DE1214925B - Antriebsvorrichtung fuer ein Kniehebeldrehwerk an Drehpfluegen - Google Patents
Antriebsvorrichtung fuer ein Kniehebeldrehwerk an DrehpfluegenInfo
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- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
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- A01B3/36—Ploughs mounted on tractors
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIb
Deutsche Kl.: 45 a - 3/42
Nummer:
Aktenzeichen:
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1214925
P32496III/45a
30. August 1963
21. April 1966
P32496III/45a
30. August 1963
21. April 1966
Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein Kniehebeldrehwerk an Drehpflügen, bei dem
zwischen dem an der hinteren Koppel des Dreipunktgestänges auf einer waagerechten Querachse gelagerten,
in der Endstellung an der hinteren Koppel anliegenden Betätigungshebel und dem außerhalb der
Pflugdrehachse liegenden Zugpunkt eine Pleuelstange gelenkig eingeschaltet ist und bei dem der obere
Lenker an einem um eine an der hinteren Koppel anangeordnete waagerechte Querachse schwenkbaren
Kipphebel angelenkt ist, der in der Arbeitsstellung durch einen lösbaren Sperrhebel mit der hinteren
Koppel verbunden ist.
Bei einem solchen Kniehebeldrehwerk bewegt sich die Pleuelstange beim Wenden des Pfluges dreidimensional
im Raum von einer Endstellung in die andere, wobei der Betätigungshebel in beiden Endstellungen
an der hinteren Koppel des Dreipunktgestänges anliegt und den Pflug ohne gesonderte Rastvorrichtung
und ohne wesentliches Spiel in den Gelenken in der arbeitsgerechten Drehlage hält.
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Antriebsvorrichtung für ein solches in seiner Bauweise
einfaches und vorteilhaftes Kniehebeldrehwerk so auszubilden, daß die dem ausgehobenen Gerät
innewohnende potentielle Energie zum Drehen des Pfluges benutzt wird. Bei solchen mit fallendem
Schwerpunkt arbeitenden Drehwerken wird durch das Gewicht des Pfluges der obere Lenker des Dreipunktgestänges
auf Zug beansprucht und diese Zugkraft durch Hebel auf die Pflugdrehachse übertragen.
Dies ist jedoch bei einem Kniehebeldrehwerk der eingangs erwähnten Art nicht ohne weiteres möglich,
weil die Zugkraft des oberen Lenkers nur während der ersten Hälfte der Drehbewegung der Drehachse
wirksam werden darf. Während der anderen Hälfte der Drehbewegung bringt die dem in Drehung versetzten
Teil innewohnende Massenkraft den Pflug in die Endlage.
Um diese Schwierigkeit zu beheben, ist eine Antriebsvorrichtung bei derartigen Kniehebeldrehwerken
bekannt, bei der der obere Lenker an dem einen Hebelarm eines an der hinteren Koppel gelagerten
zweiarmigen Kipphebels angelenkt ist, während der andere Hebelarm unter Zwischenschaltung eines Gelenkstabes
mit dem einarmigen Betätigungshebel des Kniehebeldrehwerkes so verbunden ist, daß annähernd
bei der halben Pflugdrehung die Richtung der von dem Betätigungshebel auf den Pflugrahmen
ausgeübten Kraft (Zug oder Druck) wechselt. Hierbei wird also zwangläufig die Drehbewegung des Pflug-Antriebsvorrichtung
für ein Kniehebeldrehwerk
an Drehpflügen
an Drehpflügen
Anmelder:
Pflugfabrik Lemken K. G., Alpen (Ndrh.)
Als Erfinder benannt:
Theo van Laak, Altkaikar
Theo van Laak, Altkaikar
rahmens von der Ausgangsstellung bis in die Endstellung durchgeführt.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich in vielen Fällen der Aufwand für ein derartiges, die Kraftrichtung
wechselndes vielgelenkiges Getriebe nicht lohnt, weil die Massenkraft der in Drehung versetzten Teile im
ao allgemeinen ausreicht, den Pflug nach Erreichen der Mittelstellung in die andere Endstellung tu bringen.
Außerdem hat die bekannte Wendevorrichtung den Nachteil, daß der Kipphebel wegen seiner Zuordnung
zum Betätigungshebel von geringer Länge sein muß und somit wenig Spielraum für die Anlenkung des
Oberlenkers an dem Kipphebel vorhanden ist, so daß es nicht möglich ist, mehrere Anlenkpunkte für den
oberen Lenker mit ausreichenden Abständen am Kipphebel vorzusehen.
Mit der Antriebsvorrichtung. nach der Erfindung wird die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Kipphebel mittels einer Klinke mit dem oberen Hebelarm des in bekannter Weise zweiarmig ausgebildeten
Betätigungshebels verbunden ist und an der Klinke eine Feder angreift, die durch die Relativbewegung
zwischen Koppel und Kipphebel gespannt wird und dadurch die Klinke ausklinkt.
Hierdurch wird eine Wechselwirkung im Zusammenarbeiten
des Betätigungshebels und der Klinke erzielt. Nach Anheben des Gerätes und Auslösen
des bekannten Sperrhebels wird durch den durch das Gewicht des ausgehobenen Pfluges erzeugten
Zug im oberen Lenker der Kipphebel nach vorn geschwenkt, der mittels der Klinke den Betätigungshebel
verschwenkt, wodurch eine Drehung des Pfluges um 90° bewirkt wird. Nach Erreichen dieser Stellung
bzw. kurz vor Erreichen dieser Stellung legt sich der Kipphebel an einem Begrenzungsanschlag an, so daß
die Klinke keine Zugkraft mehr auf den Betätigungshebel überträgt. Die mit der Klinke verbundene Feder
ist jedoch inzwischen gespannt und hebt die Klinke von dem oberen Hebelarm des Betätigungshebels ab,
609 559/ΤΪ3
Claims (1)
- 3 4so daß der Pflug zufolge seiner ihm innewohnenden waagerechte. Querachse 9 an der hinteren Koppel 4Massenkraft in die andere Endlage drehen kann, wo- angelenkt ist. An der hinteren Seite der Koppel 4 istbei der Betätigungshebel wieder in seine Ausgangs- im oberen Teil der zweiarmige Winkelhebel 10 umlage zurückgelangt. Nach dem Absenken und Auf- eine waagerechte Querachse 11 schwenkbar gelagert,setzen des Gerätes auf den Boden geht der Kipphebel 5 An dem unteren Hebelann 10' greift die Pleuelstangeselbsttätig in die Verriegelungsstellung zurück, und 12 mittels eines Universalgelenkes 13 an, derendie Klinke kann sich wieder über den Betätigungs- anderes Ende an einem Kurbelarm 14 des um diehebel legen, weil die Spannung der Feder aufgehoben fest mit der Koppel 4 verbundenen Tragachse 15ist. Es ergibt sich der weitere Vorteil, daß die Länge drehbaren, die Arbeitswerkzeuge 16 in Gegenüber-des Kipphebels nicht beschränkt ist, so daß genügend io stellung tragenden Pflugrahmens 17 ebenfalls mittelsPlatz für die Anordnung mehrerer Anlenkpunkte für eines Universalgelenkes 18 angreift. Der obere, nachden oberen Lenker vorhanden ist. hinten abgeknickte Hebelarm 10" des Betätigungs-Bei Antriebsvorrichtungen für Drehpflüge, bei hebeis 10 trägt einen Zapfen 19, um den eine Klinke denen für jede Arbeitsstellung eine Rastvorrichtung 20 greift, die an dem Kipphebel 8 um den Drehzapfen vorgesehen ist, tritt das Problem der rechtzeitigen 15 21 schwenkbar gelagert ist. Eine in der Arbeitsstellung Freigabe des die Drehung bewirkenden Getriebeteiles entlastete oder nahezu entlastete Feder 22 greift an ebenfalls auf. Die hierzu bekannten Lösungen schal- einem Ansatz 23 an, während das andere Ende der ten den betreffenden Getriebeteil zwar nach einer Feder 22 mit der Koppel 4 verbunden ist. Der Kipp-90°-Drehung des Pfluges aus und lassen den rest- hebel 8 und die hintere Koppel 4 werden in der Arlichen Teil der Drehung durch das Schwungmoment 20 beitsstellung von der Klinke 24 in Sperrstellung gedes drehenden Pfluges vollenden; jedoch bleibt der halten. Die Klinke 24 ist am Kipphebel 8 um den betreffende Getriebeteil während der Arbeit des PfIu- Zapfen 25 drehbar gelagert und umgreift den Zapfen ges in die kraftübertragenden Teile der Wendevorrich- 26 der hinteren Koppel 4. Die Klinke 24 ist mit einem tung eingeschaltet, so daß ein zusätzliches Spiel in Hebelarm 24' ausgerüstet, der sich nach vorn erstreckt den Gelenken auftritt. Auch bei diesen bekannten 25 und als Handhebel zur Auslösung der Klinke 24 aus-Antriebsvorrichtungen ist der Platz an dem Kipphebel gebildet ist. Der Handhebel 24' kann entfallen, wenn für die Anordnung mehrerer Anlenkpunkte mit aus- das Ende des Hebels 24' mit einem Anschlag 27 verreichenden Abständen für den oberen Lenker be- sehen wird, der sich im Bewegungsbereich des oberen schränkt. ■ Lenkers 7 befindet, so daß nach Anheben des GerätesBei sehr schweren, mehrscharigen Pflügen ist in 30 die Sperrklinke 24 ausgelöst und damit die Dreh-manchen Fällen die Lagerreibung beim Drehen des bewegung des Drehrahmens 17 eingeleitet wird.Pfluges so groß, daß die potentielle Energie des an- Fig. 2 zeigt das Gerät in der angehobenen Stellunggehobenen Pfluges nicht ausreicht, um die Masse des kurz vor Beendigung der 90°-Drehung des RahmensPfluges aus der Ruhestellung so zu beschleunigen, 17. Die Klinke 20 ist dabei noch auf Zug belastet,daß der Pflug mit Sicherheit über die Totpunktlage 35 In Fig. 3 ist die Totpunktstellung des Drehwerkesgelangt. Es muß anfangs die ruhende Reibung in den erreicht, in welchem Augenblick der Kipphebel 4 anLagern überwunden und außerdem gegebenenfalls einem Anschlag 29' der Koppel 4 angelangt ist undein außermittig liegender Schwerpunkt angehoben somit keine Zugkraft auf den Zapfen 19 ausübenwerden. kann. Die Feder 22 ist jedoch während des erstenUm auch in diesem Fall mit Sicherheit eine aus- 40 Teiles der Drehung gespannt worden und zieht nunreichende Anfangsbeschleunigung des zu drehenden mehr die Klinke 20 aus dem Bereich des Zapfens 19, Teiles zu erreichen, wird nach einer weiteren Erfin- so daß der Pflugrahmen 17 zufolge der ihm erteilten dung vorgeschlagen, daß zwischen der hinteren Kop- lebendigen Kraft die Drehbewegung in die andere pel und dem Kipphebel ein Kraftspeicher, z.B. in Endstellung beendigen kann. Diese Stellung ist in Form einer Druckfeder, eingeschaltet ist, die beim 45 Fig. 4 gezeigt. Sobald das Gerät abgesenkt ist und Absetzen des Pfluges gespannt wird. In dem Augen- die Scharspitzen der Werkzeuge 16 auf den Boden blick, wo bei angehobenem Pflug der Sperrhebel zur aufsetzen, wird der obere Lenker 7 auf Druck beEinleitung der Drehbewegung gelöst wird, wird sofort anspracht und bringt den Kipphebel 8 wieder in die die im Kraftspeicher gespeicherte Kraft frei und unter- Stellung nach Fig. 1, wobei dann die von der Kraft stützt das Beschleunigen des zu drehenden Teiles. An 50 der entspannten Feder 22 entlastete Klinke 20 wieder sich ist es bekannt, bei automatischen Drehpflügen über den Zapfen 19 greift.die potentielle Energie des Pfluges in einer Feder zu Zur Unterstützung der Drehbewegung des Pflugspeichern, um die gespeicherte Energie zum Wenden rahmens 17 ist zwischen je einem Anschlag der hindes Pfluges zu benutzen. teren Koppel 4 und des Kipphebels 8 eine DruckfederDie Erfindung ist in der Zeichnung in einem Aus- 55 28 eingesetzt, die in der Stellung nach F i g, 1 ge-führungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen spannt ist. Sobald der Sperrhebel 24 gelöst ist, unter-Fig. 1 einen Einschar-Drehpflug mit einer stützt die Kraft der Feder 28 die Drehung des Pflug-Antriebsvorrichtung für ein Kniehebeldrehwerk in rahmens 17. Der durch die Feder 28 hindurchgeführteSeitenansicht, Bolzen 29 dient dazu, die Kippbewegung des Kipp-Fi g. 2, 3 und 4 Stellungen der Antriebsvorrichtung 60 hebeis 8 zu begrenzen. Es kann aber auch, wie inwährend der Drehbewegung in Seitenansicht. F i g. 2 bis 4 dargestellt, ein besonderer Anschlag 29'Nach F i g. 1 sind die an dem Schleppergestell 1 an der Koppel 4 vorgesehen sein,angelenkten beiden unteren Lenker 2 .an einer um .. ueine lotrechte Achse 3 der hinteren Koppel 4 in einer Fatentansprucne:Gleitführung 5 schwenkbaren Schiene 6 beiderseits 65 1. Antriebsvorrichtung für ein Kniehebeldreh-der Längsmittelebene des Schleppers 1 angelenkt. Der werk an Drehpflügen, bei dem zwischen dem anobere mittig angeordnete Lenker 7 ist vom Schlepper- der hinteren Koppel des Dreipunktgestänges aufgestell 1 zu einem Kipphebel 8 geführt, der um eine einer waagerechten Querachse gelagerten, in derEndstellung an der hinteren Koppel anliegenden Betätigungshebel und dem außerhalb der Pflugdrehachse liegenden Zugpunkt eine Pleuelstange gelenkig eingeschaltet ist und bei dem der obere Lenker an einem um eine an der hinteren Koppel 5 angeordnete waagerechte Querachse schwenkbaren Kipphebel angelenkt ist, der in der Arbeitsstellung durch einen lösbaren Sperrhebel mit der hinteren Koppel verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Kipphebel (8) mittels einer Klinke (20) mit dem oberen Hebelarm (10") des in bekannter Weise zweiarmig ausgebildeten Betätigungshebels (10) verbunden ist und an der Klinke (20) eine Feder (22) angreift, die durch die Relativbewegung zwischen Koppel (4) und Kipphebel (8) gespannt wird und dadurch die Klinke (20) ausklinkt.2. Kniehebeldrehwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Arm (10") des Betätigungshebels (10) nach hinten abgeknickt ist.3. Kniehebeldrehwerk, insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der hinteren Koppel (4) und dem Kipphebel (8) ein Kraftspeicher (28) eingeschaltet ist, der beim Absetzen, des Pfluges aufgeladen wird.4. Kniehebeldrehwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (29) zur Führung des als Feder (28) ausgebildeten Kraftspeichers als Begrenzungsanschlag für den Kipphebel (8) dient.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1029 183,1115 072; deutsche Auslegeschrift Nr. 1123 501;
deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1 745 057,
844 165;
französische Patentschrift Nr. 1 298 906.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen609 559/113 4.66 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
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| DEP34238A DE1235055B (de) | 1963-08-30 | 1964-05-09 | Kniehebeldrehwerk fuer Drehpfluege |
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Publications (1)
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| DE1214925B true DE1214925B (de) | 1966-04-21 |
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ID=7372783
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|---|---|
| DE (1) | DE1214925B (de) |
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1963
- 1963-08-30 DE DEP32496A patent/DE1214925B/de active Pending
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