DE1115072B - Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung - Google Patents
Winkeldrehpflug mit automatischer WendeeinrichtungInfo
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- A01B3/40—Alternating ploughs
- A01B3/42—Turn-wrest ploughs
- A01B3/426—Turn-wrest ploughs with a headstock frame made of two or more parts
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Description
Es sind bereits seit langem Winkeldrehpflüge mit einer automatischen Wendeeinrichtung bekannt, bei
der die dem ausgehobenen Pflug innewohnende potentielle Energie direkt oder indirekt als Kraftquelle
für die Auslösung des Wendevorganges benutzt wird. Dies kann im einzelnen beispielsweise durch
das als Falldrehung bekannte Prinzip erreicht werden, bei dem die translatorische Bewegung des um eine
quer zur Fahrtrichtung liegende Achse abgesenkten Pfluges über ein entsprechendes Hebelsystem in die
Rotationsbewegung der Pflugschare bzw. des an diesen angreifenden Gestänges um eine in Fahrtrichtung
gelegene Achse (Wendewelle) umgewandelt wird.
Eine andere Möglichkeit zur Ausnutzung der dem Pflug beim Ausheben verliehenen potentiellen Energie
zur Herbeiführung der Wendung besteht darin, daß zunächst diese Energie in eine andere Form der
potentiellen Energie, nämlich in Federspannung übergeführt wird, die dann durch Entspannung der
Federn die Wendung auslöst. Auf einen Pflug der zuletzt genannten Art bezieht sich die vorliegende
Erfindung.
Die bekannten Winkeldrehpflüge mit automatischer Wendeeinrichtung weisen nun verschiedene Nachteile as
auf. So wird durch die Schwenkung des Pfluggrindels nach unten die Transporthöhe verringert, wodurch
der Pflug während des Transportes in unebenem Gelände zum Aufsitzen kommen und dadurch
wiederum eine Beschädigung des Pfluges bei Kurvenfahrten eintreten kann.
Ein weiterer wesentlicher Mangel der bekannten Winkeldrehpflüge besteht darin, daß der Pflug bzw.
die Pflugschare nach jeder Furche meistens beim Absetzen im freien Fall auf den Boden aufschlagen,
wodurch eine erhebliche Materialbeanspruchung und damit naturgemäß auch ein vorzeitiger Verschleiß,
wenn nicht sogar eine plötzliche, die Betriebsfähigkeit des Pfluges ausschließende Beschädigung hervorgerufen
wird.
Mit der Erfindung sollen diese Nachteile abgestellt werden. Hierbei geht die Erfindung, wie bereits angedeutet,
von einem Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung aus, bei welcher die dem ausgehobenen
Pflug innewohnende potentielle Energie zum Spannen von den Wendevorgang nach Öffnen einer
der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung auslösenden Federn ausgenutzt wird. Die Erfindung
besteht darin, daß einerseits die Federn an dem die Pflugschare mit der Wendewelle verbindenden Gestange
angreifen und andererseits beim Absenken des Pfluges und Aufsetzen eines vermittels seiner Rad-Winkeldrehpflug
mit automatischer Wendeeinrichtung
mit automatischer Wendeeinrichtung
Anmelder:
Fella-Werke G.m.b.H., Feucht bei Nürnberg
Fella-Werke G.m.b.H., Feucht bei Nürnberg
Otto Köhler, Feucht bei Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gabel im Pfluggrundkörper nach oben und unten zwischen Anschlägen ausschwenkbar gelagerten Stützrades
die jeweils der bzw. den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugschare zugeordneten Federn gegen
von der Stützradgabel getragene Widerlager gedrückt und dabei gespannt werden. Auf diese Weise wird
gewährleistet, daß dem freien Fall des Pfluges beim Übergang in die Arbeitsstellung eine Federkraft entgegenwirkt,
die den Aufschlag des Pfluges bzw. der Pflugschare wesentlich dämpft. Dabei wird die sich
hierbei infolge der Federspannung ergebende potentielle Energie gespeichert, um diese zum gegebenen
Zeitpunkt für die Auslösung der Wendung ausnutzen zu können.
Damit nun nicht bereits beim Ausheben des Pfluges und dem damit verbundenen Ausschwenken der die
Widerlager für die gespannten Federn tragenden Stützradgabel nach unten die gespeicherte Federenergie
nutzlos verlorengeht, schlägt die Erfindung vor, daß die vor dem Aufsetzen der Pflugschare gespannten
Federn von einer von der Stützradgabel unabhängigen Raste oder Verriegelung aufgenommen
bzw. festgehalten werden. Die Raste bzw. Verriegelung steht hierbei vorzugsweise in fester Verbindung
mit dem Grundkörper des Pfluges. Die Kraft der gespannten Federn, die, wie bereits erwähnt, einerseits
an dem die Pflugschare mit der Wendewelle verbindenden Gestänge angreifen, üben auf letzteres ein
Drehmoment aus, sobald die Verriegelung der Wendeeinrichtung geöffnet wird.
Um den Federn auch im entspannten Zustand an dem Gestänge des Pflugrahmens einen Halt zu verleihen,
ist in weiterer Ausbildung der Erfindung
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innerhalb der Federwindungen ein in dem Gestänge des Grindels gleitbar gelagerter Stößel angeordnet.
Das bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorgesehene, schwenkbar im Pfluggrundkörper gelagerte Stützrad
läßt sich mit Vorteil zur Einstellung der jeweils gewünschten Arbeitstiefe der Pflugschare verwenden.
Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Höhenlage des die Ausschwenkung des Stützrades
bzw. der Stützradgabel nach oben begrenzenden Anschlags verändert werden kann. Dieser Anschlag
läßt sich vermittels einer im Pfluggrundkörper gelagerten Spindel betätigen.
Die nach unten erfolgende Ausschwenkung des Stützrades bzw. der Stützradgabel vor Auslösung des
Wendevorganges kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch Anschlagen der Stützradgabel
am Grundkörper des Pfluges begrenzt sein. Aus dieser Stellung schwenkt das Stützrad bzw. die Stützradgabel
nach Ausführung der Wendung und bei dem sich hieran anschließenden Absenken des Pfluges nach
oben aus. Hierbei werden zunächst die den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugscharen zugeordneten
Federn gespannt. Sobald die Unterkante des Stützrades die Höhe der Pflugsohle erreicht hat, schiebt
sich automatisch ein seitlich verrückbar angeordneter und vorzugsweise im Pfluggrundkörper gelagerter
weiterer Anschlag in den Schwenkbereich der Stützradgabel ein. Auf diesem Anschlag kommt die Stützradgabel
nach Spannen der Federn in ausgehobener Stellung des Pfluges zur Anlage, wodurch das Stützrad
in der Transportstellung in einer durch diesen Anschlag bestimmten Höhe festgehalten wird. Dadurch
wird das auf die Verminderung eines Verlustes an Transporthöhe gerichtete Ziel der Erfindung
erreicht.
Vor Einleitung des Wendevorganges bzw. Öffnen der der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung
muß der letztgenannte Anschlag für die Stützradgabel wieder aus dem Schwenkbereich der Stützradgabel
entfernt werden, damit die Gabel bis zu dem den Schwenkbereich des Rades bzw. der Gabel nach unten
begrenzenden Anschlag, der beispielsweise am Pfluggrundkörper liegt, ausschwenken kann. Dies ist deshalb
erforderlich, damit die von der Stützradgabel getragenen und vor der Ausführung der Wendung
mit den Federn nicht zusammenwirkenden Widerlager den Wendevorgang einerseits nicht behindern
und zum anderen vor der Wendung bereits in eine solche Stellung gebracht werden, daß sie bei dem sich
an die Wendung anschließenden Absenken des Pfluges die Federn bzw. die innerhalb deren Windungen
angeordneten Stößel aufnehmen können.
Um nun die Bedienung des Pfluges möglichst einfach zu gestalten und damit auch Betriebsstörungen
zu vermeiden, ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Verriegelungen für die Wendeeinrichtung
und den das Ausschwenken der Stützradgabel in der Transportstellung begrenzenden Anschlag
zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung miteinander verbunden sind, und zwar in der Weise, daß sich die
Verriegelung für den genannten Anschlag stets vor der Verriegelung der Wendeeinrichtung öffnet. Dadurch
können beide Verriegelungen bzw. deren Sperrorgane vermittels eines einzigen Auslösehebels, der
im Grundkörper des Pfluges schwenkbar gelagert sein kann, betätigt werden.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Pfluges ergibt sich aus der Unabhängigkeit der Wendeeinrichtung
von der Art der Anlenkung und Aushebung des Pfluges. So hat auch der Unterschied in
der Ausführung und Einhängung des Dreipunktgestänges keinen Einfluß auf die Funktion. Das
Wenden ist auch bei reell angelenktem Pflug mit Handaushebung gewährleistet.
Es ist auch ohne weiteres möglich, den Pflug nach der Erfindung mit einer sogenannten Momenteinzugseinrichtung
auszustatten, so daß ein Übergang von
ίο der Dreipunktanlenkung zur Anhängeanlenkung möglich
ist. Die hierfür erforderlichen Mittel sind an sich bekannt. Bei den bekannten Pflügen besteht zu diesem
Zwecke die den oberen Lenker mit den unteren Lenkern verbindende Koppel aus zwei gelenkig miteinander
verbundenen und gegeneinander verriegelbaren Teilen. Bei Öffnung der für die beiden Koppelteile
vorgesehenen Verriegelung gibt der Pflug sein typisches kinematisches Dreipunktverhalten auf und
nimmt statt des vom Pflug weiter entfernten ideellen Führungspunktes einen günstigeren, d. h. näher beim
Pflug liegenden reellen Führungspunkt an, wodurch die Länge des Einzugsweges gegenüber der Dreipunktanlenkung
wesentlich verkürzt wird. Es ist auch bekannt, in diesem Falle die Verriegelung der Koppel
mit der Verriegelung der Wendeeinrichtung zur gemeinsamen Betätigung miteinander zu verbinden. In
weiterer Ausbildung hierzu und in Anpassung an die bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorliegenden Verhältnisse
schlägt die Erfindung vor, daß mit diesen beiden letztgenannten Verriegelungen auch die Verriegelung
des Anschlages für die Stützradgabel in der Transportstellung zur gemeinsamen stufenweisen
Betätigung verbunden ist. Dabei soll sich bei dieser Betätigung die Verriegelung für die Koppel vor derjenigen
des Anschlages und diese wiederum vor derjenigen der Wendeeinrichtung öffnen. Die Verriegelungen
bzw. deren Sperrorgane können wieder von einem einzigen, schwenkbar gelagerten Auslösehebel
bedient werden. Hierdurch ist es möglich, durch Bewegung des Auslösehebels über nur einen Teil
seines Schwenkbereiches nur eines der Sperrorgane der Verriegelungen zu betätigen oder aber bei Betätigung
des Auslösehebels über seinen gesamten Bewegungsbereich sämtliche Sperren unmittelbar aufeinanderfolgend
auszulösen. Der Übergang von der einen Schaltstellung des Auslösehebels zur anderen
kann durch geeignete Markierungen in seinem Bewegungsbereich oder aber auch durch zwischen den
einzelnen Schaltstellungen eingelegte Druckpunkte für die Bedienungsperson sinnfällig gekennzeichnet
werden. Eine solche Kennzeichnung ist auch dadurch möglich, daß die einzelnen Sperrorgane der Verriegelungen
unter der Wirkung unterschiedlich ausgebildeter Federn stehen, so daß zur Betätigung der
einzelnen Sperrorgane beim Ausschwenken des Auslösehebels in der Aufeinanderfolge der von dem Hebel
zu öffnenden Verriegelungen jeweils eine größere, der Federkraft entgegenwirkende Kraft aufzuwenden ist,
um der Bedienungsperson durch einen merklich größeren Widerstand während des Schaltvorganges
den Übergang von der Betätigung des einen Sperrorgans zu dem anderen anzuzeigen. Bei zweigeteilter
Koppel kann der Auslösehebel, wie an sich bekannt, in dem mit dem Grundkörper des Pfluges starr verbundenen
Koppelteil gelagert sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele der
Erfindung dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 den abgesetzten Pflug, von hinten gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 2 den abgesetzten Pflug, von der Seite gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 3 den ausgehobenen Pflug nach vollzogener Wendung, von hinten gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 4 den ausgehobenen Pflug nach vollzogener Wendung, von der Seite gesehen, in schematischer
Darstellung,
Fig. 5 eine mit einer Momenteinzugseinrichtung ausgestattete Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pfluges in schematischer Seitenansicht,
Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht eines einige der erfindungswesentlichen Merkmale erfassenden Ausschnittes
aus einem mit einer Momenteinzugseinrichtung ausgestatteten Pflug und
Fig. 7 Lagerung und Führung der bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorgesehenen Federn in vergrößerter
Darstellung.
Die in der Zeichnung dargestellten Pflugausführungen sind mit einer Dreipunktanlenkung ausgestattet.
Die Achsen des oberen Lenkers 1 und der unteren Lenker 2 sind strichpunktiert dargestellt. Der starre
Pfluggrundkörper ist stark, die an diesem beweglichen Teile sind schwächer ausgezogen.
In dem Grundkörper 3 des Pfluges ist die Welle 4 vermittels einer auf der die beiden unteren Lenker 2
miteinander verbindenden Achse befestigten Muffe 32 (vgl. Fig. 6) drehbar gelagert. Die Wendewelle 4 trägt
das Gestänge 7 des Pflugrahmens, an dem die Pflugschare 5, 6 aufgehängt sind.
An dem Gestänge 7 greifen Federn 10,11 an, deren Spannung auf durch die Federn hindurchgesteckte
Stößel 8, 9 einwirkt, die ihrerseits am Gestänge 7 in an diesem angeschweißte Lagerschlaufen 22 (vgl.
Fig. 6) axial verschiebbar und auch in gewissem Umfange seitlich ausschwenkbar gelagert sind. Infolge
der Vorspannung der Federn befindet sich der dem nicht in Arbeitsstellung befindlichen Pflugschar 5 zugeordnete
Stößel 9 in einer Schräglage, während der dem in Arbeitsstellung befindlichen Pflugschar 6 zugeordnete
Stößel 8 eine vertikale Lage einnimmt (vgl. Fig. 1 und 3).
Das dem Gestänge 7 abgewandte Ende der Federn 10,11 bzw. der Stößel 8, 9 wird, wie insbesondere
aus Fig. 2 erkennbar, beim Absenken des Pfluges um die Achse 31 gegen ein von der vermittels der Achse
34 im Grundkörper 3 schwenkbar gelagerten Gabel 12 des Stützrades 21 getragenes Widerlager B gedruckt.
Dies trifft jedoch nur für diejenigen Federn 10 bzw. Stößel 8 zu, die einem in Arbeitsstellung zu bringenden
bzw. in dieser befindlichen Pflugschar 6 zugeordnet sind. Das Widerlager B weist eine abgeschrägte
Auflauffläche für die Federn bzw. Stößel auf. Dadurch gleitet die bis zum Aufsetzen des Pfluges zusammengedrückte
Feder mit dem unter deren Wirkung stehenden und in der Führung 22 (vgl. Fig. 7) nach oben verschobenen Stößel 8 in die Raste 19, 20
ab, die mit dem Grundkörper 3 starr verbunden und demnach von der ausschwenkbaren Stützradgabel 12
völlig unabhängig ist.
Der Schwenkbereich der Stützradgabel 12 wird, wie aus Fig. 4 ersichtlich, nach unten durch den Anschlag
A am Grundkörper 3 und nach oben durch den höhenverstellbaren Anschlag 25 begrenzt. Die
Betätigung des Anschlages 25 zur Veränderung von dessen Lage kann vermittels der im Grundkörper 3
gelagerten Spindel 14 erfolgen. Der Anschlag 25 greift bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
in eine an der Stützradgabel 12 vorgesehene Kulisse 24 ein.
In den Schwenkbereich zwischen den Anschlägen 25 und A kann, wie Fig. 2 erkennen läßt, von der
Seite her ein weiterer Anschlag 17 (vgl. auch Fig. 6) eingeschoben werden. In dieser Stellung wird der Anschlag
17 durch eine Feder 27 festgehalten, die inso-
fern als Verriegelung für den Anschlag 17 dient. Der Anschlag 17 ist in an der Achse 31 angeschweißten
Laschen 33, 33' unter der Wirkung der Feder 27 seitlich verschiebbar gelagert. Zur Betätigung des Anschlages
17 bzw. um diesen aus dem Schwenkbereich der Stützradgabel 12 herauszuziehen, ist eine Schubstange
16 vorgesehen, die an ihrem unteren Ende Schrägflächen aufweist, die sich beim Niederdrücken
der Stange 16 infolge Keilwirkung zwischen die Lasche 33' und einem auf dem Bolzen 17 unverschiebbar
aufgezogenen Ring 35, der als Widerlager für die Feder 27 dient und demnach in der ausgerückten
Stellung des Bolzens 17 gegen die Lasche 33' gedrückt wird, schiebt.
Die Schubstange 16 steht mit einem Handhebel 15 in gelenkiger Verbindung, der gleichzeitig zur Betätigung
der Wendeeinrichtung dient.
Der Hebel 15 ist um die in dem Grundkörper 3 gelagerte Achse 18 verschwenkbar. Beim Ausschwenken
des Hebels 15 wird das Sperrorgan 13 der Verriegelung für die Wendevorrichtung aus der Arretierung
29 gezogen. Nach Ausführung der Wendung wird das Sperrorgan 13 vermittels der Feder 28
wieder in die Arretierung 29 zurückgeholt.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungs-
beispiel v/ird die Koppel durch die beiden gelenkig miteinander verbundenen Teile 36, 37 gebildet, die
vermittels des Hakens 30 und des Anschlages 38 gegeneinander verriegelt werden können, wobei der
Haken 30 den Anschlag 38, wie in Fig. 6 gezeigt, umfaßt. Auch diese Verriegelung kann ebenso wie diejenige
für den Anschlag 17 und die Wendeeinrichtung von dem Handhebel 15 her betätigt werden, wobei
beim Ausschwenken des Handhebels 15 zunächst die Verriegelung für die Koppelteile 36, 37 und dann für
den Anschlag 17 und zuletzt erst für die Wendeeinrichtung gelöst wird. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist
die Schubstange 16 für die Betätigung des Anschlages 17 an dem Haken 30 für die Verriegelung der Koppel
angelenkt, der seinerseits unmittelbar von dem Handhebel 15 her betätigt wird. An diesem befindet sich
ein Bügel 39, dessen Bewegung bei Betätigung des Auslösehebels 15 über weitere Übertragungsmittel 40
auf das unter Wirkung der Feder 41 mit der Arretierung 42 des Segmentes 43 im Eingriff gehaltene Sperrorgan
29 übertragen wird.
Der in der erfindungsgemäßen Weise ausgebildete Pflug arbeitet folgendermaßen:
Es sei angenommen, daß der Pflug sich in der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Grundstellung befindet.
Dabei sind die Pflugschare 5, 6 angehoben. Das Stützrad 21 befindet sich unterhalb der Pflugsohle 26 und
wird in dieser Stellung durch Anschlagen der Stützradgabel 12 im Punkte des Grundkörpers 3 festgehalten.
Beide Stößelfedern 10,11 sind entspannt.
Das Sperrorgan 13, das in die Arretierung 29 eingreift,
hält das Pflugschar 6 in Arbeitsstellung. Wird der Pflug nun abgesetzt, so berührt zunächst das
Stützrad 21 den Boden und führt unter der Ein-
wirkung des Pfluggewichts in bezug auf den Grundkörper
3 eine Relativbewegung nach oben aus. Der Stößel 8 trifft auf das Widerlager B der Stützradgabel
12 auf, wodurch die Feder 10 zusammengedrückt und der Stößel 8 in seiner Führung 22 nach oben geschoben
wird. Spätestens beim Aufsetzen des Pflugschares 6 auf den Boden ist die Feder 10 gespannt. Da das
Widerlager B eine schräge Auflauffläche besitzt, wird die Feder 10 zusammen mit dem Stößel 8 in die Raste
20 hineingeschoben. Dieser Moment ist in den Fig. 1 und 2 festgehalten, aus welchen auch ersichtlich
ist, daß das obere Stützradgabelende inzwischen den unter Federkraft 27 stehenden Rastbolzen 17
freigegeben hat, der sich als Anschlag in den Schwenkbereich der Stützradhebel 12 einschiebt.
Beim nachfolgenden Eindringen des Pflugschares 6 in den Boden setzt sich die Relativbewegung des
Stützrades 21 nach oben ohne Beeinflussung durch die Feder 10 so lange fort, bis die vermittels des Anschlagbolzens
25 über die Spindel 14 eingestellte Arbeitstiefe erreicht ist. Hiernach liegt der Bolzen 25
am oberen Ende der Kulisse 24 an (vgl. Fig. 5).
Wird der Pflug ausgehoben, so fällt das Stützrad bis in die Höhe der Pflugsohle 26 und wird während
des Transportes durch den Anschlagbolzen 17 in dieser Lage gehalten.
Wird nun zur Auslösung des Wendevorganges der im Grundkörper 3 schwenkbar gelagerte und unter
der Wirkung der Rückholfeder 28 stehende Handhebel 15 nach vorn geschwenkt, so wird zuerst durch
Keilwirkung der nach unten bewegten Schubstange 16 der Bolzen 17 beiseite geschoben, so daß das
Stützrad bis zum Anschlagt fallen kann. Dann erst wird die Verriegelung 13, 29 der Wendeeinrichtung
gelöst, so daß sich die Feder 8 entspannen und dadurch die Wendung bewirken kann. Nach Abschluß
der Wendung rückt bei Loslassen des Handhebels 5 das Sperrorgan 13 wieder in die Arretierung 29 automatisch
ein, wodurch die Wendeeinrichtung wieder verriegelt ist. Damit ist der Stand nach den Fig. 3
und 4 wieder erreicht. Wird hiernach der Pflug abgesenkt, so wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge,
wobei allerdings dann die Feder 11 zur Geltung kommt.
Beim Betrieb des mit der Momenteinzugsvorrichtung ausgestatteten Pfluges nach den Fig. 5 und 6
kommt zu den Verriegelungen des Anschlages 17 und der Wendeeinrichtung noch die Verriegelung für die
Koppelteile 36, 37 hinzu, die jedoch, wie bereits erwähnt, ebenfalls über den Handhebel 15 betätigt
werden kann. Da die Verriegelung für den Anschlagbolzen 17 in der Arbeitsstellung des Pfluges unwirksam
ist, muß lediglich vermieden werden, daß die Verriegelung für die Wendeeinrichtung gleichzeitig
gelöst wird. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß die erforderliche Handkraft, nachdem die Verriegelung
für die Koppelteile gelöst ist, beispielsweise infolge erhöhter Gegenkräfte (Federn) merklich ansteigt.
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Claims (10)
1. Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung, bei welcher die dem ausgehobenen
Pflug innewohnende potentielle Energie zum Spannen von den Wendevorgang nach Öffnen
einer der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung auslösenden Federn ausgenutzt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Federn (10,11) an dem die Pflugschare (5, 6) mit der
Wendewelle (4) verbindenden Gestänge (7) angreifen und andererseits beim Absenken des
Pfluges und Aufsetzen eines vermittels seiner Radgabel (12) im Pfluggrundkörper (3) nach oben
und unten zwischen Anschlägen (17, 25, A) ausschwenkbar gelagerten Stützrades (21) die jeweils
dem bzw. den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugschar(en) zugeordneten Federn (10,11) gegen
von der Stützradgabel (21) getragene Widerlager (B) gedrückt und dabei gespannt werden.
2. Winkeldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (10, 11) durch
einen innerhalb der Federwindungen angeordneten und im Gestänge (7) des Pfluges gleitbar gelagerten
Stößel (8, 9) festgehalten sind.
3. Winkeldrehpflug nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die vor dem Aufsetzen der Pflugschare (5, 6) gespannten Federn (10,11) durch eine von
der Stützradgabel (21) unabhängige Raste (19, 20) oder Verriegelung aufgenommen bzw. festgehalten
werden.
4. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhenlage des die Ausschwenkung des Stützrades (21) bzw. der Stützradgabel
(12) nach oben begrenzenden Anschlags (25) zwecks Einstellung der gewünschten Arbeitstiefe
der Pflugschare (5, 6) verändert werden kann.
5. Winkeidrehpflug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (25) vermittels
einer im Pfluggrundkörper gelagerten Spindel (14) betätigt werden kann.
6. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die nach unten erfolgende Ausschwenkung des Stützrades (21) bzw. der Stützradgabel
(12) vor Auslösung des Wendevorganges durch Anschlagen der Stützradgabel (12) am
Grundkörper (3) des Pfluges begrenzt ist.
7. Winkeldrehpflug nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des
Schwenkbereiches der Stützradgabel (12) zwischen den beiden Anschlägen (25, A) ein seitlich verrückbarer,
im Pfluggrundkörper (3) gelagerter weiterer verriegelbarer Anschlag (17) vorgesehen
ist, mit dem die Stützradgabel nach Spannen der Federn in ausgehobener Stellung des Pfluges
(Transportstellung) zusammenwirkt.
8. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verriegelungen für die Wendeeinrichtung und den Anschlag (17) zur gemeinsamen
stufenweisen Betätigung miteinander verbunden sind, wobei sich bei dieser Betätigung die
Verriegelung für den Anschlag (17) stets vor der Verriegelung der Wendeeinrichtung öffnet.
9. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Pflug zwecks Übergangs von der Dreipunktanlenkung zur Anhängeanlenkung eine an sich bekannte, aus zwei gelenkig miteinander
verbundenen Teilen (36, 37) bestehende Koppel aufweist, deren Verriegelung mit den
Verriegelungen für den Anschlag (17) und die
Wendeeinrichtung zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung verbunden ist, wobei sich bei dieser
Betätigung die Verriegelung für die Koppel vor derjenigen des Anschlages (17) und diese wiederum
vor derjenigen der Wendeeinrichtung öffnet.
10
10. Winkeldrehpflug nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Grundkörper
(3) des Pfluges schwenkbar gelagerter Auslösehebel (15) beim Ausschwenken stufenweise an
den Sperrorganen der Verriegelungen angreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF31216A DE1115072B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF31216A DE1115072B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1115072B true DE1115072B (de) | 1961-10-12 |
Family
ID=7094094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF31216A Pending DE1115072B (de) | 1960-05-12 | 1960-05-12 | Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1115072B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1214925B (de) | 1963-08-30 | 1966-04-21 | Lemken Kg Pflugfab | Antriebsvorrichtung fuer ein Kniehebeldrehwerk an Drehpfluegen |
-
1960
- 1960-05-12 DE DEF31216A patent/DE1115072B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1214925B (de) | 1963-08-30 | 1966-04-21 | Lemken Kg Pflugfab | Antriebsvorrichtung fuer ein Kniehebeldrehwerk an Drehpfluegen |
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