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DE1468459C - - Google Patents

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Publication number
DE1468459C
DE1468459C DE1468459C DE 1468459 C DE1468459 C DE 1468459C DE 1468459 C DE1468459 C DE 1468459C
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DE
Germany
Prior art keywords
hydrocarbon
sulfuric acid
tertiary
amylenes
tertiary amylenes
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Description

Es ist bekannt, daß tertiäre Amylene aus Kohlenwasserstoffgemischen, die diese und andere Q-Kohlenwasserstoffe enthalten, durch Behandeln des Kohlenwasserstoffgemisches mit 50 bis 70 Gewichtsprozent Schwefelsäure bei niederen Temperaturen gewonnen werden können. Aus der Säurephase werden die tertiären Amylene durch Verdünnen der Säure auf etwa 40 bis 45 Gewichtsprozent und anschließender Destillation oder Wasserdampfdestillation erhalten.
So betrifft die USA.-Patentschrift 2 958 715 die Extraktion von tertiären; Amylenen aus der beladenen Schwefelsäure mit flüssigen Kohlenwasserstoffen, deren Siedepunkt genügend hoch über dem der tertiären Amylene liegt.
Die britische Patentschrift 566 028 beinhaltet die Extraktion von sekundären Olefinen mit flüssigen oder dampfförmigen Kohlenwasserstoffen. ..;...
Der Ausdruck »tertiäre Amylene« bezieht sich auch auf 2-Methylbuten-l und 2-Methylbuten-2.
Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zur Gewinnung von tertiären Amylenen aus Kohlenwasserstoffgemischen, die diese und andere C5-Kohlenwasserstoffe enthalten, durch Behandeln mit einer wäßrigen, 50- bis 70gewichtsprozentigen Schwefelsäure, Abziehen der beladenen Schwefelsäure, Extraktion der tertiären Amylene mit einem flüssigen paraffinischen oder olefinischen Kohlenwasserstoff und Abtrennung der tertiären Amylene von dem Kohlenwasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man die beladene Schwefelsäure mit einem dampfförmigen paraffinischen oder geradkettigen olefinischen Kohlenwasserstoff mit 3 Oder 4 Kohlenstoffatomen pro Molekül extrahiert, wobei der Kohlenwasserstoff kondensiert wird, und der einen C3- oder C4-Kohlenwasserstoff und tertiäre Amylene enthaltenden Kohlenwasserstoffstrom abzieht.
Nach dem vorliegenden Verfahren ist es daher erfindungswesentlich, daß die dampfförmigen Kohlenwasserstoffe in der Extraktionszone kondensiert werden. Die Umwandlung des Dampfes in eine Flüssigkeit ist für das erfindungsgemäße Verfahren insofern kennzeichnend, als die Kondensationswarme zum Erhitzen der beladenen Schwefelsäure auf die gewünschte Temperatur zur Extraktion der tertiären Amylene verwendet wird. Hierdurch werden auf Polymerisation zurückzuführende Verluste an tertiären Amylenen verhindert oder auf ein Minimum reduziert.
Die durchschnittliche Kontaktzeit zwischen der Kohlenwasserstoff- und Säurebeschickung wird im Bereich von einer bis 15 Minuten gehalten.
Als Extraktionsmittel werden praktisch dampfförmige Kohlenwasserstoffbeschickungen aus Propan, Propylen, η-Butan, Isobutan, Buten-1, cis-Buten-2 und/oder trans-Buten-2 verwendet. Die Temperatur des eintretenden dampfförmigen Kohlenwasserstoffstroms wird im Bereich von etwa 25 bis etwa 600C gehalten, vorzugsweise im Bereich von 40 bis 47 0C.
Die Extraktion von tertiären Amylenen aus einer Schwefelsäurelösung, die diese tertiären Amylene enthält, ist bei erhöhten Temperaturen günstiger. Es ist jedoch schwierig, tertiäre Amylene bei erhöhter .''Temperatur zu· extrahieren, ohne die Polymerisation von tertiären Amylenen in der Schwefelsäure hervorzurufen. Es ist daher notwendig, daß die angereicherte Säure, bevor sie in Kontakt mit den Extraktionskohlenwasserstoffen gebracht wird, einer Heizdauer unterworfen wird, die so kurz wie möglich ist, um die Verluste an tertiären Amylenen durch Polymerisation auf einem Minimum zu halten.
Ein entscheidender Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß die Wärme von der extrahierten, wäßrigen Schwefelsäure direkt auf den das tertiäre Amylen extrahierenden Kohlenwasserstoff übergeführt wird, wodurch sich ein dampfförmiger Kohlenwasserstoff ergibt, der nach Kompression eine Temperatur nur wenig oberhalb der Extraktionstemperatur hat, sowie eine "abgekühlte, extrahierte
■'"■ Schwetelsäure bei einer optimalen Absorptionstempe-, ratur. Die Verarbeitungskosten werden auf diese Weise sehr vermindert. Es ergibt sich eine beträchtlich höhere Wirksamkeitgegenüber bekannten Verfahren
• zur Abtrennung und Gewinnung von tertiären
Amylenen. _ . ...
Bei spiel
Beladene, 15,6°C warme angereicherte Schwefelsäure der in der Tabelle gezeigten Zusammensetzung wird mit einer Geschwindigkeit von 850 m3 pro Arbeitstag mit dampfförmigem Kohlenwasserstoff von 47° C mit der in der Tabelle gezeigten Zusammensetzung, der mit einer Geschwindigkeit von 752 m3 pro Arbeitstag zugeführt wird, gemischt. Der dampfförmige Kohlenwasserstoff wird hierzu auf. einen Druck von 7,03 kg/cm2 verdichtet. Die 47°C heiße extrahierte Säure wird mit einer Geschwindigkeit von 648 m3 pro Arbeitstag abgezogen. Die extrahierte Schwefelsäure hat die in der Tabelle angegebene Zusammensetzung. Der mit einer Geschwindigkeit von 953 m3 pro Arbeitstag abgezogene Kohlenwasserstoffextrakt hat die in der Tabelle gezeigte Zusammensetzung.
Zusammensetzung
Beladene
Schwefelsäure
m7T
Dampfförmiger
Kohlenwasserstoff
ms/T ' -"' :
Extrahierte
Schwefelsäure
m3/T
Kohlenwasserstoffextrakt
Isobutan
Butan und Butylene
Isopentan
Penten-1
2-Methylbuten-l
Pentan
trans-Penten-2
cis-Penten-2
2-Methylbuten-2
Hexan
Decen
65gewichtsprozeitige Schwefelsäure
0,32
0,8
0,32
23,4
0,32
0,8
0,48
209
0,32
614
711
37
0,16
3,8
0,64
3,2
29
614
710
37,5
0,95
0,32
2,4
0,32
0,80
0,48
163
0,32
14

Claims (1)

  1. I 468
    Patentanspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von tertiären Amylenen aus Kohlenwasserstoffgemischen, die diese und andere ^-Kohlenwasserstoffe enthalten, durch Behandeln mit einer wäßrigen, 50- bis 70gewichtsprozentigen Schwefelsäure, Abziehen der beladenen Schwefelsäure, Extraktion der tertiären Amylene mit einem flüssigen paraffinischen oder olefinischen Kohlenwasserstoff und Abtrennung der tertiären Amylene von dem Kohlenwasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man die beladene Schwefelsäure mit einem dampfförmigen paraffinischen oder geradkettigen olefinischen Kohlenwasserstoff mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen pro Molekül extrahiert, wobei der Kohlenwasserstoff kondensiert wird, und den einen C3- oder Q-Kohlenwasserstoff und tertiäre Amylene enthaltenden Kohlenwasserstoffstrom abzieht.

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