DE1226855B - Verfahren zum stromlosen Vergolden der aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Elektroden einer Halbleiter-anordnung - Google Patents
Verfahren zum stromlosen Vergolden der aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Elektroden einer Halbleiter-anordnungInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C18/00—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating
- C23C18/16—Chemical coating by decomposition of either liquid compounds or solutions of the coating forming compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating; Contact plating by reduction or substitution, e.g. electroless plating
- C23C18/31—Coating with metals
- C23C18/42—Coating with noble metals
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Auslegetag:
C 23 c
Deutsche Kl.: 48 b-3/00
J 20088 VI b/48 b
15. Juni 1961
13. Oktober 1966
15. Juni 1961
13. Oktober 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum stromlosen Vergolden, insbesondere zum gezielten
Abscheiden von Gold auf Legierungskontakten von Silicium-Halbleiteranordnungen durch stromloses
Vergolden.
Die Erfindung wird im folgenden für die spezielle Anwendung bei Silicium-Dioden beschrieben, die
Aluminiumlegierungen als Kontakte besitzen. Als Aluminiumlegierung sollen im folgenden sowohl
im wesentlichen reines Aluminium als auch Aluminiumlegierungen verstanden werden, die während des
Legierens von gleichrichtenden pn-Übergängen entstehen oder als Legierungsmaterial verwendet werden.
Im Hinblick auf die Tatsache, daß Aluminium und Legierungen mit hohem Aluminiumgehalt auf ihrer
Oberfläche eine Oxydschicht aufweisen, stößt das Anbringen von Zuleitungsdrähten auf die Legierungskontakte
aus Aluminium bei Siliciumdioden auf Schwierigkeiten, da sowohl Schweißungen als
auch Lötungen durch die Anwesenheit der Oxydschicht erschwert werden. Die vorliegende Erfindung
beabsichtigt mit einer Methode, nach der Aluminiumelektroden selektiv mit Gold versehen werden, die
Herstellung von elektrischen Kontakten mit diesen Elektroden zu erleichtern.
Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum stromlosen Vergolden der aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung bestehenden Elektroden einer Halbleiteranordnung, insbesondere einer Silicium-Halbleiteranordnung,
für die Herstellung von elektrischen Kontakten, das sich erfindungsgemäß dadurch
auszeichnet, daß die Halbleiteranordnung in eine heiße Alkalihydroxydlösung einer solchen Konzentration
getaucht wird, daß nur das Elektrodenmaterial angegriffen wird, anschließend die Lösung bei
eingetauchter Halbleiteranordnung fortlaufend mit heißem Wasser unter Ablaufenlassen verdünnt wird,
bis sie aus klarem Wasser besteht, sodann dem Wasser mit der darin eingetauchten Anordnung unter
Aufrechterhaltung einer Temperatur von etwa 80° C eine Lösung eines Gold-Amino-Komplexes zum Vergolden
zugefügt und der pH-Wert des Vergoldungsbades mittels einer Ammoniumhydroxydlösung auf
einen Wert zwischen 7 und 8 eingestellt und gehalten wird.
Die weitere Ausbildung und die Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung an
Hand der die Aufeinanderfolge der einzelnen Verfahrensschritte wiedergebenden Zeichnung dargestellt.
Der erste Verfahrensschritt nach der Erfindung Verfahren zum stromlosen Vergolden der aus
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
bestehenden Elektroden einer Halbleiteranordnung
Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
bestehenden Elektroden einer Halbleiteranordnung
Anmelder:
Deutsche ITT Industries
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Freiburg (Breisgau), Hans-Bunte-Str. 19
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Freiburg (Breisgau), Hans-Bunte-Str. 19
Als Erfinder benannt:
Tmothy Mocanu, Quincy, Mass. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. Juni 1960 (38 631)
besteht darin, daß die fertiggestellte Diodenanordnung oder ein entsprechender anderer Gegenstand in
ein Bad getaucht wird, das im wesentlichen aus einer 2normalen Lösung von Natrium- oder Kaliumhydroxyd
besteht. Die Temperatur der Lösung wird zweckmäßig auf etwa 80° C gehalten. Das Tauchen
wird etwa 3 bis 4 Minuten oder über eine sonstige geeignete Zeit durchgeführt, während der die Oxydschicht
von der Oberfläche der Aluminiumelektrode der Diode entfernt wird, ohne daß dabei der gleichrichtende
Übergang oder die Oberflächeneigenschaften des Siliciumplättchens nachteilig beeinflußt werden.
Am Ende der Tauchzeit wird das Bad aus Alkalihydroxyd fortlaufend kontinuierlich mit heißem,
vorzugsweise kochendem Wasser verdünnt, ohne dabei die Diode aus dem Bad zu entfernen. Die Verdünnung
wird so lange fortgesetzt, bis das Bad weitestgehend frei von Hydroxyd ist und im wesentlichen
aus Wasser besteht. Dabei wird die Temperatur des Bades vorzugsweise auf etwa 80° C gehalten.
Durch das Wasserbad, das durch die laufende Verdünnung
erhalten worden ist, wird die Diode gespült, ohne sie dabei der Luft auszusetzen.
Dem Wasserbad wird eine geeignete Lösung aus einem Gold-Amino-Komplex zugegeben. Ferner wird
eine ausreichende Menge von Ammoniumhydroxyd periodisch zugefügt, und zwar so viel, wie notwendig
ist, um den pH-Wert der Lösung zwischen 7 und 8 einzustellen und zu halten, da das Ammoniumhydroxyd
verdampft. Wie in den vorhergehenden
609 670/333
Verfahrensschritten wird die Temperatur der Lösung bei etwa 80° C innerhalb einer Grenze von" "±5° C
gehalten. Die Menge der zugefügten Gold-Amino-Lösung zum Vergolden ist selbstverständlich abhängig
vom Volumen des Iteinigungsbades und der
für das Vergolden benötigten Konzentration.
Die Dioden werden zunächst in 50 ecm einer
2normalen Natriumhydroxydlösung (4 g 'Natriumhydroxyd auf 50 cm3 H2O) bei einer Temperatur
von etwa 80° C getaucht. Nach 4 Minuten werden die Dioden, ohne der Atmosphäre ausgesetzt zu werden,
gespült durch fortlaufendes Verdünnen des Bades mit kochendem Wasser, nach deren Ablauf
das 50-cm.3-Volumen des Bades im wesentlichen aus
reinem Wasser besteht.
Dieser Menge Wasser werden 5cm3 eines GoId-Amino-Komplexes
zugegeben. Wenn es notwendig ist, wird Wärme zugeführt, um die Lösung auf
80 + 50C zu halten. Nach etwa einer Minute werden
der Lösung 2 cm3 einer 28 %igen Ammonium-.hydroxydlösung
zugefügt, um diese alkalisch auf einem pH-Wert zwischen 7 und 8 zu halten. Wegen
des Austritts von Ammoniakdampf (NH3) werden nach 3 Minuten weitere 3 cm3 einer 28 °/bigen Ammoniumhydroxydlösung
zugefügt, um den gewünschten pH-Wert zu halten. -Die- Vergoldung wird für
weitere 3 Minuten fortgesetzt, nach denen'die Dioden
entfernt, gereinigt und getrocknet werden. -
Als Ergebnis dieser Behandlung weisen die Dioden eine glatte, glänzende, zusammenhängende Goldplattierung
auf den Aluminiumelektroden* auf ohne nachweisbare Vergoldung der Siliciumoberfläche. Es
konnte keine Vergoldung Oder Beeinträchtigung der gleichrichtenden Übergänge noch sonstige nachteilige
Erscheinungen auf den Halbleiterplättchen nachgewiesen werden. - ■ ' '
Es sei darauf hingewiesen, daß es wichtig ist, extreme
Abweichungen über +1O0G von der vorgesehenen
Temperatur von- 80° C zu vermeiden. Grundsätzlich wäre eine etwas -niedrigere Temperatur
für das Hydroxydbad zulässig. Um jedoch die Einstellung der für das Plattierungsbad mehr oder
weniger kritischen Temperatür von 80 + 50C zu beschleunigen
bzw. zu erleichtern, ist es zweckmäßig, die Verdünnung des Hydroxydbades mit kochendem
öder nahezu kochendem- Wasser vorzunehmen, so daß das erhaltene - Reinigungsbad eine Temperatur
von nahezu 100° C aufweist. Dadurch ist es möglich, die Vergoldungslösung und das Ammoniumhydroxyd
bei Zimmertemperatur hinzuzufügen, ohne daß-dabei die-Temperatur des Bades wesentlich
unter 80° C absinkt. Die Zuführung von Wärme über eine äußere Wärmequelle kann dann verringert, oder
gänzlich vermieden werden.
Die verschiedenen festgesetzten Zeiten sind nicht kritisch, obwohl die für die Vergoldung festgesetzte
Zeit unter Umständen zu einer unerwünschten Vergoldung des gleichrichtenden Überganges führt, wenn
sie übermäßig verlängert wird.
Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß die Oxydschicht von der Oberfläche des Aluminiums
bzw. der Aluminiumlegierung entfernt wird und daß die Oberfläche bis zum Aufbringen der Goldschicht
oxydfrei gehalten wird, ohne dabei' die Diode nachteilig zu beeinflussen. ■ ■ : ■ ''
Claims (1)
- Patentanspruch: '" "Verfahren zum stromlosen -Vergolden der aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung be-' stehenden: Elektroden einer Halbleiteranordnung, insbesondere einer Silicium-Halbleit&ränöfdnurig", für- die Herstellung von-elektrischen1 -Kontakten, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiteranordnung in eine heiße Alkalihydroxydlösung einer solchen Konzentration getaucht wird, daß nur das Elektrodenmaterial angegriffen wird, anschließend^ die Lösung bei eingetauchter Halbleiteranordnung -fortlaufend -mit heißem Wasser unter Ablaufenlassen verdünnt wird; bis sie -aus -klarem Wasser besteht, sodann dem Wasser mit der darin eingetauchten Anordnung "unter Aufreehtefhaltung" einer Temperatur von etwa 80° C eine Lösung eines Gold-Amino-Kom-■plexes zum Vergolden zugefügt und der pH-Wert des Vergoldungsbades mittels einer 'Ammonium-■hydroxydlösung'auf einen Wert zwischen' 7 und 8 eingestellt und gehalten wird.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 813 472, 932 858;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1000 533;
Ff annhauser, »Galvanotechnik«, 1950, Bd. I, S. 912. ■"■■■"■"■ :■■■■■609 670/333 10.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US38631A US3099576A (en) | 1960-06-24 | 1960-06-24 | Selective gold plating of semiconductor contacts |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1226855B true DE1226855B (de) | 1966-10-13 |
Family
ID=21901008
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ20088A Pending DE1226855B (de) | 1960-06-24 | 1961-06-15 | Verfahren zum stromlosen Vergolden der aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung bestehenden Elektroden einer Halbleiter-anordnung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3099576A (de) |
| DE (1) | DE1226855B (de) |
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| US4005472A (en) * | 1975-05-19 | 1977-01-25 | National Semiconductor Corporation | Method for gold plating of metallic layers on semiconductive devices |
| US4062104A (en) * | 1975-09-05 | 1977-12-13 | Walter Norman Carlsen | Disposable clinical thermometer probe |
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1960
- 1960-06-24 US US38631A patent/US3099576A/en not_active Expired - Lifetime
-
1961
- 1961-06-15 DE DEJ20088A patent/DE1226855B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3099576A (en) | 1963-07-30 |
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