DE1230026B - Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeurenitrilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CarbonsaeurenitrilenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο - 27
Nummer: 1230 026
Aktenzeichen: N25198IVb/12o
Anmeldetag: 3. Juli 1964
Auslegetag: 8. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäurenitrilen durch Umsetzung
eines Carbonsäuresalzes mit einem Phosphornitrilchlorid unter Wasserausschluß bei erhöhter Temperatur.
In der USA.-Patentschrift 3 012 059 wird ein Verfahren zur Herstellung von organischen Nitriten
beschrieben, bei dem Phosphornitrilchlorid mit einem Alkali- oder Erdalkalimetallsalz einer aliphatischen
oder aromatischen Carbonsäure bei einer Temperatur von 100 bis 200° C umgesetzt wird.
Diese Umsetzung wird durch die folgende Reaktionsgleichung (I) dargestellt:
(PNCIa)3 + 9 RCOOMe -♦ 3 RCN
+ 3 (RCO)2O + 3 MePO3 + 6 MeCl (I)
in der R ein aliphatischer oder aromatischer Rest und Me ein Alkali- oder Erdalkalimetall bedeutet.
Ferner ist in dieser Patentschrift beschrieben, daß bei dieser Umsetzung Nitrile selbst dann gewonnen
werden können, wenn das Molverhältnis von (PNCIi)3 : RCOOMe in der obigen Reaktionsformel
1 : 1 ist, wobei jedoch das wirksamste Molverhältnis von (PNCk)3 : RCOOMe 1 : 9 ist, und daß, wenn
das Molverhältnis des Alkali- oder Erdalkalimetalls der aliphatischen oder aromatischen Carbonsäure
zum Phosphornitrilchlorid niedriger als das oben angegebene wirksame Molverhältnis ist, ein Nebenprodukt,
wie z. B. das entsprechende Nitrilchlorid, gebildet wird, wodurch sich die Nitrilausbeute verringert.
Wie aus der Reaktionsgleichung (I) klar hervorgeht, läßt sich bei dem obigen Verfahren 1 Mol
Nitril aus 3 Mol des Carbonsäuresalzes herstellen. Selbst wenn die Nitrilausbeute hoch ist, ist es nicht
unbedingt gesagt, daß das obige Verfahren in industrieller Hinsicht von Nutzen ist.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Nitril dadurch wirksam herzustellen, daß Nitrilchlorid,
das sich zusammen mit Nitril durch die Umsetzung eines Carbonsäuresalzes mit Phosphornitrilchlorid
gebildet hat, mit einer in dem Reaktionsgemisch gleichzeitig vorhandenen stickstoffhaltigen Verbindung
umgesetzt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht daher darin, daß man die eingangs beschriebene Umsetzung
in Gegenwart eines Ammoniumsalzes oder einer stickstoffhaltigen Verbindung durchführt, die während
der Reaktion ein Ammoniumsalz zu bilden vermag.
Im allgemeinen werden, wenn 2 Mol Phosphornitrilchlorid (als Monomer) mit 3 Mol eines Carbon-Verfahren
zur Herstellung von
Carbonsäurenitrilen
Carbonsäurenitrilen
Anmelder:
Nippon Chemical Industrial Co., Ltd., Tokio
Vertreter:
Dr. H. Haalck, Rechtsanwalt,
Hamburg 20, Goernestr. 12
Als Erfinder benannt:
Toshio Nakaoka,
Kozo Sonobe,
Sadao Suganuma,
Eiji Mori, Tokio
Toshio Nakaoka,
Kozo Sonobe,
Sadao Suganuma,
Eiji Mori, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 5. Juli 1963 (34 467),
vom 23. März 1964 (15 675)
Japan vom 5. Juli 1963 (34 467),
vom 23. März 1964 (15 675)
säuremetallsalzes umgesetzt werden, Nitril und Carbonsäurechlorid nach der folgenden Reaktionsgleichung
(II) hergestellt:
-J- (PNCla)ra + 3 RCOOMe
= 2 RCN + RCOCl + 3 MeCl + P2O5 (II)
= 2 RCN + RCOCl + 3 MeCl + P2O5 (II)
in der R ein Alkyl- oder Arylrest, Me ein Alkalimetall-, Erdalkalimetall- und Ammoniumradikal
und η eine ganze Zahl größer als 3 bedeutet.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich bei der Umsetzung (II) das gebildete Säurechlorid
durch eine gleichzeitig vorhandene stickstoffhaltige Verbindung, die vorzugsweise in der Form von
Ammoniumsalz in dem Reaktionsgemisch vorliegt, wirksam in Nitril umwandeln, wie durch die folgende
Reaktionsgleichung (III) dargestellt ist:
RCOCl + P2O5 + NH4 — Ä
-> RCN + 2 (HPO3) -f HCl + HA (III)
in der R ein Alkyl- oder Arylrest und A ein anorganisches oder organisches Anion bedeutet.
Falls das Ammoniumsalz einer Carbonsäure bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird,
so bildet sich Ammoniumchlorid bei der Umsetzung (III), weshalb der Zusatz einer stickstoffhaltigen
Verbindung nicht erforderlich ist, da die Ausgangs-
609 730/436
3 4
verbindung selbst als Ammoniumquelle für die ein Erwärmen auf 100 bis 2000C aus, während
Nitrilherstellung dienen kann. bei Benzoesäurederivaten eine Erwärmung auf 400
Wenn aber ein Alkali- oder Erdalkalimetallsalz bis 600° C erforderlich ist. Das Carbonsäurenitril
einer Carbonsäure erfindungsgemäß als Ausgangs- läßt sich durch direkte Destillation oder durch Ex-
verbindung verwendet wird, so werden stickstoffhaltige 5 tränieren mit einem Lösungsmittel in reiner Form
Verbindungen wie Ammoniumsalze oder Amide abtrennen.
von anorganischen Säuren, z. B. Ammoniumchlorid, Die Erfindung wird an Hand der folgenden Bei-
Ammbniumsulfat, Ammoniumcarbonat, Diammoni- spiele erläutert. Die angegebenen Teile bedeuten
umwasserstoffbhosphat und Phosphorsäureamide, Gewichtsteile.
Harnstoff, Ammoniumcarbamat und Ammonium- io R . . .
salze der als Ausgangsverbindung verwendeten e ι s ρ ι e l
Carbonsäure zugesetzt. Vorzugsweise kommt ein 231 Teile Ammoniumacetat wurden mit 230 Teilen
Ammoniumsalz einer anorganischen Säure oder Triphosphornitrilchlorid vermischt, und die Mischung
einer als Ausgangsverbindung verwendeten orga- wurde in ein mit einem Rückflußkühler versehenes
nischen Carbonsäure als stickstoffhaltige Verbindung 15 Reaktionsgefäß eingebracht und erwärmt, wobei
zum Einsatz. sie vor Feuchtigkeit geschützt wurde. Als die Tempe-
Wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ratur 120°C erreichte, erfolgte plötzlich eine Um-2
Mol Phosphorsalpetersäurechlorid (als Monomer) Setzung unter der Bildung von Chlorwasserstoffgas,
und mehr als 3 Mol Carbonsäuresalz umgesetzt Zum weiteren Erwärmen auf über 1800C wurde
werden, so verringert sich die in dem Reaktions- 20 ein Rückfluß eingeleitet, wobei gleichzeitig Chlorzwischenprodukt
nach der Reaktionsgleichung (II) wasserstoffgas erzeugt wurde. Der Rückfluß wurde
zu bildende Menge P2O5. 6 Stunden lang bei einer Temperatur von 200 bis
Da die Dehydrierfähigkeit des Reaktionszwischen- 23O0C durchgeführt, wonach die Chlorwasserstoffprodukts
vermindert ist, besteht daher die Neigung gaserzeugung nahezu beendet war. Die Mischung
zu einer unzureichenden Umwandlung des Aus- 25 wurde danach destilliert, und es wurden 300 Teile
gangsstoffes in Nitril und zur Bildung von Carbon- einer Fraktion entfernt, die bei einer Temperatur
säure oder Säureanhydrid. Daher ist die Verwendung von 75 bis 900C aus der Mischung abdestilliert
von mehr als 3 Mol Carbonsäuresalz pro 2 Mol wurde. Die Fraktion wurde dann rektifiziert, und
Phosphorsalpetersäurechlorid (als Monomer) nicht man erhielt 253 Teile (68,5%) Acetonitril: Siedepunkt
ratsam. * 30 81 bis 83°C.
Als Beispiele für Phosphornitrilchloride seien das Beispiel 2
Tetramer und andere Polymere und deren Mischungen genannt. Diese Verbindungen lassen sich 125 Teile Ammoniumbenzoat und 70 Teile einer durch die Umsetzung von Phosphorpentachlorid Mischung aus Triphosphornitrilchloridkristallen und mit Ammoniumchlorid oder von Phosphortrichlorid 35 Tetraphosphornitrilchloridkristallen wurden zermit Chlor und Ammoniumchlorid nach folgenden mahlen und miteinander vermischt; die Mischung Reaktionsgleichungen herstellen: wurde in ein mit einem Rückflußkühler versehenes
Tetramer und andere Polymere und deren Mischungen genannt. Diese Verbindungen lassen sich 125 Teile Ammoniumbenzoat und 70 Teile einer durch die Umsetzung von Phosphorpentachlorid Mischung aus Triphosphornitrilchloridkristallen und mit Ammoniumchlorid oder von Phosphortrichlorid 35 Tetraphosphornitrilchloridkristallen wurden zermit Chlor und Ammoniumchlorid nach folgenden mahlen und miteinander vermischt; die Mischung Reaktionsgleichungen herstellen: wurde in ein mit einem Rückflußkühler versehenes
PCl5+ NH4Cl^ (PNCk)n+ 4HCl (IV) Reaktionsgefäß eingebracht und erwärmt wobei
ppi In-L wTjri -+ /ρ-ΜΤΊ ϊ j. 4wri ΛΛ sie vor Feuchtl§keit geschützt wurde. Bei 1200C
PU3 + U2 + NH4Cl-^(FNCyn + 4HU (V) 40 war ein Teil der Mischung geschmolzen, und ober-
in denen η eine ganze Zahl größer als 3 bedeutet. halb 1800C setzte ein Rückfluß ein, wobei kräftig
Die Reaktionsprodukte nach den obigen Reaktions- Chlorwasserstoffgas erzeugt wurde. Als dann die
formein (IV) und (V) lassen sich als Mischungen Mischung 3 Stunden lang bei einer Temperatur
aus (PNCI2)» in Kristallform, sofern η eine ganze von 2400C erwärmt wurde, kam die Chlorwasser-.
Zahl von 3 bis 7 bedeutet, oder in öliger Form, 45 Stoffentwicklung fast zum Stillstand. Das Reaktions-
sofern η größer als 7 ist, herstellen. · gemisch trennte sich in eine flüssige Phase und eine
Die als Ausgangsverbindung dienende Carbon- feste Phase.
säure, die sich bei dem erfindungsgemäß in der Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum destil-
Form eines Alkali- oder Erdalkalimetallsalzes oder liert, wobei bei einer Temperatur von 81 bis 840C
Ammoniumsalzes verwenden läßt, umfaßt substi- 5° und unter einem Druck von 20 mm Hg 65 Teile
tuierte oder nichtsubstituierte aliphatische oder (70,5%) Benzonitril gewonnen wurden,
aromatische Carbonsäure. . .
Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich Beispiel
insbesondere zur Herstellung von Nitrilen aus 465 Teile Ammonium-p-hydroxybenzoat wurden
hydroxylsubstituierten aromatischen Carbonsäure- 55 mit 230 Teilen Phosphornitrilchloridj das aus Tri-,
salzen. Tetra- und Polyphosphornitrilchlorid bestand, gut
Wenn bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vermischt, und die Mischung wurde in ein Reaktionsein
Alkalimetall-, Erdalkalimetall- oder Ammonium- gefäß eingebracht und dann erwärmt. Als die Tempesalz
einer organischen Carbonsäure und Phosphor- ratur von 150 auf 1700C erhöht wurde, wurde kein
nitrilchlorid getrennt verwendet werden, läßt sich 60 Chlorwasserstoffsäuregas mehr erzeugt. Das Reakdie
Reaktion nach herkömmlicher Art durch gutes tionsprodukt war eine gleichförmige, halb ge-,
Zermahlen und Vermischen der erwähnten Ausgangs- schmolzene Masse, aus der während einer möglichst
stoffe mit einer der genannten stickstoffhaltigen Ver- kurzen Erhitzung 5000C p-Cyanophenol zusammen
bindungen und durch Erwärmen der erhaltenen mit dem Nebenprodukt Ammoniumchlorid heraus-Mischung
als solche oder, falls erforderlich, in der 65 destillierte, wobei kräftig Chlorwasserstoffgas ent-Gegenwart
eines Lösungsmittels durchführen. Bei wickelt wurde.
der Verwendung einer niederen aliphatischen Car- Das Destillat wurde mit heißem Benzol extrahiert,
bonsäure, wie Essig- oder Propionsäure, reicht um Paracyanophenol zu gewinnen. Dabei wurden
I 230 026
262 Teile (73%) p-Cyanophenol (Schmelzpunkt: 113 0C) durch Destillation aus dem Benzolextrakt
erhalten.
104 Teile Ammonium-o-chlorbenzoat wurden mit 46 Teilen Phosphornitrüchlorid, das aus Tri-, Tetra-
und Polyphosphornitrilchlorid bestand, gut vermischt. Die Mischung wurde in einem Reaktionsgefäß von 180 auf 24O0C erwärmt, wobei Feuchtigkeit
ausgeschlossen wurde. Chlorwasserstoffsäuregas wurde bei einer Temperatur von über 2000C
kräftig erzeugt, und die Umsetzung wurde etwa 90 Minuten lang durchgeführt. Nach dem Abkühlen
wurde das Reaktionsprodukt mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert. 72 Teile o-Chlorbenzonitril wurden
durch Entfernen des Tetrachlorkohlenstoffs aus dem Extrakt erhalten. 65 Teile (80%) reines o-Chlorobenzonitril
(Schmelzpunkt: 45 bis 460C) wurden durch Vakuumdestillation erhalten.
552 Teile Ammonium-p-nitrobenzoat wurden mit 230 Teilen Phosphornitrüchlorid vermischt, welches
aus Tri-, Tetra- und Polyphosphornitrilchlorid bestand, und die Mischung wurde bei einer Temperatur
von 240 bis 2600C erwärmt. Die so erhaltene Reaktionsmischung
wurde mit Wasser versetzt und dann erwärmt, um die wasserlöslichen Substanzen aus
der Reaktionsmischung zu extrahieren. Nach dem Abkühlen wurden die wasserunlöslichen Kristalle
gesammelt und aus Äthanol umkristallisiert; man erhielt 410 Teile (93%) p-Nitrobenzonitril (Schmelzpunkt:
1400C).
Beispiele 6 bis 20
Organische Nitrile wurden durch ähnliche Verfahren, wie in den Beispielen 1 bis 5 beschrieben,
aus Ammoniumcarboxylaten mit verschiedenen Substituenten hergestellt. Die erzielten Ergebnisse sind
in der Tabelle I angegeben.
In diesen Beispielen wurde eine Mischung aus Chlortriphosphornitrilchloridkristallen und Tetraphosphornitrilchloridkristallen
verwendet, und es gelangten 3 Mol Ammoniumsalze pro 2 Mol Chlorphosphornitrilchlorid
(als Monomer berechnet) zum Einsatz.
| Beispiel Nr. |
Ausgangsverbindung | Cl 1 |
Verfahren nach Bei spiel Nr. |
Temperatur in 0C |
Produkt | < | V | -CN | Siedepunkt oder Schmelzpunkt in 0C |
Ausbeute in % |
| 6 | C2H5COONH4 | /~~\- | I | 180 bis 220 | C2H5CN | C | 3- | -CN | Kp. 95 bis 98 | 63 |
| 7 | CH3- | Cl I |
IV | 200 bis 240 | CH3- | -i | Cl I |
F. 29 | 57 | |
| 8 | Cl- | -ö- | IV | 200 bis 240 | Cl- | J | -CN | F. 92 | 77 | |
| :i | ||||||||||
| 9 | NO2 I |
IV | 180 bis 220 | < | -CN | F. 46 | 80 | |||
| /~~V- | 3- | -CN | ||||||||
| 10 | Cl- | IV | 220 bis 240 | Cl- |
NO2
I |
F. 73 | 81 | |||
| 11 | O2N- | - COONH4 | V | 240 bis 260 | O2N- | CN | F. 147 | 93 | ||
| - COONH4 | ||||||||||
| 12 | V | 180 bis 200 | F. 109 bis 110 | 45 | ||||||
| -COONH4 | ||||||||||
| - COONH4 | ||||||||||
| - COONH4 | ||||||||||
| COONH4 |
Fortsetzung
| Beispiel Nr. |
Ausgangsverbindung | I Cl |
- COONH4 | Verfahren nach Bei spiel Nr. |
Temperatur in 0C |
Cl- | Produkt | \ Cl |
-CN | Siedepunkt oder Schmelzpunkt in 0C |
Ausbeute in % |
| NO2 J |
OH I |
NO2 j |
OH j |
||||||||
| 13 | - COONH4 | V | 240 bis 260 | -CN | F. 100 bis 101 | 91 | |||||
| OH | OH | OH I |
OH j |
||||||||
| 14 | - COONH4 | III | 350 bis 400 | o- | Q- | -CN | F. 95 | 58 | |||
| H3C OH I I |
I NO2 |
H3C OH I I |
I NO2 |
||||||||
| 15 | </- | Cl Γ |
-COONH4 | III | 400 bis 450 | Ö- | Cl L |
-CN | F. 86 bis 87 | 60 | |
| OH | HO-^^- | OH | |||||||||
| 16 | Cl j |
III | 400 bis 450 | Cl j |
F. 166 bis 167 | 55 | |||||
| HO V^ | - COONH4 | -CN | |||||||||
| I Cl |
Cl | ||||||||||
| 17 | - COONH4 | III | 350 bis 400 | -CN | F. 82 | 93 | |||||
| 18 | III | 400 bis 450 | F. 119 bis 120 | 49 | |||||||
| - COONH4 | HO | -CN | |||||||||
| 19 | - COONH4 | III | 400 bis 450 | HO- | -CN | F. 155 | 85 | ||||
| 20 | III | 400 bis 450 | F. 146 | 83 | |||||||
i c j ι 21
in ein mit einem Kühler versehenes Reaktionsgefäß eingebracht und auf einem ölbad erwärmt. Es
24,6 Teile Natriumacetat, 25 Teile einer Mischung 65 erfolgte eine heftige Reaktion bei einer Temperatur
aus Tri-, Tetra- und Polyphosphornitrilchlorid und von über 12O0C, und die Erzeugung von Kohlen-15
Teile Ammoniumcarbonat wurden gut zermahlen dioxydgas und Chlorwasserstoffgas wurde durch
und miteinander vermischt. Die Mischung wurde einen etwa 2stündigen Rückfluß bei einer Temperatur
von 2200C zum Stillstand gebracht. Nach dem Abkühlen
wurde das Reaktionsprodukt destilliert. Man erhielt 103 Teile (84%) Acetonitril, die bei
einer Temperatur von 80 bis 850C herausdestilliert
wurden.
Ein Gemisch aus 44 Teilen Natriumbenzoat, 115 Teilen einer Phosphornitrilchloridmischung aus
Tn-, Tetra- und Polyphosphornitrilchlorid und 60 Teilen Ammoniumchlorid wurden in ähnlicher
Weise wie im Beispiel 1 behandelt. Das Reaktionsprodukt wurde mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert
und destilliert, und man erhielt 78 Teile (76%) Benzonitril, die bei einer Temperatur von 88 bis
91° C herausdestilliert wurden.
20
66 Teile Calcium-3-nitro-4-chlorbenzoat, 30 Teile Triphosphorsalpetersäurechlorid und 50 Teile Ammoniumsulfat
wurden zermahlen und vermischt, und die Mischung wurde in ähnlicher Weise wie im Beispiel 1 behandelt. Die Reaktion wurde bei
einer Temperatur von 26O0C durchgeführt, und
danach wurde das Reaktionsprodukt mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert. Man erhielt 52 Teile
eines Rohprodukts. Durch Umkristallisieren des Rohprodukts aus Wasser wurden 48 Teile (86%)
reines 3-Nitro-4-chlorbenzonitril mit einem Schmelzpunkt von 100 bis 1010C gewonnen.
50 Teile Natrium-p-hydroxybenzoat, 48 Teile Ammoniumparahydroxybenzoat,
73 Teile einer Mischung aus Triphosphornitril- und Tetraphosphornitrilchloridkristallen
und 41 Teile Ammoniumdihydrogenphosphat wurden zermahlen und vermischt, und die Mischung wurde in ein mit einem Kühler versehenes
Reaktionsgefäß eingebracht. Das Reaktionsgefäß wurde in einen elektrischen Ofen eingesetzt, der auf
einer Temperatur von 5000C gehalten wurde; dabei
wurde p-Cyanophenol zusammen mit dem Nebenprodukt Ammoniumchlorid unter der Bildung von
Chlorwasserstoffgas herausdestilliert. Das so gewonnene p-Cyanophenol wurde mit heißem Benzol
extrahiert; man erhielt 63 Teile (84%) p-Cyanophenol (Schmelzpunkt: 113°C).
Das Beispiel 24 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß als Ausgangsverbindungen 52,5 Teile
Natrium-2-hydroxy-3-methylbenzoat, 30 Teile Triphosphornitrilchlorid und 20 Teile Harnstoff verwendet
wurden. Man erhielt 21 Teile (51%) 2-Hydroxy-3-methylbenzonitril
(Schmelzpunkt: 84 bis 850C).
35
40
45
50
JL>
13
Beispiele 26 bis 52
Organische Nitrile wurden durch ähnliche Verfahren, wie in den Beispielen 21 bis 25 beschrieben,
aus verschiedenen Carbonsäuren und verschiedenen Ammoniumsalzen hergestellt. Die erzielten Ergebnisse
sind in der Tabelle II angegeben.
60
65
<N
(N
(N
Xl
O
O
|
O
(N |
O
(N |
τ? | |
| (N | (N | (N | (N |
| αϊ | (Λ | οι | |
| "j3 | ■js | 'JS | |
| O | O | O | |
| 0 | O | ||
| (N | (N | (N | (N |
| r— | t-» | ||
| VO | VO | VO | |
| 0" | θ" | θ" | ι—I |
^H O
(N
(M
X Z
| σ) | <S | Oj | 03 | |
| eta | Z | Z | Z Μ | |
VO
(N
(N
OO (N
Os (N
609 730/436
Fortsetzung
Beispiel Nr.
Ausgangsverbindung
Carbonsäure
| Metall | |
| COOH | — Ca |
| COOH | — Ca |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | -Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
Ammonium- oder Aminverbindung
Verfahren nach Beispiel Nr.
- NH4 oder -NH2
RCOOM
PNC2
RCOOM
Reaktionstemperatur in "C
Produkt
Ausbeute in %
H3C-H3C
Cl-
y s
/ V
NH4Cl
(NH4)3HPO
— COONH4
NH4Cl
(NH4)2HPO4
NH4Cl
O2N O2N
OH
NH4Cl
NH4Cl
— Na (NH4)2SO4
— Na NH4Cl
OP(NH2)3
24 24 24 24 24 24
24 25 25
26 26
1 1 1 1 1 1
0,7
0,7
1 0,5
0,67
0,67
0,67
0,67
0,67 0,67 0,67
0,67 0,67
bis 240 bis 240 bis 220 bis 220 bis 220 bis 230
bis 240 bis 260 bis 260
bis 450
bis 450
CN
CN
CN
H3C
H3C
CN
CN
O2N
O2N
68 70
73 52 53 75
78 85 87
45
45
N) LKI O
Fortsetzung
Beispiel Nr.
Ausgangsverbindung
Carbonsäure
| Metall | |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Na |
| COOH | — Ca |
| COOH | — Ca |
| COOH | — Κ |
| COOH | -Na |
| COOH | — Na |
Ammonium- oder Aminverbindung
Verfahren nach Beispiel Nr.
RCOOM
PNC2
RCOOM
Reaktionstemperatur in 0C
Produkt
Ausbeute in %
42 43 44 45 46 47 48
OH
HO HO HO
NH4Cl
NH4Cl
NH4Cl
(NH4)2SO4
HO
/■ ν
HO
HO
HO
Cl
Cl
HO
(NHa)2CO NH4Cl
(ΝΗ4)2ΗΡθ4
NH4Cl
(NH4)2HPO4
— Na (ΝΗ4)2ΗΡΟ4
COONH4
26 26 26 26 26 26 26
26 26
26 26
0,67
bis 450 bis 450 bis 450 bis 450 bis 450 bis 450 bis 480
bis 480 bis 450
bis 500 bis 500
OH
HO
■CN
HO
HO
HO
HO
HO
HO
J V
y ν
// ν
•CN
■CN
■CN
CN
■CN
83 78 83 85 75 75 80
82 85
75 78
O ND Oi
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Carbonsäurenitrilen durch Umsetzung eines Carbonsäuresalzes
mit einem Phosphornitrilchlorid unter Wasserausschluß bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man die
Umsetzung in Gegenwart eines Ammoniumsalzes oder einer stickstoffhaltigen Verbindung durchführt,
die während der Reaktion ein Ammoniumsalz zu bilden vermag.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung eines Ammoniumsalzes der organischen Carbonsäure als
Ausgangsmaterial dieses Ammoniumsalz selbst als stickstoffhaltige Verbindung dient.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Alkalimetall-
oder Erdalkalimetallsalzes der organischen Carbonsäure als Ausgangsmaterial Ammoniumsalze
oder Amide von anorganischen Säuren oder Harnstoff oder Ammoniumsalze von Carbonsäuren
als stickstoffhaltige Verbindung zum Einsatz gelangen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mehr als 2 Mol Phosphornitrilchlorid
(berechnet als Monomer) pro 3 Mol Carbonsäuresalz verwendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3446763 | 1963-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1230026B true DE1230026B (de) | 1966-12-08 |
Family
ID=12415039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN25198A Pending DE1230026B (de) | 1963-07-05 | 1964-07-03 | Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeurenitrilen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3341566A (de) |
| DE (1) | DE1230026B (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1090155A (en) * | 1964-07-23 | 1967-11-08 | Nippon Chemical Ind | A process for the manufacture of hydroxybenzonitriles |
| DE2737210C2 (de) * | 1977-08-18 | 1983-06-23 | Bayer Ag, 5090 Leverkusen | Verfahren zur Herstellung von Nitrilen |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2206351A (en) * | 1936-12-29 | 1940-07-02 | Ici Ltd | Preparation of aliphatic acid nitriles |
| US2800496A (en) * | 1955-03-15 | 1957-07-23 | California Research Corp | Organic nitrile production |
| US3012059A (en) * | 1959-05-18 | 1961-12-05 | Armstrong Cork Co | Fusion process for producing pure organic nitriles |
-
1964
- 1964-07-01 US US379735A patent/US3341566A/en not_active Expired - Lifetime
- 1964-07-03 DE DEN25198A patent/DE1230026B/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3341566A (en) | 1967-09-12 |
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