DE1411693C - Vorrichtung zum Herstellen von Bucheinbänden - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von BucheinbändenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von Bucheinbänden aus in einem Überzugsmaterial durch Kleben befestigten Futterstücken, mit
einem den Einband tragenden Druckpolster, einem um das Druckpolster verlaufenden Rahmen, einer
das Futterstück · tragenden Anpreßplatte, die zum Aufbringen des Futterstücks auf das Überzugsmaterial gegen das Druckpolster verschiebbar ist,
wobei die Ränder des Überzugsmaterials um die Kanten des Futterstücks durch verschiebbare Falzblätter
umfalt- und auf dieses anpreßbar sind.
Bei einer bekannten derartigen Vorrichtung (französische Patentschrift 1 124 219) werden die
Randbereiche der Anpreßplatte nach oben zurückgezogen, sobald, das Futterstück auf dem Druckpolster
aufgebracht ist. Je nach der Art des verwendeten Materials für den Überzug sind die nach oben
stehenden Teile des Überzugs jedoch nicht steif genug, so daß sie umknicken und z. B. teilweise mit
dem Futterstück in Berührung kommen, so daß es nicht mehr möglich ist, mit den Falzblättern eine
gleichmäßige, knitterfreie Anlage des Überzugs auf dem Futterstück zu bewirken. Wird dann der Überzug
mit dem Druckpolster nach oben verschoben, um die Randpartien des Überzugs gegen die Falz-
blätter zu drücken und damit die Klebeverbindung fertigzustellen, so werden die auf Grund der ungleichmäßigen
Anlage entstandenen Falten flachgedrückt und nicht mehr beseitigt,
v, Bei einer anderen Vorrichtung dieser Art (deutsehe Patentschrift 76 397) sind ein Druckpolster zur j Auflage des Überzugs, eine Form zum Auflegen des Futterstücks,; eine Einrichtung zur Bewegung .der Form zwecks Auflegen des Futterstücks in einwandfreie Lage auf den Überzug, bewegbare Falzblätter zum Einwärtsfalzen der Randkanten des Überzugs und anschließenden Pressen der Kanten in Klebberührung mit dem Futterstück sowie Einrichtungen zur Hervorbringung dieser Bewegungen der FaIz- ; blätter vorgesehen. Der Überzug besteht aus flexiblem Material, welches jedoch durch ein nicht biegsames; starres Futterstück verstärkt wird, wodurch kein äußerer Träger oder eine Auflagevorrichtung benötigt wird. Ferner wird der Überzug über die Ränder des Futterstücks gespannt, welches eine für die- ao ses Verfahren erforderliche Steifigkeit besitzen muß, so daß mit Hilfe dieser Vorrichtung nur starre Einbände hergestellt werden können.
v, Bei einer anderen Vorrichtung dieser Art (deutsehe Patentschrift 76 397) sind ein Druckpolster zur j Auflage des Überzugs, eine Form zum Auflegen des Futterstücks,; eine Einrichtung zur Bewegung .der Form zwecks Auflegen des Futterstücks in einwandfreie Lage auf den Überzug, bewegbare Falzblätter zum Einwärtsfalzen der Randkanten des Überzugs und anschließenden Pressen der Kanten in Klebberührung mit dem Futterstück sowie Einrichtungen zur Hervorbringung dieser Bewegungen der FaIz- ; blätter vorgesehen. Der Überzug besteht aus flexiblem Material, welches jedoch durch ein nicht biegsames; starres Futterstück verstärkt wird, wodurch kein äußerer Träger oder eine Auflagevorrichtung benötigt wird. Ferner wird der Überzug über die Ränder des Futterstücks gespannt, welches eine für die- ao ses Verfahren erforderliche Steifigkeit besitzen muß, so daß mit Hilfe dieser Vorrichtung nur starre Einbände hergestellt werden können.
Schließlich ist auch noch aus der deutschen Patentschrift 953431 ein Verfahren zum Beziehen von
Buchdecken, Albumhüllen oder dergleichen, bekannt, bei welchem eine aus einem festen Material bestehende
Einbanddecke mit einem Überzug, beispielsweise Papier, Stoff, Kunststoff oder dergleichen, versehen
wird. Auf diese Weise kann aber ebenfalls nur ein starrer Einband hergestellt werden.
Bucheinbände werden somit normalerweise aus einem Stück Überzugsmaterial, wie Leder, Buchstoff,
Papier od. dgl. biegsamen Material und einem oder mehreren, normalerweise aus dünner Pappe oder
Papier bestehenden Futterstücken hergestellt. Die Futterstücke müssen an der Rückseite des Einbandstücks
genauestens in die erforderliche Lage ausgerichtet werden, wobei ein gleichmäßiger Randabschnitt
um den ganzen Umfang des Futterstücks j herum vorstehen muß. Dieser freiliegende Randabschnitt muß dann gleichmäßig und fest aufwärts um
die Kante des Futters herum gebogen und abwärts gepreßt werden. Es ist außerdem erforderlich, daß
die Futterstücke und Einbände fest miteinander verklebt werden, was manchmal entlang des eingeschlagenen
Rands erfolgt, jedoch an allen Stellen vorgenommen wird, an denen die Teile miteinander in
Berührung stehen. Wegen der früher und heutzutage verwendeten nassen oder klebrigen Klebemittel,
Bindemittel und Pasten wird dieses Verfahren selbst heute noch größtenteils von Hand durchgeführt.
Durch Aufteilung der Arbeit auf mehrere Arbeiter ! und die Verwendung von Förderbändern, Klebma-
! schinen, Vorrichtungen usw. ist es zwar möglich, beträchtliche Produktionszahlen wirtschaftlich zu erzielen,
doch ist die Zahl der hierfür erforderlichen Arbeitskräfte ziemlich groß. Ferner sind die Arbeitskosten pro Stück vergleichsweise hoch und es ist
eine aufwendige Überwachung erforderlich, um eine derartige Herstellungsanlage betriebsfähig zu halten.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine verbesserte Vorrichtung zur Herstellung von Bucheinbänden
aus flexiblen Überzugsmaterial zu schaffen, bei welcher die vorgenannten Nachteile nicht
auftreten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Arbeitsfläche der Anpreßplatte aus am
Umfang verteilt angeordneten Segmenten besteht, die in der allgemeinen Ebene der Arbeitsfläche zwischen
einer äußeren zum Umfalten der Ränder des Überzugsmaterials dienenden Lage, in welcher sich
ihre freien Kanten im wesentlichen mit den Kanten des Futterstücks decken, und einer inneren Lage
verschiebbar sind, in welcher ihre freien Kanten von den Kanten des umgefalteten und auf das Futterstück
anzupressenden Rands des Überzugsmaterials weg liegen und daß Heizeinrichtungen zur Aktivierung
von Klebrnittelschichten vorgesehen sind.
Das Überzugsmaterial wird erfindungsgemäß nach
dem Einlegen des Futterstücks von den Falzblättern umlegt, bevor die an der Anpreßplatte angebrachten
Segmente nach innen zurückgezogen werden. Damit wird vorteilhafterweise erreicht, daß bei besonders
leichten Überzugsmaterialien die Segmentteile die beim Zurückziehen durch das Umfalzen des zu verklebenden
Rands entstandenen Falten glattziehen, bevor dieser Rand durch das Anpressen an die
Falzblätter verklebt wird.
Außerdem sind die gemäß diesem Verfahren hergestellten Einbände gleichmäßiger in ihrer Größe
und Form als handgemachte Einbände und selbst als die in einer Reihe mechanisierter Vorrichtungen hergestellten
und sind daher in den zum Prägen der Einbände und zum Zusammensetzen des Buchs verwendeten Maschinen leichter zu handhaben. Gute
Qualität wird mit geringeren. Unkosten erreicht.
Die Vorrichtung kann zur Herstellung von Gegenständen mit rechtwinkeligen Ecken sowie von
Gegenständen mit anderer als quadratischer'.oder
rechteckiger Form, beispielsweise von kreisförmigen oder elliptischen Stücken, verwendet werden. Sie
läßt sich beim Zusammensetzen jeder beliebigen Kombination von biegsamen Einbänden und Futterstücken
verwenden, wobei der freiliegende Rand des Einbands teilweise oder vollständig über die benachbarten
Kanten des Futters herumgebogen und mit diesen verklebt werden soll. ·
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen genauer erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung mit den Merkmalen der Erfindung, aus der
die zum Einlegen eines Überzugsmaterials ausgerichteten Falzblätter und der in Bereitschaft zum Aufnehmen
eines Futterstücks in Einlegestellung angehobene Formoberteil ersichtlich sind,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht mit entferntem Formoberteil und völlig in die Falz- und Klebstellung
ein- und abwärts bewegten Falzblättern,
F i g. 3 eine perspektivische Ansicht zur Veranschaulichung
der Falzblätter bei entfernten Ausrichtschablonen für das Einbandstück sowie von
zwei typischen Falzblattsätzen, wobei ein Satz für rechtwinkelige und ein Satz für runde Ecken vorgesehen
ist,
Fig. 3A und 3B perspektivische Ansicht der linken vorderen und linken hinteren Falzblätter, wie sie
bei der Herstellung von eckigen und runden Ecken verwendet werden,
F i g. 4 eine perspektivische Ansicht mit entfernten Falzblättum, aus welcher das Druckpolster und die
Seitenschienen des Auflagerahmens sowie die Halterung- und Betätigungseinrichtungen für die Falzblätter
ersichtlich sind,
F i g. 4 A einen Querschnitt längs der Linie 4 A -
4 A in F i g. 4 durch den Auflagerahmen, aus dem
seine Seitenschienen ersichtlich sind,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht des FaIz-Hauptrahmcns
mit Erhitzer und Blatt-Betätigungseinrichtung,
F i g. 6 eine perspektivische Ansicht des abgesenkten Formoberteils und der sich voll in Falzstellung
befindlichen Falzbliitter, wobei die Falz-Anhebeeinrichtung
etwas in die Rüekführungsstellung der Form angehoben ist,
F i g. 7 eine stirnscitige perspektivische Ansicht auf
die Vorrichtung mit abgenommenem Auflagetisch, vorderer Sicherungsabdeckung und Formoberteil,
aus welcher die Hauptwelle mit sämtlichen Betätigungskurven sowie der Hauptantrieb, die Betätigungseinrichtung
für die Falzblatt-Betätigungsvorrichtung und die Fal/blatt-Anhebeeinrichtung ersichtlich
sind,
F i g. 8 eine perspektivische Ansicht der Rückseite der Vorrichtung zur Veranschaulichung der
Welle zur Betätigung des Formoberteils und der Form, sämtlicher Betätigungseinrichtungen für die
Längs- und Querbewegung der Falzblätter sowie der Anhebbewegung der Falzblätter, der Hauptwelle und
der Betätigungskurven, wobei nur ein Teil des Formoberteils dargestellt ist,
F i g. 9 eine perspektivische Ansicht eines Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung, aus welcher der
Einband-Förderarm mit seiner Betätigungseinrichtung ersichtlich sind,
Fig. 10 eine pcispektivische Ansicht eines anderen
Teils der Vorrichtung zur Veranschaulichung der Anhaltcschalter, der Zeitgeber-Betätigungsschalter
und der an der Hauptwelle vorgesehenen Kurve für die Zeitsteuerung,
Fig. 11 eine Aufsicht auf die im Fonnoberteil
angeordnete Formen-Betätigungseinrichtung,
Fig. 12 einen. Querschnitt durch die Formcn-Betätigungscinrichtung
von F i g. 11 längs der Linie 12-12,
Fig. 13 eine Aufsicht auf die Unterseite der
Formen-Betätigungseiniichtung mit entfernten Formblättern und Blattlialtern.
Fig. 14 einen Querschnitt durch die Formcn-Bctätigungscinrichtung
von Fig. 13 längs der Linie 14-14, mit eingesetzten Formblättern und Formblatthaltern,
Fig. 15 eine Ansicht der durch einen Elektromotor
angetriebenen Haiipt-Antr.icbseinheit, mit darin angeordneter elektrischer Bremse,
Fig. 16 eine perspektivische Ansicht aller an der
Hauptwelle und an der hinteren Welle angebrachten Kurven,
Fig. 17 eine andere perspektivische Ansicht der
Vorrichtung mit Hauptwelle und an der hinteren Welle angeordneten Kurven,
Fig. 18 eine perspektivische Ansicht der durch
eine an der Hauptwelle angeordnete Kurve angetriebenen Foimoberteil-Anhebc- und Absenkeinrichtung,
Fig. 19 eine perspektivische Ansicht der durch eine an der Hauptwelle angeordnete Kurve angetriebenen
Formen-Bctätigun^seinrichliin}'. liir die an
der hinteren Welle vorgesehene Kurve,
F i g. 20 eine pcrspektiv i ,ehe Ansicht der /um Anheben
und Absenken der voideren und hiiiU-icn FaIz-Bevvegungssch
ionen verwendeten Fnl/sdik-ru-p-Anhclici'iniifhluin·..
F i g. 21 eine perspektivische Ansicht der Falzschienen-Betätigungseinrichtung
für die Querbewegung,
F i g. 22 eine perspektivische Ansicht der FaIzschierien-Betätigungseinrichtung
für die Längsbewegung,
F i g. 23 eine Ansicht der an der Hauptwelle angebrachten Kurve für Längs-Falzbewegung, der an
ihrer einen Stirnseite angeordneten hinteren Kurve ίο für die Querbewegung und der an ihrer anderen
Stirnseite angeordneten vorderen Kurve für eine Querbewegung,
F i g. 23 A eine schematische Darstellung der verschiedenen Bewegungen der Falzblätter, die durch
Veränderung der Stellung der einzelnen Kurven gemäß F i g. 23 erzielt werden können,
F i g. 24 ein Schaltbild einer Steuerschaltung für die Vorrichtung,
F i g. 25 eine perspektivische Ansicht der Klebeeinheit,
welcher die Überzüge nach den Formen zugestellt werden,
F i g. 26 ein Kurven-Zeitsteuerungsprogramm für alle an der Hauptwelle angeordneten Kurven,
F i g. 27 eine Darstellung des Arbeitsprogramms der durch die an der Hauptwelle angeordneten Kurven
betätigten Bauteile der Vorrichtung während eines vollständigen Formzyklus,
F i g. 28 bis 37 schematische Darstellungen der Arbeitsweise der einander zugeordneten Teile beim
Falzen und beim Verformen des Überzugsmaterials über das Futter,
F i g. 38 einen Querschnitt durch die Formeinrichtung
der Vorrichtung,
Fig. 38A eine Ansicht gemäß Fig. 38 mit vollständig
eingefalztcr Einbandkante,
F i g. 39 eine weitere Aufsicht auf die Formeinrichtung gemäß Fig. 38 zur Verdeutlichung der
Formung des Überzugmatcrials,
F i g. 40 eine perspektivische Ansicht der Formeinrichtung gemäß F i g. 38,
Fig. 41 eine Teilansicht eines Einbands mit abgerundeten
Ecken und
F i g. 42 eine Ansicht eines Einbands, welcher jedoch ohne Verwendung einer Formeinrichtung hergestellt
wurde.
Zur besseren Erläuterung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Figuren die an sich vorhandenen
Abdeckglieder zum größten Teil weggelassen. Außerdem können auch zur Erhöhung der
Sicherheit beispielsweise am Tisch der Vorrichtung zwei getrennte Handschalter 335 und 336 und ein
Fußschalter 337 vorgesehen sein, die zur Inbetriebnahme der Vorrichtung betätigt werden müssen. Auf
diese Weise wird sichergestellt, daß sich die Hände der die Vorrichtung bedienenden Person nicht im Arbeitsbeieich
der Vorrichtung befinden und die Bedienungsperson selbst vor der Vorrichtung sitzt.
Die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung verarbeiteten Oberzugsmatcriai- und Futterstücke wet-.
den auf die entsprechende Größe zurcchtgcschnittcn. Entweder die Futterstücke oder das Überzugsmaterial
oder auch beides werden vor der Behandlung mit einem Klebmitlel beschichtet, welches durch Hitze
aktivier bar ist und durch Pressen verbunden wird. Hei der beschriebenen Ausfüliriingsform der Erliiuliurj·.
wild vorzugsweise eine Wärmestrahlung zur Aktiv idling dos Klcbinittds verwendet. Ils l.ön-11.11
jedoch auch elektronische odt/i dielektrische
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Heizgeräte verwendet werden, wozu dann aber zur Überzugmaterial 401 zu bewegen und dessen einSteuerung
des Erhitzungsvorgangs ein Zeitgeberrelais wärts gebogene Kanten in Klebberührung mit dem
verwendet werden muß. ' Futterstück 400 zu pressen. Zu diesem Zeitpunkt
Zunächst wird auf die schematischen Darstellun- wird die erfindungsgemäße Vorrichtung angehalten,
gen der F i g. 28 bis 37 Bezug genommen, in denen .5 um das vor dem Zusammensetzen am Futterstück
die verschiedenen Arbeitsstufen bei der Herstellung oder am Überzugmaterial 400 als Beschichtung ange-
eines Einbands im Falzgerät erläutert sind. Es ist brachte Klebmittel durch Wärmeeinwirkung zu ak-
zu beachten, daß diese schematischen Darstellungen tivieren. .
jeweils nur eine Randkante des Einbands zeigen. F i g. 36 zeigt, wie die Falz-Anhebeeinrichtung die
Gemäß. Fig. 28 liegt ein Druckpolster 20 auf io vorderen und hinteren Falzschienen wiederum an-
einer Zwischenplatte 85 auf, während ein Einband- hebt, damit die vordere und die hintere Einrichtung
stück 401 mit Hilfe einer Uberzugsmaterial-Ausricht- für Quer- und Längsbewegung die Falzblätter 24
schablone 21 auf diesen Teilen angeordnet wird, wieder in ihre zurückgezogene Lage zurückbewegen
wobei der Einband leicht nach oben und außen über kann.
die Falzblätter 24 gebogen ist. Die eine Form bil- 15 Gemäß Fig. 37 wurde die Falz-Anhebeeinrichdenden
Segmente 40 werden unmittelbar auf den tung abgesenkt und in ihre Normalstellung zurückbe-Bereich
des Druckpolsters 20 abgesenkt, wobei ein wegt, wo· sie nun für das Formen des nächsten EinFutterstück
400 mit Hilfe eines kontinuierlichen Un- bands bereit steht, nachdem der vorherige Einband
terdrucks an den Segmenten festgehalten wird; Er- durch den Förderarm vom Druckpolster 20 entfernt
sichtlicherweise besitzt das Futterstück 400 genau 20 wurde. ;
dieselbe Größe wie die Form. Die Hauptwelle der erfindungsgemäßen Vorrich-
dieselbe Größe wie die Form. Die Hauptwelle der erfindungsgemäßen Vorrich-
In Fi g. 29 haben sich die Segmente 40. auf das tung ist an ihren beiden Enden in vom oberen Vor-
Druckpolster 20 abgesenkt und drücken das Futter- richtungsfundament getragenen Lagern befestigt. Das
stück 400 auf das Überzugmaterial 401, wodurch Falzgerät führt bei jeder vollen Umdrehung der
sich dessen Außenkanten leicht aufwärts und aus- 25 Hauptwelle einen vollständigen . Arbeitskreislauf
wärts über die Falzblätter 24 biegen lassen. durch, um einen Buch-Einband herzustellen, bevor
In Fig. 30 hat eine Falz-Anhebeeinrichtung die dieser an das Hitze-Klebgerät weitergegeben wird,
nicht dargestellten vorderen und hinteren Falzschie- . Die Hauptwelle wird mit niedriger Drehzahl durch
nen angehoben, wodurch eine Polsterrahmen-Seiten- einen Elektromotor angetrieben und ist mit einer
schiene 86 zusammen mit den darüber liegenden 30 elektrischen Bremse versehen, welche den Motor nach
Falzblättern 24 und Einband-Ausrichtschablonen 21 dem Abschalten des Stroms anhält. Ein derartiges
angeheben wird, um die Außenkanten des Über- elektrisches Antriebsgerät ist sehr vielseitig und an-
zugmaterials 401 lotrecht aufwärts um die Kanten passungsfähig, so daß die Hauptwelle mit gleich-
des an der Vorderseite des Segments 40 angeordneten bleibender langsamer Geschwindigkeit umlaufen und
Futterstücks 400 herum zu biegen. 35 dennoch erforderlichenfalls fast augenblicklich an-
Die Falzblätter 24 wurden gemäß Fig. 31 durch gehalten werden kann. In Abhängigkeit von dem zur
eine Betätigungseinrichtung für eine einwärts gerich- Aktivierung des Klebmittels zwecks Verklebens der
tete Längs- und Querbewegung der Falzblätter be- eingefalzten Kanten der Futterstücke verwendeten
wegt, um die aufwärts gebogenen Kanten des Über- .Zeitablaufs vermag die erfindungsgemäße Vorrichtung
zugmaterials 401 mit einer zur Hervorbringung eines 40 bis zu acht Einbände je Minute herzustellen. Darüber
festen Falzes erforderlichen Streichbewegung einwärts hinaus sind alle betriebswichtigen Kurvenscheiben zur
über das an der Vorderseite der Form angeordnete Vervollständigung des normalen Arbeitskreislaufs im
Futterstück 400 zu falzen. richtigen Winkelverhältnis an der Hauptwelle ange-
. Gemäß F i g. 32 verbleiben die Falzblätter in ihrer bracht, wodurch es verhältnismäßig einfach ist, den
in F i g. 31 dargestellten Einwärtslage, jedoch hat die 45 Arbeitsablauf erforderlichenfalls zu ändern.
Falz-Anhebeeinrichtung die vorderen und hinteren An der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind vor-
Falzschienen leicht angehoben, damit die Falz- dere und hintere Falzschienen vorgesehen, welche
blätter 24 die Form freigeben, so daß diese vom sich über deren Vorder- bzw. Rückseite erstrecken,
gefalzten Einband zurückgezogen werden kann. Das Anheben der Schienen wird durch zwei an der
In Fig. 33 bleibt die Falz-Anhebeeinrichtung in 50 Hauptwelle angebrachte Falz-Anhebkurvenscheiben
ihrer Stellung gemäß F i g. 32 und somit auch die hervorgebracht, von denen jede einen Arm betätigt,
Falzblätter in ihrer Lage gemäß Fig. 31; die Seg- welcher seinerseits an einer sich von der Vordermente
40 wurden jedoch etwas angehoben, um das bis zur Rückseite der Vorrichtung erstreckenden.
Futterstück 400 vom Unterdruck frei zu machen und . Welle angebracht ist und an seinen beiden Enden
ein Zurückbewegen der Segmente von den gefalzten 55 Hebel aufweist, welche mit an den vorderen und
Kanten bei der nächsten Bewegung der Vorrichtung hinteren Falzschienen vorgesehenen einstellbaren
zu ermöglichen. Anhebeanschlägen in Berührung gelangen. Hierin Fig. 34 bleibt die Falz-Anhebeeinrichtung in durch ist eine Einjustierung der Anhebebewegung
ihrer Stellung gemäß Fig. 32, und es bleiben die und Senkbewegung der Falzschienen innerhalb klein-Falzblätter
ebenfalls in ihrer Lage gemäß Fig. 31. 60 ster Toleranzen möglich. Die von den Armen ge-Die
aus den Segmenten 40 gebildete Form beginnt tragenen Kurvenfühler sind ebenfalls einstellbar,
jedoch nunmehr ihre Rückbewegung und bewegt sich während die Kurvenscheiben selbst auswechselbar
nach dem Zurückziehen bis hinter die Kante der sind, so daß eine maximale Anpassungsfähigkeit ge-Falzblätter
24 aus dem Falzbereich heraus aufwärts währleistet wird. Die Falzblätter werden angehoben,
in die normale angehobene Stellung für ein erneutes 65 um die Randkanten des Überzugsmaterials im rech-Einlegen
eines Werkstücks. ten Winkel gegenüber den Futterstücken zu biegen
In F i g. 35 wurde die Falz-Anhebeeinrichtung ab- und diese Kanten dann einwärts über das entspre-
gesenkt, um die Falzblätter 24 abwärts auf das chende Futterstück zu falzen, woraufhin die FaIz-
1 41 I 693
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blätter abwärts bewegt werden, um die einwärts ge- Die Form steht praktisch unter einem kontinuier-
bogenen Kanten in Klebberührung mit dem Futter- "liehen Vakuum, um die Futterstücke daran festzu-
stück zu pressen. halten, während die Vakuumsversorgung des Förder-
Die Falzschienen-Betätigungseinrichtung für Quer- . arms durch ein Ventil gesteuert wird, das durch eine
bewegung bewegt die vorderen und hinteren Falz- 5 an der Hauptwelle vorgesehene Kurvenscheibe perio-
schienen einwärts in Richtung auf die Vorrichtungs- disch und in zeitgesteuertem Verhältnis gesteuert
mitte und bewegt dabei die daran angebrachten wird.
Falzblätter, so daß die Kanten des Überzugmaterials Im folgenden wird die erfindungsgemäße Vor-
mit einer geradlinigen Bewegung von der Vorder- bis richtung näher erläutert.
zur Rückseite über das Futterstück gefalzt werden. io F i g. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
Diese Bewegung wird durch zwei mit entsprechenden Teils der Vorrichtung, bei der die Falzblätter 24 zum
Schlitzen versehene Kurvenscheiben für Längs-Falz- Einlegen eines Überzugsmaterials ausgerichtet sind
bewegung hervorgebracht. Diese Kurvenscheiben und ein Formoberteil in seine Bereitschaftsstellung
sind so angebracht, daß sie in.Umfangsrichtung re- zum Einlegen eines Futterstücks angehoben ist.
lativ zueinander und außerdem relativ zur Kurven- 15 Das einen Schichtaufbau aufweisende Druckscheibe-für Längs-Falzbewegung verstellt werden polster 20 ist so ausgebildet, daß es das Überzugskönnen, um dadurch eine möglichst große Anpas- material aufzunehmen vermag und das nachgiebige sungsfähigkeit an die Arbeitsweise der Falzblätter Glied zum Abstützen und Festhalten des Überzugszu gewährleisten. Die Falzschienen-Betätigungsein- materials und des Futterstücks während des Preßrichtung für die Längsbewegung bewegt vier in Gleit- 20 Vorgangs bildet. Die Größe des Druckpolsters entnuten in den vorderen und hinteren Falzschienen an- spricht der endgültigen Größe des zu formenden geordnete Betätigungsgelenke für Längsbewegung. Bucheinbands und ist somit so groß wie die Form, Diese Gelenke werden durch Hebel betätigt, welche welche auf das Druckpolster 20 abgesenkt wird, um auf im Vorrichtungsfundament vorgesehenen Wellen das Futterstück und das Überzugsmaterial während hin- und herschwingen. Jeweils eine Welle betätigt 25 des Formgangs festzuhalten. Da das Überzugsmazwei dieser Gelenke; die Betätigung wird durch die terial größer ist als das Druckpolster, sind die AusVerwendung gegabelter Hebel ermöglicht, welche ein richtschablonen 21 in bezug auf das Druckpolster 20 Auf- und Ab- bzw. Hin- und Herbewegen der Ge- derart ausgerichtet, daß ihre Randkanten in richtiger lenk-Betätigungsblöcke in den Hebeln gestatten und Breite über das Druckpolster 20 hinausstehen, um somit die Bewegung ungeachtet der Stellung der 30 sie aufwärts und über das Futterstück falzen zu Falzschienen in bezug auf die Wellen und Hebel können. Die Ausrichtschablonen 21 werden außerdem auf die zugeordneten Gelenke übertragen. Diese Ein- als Versteifungsglieder während des Falzvorgangs richtung wird durch die an der Hauptwelle vorge- verwendet. Die Schablonen 21 werden durch Besehene Kurvenscheibe für Längsbewegung betätigt. festigungs- und Einstellschrauben 22 starr am FaIz-Durch diese Bewegung werden die vier Falzblätter 35 gerät-Hauptschalter 23 festgehalten,
einwärts auf die Vorrichtungsmitte hin bewegt, um Die Falzblätter 24 sind unmittelbar unter den die Kanten des Überzugmaterials über das Futter- Ausrichtschablonen 21 angebracht und mit Hilfe stück zu falzen und daran anzukleben. . von flache Unterlegstreifen 27 durchsetzenden Stift-
lativ zueinander und außerdem relativ zur Kurven- 15 Das einen Schichtaufbau aufweisende Druckscheibe-für Längs-Falzbewegung verstellt werden polster 20 ist so ausgebildet, daß es das Überzugskönnen, um dadurch eine möglichst große Anpas- material aufzunehmen vermag und das nachgiebige sungsfähigkeit an die Arbeitsweise der Falzblätter Glied zum Abstützen und Festhalten des Überzugszu gewährleisten. Die Falzschienen-Betätigungsein- materials und des Futterstücks während des Preßrichtung für die Längsbewegung bewegt vier in Gleit- 20 Vorgangs bildet. Die Größe des Druckpolsters entnuten in den vorderen und hinteren Falzschienen an- spricht der endgültigen Größe des zu formenden geordnete Betätigungsgelenke für Längsbewegung. Bucheinbands und ist somit so groß wie die Form, Diese Gelenke werden durch Hebel betätigt, welche welche auf das Druckpolster 20 abgesenkt wird, um auf im Vorrichtungsfundament vorgesehenen Wellen das Futterstück und das Überzugsmaterial während hin- und herschwingen. Jeweils eine Welle betätigt 25 des Formgangs festzuhalten. Da das Überzugsmazwei dieser Gelenke; die Betätigung wird durch die terial größer ist als das Druckpolster, sind die AusVerwendung gegabelter Hebel ermöglicht, welche ein richtschablonen 21 in bezug auf das Druckpolster 20 Auf- und Ab- bzw. Hin- und Herbewegen der Ge- derart ausgerichtet, daß ihre Randkanten in richtiger lenk-Betätigungsblöcke in den Hebeln gestatten und Breite über das Druckpolster 20 hinausstehen, um somit die Bewegung ungeachtet der Stellung der 30 sie aufwärts und über das Futterstück falzen zu Falzschienen in bezug auf die Wellen und Hebel können. Die Ausrichtschablonen 21 werden außerdem auf die zugeordneten Gelenke übertragen. Diese Ein- als Versteifungsglieder während des Falzvorgangs richtung wird durch die an der Hauptwelle vorge- verwendet. Die Schablonen 21 werden durch Besehene Kurvenscheibe für Längsbewegung betätigt. festigungs- und Einstellschrauben 22 starr am FaIz-Durch diese Bewegung werden die vier Falzblätter 35 gerät-Hauptschalter 23 festgehalten,
einwärts auf die Vorrichtungsmitte hin bewegt, um Die Falzblätter 24 sind unmittelbar unter den die Kanten des Überzugmaterials über das Futter- Ausrichtschablonen 21 angebracht und mit Hilfe stück zu falzen und daran anzukleben. . von flache Unterlegstreifen 27 durchsetzenden Stift-
Die Formteil-Betätigungseinrichtung wird durch schrauben 26 am Abstandstück 25 eines jeweiligen
eine an der Hauptwelle angebrachte Kurvenscheibe 10 Falz-Bewegungsblocks 29 befestigt und mit diesem
betätigt, die eine an der hinteren Welle vorgesehene verankert. Die Falzblätter 24 sind mit Schlitzen 28
Kurvenscheibe antreibt, um die die Form bildenden versehen, die eine Zentrierung und Ausrichtung er-
vier Schuhe in zeitlich aufeinander abgestimmter Ab- möglichen.' Das Abstandstück 25 ist am entsprechen-
hängigkeit' gegenüber den anderen Falzvorgängen den Bewegungsblock 29 befestigt und wird von ihm
auszufahren und einzuziehen. · 45 betätigt, wobei der Block seinerseits an einer Schiene
Die Anheb- und Absenkeinrichtung für den Form- 32 angebracht ist und durch ein Betätigungs-Glied
oberteil wird ebenfalls durch eine an der Hauptwelle 30 in Längsbewegung betätigt wird und mit Hilfe
angebrachte Kurvenscheibe betätigt und verursacht von Stiftschrauben 31 mit diesem verbunden ist. Er-
ein Absenken und Anheben des Formoberteils mit sichtlicherweise bewegt sich also der gesamte FaIz-
der von diesem nach unten abstehenden Form in 50 tisch bei einer Auf-und Abwärtsbewegung der FaIz-
einem zeitgesteuerten Verhältnis gegenüber den an- Schienen 32, von denen je eine an der Vorder- und
deren Falzvorgängen. Rückseite der Vorrichtung befestigt ist und sich auf-
Die . Überzugsmaterial-Fördereinrichtung wird und abwärts bewegt, während der Hauptrahmen 23
durch eine Reihe von an der Hauptwelle angeordne- des Falzgeräts auf den Bewegungsblöcken 29 ruht,
ten Kurvenscheiben gesteuert, die bewirken, daß der 55 Darüber hinaus bewegt das Glied 30 bei seiner Hin-
Förderarm das Überzugmaterial nach dessen Form- und Herbewegung die Falzblätter 24 mit Hilfe der
gebung aufnimmt und zum Hitze-Klebegerät weiter- · Bewegungsblöcke 29 und deren Abstandstücke 25
fördert. in Längsrichtung. Während der Querbewegung der
Das Hitze-Klebegerät kann mit verschiedenen Ge- Falzschienen 32 übertragen diese eine ähnliche Beschwindigkeiten
angetrieben werden und ergreift das 60 wegung auf die Falzblätter. Diese Bewegungen diegeformte
Überzugmaterial und leitet es zwei Förder- nen daher zuerst dem Anheben der Kanten des
bändern zu, welche es beispielsweise an thermosta- Überzugsmaterials um das Futterstück herum und
tisch geregelten Heizgeräten vorbeitragen, wodurch anschließend dazu, das Überzugsmaterial über das
das gesamte Futterstück mit dem Überzugmaterial Futterstück und das Formsegment einwärts zu falzen,
verklebt wird. Außerdem sind noch zwei Endbear- 65 während sie später nach dem Entfernen der Formbeitungs-Druckrollen
vorgesehen, die alle im Über- segmente das Pressen der einwärts gefalzten Kanten
zugmaterial' vorhandenen Unregelmäßigkeiten wie des Überzugsmaterials bei Senken der Blätter abFalten
od. dgl. glätten bzw. ausbügeln. wärts auf das Futterstück ermöglichen. Ersichtlicher-
j weise sind die Fundamentabschnitte der Vorrichtung
mit von Schrauben 34 gehaltenen Abdeckungen 33 abgedeckt, um Schmutz und Staub sowie andere ungewünschte
Ablagerungen auf den im Fundament angeordneten Einrichtungen fernzuhalten.
Ein schwenkbares Formoberteil 35 weist ein Ge-{stell
37 mit zwei an der hinteren Welle 36 angebrachten Bügelarmen 38 und 39 auf; Die Form besteht
aus vier Segmenten 40, von denen jedes mit Hilfe von Haltern 41 bewegbar ist, um die Form vor und
j nach, dem Falzvorgang auszudehnen bzw. zurückzuziehen.
Das Futterstück wird auf eine Form-Anpreßplatte 42 aufgelegt und an dieser durch über Löcher
43 und 44 angelegten Unterdruck festgehalten, bis es im Überzugsmaterial abgelegt ist. Das Futterstück
wird mit Hilfe von an einem Schablonen-Befestigungsblock 48 vorgesehenen Seitenschablonen 45
und 46 sowie einer hinteren Schablone 47 an der Anpreßplatte 42 in der richtigen Lage festgehalten.
Der Befestigungsblock 48 ist mit Hilfe von Stangen 50 und 51 nachgiebig an den Bügeln 38 und 39 des
Formöberteil-Gerüsts angebracht und wird durch an den Bügelarmen 38 und 39 vorgesehene Anschläge
52 und 53 gehalten. Bei Absenken der Form werden die Schablonenleisten durch Berührung mit den Ausrichtschablonen
21 aufwärts aus der Bewegungsbahn wegbewegt.
Die hintere Welle 36 ist an ihren beiden Enden in selbstzentrierenden Lagern 54 und 55 gelagert. Diese
Lager sind in Arme 56 und 57 des Rahmens eingesetzt und bilden somit ein umlaufendes Glied an der
hinteren Seite des Rahmens zur Ermöglichung der Formteilbetätigung und des Absenkens des Form-
! Oberteils 35. Die Betätigung der Form bzw. Segmente 40 zwecks Ausdehnung und Zurückziehen derselben
erfolgt durch ein Gelenk 59, welches, wie später noch genauer beschrieben wird,, mit geradliniger Bewegung
betätigt wird, um dadurch eine drehende Schwingbewegung eines Bewegungsübertragungsbügels 60
durch einen Arm 61 hervorzubringen. Diese Bewegung wird auf eine an der hinteren Welle 36 angebrachte
Hülse 62 übertragen, welche durch Stellringe 63 und 64 an einer Längsverschiebung gehindert
wird. Am einen Ende der Hülse 62 ist zur Betätigung der Form eine Kurvenscheibe 65 angebracht,
während am anderen Ende der eine Bewegung über- '. tragende Bügel 60 befestigt ist, so daß die gesamte
Anordnung gemäß F i g. 8 auf der Welle 36 hin- und herzuschwingen vermag. Die Schwingbewegung der
Kurvenscheibe 65, weiche eine rechteckige Kurvennut 66 aufweist, überträgt eine geradlinige Hin- und
; Herbewegung auf einem Bügel 67, welcher einen auf der Hülse 62 gleitenden Bügel und ein an seiner einen
Seite angebrachtes Mitnehmerglied 69 aufweist, um mit der Kurvennut 66 in Eingriff zu gelangen und
eine Betätigungsbewegung für die Form hervorzubringen. Der Reihenfolge nach erfolgen die folgenden
Arbeitsvorgänge: Absenken des Formoberteils mit am Druckpolster angeordneter, ausgedehnter
Form, anschließendes Formen der Falze des Überzugsmaterials über die Form, Zurückziehen der
Form und Anheben derselben in die Stellung zum Einlegen eines neuen Futterstücks.
Der Formoberteil 35 weist an seiner Vorderseite eine Einstellmutter 70 für eine Vor- und Zurück-Größenverstellung
der Form sowie Stiftschrauben 71 und Profilstücke 72 zur längsweisen Größenverstellung
der Form auf. Die Vakuumzufuhr zur Form-Anpreßplatte 42 zum Festhalten des Futterstücks
erfolgt über eine Vakuum-Verteilerleitung 73 und Schläuche 74 und 75.
In F i g. 2 ist der Formoberteil 35 weggelassen und die Falzeinrichtung mit in Falzstellung geschlossenen
Falzblättern und in diese Stellung abwärts gesenkten Falz-Bewegungsschienen dargestellt. Die Gelenke
30 für Längsbewegung haben die Falzblätter in Längsrichtung in die Vorrichtung einwärts bewegt,
ίο während die Falzschienen 32 durch die Einrichtung
für die Querbewegung von hinten nach vorn einwärts bewegt wurden, um alle Falzblätter in der
richtigen Reihenfolge voll in die Falzstellung zu bringen. Außerdem hat die Falz-Anhebeinrichtung
1.0 die gesamte Anordnung auf das Druckpolster 20 ab-.
gesenkt. '
In F i g. 3 sind die Ausrichtschablonen 21 nicht dargestellt und die Falzeinrichtung mit in Einlegstellung
stehenden Falzblättern veranschaulicht, während die Falz-Anhebeinrichtung ebenfalls in Einlegstellung
steht. Die in F i g. 3 A dargestellten Falzblätter 24 A und 24 B zeigen, wie die sich überlappenden
Enden ausgebildet sind, um nicht die Stärke der Falzblätter verändern zu müssen. Die schraffierten
Bereiche 76 und 79 sind an der Oberseite auf halbe Plattenstärke abgefräst, während die beiden
anderen Bereiche 77 und 78 entsprechend auf der Unterseite abgefräst sind, um ein Überlappen bzw.
Zusammenschieben der Blätter ohne Stärkenänderung zu gestatten. Darüber hinaus ist ersichtlich,
daß die die Ecken ausbildenden Schlitze 80, 81, 82 ' und 83 längliche Form besitzen, um die rechtwinkeligen
Ecken unter Vermeidung dicker Falten formen zu können. Zur Formung derartiger rechtwinkeliger
Ecken ist die Falzbewegung so abgestimmt, daß die Falzblätter zuerst kreuzweise von der Vorder- und
Rückseite einwärts gegen die Mitte und anschließend endweise bzw. in Längsrichtung gegen die Mitte
bewegt werden, so daß vor dem Pressen ein rechtwinkeliger Eckfalz minimaler Dicke hergestellt wird.
Die beiden in F i g. 3 B dargestellten Falzblätter 24 D und 24 C verdeutlichen, wie die sich überlappenden
Enden ausgebildet sind, um ebenso wie bei den Blättern24 α und 24 b nicht deren Stärke ändern zu
müssen, und lassen darüber hinaus die Ausbildung der Ecken und die Art der Blattbetätigung erkennen.
Beim Formen runder Ecken wird die Bewegung so weit abgewandelt, daß alle vier Blätter gleichzeitig
im. Winkel von 45° einwärts bewegt werden, indem die Quer- und Längs-Blattbewegung gleichzeitig und
nicht wie beim Formen von rechtwinkeligen Ecken schrittweise durchgeführt wird. Wie dieser Vorgang
durchgeführt wird, wird später im Zusammenhang mit der Arbeitsweise der Hauptwelle beschrieben.
In Fig. 4 sind die Falzblätter ebenfalls weggelassen,
um den Falzgerät-Hauptrahmen, die Druckpolsterauflage und den das Druckpolster umgebenden
Rahmen sichtbar zu machen. Der Falzgerät-Hauptrahmen 23 ruht auf den Bewegungsblöcken 29
und ist durch diese aufwärts und abwärts bewegbar, wenn die Falz-Anhebeeinrichtung die Falzs'chienen
32 aufwärts und abwärts bewegt. Der Rahmen 23 ist um das Druckpolster 20 herum angeordnet und wird
daher durch dieses in seiner lotrechten Bewegung geführt. Links und rechts neben dem Druckpolster
20 sind seitliche Schienen 86 und 87 vorgesehen, während vor und hinter dem Druckpolster 20
T-förmige Schienen 88 und 89 angeordnet sind, von
denen die letzteren mit Hilfe von Stiftschrauben 91 und 92 im Falzgerät-Hauptrahmen gehalten \yerden.
Der gesamte Rand des Druckpolsters ist von einem dünnen U-förmigen Streifen 93 eingefaßt, welcher
in zwei einzelne Stücke geschnitten wurde und an den Vorderseiten der seitlichen Schienen 86 und 87
sowie an den Enden der T-förmigen Schienen 88 und 89 angebracht ist. Der Rand des Hauptrahmens 23
wird durch elektrische Heizeinrichtungen 94 und 95 erwärmt, um ein Warmhalten der Anordnung für
das Verkleben zu erleichtern. Darüber hinaus ist eine Polsterauflage 90 zur Aufnahme thermostatisch ge- ·
regeiter Heizgeräte für das Verkleben vorgesehen.
In F i g. 5 sind weiterhin das Druckpolster und die Zwischenplatte fortgelassen, wobei das Falzgerät
bis auf die Betätigungseinrichtung zerlegt ist.
In F i g. 6 ist der auf die Druckplatte abgesenkte Formoberteil 35 dargestellt, wobei die Falzblätter
geschlossen sind, die Falz-Anhebeeinrichtung jedoch auf die Formzurückziehstellung angehoben ist. Die so
Form befindet sich unter den durch den Formhalter 41 betätigten Falzblättern 24. Diese Falzblätter werden
später etwas weiter angehoben, und die Form selbst wird dann zurückgezogen und in ihre normale
Einlegstellung angehoben. Die Betätigungseinrichtung wird später als Ganzes beschrieben werden.
Die F i g. 7 und 8 zeigen vorder- bzw. rückseitige Ansichten der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei der Tisch sowie die vordere Schutzabdeckung fehlen, um die Hauptwelle und das Antriebsgeräte
besser erkennen zu lassen. Die Hauptwellen 100 ist an ihren beiden Enden in Lager 101
und 102 eingesetzt, die an einer Fundamentplatte 103 vorgesehen sind und dort mit Hilfe von Schrauben
104 und 105 gehalten werden. An der Welle 100 können praktisch alle Antriebs- und Betriebs- bzw.
Betätigungseinrichtungen befestigt werden, so daß die gesamte Arbeitsweise der erfindungsgemäßen
Vorrichtung von dieser einen Welle aus synchron gesteuert werden kann. Der Grundaufbau der Vorrichtung
besteht im wesentlichen aus zwei die beiden Seiten bildenden Rahmen-Konstruktionen 106 und
107, mit versteifenden, starr an ihnen befestigten Winkelgliedern 108,109,110 und 111, wodurch ein
starrer Rahmen gebildet wird, an dem die Fundamentplatte 103 angeordnet ist.
Die in Fi g . 15 dargestellte Antriebseinheit ist am hinteren Ende des Rahmens angebracht und
weist einen Elektromotor 112 mit einer als Einheit mit der Hauptwelle ausgebildeten elektrisch gesteuerten
Bremse auf. Der Motor treibt über eine Riemenscheibe 113, einen Riemen 115, eine weitere Riemenscheibe
114 und versetzt eine in Lagern 117 und 118 gelagerte Welle 116 in Drehbewegung. Auf der
Welle 116 ist eine Schnecke 120 zum Antrieb eines auf der Hauptwelle 100 fest aufgesetzten Schneckenrades
121 angeordnet. Eine die Lager 117 und 118 aufnehmende Lagerplatte 119 ist an lotrechten Stangen
123 und 124 an der Fundamentplatte 103 gleitfähig" angebracht. Die Riemenspannung wird
mit Hilfe von in der Auflage des Motors 112 vorgesehenen Schlitzen eingestellt, wobei der Motor auf
der zwischen den beiden Schweißkonstruktionen 106 und 107 und an diesen mit Schrauben befestigten
Motorträgerplatte 125 aufliegt. Ersichtlicherweise ist 6g das vordere Ende der Welle 116 teilweise ausgefräst,
so daß eine Handkurbel zum von Hand erfolgenden Drehen der Hauptwelle zwecks Einstellens und Einrichtens
der Maschine auf die Welle aufgesetzt werden kann.
An der Hauptwelle 100 sind eine Anzahl von Kurvenscheiben mit verschiedenen Formen und Größen
angebracht und verkeilt. In den F i g. 16 und 17 sind Stirnseitenansichten der Kurvenscheiben dargestellt,
weiche die Reihenfolge der Arbeitsvorgänge vermitteln, nämlich eine elektrische Steuerkurve 200
mit zwei Steuernocken 201 und 202 zur Betätigung des Heizzyklus-Zeitgeberschalters und zum Anhalten
der Vorrichtung zwecks Hervorbringung einer einzigen Umdrehung der Hauptwelle 100, sowie eine
Falz-Anhebkurvenscheibe 142 zur Steuerung und Betätigung der linken Falz-Anhebeinrichtung. Entsprechend
sind eine Formoberteil-Betätigungskurvenscheibe 204 zum Anheben und Senken des Formoberteils
aus der und in die Formstellung, eine Kurvenscheibe 170 für die Längs-Falzbewegung, an
deren linken Seite eine Kurve 171 für die Quer-Falzbewegung und an deren rechten Seite eine vordere
Kurve 169 für die Quer-Falzbewegung vorgesehen sowie eine rechte Falz-Anhebkurvenscheibe
143 zur Steuerung und Betätigung der rechten Falz-Anhebeinrichtung,
wobei die an dieser Kurvenscheibe vorgesehenen Nocken von der Stirnfläche der Kurve abstehen, um eine Anhebbewegung hervorzubringen.
An der Rückseite der Kurvenscheibe 143 ist ebenfalls eine Ablaufkurve vorgesehen, die
zur Betätigung der an der hinteren Welle 36 angebrachten Form-Betätigungskurve 65 dient.
An der Rückseite der Schwingbewegungskurvenscheibe 213 für den Förderarm sind eine Förderarm-Anhebkurve
206 und eine Vakuum-Ventil-Betätigungskurve 210 drehfest mit Hilfe von Schrauben
211 und 212 angeordnet. Ersichtlicherweise wird die Kurve 206 dazu benutzt, den Förderarm in angehobener
Stellung zu halten, bis er zum Aufnehmen des fertigen Überzugsmaterials vom. Druckpolster
benötigt wird, wobei der Arm gesenkt und gleich wieder angehoben wird. Dies wird durch eine an
einem Hubhebel 209 vorgesehene Rolle 207 erreicht, welche den genaniiten Hebel um einen
Schwenkpunkt 208 herum neigt und somit den Förderarm hebt. Anschließend wird unter dem Einfluß
der Vakuumventil-Betätigungskurve der Arm an Unterdruck gelegt, um den fertigen Einband dem
Hitze-Klebgerät zuzuführen. Durch die Anordnung dieser beiden Teile an der Kurve 213 und durch die
entsprechende Betätigung wird der Förderarm in die Anhebstellung und anschließend nach rechts in eine
Abgabestellung geschwenkt, in welcher der Einband freigegeben wird und auf das Hitze-Klebgerät fällt.
Gewünschtenfalls kann an der anderen Maschinenseite ein zweiter derartiger Teil zum Beschicken der
Maschine vorgesehen werden.
Gemäß Fig. 17 sind eine elektrische Steuerkurve 200, eine linke Falz-Anhebkurve 142, eine
Formoberteil-Betätigungskurve 204, eine Kurve 170 für die Längs-Falzbewegung, eine hintere Kurve 171
für die Quer-Falzbewegung und eine vordere Kurve 169 für Quer-Falzbewegung sowie eine rechte Falz-Anhebkurve
143 mit einer Steuernut 215 zur Betätigung der Form über die hintere Welle 36 und
eine Form-Betätigungskurve 65 vorgesehen. Außerdem ist noch eine Schwingbewegungskurve 213 -für
den Förderarm mit Vakuumventil-Betätigungskurve 210 und Förderarm-Anhebkurve 206, welches an der
in F i g. 17 sichtbaren Seite angeordnet und mit
Hilfe Schrauben 211 und 212 an der Kurve 213 befestigt
ist, in der Vorrichtung vorgesehen.
Sämtliche Kurven sind, mit Ausnahme der Kur-I ven 169 bzw. 171 für die Querbewegung, die an den
I beiden Stirnflächen der Kurve 170 für die Längs-I Falzbewegung angeordnet sind und sich dieser gej
genüber in Umfangrichtung drehen können, fest an j der Hauptwelle 100 angebracht.
j Im folgenden ist die Falzschienen-Anhebeinrich-I tung an Hand von Fig. 20 genauer beschrieben. ! Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden zwei ! Falzschienen verwendet, von denen sich je eine über 1 die Vorder- und eine über die Hinterseite der i Vorrichtung erstreckt und die beide gleichzeitig durch die Falzschienen-Anhebbewegungseinrichtung betätigt werden. Am . Vorrichtungsfundament sind zwei Falzschienen-Anhebwellen 126 und 127 angeordnet, die sich an der linken bzw. rechten Seite der Vorrichtung von deren Vorderseite bis zu deren Rückseite erstrecken. Mit diesen Wellen 126, 127 sind Hubhebel 128,129,130 und 131 verstiftet und werden durch diese betätigt. Die vorderen Hebel 128 und 129 sind mit nach unten abstehenden Betätigungsarmen 132 bzw. 133 verbunden, die an ihren freien Enden Schlitze 134 bzw. 133 aufweisen und außerdem mit Mitnehmern 136 bzw. 137 versehen sind, welche mit Hilfe von Einstell-Stiftschraubenl38 und 139 für den Mitnehmer 136 und Einstell-Stiftschrauben 140 und 141 für den Mitnehmer 137 in den Schlitzen 134 bzw. 135 einstellbar sind. Die Mitnehmer 136 und 137 laufen auf der linken und der rechten Falzgerät-Anhebkurve 142 bzw. 143, um eine schwingende Bewegung zum Anheben und Senken der Falzblätter-Anordnung gegenüber dem Druckpolster hervorzubringen. Die an den unteren Enden der Betätigungsarme 132 und 133 vorgesehenen Einstellmöglichkeiten dienen zum Ausrichten und Gleichschalten der Wirkungsweise der beiden Hebelsätze. Die tatsächliche auf die Falzschienen 32 übertragene Anhebgröße wird durch vier einstellbare Anheb-Anschläge 144, 145, 146 und 147 gesteuert, die an den unteren Flächen von vorderer und hinterer Falzschiene 32 unmittelbar über den mit ihnen in Berührung gelangenden Hubhebeln angeordnet sind. Beide Anhebkurven 142,143 sind mit der Hauptwelle 100 verkeilt und an dieser befestigt und werden somit von dieser synchron angetrieben.
j Im folgenden ist die Falzschienen-Anhebeinrich-I tung an Hand von Fig. 20 genauer beschrieben. ! Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden zwei ! Falzschienen verwendet, von denen sich je eine über 1 die Vorder- und eine über die Hinterseite der i Vorrichtung erstreckt und die beide gleichzeitig durch die Falzschienen-Anhebbewegungseinrichtung betätigt werden. Am . Vorrichtungsfundament sind zwei Falzschienen-Anhebwellen 126 und 127 angeordnet, die sich an der linken bzw. rechten Seite der Vorrichtung von deren Vorderseite bis zu deren Rückseite erstrecken. Mit diesen Wellen 126, 127 sind Hubhebel 128,129,130 und 131 verstiftet und werden durch diese betätigt. Die vorderen Hebel 128 und 129 sind mit nach unten abstehenden Betätigungsarmen 132 bzw. 133 verbunden, die an ihren freien Enden Schlitze 134 bzw. 133 aufweisen und außerdem mit Mitnehmern 136 bzw. 137 versehen sind, welche mit Hilfe von Einstell-Stiftschraubenl38 und 139 für den Mitnehmer 136 und Einstell-Stiftschrauben 140 und 141 für den Mitnehmer 137 in den Schlitzen 134 bzw. 135 einstellbar sind. Die Mitnehmer 136 und 137 laufen auf der linken und der rechten Falzgerät-Anhebkurve 142 bzw. 143, um eine schwingende Bewegung zum Anheben und Senken der Falzblätter-Anordnung gegenüber dem Druckpolster hervorzubringen. Die an den unteren Enden der Betätigungsarme 132 und 133 vorgesehenen Einstellmöglichkeiten dienen zum Ausrichten und Gleichschalten der Wirkungsweise der beiden Hebelsätze. Die tatsächliche auf die Falzschienen 32 übertragene Anhebgröße wird durch vier einstellbare Anheb-Anschläge 144, 145, 146 und 147 gesteuert, die an den unteren Flächen von vorderer und hinterer Falzschiene 32 unmittelbar über den mit ihnen in Berührung gelangenden Hubhebeln angeordnet sind. Beide Anhebkurven 142,143 sind mit der Hauptwelle 100 verkeilt und an dieser befestigt und werden somit von dieser synchron angetrieben.
Als nächstes wird unmehr die Falzschienen-Betätigungseinrichtung
für die Querbewegung im Zusammenhang mit F i g. 21 beschrieben. Diese Einrichtung
bewegt die vorderen und hinteren Falzschienen 32 einwärts auf die Maschinenmitte hin und hält
sie stets parallel zueinander, um die Falzblätter einwärts über das Druckpolster zu bewegen und das
Überzugsmaterial einwärts über das Futterstück zu falzen. Bei dieser Einrichtung sind zwei flache, rechtwinkelige
Schienen vorgesehen, die das Fundament durchsetzen, um die Betätigung der beiden FaIzschicnen
miteinander zu koppeln und diese dadurch zusammen betätigen zu lassen.
Die linken und rechten Falzgerät-Führungsschiencn
150,151 sind als rechtwinkelige, flache Leisten
unterhalb der Falzschienen 32 angeordnet und mit Hilfe von an den Unterseiten der Falzschienen befestigten
Gleitnutblöcken 152,153,154 und 155 an ihren vorderen Enden bewegbar, an ihren hinteren
Enden jedoch starr mit diesen Falzschienen verbunden. Diese Blöcke sind mit abwärts gerichteten Gabelstücken
156,157,158 und 159 versehen, welche die Betätigungseinrichtung bilden, um die beiden
Falzschienen vollkommen parallel zueinander hin und her zu bewegen. Die Einrichtung wird durch
drei zu einem Betätigungsglied zusammengefaßte Betätigungsarme 160,161 und 162 betätigt, welche an
der Unterseite des Fundaments in einer Betätigungsglied-Halterung
163 angebracht sein körinen. Die beiden Arme 160 und 161 sind an ihren äußeren
Flächen zur Aufnahme exzentrischer Bolzen 166 und 167 ausgebildet, die mit Hilfe von Schrauben
und Muttern gehalten werden und mit den Gabelstücken 156 und 157 verbunden sind, während sie
gleichzeitig eine Einstellung der betätigenden Teile ermöglichen, um die Parallelität zwischen vorderer
und hinterer Falzschiene 32 aufrechtzuerhalten. Der untere, abwärts gerichtete Betätigungsarm 162 weist
an seiner einen Seite einen Kurvenmitnehmer 168 auf, der von dem an der Kurve 169 für die Querbewegung
vorgesehenen Schlitz betätigt wird. Die hintere Falzschiene 32 wird durch eine ähnliche,
in Fig. 8 dargestellte Anordnung angetrieben und
durch die an der Kurve 170 für die Längs-Falzbewegung angeordnete Kurve 171 für Querbewegung betätigt.
Die am hinteren Ende vorgesehene Halterung ist um 180° verdreht angeordnet, um den an der
rechten Seite befindlichen Betätigungsarm zum Eingriff in.die Kurve 171 auszurichten.
Im folgenden sei nunmehr die Betätigungseinrichtung für die Längs-Falzbewegung an Hand von F i g.
22 erläutert. Diese Einrichtung vermag die Falzblätter einwärts und auswärts in Richtung der Vorrichtungsmitte
und von dieser hinweg bewegen, um das Überzugsmaterial über das Futterstück zu falzen.
Wie bei der anderen Bewegungseinrichtung sind auch hier zwei in im Grundrahmen 103 vorgesehenen Lagern
angeordnete Wellen vorgesehen, um die Wirkungsweisen an Vorder- und Rückseite aufeinander
abzustimmen und aneinander anzupassen. Die Wellen 178 und 179 sind jeweils an ihren beiden Enden
mit daran drehfest verstifteten, gegabelten Betätigungshebeln 172,173,174 und 175 versehen, die
von einem vom Gabel-Betätigungshebel 172 nach unten abstehenden Arm 176 betätigt werden, welcher
einen einwärts gerichteten Kurvenmitr.ehmer 177 zum Eingreifen in eine im Umfang der Kurve 170 für
endweise Falzbewegung vorgesehene Umfangs-Steuernut aufweist. Diese Steuernut überträgt eine schwingende
Bewegung auf den Gabel-Betätigungshebel 172, der seinerseits diese Schwingbewegung auf einen
im Gabelabschnitt des Hebels angeordneten Bewegungs-Übertragungsblock
180 überträgt. Diese Anordnung ermöglicht die Aufwärts- und Abwärts-Falzbewegung
in bezug auf diese Betätigungshebel sowie die durch die Hebel ausgeführte einwärts und
auswärts gerichtete .Falzbewegung. In in den Oberseiten
von vorderer und hinterer Falzschiene 32 vorgesehenen Schlitzen sind die Betätigungsglieder
30 für Längsbewegung angeordnet, die mit den in den Gabelstücken der Hebel 172 bis 175 angebrachten
Blöcken 180 verstiftet sind und die Längs-Falzbewegung dadurch gewährleisten, daß sie in den
Schlitzen hin- und herbewegt werden und die an ihnen befestigten Falz-Bewegungsblöcke 29 in Bewegung
versetzen. Die Übertragung der Bewegungen wird dadurch sichergestellt, daß die unteren äußeren
Enden der gegabelten Betätigungshebel 172 bis 175
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mittels Bügel 182 und 183 miteinander gekoppelt sind, die ihrerseits durch eine an einer nachgiebig
befestigten Platte 184 angeschweißte Verbindungsstange miteinander gekoppelt sind. Die Platte 184
(Fig. 7 und 8) ist mit Hilfe von scharnierartigen, nur eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Verbindungsstange
in einer einzigen lotrechten Ebene gestattenden Universal-Befestigungseinrichtungen
185 und 186 an der Seitenplatte 107 der Vorrichtung nachgiebig befestigt. Ersichtlicherweise ermöglicht
und gewährleistet diese Anordnung die Übertragung einer gleichmäßigen Bewegungsgröße, wodurch
die Betätigung der Glieder 30 in den FaIzschicnen 32 jederzeit gleich groß ist. Wie aus F i g.
22 ersichtlich ist, können die Enden der Universal-Stangen an den äußersten Enden der Bügel 182 und
183 zwecks Gewährleistung gleichmäßiger Länge und Verlagerung der Glieder 30 verstellt werden.
Darüber hinaus ermöglicht die Verschiebung des Falz-Bewegungsblocks gegenüber dem Glied 30 und
seine Befestigung daran mit Hilfe der Stiftschrauben 31 eine zusätzliche Einstellbarkeit.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß die an der linken Stirnseite der Kurve 170 für
die Längs-Falzbewegung angebrachte hintere Kurve 171 für die Querbewegung sowie die gemäß F i g. 7
an der rechten Seite dieser Kurve angebrachte vordere Kurve 169 für eine Querbewegung in radialer
Richtung einstellbar an der Kurve 170 befestigt sind, um die Arbeitsreihenfolge der Falzblätter 24 abändern
zu können. In Fig. 23 ist die in den Lagern
101 und 102 gelagerte Hauptwelle 100 mit der Kurve 170 dargestellt, weiche zwei Naben zur Zentrierung
und Befestigung der Querbewegungskurven aufweist. Die Quer-Falzbewegungskurven 169 und
171 sind mit einem Schlitz zu ihrer in Umfangsrichtung erfolgenden Einstellung und ihrer Befestigung
mit Schrauben 189 und der Mutter 190 versehen und weisen drei Aufnahmebohrungen für eine
mit einer Mutter 188 zusammenwirkende Schraube 187 auf, mit deren Hilfe sie auf beiden Stirnseiten
der Kurve 170 angeordnet und somit die Arbeitsreihenfolge der Falzblätter geändert werden können.
Im Blockdiagramm gemäß Fig. 23 A sind die verschiedenen
Arbeitsreihenfolgen schematisch dargestellt, die durch Verstellung der Querbewegungskurven
in Radialrichtung gegenüber der Längsbewegungskurve zwecks Hervorbringung dieser Bewegungen
erreicht werden können. Gemäß _den Diagrammen in F i g. 23 A ergeben sich folgende Zusammenhänge:
Links: Die vordere und hintere Querbewegungskurve 169 bzw. 171 bewegen die Falzblätter 24 zuerst
in Querrichtung (1) einwärts auf das Druckpolster zu, woraufhin die Längsbewegungskiirve die
Falzblätter 24 in Längsrichtung einwärts (2) gegen das Druckpolster bewegt, um das Falzen des Überzugsmaterials
in Einwärtsrichtung über das Futterstück und die Form zu vervollständigen.
Mitte: Die Falz-Längsbewegungskurye 170 bewegt
die Falzblätter 24 zuerst in Längsrichtung einwärts (1) gegen das Druckpolster, und ,anschließend bewegen die vordere und hintere Querbewegungskurve
169 bzw. 171 die Falzblätter 24 in Querrichtung einwärts
(2) auf das Druckpolster zu, um das Einwärtsfalzen des Überzugsmaterials über, das Futterstück
und die Form zu vervollständigen.
■Rechts: Die Längsbewegungskurve i70 sowie die vordere und hintere Querbewegungskurve 169 bzw. 171 bewegen die Falzblätter 24 gleichzeitig einwärts, um, wie dargestellt, eine im Winkel von 45° gegenüber dem Druckpolster auf dieses verlaufende Bewegung hervorzubringen und das Einwärtsfalzen des Überzugsmaterials in einem Arbeitsgang durchzuführen.
■Rechts: Die Längsbewegungskurve i70 sowie die vordere und hintere Querbewegungskurve 169 bzw. 171 bewegen die Falzblätter 24 gleichzeitig einwärts, um, wie dargestellt, eine im Winkel von 45° gegenüber dem Druckpolster auf dieses verlaufende Bewegung hervorzubringen und das Einwärtsfalzen des Überzugsmaterials in einem Arbeitsgang durchzuführen.
Die vorstehend beschriebenen, unter »Links« und »Mitte« angeführten Bewegungen werden in Verbindung
mit den Falzblättern 24 A und 24 B gemäß F i g. 3 A angewandt, um Einbände mit rechtwinkeligen
Ecken herzustellen. Die Formungsreihenfolge kann abgeändert werden, um das Überzugsmaterial
je nach Wunsch in einer der beiden Richtungen über das Futterstück zu formen.
Die unter »Rechts« beschriebene Bewegung wird in Verbindung mit den Falz'blättern 24 C und 24 D
für abgerundete Ecken gemäß F i g. 3 B nur zur Herstellung von Einbänden mit abgerundeten Ecken angewandt,
wobei durch die Steuerung des Überzugsmaterials an den Ecken sehr glatte Ecken hervorgebracht
werden. Dieser Vorgang wird später im Zusammenhang mit einer anderen Figur genauer beschrieben
werden. Es ist jedoch zu beachten, daß beim Formen abgerundeter Ecken das Druckpolster
und die Kontur der Form einander angepaßt sein und daher gleichmäßig zusammenwirken müssen,
um flache Ecken mit gleichmäßig verteiltem Überschußmaterial zu gewährleisten.
Die Formoberteil-Anheb- und -Absenkeinrichtung
ist in F i g. 18 sowie in den F i g. 7 und 8 dargestellt und sei nunmehr an Hand dieser Figuren
näher erläutert. Die an der Hauptwelle 100 angebrachte und mit dieser verkeilte Formoberteil-Betätigungskurve
204 dient zur Betätigung dieses Teils des Geräts, während die Rückseite der Kurve zusätzlich
als Gleitführung für die gesamte Betätigungseinrichtung dient. Der Formoberteil-Betätigungsbügel
215 weist einen länglichen Führungsschlitz 216 zur Gleitberührung mit den flachen Seiten des drehbar
an der Welle 100 angebrachten Lagers 217 für den Formoberteil-Betätigungsbügel auf. Am oberen
Ende des Betätigungsbügels 215 sind mit Hilfe von zwei Schrauben 227 und 228 zwei Formoberteil-Betätigungsgelenke
218 und 219 befestigt, die nahe ihrem oberen Ende mit Hilfe einer Abstandhülse 226
im Abstand zueinander angeordnet sind, weiche ihrerseits durch einein das Gelenk 219 eingeschraubte
Stiftschraube 225 festgehalten wird. Die beiden Gelenke 218 und 219 sind an ihren äußersten oberen !
Enden mit einem Formoberteil-Gelenkführungtarm 220 verbunden, der lose an der hinteren Welle 36
angebracht ist und an einer Seite durch das Bügcl-Iager38
des Formoberteils und an der anderen Seite j durch eine Hülse 235 gehalten wird, wodurch dieser
Teil auf der hinteren Welle 36 gegenüber dem Form- j oberteil-Betätigungsarrn 58 geführt und gehalten
wird. Ein Schubbolzen 221 für die Formoberteil-IJetätigung
sowie dessen Lagerhülse 222 durchsetzen die Enden der beiden Gelenke 218 und 219 sowie ',
den Gelenkführungsann 220 und ist durch einen j Splint 224 gesichert. Der Bolzen 221 dient zum
Anheben und Senken des Formoberteils, indem er in den im Ende des Formobertcil-Betätigungsarms 58
vorgesehenen gefrästen Schlitz eingreift. Die in den beiden Bügelarmen 38 und 39 des Formoberteilrahmens
vorgesehenen Lager sind zur Aufnahme der hinteren Welle 36 mit Bohrungen sowie mit Mit-
19 20
teln zur Befestigung der Bügelarme 38 und 39 an Hülse 62 angeordneten länglichen Schlitz 68 aufder
Welle 36 versehen, um den Bügel als Einheit weisenden Form-Betätigungsbügel 67 in eine geradbetätigen zu können. Das untere Ende des Form- linige Bewegung umzuändern. Der Bügel 67 trägt
oberteil-Betätigungsbügels ist mit einer mit Hilfe außerdem den einstellbar in einem darin vorgesehevon
Stiftschrauben 231 am Bügel befestigten Kurven- 5. nen Schlitz befestigten Kurvenmitnehmer 69 für die
mitnehmer-Halterung 230 für die Formoberteil-Be- Formbetätigung, welcher in die Nut 66 der Kurve 65
tätigung versehen. Die Halterung 230 weist einen eingepaßt ist und von dieser betätigt wird. Der
durch eine Mutter 233 in einem in ihr vorgesehenen Form-Betätigungsbügel 67 weist in seiner RückSchlitz
gehaltenen Kurvenmitnehmer 232 auf, wel- seite noch einen weiteren Schlitz 250 zur Aufnahme
eher mit Hilfe einer Einstellschraube 234 einstellbar io eines Verbindungsglieds.251 auf, welches mit Hilfe
in dieser Halterung angebracht ist. Die Hülse 205 einer Stiftschraube 256 und einer Büchse 257 in
befindet sich an der gegenüberliegenden Seite der diesem Schlitz befestigt ist. Das Verbindungsglied
Bügelanordnung und ist an der Welle 100 ange- 251 weist einen bogenförmigen Schlitz 252 auf, der
bracht, um auf diese Weise zusammen mit der Kurve als Einstell- und Ausrichtmittel zur Übertragung
204 die Halterungseinrichtung für die Anordnung zu 15 der geradlinigen-Bewegung auf die im Formoberteil
bilden. Im Betrieb greift der in die Halterung 230 angeordnete'Ausdehn- und Zurückzieh-Einrichtung
eingesetzte und in dieser mit Hilfe der Schraube 234 der Form dient, was über die mit Hilfe einer Schraueinstellbare
Kurvenmitnehmer 232, wobei die gesam- be 253, Abstandsbüchsen 254 und 255 und einer
te Anordnung mittels Schrauben 231 am Betätigungs- am anderen Ende angeordneten Mutter im Schlitz
bügel 215 angebracht ist, die Kurve 204 ab und 20 252 befestigten Gelenke 258 und 259 erfolgt,
verursacht eine Bewegung des Bügels im Schlitz 216, Die weitere Beschreibung erfolgt nunmehr unter
wodurch die Bewegung über die Gelenke 218 und Bezugnahme auf die F i g. 11 und 12. Fj g. 11 stellt
219 sowie den Führungsarm 220 und den Bolzen 221 eine Aufsicht auf die Form-Betätigungseinrichtung
auf den Formoberteil-Betätigungsarm 58 übertragen dar, wobei die Grundplatte der Formoberteil-Betäwird,
um den Formoberteil in zeitgesteuertem Ver- 25 tigungseinrichtung entfernt ist. F i g. 12 stellt einen
hältnis zur Drehbewegung der Welle auf und ab zu Querschnitt längs der Linie 12-12 in Fig. 11 dar,
bewegen. Die zeitliche Reihenfolge dieser Einrich- . wobei die Grundplatte entfernt ist. Die beiden Formtung
in bezug auf die anderen Einrichtungen geht Betätigungsgelenke 258 und 259 der Form-Betätiaus
den Kurvendiagrammen hervor. Die Welle 36 gungseinrichtung sind an ihren Enden mit der Arist
außerdem mit einem an ihr befestigten Anschlag 30 beits-Gleiteinrichtung verbunden, weiche aus zwei
236 (F i g. 8) versehen, der so angeordnet ist, daß er an jeder Seite einer Führungsschiene 262 angeorddie
Drehbewegung der Welle 36 anhält, wenn der · neten Schienen 260 und 261 besteht, die ihrerseits
Formoberteil in eihe unmittelbar vor der lotrechten am hinteren Ende durch ein Querglied 263 und am ■
Lage liegenden Stellung angehoben ist, d. h., wenn vorderen Ende durch ein Querglied 264 miteinander
das Formoberteil-Betätigungsgelenk Abstand vom 35 verbunden sind. Das Querglied 264 weist eine Mittel-Tisch
oder zum Werkstück haben soll, was durch bohrung zur Aufnahme der Einstellschraube 70
Berührung des Anschlagarms 237 mit der am Rah- auf, die mit einem Kragen versehen ist und mit
men angeschweißten Platte erreicht wird. Hilfe einer Sicherungsmutter 266 im Querglied be-Die
Form-Betätigungseinrichtung zum Ausdehnen festigt ist. Diese Einstellschraube wird in einem
und Zurückziehen der Form ist ebenfalls in den ^o Einstellblock 267 eingeschraubt und bewegt somit
Fig. 7, 8 und 19 dargestellt, während die Form beim Verdrehen über die Verbindungsglieder268
selbst sowie ihre Betätigungseinrichtung aus den und 269 und die Betätigungshebel 274 und 275 zwecks
Fig. 11, 12, 13 und 14 ersichtlich sind. Bei der Be- Einstellung der Form-Betätigungsschuhe 270, 271,
Schreibung dieser Einrichtung wird auf die-F ig. 7,- 272 und 273 den Block vor und zurück. Die Hebel
8 und 19 Bezug genommen. Der Form-Betätigungs- 45 274 und 275 sind derart ausgebildet, daß sie gleicharm
243 weist einen durch eine Schraube 245 ge- große Bewegungen aller Form-Betätigungsschuhe
haltenen Kurvenmitnehmer 244 auf, der so angeord- hervorbringen. Die Schuhe 270 bis 273 gleiten in in
net ist, daß er die in der Rückseite der rechten Falz- den Grundplatten 280 und 281 der Betätigungsein-Anhebkurve
143 vorgesehene Steuernut 215 abgreift richtung vorgesehenen diagonalen Führungsnuten
und dabei eine geradlinige Hin- und Herbewegung 50 276,277,278 und 279 und richten somit den Formauf
das Form-Betätigungsgelenk 59 überträgt. Das träger aus bzw. ändern gleichzeitig die Stellung der
Ende des Betätigungsarms 243 ist in einem Bügel daran befestigten Formsegmente, wodurch die tat-241
einer Halterung 240 befestigt, die ihrerseits " sächliche Formgröße verstellt werden kann. Diese
mit Hilfe von Schrauben 242 am Fundament 103 Einstellung bewirkt eine Größenordnung der Form
befestigt ist, so daß sich der Arm um diesen Punkt 55 und beeinflußt jedoch in keiner Weise die durch die
herum zu verschwenken vermag. Das Form-Betäti- Gelenke 258 und 259 zur Betätigung der Einrichgungsgelenk
59 ist zur Übertragung einer geradlini- tung übertragenen Bewegungsgrößen,
gen Hin-, und Herbewegung auf den Form-Betäti- Fig. 13 ist eine Aufsicht auf die Unterseite der
gungsbügel 60 ausgebildet, welcher drehbar an der Form-Betätigungseinrichtung, wobei die Formblät-Welle
36 angebracht ist und durch den Arm 61 be- 60 ter, der Formdeckel, die Vakuumgeräte und die
tätigt wird. Der Bügel 60 weist eine in sein äußeres Form-Betätigungseinrichtung entfernt sind, während
Eiide eingepaßte Hülse 62 auf,.um auf diese Weise Fig. 14 einen Querschnitt längs der Linie 11-14
die geradlinige Bewegung des Gelenks 59 in eine in F i g. 13 in leicht vergrößertem Maßstab darstellt.
Drehbewegung der Hülse 62* umzuwandeln. Die die In Fig. 14 ist die Form in ausgedehnter Lage einge-Steuernut66
enthaltende Betätigungskurve 65 ist an 65 zeichnet. Gemäß Fig. 13 und 14 weisen die beiden
der Hülse 62' befestigt und dreht sich zusammen mit Grundplatten 280 und 281 der Form-Betätii'.iinisdieser,
um die Drehbewegung der Hülse und der einrichtung die diagonalen Fühiiiiigsnuten 276 bis
Kurve wiederum über den einen gleitfähig über der 279 mit den darin angeoidiietcn Form-Betätigiings-
schuhen 270 bis 273 zur Betätigung der an diesen befestigten Form-Trägerplatten 282, 283, 284 und
285 auf. Die Trägcrplatten 282 bis 285 sind zwecks Gewährleistung einer parallelen Arbeitsbewegung
der daran befestigten Formsegmente mit in ihren Rückseiten vorgesehenen Nuten 286, 287, 288 und
289 zur Aufnahme von Führungsschienen 290 und 291 versehen und sind so ausgebildet, daß sie sich bei
einer Betätigung der Formen durch die darüberliegenden Schuhe gleitend hin und her zu bewegen vermögen.
Die Form-Segmente 40 sind an den Trägerplatten 282 bis 285 mit Hilfe von in die markierten ·
Schlitze eingesetzten Formhaltern 41 angeordnet und werden mit Hilfe der Formhalter-Klemmprofilstücke
72 und der Stiftschrauben 71 daran gehalten und bilden auf diese Weise ein Mittel zur längsweisen
Formeinstellung. Die Form-Segmente 40 sind an den Formhaltern befestigt, um mit der Formoberfläche
bündig abzuschließen, an ihren Außenkanten abgeschrägt und, ähnlich wie die Falzblätter, an den
Stellen, an denen sie sich beim Zurückziehen überlappen, auf halbe Stärke abgefräst. Ersichtlicherweise
sind die Grundplatten 280 und 281 der Formoberteil-Betätigungseinrichtung ihrerseits mit Stiftschrauben
292 und Abstandsbüchsen 293 an einer Befestigungsplatte 294 für die Grundplatten angebracht,
um einen Zwischenraum für die Ausrüstung gemäß Fig. 11 und 12 zu gewährleisten. Die Grundplatten-Befestigungsplatte
ist ihrerseits mit zwei aufrecht stehenden, zylindrischen Wellenabschnitten 295 versehen, welche aufwärts in zwei am Formoberteil
35 vorgesehenen lotrechten Naben gleiten und in diesen entsprechend ausgerichtet und mittels Stellschrauben
296 darin verriegelt sind, um beim Absenken der Form auf das Druckpolster eine einwandfreie
Ausrichtung und Einstellung der Form sicherzustellen.
In Fig. 9 ist eine Ansicht der rechten Seite der Vorrichtung dargestellt, wobei der Einlegtisch und
die beiden daran angebrachten, von Hand zu betätigenden Schalter 335, 336 eingezeichnet sind. Die
Führungsschiene 316 ist mittels Abstandstücken und Stiftschrauben 317 und 318 an der Seitenplatte 107
angebracht. Die Kurve 210 betätigt einen Hebel 321 und hierdurch das Ventil 320 zur Unterdruckregelung
am Förderarm. Eine Einstellung der Ventilbe-■ tätigung wird durch eine am Hebel 321 vorgesehene
Schraube 322 ermöglicht, welche am Hebel arretiert wird. Das Ventil ist über einen Schlauch 323 an eine
Unterdruckquelle angeschlossen, während das Ventil über eine Rohrleitung 324 mit dem Förderarmrohr
311 verbunden ist. Die Schwenkbewegung des Förderarms wird durch einen in der Stirnseite der For- "
derarm-Schwenkbetätigungskurve 213 vorgesehenen Schlitz bewirkt, wobei diese Kurve an der Hauptwelle
100 angebracht ist und von ihr bewegt wird. Ein in der Kurve vorgesehener Schlitz verschwenkt
über einen Kurvenmitnehmer. 302 einen Hebel 300 entgegen der Zugspannung einer Feder 319 um einen
Schwenkpunkt 301 herum, wodurch über ein Gelenk 303 eine geradlinige Bewegung auf den an einer
Schwenkwellc 325 angebrachten Schwenkwellen-Betätigungsarm 304 übertragen wird. Hierdurch wird
der Arm verschwenkt, der ein mit zwei Saugnäpfen 313 versehenes Aufnahmerohr 312 trägt. Die auf
diese Weise auf die an der Seitenplatte 107 in der Halterung 306 angeordnete und mit Hilfe von Stiftschraubcn
307 daran befestigte Schwenkwellc 325 übertragene kombinierte Bewegung setzt sich aus
einer durch den Hubhebel 209 über eine an der Schwenkwelle 325 befestigte Manschette 308 übertragene lotrechte Hubbewegung und einer über die
vorher beschriebenen Verbindungen" durch die Schwenkkurve 213 erteilten Schwenkbewegung zusammen.
Folglich bewegt sich zunächst der Förderarm in die Einlegstellung über das Druckpolster und
wird dann auf das Überzugsmaterial abgesenkt, wobei das Unterdruckventil betätigt und das Überzugsmaterial aufgenommen wird. Im Anschluß daran
wird der Arm mit dem von ihm getragenen Uberzugsmaterial angehoben und nach rechts in die Abgabestellung
geschwenkt, wobei das Unterdruckventil wiederum betätigt wird und den Unterdruck unterbricht,
so daß das Überzugsmaterial auf das Klebgerät fällt. Die mit Hilfe eines Winkelstücks 315 und
entsprechender Stiftschrauben und Schrauben an der Abdeckung 33 befestigte Halterung 314 ist lediglich
vorgesehen, um eine Führung und Auflageeinrichtung für die Förderung zu bilden.
Das Gehäuse 344 (F i g. 10) nimmt die elektrische Steuerung mit Ausnahme der hand- und fußbetätigten
Sicherheitsschalter und der beiden Mikroschalter auf. Die erfindungsgemäße Vorrichtung liegt vorzugsweise
über ein vierpoliges Relais 341 (Fig. 24) bei Ll, L 2 und L 3 an Spannung. Dieses Vierpol-Relais,
dessen einer Pol für den Steuerkreis verwendet wird, stellt das Hauptsteuer-Relais dar.
An der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind ferner ein Hauptschalter 348 sowie die Arbeitsweise des
Motors 112 steuernde Thermo-Schutzschalter 342 und 343 vorgesehen. Ein normalerweise geschlossener
Mikroschalter 330 wird durch die Nocken bzw. Ansätze 201 und 202 der Kurve 200 (F i g. 10) betätigt
und schließt den das in Reihe mit dem Fußschalter 337 liegende Relais 341 an Spannung legenden
Kreis, wodurch ein Parallelkreis für die Motorsteuerung gebildet wird. Die Ansätze 201 bzw. 202
der Kurve 200 betätigen zwei Mikroschalter gleichzeitig, d.h. der Ansatz 201 öffnet den Schalter 330
zur Betriebsunterbrechung der Vorrichtung, während der Ansatz 202 einen normalerweise geöffneten
Schalter 331 betätigt, um ein Zeitgeberrelais 340 zu schließen und anzustoßen, welches für eine bestimmte
Zeitspanne (1 bis 15 see) abläuft und dann einen Kontaktsatz schließt, um den Motor über das Relais
341 wieder anzulassen, wobei der Mikroschalter 330 seine Kontakte schließt und den Haltekreis für das
Relais 341 herstellt. Durch Betätigung des Mikroschalters 330 über den Ansatz 202 wird der Motor
zum Stillstand gebracht (F i g. 10). Die Steuerkreise für das Heiz- bzw. Klebgerät werden über die Leitungen
L1 und L 3 gespeist und verlaufen über einen
Sicherungskasten 344 zu einem thermostatisch geregelten Heizschalter 345 mit veränderbarer Einstellung,
welcher durch den Thermostat 346 geregelt wird, um die Heizgeräte 347 an Spannung zu legen
und zu regulieren. . ■
In Fig. 25 ist die Klebeinrichtung zum vollständigen Verkleben der Futterstücke mit dem Überzugsmaterial
dargestellt. Erfindungsgemäß werden zunächst nur die gefalzten Kanten des. Überzugsmaterials gefalzt und geklebt und anschließend das
Überzugsmatcrial zwecks vollständigen Verklebens der Futterstücke mit den Einbänden einem Heizgerät
zugeführt. Durch eine derartige Ausbildung ist es möglich, die Abstützung der Form wegzulassen
und die zum Verkleben und Pressen des ganzen Werkstücks erforderliche Zeit zu reduzieren sowie
zusätzlich die Betätigung der Falzblätter zu vereinfachen. Die teilweise fertigen Einbände werden gemäß
F i g. 9 vom Förderarm 311 aufgenommen und an das Heizgerät weitergeleitet. Der Einband 350
wird auf den vorstehenden Aufnahmeabschnitt des endlosen Bands 352 aufgelegt und läuft in den Bereich
zwischen diesem Band und dem darüber befindlichen endlosen Band 351 hinein, wo er von den
beiden Bändern zwischen die beiden thermostatisch geregelten Heizgeräte 353 und 354 verbracht wird,
welche derart angeordnet sind, daß sie ein weiteres Pressen und Erhitzen an dem durch das Gerät hindurchgeleiteten
Überzugsmaterial bewirken. Am hinteren Ende des Geräts wird das Uberzugsmaterial
von mit Weichgummi belegten Rollen 355 und 356 erfaßt, welche einen Druck auf die Gesamtfläche des
Uberzugsmaterials ausüben und dadurch ein vollständiges Verkleben und einen Einband ohne Falten
gewährleisten.
Das obere Band 351 läuft an seinem Austrittsende über eine Antriebsrolle 425 und an seinem Eintrittsende über eine Zwischenrolle 426, während das untere
Band an seinem Austrittsende um eine Antriebsrolle 427 gelegt ist und an seinem Eintrittsende
um eine Zwischenrolle 428 herum läuft. Beide Antriebsrollen sind drehbar in von Seitenplatten 429
und 430, die Bestandteile des ganzen Rahmens 431 darstellen, getragenen Lagern eingesetzt. Die Zwischenrollen
426 und 428 sind gleichermaßen drehbar in Lagern befestigt, die von mit Schlitzen versehenen
Schrauben-Spann- und Ausrichtplatten 432 und 433 getragen werden, welche ihrerseits einstellbar an
ebenfalls Bestandteile des Rahmens 431 bildenden Seitenplatten 434 und 435 befestigt sind.
Die Druckrollen 355 und 356 sind in die Seitenplatten 429 und 430 des Rahmens eingesetzt und
können mit Hilfe von Einstellschrauben 357 und 358 gegeneinander verstellt werden, so daß der auf die
aus den Bändern austretenden Einbände ausgeübte Druck geändert werden kann.
Die Antriebsrollen 425 und 427 werden von herkömmlichen Einrichtungen mit einstellbarer Geschwindigkeit
kontinuierlich angetrieben und bewegen somit die Bänder mit einer bestimmten Geschwindigkeit.
Die Druckrollen 355 und 356 werden ebenfalls von dieser Antriebseinrichtung, jedoch mit
etwas höherer Umfangsgeschwindigkeit als die Bänder, angetrieben, um die austretenden Einbände
zwecks Vermeidung von Wölbungen unter einer leichten Spannung zwischen den Bändern herauszuziehen.
Ersichtlicherweise ist das obere Heizgerät 353 über dem Untertrum des oberen Bandes 351 angeordnet,
während das untere Heizgerät 354 unterhalb des Obertrums des unteren Bandes liegt. Die beiden
Heizgeräte werden im Gerüst durch Halterungen 436 und 437 gehaltert. Das untere Heizgerät 354 ist
lagenfest angeordnet, um die darüber liegenden Teile abzustützen, während das obere Heizgerät 353 beispielsweise
mit Hilfe von Federkolben 438 und 439 nachgiebig an den abstützenden Halterungen angebracht
ist, so daß es sich zwecks Anpassung an Einbände verschiedener Dicke anheben und senken
kann.
In F i g. 26 ist das Zeitprogramm für die an der Hauptwelle und der hinleren Welle angebrachten
Kurven dargestellt. In Zeile 1 ist die auf die Form-Betätigungskurve 65 an der Welle 36 durch die an
der Rückseite der Kurve 143 vorgesehene Steuernut 215 ausgeübte Wirkung eingezeichnet. Diese Bewegung
wird durch die auf der hinteren Welle 36 sitzende Hülse 62 auf die Betätigungskurve 65 übertragen,
deren Wirkung in Zeile 2 aufgeführt ist. Dabei sind die tatsächlichen Stellungen der Form dargestellt,
um bei der Betrachtung der ganzen Bewegungsreihe aufzuzeigen, wie diese Bewegungen aufeinander
abgestimmt sind und gesteuert werden. In Zeile 3 sind die Arbeitsvorgänge der Formoberteil-Anhebkurve
204 angegeben, wobei wiederum die durch diese Kurve durchgeführten Vorgänge eingezeichnet
und erläutert sind. In Zeile 4 sind die durch die linke und rechte Falz-Anhebkurve 142 bzw. 143
auf die Falzblätter übertragenen Bewegungen mit den beim Heben und Senken der Falzeinrichtung
durch diese Kurven herbeigeführten Arbeitsvorgängen dargestellt. Zeile 5 veranschaulicht die Wirkungsweise
der Falzblätter-Bewegungskurven 169, 171 und 170.
Bei diesem Kurvensatz ist jedoch zu beachten, daß die Kurven 169 und 171 an der Kurve 170 anas
gebracht und gemäß F i g, 23 an dieser in Umfangsrichtung bewegbar sind, um die Arbeitsreihenfolge
der Falzblätter abändern zu können. In Zeile 6 ist schließlich die Arbeitsweise der elektrischen Zeitgeberkurve
200 mit ihren Ansätzen 201 und 202 zur Betätigung der Antriebs- und Hitze-Klebeinrichtung
dargestellt.
Fig. 27 zeigt die Arbeitsfolge der erfindungsgemäßen
Vorrichtung. Ersichtlicherweise wird die Überzugsmaterial-Fördereinrichtung im Bereich der letzten
50° der Drehung der Hauptwelle wirksam, d. h. das Überzugsmaterial wird unmittelbar nach dem
öffnen der Falzblätter aufgenommen und zur Vervollständigung
der Verklebung zum Klebgerät verbracht, wie dies in F i g. 27 dargestellt ist.
An Hand dieser Diagramme läßt sich genau bestimmen, welche Vorgänge beim Betrieb der verschiedenen
Einrichtungen und bei der Ausrichtung der verschiedenen Glieder durchgeführt werden, um
nach einer vollen Umdrehung der Hauptwelle einen fertiggestellten Einband zu liefern. Die Diagramme
sind mit einer Winkelverlagerung von 0—360° abgewickelt.
■ . ■ .
Bei der Formung abgerundeter Ecken müssen verschiedene
Einrichtungen zur Regulierung des über die Form geformten Überzugsmaterials vorgesehen
werden. Die F i g. 38, 38 A, 39, 40, 41 und 42 veranschaulichen die entsprechenden Teile zur Herstellung runder und flacher Ecken.
F i g. 38 stellt einen Querschnitt durch die Material-Reguliervorrichtung
dar. Die aus den Segmenten 40 bestehende Form ist mit an ihrer Oberseite
angeordnetem Futterstück 400 eingezeichnet, wobei das Überzugsmaterial 401 teilweise. unter die
Material-Regulierplatte 405 gefalzt ist, welche lose an einer Stiftschraube 407 gehaltert ist, auf einer Mutter
408 aufliegt und sich um diesen Punkt herum verschwenkt. Die durch eine dünne Mutter 412 arretierte
Stiftschraube 406 dient zur Federbelastung der Platte 405, während die beiden Muttern 410 und 411
zur Einstellung des Drucks einer Feder 409 verwendet werden. In ihrer normalen Ruhestellung muß die
Platte 405 abwärts gegen das Falzblatt 24 geneigt sein und wird aufwärts gedrängt, wenn sich das FaIz-
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blatt einwärts und darunter bewegt, um das Überzugsmaterial 401 über das Futterstück 400 und die
Form von den Außenkanten in Richtung Mitte zu falzen und dabei das Material gleichmäßig über den
.90"-Bogen der Ecke zu verteilen.
Gemäß F i g. 38 A ist das Überzugsmaterial 401 über das Futterstück 400 und die Form bzw. deren
Segmente 40 gefalzt und bildet auf diese Weise eine vollkommen glatte und flache Ecke.
F i g. 39 stellt eine Aufsicht auf die Material-Reguliervorrichtung
dar, wobei die Linie 415 andeutet, wie das Überzugsmaterial 401 einwärts verformt ist,
und zwar zuerst an beiden Seiten der Platte 405 und anschließend gleichmäßig verteilt über den 90°-Bogen
der Ecke, wodurch sich bei der durch den Pfeil 411 angedeuteten Einwärtsbewegung der Falzblätter
24 im Winkel von 45° gleichmäßige, feste Falten ergeben. Das Material befindet sich sowohl an der
Oberseite als auch an der Unterseite der Falzblätter 24 unter Spannung und wird auf diese Weise in
einem 45°-Winkel einwärts gefalzt, um eine abgerundete Ecke gemäß F i g. 41 herzustellen. In Fig. 42
ist ein Einband dargestellt, wie er ohne Verwendung der Material-Reguliervorrichtung hergestellt werden
würde. .
F i g. 40 zeigt eine perspektivische Ansicht der Reguliervorrichtung,
aus der die Lage dieser Vorrichtung in bezug auf die Ecken der Form ersichtlich ist.
Die zur Herstellung von biegsamen Bucheinbänden verwendeten Futterstücke können aus einem
Stück bzw. einer Anordnung einer Anzahl von Stükken oder aus zwei getrennten, an der Oberseite der
Form festgehaltenen Stücken bestehen, wobei im letzteren Fall eine zusätzliche Schablone verwendet
werden muß, um die Futterstücke einwandfrei an der Vorderseite der Form auszurichten.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Vorrichtung zum Herstellen von Bucheinbänden aus in einem Überzugsmaterial durch Kleben befestigten Futterstücken, mit einem den Einband tragenden Druckpolster, einem um das Druckpolster verlaufenden Rahmen, einer das Futterstück tragenden Anpreßplatte, die zum Aufbringen des Futterstücks auf das Überzugsmaterial gegen das Druckpolster verschiebbar ist, wobei die Ränder des Überzugsmaterials und die Kanten des Futterstücks durch verschiebbare Falzblätter umfalt- und auf dieses anpreßbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsfläche der Anpreßplatte (42) aus am Umfang verteilt angeordneten Segmenten (40) besteht, die in der allgemeinen Ebene der Arbeitsfläche zwischen einer äußeren, zum Umfalten der Ränder des Überzugsmaterials dienenden Lage, in welcher sich ihre freien Kanten im wesentlichen mit den Kanten des Futterstücks (400) decken, und einer inneren Lage verschiebbar sind, in welcher ihre freien Kanten von den Kanten des umgefalteten und auf das Futterstück (400) anzupressenden Rands des Überzugsmaterials (401) weg liegen, und daß Heizeinrichtungen (94, 95, 347, 353, 354) zur Aktivierung von Klebmittelbeschichtungen vorgesehen sind.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzblätter (24) zum Zusammenwirken mit den Segmenten (40) derart ausgebildet sind, daß sie in ihrer Falzstellung einen durchgehenden Falz- und Preßumfang für die Randkanten des Überzugsmaterials (401) darstellen.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (142, 143, 169,170, 171) zur Erzeugung bzw. Steuerung der Falzblätterbewegungen sowie Einrichtungen (65, 204, 215) zur Erzeugung bzw. Steuerung der Segment-Bewegungen vorgesehen sind.4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Form-Bewegungseinrichtungen und die Falzblätter-Bewegungseinrichtungen eine, bei jedem Arbeitsablauf eine vollständige Umdrehung durchführende Haupt-Kurvenwelle (100) aufweisen.5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen (345,346) zur Regelung der Temperatur und der Heizzeit der zum Aktivieren des Klebmittels erforderlichen Hitze vorgesehen sind.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzblätter (24) nach Ablauf der Erhitzungszeit für die Klebmittelbeschichtung wiederum in Richtung ihrer Oberfläche vom Überzugsmaterial hinweg und in ihrer eigenen Ebene auswärts in ihre zurückgezogene Stellung bewegbar sind.7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Form-Betätigungseinrichtungen, die Falzblätter-Bewegungseinrichtungen und die Überzugsmaterial-Fördereinrichtung eine kraftbetätigte Haupt-Kurvenwelle aufweisen, welche bei jedem Arbeitskreislauf eine volle Umdrehungdurchführt, um die drei genannten Einrichtungen im richtigen zeitlichen Verhältnis zu betätigen.8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung (347, 353, 354) zwei Druckrollen (355, 356) aufweist.9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Segmenten (40) sowie dem Druckpolster (20) Ausrichtschablonen (45, 46, 47 bzw. 21) zugeordnet sind.10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Futter-Ausrichtschablonen (45, 46, 47) gegenüber den Segmenten (40) nachgiebig angebracht sind.11. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Form bildenden Segmente (40) mindestens eine abgerundete Ecke aufweisen, die Falzblätter (24) so geformt sind, daß sie in ihrer Falzstellung eine entsprechende abgerundete Ecke darstellen, und daß die Falzblätter überlagernde Druckpolster (20) mit abgerundeten Ecken versehen sind.12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jede abgerundete Kante des Druckpolsters einen größeren Krümmungsradius aufweist als die abgerundeten Ecken der die Form bildenden Segmente (40) und der Falzblätter (24).113. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckpolster (20) mit einer abwärts gerichteten Neigung gegenüber den Falzblättern (24) angeordnet und nachgiebig angebracht ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US136930A US3128484A (en) | 1961-09-08 | 1961-09-08 | Machine for making flexible book covers or similar articles |
| US13693061 | 1961-09-08 | ||
| DER0033442 | 1962-09-04 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1411693A1 DE1411693A1 (de) | 1969-01-02 |
| DE1411693C true DE1411693C (de) | 1973-03-22 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005035618A1 (de) * | 2005-03-17 | 2006-11-02 | Kolbus Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005035618A1 (de) * | 2005-03-17 | 2006-11-02 | Kolbus Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken |
| US7614838B2 (en) | 2005-03-17 | 2009-11-10 | Kolbus Gmbh & Co. Kg | Method and device for producing cases with rounded corners |
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