DE1229066B - Verfahren zur Herstellung von Phenylcarbamaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PhenylcarbamatenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C209/00—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
- C07C209/64—Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton by disproportionation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
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-
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche KL: 12 ο-17/01
Nummer: 1229 066
Aktenzeichen: F 33488IV b/12 ο
Anmeldetag: 23. März 1961
Auslegetag: 24. November 1966
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung von Carbaminsäureester!! der allgemeinen Formel
OCH2 — C = CH
^CH3 Verfahren zur Herstellung
von Phenylcarbamaten
in welcher R für ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe steht und R' für ein Wasserstoffoder
Halogenatom, eine Alkyl-, Alkoxy-, Alkylmercapto- oder Dialkylaminogruppe steht.
Diese Carbaminsäureester erhält man, wenn man nach an sich bekannten Verfahren entweder Phenole
der allgemeinen Formel
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
OCH2 — C = CH
in welcher R' die obengenannte Bedeutung hat, mit Methylisocyanat bzw. N-Methyl- bzw. Ν,Ν-Dimethylcarbaminsäurehalogeniden
oder die entsprechend substituierten Chlorameisensäurephenylester bzw. Kohlensäure-bis-phenylester mit Methyl- bzw.
Dimethylamin oder die entsprechend substituierten Phenole mit N-Methyl- bzw. Ν,Ν-Dimethyl-phenylcarbamaten
umsetzt.
Die beanspruchten Verbindungen zeigen eine sehr gute insektizide Wirkung, wie aus folgender Tabelle
ersichtlich ist:
2-Propargyloxyphenyl-N-methylcarbamat
Konzentration
0,02
0,002
Abtötung (°/o)
Plutella
maculipennis
maculipennis
100
100
Drosophila
100
80
80
Blattläuse
100
100
Spinnmilben
100
60
60
systemisch Sitobium
granarium
granarium
Als Erfinder benannt:
Dr. Rudolf Heiss,
Dr. Ernst Böcker, Köln-Stammheim; Dr. Herbert Ferdinand Jung, Burscheid-Maxhahn
3-Propargyloxyphenyl-N-methylcarbamat
Konzentration
0,2
0,02
0,02
Abtötung (%)
Plutella
maculipennis
maculipennis
100
100
100
Drosophila
100
98
98
Blattläuse
100 100
Spinnmilben
100 0
systemisch
Sitobium
granarium
100
100 Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeichnen sich weiter durch eine wesentlich bessere Alkalibeständigkeit
aus, als es z. B. das als Insektizid bekannte a-Naphthyl-N-methyl-carbamat besitzt, wie
folgender Vergleich zeigt:
609 7287413
Konstitution
Mammalia-
toxizität
Ratte
peroral LD50 (mg/kg)
Art der Testtiere
a) Musca dom. (Stubenfliege)
b) Aedes aeg. (Gelbfieber-
mücken)
Prüfung als Residualbelag auf porösen
alkalischen Unterlagen (gekalkter Ton),
1 g Wirkstoff pro Quadratmeter
Initalwirkung:
k. d. 95*)
k. d. 95*)
nach
Minuten
Minuten
Residualwirkung: Prozentuale Abtötung nach 8stündiger Verweilzeit
Alter der Beläge 1 Woche 2 Wochen 3 Wochen 4 Wochen
<ζ ^- O —-CO — NH-
Ο —CH2-C = CH
O — CO — NH — CH3
O — CO — NH — CH3
CH3
etwa 100
etwa 500
10'
100
100
100
100 100
100 100
100 100
35
100
100
100
70 80
0 0
*) 95% der eingesetzten Versuchstiere waren knock-down, d. h. so gelähmt, daß sie sich aus der Rückenlage nicht wieder selbständig
aufrichten konnten.
Bei dieser Spezialprüfung wird der Wirkstoff in einer Netzpulverformulierung (wettable powder) in
einer bestimmten Aufwandmenge (1 g Wirkstoff pro Quadratmeter) auf gekalkten Ton aufgespritzt. Die
Ergebnisse dieser Versuche sowie die Einzelheiten der Versuchsanstellung sind der vorstehenden Tabelle
zu entnehmen. Die Zeiten bis zur Lähmung der unmittelbar vom Spritzstrahl getroffenen Tiere sind
in der ersten Spalte unter Initialwirkung aufgeführt. Die Verbindungen zeichnen sich dabei durch eine
relativ rasche Anfangswirkung aus. Die Residualwirkung der Spritzbeläge auf der porösen alkalischen
Unterlage wird in der Weise getestet, daß in bestimmten Zeitabständen neues Tiermaterial auf die
behandelten Unterlagen aufgebracht wird und die prozentuale Abtötung innerhalb einer 8stündigen
Verweilzeit bestimmt wird.
Die Versuche zeigen eine starke Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen im Hinblick auf
die Initial- und Residualwirkung im Vergleich zu einem Handelsprodukt. Besonders auffallend ist die
gute Wirksamkeit gegenüber Gelbfiebermücken (aedes aegyptii).
Gegenüber den aus der belgischen Patentschrift 593 564 bekannten Carbaminsäurederivaten zeichnen
sich die erfindungsgemäß herstellbaren Verbindungen durch eine sehr viel größere Alkali-, besonders Kalkbeständigkeit
aus. Infolgedessen besitzen die Verfahrensprodukte bei Aufbringung auf gekalkte Wände
eine sehr viel längere Residualwirkung gegen Fliegen und Mücken als die aus der belgischen Patentschrift
593 564 bekannten. Präparate.
Diese hohe Kalkbeständigkeit der erfindungsgemäßen Phenylcarbamate ist völlig überraschend
und konnte in keiner Weise vorausgesehen werden, da sich Carbaminsäureester im allgemeinen als sehr
alkaliempfindlich erweisen und bisher aus dieser Substanzklasse keine Verbindungen mit einer so
hohen Stabilität und damit verbundenen lang anhaltenden Wirksamkeit bekanntgeworden sind. Die
technische Überlegenheit der Verfahrensprodukte ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich:
Prüfung als Residualbelag auf porösen alkalischen Unterlagen (gekalkter Ton), 1 g Wirkstoff pro Quadratmeter
Residualwirkung: Prozentuale Abtötung nach 8stündiger Verweilzeit
Alter der Beläge 1 Woche 2 Wochen 3 Wochen 4 Wochen
Konstitution
Art der Testtiere a) Musca dom. (Stubenfliege)
b) Aedes aeg. (Gelbfiebermücken)
Initialwirkung: k. d. 95*) nach Minuten
« V-O-CO-NH-CH3
0-CH2-C = CH
(erfindungsgemäß, Beispiel 1)
O —CO — NH-CH3
0-CH-(CHs)2
(bekannt aus der belgischen Patentschrift 593 564, Beispiel 1)
a) b)
a) b)
100
50
100
100
100
0
0
100 100
100 100
*) 95% der eingesetzten Versuchstiere waren knock-down, d. h. so gelähmt, daß sie sich aus der Rückenlage nicht wieder selbständig
aufrichten konnten.
NHCH3
O — CH2 — C = CH
14,8 g (0,1 Mol) 2-Propargyloxyphenol werden in
25 ml wasserfreiem Xylol gelöst und mit 6,3 g (0,11 Mol) Methylisocyanat versetzt. Nach Zugabe
von 3 Tropfen Triäthylamin erwärmt sich das Reaktionsgemisch auf etwa 40° C. Zur Vervollständigung
der Umsetzung läßt man über Nacht stehen. Die Lösung wird dann mit Wasser gewaschen und
anschließend mit Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Xylols werden 18 g 2-Propargyloxyphenyl-N-methylcarbamat
vom Schmelzpunkt 82 bis 83 0C (entsprechend 88% der Theorie)
erhalten.
Beispiel 2
O
O
O — C — NHCH3
O — CH2 — C 3= CH
14,8 g (0,1 Mol) 3-Propargyloxyphenol und 6,3 g
(0,11 Mol) Methylisocyanat werden in 30 ml wasserfreiem Dioxan unter Zugabe von 3 Tropfen Triäthylamin
umgesetzt. Nach Abzug des Lösungsmittels erhält man 17 g 3-Propargyloxyphenyl-N-methylcarbamat
vom Schmelzpunkt 60 bis 610C (entsprechend
83% der Theorie).
daß man nach an sich bekannten Verfahren entweder Phenole der allgemeinen Formel
OCH2 — C = CH
in welcher R' für ein Wasserstoff- oder Halogenatom, eine Alkyl-, Alkoxy-, Alkylmercapto- oder
Dialkylaminogruppe steht, mit Methylisocyanat bzw. N-Methyl- bzw. Ν,Ν-Dimethylcarbaminsäurehalogeniden
oder die entsprechend substituierten Chlorameisensäurephenylester bzw. Kohlensäure-bis-phenylester
mit Methyl- bzw. Dimethylamin oder die entsprechend substituierten Phenole mit N-Methyl- bzw. N,N-Dimethylphenylcarbamaten
zu Carbaminsäureestern der allgemeinen Formel
OCH2-C =
SCH3
in welcher R für ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe steht und R' die oben angegebene
Bedeutung hat, umsetzt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Phenylcarbamaten, dadurch gekennzeichnet. In Betracht gezogene Druckschriften:
Bekanntgemachte Unterlagen der belgischen Patente Nr. 593 564, 597 390.In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 167 587.609 728/413 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (8)
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Applications Claiming Priority (1)
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-
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-
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- 1962-02-28 CH CH243862A patent/CH426363A/de unknown
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Patent Citations (3)
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Also Published As
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