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DE102005035618A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken Download PDF

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DE102005035618A1
DE102005035618A1 DE102005035618A DE102005035618A DE102005035618A1 DE 102005035618 A1 DE102005035618 A1 DE 102005035618A1 DE 102005035618 A DE102005035618 A DE 102005035618A DE 102005035618 A DE102005035618 A DE 102005035618A DE 102005035618 A1 DE102005035618 A1 DE 102005035618A1
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DE
Germany
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corner
edge
lid
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folding
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102005035618A
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Geldmeier
Frank Tautz
Gerhard Lintelmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kolbus GmbH and Co KG
Original Assignee
Kolbus GmbH and Co KG
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Publication date
Application filed by Kolbus GmbH and Co KG filed Critical Kolbus GmbH and Co KG
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Priority to US11/370,402 priority patent/US7614838B2/en
Priority to JP2006065583A priority patent/JP2006256329A/ja
Priority to EP06005397.2A priority patent/EP1702764B1/de
Publication of DE102005035618A1 publication Critical patent/DE102005035618A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C7/00Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders
    • B42C7/006Folding the edges of covers

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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
  • Making Paper Articles (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Buchdeckeln mit abgerundeten Ecken. Beim Verfahren wird vorgeschlagen, dass in ein und derselben Station (1) der im Bereich einer abgerundeten Ecke (9) überstehende Eckenrand (10) zunächst aufgerichtet und umgelegt wird und anschließend mit dem Umlegen und Andrücken des Seitenrandes (11a) einer benachbarten Seitenkante gegen den Deckel (7a, b, c) gedrückt wird. Die Vorrichtung weist wenigstens ein Rundeckenwerkzeug (3) auf, das in der ersten Station (1) zum Einschlagen der Seitenränder (11a, b) von ersten parallel zueinander liegenden Seitenkanten angeordnet ist, wobei das Rundeckenwerkzeug (3) zum Umlegen des aufgerichteten Eckenrandes (10) unmittelbar vor der Umlege- und Andrückbewegung (c, d) der Einschlagmittel (24) deckeleinwärts bewegbar (b) und aus dem Wirkbereich der Einschlagmittel (24) wegbewegbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7.
  • Buchdecken mit runden Ecken weisen keine scharfkantigen Ecken auf und bieten zudem eine erhöhte Gebrauchsbeständigkeit. Sie werden z.B. eingesetzt für Fotoalben, Taschenkalender, Schreibmappen und Kinderbücher. Die Deckelpappen solcher Buchdecken weisen abgerundete Ecken auf, über die das an den Ecken sternförmig ausgestanzte Deckenbezugsmaterial gezogen und angedrückt wird. Die konkrete Sternform, die für eine saubere Ausführung der Einschläge an den Ecken verantwortlich ist, hängt vom Radius der späteren Rundung, dem Bezugsmaterial und der Deckeldicke ab. Es dürfen weder größere Materialanhäufungen auftreten noch sichtbare Zwischenräume.
  • Aus der DE 41 29 241 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, mit denen die Bezüge in den Eckbereichen um die Kanten der Deckelpappe umgefaltet und angeklebt werden können. Die im Bereich der abgerundeten Ecken zungenförmig ausgestanzten Überstände des Bezuges werden zunächst aufgerichtet und gegen die Stirnseiten der Seitenkanten gedrückt, umgefaltet und abschließend gegen die Innenseite der Deckelpappe gedrückt. Das Rundeckeneinschlagwerkzeug weist hierzu eine Anlegefläche auf, die der Kontur der abgerundeten Ecke angepasst ist, wobei oberhalb der Anlegefläche eine gerade verlaufende Kante vorgesehen ist, die bei der Aufwärtsbewegung des Werkzeugs die überstehenden Laschen ausgerichtet aufrichtet. Die Bewegungsrichtung beim Umfalten verläuft geradlinig von den Seitenkanten weg in Richtung zur Mitte der Buchdecke, in einem Winkel, der 45° zur Längsseite und zur Breitseite der Buchdecke liegt. In der DE 41 29 241 A1 erfolgt das Einschlagen der Ecken in einem separatem Arbeitsschritt nach dem Seiteneinschlag und dem Kopf-/Fußeinschlag.
  • In der Buchdeckenmaschine BDM 20 R der Firma Hörauf ist eine derartige Rundecken-Einschlag-Vorrichtung in einer zusätzlichen Bearbeitungsstation vor der Seiteneinschlagstation und der Kopf-/Fußeinschlagstation realisiert, wobei den drei Einschlagstationen noch eine Kalibrierstation zum Nachformen der abgerundeten Ecken nachgeordnet ist. Der konstruktive Aufwand für die beiden zusätzlichen Stationen sowie für das erweiterte Transportsystem zum taktweisen Weitertransport in die nacheinander angeordneten Bearbeitungsstationen ist nicht unerheblich. Außerdem vergrößert sich die erforderliche Stellfläche für die Maschine.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Buchdecken mit abgerundeten Ecken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 7 dahingehend zu verbessern, dass qualitativ hochwertige Rundecken kostengünstig herstellbar sind. Das Verfahren soll durch Nachrüstung der Vorrichtung in bestehende Buchdeckenmaschinen anwendbar sein. Die Vorrichtung soll bei einfacher Konstruktion ein zuverlässiges und einwandfreies Einschlagen der Rundecken ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird efindungsgemäß bei dem Verfahren durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 und bei der Vorrichtung durch den kennzeichnenden Teil des Anspruchs 7 gelöst. Die Erfindungsidee liegt darin, dass das Andrücken des umgelegten Eckenrandes mit dem Andrücken des Seitenrandes einer benachbarten Seitenkante erfolgt, sodass im Gegensatz zu bekannten Verfahren und Vorrichtungen kein zusätzlicher Andrückhub des Rundeckenwerkzeugs erforderlich ist. Der Pressdruck beim Andrücken des Seitenrandes ist zudem wesentlich höher als bei einem Rundeckenwerkzeug, das nämlich aufgrund seiner filigranen Gestaltung nur geringe Presskräfte zulässt. Die Herstellung qualitativ hochwertiger Rundecken wird ermöglicht. Die Arbeitsschritte zum Aufrichten, Umlegen und Andrücken werden in einer der beiden Einschlagstationen für die Seitenränder durchgeführt, wobei das Aufrichten des Eckenrandes wie auch des Seitenrandes bereits beim Hineintransport der montierten Buchdecke in die Station erfolgt. Das Umlegen des Eckenrandes erfolgt unmittelbar vor dem Umlegen und Andrücken des betreffenden Seitenrandes. Eine separate Rundeckeneinschlagstation mit einer Vielzahl von Steuerbewegungen und einem Transportsystem zum Zu- und Abführen der Buchdecken ist nicht mehr erforderlich. Die Vorrichtung ist konstruktiv einfach und ermöglicht die kostengünstige Herstellung der Rundecken. Das Rundeckenwerkzeug kann in eine vorhandene Einschlagstation bestehender Buchdeckenmaschinen, die bisher nicht für die Herstellung von Buchdecken mit abgerundeten Ecken vorgesehen waren, nachgerüstet werden, sodass das Verfahren auch in diesen Maschinen anwendbar ist.
  • In einer ersten Ausführungsform des Verfahrens erfolgt die deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung für den aufgerichteten Eckenrand parallel zur betreffenden Seitenkante. Anschließend wird das Rundeckenwerkzeug von dieser Seitenkante weg zur Deckelmitte bewegt. Zum Umlegen der Laschen genügen bereits wenige Millimeter des parallel zur Seitenkante durchgeführten Umlegehubes, sodass die notwendigen Arbeitsschritte in zeitlich rascher Folge durchführbar sind, denn die Wegbewegung des Rundeckenwerkzeuges von der Seitenkante kann zeitgleich mit der Einwärtsbewegung des Einschlagwerkzeuges erfolgen. Die rasche Abfolge ermöglicht hohe Taktleistungen.
  • In einer zweiten Ausführungsform des Verfahrens wird der Eckenrand von einem im Wesentlichen diagonal zu den benachbarten Seitenkanten deckeleinwärts bewegten Werkzeug umgelegt. Das Werkzeug bewegt sich dabei mit einer Bewegungskomponente von der Seitenkante weg, die dadurch unmittelbar folgend umgelegt wird. Das Umlegen des Eckenrandes und der Seitenkante erfolgt quasi gleichzeitig, wodurch hohe Taktleistungen ermöglicht werden.
  • Es ist vorteilhaft, wenn bei einem mehrfach ausgestanzten Eckenrand die einzelnen Laschen kontrolliert nacheinander aufgerichtet und ausgerichtet werden, damit sich die einzelnen Laschen nicht gegenseitig behindern, was beim anschließenden Umlegen zu Materialanhäufungen oder sichtbaren Zwischenräumen führen würde. Vorzugsweise wird die mittlere Lasche zuerst aufgerichtet. Eine vorteilhafte Verfahrensfolge ergibt sich, wenn nach dem gemeinsamen Andrücken des Eckenrandes und des einen benachbarten Seitenrandes der andere benachbarte Seitenrand in einer nachgeordneten Station umgelegt und angedrückt wird. Die umgelegten Laschen des Eckenrandes liegen dann unter den umgelegten Seitenrändern. In bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens wird der Eckenrand unmittelbar vor dem Umlegen des Seitenrandes der Kopf-/Fußseite umgelegt und zusammen mit diesem mit dem Deckel verpresst.
  • Bei der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist das wenigstens eine Rundeckenwerkzeug in der ersten Station zum Umlegen und Andrücken der Seitenränder von ersten parallel zueinander liegenden Seitenkanten angeordnet. Das Rundeckenwerkzeug ist zum Umlegen des aufgerichteten Eckenrandes unmittelbar vor der Umlege- und Andrückbewegung der Einschlagmittel deckeleinwärts bewegbar und aus dem Wirkbereich der Einschlagmittel wegbewegbar, zum Andrücken des umgelegten Eckenrandes mit der Andrückbewegung der Einschlagmittel.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung der Vorrichtung weist die Aufrichtkante des Rundeckenwerkzeugs höhenversetzte Abschnitte auf, die jeweils einer ausgestanzten Lasche zugeordnet sind, wodurch beim vertikalen Hineintransport der montierten Buchdecke in die erste Station die einzelnen Laschen eines mehrfach ausgestanzten Eckenrands kontrolliert nacheinander aufgerichtet und ausgerichtet werden. Vorzugsweise steht ein mittlerer Abschnitt der Aufrichtkante gegenüber den benachbarten Abschnitten vor, sodass der mittlere Abschnitt zuerst aufgerichtet wird.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung sind in der ersten Station für alle vier Buchdeckenecken Rundeckenwerkzeuge vorgesehen, wobei je zwei den Einschlagmitteln einer der beiden, in der Station einzuschlagenen Seitenkanten zugeordnet sind. So sind an allen vier Ecken gleichzeitig Rundecken herstellbar.
  • Vorzugsweise ist das Rundeckenwerkzeug an einem Ausleger der Einschlagmittel aufgenommen. Ein solcher Ausleger ist beispielsweise in bekannten Buchdeckenmaschinen für den Eckenknicker vorhanden, der bei der Herstellung von Buchdecken mit spitzen Ecken zum Einsatz kommt. Der Eckenknicker wird also ersetzt durch das Rundeckenwerkzeug, wodurch sich die Maschine schnell von einer Produktionsart auf die andere umstellen lässt. Dieser Ausleger ist hinsichtlich der Buchdeckengröße verstellbar. Die Verstelleinrichtung ist somit auch für das Rundeckenwerkzeug nutzbar.
  • In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung ist die Anlegefläche am unteren Ende von einer Umlegekante begrenzt, welche nach dem Hineintransport der Buchdecke oberhalb des Deckels liegt, wobei das Rundeckenwerkzeug parallel zur Hauptfläche der Buchdecke deckeleinwärts bewegbar ist.
  • In weiterer Ausgestaltung der Vorrichtung ist eine erste Ausführungsform gebildet durch eine deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung des Rundeckenwerkzeugs, die parallel zu der Seitenkante erfolgt, deren Seitenrand unmittelbar nachfolgend umgelegt und angedrückt wird, wobei das Rundeckenwerkzeug anschließend aus dem Wirkbereich der Einschlagmittel wegbewegbar ist. Vorzugsweise vollführt das Rundeckenwerkzeug dabei nur einen geringen Umlegehub von ein bis fünf Millimetern. In vorteilhafter Ausgestaltung dieser ersten Ausführungsform ist das Rundeckenwerkzeug von den Einschlagmitteln angetrieben wegbewegbar. Mit der Einwärtsbewegung der Einschlagleiste wird das Rundeckenwerkzeug synchron zur Deckelmitte hin bewegt und liegt somit immer außerhalb des Wirkbereichs der Einschlagmittel. Zusätzliche Antriebsmittel für die Wegbewegung sind nicht erforderlich. Da die Einschlagleiste dem Rundeckenwerkzeug unmittelbar folgt, werden die umgelegten Laschen ständig niedergehalten und können so nicht aufsperren. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung weist das Rundeckenwerkzeug ein Andrückelement auf, das nach Abschluss der parallelen, deckeleinwärts gerichteten Umlegebewegung zumindest an einem Teil der Rundecke anliegt und diesen verpresst.
  • Eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung ist gebildet durch das schwenkbar am Ausleger der Einschlagmittel aufgenommene Rundeckenwerkzeug, welches mit der Umlegebewegung der Einschlagmittel im Wesentlichen diagonal zu den benachbarten Seitenkanten der betreffenden Ecke deckeleinwärts schwenkbar ist.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung der Vorrichtung umfassen die Einschlagmittel eine Einschlagleiste, welche zunächst in einer parallel zur Deckelhauptfläche gerichteten Bewegung den Seitenrand umlegt und anschließend in einer Senkrechtbewegung diesen Seitenrand und den umgelegten Eckenrand auf den Deckel fest andrückt und verpresst. Im Gegensatz zu anderen Einschlagmitteln, wie Einschlagbürste, ermöglicht die Einschlagleiste hohe Presskräfte, sodass im Eckenbereich die Laschen und Seitenränder nahezu ebenbündig verpressbar sind.
  • Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der beigefügten Zeichnungen detailliert beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer Kopfeinschlagvorrichtung für eine (Kopf-) Seitenkante einer montierten Buchdecke mit zwei Rundeckenwerkzeugen für die beiden abgerundeten Ecken der betreffenden Seitenkante in einer ersten Ausführungsform;
  • 2 eine Schnittansicht der Kopfeinschlagvorrichtung gemäß Schnittverlauf II-II in 1, in der sich die montierte Buchdecke oberhalb der Kopfeinschlagvorrichtung befindet.
  • 3 eine perspektivische Ansicht einer Kopfeinschlagvorrichtung mit zwei Rundeckenwerkzeugen in einer zweiten Ausführungsform.
  • In der 1 ist eine Kopfeinschlagvorrichtung 1 dargestellt, der erfindungsgemäß zwei Rundeckeneinschlagvorrichtungen 2a,b zugeordnet sind. Die Kopfeinschlagvorrichtung 1 bildet mit einer nicht näher dargestellten, gegengleichen Fußeinschlagvorrichtung eine Kopf-/Fußeinschlagstation für eine Buchdeckenmaschine, in der Buchdecken 6 hergestellt werden, die aus je zwei Deckeln 7a,b aus Karton, einem dazwischen liegenden Pappenschrenz 7c sowie einem auf die Pappenteile 7a,b,c geklebten Bezugsmaterial 8 bestehen.
  • In einer der Kopf-/Fußeinschlagstation vorgeordneten Fügestation werden die Pappenteile 7a,b,c auf das ganzflächig beleimte, in Übergröße bereitgestellte und in den Eckenbereichen sternförmig ausgestanzte Bezugsmaterial 8 aufgebracht. In der Kopf-/Fußeinschlagstation werden die an der Kopf- und Fußkante der Buchdecke 6 überstehenden Seitenränder 11a,b eingeschlagen und in der darauffolgenden Seiteneinschlagstation die Seitenränder 12 der quer zu den Kopf-/Fußseiten liegenden Seitenkanten. Abschließend werden die Buchdecken von Presswalzen einer Andrückstation angerieben und in einer Ausfuhrvorrichtung in Stapeln aus der Buchdeckenmaschine transportiert.
  • Das Einschlagen umfasst das Aufrichten der überstehenden Seitenränder 11a,b, 12, das Umlegen auf die Innenseite der Deckel 7a,b sowie das Andrücken und damit Verpressen mit den Deckeln 7a,b. Beim Kopf-/Fußeinschlag erfolgt das Aufrichten der Seitenränder 11a,b beim Hineintransport der montierten Buchdecke 6 in die Kopf-/Fußeinschlagstation. Die von Saugern 25 gegen Auslegerstützen 26 gehaltene Buchdecke 6 wird dabei in einem vertikalen Hub mit der Kopf- bzw. Fußkante an einer Aufrichtkante 22a einer Hubplatte 22 entlang bewegt und mit den Auslegerstützten 26 auf einen Tisch 21 niedergedrückt. Das Umlegen erfolgt dann mit einem Einschläger 24, der von einer Schiebeplatte 23 aufgenommen in einem geringen Abstand zu den Deckeln 7a,b deckeleinwärts bewegt wird. Mit dem Absenken der Hubplatte 22, in der die Schiebeplatte 23 horizontal verschieblich geführt ist, drückt anschließend der Einschläger 24 auf den umgelegten Seitenrand 11a.
  • Durch die erfindungsgemäße Integration von insgesamt vier Rundeckeneinschlagvorrichtungen 2a,b in der Kopf-/Fußeinschlagstation können die Eckenränder 10 von abgerundeten Ecken 9 der Buchdecke 6 gleichzeitig mit den Seitenrändern 11a,b der Kopf-/Fußkanten eingeschlagen werden, sodass eine zusätzliche separate Station hierfür in Fortfall kommt.
  • Die Rundeckeneinschlagvorrichtung 2a,b umfasst ein Rundeckenwerkzeug 3, das von einem Schlitten 14 aufgenommen in einer Linearführung 15 parallel zur Kopfkante geführt ist. Die Linearführung 15 ist auf einem Träger 16 befestigt, der außerdem einen Klotz 18 trägt, in dem ein kleinbauender, das Rundeckenwerkzeug 3 über eine Mitnahme 20 antreibender Pneumatikzylinder 19 aufgenommen ist. Der pneumatisch einfach ansteuerbare Pneumatikzylinder 19 weist eine Rückstellfeder auf, mit der das Rundeckenwerkzeug 3 in seiner Ausgangsposition gehalten wird, welche derart bestimmt ist, dass beim Hineintransport der montierten Buchdecke 6 in die Kopf-/Fußeinschlagstation die abgerundete Ecke 9 entlang einer konkav geformten Anlegefläche 4 transportiert wird.
  • Die Anlegefläche 4 ist am oberen, der hineintransportierten Buchdecke 6 entgegengerichteten Ende von einer Aufrichtkante begrenzt, die drei zueinander höhenversetzte Aufrichtkanten 5a,b,c aufweist. Die mittlere Aufrichtkante 5a steht dabei gegenüber den beiden benachbarten Aufrichtkanten 5b,c vor und ist einer mittleren Lasche 10a des sternförmig ausgestanzten Eckenrandes 10 zugeordnet. Beim Hineintransport der Buchdecke 6 wird so die mittlere Lasche 10a vor den beiden benachbarten Laschen aufgerichtet. Die kontrolliert aufgerichteten Laschen werden in weiterer Transportbewegung der Buchdecke 6 von der Anlegefläche 4 an die abgerundete Ecke 9 des Deckels 7a bzw. b angedrückt.
  • Sobald die Buchdecke 6, von den Auslegerstützen 26 niedergedrückt, auf dem Tisch 21 aufliegt, wird das Rundeckenwerkzeug 3 vom Pneumatikzylinder 19 um einen geringen Hub von ein bis fünf Millimeter parallel zur Kopfkante der Buchdecke 6 deckeleinwärts bewegt. Eine Umlegekante 4a, die die Anlegefläche am unteren Ende begrenzt, streicht dabei im geringen Abstand über den Deckel 7a bzw. b und legt die aufgerichteten Laschen um. Ein an der Hinterseite des Rundeckenwerkzeugs 3 angebrachtes Andrückblech 13 legt sich dabei an einen Teilabschnitt der Rundecke an und verpresst diesen.
  • Unmittelbar auf die Umlegebewegung des Rundeckenwerkzeugs 3 folgend wird die Schiebeplatte 23 mit dem Einschläger 24 deckeleinwärts bewegt. Durch eine Mitnahme wird das Rundeckenwerkzeug 3 ebenfalls von der Kopfkante weg deckeleinwärts bewegt. Hierzu ist die Rundeckeneinschlagvorrichtung 2a bzw. b auf einem Ausleger 17 befestigt, der mit einem Klotz 27 in einer Linearführung 29 horizontal und quer zur Kopfkante geführt ist, wobei der Klotz 27 wiederum eine Gleitführung 27a aufweist, in der ein von der Schiebeplatte 23 ausgehender Winkel 28 geführt ist. Die beiden Rundeckeneinschlagvorrichtungen 2a,b befinden sich dadurch immer im gleichen Abstand zum Einschläger 24.
  • Mit der Umlegebewegung des Einschlägers 24 wird der Seitenrand 11a umgelegt, wobei der Seitenrand die zuvor umgelegten Eckenränder 10 teilweise mit abdeckt. Umgelegte Eckenränder 10 und der Seitenrand 11a werden abschließend mit der vertikal erfolgenden Andrückbewegung des Einschlägers 24 nahezu ebenbündig mit den Deckeln 7a,b verpresst.
  • In den beiden 1 und 2 sind an den bewegten Bauteilen der Kopfeinschlagvorrichtung 1 Richtungspfeile mit Bezugszeichen a bis d eingezeichnet, aus der die Reihenfolge der einzelnen Funktionsschritte für die erste Ausführungsform ersichtlich wird:
    • a vertikale Zuführtransport der Buchdecke 6 in die Kopfeinschlagvorrichtung 1 und damit Aufrichten der Eckenränder 10 und des Seitenrandes 11a;
    • b horizontale, parallel zur Kopfkante deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung des Rundeckenwerkzeugs 3 zum Umlegen des Eckenrandes 10;
    • c horizontale, quer zur Umlegebewegung des Rundeckenwerkzeugs 3 deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung des Einschlägers 24, wobei das Rundeckenwerkzeug 3 durch Mitnahme von der Kopfkante synchron wegbewegt wird;
    • d vertikale Andrückbewegung des Einschlägers 24 zum Andrücken des eingeschlagenen Seitenrandes 11a der Kopfkante gemeinsam mit den Eckenrändern 10 der zugehörigen abgerundeten Ecken der Kopfkante.
  • Bei dem Ausleger 17 handelt es sich um einen in bekannten Buchdeckenmaschinen vorhandenen Ausleger, an dem zur Herstellung von Buchdecken mit spitzen Ecken der Eckenknicker aufgenommen ist. Durch einfachen Austausch der Werkzeuge lässt sich die Buchdeckenmaschine schnell von einer Produktionsart auf die andere umstellen. Vorteilhaft ist nicht nur, dass die Bewegung dieses Auslegers für beide Produktionsarten nutzbar ist, auch die Verstellung der Ausleger hinsichtlich der Buchdeckengröße ist identisch nutzbar, sodass zur Integration der Rundeckeneinschlagvorrichtung 2a,b keine größeren Konstruktionsaufwände erforderlich sind, außer einem Pneumatikanschluss für die Pneumatikzylinder 19 und einem entsprechenden Steuercode in der Ablaufsteuerung.
  • Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist in 3 als Rundeckeneinschlagvorrichtungen 35a,b dargestellt. Das Rundeckenwerkzeug 3 ist hierbei an einem Schwenkarm 30 aufgenommen, der oberhalb der Hubplatte 22 über ein Drehgelenk 32 an einem Halter 33 aufgenommen ist und zwischen Führungsplatten 31 geführt ist. Durch eine am Schwenkarm 30 angreifende Zugfeder 34 wird das Rundeckenwerkzeuges 3 in seiner Ausgangsposition gehalten. Die Zuführung der Buchdecke 6 mit dem Aufrichten des Eckenrandes 10 an den Aufrichtkanten 5a,b,c erfolgt wie bei der ersten Ausführungsform.
  • Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich jedoch in der Form der Umlegebewegung des Rundeckenwerkzeugs 3 und seiner Betätigung. Eine direkte Betätigung des Rundeckenwerkzeugs 3 ist nämlich nicht vorgesehen. Das Rundeckenwerkzeug 3 schwenkt mit der Umlegebewegung des Einschlägers 24 deckeleinwärts, indem der Einschläger 24 das Rundeckenwerkzeug 3 entgegen der Federkraft vor sich herschiebt. Dabei vollführt das Rundeckenwerkzeug 3 eine im Wesentlichen zu den beiden benachbarten Seitenrändern 11a und 12 diagonale, deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung.
  • Das Umlegen des Seitenrandes 11a erfolgt dabei fast gleichzeitig mit dem Umlegen des Eckenrandes 10. In der 3 ist deshalb der Funktionsschritt des Umlegens des Eckenrandes 10 durch das Rundeckenwerkzeug 3 mit einem gestrichelten Richtungspfeil ge kennzeichnet, wobei noch die Bezeichnung b ← c angegeben wurde. Die nacheinander ausgeführten Funktionsschritte der zweiten Ausführungsform sind wie folgt:
    • a vertikaler Zuführtransport der Buchdecke 6 in die Kopfeinschlagvorrichtung 1 und damit Aufrichten der Eckenränder 10 und des Seitenrandes 11a;
    • c horizontale, deckeleinwärts gerichtete Umlegebewegung des Einschlägers 24, wobei die beiden Rundeckenwerkzeuge 3 durch synchrone Mitnahme in einer horizontalen, diagonal zu den Seitenrändern 11a und 12 deckeleinwärts verlaufenden Umlegebewegung (b) von der Kopfkante weggeschwenkt werden, zum Umlegen der Eckenränder 10 unmittelbar vor dem Umlegen des Seitenrandes 11a;
    • d vertikale Andrückbewegung des Einschlägers 24 zum Andrücken des eingeschlagenen Seitenrandes 11a der Kopfkante gemeinsam mit den Eckenrändern 10 der zugehörigen abgerundeten Ecken der Kopfkante.
  • Die Integration der Rundeckeneinschlagvorrichtung 35a,b gemäß der zweiten Ausführungsform erfordert keine außerordentlichen Konstruktionsaufwände. Zur Aufnahme der Halter 33 ist lediglich eine ortsfeste Schiene 36 in der Kopfeinschlagvorrichtung 1 vorzusehen. Die Rundeckeneinschlagvorrichtung 35a,b benötigt keine zusätzlichen Antriebsmittel, sodass auch keine Änderungen in der Ablaufsteuerung der Buchdeckenmaschine erforderlich werden.
  • Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nicht beschränkt auf die Herstellung von vierteiligen Buchdecken. Mit der Vorrichtung sind ebenso Spielbretter als zwei bzw. dreiteilige Deckelkonstruktionen wie auch komplexe, sechs- oder mehrteilige Buchdecken mit abgerundeten Ecken herstellbar. Dabei ist das Verfahren und die Vorrichtung nicht beschränkt auf das Einschlagen von sternförmig ausgestanzten Eckenrändern 10. Ebenso sind auch Einzellaschen verarbeitbar. Neben spitz auslaufenden Laschen können auch zungenförmig und/oder hinterschnitten ausgebildete Laschen eingeschlagen werden.
  • 1
    Kopfeinschlagvorrichtung
    2a,b
    Rundeckeneinschlagvorrichtung
    3
    Rundeckenwerkzeug
    4
    konkave Anlegefläche
    4a
    Umlegekante
    5a
    vorstehende Aufrichtkante
    5b,c
    Aufrichtkante
    6
    Buchbdecke
    7a,b
    Deckel
    7c
    Pappenschrenz
    8
    Bezugsmaterial
    9
    abgerundete Ecke
    10
    Eckenrand
    10a
    Lasche
    11a
    (Kopf-) Seitenrand
    11b
    (Fuß-) Seitenrand
    12
    Seitenrand
    13
    Andrückblech
    14
    Schlitten
    15
    Linearführung
    16
    Träger
    17
    Ausleger
    18
    Klotz
    19
    Pneumatikzylinder
    20
    Mitnahme
    21
    Tisch
    22
    Hubplatte
    22a
    Aufrichtkante
    23
    Schiebeplatte
    24
    Einschläger
    25
    Sauger
    26
    Auslegerstütze
    27
    Klotz
    27a
    Gleitführung
    28
    Winkel
    29
    Linearführung
    30
    Schwenkarm
    31
    Führungsplatte
    32
    Drehgelenk
    33
    Halter
    34
    Zugfeder
    35a,b
    Rundeckeneinschlag
    vorrichtung
    36
    Schiene

Claims (19)

  1. Verfahren zum Herstellen von Buchdecken (6) mit abgerundeten Ecken (9), – bei dem ein Bezugsmaterial (8) auf zumindest einen, insbesondere aus Karton bestehenden Deckel (7a,b,c) geklebt wird, – wobei der zumindest eine Deckel (7a,b,c) auf das beleimte, in Übergröße bereitgestellte und in den Eckenbereichen stern- oder zungenförmig ausgestanzte Bezugsmaterial (8) aufgebracht wird und – anschließend die an den Seitenkanten und an den abgerundeten Ecken des Deckels (7a,b,c) überstehenden Ränder (10, 11a,b, 12) des Bezugsmaterials (8) auf die Gegenseite des Deckels (7a,b,c) umgelegt und angedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, – dass in ein und derselben Station (1) der im Bereich einer abgerundeten Ecke (9) überstehende Eckenrand (10) zunächst aufgerichtet und umgelegt wird und anschließend mit dem Umlegen und Andrücken des Seitenrandes (11a) einer benachbarten Seitenkante gegen den Deckel (7a,b,c) gedrückt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckenrand (10) von einem im Wesentlichen parallel zur betreffenden Seitenkante deckeleinwärts bewegten Werkzeug (3) umgelegt wird, welches beim Umlegen und Andrücken des Seitenrandes (11a) von dieser Seitenkante zur Deckelmitte wegbewegt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckenrand (10) von einem im Wesentlichen diagonal zu den benachbarten Seitenkanten deckeleinwärts bewegten Werkzeug umgelegt wird, wobei das Umlegen des Seitenrandes (11a) unmittelbar folgt und quasi gleichzeitig durchgeführt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Laschen eines mehrfach ausgestanzten Eckenrands (10) nacheinander aufgerichtet werden.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine mittlere Lasche (10a) vor den benachbarten Laschen aufgerichtet wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem gemeinsamen Andrücken des Eckenrandes (10) und des einen benachbarten Seitenrandes (11a) der andere benachbarte Seitenrand (12) in einer nachgeordneten Station umgelegt und angedrückt wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Eckenrand (10) vor dem Umlegen des Seitenrandes (11a,b) der Kopf-/Fußseite umgelegt und zusammen mit diesem mit dem Deckel (7a,b,c) verpresst wird.
  8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, – mit Einschlagmitteln (21, 22, 24) zum Umlegen und Andrücken der Seitenränder (11a,b) von ersten parallel zueinander liegenden Seitenkanten in einer ersten Station (1), – mit Einschlagmitteln zum Umlegen und Andrücken der Seitenränder (12) von zweiten, quer zu den ersten und parallel zueinander liegenden Seitenkanten in einer zweiten Station, und – mit wenigstens einem Rundeckenwerkzeug (3) zum Aufrichten und Umlegen des Eckenrandes (10) einer abgerundeten Ecke (9), – mit einer der Rundecke (9) angepassten konkav geformten Anlegefläche (4) und – mit einer Aufrichtkante (5a,b,c) zum Hochfalten des Eckenrandes (10) einer senkrecht zu seiner Hauptfläche, mit der abgerundeten Deckelecke entlang der Anlegefläche (4) in das Rundeckenwerkzeug (3) transportierten Buchdecke (6), dadurch gekennzeichnet, – dass das wenigstens eine Rundeckenwerkzeug (3) in der ersten Station (1) angeordnet ist, – dass das Rundeckenwerkzeug (3) zum Umlegen des aufgerichteten Eckenrandes (10) unmittelbar vor der Umlege- und Andrückbewegung der Einschlagmittel (24) deckeleinwärts bewegbar und aus dem Wirkbereich der Einschlagmittel wegbewegbar ist, zum Andrücken des umgelegten Eckenrandes (10) mit der Andrückbewegung der Einschlagmittel (24).
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrichtkante höhenversetzte Abschnitte (5a,b,c) aufweist, die jeweils einer Lasche des Eckenrandes (10) zugeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein mittlerer Abschnitt (5a) der Aufrichtkante gegenüber den benachbarten Abschnitten (5b,c) vorsteht.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Station (1) für alle vier Ecken Rundeckenwerkzeuge (3) vorgesehen sind, wobei je zwei den Einschlagmitteln (21, 22, 24) einer der beiden, in der Station (1) einzuschlagenen Seitenkanten zugeordnet sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundeckenwerkzeug (3) an einem Ausleger (17) der Einschlagmittel (21, 22, 24) angeordnet ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlegefläche (4) am unteren Ende von einer Umlegekante (4a) begrenzt ist, welche nach dem Hineintransport der Buchdecke (6) oberhalb des Deckels (7a,b,c) liegt, und dass das Rundeckenwerkzeug (3) parallel zur Hauptfläche der Buchdecke (6) deckeleinwärts bewegbar ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundeckenwerkzeug (3) von Antriebsmitteln (19) parallel zu der Seitenkante deckeleinwärts bewegbar ist, deren Seitenrand (11a) unmittelbar nachfolgend in der ersten Station (1) umgelegt und angedrückt wird, und dass das Rundeckenwerkzeug (3) anschließend aus dem Wirkbereich der Einschlagmittel (24) wegbewegbar ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundeckenwerkzeug (3) mit einem geringen Umlegehub (b) von ein bis fünf Millimetern deckeleinwärts bewegbar ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundeckenwerkzeug (3) von den Einschlagmitteln (21, 22, 24) angetrieben wegbewegbar ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundeckenwerkzeug (3) ein Andrückelement (13) aufweist, das nach Abschluss der deckeleinwärts gerichteten Umlegebewegung (b) zumindest an einem Teil der Rundecke (9) anliegt und diesen verpresst.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass Rundeckenwerkzeug (3) schwenkbar am Ausleger (17) der Einschlagmittel (21, 22, 24) aufgenommen ist, wobei es mit der Umlegebewegung der Einschlagmittel im Wesentlichen diagonal zu den benachbarten Seitenkanten der betreffenden Ecke deckeleinwärts schwenkbar ist.
  19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschlagmittel (21, 22, 24) eine Einschlagleiste (24) umfassen, welche zunächst in einer parallel zur Deckelhauptfläche gerichteten Bewegung (c) den Seitenrand (11a) umlegt und anschließend in einer Senkrechtbewegung (d) diesen Seitenrand (11a) und den umgelegten Eckenrand (10) auf den Deckel (7a,b,c) fest andrückt und verpresst.
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