[go: up one dir, main page]

DE1493893C - 2 (5 Nitrofurfuryliden) crotonsäure meffeylester und Verfahren zu seiner Her stellung - Google Patents

2 (5 Nitrofurfuryliden) crotonsäure meffeylester und Verfahren zu seiner Her stellung

Info

Publication number
DE1493893C
DE1493893C DE1493893C DE 1493893 C DE1493893 C DE 1493893C DE 1493893 C DE1493893 C DE 1493893C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitrofurfurylidene
crotonic acid
hour
preparation
ester
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Tsutomu Shirai Kazunan. Tokio Sato Shimao Chiba ken Irikura (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kyorin Pharmaceutical Co Ltd
Original Assignee
Kyorin Pharmaceutical Co Ltd
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft den 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester der Formel
O,N
CH=CH-CH=Ch-COOCH3
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Der 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester wird dadurch hergestellt, daß man 5-Nitrofurylacrolein mit Kaliumacetat und Essigsäureanhydrid zunächst allmählich auf 70 bis 80° C erhitzt, das Gemisch 1 Stunde bei dieser Temperatur hält, hierauf das Ganze 1 Stunde auf 100 bis 1100C und anschließend V2 Stunde bei 130 bis 140° C unter Rückfluß erhitzt, dann überschüssiges Essigsäureanhydrid entfernt und die aus dem Rückstand in üblicher Weise erhaltene 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäure in an sich bekannter Weise mit Methanol verestert.
Für die in der ersten Stufe herzustellende 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäure waren die üblichen Methoden nicht von Erfolg begleitet. Zum Beispiel ergab die Nitrierung von 2-Furfurylidencrotonsäure nicht die entsprechende Nitroverbindung, sondern führte lediglich zur Bildung einer harzartigen Masse. Wenn man andererseits 5-Nitrofurylacrolein nach der Perkin-Reaktion mit Kaliumacetat und Essigsäureanhydrid unter den üblichen Bedingungen reagieren ließ, trat bereits bei mäßig erhöhter Temperatur eine so heftige Reaktion ein, daß sich diese nicht mehr kontrollieren ließ, so daß das Reaktionsgemisch infolge des allzu heftigen Ablaufes der Reaktion verharzte. Andererseits vermochte eine allzu niedrige Temperatur, wie Raumtemperatur, überhaupt keinen Fortschritt im Ablauf der Reaktion zu erzielen. Es war daher überraschend und nicht vorauszusehen, daß man die Reaktion nach dem erfindungsgemäßen Verfahren so steuern kann, daß in der ersten Stufe die 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäure in guter Ausbeute gebildet wird. Die Veresterung der erhaltenen Säure mit Methanol erfolgt anschließend in an sich bekannter Weise, z. B. in Gegenwart von Schwefelsäure.
Der 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester stellt ein wertvolles Arzneimittel dar, das sich insbesondere in der Dermatologie zur Bekämpfung von Favus (Grindpilz) eignet.
Es ist bereits bekannt, daß 5-NitrofurylacryIsäuremethylester eine antibiotische Wirkung auf Pilze vom Stamm Favus ausübt. Der 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester (Verbindung A) hat nun eine ganz besonders vorzügliche antimykotische Wirksamkeit. Die in der folgenden Tabelle zusammengestellten Werte zeigen die in Vergleichsversuchen gefundene überlegene Wirkung dieses Esters. Als Vergleichssubstanz wurde die Furazolidon-Verbindung der Formel
O2N —\o/— CH = N — N
0=1
(Verbindung B)
verwendet.
Die Mindesthemmkonzentration wurde nach dem Agar-Plattendiffusionstest bestimmt. Die erhaltenen Werte für verschiedene Bakterien und Pilze sind nachstehend angegeben.
Bacillus subtiljs PCI 219
Staphylococcus aureus 209 P ...
Escherichia coli NIHJ
Mycobacterium SP 607
Mycobacterium phlei
Aspergillus niger
Penicillium chrysogenum 408-701
Piricularia oryzae
Trichophyton interdigitale
Saccaromyces sake
Candida albicans 3147
Die Verbindung A hemmt das Wachstum von Favus bei einer Konzentration von 1 μξ,/οοτη vollständig.
Toxizität von A: LD50 > 4 g/kg (oral an der Maus).
Das Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Verfahren.
Beispiel
Auf einem ölbad wird ein Gemisch aus 5,01 g 5-Nitrofurylacrolein, 2,84 g Kaliumacetat und 30 g Essigsäureanhydrid allmählich auf 70 bis 80° C erhitzt und bei dieser Temperatur 1 Stunde gehalten. Anschließend wird das Gemisch 1 Stunde auf 100 bis HO0C und schließlich 30 Minuten auf 130 bis Mindesthemmkonzentration, ng/ccm
65
Verbindung A Verbindung B
1,25 ~ > 0,625 <5
>30 <5
1,25 ~ > 0,625 <5
10 ~>5 >100
10 >5 >100
15 >10 keine Aktivität
0,25 > 0,125 keine Aktivität
1,0 >O,75 keine Aktivität
1,25 >l,0 keine Aktivität
5 >2,5 keine Aktivität
5 >2,5 keine Aktivität
140° C unter Rückfluß erhitzt. Dann wird überschüssiges Essigsäureanhydrid abdestilliert und der Rückstand mit 20%iger Kaliumcarbonatlösung behandelt. Die Lösung wird filtriert und das Filtrat mit Salzsäure angesäuert. Hierbei fallen 23 g gelbe Kristalle der 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäure vom F. 220° C (Zersetzung) aus. Die Ausbeute beträgt 37,0% der Theorie und nach dem Aufarbeiten der Mutterlauge 57% der Theorie.
1,2 g der oben erhaltenen Säure werden zusammen mit 40 ecm Methanol und 1,5 ecm konzentrierter Schwefelsäure auf einem Wasserbad 5 Stunden unter Rühren und unter Rückfluß erhitzt. Dann wird das Gemisch abkühlen gelassen, wobei sich ein kristalliner
Niederschlag bildet, der abfiltriert und aus Methanol umkristallisiert wird. Es werden 0,9 g 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester in Form nadeiförmiger hellgelber Kristalle vom F. 172 bis 173"C erhalten. Die Ausbeute beträgt 70,3% der Theorie.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    I. 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester der Formel
    O2N -^07L-CH=CH-CH =
    COOCH,
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäuremethylester, dadurch gekennzeichnet, daß man 5-Nitrofurylacrolein mit Kaliumacetat und Essigsäureanhydrid zunächst allmählich auf 70 bis 80' C erhitzt, das Gemisch 1 Stunde bei dieser Temperatur hält, hierauf das Ganze 1 Stunde auf 100 bis 110°C und anschließend V2 Stunde bei 130 bis 140°C unter Rückfluß erhitzt, dann überschüssiges Essigsäureanhydrid entfernt und die aus dem Rückstand in üblicher Weise erhaltene 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsäure in an sich bekannter Weise mit Methanol verestert.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2827627C2 (de)
DE1240866B (de) Verfahren zur Herstellung von Indolin-6-sulfonylharnstoffen
DE1493893C (de) 2 (5 Nitrofurfuryliden) crotonsäure meffeylester und Verfahren zu seiner Her stellung
DE1695136C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Amino-5-methylisoxazol
DE1493893B1 (de) 2-(5-Nitrofurfuryliden)-crotonsaeuremethylester und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2529854A1 (de) Verfahren zur herstellung von n-acetyl-l-methionin
DE2519315C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Trichlormethyl-5-chlor-1,2,4-thiadiazol
EP0027956A1 (de) Verfahren zur Herstellung von (1-(4-Chlorbenzoyl)-5-methoxy-2-methyl-3-indol)acetoxyessigsäure
DE1111163B (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus ª‡, ª‡, ª†- und ª‡, ª†, ª†-Trimethyladipinsaeure
DE673485C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Ascorbinsaeure
AT326638B (de) Verfahren zur herstellung von n(beta-diäthylaminoäthyl) -4-amino-5-chlor-2-methoxybenzamid
DE1186846B (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 6-Dichlorbenzonitril
DE2413938C2 (de)
DE2065698A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2isopropyl-6-methyl-4(3h)-pyrimidon
DE2451725C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 4- Methyloxazol
DE1168408B (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Methylmercaptopropionaldehyd
DE650999C (de) Verfahren zur Herstellung von Ornithin und seinen Derivaten
DE1470200C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(2-Hydroxyäthyl)-4-niUoimidazolen
EP0247479B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-carbazol-1-carbon-säurenatriumsalz
DE1768787C3 (de) (o-Carboxy-phenyl)-acetamidine, Verfahren zu deren Herstellung und (o-CarboxyphenyO-acetamidine enthaltende Präparate
DE611158C (de) Verfahren zur Herstellung des Hexamethylentetraminbetains
DE3307430A1 (de) Verfahren zur herstellung von n,n&#39;-diformylhydrazin
DE1202281B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(5-Nitro-2-furfuryliden)-1-aminohydantoinen
DE1092003B (de) Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1,3-Dihydroxy-2-amino-alkenen-4
DE1154487B (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Nitrofuryl-(2)-methylketon