden können, ohne dass dadurch unbedingt die Eigenschaften der fertigen Gegenstände beeinträchtigt werden.
Es wurden bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung härtbarer Polyesterharze aus kristallinen oder kristallisierbaren Polyestern vorgeschlagen. Wie jedoch aus den nachstehenden Ausführungen ersichtlich, litten diese Verfahren unter einem oder mehreren Mangeln.
409843/1106
Die britische Patentschrift 1 040 780 beschreibt feste härtbare Polyesterharze, die einen kristallinen Polyester enthalten. Diese Harzfeststoffe werden hergestellt, indem man bei erhöhter Temperatur ein flüssiges Yerrietzungsniittel mit einem flüssigen Polyester kombiniert, der bei Zimmertemperatur kristallin ist; anschliessend wird gekühlt, um das Präparat zu verfestigen» Die so erhaltene feste Masse kann zu einem Pulver zerinahlen werden, das mit anderen Materialien, wie Füllstoffen und Katalysatoren, veraiseht wird. Oder Dian kann den kristallinen Polyester, das Vernetzungsmittel und andere Bestandteile, wie Füllstoff und Katalysator, bei Zimmertemperatur mischen und erhält ein bröckeliges, trockenes Pulver. Diese festen Polyesterharz-Porminasseii besitzen verschiedene Nachteile,
Gegenstände, die aus Präparaten geformt werden, welche durch Trockenmischen der Bestandteile erhalten wurden, weisen häufig eine relativ geringe Festigkeit auf und sind unansehnlich. Dies kann auf verschiedene Faktoren zurückgeführt v/erden. Das Präparat ist meist heterogen, da es praktisch unmöglich ist, eine •innige Mischung der Komponenten zu erzielen und da auch der füllstoff und die gegenbenenfalls verwendeten faserartigen Verstärkungen nicht von dem Harz benetzt werden. Glasfasern werden leicht abgerieben und zerbrechen, wenn sie unter solche Präparate gemischt werden. Je kürzer die Faserlänge, umso geringer ist die Festigkeit des Gegenstandes, der aus diesem Präparat hergestellt wird.
409843/1106
-7·- 24U973
Präparate, die gemäss der genannten britischen Patentschrift durch Mischen des festen kristallinen Polyesters mit dem flüssigen Vernetzungsmittel hergestellt werden, liegen nur dann in Form trockener Pulver vor, wenn verhältnismässig kleine Mengen des. flüssigen Vernetzungsmittels angewendet werden. Aus solchen trockenen Pulvern gewonnene gehärtete Produkte weisen meist schlechtere Eigenschaften auf, da nicht genügend Vernetzungsmittel zur Umsetzung mit allen reaktionsfähigen Bindungen des Polyesters verfügbar ist. Trockene Pulver können auch mit grösseren Mengen an flüssigem Vernetzungsmittel erhalten werden, wenn man !Füllstoffe mitverwendet, die das Vernetzungsmittel absorbieren. Die !Füllstoffe setzen jedoch die Festigkeit des ausgehärteten Gegenstandes herab, wodurch die Vorteile, die durch Anwendung einer grösseren Menge Vernetzungsmittels erzielt wurden, wieder aufgehoben werden.
Die USA-Patentschrift 2 857 359 beschreibt die Herstellung härtbarer Polyesterharze, die butterartige oder sehr steife thixotrope Harze sind. Diese Harze werden erhalten, indem man einen 'kristallinen Polyester auf eine Temperatur erhitzt, bei der er weich und flüssig wird und eine wolkige Flüssigkeit bildet; mit dieser wolkigen Flüssigkeit wird ein amorpher ungesättigter Polyester vermischt, der in dem Vernetzungsmittel gelöst ist. Gemäss einer v/eiteren Ausführungsform wird der kristalline Polyester mit einem lösungsmittel (Vernetzungsmittel) für den amorphen Polyester erhitzt, bis eine klare Lösung erhalten wird,
409843/1106
-8·- 24U973
Diese Lösung lässt man abkühlen und mischt sie zu Beginn der Kristallisation — mit oder ohne gleichseitigen oder anschliessenden Zusatz von weiterem Lösungsmittel — mit dem amorphen Polyester. Solche Präparate lassen sich wegen ihrer sehr stei~ fen Konsistenz nur sehr schwer mit Füllstoffen und faserartigen Verstärkungen mischen. Auch kann nur eine begrenzte Menge an Füllstoffen und Verstärkungen angewendet werden. Das erforderliche lange und heftige Mischen "bricht die Glasfasern in unerwünscht kurze Stücke. Wegen der sehr hohen Viskosität dieser Mischungen, lässt sich eine gleichmässige Benetzung der Füll- " stoffe und Verstärkungen nur schwer erzielen. Eine Benetzung der kristallinen Polyesterkomponenten findet kaum statt, da diese praktisch unlöslich ist.
In der USA-Patentschrift 3 396 128 wird ausgeführt, dass es verhältnismässig lange dauert, bis ein kristallisierbarer Polyester und Vernetzungsmittel aus der geschmolzenen Form auskristallisieren. (Die angeführten "Kristallisationszeiten" liegen zwischen 5 Stunden und fast 8 Stunden.) Laut dieser Patentschrift •kann die Kristallisationszeit auf z.B. nur 19 Minuten verkürzt werden, indem man dem Polyesterharz ein Metallsalz einer höheren Fettsäure zusetzt. YTerden solche Harze mit Füllstoffen und/oder faserartigen Verstärkungen gemischt, so treten ebenfalls die oben beschriebenen Probleme auf.
409843/1106
-9.- 24U973
Die USAt-.Pat ent schrift 2 652 751 "beschreibt ein weiteres Verfahren zur Herstellung fester, härfbarer Polyesterharze, bei dem bei erhöhter Temperatur ein flüssiger oder fester amorpher Polyester, der kristallisierbar ist, mit einem Vernetzungsmittel, Füllstoff und faserartigen Verstärkungen etc. gemischt wird, worauf man das Präparat abkühlt. Each dieser Patentschrift kristallisiert der kristallisierbare Polyester während des Ab-- ■ kühlens des Präparates. Die Verwendung eines kristallisierbaren Polyesters führt zu einem Präparat mit reduzierter Klebrigkeit. Unerwünschte Merkmale dieses Verfahrens sind jedoch die Verwendung relativ kleiner Mengen an Vernetzungsmittel und das Mischen der Komponenten bei relativ hohen Viskositäten. Welche Schwierigkeiten bei Verfahren mit solchen Merkmalen auftreten, wurde bereits oben ausgeführt.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist nun die Schaffung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung eines festen, härtbaren, ungesättigten Polyesterharzes. Weiterhin sollen erfindungsgemäss verbesserte ungesättigte Polyesterharze hergestellt werden, die härtbare Feststoffe sind.
409843/1 106
24U973
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung eines festen, härtbaren Polyesterharzes ist nun dadurch, gekennzeichnet, dass man:
(a) einen festen kristallinen Polyester mit einem flüssigen Vernetzungsmittel mischt, in dem der Polyester bei Zimmertemperatur unlöslich ist;
(b) die Mischung aus festem kristallinem Polyester und flüssigem Vernetzungsmittel auf eine Temperatur erhitzt, bei der sich der Polyester in dem Vernetzungsmittel löst, die jedoch unterhalb der Temperatur liegt, bei der Polyester und Vernetzungsmittel aushärten;
(c) einen Feststoff bildet, indem man den erhitzten Polyester und das Vernetzungsmittel abkühlt; und
Cd) vor Bildung des Feststoffes einen oder mehrere Füllstoffe, faserartige Verstärkungen oder amorphe Polyester und vorzugsweise einen Härtungskatalysator mit dem Polyester und dem Vernetzungsmittel mischt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform werden Füllstoff, faserartige Verstärkungen und/oder amorpher Polyester vor dem Erhitzen mit dem kristallinen Polyester und dem flüssigen Vernetzungsmittel gemischt. Auf diese Weise werden der Füllstoff und/oder die faserartigen Verstärkungen mit dem flüssigen Vernetzungsmittel und anderen flüssigen Bestandteilen der Mischung
409843/1106
- υ - 24U973
getränkt. Y/ird z.B. ein löslicher fester oder flüssiger amorpher Polyester mitverwendet, so wird die&er in dem flüssigen Vernetzungsmittel gelöst,und die so erhaltene Lösung "benetzt die gegebenenfalls anwesenden Füllstoffe und faserartigen Verstärkungen. Eine Reihe von Vorteilen wird durch "Kaltmischen" der Komponenten erzielt. Es "besteht wenig oder überhaupt keine Gefahr der vorzeitigen Gelierung des Präparates selbst bei relativ langem Mischen oder Stehenlassen. Es können verhältnismässig kleine Mengen an Inhibitoren angewendet und somit kürzere Aushärtungszeiten erzielt werden. V/ird das Präparat bei Zimmertemperatur und nicht bei erhöhten Temperaturen gemischt, so werden die schützenden Bindemittel, die die Glasfasern überziehen, weniger leicht gelöst. Hierdurch wird das Brechen der Pasern erheblich herabgesetzt.
Die vorliegende Erfindung bringt eine Reihe wesentlicher Vorteile. Bei der gleichen Menge an flüssigem Vernetzungsmittel besitzen die erfindungsgemässen härtbaren Harze einen höheren Festigkeits- oder Härtegrad als Harze, die einen festen oder .flüssigen amorphen Polyester und keinen kristallinen. Polyester enthalten. Erfindungsgemäss können also nicht-klebrige, freifliessende härtbare Harzpulver mit einem höheren Verhältnis von Vernetzungsmittel zu Füllstoff hergestellt werden.
Die Festigkeit der erfindungsgemässen härtbaren Harze hängt nicht von Eindickungsstoffenj wie z.B. chemischen Eindickungs-
409843/1106
24U973
mitteln, ab. Verglichen mit den oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung härtbarer Polyesterharze,' v/erden bei Anwendung der vorliegenden Erfindung folgende Torteile erzielt. Harzmischungen, die kristalline Polyester, Monomer, Füllstoffe und faserartige Verstärkungen enthalten, besitzen eine relativ geringe Viskosität und lassen sich leicht mischen und homogenisieren. Füllstoffe und faserartige Verstärkungen werden gründlich mi>t dem Harz benetzt und imprägniert. Hierdurch wird eine optimale Cohäsion des fertigen festen Präparates erzielt, und dieses liefert ausgehärtete Gegenstände von besserer Homogenität und besseren Eigenschaften. Abrieb-empfindliche Verstärkungen, wie z.B. Glasfasern, werden während des Mischens geschmiert und v/eisen nach der Verfestigung des Harzes einen Harzüberzug auf. Hierdurch wird der Faserverschleiss während des Mischens und bei nachfolgenden Verarbeitungsverfahren, wie z.B. Spritzguss, wirksam herabgesetzt, und es werden ausgehärtete, geformte Gegenstände mit verbesserter Festigkeit erhalten.
Weitere Vorteile bestehen z.B. darin, dass man verhältnismässig grosse Mengen an flüssigen Vernetzungsmitteln, wie Styrol, verwenden kann. Hierdurch werden alle verfügbaren, mischpolymerisierbaren ungesättigten Bindungen des Polyesters ausgenutzt. Es brauchen jedoch nicht übermässige Mengen an inerten Füllstoffen mitverwendet' zu werden, durch die die Festigkeit des gehärteten Gegenstandes herabgesetzt würde. Ausserdem erfolgt die
409843/1106
- 15 - 24U973
Kristallisation und Verfestigung des Harzes sehr rasch und mit reproduzierbaren Ergebnissen. Sofort nach, dem Abkühlen liegt ein nicht-klebriges Harz vor, so dass das Präparat leicht zu handhaben ist.
Komponenten;
Kristalliner Polyester - Die erfindungsgemäss geeigneten kristallinen Polyester besitzen eine ßöntgenstrahlen-Struktur und einen ziemlich genauen Schmelzpunkt. Sie sind Feststoffe, die bei Zimmertemperatur in dem verwendeten Vernetzungsmittel unlöslich oder nur geringfügig löslich (z.B. bis zu etwa 5 Gew.-56) sind, bei erhöhten Temperaturen jedoch leicht in dem Vernetzungsmittel gelöst werden können. Der kristalline Polyester muss bei einer Temperatur unterhalb der Aushärtungstemperatur des Harzes in dem Vernetzungsmittel löslich sein.
Kristalline Polyester, die eine äthylenische Ungesättigtheit aufweisen, welche mit der äthylenischen Ungesättigtheit des Vernetzungsmittels reagieren kann, sowie Verfahren zur Herstellung dieser Polyester sind bereits bekannt. Der kristalline Polyester kann z.B. durch Polyveresterung eines symmetrischen aliphatischen Diols mit fumarsäure oder den niederen Alkylestern von !Fumarsäure hergestellt werden. Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure oder niedere Alkylester von Maleinsäure können ebenfalls in Anwesenheit eines Maleat-J'umarat-Isomerisationskatalysators, wie Piperidin oder Jod, oder anderer bekannter Isomerisations-
40.9
- 14 - 24U973
katalysatoren verwendet werden. Mischungen aus IPumarsäuren oder ihren Estern mit Maleinsäureanhydrid oder. Maleinsäure oder deren Estern sind gleichfalls geeignet, vorausgesetzt, dass die Menge an Maleat in dem Polyester nicht ausreicht, um eine Kristallisation zu verhindern.
Ein Teil der äthylenisch ungesättigten Säure kann durch gesättigte Dicarbonsäuren, wie Adipinsäure, Sebacinsäure, Isophthalsäure oder Terephthalsäure, ersetzt werden. Hierdurch wird im allgemeinen der Schmelzpunkt des Polyesters sowie seine Lösungstemperatur herabgesetzt und die Löslichkeit erhöht. Das maximale Verhältnis von gesättigter Säure zu äthylenisch ungesättigter Dicarhonsäure hängt jeweils von dem gewünschten Schmelzpunkt und der gewünschten Lösungstemperatur sowie den Löslichkeit seigenschaften des Polyesters der gesättigten Säure im Vergleich zu dem ungesättigten Polyester ab.
Ein Teil des symmetrischen Diols kann durch ein unsymmetrisches Diol, wie z.B. Propylen- oder Dipropylenglykol, ersetzt werden. Die Wirkung ist ähnlich, jedoch im allgemeinen noch stärker, wie beim Austausch der ungesättigten gegen gesättigte Dicarbonsäuren.
Beispiele für erfindungsgemäss geeignete kristalline Polyester sind die Polyfumarate you 1,6-Hexandiol, Heopentylglykol, Bis-(hydroxyäthyl)-resorcin, Äthylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,4-Cyclohexandiol oder Bis—(hydroxyäthyl)-hydrochinon.
409843/1106
-15- 24U973
Die erfindungsgemäss geeigneten kristallinen Polyester "besitzen ein Molekulargewicht zwischen etwa 1000 tend etwa 3000 "und eine Säurezahl von etwa 5 "bis etwa 40.
Es ist bekannt, dass bei kristallinen Polyestern der Schmelzpunkt, der Kristallisationsgrad, die Perfektion des kristallinen Netzwerkes und die Geschwindigkeit, mit der sich die Kristallinität entv/ickelt, differieren kann. Diese Unterschiede lassen sich auf die zur Herstellung der Polyester verwendeten Reaktionsteilnehmer, auf das Molekulargewicht der Polyester und auf die gegebenenfalls zur Beschleunigung der Kristallisation durchgeführten Behandlungen des Polyesters zurückführen. Einige Polyester, z.B. 1,6-Hexandiolpolyfumarat, kristallisieren rasch und spontan, das heisst, das heisse Polyester-Reaktionsprodukt kühlt zu einem kristallinen Feststoff ab. Die Verwendung solcher kristallinen Polyester ist besonders erwünscht, da keine zusätzlichem Massnahmen erforderlich sind, um das Polyester-Reaktionsprodukt in einen kristallinen Peststoff umzuwandeln. Bei einigen Arten kristalliner Polyester sind solche Massnahmen ■erforderlich. So ist ziB. das abgekühlte Reaktionsprodukt von Heopentylglykol und !Fumarsäure anfänglich nicht unbedingt ein festes kristallines Material. Es wird jedoch in die kristalline Form umgewandelt, indem man es einfach längere Zeit stehenlässt. Die Kristallisation kann durch mechanische Bearbeitung des Polyesters beschleunigt werden, z.B. durch Kaltverarbeiten oder Einwirkung von Scherkräften auf die Polyesterschmelze oder
409843/1106
-16- 24U973
durch Tempern oder eine Kombination dieser Verfahren. Die Kristallisation kann bekanntlich auch beschleunigt werden, indem man der kristallisierbaren Polyesterschmelze kernbildende Mittel zusetzt. Kristalline Polyester dieser Art werden nachstehend als "reine kristalline Polyester" bezeichnet und werden erfindungsgemäss bevorzugt. Andere, erfindungsgemäss geeignete kristalline Polyester werden aus einem Lösungsmittel auskristallisiert. So wird z.B. ein kristallisierbarer Polyester mit einem Lösungsmittel gemischt, das Lösungsmittel abgedampft und ein kristalliner Polyester ausgefällt. Es wurde gefunden, dass" diese "durch Lösungsmittel gebildeten" kristallinen Polyester bei der Kombination mit Vernetzungsmittel·!! Präparate liefern, die, im Vergleich zu Präparaten mit reinen kristallinen Polyestern, hohe Viskositäten aufweisen. Solche Präparate mit höheren Viskositäten lassen sich schwieriger mischen und benetzen die festen Bestandteile des Präparates nicht so gut wie Präparate mit niedrigerer Viskosität.
Zweckmässigerv/eise γ/ird der kristalline Polyester in Form eines •relativ feinen Pulvers verwendet. Dies erleichtert das Mischen der Komponenten. Ausserdem löst sich der kristalline Polyester beim Erhitzen dann rasch in dem Vernetzungsmittel. Es empfiehlt sich daher, einen kristallinen Polyester zu wählen, der einfach pulverisiert werden kann. Bevorzugt wird ein kristalliner Polyester mit relativ hohem'Schmelzpunkt und hohem Kristallisa-
409843/1106
24H973
tionsgrad, der durch die Reibungswärme während des Zermahlens nicht schmilzt und kein Verstopfen der Mahlvorrichtung bewirkt. Die Polyfumarate von 1,6-Hexandiol und Neopentylglykol lassen sich leicht zu Pulvern zermahlen.
Vernetzungsmittel - Das Vernetzungsmittel (der Einfachheit halber als "Monomer" bezeichnet) ist ein äthylenisch ungesättigtes, flüssiges Monomer, das mit den äthylenisch ungesättigten Bindungen des Polyesters reagieren kann. Zweckmässigerweise werden Vinylmonomere, vorzugsweise Styrol und Vinyltoluol oder Mischungen dieser Verbindungen, verwendet. Mit den genannten bevorzugten Monomeren wurden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Vinyltoluol besitzt zwar den Vorzug, weniger flüchtig zu sein als Styrol, ist aber auch etwas kostspieliger.
Das für den jeweiligen Verwendungszweck gewählte flüssige Monomer sollte ein Material sein, in dem der gewählte kristalline Polyester bei Zimmertemperatur unlöslich ist, das den kristallinen Polyester bei einer erhöhten Temperatur unterhalb der Härtungstemperatur des Harzes jedoch lösen kann. Andere Eigenschaften, die das Monomer besitzen sollte, sind eine relativ geringe Flüchtigkeit und ein stark inertes Verhalten gegenüber anderen Äeaktionen als der Vernetzung.
409843/1106
24H973
Beispiele für geeignete Monomere sind Styrol; ring-substituierte Styrole, wie Vinyltoluol, Divinylbenzol, tert.-Butylstyrol und Chlorstyrole; Diallylphthalat; und Methylmethacrylat.
Yiie weiter unten näher bes'chrieben, werden die erfindungsgemässen Harze zweckmässigerv/eise aus pulver-risiertem oder anderweitig feinzerteiltem kristallinen Polyester hergestellt. Eine Mischung aus dem pulverförmigen kristallinen Polyester und flüssigem Monomer besteht im allgemeinen aus einem Zwei-Phasen-Präparat, wobei der pulverförmige kristalline Polyester in dem flüssigen Monomer dispergiert ist. Meist muss gemischt werden, um die kleinen festen Teilchen des kristallinen Polyesters in dem flüssigen Monomer dispergiert zu halten. Wird das Zwei-Phasen—Präparat auf eine ausreichend hohe Temperatur erhitzt, so löst sich der kristalline Polyester in dem flüssigen Monomer, und es bildet sich eine klare Lösung. Beim Abkühlen verfestigt sich die flüssige Lösung zu einer festen Lösung von kristallinem Polyester und Monomer. (Der kristalline Polyester trennt sich während des Abkühlens nicht von dem Vernetzungsmittel und bildet einen Feststoff.) Die Zeit, die bei der Umwandlung von Laboratoriumsproben einer Mischung aus festem kristallinem Polyester und flüssigem Monomer für diesen Erhitzungs/Abkühlungs-Zyklus benötigt wird, kann sehr kurz sein, z.B. etwa 0,1 bis etwa 10 Minuten. Die Geschwindigkeit, mit der die Temperatur einer Mischung aus kristallinem Polyester und flüssigem Monomer bis zu einem Punkt gesenkt werden kann, an dem die Verfestigung
409843/1106
- 1? - 2AU973
stattfindet, hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der sich die Wärme aus der Mischung entfernen lässt. Dies wiederum hängt von der Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität des gesamten Systems, dem Temperaturgefälle, der anwesenden Menge an Polyestermischung, der Bauweise der Reaktionsvorrichtung und dem Grad des Mischens ab.
Es ist bekannt, dass bei kristallinen Polyester-Monomer-Systemen die Geschwindigkeit, mit der die Verfestigung eintritt, in Abhängigkeit von dem verwendeten kristallinen Polyester variiert» Die Polyfumarate von 1,6-Hexandiol und lieopentylglykol liefern z.B. Polyester-Monomer-Lösungen, die sehr rasch fest werden und daher zu den bevorzugten gehören, insbesondere für die Verwendung in kontinuierlichen Verfahren.
Die oben beschriebenen, härtbaren festen Harzlösungen können unterschiedliche Härten aufweisen und reichen von weichen, nichtfliessenden Pasten bis zu sehr harten, brüchigen Feststoffen. I-Die Härte wird durch die Menge an flüssigem Vernetzungsmittel und durch die Art des gewählten Vernetzungsmittels bestimmt. Je geringer die Menge an Vernetzungsmittel, umso härter ist das Harz. Allgemein gesagt, kann ein Präparat, das nur den Kristallinen Polyester und flüssiges Vernetzungsmittel enthält, in IOrm einer Paste hergestellt werden, die unter ihrem eigenen Gewicht nicht fliesst, wenn die Menge an Vernetzungsmittel etwa 70 Gew.-$ beträgt. (Bei Verwendung von grösseren Mengen Ver-
409843/1106
-20- 24U973
netzungsmittel wird das Präparat weicher und weniger homogen, und es entstehen deutliche feste und flüssige Phasen.) Harte, brüchige Präparate werden erhalten, wenn man etwa 40 Gew.-^ Vernetzungsmittel oder weniger anwendet. Präparate, die etwa 40 G-ew.-j£ Vernetzungsmittel enthalten, sind meist wachsartig, und wird die Konzentration des Vernetzungsmittels bis zu 70 Gew, *fo erhöht, so wird das Präparat mehr pastenartig. Vfie weiter unten näher erläutert, hängt die Härte des Präparates von dem jeweils verwendeten kristallinen Polyester ab und kann mit Hilfe anderer Materialien, wie z.B. füllstoffe, faserartige Verstärkungen, amorphe Polyester und dgl., verändert werden.
Das Verfestigungs-Phänomen des flüssigen Harzes und der.Mechanismus, durch den das flüssige Vernetzungsmittel in dem festen Harz gehalten wird, sind nicht bekannt. Die harten, brüchigen und wachsartigen, festen Harze scheinen — bei Betrachtung mit blossem Auge und auch unter starker Vergrösserung — aus einer einzigen Phase zu bestehen. Weichere, pastenartige Präparate, die höhere Konzentrationen an Vernetzungsmittel enthalten, zeigen bei starker Vergrösserung Spuren von Oberflachenbenetzung. Die Bezeichnung "feste Lösung" steht für derartige Präparate; sie bedeutet nicht unbedingt, dass die festen Harze in molekularem Sinne vollständig homogen sind oder dass ihre Struktur völlig den wissenschaftlichen Kriterien für echte Lösungen entspricht .
409 84 3/1106
- 21 - 24U973
Amorphe Polyester - Amorphe Polyester, die zu den wahlweisen, aber bevorzugten Komponenten zählen, liegen bei Zimmertemperatur in fester oder flüssiger Form vor. Die festen Formen besitzen kein Röntgenstrahlen-Muster und werden innerhalb eines relativ grossen Temperaturbereiches weich. Sie besitzen daher keinen genauen Schmelzpunkt.
Die Verwendung eines amorphen Polyesters in dem härtbaren Präparat bringt verschiedene Vorteile mit sich. Ein Teil des kostspieligeren kristallinen Polyesters kann durch den billigeren amorphen Polyester ersetzt werden, ohne dass die gewünschten Eigenschaften des ausgehärteten Gegenstandes, wie Festigkeit und Steifigkeit, beeinträchtigt werden. Die Mitverwendung des amorphen Polyesters verbessert die Gohäsion des Präparates und setzt die Abdampfungsgeschwindigkeit der flüchtigen Monomere aus Tabletten, Körnern oder anderen kleinen Teilchen des festen Harzes herab. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften der geformten Gegenstände können geregelt werden, indem man dem Harz bestimmte amorphe Polyester zusetzt. So wird z.B. durch Anwendung halogenierter amorpher Polyester die Y/iderstandsfähigkeit des ausgehärteten Gegenstandes gegenüber dem Brennen verbessert.
Es kann jede beliebige Art von festem oder flüssigem amorphem Polyester verwendet werden. Der amorphe Polyester sollte in dem Monomer löslich sein und darf während des Abkühlens keine deut-
409843/1106
-2.2- 24U973
lieh getrennte Phase bilden. Die Wahl des jeweiligen amorphen Polyesters hängt von den gewünschten Eigenschaften des ausgehärteten Produktes ab und kann vom Fachmann leicht getroffen werden. Geeignete amorphe Polyester besitzen ein Molekulargewicht zwischen etwa 1000 und etwa 3000 und eine Säurezahl von etwa 5 bis etwa 40. Beispiele für amorphe Polyester, die äthylenisch ungesättigte Bindungen aufweisen sind: Produkte, erhalten durch PolyVeresterung von einem oder mehreren Diolen, wie Propylenglykol, Dipropylenglykol, Äthylenglykol oder Diäthylenglykol, mit einer praktisch äquimolaren Menge einer äthylenisch ungesättigten Dicarbonsäure oder ihres Anhydrids, wie Maleinsäureanhydrid oder Maleinsäure oder eine Mischung aus Maleinsäureanhydrid und Maleinsäure, und gegebenenfalls einer gesättigten Dicarbonsäure oder ihres Anhydrids, wie Isophthalsäure, Phthalsäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid oder Tetrabromphthalsäureanhydrid.
Wie bereits erwähnt, wird bei dem Erhitzungs/Abkühlungs-Zyklus des erfindungsgemässen Verfahrens eine Mischung aus festem kristallinem Polyester und flüssigem Monomer in eine feste Lösung der Komponenten umgewandelt. Beim Erhitzen dieser Zwei-Phasen-Mischung steigt die Viskosität, da sich der kristalline Polyester in dem Monomer löst. Wird die flüssige Lösung von Polyester und Monomer nun abgekühlt, so steigt die Viskosität des flüssigen Präparates weiter an, bis es sehliesslich in fester Form vorliegt. Wird der kristalline Polyester durch einen
409843/1106
flüssigen oder festen, nieht-kristallisierbaren amorphen Polyester ersetzt, so wird ein völlig anderes Ergebnis erhalten. Erhitzt man z.B. einen nieht-kristallisierbaren amorphen Polyester mit einem flüssigen Monomer, so wird eine Lösung mit abnehmender Viskosität erhalten. Sobald diese Lösung abgekühlt wird, steigt die Yiskosität wieder bis zur ursprünglichen Höhe an. Es findet keine Verfestigung bis zu einer festen Lösung statt, selbst wenn der verwendete, nicht-kristallisierbare amorphe Polyester ein Peststoff ist.
"Pullstoffe - Füllstoffe werden dem harzartigen Präparat als Streckmittel zugesetzt und verleihen ihm solche Eigenschaften, wie verminderte Schrumpfung und verminderte Neigung zur Rissbildung während des Aushärtens. Ausserdem können durch Püllstof- fe häufig die Steifigkeit und Wärmefestigkeit der geformten Gegenstände verbessert werden. Einige Püllstoffe verbessern auch die Pestigkeitseigenschaften der ausgehärteten Gegenstände, jedoch in geringerem Maße als faserartige Verstärkungen. Püllstoffe, die das flüssige Monomer oder das flüssige Harz absorbieren können, beeinflussen — wie weiter unten näher beschrieben — die Härte des Präparates. Beispiele für geeignete Püllstoffe sind Calciumcarbonat, Tone, hydratisierte Tonerde, Galciumsili-
-mer
kat und Talkums, Kieselsäure,Glim/ und Mikrokügelchen aus Glas
und anderen Materialien.
409843/1 106
-24- 24HS73
Ein Hauptgesiehtspunkt bei der Wahl des Füllstoffes und der zu verv/endenden Menge werden in vielen Fallen die Kosten sein« In anderen Fällen kann die Wahl durch die Wirkung des Füllstoffes auf die Viskosität der Mischung oder die Fliesseigenschaften während des Strangpressens oder Verformens "bestimmt werden. Bei wieder anderen Fällen kann die Wirkung entscheidend sein, die der Füllstoff auf z.B. Schrumpfung, Oberflächenglätte, chemische Widerstandsfähigkeit, Entflammbarkeit oder elektrische Eigenschaften der ausgehärteten, geformten G-egenstan.de ausübt.
Füllstoffe können auch aufgrund ihres Einflusses auf die Festigkeit der ausgehärteten Gegenstände ausgewählt werden. Im allgemeinen zeigen Füllstoffe, die eine hohe Zugfestigkeit besitzen und aus faser- oder nadelartigen ("acicular") oder plättchenartigen Teilchen bestehen, im Vergleich zu kugelförmigen Teilchen oder unbestimmten massiven Formen ein gewisses Maß an Verstärkungsfähigkeit. Besonders geeignet sind faser- oder nadeiförmige oder plättchenartige Füllstoffe mit hohem Flächen- bezw. Streckenverhältnis ("aspect ratio")» d.h. solche, bei denen eine oder mehrere Dimensionen wesentlich grosser als eine andere sind, Beispiele für verstärkende Füllstoffe sind Kaliumtitanat-Fasern,
-mer
Wollastonit, Glim/ und faserartige Talkums.
Bei der Bestimmung der zu verwendenden Menge an Füllstoff müssen ausserdem verschiedene andere Faktoren berücksichtigt werden. Im allgemeinen ist das Präparat umso härters je mehr Füllstoff
409843/1106
-25- 24H973
es enthält. Je grosser z.B. die Menge an Füllstoff ist, die einem Präparat zugesetzt wurde, welches ein'e relativ grosse Menge an flüssigem Monomer und/oder amorphem Polyester enthält und deshalb normalerweise weich oder pastenartig ist, umso härter wird dieses Präparat. Die zu verwendende Menge an Füllstoff hängt also davon ab, ob ein relativ weiches oder ein sehr hartes oder bröckeliges Präparat gewünscht wird. Im allgemeinen sollte man nicht wesentlich grössere Mengen an Füllstoff verwenden als benötigt v/erden, um den Überschuss an Monomer über die, der kristallinen Polyester-Feststofflösung einverleibten Menge, zusammen mit gegebenenfalls anwesenden, anderen flüssigen Komponenten, zu absorbieren. Die Verwendung übermässig grosser Mengen an Füllstoff führt — wie auch bei den bekannten Verfahren — zu ausgehärteten Gegenständen von geringerer Festigkeit und hebt somit die besonderen Vorzüge des erfindungsgemässen Verfahrens wieder auf. Zu grosse Füllstoffmengen bewirken ausserdem, dass nicht genügend Monomer verfügbar ist, um die gewünschte kristalline"Polyester-Feststofflösung zu bilden. Bei extrem hohen Konzentrationen kann sogar nicht genügend Flüssigkeit vorhanden sein, um den Füllstoff selbst vollständig zu benetzen. Das so erhaltene Präparat ist dann häufig nicht homogen, staubartig und von mangelhafter Cohäsion. Die zur Erzielung einer bestimmten Konsistenz erforderliche Menge an Füllstoff wird zum grössten Teil durch die Wirksamkeit des Füllstoffes beim Absorbieren von Flüssigkeiten bestimmt.
409843/1106
_ 26 - 24H973
Die Absorptionsfähigkeit von Füllstoffen kann stark variieren. In jedem Falle wird jedoch bei dem erfindungsgemässen Verfahren für die Herstellung von Präparaten einer bestimmten Härte wesentlich weniger Füllstoff benötigt als bei den bisher bekannten Verfahren, die nur amorphe Polyester oder kristalline Polyester verwenden, welche nicht erfindungsgemäss in feste lösungen umgewandelt wurden.
Faserartige Yerstärkungen - Faserartige Yerstärkungen werden den harzartigen Präparaten zugesetzt, um den daraus hergestellten, ausgehärteten Produkten eine bessere Festigkeit zu verleihen. Wie weiter unten näher erläutert, beeinflussen faserartige Yerstärkungen, die das flüssige Monomer oder das flüssige Harz absorbieren können, auch die Härte des Präparates. Beispiele für geeignete faserartige Yerstärkungen sind Glasfasern, Asbest,
Polysynthetische organische Fasern, wie /acrylnitril·; ITylon-und lineare Polyesterfasern, und natürliche organische Fasern, wie Baumwolle und Sisal. Ficht-faserartige Yerstärkungen ~könn.eii ebenfalls verwendet werden, um die Festigkeit und Steifigkeit der ausgehärteten Gegenstände zu verbessern, aber ihre Verstärkungswirkung ist im allgemeinen geringer. Beispiele für diese Art von Verstärkungen sind Materialien mit hoher Zugfestigkeit und hohem Modul, die ein hohes Verhältnis von Länge oder Durchmesser zu Dicke aufweisen, z.B. dünne Flocken aus Glas oder Glimmer.
409843/1106
24H973
Die bevorzugten faserartigen Verstärkungen sind Glasfasern, die in verschiedenen, verfügbaren Formen angewendet werden können, z.B..als Matten aus zerkleinerten oder kontinuierlichen Glasfaser strängen, Glasfasergewebe, zerkleinerte Glasfaser-Rovings und zerkleinerte Glasfaserstränge.
Andere Komponenten - Andere Materialien, die üblicherweise polymerisierbaren ungesättigten Polyesterharz-Präparaten zur Erzielung bestimmter Wirkungen zugesetzt v/erden, können auch in den erfindungsgeinässen Präparaten verwendet werden. Die erfindungsgeiaässen Präparate können also auch Initiatoren oder Katalysatoren, Vernetzungs- und Stabilisierungs-Inhibitoren, Beschleuniger oder Promotoren, Pigmente und Formtrennmittel etc. in wirksamen Mengen enthalten. Beispiele für geeignete Initiatoren oder Katalysatoren sind tert.-Butylperbenzoat, tert.-Butylhydroperoxyd, Bernsteinsäureperoxyd, Cumolhydroperoxyd und Dibenzoylperoxyd. Beispiele für Vernetzungs- und Stabilisierungs-Inhibitoren sind Hydrochinon, Mono-tert.-buty!hydrochinon, Ditert.-amy!hydrochinon, Benzochinon und tert.-Butylbrenzcatechin. Beispiele für Beschleuniger oder Promotoren sind Kobaltnaphthenat, Diäthylanilin und Dimethylanilin. Beispiele für Pigmente sind Eisenoxyde, Titandioxyd und Phthalocyanine·
Polymere Materialien, die die Schrumpfung der Polyesterpräparate während des Aushärtens herabsetzen, können ebenfalls mitverwendet werden. Es ist bekannt, dass solche schrumpfungs-verhin-
409843/1106
-28- 24U973
dernden Mittel Gegenstände mit verbesserter Oberflächenglätte liefern. Beispiele für geeignete thermoplastische Polymerisate sind die Homopolymerisate von Äthylen, Styrol, Vinyltoluol, Alkylmethacrylaten und Alkylacrylaten; die Mischpolymerisate aus Vinylchlorid und Vinylacetat, Styrol und Acrylnitril, Methylmethacrylat und Alkylestern von Acrylsäure, Methylmethacrylat und Styrol sowie Methylmethacrylat und Acrylamid. Ebenfalls geeignet sind thermoplastische Polymerisate, die etwa 0,1 Gew.-fo bis etwa 5 Gew.-fo Säurefunktionalität in Form von z.B. Carboxylgruppen, SuIfonsäuregruppen, Phosphonsäuregruppen, Phosphorsäuregruppen etc. aufweisen. Die funktionale Säuregruppe kann dem thermoplastischen Polymerisat während seiner Bildung einverleibt werden oder indem man das Polymerisat aus einem Monomer herstellt, dass eine Säurefunktionalität aufweist. Beispiele für solche Polymerisate mit funktionalen Säuregruppen sind Mischpolymerisate, die durch umsetzung von Monomeren, wie Itaconsäure, Maleinsäure, Acrylsäure, Methacrylsäure, p-Viny!benzoesäure und Vinylsulfonsäure, mit reaktionsfähigen, äthylenisch ungesättigten Monomeren, wie Styrol, Alkylacrylaten, Alkylmethacrylaten, Acrylnitril oder einer Mischung aus Vinylchlorid und Vinylacetat, erhalten werden. Die oben beschriebenen Polymerisate sind lediglich Beispiele; andere thermoplastische Polymerisate, einschliesslich eines Styrol-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisates, können ebenfalls verwendet werden.
409843/1106
-29- 24H973
Die erfindungsgeraässen, härtbaren festen Harze können in Härten zwischen nicht-fliessenden weichen Pasten1 (z.B. wie Kuchenteig oder Knetmasse) und harten "brüchigen Massen (z.B. wie Tafelkreide oder Gips) hergestellt werden.
Die feste Form des Präparates hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem verwendeten kristallinen Polyester, der Menge an flüssigem Monomer, der Anwesenheit und der Menge solcher Materialien, wie Füllstoffe, faserartige Verstärkungen, amorphe Polyester und thermoplastische Polymerisate. Yfie bereits erwähnt, führt die Anwendung relativ grosser Mengen an flüssigem Monomer, z.B. etwa 60 Gew.-$ bis etwa 80 Gew.-$, mit dem kristallinen Polyester zu einem weichen, pastenartigen Material. Dieses weiche,pastenartige Material kann in eine dickere Paste und schliesslich sogar in eine harte, brüchige Masse umgewandelt werden, indem man dem Präparat Stoffe zusetzt, die das flüssige Monomer und das flüssige Harz absorbieren. Bestimmte Arten von Füllstoffen und faserartigen Verstärkungen können dies bewirken; vgl. die nachfolgenden Beispiele. Andererseits macht die Mitverwendung eines flüssigen oder festen amorphen Polyesters das verfestigte Präparat wesentlich weicher als es sein würde, wenn der kristalline Polyester als einziger Polyester anwesend wäre.
Wie in den Beispielen näher beschrieben, kann das feste härtbare Harz in vielen unterschiedlichen Formen hergestellt werden, z.B.
409843/1106
-30.- 24U973
als nicht-klebrige, frelfliessende Pulver, Körner oder Tabletten, nicht-klebrige Folien, Pasten unterschiedlicher Härte und als steifer Teig. Die zur Herstellung solcher festen Harze verwendeten Mengen an Komponenten können innerhalb eines relativ grossen Bereiches variieren. So kann das Harzpräparat, bezogen auf sein Gesamtgewicht unter Ausschluss der faserartigen Verstärkungen, folgende Komponenten enthalten: (a) etwa 2 Gew.-^ bis etwa 70 Gew.-^ kristallinen Polyester; (b) etwa 6 Gew.-^ bis etwa 80 Gew.->» Monomer; (c) 0 bis etwa 75 Gev/.-$ lullst off; (d) 0 bis etwa 30 Gew.~$ amorphen Polyester; und (e) 0 bis etwa 20 Gew.—% schrunpfungs-verliinderndes Polymerisat. Vorzugsweise sollte das Gewichtsverhältnis von Polyester (kristalliner Polyester plus gegebenenfalls anwesendem amorphen Polyester) zu Monomer nicht mehr als 3:1 betragen; besonders bevorzugt wird ein Verhältnis von höchstens 1,5:1« Das Verhältnis der Komponenten zueinander steht selbstverständlich in einer Wechselbeziehung. Je grosser z.B. die Menge an Füllstoff ist, umso weniger kristalliner Polyester wird benötigt. Je grosser die Menge an Füllstoff ist, umso mehr Monomer und/oder amorpher Polyester kann verwendet werden.
Die faserartigen Verstärkungen können in Mengen von 0 bis etwa 60 Gew.-^, bezogen auf das Gesamtgewicht des Präparates, zugesetzt werden. Da die faserartigen Verstärkungen in gewissem Sinne auch als Füllstoffe wirken, kann die Menge an Füllstoff bei steigendem Gehalt an Verstärkungsmaterial etwas reduziert
werden.
409843/1106
- 3.1 - 24H973
Andere Komponenten, wie Schmiermittel, Katalysatoren und Inhibitoren, sind normalerweise in so kleinen* Mengen anwesend — meist weniger als 2 Gew.-^ —, dass sie nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Mengen der Hauptkomponent en ausüben.
Es ist offensichtlich, dass die genauen Mengen der Komponenten durch die Form des gewünschten Präparates und die jeweiligen Komponenten des Präparates bestimmt werden. Eine Regelung der Mengen an Komponenten sollte durch entsprechende Versuche erfolgen.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann
zur Herstellung nicht-klebriger, freifliessender Pulver, Körner oder Tabletten mit relativ hohem Monomergehalt angewendet werden.
Solche Präparate bestehen im allgemeinen aus (a) etwa 3 Gew.-$ bis etwa 25 Gew.-^ kristallinem Polyester; (b) etwa 10 Gew.-σ/ο bis etwa 50 Gew.-$ Monomer; (c) etwa 3Ö Gew.-$ bis etwa 75 Gew.-^ lällstoff und etwa 2 Gew.-$ bis etwa 12 Gew.-$> eines schrumpfungs-verhindernden Polymerisates. Ausserdem sollten etwa 10 Gew.-^ bis etwa 50 Gew.-^ faserartige Verstärkungen, bezogen auf das Gesamtgewicht des Präparates, mitverwendet werden.
409843/1 106
-32- 2AU973
Herstellung von härtbaren, festen Polyesterharzen Mach einer bevorzugten Ausführungsform wird das Präparat hergestellt, indem man alle Komponenten vor dem Erhitzen mischt, um sie gleichmässig in dem Prä/parat zu verteilen. Auf diese Weise lassen sich die Komponenten leichter mischen, da die Tiskosität der Mischung in dieser Stufe des Herstellungsverfahrens relativ gering ist. Ausserdem werden alle festen Komponenten durch die flüssigen Komponenten benetzt. Dann wird das Präparat — vorzugsweise unter fortgesetztem Mischen — auf eine Temperatur erhitzt, die wenigstens ausreicht, um den kristallinen Polyester in dem flüssigen Monomer zu lösen. (Diese Temperatur kann einfach ermittelt werden, indem man eine Mischung, die nur aus kristallinem Polyester und flüssigem Monomer besteht, erhitzt und die Temperatur aufzeichnet, bei der sich eine klare Lösung bildet. Diese "Lösungstemperatur" variiert in Abhängigkeit von dem jeweiligen Polyester und Monomer sowie den Mengen dieser Komponenten. Im allgemeinen liegt sie unter etwa 100°.) Die Komponenten können auch auf höhere Temperaturen erhitzt werden, wobei jedoch sorgfältig darauf geachtet werden mass, dass nicht "die Temperatur erreicht wird, bei der das Harz aushärtet. Nach dem Erhitzen kann die erhöhte Temperatur einige Minuten aufrechterhalten werden, oder man stellt das Erhitzen sorfort ein und lässt die Mischung abkühlen. Bei einigen Präparaten wurde festgestellt, dass die Geschwindigkeit, mit der das Präparat abgekühlt wird, die Härte des Produktes beeinflusst. Je rascher die Abkühlungsgeschwindigkeit, umso härter das Produkt. Bei an-
409843/1106
-53- 24U973
deren Präparaten Hess sich eine solche Wechselbeziehungs jedoch nicht nachweisen. '
Die festen harzartigen Präparate können in relativ kurzer Zeit hergestellt werden, z.B. innerhalb von etwa 0,1 bis etwa 45 Minuten. Die Komponenten können etv/a 3 Sekunden bis etwa 15 Minuten gemischt und erhitzt, etwa 1 Sekunde bis etwa 5 Minuten auf der erhöhten Temperatur gehalten und dann innerhalb von etwa 3 Sekunden bis etwa 25 Minuten auf Zimmertemperatur abgekühlt werden. Es ist offensichtlich, dass die Zeit, die bis zum Erreichen der gewünschten erhöhten Temperatur und anschliessend bis zum Abkühlen auf Zimmertemperatur'verstreicht, von der Masse des zu erhitzenden Materials und anderen Paktoren abhängt. Wielange das Präparat auf erhöhter Temperatur gehalten werden muss, hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der sich der kristalline Polyester löst, und diese wird wiederum z.B. durch die Teilchengrösse und den Grad des Mischens bestimmt. Die Lösungsgeschwindigkeit kann beschleunigt werden, indem man, wie oben ausgeführt, auf eine Temperatur erhitzt, die höher als die Lösungstempera-'tur ist. Wird die Eomponentenmischung auf eine Temperatur erhitzt, die etwas unterhalb der Lösungstemperatur liegt, so ist die Verfestigung unvollständig; die feste Lösung umfasst nicht den gesamten kristallinen Polyester, und das abgekühlte Produkt ist weicher als im anderen Fall. Im allgemeinen tritt die Verfestigung — gleichgültig, ob zum Abkühlen des Präparates eine lange oder nur eine sehr kurze Zeit benötigt wurde — sehr rasch
409843/1106
-3.4- 24H973
sofort oder höchstens wenige Minuten nach Erreichen der Zimmertemperatur ein. In vielen Fällen ist die 'Verfestigung schon bei einer Temperatur deutlich oberhalb von Zimmertemperatur, z.B. bei etwa 45 , vollständig.
Um die Herstellung des Präparates zu erleichtern, sollte der kristalline Polyester eine relativ geringe Teilchengrösse besitzen, z.B. etwa 1,6 mm oder weniger und vorzugsweise höchstens etwa 0,25 dm. Im allgemeinen ist die Lösungsgeschwindigkeit des kristallinen Polyesters in dem heissen Monomer umso grosser, je kleiner die Teilchen sind. Die Auflösung kann mit oder ohne Mischen erfolgen. Wird während des Brhitzens nicht gemischt, so ist die Verwendung eines sehr feinen Pulvers besonders empfehlenswert. Ein kristalliner Polyester mit sehr feiner Teilchengrösse ist auch erwünscht, um die Absetzgeschwindigkeit zu reduzieren, wenn die Mischung vor der Verfestigung längere Zeit stehen muss.
Bei Herstellung des festen Harzes gemäss dieser bevorzugten Ausf'ührungsform werden die Komponenten der Mischung anfänglich nur von. dem flüssigen Monomer benetzt. Sie können auch mit einer Lösung aus flüssigem Monomer und den gegebenenfalls mitverwendeten löslichen Komponenten, wie z.B. amorphem Polyester und dem schrumpfungs-verhindernden, thermoplastischen Polymerisat, benetzt werden. Sie werden zu Beginn jedoch nicht von dem kristallinen Polyester benetzt, da dies er unlöslich ist. V/ird nun
409843/1106
-35- 24U973
die Temperatur der Mischung erhöht und löst das Monomer den kristallinen Polyester, so werden die and'eren Komponenten von der so entstehenden Harzlösung benetzt. Auf diese Weise wird eine sehr rasche und gründliche Imprägnierung, d.h. eine Benetzung der Oberfläche von Füllstoffen und/oder Terstärkungen erzielt. Da die flüssige Phase der kalten Mischung anfangs nur aus flüssigem Monomer oder einer relativ verdünnten Lösung von amorphem Polymerisat und/oder schrumpfungs-verhinderndem Polymerisat in dem Monomer besteht, besitzt diese flüssige Phase — verglichen mit Harzen, bei denen gleich zu Anfang der gesamte Polyester in dem Monomer gelöst ist — eine sehr geringe Viskosität. Diese geringe Yiskosität erleichtert das Eindringen in kleine Vertiefungen der Füllstoffteilchen und in Bündel von faserartigen Verstärkungen.
Eine gründliche Imprägnierung ist wichtig, da sie eine gute Bindung zwischen Harz-Grundmasse, Füllstoffen und Verstärkungen in den ausgehärteten Gegenständen gewährleistet und zu besserer Homogenität und Festigkeit führt. Durch sorgfältige Imprägnierung wird auch die Festigkeit, Einheitlichkeit und Cohäsion des festen Harzpräparates in nicht-ausgehärtetem Zustand verbessert. Dies ist von besonderer Bedeutung bei festen Harzen in Form von Tabletten für Spritzgussverfahren. Diese Tabletten müssen erhebliche Festigkeit und Cohäsion besitzen, damit ihr Zusammenhalt durch Stösse und Vibrationen während der Beförderung und beim Füllen des Behälters sowie beim Transport nicht beeinträchtigt
wird.
. 4.09843/1106
-36- 24U973
Feste, härtbare Harze werden auch erhalten, wenn man die Reihenfolge des Mischens und Erhitzens ändert. Werden die Füllstoffe und/oder Verstärkungen dem.erhitzten kristallinen Polyester-Monomer-Präparat jedoch nicht vor der Verfestigung beigemischt, so wird nicht die gewünschte Einheitlichkeit der Mischung und Benetzung der festen Oberflächen erzielt. Komponenten, wie Füllstoffe, amorphe Polyester und faserartige Verstärkungen, können dem kristallinen Polyester-Monomer-Präparat zugesetzt werden, während dieses erhitzt oder abgekühlt wird. In diesen Fällen besitzt das erhaltene Präparat jedoch eine höhere Viskosität als beim "Kalt"-Mischen der Komponenten und lässt sich daher schwerer mischen.
Es können zahlreiche Verfahren zur Herstellung unterschiedlicher Formen des härtbaren, festen Harzes angewendet werden. So kann das erhitzte Harzpräparat z.B. zu nicht-klebrigen Folien verarbeitet werden, indem man es in Schalen giesst. Folien, deren Härte von weichen, teigartigen Massen bis zu sehr harten, brüchigen Präparaten reicht, können in einer beheizten Form gehärtet und gepresst werden. Oder man kann diese Folien zu Pulvern oder Körnern zermahlen, die dann für Druekverformung, Preßspritzen, Spritzguss oder Rotationspressen geeignet sind. Die Komponenten des Präparates können in einer Schnecken-Strangpresse gemischt und z.B. auf die in Beispiel 59 beschriebene Weise zu härtbaren Tabletten stranggepresst werden. Diese härtbaren Tabletten können dann durch Spritzguss-, Preßspritz- oder Druckverformungsverfah-
409843/1106
-57- 2 4 Ί A 9 7 3
ren zu solchen Gegenständen, wie z.B. Gehäuse und Bestandteile elektrischer Geräte etc., geformt und ausgehärtet werden. Man kann auch einen härtbaren Stab mit in Längsrichtung verlaufenden, parallelen lasern herstellen, indem man Rovings durch ein Bad der Harzmischung führt. Die so mit Harzmischung imprägnierten Rovings werden dann durch eine Form gezogen, die auf eine Temperatur erhitzt wurde, bei der sich der kristalline Polyester in dem Vernetzungsmittel löst. Anschliessend verfestigen sich die imprägnierten Rovings zu einem härtbaren Stab oder einem Bündel überzogener Stange und können zur Herstellung von Tabletten, " länglichen Tabletten oder harz-imprägnierten Strängen in Jede beliebige Länge zerschnitten werden.
Diese Tabletten oder Stränge können verformt und ausgehärtet werden, indem man sie erweicht und in eine heisse Form gibt. Die erfindungsgemässen festen Harze lassen sich unter gleichem Druck und bei gleichen Temperaturen wie die bekannten härtbaren Polyesterharz-Präparate· verformen und aushärten. Im allgemeinen wird mit einem Druck von etwa 14 bis 140 kg/cm und bei ■Temperaturen von etwa 120° bis etwa 176° gearbeitet.
Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung. Die genannten Teile sind Gew.-Teile. Unter "TpH" sind Gew.-Teile pro 100 Teile der beschriebenen Mischung zu verstehen. "Gew.-$" ist bezogen auf das Gesamtgewicht aller Komponenten, aus denen das Präparat besteht,
409843/1106
-3a- 24U973
Beispiele 1 "bis 26
Die erste Gruppe von Beispielen erläutert· die Herstellung fester härtbarer Präparate, die verschiedene kristalline Polyester und Monomere in unterschiedlichen Mengen enthalten. Die Präparate wurden hergestellt, indem man einen kristallinen Polyester in fester Form mit einem flüssigen Monomer mischte, die Mischung zur Lösung des festen Polyesters erhitzte und die flüssige Lösung dann unter Bildung eines härfbaren Peststoffes abkühlte.
Die Löslichkeit der kristallinen Polyester in den normalerweise verwendeten flüssigen Monomeren, wie z.B. Styrol, ist bei Zimmertemperatur und leicht erhöhten Temperaturen äusserst gering. Ein pulverförmiger kristalliner Polyester und ein flüssiges Monomer bilden typischerv/eise eine gut fliessende Aufschlämmung. Wird diese Aufschlämmung auf ausreichend hohe Temperaturen erhitzt, so löst sich der Polyester in dem Monomer, und es wird ein homogenes flüssiges Präparat erhalten. Die Temperatur, bei der diese Auflösung stattfindet, wird als "Lösungsteinperatur" bezeichnet. Die Lösungstemperatur liegt deutlich unterhalb der Temperatur, bei der eine Vernetzung eintritt, und sie kann in Abhängigkeit von dem verwendeten Polyester und Monomer sowie deren Verhältnis zueinander variieren. Im allgemeinen ist die Lösuhgstemperatur umso niedriger, je höher der Anteil an Monomer ist.
In Tabelle I sind die Lösungstemperaturen verschiedener Polyester-Monomer-Präparate zusammengefasst.
409843/1106
. - 39 -
Tabelle I Harz
24U973
Lösungs
spiel Polyester Monomer temperatur, 0C
1 80 5 20 io Styrol 91
2 70 5 30 io Styrol 84
•3 60 5 40 io Styrol 69
4 50 5 50 io Styrol 63
5 40 5 60 io Styrol 58
6 70 5 30 io Vinyltoluol 82
7 50 5 50 °/o Vinyltoluol 69
8 40 $ 60 °/o Vinyltoluol 65
9 70 c/ 30 σ/ο Chlors tyrol 85
10 70 5 30 °/o tert.-Butylstyrol 91
11 60 5 40 io Styrol 80
12 70 $ 30 io Vinyltoluol 84
13 70 ? 30 io Chlorstyrol 85
'■14 70 5 30 io tert.-Butylstyrol 89
6 A*
6 A
δ A '
ί Α '
6 A
δ Α
δ A
δ A
ζ A
δ A
δ B**
δ B
δ B
δ B
* Polyester A ist ein kristalliner Polyester, hergestellt durch TJmsetrung von 1,04 Mol 1,6-Hexandiol und 1,0 Mol Fumarsäure "bis zu einem Molekulargewicht von 2230, einer Säurezahl von 14 und einem Schmelzpunkt von 120°.
*·* Polyester B ist ein kristalliner Polyester, hergestellt durch Umsetzung "bon 1,03 Mol Neopentylglykol und 1,0 Mol Fumarsäure bis zu einem Molekulargewicht von 1370 und einer Säurezahl von 17; kristallisiert in einem Ofen bei 90 .
Währe'nd die Polyester-Monomer-Lösung abkühlt, verfestigt sie sich rasch, sobald sie eine Temperatur unterhalb der Lösungstemperatur erreicht. Auf diese Weise wird die Polyester-Monomer-Aufschlämmung in einen homogenen Feststoff umgewandelt. Indem man
409843/1106
die unlösliche Polyester-Mononier-Aufschlämmung dem beschriebenen Erhitzungs-Ablrilhlungs-Zyklus aussetzt, wandelt man die Aufschlämmung in eine feste Harzlösung um, deren Härte von dem jeweils verwendeten Polyester und Monomer sowie deren Verhältnis zueinander abhängt. Bei massigen Verhältnissen von kristallinem Polyester zu Monomer (z.B. etwa 1:1 bis etwa 1,5:1) ist das feste Harz nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur relativ weich und wachsartig; bei höheren Verhältnissen (z.B. etwa 2:1 bis etv/a 3:1) ist es relativ hart und entspricht etwa einem harten Paraffinwachs. Bei niedrigen Verhältnissen von kristallinem Polyester zu Monomer (z.B. etwa 0,4:1 bis etwa 0,7:1) ist das abgekühlte feste Harz bei Zimmertemperatur sehr weich und pastenartig.
Aus Tabelle II ist der physikalische Zustand verschiedener Harzpräparate zu entnehmen, die unterschiedliche Mengen an kristallinem Polyester und Monomer enthalten. Es wurden die gleichen kristallinen Polyester verwendet wie bei den Präparaten der Tabelle I.
409843/1106
2AU973
Harz Tabelle II üfo Styrol Physikalischer Zustand
bei Zimmertemperatur
Bei
spiel
Polyester io Styrol harter Feststoff
15 70 ? Monomer io Styrol wachsartiger Feststoff
16 60 °, 30 °fo Styrol weicher, wachsarter
Feststoff
17 50 ? 40 io Vinyltoluol wachsartige Paste
18 40 5 50 io Vinyltoluol harter Feststoff ·
19 70 ? 60 0Jo Vinyltoluol v/achsartiger Feststoff
20 60 c/ 30 io Styrol steife Paste
21 50 5 40 io Styrol harter Feststoff
22 70 ? 50 io Styrol harter Feststoff
23 60 °/ 30 io Styrol wachsartiger Feststoff
24 50 5 40 io Styrol weicher, v/achsartiger
Feststoff
25 40 °/ 50 wachsartiger Paste
26 30 7 60
1o A 70
£ A
Ä A
i A
£ A
fo A
6 A
£ B
b B
ζ Β
1o B
ö B
Polyester A und B - siehe Tabelle I
Ein Harz, das härter ist als die pastenartigen Harze der Beispiele 18 und 26 der Tabelle II und· ein relativ hohes Verhältnis von Monomer zu kristallinem Polyester aufweist, kann hergestellt werden, indem man dem Präparat eine ausreichende Menge
eines Materials zusetzt, das das flüssige Monomer aufnimmt. Faserartige Verstärkungen, wie Glasfasern, erfüllen diesen Zweck, Feinzerteilte Materialien sind jedoch v/irksamer. Beispiele für solche Materialien sind die Mineralfüllstoffe, wie Caleiumcarbonat, Tone und Talkums. Dieses Verfahren wird durch die Beispiele der Tabelle III erläutert. Bei diesen Beispielen wurden die Präparate aus einer wasserartigen, sich rasch absetzenden
409843/1108
~42~ 24U973
Aufschlämmung aus 1,6-Hexandiolpolyfumarat-Pulver (Säurezahl 14, Molekulargewicht 2230, Schmelzpunkt etwa '120°) und Styrol in einem Gewichtsverhältnis von 40:60 hergestellt. Zu verschiedenen Proben der Aufschlämmung wurden die in Tabelle III genannten Mengen an Calciumcarbonat-Pulver gegeben. Bann wurde jedes Präparat auf eine Temperatur oberhalb seiner Lösungstemperatur erhitzt und anschliessend auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Formen der festen Harze sind aus Tabelle III zu ersehen. Zu ITergleichszwecken sind in Tabelle III auch die Ergebnisse zusammen-
man
gefasst, die erhalten wurden, wenn/anstelle des kristallinen Polyesters einen amorphen Polyester verwendete. Der amorphe Polyester wurde hergestellt, indem man Dipropylenglykol und Maleinsäureanhydrid bis zu einer Säurezahl von 10 und einer Viskosität von 25 Poises umsetzte, gemessen bei 71 Feststoffen in Yinyltoluol.
Tabelle III
Physikalischer Zustand des Harzes nach dem. Erhitzen
Füllstoff, : und Abkühlen ^ _
Gew. —jo Kristalliner Polyester Amorpher Polyester
10 dünne Paste
' * 20 weiche Paste
30 schwere Paste
40 steife Knetmasse sehr dünne Flüssigk.
50 brüchiger Feststoff dünne Flüssigkeit
60 Flüssigkeit
70 dünne Paste
80 weiche Paste
85 krümeliger Feststoff
409843/1106
24U973
Die Tabelle III zeigt, dass bei grösseren Mengen an Füllstoff härtere Harze erhalten wurden. Das brüchige, feste Harz, das 50 Gew.-$ Füllstoff enthielt, war ein trockener, krümeliger Feststoff, der einfach in eine freifliessende, nicht-klebrige, feinzerteilte Form gebracht v/erden konnte. Das Harz, das den amorphen Polyester enthielt, liess sich mit einer sehr grossen Menge an Füllstoff, d.h. 85 Gew.-^b, in einen krümeligen Feststoff umwandeln. Der Nachteil dieses Präparates — verglichen mit dem Harz, das den kristallinen Polyester und 50 Gew.-$ Füllstoff enthielt — bestand darin, dass bei leichter Erwärmung und sogar ohne Erwärmung die Teilchen allmählich ineinanderflössen und eine klumpige Masse bildeten.
Die folgenden Beispiele zeigen die Lösungstemperaturen von Präparaten, die — ausser einem kristallinen Polyester — auch noch einen amorphen Polyester enthielten. Der kristalline Polyester war das 1,6-Hexandiolpolyfumarat des Beispiels 1. Das Monomer und der ^aorphe Polyester dieser Präparate sind aus Tabelle IV zu ersehen. Jedes Präparat enthielt die in Tabelle IV genannte Menge an Monomer; der Rest des Präparates bestand aus kristallinem und amorphem Polyester in einem Gewichtsverhältnis von 2:1. Die Präparate wurden hergestellt, indem man die Mischungen aus Polyestern und Monomer auf die Lösungstemperatur erhitzte und dann auf Zimmertemperatur abkühlte.
409843/1106
Tabelle IY Lbsungstemperaturen in 0O für:
Amorpher Polyester * EGtMA:EA 30 1o Styrol 60 $> Yinyltoluol 50 Chlorstyrol
3s 1 s2 . EG:MA:TCPA 73 50 fo 53 30 a/o 30 Iq
j 2:1:1 PG:MA
PG:MA:IPA
75 57 40 74 72
1:1
2:1:1
DPGsMA 65
75
57 42
50
67
O
to
1:1 75 * 59
56
51 73 __ 75 ·
62
tert.-Butylstyrol 5OJ
77
79
* Die Polyester wurden in den genannten Molverhältnissen der Verbindungen hergestellt. Die Abkürzungen bedeuten: PG = Propylenglykol; MA = Maleinsäureanhydrid; PA = Phthalsäureanhydrid; EG = Äthylenglykol; TOPA = Tetrachlorphthalsäureanhydrid; IPA = Isophthalsäureanhydrid; DPG = Dipropylenglykol.
Die Harspräparate der Tabelle IY waren,nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur, Peststoffe mit einer Härte zwischen weichen Pasten und wachsartigen Feststoffen. 1^3
24U973
Die nächste Gruppe von Beispielen betrifft verschiedene Harze, die sowohl einen amorphen wie auch einen kristallinen Polyester enthalten.
Beispiel 27
Es wurden 7 Teile einer Mischung, die, in einem Verhältnis von 2:1, aus Heopentylglykolpolyfumarat (wie in Beispiel 11) und einem Polyester aus äquimolaren Mengen von·Propylenglykol und Maleinsäureanhydrid bestand, mit 3,0 Teilen Styrolmonoiaer auf geschlämmt. Die Aufschlämmung wurde einige Minuten auf einem Wasserdampf-Bad erhitzt, und bei einer Temperatur von etwa 75° bildete sich eine klare Lösung. Dann liess man diese Lösung auf Zimmertemperatur abkühlen. Das feste Harz, das sich sofort bildete, war ein wachsartiger Feststoff.
Beispiel 28
Das Verfahren des Beispiels 27 wurde wiederholt, wobei jedoch 6 Teile der Polyestermischung'mit 4 Teilen Styrol zusammengegeben wurden. Beim Abkühlen bildete sich eine schwere Paste.
Beispiel 29
Das Verfahren des Beispiels 27 wurde wiederholt, wobei jedoch 5 Teile der Polyestermischung mit 5 Teilen Styrol kombiniert wurden. Beim Abkühlen wurde eine dünne Paste erhalten.
Λ09843/1106
24H973
Die folgende Gruppe von Beispielen erläutert die Herstellung von Harzen mit und ohne Füllstoffe und zeigt die Wirkung, die unterschiedliche Mengen an Füllstoffen auf die Härte der Harze ausüben.
Beispiele 30 bis 57
Eine Aufschlämmung, die aus 26,7 Teilen des pulverförmigen 1,6-Hexandiolfumarsäurepolyesters gemäss Beispiel 1, 13,3 Teilen Dipropylenglykol-Maleinsäureanhydrid-Polyester und 60 Teilen Styrol bestand, wurde mehrere Minuten auf einem Wasserdampf-Bad erhitzt, bis eine klare lösung erhalten wurde. Diese Lösung wurde innerhalb von 5 Minuten auf etwa 23° abgekühlt. Das Verfahren wurde wiederholt, wobei die in Tabelle V genannten Mengen an pulverformigem Calciuracarbonat oder Ton zu der ursprünglichen Aufschlämmung gegeben wurden.
Tabelle V
Physikalischer Zustand des Harzes nach Erhitzen und Abkühlen
dünne Paste sehr weiche Paste v/eiche Paste weiche Knetmasse kr-ümeliger Feststoff schwere Paste Knetmasse
krümeliger Feststoff
* ASP-400, ein feiner, pulverförmiger Aluminiumsilikat-Ton
Bei
spiel
Füllstoff 10
.50 Art 20
31 CaCO5 30
40
32
33
CaCO3 50
20
34
35
CaCO3
CaCO3
30
36 CaCO3
Ton*
40
37 Ton*
Ton*
409843/1106
Die in Tabelle V genannten, krümeligen !Peststoffe waren trocken und nicht-klebrig und liessen sich leicht' zerkleinern.
Die nächste Gruppe von Beispielen erläutert die Formung und Aushärtung von Gegenständen aus, mit füllstoffen versehenen, pul~ verförmigen Präparaten, die ein thermoplastisches, die Schrumpfung reduzierendes Polymerisat enthalten. Als kristalliner Polyester wurde in diesen Beispielen das kristalline 1,6-Hexandiolpolyfumarat des Beispiels 1 verwendet.
Beispiel 38
Eine Mischung aus 20 Teilen 1,6-Hexandiolpolyfumarat-Pulver, 10 Teilen Dipropylenglykol-Maleinsäureanhydrid-Polyester, 55 Teilen Yinyltoluol, 1,0 Teilen terto-Butylperbenzoat, 0,02 Teilen Mono-tert.-buty!hydrochinon, 0,015 Teilen Benzochinon und 233 Teilen Camel-White-Calciumcarbonat wurde mit einem Hochleistungs-Eührwerk gemischt. Die pastenartige Mischung wurde etwa 10 Minuten unter gleichzeitigem Mischen in einem ummantelten Doppelarm-Mischer erhitzt und dann innerhalb von 20 Minuten abgekühlt, wobei das Mischen fortgesetzt wurde. Das so erhaltene, klumpige feste Präparat wurde in einer Eis-Zerkleinerungsvorrichtung zu einem groben Pulver verarbeitet und dann in einem Zwillingstrommel-Trockenmischer mit 4,5 TpH Polyäthylen-Pulver, 1,0 TpH Zinkstearat und 15 Gew.-$ zerkleinerten Glasfasersträngen (Länge etwa 6j4 mm) gemischt. Die so erhaltene, freifliessende, trockene Mischung v/urde 2 Minuten bei 148° und einem Druck von
409843/1106
-48~ 24U973
ο
21 kg/cm verformt und lieferte ausgehärtete Folien, die eine lineare Schrumpfung von etwa 0,0005 cm/cm* zeigten und eine sehr glatte, glänzende Oberfläche besassen. Geformte Teile mit grossen Vorsprüngen und tiefen Rippen liessen keine eingesunkenen Stellen erkennen.
Beispiel 59
Eine pastenartige Mischung der gleichen Zusammensetzung wie in Beispiel 38 -wurde in einem Behälter mit einem Fassungsvermögen von etwa 3,8 1 gerührt und etwa 3 Minuten auf einem Wasserdampf-Bad auf 75° "bis 80° erhitzt. Die heisse Mischung wurde in flache Schalen gegossen und kühlte innerhalb von etwa 5 Minuten ab. Es wurden etwa 6 mm dicke Platten aus einem brüchigen Feststoff erhalten. Die Platten wurden zerstossen und in einem Baker-Perkins-Sigma-Schaufelmischer bei 25 mit 4,5 TpH Polyäthylen-Pulver und 1 TpH Zinkstearat vermischt. Die so erhaltenen Stückchen wurden in einer Hochleistungs-Zerkleinerungsvorrichtung zerkleinert und lieferten ein grobes, körniges Pulver. Das körnige Pulver wurde in einem Trocken-Bandmischer mit 2,0 "TpH Satintone-4, einem kalzinierten Ton mit hohem Öl-Absorptionsvermögen, der 1 Gew.-^ "fumed" Kieselsäure als Mittel zum Verhindern des Zusammenbacken enthielt, und mit 15 Gew.-$ zerkleinerten G-lasf as ersträngen (länge etwa 6,4 mm) gemischt. Durch Aushärten ß.er so erhaltenen trockenen Mischung unter Druckverformung bei etwa 148° wurden Gegenstände hergestellt, deren Oberflächenbeschaffenheit und Schrumpfungseigenschaften ähnlich
4098 4 3/110 6
24U973
waren wie bei den Gegenständen des Beispiels 38. Ausgezeichnete Formteile wurden erhalten, wenn dem Präparat weitere Glasfasern zugesetzt wurden, so dass der Gesamtgehalt an Glasfasern 30 Gew.-$ betrug. Aus dem Präparat viurden weiterhin Stangen zum Prüfen der Zugfestigkeit geformt und ausgehärtet; hierbei wurde eine, in Reihe geschaltete 175-t-Schneeken-Spritzgussvorrichtung verwendet, und der Einspritzdruck betrug 105 kg/cm bei einer ]?orm~ temperatur von 148 bis 163 .
Beispiel 40
Das Verfahren des Beispiels 39 wurde wiederholt, wobei jedoch das pulverförmige Polyäthylen mit den anderen Komponenten gemischt wurde, bevor die Mischung erhitzt und in einer Schale verfestigt wurde. Es wurde praktisch das gleiche Produkt erhalten, das jedoch etwas grössere Teilchen besass.
Beispiel 41
Es wurde eine flüssige Harzmischung hergestellt, indem folgende Komponenten in einem Hochleistungs-Mischer gemischt wurden: '20 Teile 1,6-Hexandiolpolyfumarat, 10 Teile Dipropylenglykolpolymaleat, 55 Teile Yinyltoluol, 15 Teile Polyäthylen-Pulver, 1,0 Teil tert.-Butylperbenzoat, 0,02 Teile Mono-tert.-butylhydrochinon, 0,015 Teile Benzochinon, 2,0 Teile Zinkstearat und 233 Teile pulverförmiges Calciumcarbonat. Die Mischung wurde in eine etwa 20 χ 12,5 x 1,25 cm grosse Form gegossen und 2 Minuten in einer Plattenpresse auf 100° erhitzt. Dann wurden die Press-
409843/1106
- RO-
platten rasch abgekühlt. Nachdem sie innerhalb von 5 Minuten auf Zimmertemperatur abgekühlt worden war, wurde die feste, ungehärtete Platte der form entnommen, in Stücke gebrochen und in einem Patterson-Kelley-Zwillingstrommelmischer zerkleinert. Unter fortgesetztem Mischen wurden 0,6 TpH Zinkstearat und 0,7 TpH kalzinierter Ton zugegeben. Das so erhaltene Produkt war ein trockener, freifliessender, feiner, körniger, härtbarer Feststoff. Er konnte in der gleichen Form verformt oder zuerst trocken mit unterschiedlichen Mengen an Glasfasern vermischt werden.
Beispiele 42 bis 55
Mit Hilfe des folgenden Verfahrens wurden die in Tabelle VI aufgeführten Formpräparate hergestellt: Eine flüssige Harz-Füllstoff-Mischung wurde hergestellt, indem man, ohne Anwendung von
t
Wärme, kristallines Polyester-Pulver, amorphen Polyester, der in Monomer· vorgelöst worden war, zusätzliches Monomer, einen freie· Radikale erzeugenden Katalysator, Inhibitor, inneres Schmiermittel und ein thermoplastisches Polymerisat 2 Minuten in einem "Gowles Dissolver" sorgfältig verrührte. Die flüssige Mischung wurde bei Zimmertemperatur 1 bis 5 Minuten in einem Sigma-Schaufelmischer mit zerhackten Glasfasersträngen gemischt, dann in eine etwa 6 mm bis 12,5 mm tiefe Form gegeben und zwisehen Pressplatten innerhalb von 1 bis 3 Minuten erhitzt, bis die Innentemperatur des Materials etwa 70° bis 80° "betrug; gleichzeitig ?/urde das Material mit ausreichendem Druck zusammengepresst ? um die überschüssige eingeschlossene Luft auszutreiben.
409843/1106
- ^ " 24U973
Während des 5-minütigen Abkühlens verfestigte sich das Präparat zu einer nicht-klebrigen Form. Diese niclrt-klebrige Form wurde im allgemeinen erreicht, sobald die Temperatur auf etwa 50° bis 55° gesunken war. Das plattenförmige Präparat wurde aus der Form genommen. Die Härte der Präparate reichte von weich imd leicht verformbar bis zu sehr steif und hart. Sie wurde hauptsächlich durch das Verhältnis von kristallinem zu morphera Polyester und durch den Monomergeh8.lt bestimmt. Wie aus Tabelle VI ersichtlich, wurde bei einigen Präparaten die Härte gemessen. Hierzu wurde mit Hilfe eines Penetrameters (Precision Scientific Co.) die Eindringungstiefe einer !Tadel gemessen, die mit einem 50-g-Gewicht beschwert war und aus einer Höhe von 3f8 cm fallengelassen wurde.
A09843/1106
■Rot Kristall.
Polyester
Jl. Amorpher
Polyester
JL Monomer JL Tabelle of® YI Füllst. Glas Physikal.
Form
Durch- pfungk-
jjex—
sniel
Art 30 Art 10 Art 50 Thermo
plastisch.
Polymeris.
10 %h jL· sehr hart mm 0,0023
; 42 NPGa 30 PGd 10 Styrol 45 Art 15 55 20 sehr hart 0,0029
J 45 EPG 30 PG 10 Styrol 45 PEf 15 50 15 sehr hart 0,0014
44 HPG 20 PG 15 Styrol 50 PE 15 50 25 hart 0,0018
45 UPG 30 PG 10 Styrol 45 PE 15 60 15 sehr hart 0,0026
ca 46 HD13 30 DPGe 10 Styrol 45 PE 15 50 15 sehr hart 0,0024 (Λ
47 HD 35 DPG 10 Yinyl-
toluol
45 PE 15 62 15 sehr hart 0,0026
GO 48 HD 20 DPG 10 It It 55 PE 15 62 15 hart 0,00015
49 HD 20 DPG 10- It It 60 PE 10 73 15 hart 0,0009
O 50 HD 20 DPG 10 It It 65 PE 5 70 15 "biegsam 2,7 0,0019
51 HD 20 10 Il It 55 PE 15 70 15 hart 5,7 0,0009
32 HD 20 DPG ' 10 It tt 65 PS 5 70 15 weich,
biegsam
2,6 0,003
53 HD 25 DPG 15 Il It 45 LPS-40s 15 70 15 sehr hart 6,9 0,0016
] 54 HD 20 DPG 10 Il tt 55 LPS-40 15 62 15 sehr hart 0,0^4
O j 55 ED DPG Fussnoten siehe Seite 53 ! tt 1» PB 70 15 1,8
Q
«5
PE
·?
U)
Fussnoten zu Tabelle YI:
(a) ITPG - Heopentylglykolpolyfumarat '
(b) HD - 1,6-Hexandiolpolyfumarat
(c) Gew.-£/, "bezogen auf Monomer, Polyester und thermoplastisches Polymerisat
(d) PG- Propylenglykol-Maleinsäureanhydrid-Polyester
(e) DPG - Dipropylenglykol-Maleinsäureanhydrid-Polyester
(f) PE - Polyäthylen-Pulver
(g) LPS-4O - Vinylacetat-Mischpolymerisat
(h) CaCO^-Füllstoff, Gew.-Jw, "bezogen auf Harz plus Füllstoff (i) 6,3 mm grosse, zerhackte Gla,sf as erstränge, Gew.-^S, "bezogen auf Harz plus Füllstoff plus Glas (k) Lineare Schrumpfung nach der Verformung in cm/cm
Die Präparate der Tabelle VI konnten unter Druck und Hitze, z.B. bei etwa 148 , zu Folien oder Platten verformt v/erden; oder die Platte konnte zum Verformen und Aushärten in kleine Stücke geschnitten werden; oder die Platte konnte auf mechanische Weise, z.B. in einem Doppelarm-Mischer oder einem Zwillingstrommelmischer mit Intensiv-Rührwerk,^ in willkürliche, faserige Klumpen für Verformungszwecke zerkleinert werden.
Beispiel 56
Die Harzmischung des Beispiels 39 wurde in einen Sigma-Schaufelmischer gegeben, der mit einer Ummantelung versehen war, die durch Wasserdampf beheizt wurde. Nachdem die Mischung auf 75° erhitzt worden war, wurde sie mit 15 Gew.-$ zerhackten Glasfasersträngen (Länge etwa 3 mm) versetzt und erneut 1 Minute gerührt. Dann wurde sie auf Zimmertemperatur abgekühlt, indem etwa
409843/1106
24U973
25 Minuten lang Wasser durch den Mischermantel geleitet wurde. Das so erhaltene Produkt bestand aus waffel- oder scheibenförmigen Teilchen eines durchschnittlichen Durchmessers von etwa 6,3 mm. Die Teilchen fühlten sich trocken an und waren freifliessend. Sie wurden bei etv/a 148° druckverformt und ausgehärtet und lieferten Platten mit sehr glatter Oberfläche. Die Platten
ο besassen folgende Eigenschaften: Biegefestigkeit - 590 kg/cm ;
Biegemodul - 84000 kg/cm ; und Izog-Schlagfestigkeit -
21,2 cm-kg/cm Kerbe. Wurden die härtbaren Teilchen in einem Spritzgussverfahren bei einer Formtemperatur von etwa 162° und unterschiedlichen Trommeltemperaturen und Einspritzgeschwindigkeiten verarbeitet, so wurden geformte Teile mit Izod-Sehlagfestigkeiten von etwa 22,3 cm-kg/cm Kerbe erhalten.
Beispiel 57
Die scheibenförmigen Teilchen des Beispiels 56 wurden zu einem harten, steifen, härtbaren Stab (Durchmesser etwa 12 mm) verarbeitet, indem sie bei 50° bis 60° aus einer Strangpresse ausgepresst wurden. Platten, die bei etwa 148 und 21 kg/cm aus diesem stranggepressten Stab geformt und ausgehärtet wurden, besassen folgende Eigenschaften: Biegefestigkeit - 60 2 kg/cm ; Biegemodul - 93800 kg/cm ; und Izod-Schlagfestigkeit 17»Acm-kg/cm Kerbe.
409843/1106
-55- 24U973
Beispiel 58
Es wurden 20 !Teile 1,6-Hexandiolpolyfumarat-Pulver, 10 Teile Dipropylenglykol-Maleinsäureanhydrid-Polyester, 1,0 Teil tert,-Butylperbenzoat, 0,02 Teile Mono-tert.-buty!hydrochinon, 0,015 Teile Benzochinon und 55 Teile Vinyltoluol bei Zimmertemperatur gerührt, um die löslichen Komponenten zu lösen. (Der kristalline Polyester, der dispergiert, aber nicht gelöst wurde, setzte sich ab, wenn man die Mischung stehen liess.) Nun wurden 15 Gew.-5» zerhackte Glasfaserstränge zugesetzt und untergemischt, während die Temperatur auf 80 erhöht wurde, indem man die Mischung etwa 10 Minuten auf einem Wasserdampf-Bad erhitzte. Beim Abkühlen bildete sich eine glatte, butterartige Masse, die sich nicht trennte. Die Harz-Glas-Hasse wurde in einem Teigmischer mit 15 Teilen Polyäthylen-Pulver, 2,0 Teilen Zinkstearat und 233 Teilen Calciumcarbonat-Füllstoff gründlich gemischt und lieferte, ein klumpiges, nicht-klebriges, halbfestes Material. Das Produkt konnte zu einer trockenen, relativ harten Platte verarbeitet werden, indem es gemäss dem Verfahren der vorhergehenden Beispiele erhitzt und gepresst wurde.
Beispiel 59
Die flüssige Harzmischung des Beispiels 41, die eine Brookfield-Viskosität von 16 000 Centipoises bei Zimmertemperatur besass, wurde in die Beschickungsöffnung einer NRM-Strangpresse (Durchmesser der Schnecke 2,5 cm) gegeben; die Strangpresse war mit einer 3 mm grossen, kreisförmigen Ziehform und zwei Heizzonen
409843/11Of;
versehen. Die Schnecke wurde mit 50 U/Min betrieben. Die Trommelt emperatur der hinteren Zone wurde auf etwa 70° eingestellt und die Temperatur der Homogenisierzone auf etwa 60°. Das warme, stranggepresste Material konnte mit einem, über die Ziehformöffnung gleitenden Messer einfach in zylindrische Tabletten zerschnitten werden. Die abgekühlten, härtbaren -Tabletten waren trocken, relativ hart und klebten beim lagern nicht zusammen. Sie brachen leicht unter der Einwirkung von Druck oder Stössen.
Beispiel 60
Der körnige Feststoff des Beispiels 39 wurde auf die in Beispiel 59 beschriebene V/eise stranggepresst. Das Strangpressen wurde fortgesetzt, während die Temperatur der vorderen Zone allmählich gesenkt wurde. Das abgekühlte, härtbare, stranggepresste Material wurde mit abnehmender Temperatur der vorderen Zone weicher. Bei 40° war das abgekühlte, stranggepresste Material eine sehr steife, knetbare Masse; bei 50° war es massig hart und verformte sich unter Druck oder Stössen,ohne zu brechen.
Beispiel 61
Die flüssige Harzmischung des Beispiels 41 wurde in eine tiefe Pfanne gegeben. Kontinuierliche, mit Silan appretierte, aus mehreren Strängen bestehende Glasfaser-Hovings wurden durch eine Reihe von Führungen geleitet, die so angeordnet waren, dass die Rovings durch das Harzbad und dann durch eine Form aus rostfreiem Stahl liefen. Die Form bestand aus einem dickwandigen
409843/1106
-57- 24U973
Rohr (Innendurchmesser -0,3 cm; Aussendurehmesser - 10 mm; Länge 30,5 cm), das eine glatte, spitz zulaufende Eintrittszone aufwies. Der Abschnitt der Form, durch den die Rovings zuerst liefen, wurde auf eine Innenwandtemperatur von etwa 94° erhitzt, zweckmässigerweise mit einem äussern, konzentrischen, 22,9 cm langen Mantel, durch den Wasserdampf geleitet wurde. Der Abschnitt der Form, durch den die Rovings austraten, war mit einem zweiten, unabhängigen, 7,6 cm langen Mantel versehen, in dem Kühlwasser zirkulierte.
Die Rovings wurden mit einer Geschwindigkeit von etwa 76 cm/Min durch das Bad gezogen, wo sie mit der Harzmischung getränkt wurden, liefen dann durch den beheizten Abschnitt der Form, in dem das mit Harz imprägnierte Material erhitzt wurde, um eine Lösung der 1,6-Hexandiolpolyfumarat-Teilchen zu bewirken, und schliesslich durch den gekühlten Abschnitt der Form, in dem eine rasche Verfestigung eintrat. Beim Austritt aus der Form waren die imprägnierten Rovings hart und nicht-klebrig und fassten sich trocken an; sie besassen die Form eine glatten, steifen, zylindrischen, härtbaren Stabes mit einem Durchmesser von 3 mm. Indem der Stab in 12mm lange Stücke geschnitten wurde, erhielt man freifliessende, zylindrische Tabletten, die 12 Gew.-$ Glasfasern enthielten. Die Tabletten wurden bei etv/a 148 und 21 kg/cm innerhalb von etwa 3 Minuten zu einer Platte verformt und ausgehärtet, die eine glatte Oberfläche ohne Risse besass und eine geringe Schrumpfung (0,0003 cm/cm) zeigte.
409843/110S
Beispiel 62
Das Verfahren des Beispiels 61 wurde wiederholt, wobei jedoch folgende Änderungen vorgenommen wurden: (1) die flüssige Harzmischung enthielt 65 Gew.-?» Füllstoff; (2) die Austrittszone der Porin wurde mit Luft gekühlt und die Rovings wurden mit einer Geschwindigkeit von etwa 152 cm/Min durch das Harzbad und die Form gezogen.
Die aus der fforni austretenden, imprägnierten Rovings waren v/arm und leicht klebrig. In einer Entfernung von etwa 127 cm von der Eoria hatten sie an der Luft einen nicht-klebrigen Zustand erreicht. Die abgekühlten, imprägnierten, härtbaren Rovings waren — im Vergleich zu dem Produkt des Beispiels 61 — weich und biegsam hatten einen unregelmässigen Querschnitt. Sie wurden auf eine Spule aufgewickelt. Zerschnitt man die härtbaren Rovings in etwa 6 mm bis 12 mm lange Stücke, so erhielt man nicht-klebrige, härtbare, mit Harz überzogene, zerkleinerte Glasfaserstränge.
Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich besonders zur Herstellung härtbarer Stäbe auf die in Beispielen 61 und 62 beschriebene Weise. Bei einem solchen Verfahren, bei dem Rovings durch ein Bad des Harzpräparates geleitet werden, ist es besonders wichtig, dass die Viskosität des Harzpräparates ausreichend niedrig ist, um die Robings gut zu benetzen und gründlich zu imprägnieren. Präparate mit so geringer Viskosität lassen
409843/1106
sich erfindungsgeuiäss leicht herstellen. Die Polyesterharz-Bäder der Beispiele 61 und 62 können zwar erhitzt werden, während die Eovings durchgeleitet werden, aber ein Erhitzen ist nicht erforderlich. Zur Herstellung eines Polyesterharz-Bades für die Verfahren der Beispiele 61 und 62 sollten der kristalline Polyester und andere feste und unlösliche Komponenten in sehr feinzerteilter Form verwendet werden. Je geringer die Teilchengrösse, umso leichter lassen sich die Feststoffe in dem Präparat dispergieren. Das Harzbad kann auch gerührt werden, falls kristalliner Polyester und andere unlösliche Peststoffe zum Absetzen aus der flüssigen Phase neigen.
409843/1106

Claims (23)

241&973 Patent .a nsprü ehe 4. ***«**> f »>
1.- Feste, härtbare Polyesterharzmassen, bestehend aus einem Füllmittel und/oder einer ,faserartigen Verstärkung, die mit einer aus einem kristallinen Polyester und einem flüssigen Vernetzungsmittel gebildeten Feststoff lösung imprägniert sind.
2,- Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmittel und/oder die faserartige Verstärkung ebenfalls mit dem flüssigen Vernetzungmittel imprägniert sind.
3·- Masse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der kristalline Polyester ein ausschließlich kristalliner Polyester ist.
k,- Masse nach Anspruch 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines frei fließenden Pulvers, Körnern oder Tabletten vorliegt.
5._ Masse nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form einer festen, härtbaren, nicht-klebrigen Folie vorliegt.
6.- Masse nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines festen härtbaren Stabes vorliegt.
7.- Masse nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines steifen, festen härtbaren Stabes vorliegt.
8.- Masse nach Anspruch 1 bis 3ι dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines biegsamen Stabes vorliegt, der um eine Spule geiiickelt werden kann.
, <?.- Masse nach Anspruch 1 bis 3$ dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines harten, steifen härtbaren Seiles vorliegt.
10.- Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie noch faserartige Verstärkungen in Längsrichtung des Stabes enthält.
11.- Masse nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der kristalline Polyester ein Polyfumarat von 1,6-Hexandiol, Neopentylglykol, Bis-(hydroxyäthyl)-resorcin, Äthylenglykol, 1,4-Butandiol, ΙΛ-Cyclohexandiol oder Bis-(hydroxyäthyl)-hydrochinon oder eine Mischung aus mehreren dieser kristallinen
409843/1106
- 61 Polyester is.t. i 4 I 4 Ϊ7 / 3
12,- Masse nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie 2-70 Gew.~$ kristallinen Polyester, 6-80 Gew.-$ Vernetzungsmittel, 0-75 Gew.-^ Füllmittel, 0-30 Gew.-$ amorphen Polyester, 0-20 Gew,—'$ Antischrumpfpolymerisat und 0-60 Gew.-% faserartige Verstärkung umfaßt.
13.- Masse nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie 3-25 kristallinen Polyester, 10-50 Gew.-$ Vernetzungsmittel, 30-75 Gew.-i£ Füllmittel. 2-12 Gew.-/o Antischrumpf polymerisat und 10-55 Ggw.-$ faserartige Verstärkung umfaßt.
IA.- Masse nach Anspruch 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von kristallinem Polyester und gegebenenfalls anwesendem amorphem Polyester zum Vernetzungsmittel nicht über 3 zu 1 beträgt.
15·- Masse nach Anspruch 1 bis 1^4-, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von kristallinen Polyester und gegebenenfalls anwesendem srooiPhani Polyester zum Vernetzungsmittel nicht über 1,5 zu 1 beträgt.
16,- Masse nach Anspruch 1 bis I5, dadurch gekennzeichnet, daß der kristalline Polyester ein Polyfumarat von 1,6-Hexandiol oder Neopentylglykol ist, das Vernetzungsmittel Styrol und/oder Vinyltoluol und die faserartige Verstärkung Glasfaser ist.
17.- Verfahren zur Herstellung einer^festen .härtbaren Polyesterharzmasse, dadurch gekennzeichnet, daß man
,A.) einen festen kristallinen Polyester mit einem flüssigen Vernetzungsmittel, in dem der Polyester bei Zimmertemperatur unlöslich ist, mischt;
B) die Mischung aus festem kristallinem Polyester und flüssigem Vernetzungsmittel auf eine Temperatur erhitzt, bei welcher sich der Polyester im Vernetzungsmittel löst und die unterhalb der Aushärtungstemperatur von Polyester und Vernetzungsmittel liegt;
409843/1106
24U973
C) eine feste Lösung a.us Polyester und Vernetzungsmittel durch Abkühlen der erhitzten Mischung bildet; und
D) mit dem. Polyester und Vernetzungsmittel vor der Bildung der festen Lösung ein Füllmittel, eine faserartige Verstärkung und/oder einen amorphen Polyester mischt.
18.- Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennseachnet, daß Füllmittel, faserartige Verstärkung und/oder amorpher Polyester vor dem Erhitzen mit dem anderen Polyester und Vernetzungsmittel gemischt xierden.
19·- Verfahren nach Anspruch 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß als kristalliner Polyester ein Polyfumarat von 1,6-Hexandiol, Meopentylglykol, Bis-(hydroxyäthyl)-resorcin, Athylenglykol, 1,4-Butandiol, 1,4-Cyclohexandiol oder Bis-(hydroxyäthyl)-hydrochinon oder eine Mischung dieser kristallinen Polyester verwendet wird.
20.- Verfahren nach Anspruch 1 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß als kristalliner Polyester ein Polyfumarat von 1,6-Hexandiol oder Neopentylgkyol verwendet wird.
21.- Verfahren nach Anspruch 17 und 18, dadurch gekennzeichnet, daß als kristalliner Polyester ein ausschließlich kristalliner Polyester verwendet wird.
22,- Verfahren nach Anspruch 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß Füllmittel, faserartige Verstärkung und amorpher Polyester jeweils mit dem kristallinen Polyester und Vernetzungsmittel gemischt werden.
23.- Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß man Stränge oder "rovings" der faserartigen Verstärkung durch eine Masse leitet, die den festen kristallinen Polyester, das flüssige Vernetzungsmittel, das Füllmittel und wahlweise den amorphen Polyester enthält, wodurch die Stränge oder "rovings" imprägniert trerden, worauf diese durch Erhitzen auf eine in Anspruch I7 definierte Temperatur in eine vorherbestimmte Form gebracht werden und anschließend die feste Lösung gemäß Anspruch 17 gebildet wird.
409843^4^106
Der Patentanwalt:
DE2414973A 1973-04-11 1974-03-28 Haertbare polyestermassen Ceased DE2414973A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US05/349,932 US3959209A (en) 1973-04-11 1973-04-11 Curable solid polyester resins

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2414973A1 true DE2414973A1 (de) 1974-10-24

Family

ID=23374591

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2414973A Ceased DE2414973A1 (de) 1973-04-11 1974-03-28 Haertbare polyestermassen

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3959209A (de)
JP (1) JPS49131289A (de)
DE (1) DE2414973A1 (de)
FR (1) FR2225478B1 (de)
GB (1) GB1472794A (de)
IT (1) IT1013078B (de)

Families Citing this family (32)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL7508324A (nl) * 1974-07-12 1976-01-14 Mitsubishi Petrochemical Co Hardbare harsmaterialen.
US4102837A (en) * 1976-06-03 1978-07-25 Imperial Chemical Industries Limited Unsaturated polyester resin composition comprising polypropylene adipate
JPS5339349A (en) * 1976-09-24 1978-04-11 Asahi Glass Co Ltd Thermosetting resin molding material
US4280949A (en) * 1979-02-12 1981-07-28 General Electric Company Modified polyester compositions containing mineral filler
US4451610A (en) * 1979-06-11 1984-05-29 Premix, Inc. Preparation of curable solid polyester resin pellets and powders
JPS61144611A (ja) * 1984-12-19 1986-07-02 Ube Nitto Kasei Kk 強化光フアイバ及びその製造方法
US4891403A (en) * 1986-12-22 1990-01-02 Shell Oil Company Curable thermosetting epoxy-polyester resin composition
US5085861A (en) * 1987-03-12 1992-02-04 The Beth Israel Hospital Association Bioerodable implant composition comprising crosslinked biodegradable polyesters
GB8819563D0 (en) * 1988-08-17 1988-09-21 Scott Bader Co Thickened moulding compositions
GB2226318A (en) * 1988-12-23 1990-06-27 Ici Plc Non-attritive method for making polyester particles
GB2226317A (en) * 1988-12-23 1990-06-27 Ici Plc Curable polymer compositions and their manufacture and use
ZW17489A1 (en) * 1988-12-23 1990-08-01 Ici Plc Curable polymer compositions and their manufacture and use
US5202371A (en) * 1990-05-11 1993-04-13 Basf Aktiengesellschaft Free-flowing rubber granules
DE4217914A1 (de) * 1992-05-30 1993-12-02 Basf Ag Verfahren zur Herstellung einer härtbaren Formmasse
US5800757A (en) * 1994-03-31 1998-09-01 Modern Technologies Corp. System and method for molding a basketball backboard
US5591384A (en) * 1994-03-31 1997-01-07 Modern Technologies Corp. Method for molding parts
US6521162B2 (en) * 1994-06-01 2003-02-18 Ashland Inc. Lightweight parts molded at low pressure
US5609806A (en) * 1994-06-28 1997-03-11 Reichhold Chemicals, Inc. Method of making prepreg
US5763042A (en) * 1994-06-28 1998-06-09 Reichhold Chemicals, Inc. Reinforcing structural rebar and method of making the same
US5544495A (en) * 1995-02-14 1996-08-13 Frigid-Rigid, Inc. Construction of refrigerated containers
US6316074B1 (en) 1996-10-07 2001-11-13 Marshall Industries Composites, Inc. Reinforced composite product and apparatus and method for producing same
US6579611B1 (en) * 1998-12-01 2003-06-17 Toyo Kohan Co., Ltd. Resin film for producing decorative laminate and decorative laminate containing the resin film
FR2831174B1 (fr) * 2001-10-24 2005-04-01 Atofina Composition thermodurcissable moulable
US7608655B2 (en) * 2004-08-12 2009-10-27 Illinois Tool Works Inc. Sprayable skin composition and method of applying
DE102006027176B4 (de) * 2005-08-26 2015-08-06 Lurgi Zimmer Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur Verringerung des Acetaldehydgehaltes von Polyestergranulat sowie Polyestergranulat
US20070083005A1 (en) * 2005-10-07 2007-04-12 Premix Inc. Molding compositions for use in forward lighting applications and headlight components molded therefrom
US20080090954A1 (en) * 2006-10-17 2008-04-17 Ashland Licensing And Intellectual Property Llc Low shrinkage sheet molded composite formulations
PL2566925T3 (pl) * 2010-05-06 2015-12-31 Dsm Ip Assets Bv Niskotemperaturowa termoutwardzalna kompozycja powłoki proszkowej zawierająca krystaliczną żywicę poliestrową, żywicę amorficzną i nadtlenek
CN101857790A (zh) * 2010-06-08 2010-10-13 武汉市科达云石护理材料有限公司 一种专用有色石材勾缝胶
CN105874015B (zh) 2013-12-30 2019-01-18 3M创新有限公司 染料、由其制备的填料、包括填料的组合物以及确定此类组合物的固化度的方法
CN107418173A (zh) 2014-06-27 2017-12-01 赛史品威奥(唐山)结构复合材料有限公司 包括表面改性的微球体的低密度模塑料
CN113710744A (zh) * 2019-03-26 2021-11-26 Afi特许有限责任公司 包括聚酯-聚烯烃-共混芯的表面覆盖物

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2388319A (en) * 1941-07-11 1945-11-06 Bell Telephone Labor Inc Cross-linked polyesters and electrical conductors containing them
FR1298513A (fr) 1961-06-02 1962-07-13 Saint Gobain Compositions pour moulage à base de résines polyesters et de fibres
DE1469895C3 (de) 1962-09-28 1975-08-21 Hoechst Ag, 6000 Frankfurt Verfahren zum Herstellen von Formmassen, die ungesättigte Polyester enthalten
FR1419760A (fr) 1963-10-19 1965-12-03 Chemische Werke Witten Gmbh Procédé de préparation de masses de moulage par compression à partir de polyesters linéaires insaturés
NL131512C (de) 1964-04-04 1900-01-01
US3300544A (en) * 1965-04-06 1967-01-24 Chevron Res 1, 4 naphthoquinone as polymerization controller in beta-staging unsaturated polyeste
US3701748A (en) * 1966-07-20 1972-10-31 Rohm & Haas Unsaturated polyester resinous compositions
GB1314974A (en) * 1969-06-19 1973-04-26 Bp Chem Int Ltd Polyester moulding compositions
US3631224A (en) * 1970-06-25 1971-12-28 Koppers Co Inc Unsaturated polyester resin molding powder

Also Published As

Publication number Publication date
IT1013078B (it) 1977-03-30
GB1472794A (en) 1977-05-04
FR2225478B1 (de) 1976-12-17
US3959209A (en) 1976-05-25
FR2225478A1 (de) 1974-11-08
JPS49131289A (de) 1974-12-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2414973A1 (de) Haertbare polyestermassen
DE1694857C3 (de) Verwendung einer flüssigen Masse zur Herstellung von Formkörpern
DE1953062C3 (de) Schrumpfarmm härtbare Polyesterformmassen
CH634593A5 (de) Gealterte formbare hitzehaertbare harzenthaltende formmasse.
DE3036430A1 (de) Reife verform- und warmhaertbare doppel-polyester-harzmasse
DE2506546A1 (de) Verfahren zur herstellung von glasfasermatten
DE1914370A1 (de) Glasfaserverstaerktes,thermoplastisches Harzpraeparat
DE69126740T2 (de) Ungesättigte Polyesterharzzusammensetzungen und neues Antischrumpfmittel
DE3686969T2 (de) Haertbare zusammensetzung, verfahren zu ihrer herstellung und daraus gefertigte gegenstaende.
DE69219349T3 (de) Formmasse mit effektdekor
DE2339246B2 (de) Gleichmaessig pigmentierte formkoerper und deren herstellung aus ungesaettigten polyesterharzen
DE3856190T2 (de) Polymermischungen
DE1469895C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Formmassen, die ungesättigte Polyester enthalten
DE2040800A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines frei fliessenden Granulats einer verarbeitungsfertigen Kunststoffmasse auf der Basis eines ungesaettigten Polyesterharzes
DE2425935A1 (de) Verfahren zur herstellung von formmassen
DE69813749T2 (de) Zusammensetzungen auf Polyesterharz-Grundlage mit verbessertem Verdickungsverhalten
DE2362421A1 (de) Verfahren zur herstellung von polyestern
DE2258070A1 (de) Verfahren zur herstellung geformter gegenstaende
DE2629998C2 (de) Verwendung eines Copolymeren zur Stabilisierung einer Dispersion
DE2349939A1 (de) Waermehaertbare formmasse
DE2108390C3 (de) Härtbare homogene Harzbindemasse zur Herstellung von nicht schrumpfenden Mörteln und ähnlichen Produkten
DE2252566A1 (de) Glasfaserverstaerkter formkoerper
EP0000223B1 (de) Herstellung von Formteilen aus einem ungesättigten Polyesterharz, mineralischen Füllstoffen und Glasfasern und die nach diesem Verfahren erhaltenen Formteile
DE2315494A1 (de) Fluessige ungesaettigte polyesterzusammensetzungen und verfahren zur steuerung der viskositaetszunahmegeschwindigkeit dieser materialien
DE69029975T2 (de) Methacrylatharz-Zusammensetzungen mit verbesserter klebriger Adhäsion und Verfahren zu deren Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
OD Request for examination
8131 Rejection