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DE1115072B - Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung - Google Patents

Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung

Info

Publication number
DE1115072B
DE1115072B DEF31216A DEF0031216A DE1115072B DE 1115072 B DE1115072 B DE 1115072B DE F31216 A DEF31216 A DE F31216A DE F0031216 A DEF0031216 A DE F0031216A DE 1115072 B DE1115072 B DE 1115072B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plow
support wheel
angled
stop
wheel fork
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF31216A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Koehler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fella Werke GmbH
Original Assignee
Fella Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fella Werke GmbH filed Critical Fella Werke GmbH
Priority to DEF31216A priority Critical patent/DE1115072B/de
Publication of DE1115072B publication Critical patent/DE1115072B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/36Ploughs mounted on tractors
    • A01B3/40Alternating ploughs
    • A01B3/42Turn-wrest ploughs
    • A01B3/426Turn-wrest ploughs with a headstock frame made of two or more parts

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

Es sind bereits seit langem Winkeldrehpflüge mit einer automatischen Wendeeinrichtung bekannt, bei der die dem ausgehobenen Pflug innewohnende potentielle Energie direkt oder indirekt als Kraftquelle für die Auslösung des Wendevorganges benutzt wird. Dies kann im einzelnen beispielsweise durch das als Falldrehung bekannte Prinzip erreicht werden, bei dem die translatorische Bewegung des um eine quer zur Fahrtrichtung liegende Achse abgesenkten Pfluges über ein entsprechendes Hebelsystem in die Rotationsbewegung der Pflugschare bzw. des an diesen angreifenden Gestänges um eine in Fahrtrichtung gelegene Achse (Wendewelle) umgewandelt wird.
Eine andere Möglichkeit zur Ausnutzung der dem Pflug beim Ausheben verliehenen potentiellen Energie zur Herbeiführung der Wendung besteht darin, daß zunächst diese Energie in eine andere Form der potentiellen Energie, nämlich in Federspannung übergeführt wird, die dann durch Entspannung der Federn die Wendung auslöst. Auf einen Pflug der zuletzt genannten Art bezieht sich die vorliegende Erfindung.
Die bekannten Winkeldrehpflüge mit automatischer Wendeeinrichtung weisen nun verschiedene Nachteile as auf. So wird durch die Schwenkung des Pfluggrindels nach unten die Transporthöhe verringert, wodurch der Pflug während des Transportes in unebenem Gelände zum Aufsitzen kommen und dadurch wiederum eine Beschädigung des Pfluges bei Kurvenfahrten eintreten kann.
Ein weiterer wesentlicher Mangel der bekannten Winkeldrehpflüge besteht darin, daß der Pflug bzw. die Pflugschare nach jeder Furche meistens beim Absetzen im freien Fall auf den Boden aufschlagen, wodurch eine erhebliche Materialbeanspruchung und damit naturgemäß auch ein vorzeitiger Verschleiß, wenn nicht sogar eine plötzliche, die Betriebsfähigkeit des Pfluges ausschließende Beschädigung hervorgerufen wird.
Mit der Erfindung sollen diese Nachteile abgestellt werden. Hierbei geht die Erfindung, wie bereits angedeutet, von einem Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung aus, bei welcher die dem ausgehobenen Pflug innewohnende potentielle Energie zum Spannen von den Wendevorgang nach Öffnen einer der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung auslösenden Federn ausgenutzt wird. Die Erfindung besteht darin, daß einerseits die Federn an dem die Pflugschare mit der Wendewelle verbindenden Gestange angreifen und andererseits beim Absenken des Pfluges und Aufsetzen eines vermittels seiner Rad-Winkeldrehpflug
mit automatischer Wendeeinrichtung
Anmelder:
Fella-Werke G.m.b.H., Feucht bei Nürnberg
Otto Köhler, Feucht bei Nürnberg,
ist als Erfinder genannt worden
gabel im Pfluggrundkörper nach oben und unten zwischen Anschlägen ausschwenkbar gelagerten Stützrades die jeweils der bzw. den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugschare zugeordneten Federn gegen von der Stützradgabel getragene Widerlager gedrückt und dabei gespannt werden. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß dem freien Fall des Pfluges beim Übergang in die Arbeitsstellung eine Federkraft entgegenwirkt, die den Aufschlag des Pfluges bzw. der Pflugschare wesentlich dämpft. Dabei wird die sich hierbei infolge der Federspannung ergebende potentielle Energie gespeichert, um diese zum gegebenen Zeitpunkt für die Auslösung der Wendung ausnutzen zu können.
Damit nun nicht bereits beim Ausheben des Pfluges und dem damit verbundenen Ausschwenken der die Widerlager für die gespannten Federn tragenden Stützradgabel nach unten die gespeicherte Federenergie nutzlos verlorengeht, schlägt die Erfindung vor, daß die vor dem Aufsetzen der Pflugschare gespannten Federn von einer von der Stützradgabel unabhängigen Raste oder Verriegelung aufgenommen bzw. festgehalten werden. Die Raste bzw. Verriegelung steht hierbei vorzugsweise in fester Verbindung mit dem Grundkörper des Pfluges. Die Kraft der gespannten Federn, die, wie bereits erwähnt, einerseits an dem die Pflugschare mit der Wendewelle verbindenden Gestänge angreifen, üben auf letzteres ein Drehmoment aus, sobald die Verriegelung der Wendeeinrichtung geöffnet wird.
Um den Federn auch im entspannten Zustand an dem Gestänge des Pflugrahmens einen Halt zu verleihen, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung
109 708/103
innerhalb der Federwindungen ein in dem Gestänge des Grindels gleitbar gelagerter Stößel angeordnet.
Das bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorgesehene, schwenkbar im Pfluggrundkörper gelagerte Stützrad läßt sich mit Vorteil zur Einstellung der jeweils gewünschten Arbeitstiefe der Pflugschare verwenden. Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Höhenlage des die Ausschwenkung des Stützrades bzw. der Stützradgabel nach oben begrenzenden Anschlags verändert werden kann. Dieser Anschlag läßt sich vermittels einer im Pfluggrundkörper gelagerten Spindel betätigen.
Die nach unten erfolgende Ausschwenkung des Stützrades bzw. der Stützradgabel vor Auslösung des Wendevorganges kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung durch Anschlagen der Stützradgabel am Grundkörper des Pfluges begrenzt sein. Aus dieser Stellung schwenkt das Stützrad bzw. die Stützradgabel nach Ausführung der Wendung und bei dem sich hieran anschließenden Absenken des Pfluges nach oben aus. Hierbei werden zunächst die den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugscharen zugeordneten Federn gespannt. Sobald die Unterkante des Stützrades die Höhe der Pflugsohle erreicht hat, schiebt sich automatisch ein seitlich verrückbar angeordneter und vorzugsweise im Pfluggrundkörper gelagerter weiterer Anschlag in den Schwenkbereich der Stützradgabel ein. Auf diesem Anschlag kommt die Stützradgabel nach Spannen der Federn in ausgehobener Stellung des Pfluges zur Anlage, wodurch das Stützrad in der Transportstellung in einer durch diesen Anschlag bestimmten Höhe festgehalten wird. Dadurch wird das auf die Verminderung eines Verlustes an Transporthöhe gerichtete Ziel der Erfindung erreicht.
Vor Einleitung des Wendevorganges bzw. Öffnen der der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung muß der letztgenannte Anschlag für die Stützradgabel wieder aus dem Schwenkbereich der Stützradgabel entfernt werden, damit die Gabel bis zu dem den Schwenkbereich des Rades bzw. der Gabel nach unten begrenzenden Anschlag, der beispielsweise am Pfluggrundkörper liegt, ausschwenken kann. Dies ist deshalb erforderlich, damit die von der Stützradgabel getragenen und vor der Ausführung der Wendung mit den Federn nicht zusammenwirkenden Widerlager den Wendevorgang einerseits nicht behindern und zum anderen vor der Wendung bereits in eine solche Stellung gebracht werden, daß sie bei dem sich an die Wendung anschließenden Absenken des Pfluges die Federn bzw. die innerhalb deren Windungen angeordneten Stößel aufnehmen können.
Um nun die Bedienung des Pfluges möglichst einfach zu gestalten und damit auch Betriebsstörungen zu vermeiden, ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Verriegelungen für die Wendeeinrichtung und den das Ausschwenken der Stützradgabel in der Transportstellung begrenzenden Anschlag zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung miteinander verbunden sind, und zwar in der Weise, daß sich die Verriegelung für den genannten Anschlag stets vor der Verriegelung der Wendeeinrichtung öffnet. Dadurch können beide Verriegelungen bzw. deren Sperrorgane vermittels eines einzigen Auslösehebels, der im Grundkörper des Pfluges schwenkbar gelagert sein kann, betätigt werden.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Pfluges ergibt sich aus der Unabhängigkeit der Wendeeinrichtung von der Art der Anlenkung und Aushebung des Pfluges. So hat auch der Unterschied in der Ausführung und Einhängung des Dreipunktgestänges keinen Einfluß auf die Funktion. Das Wenden ist auch bei reell angelenktem Pflug mit Handaushebung gewährleistet.
Es ist auch ohne weiteres möglich, den Pflug nach der Erfindung mit einer sogenannten Momenteinzugseinrichtung auszustatten, so daß ein Übergang von
ίο der Dreipunktanlenkung zur Anhängeanlenkung möglich ist. Die hierfür erforderlichen Mittel sind an sich bekannt. Bei den bekannten Pflügen besteht zu diesem Zwecke die den oberen Lenker mit den unteren Lenkern verbindende Koppel aus zwei gelenkig miteinander verbundenen und gegeneinander verriegelbaren Teilen. Bei Öffnung der für die beiden Koppelteile vorgesehenen Verriegelung gibt der Pflug sein typisches kinematisches Dreipunktverhalten auf und nimmt statt des vom Pflug weiter entfernten ideellen Führungspunktes einen günstigeren, d. h. näher beim Pflug liegenden reellen Führungspunkt an, wodurch die Länge des Einzugsweges gegenüber der Dreipunktanlenkung wesentlich verkürzt wird. Es ist auch bekannt, in diesem Falle die Verriegelung der Koppel mit der Verriegelung der Wendeeinrichtung zur gemeinsamen Betätigung miteinander zu verbinden. In weiterer Ausbildung hierzu und in Anpassung an die bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorliegenden Verhältnisse schlägt die Erfindung vor, daß mit diesen beiden letztgenannten Verriegelungen auch die Verriegelung des Anschlages für die Stützradgabel in der Transportstellung zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung verbunden ist. Dabei soll sich bei dieser Betätigung die Verriegelung für die Koppel vor derjenigen des Anschlages und diese wiederum vor derjenigen der Wendeeinrichtung öffnen. Die Verriegelungen bzw. deren Sperrorgane können wieder von einem einzigen, schwenkbar gelagerten Auslösehebel bedient werden. Hierdurch ist es möglich, durch Bewegung des Auslösehebels über nur einen Teil seines Schwenkbereiches nur eines der Sperrorgane der Verriegelungen zu betätigen oder aber bei Betätigung des Auslösehebels über seinen gesamten Bewegungsbereich sämtliche Sperren unmittelbar aufeinanderfolgend auszulösen. Der Übergang von der einen Schaltstellung des Auslösehebels zur anderen kann durch geeignete Markierungen in seinem Bewegungsbereich oder aber auch durch zwischen den einzelnen Schaltstellungen eingelegte Druckpunkte für die Bedienungsperson sinnfällig gekennzeichnet werden. Eine solche Kennzeichnung ist auch dadurch möglich, daß die einzelnen Sperrorgane der Verriegelungen unter der Wirkung unterschiedlich ausgebildeter Federn stehen, so daß zur Betätigung der einzelnen Sperrorgane beim Ausschwenken des Auslösehebels in der Aufeinanderfolge der von dem Hebel zu öffnenden Verriegelungen jeweils eine größere, der Federkraft entgegenwirkende Kraft aufzuwenden ist, um der Bedienungsperson durch einen merklich größeren Widerstand während des Schaltvorganges den Übergang von der Betätigung des einen Sperrorgans zu dem anderen anzuzeigen. Bei zweigeteilter Koppel kann der Auslösehebel, wie an sich bekannt, in dem mit dem Grundkörper des Pfluges starr verbundenen Koppelteil gelagert sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 den abgesetzten Pflug, von hinten gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 2 den abgesetzten Pflug, von der Seite gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 3 den ausgehobenen Pflug nach vollzogener Wendung, von hinten gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 4 den ausgehobenen Pflug nach vollzogener Wendung, von der Seite gesehen, in schematischer Darstellung,
Fig. 5 eine mit einer Momenteinzugseinrichtung ausgestattete Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pfluges in schematischer Seitenansicht,
Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht eines einige der erfindungswesentlichen Merkmale erfassenden Ausschnittes aus einem mit einer Momenteinzugseinrichtung ausgestatteten Pflug und
Fig. 7 Lagerung und Führung der bei dem erfindungsgemäßen Pflug vorgesehenen Federn in vergrößerter Darstellung.
Die in der Zeichnung dargestellten Pflugausführungen sind mit einer Dreipunktanlenkung ausgestattet. Die Achsen des oberen Lenkers 1 und der unteren Lenker 2 sind strichpunktiert dargestellt. Der starre Pfluggrundkörper ist stark, die an diesem beweglichen Teile sind schwächer ausgezogen.
In dem Grundkörper 3 des Pfluges ist die Welle 4 vermittels einer auf der die beiden unteren Lenker 2 miteinander verbindenden Achse befestigten Muffe 32 (vgl. Fig. 6) drehbar gelagert. Die Wendewelle 4 trägt das Gestänge 7 des Pflugrahmens, an dem die Pflugschare 5, 6 aufgehängt sind.
An dem Gestänge 7 greifen Federn 10,11 an, deren Spannung auf durch die Federn hindurchgesteckte Stößel 8, 9 einwirkt, die ihrerseits am Gestänge 7 in an diesem angeschweißte Lagerschlaufen 22 (vgl. Fig. 6) axial verschiebbar und auch in gewissem Umfange seitlich ausschwenkbar gelagert sind. Infolge der Vorspannung der Federn befindet sich der dem nicht in Arbeitsstellung befindlichen Pflugschar 5 zugeordnete Stößel 9 in einer Schräglage, während der dem in Arbeitsstellung befindlichen Pflugschar 6 zugeordnete Stößel 8 eine vertikale Lage einnimmt (vgl. Fig. 1 und 3).
Das dem Gestänge 7 abgewandte Ende der Federn 10,11 bzw. der Stößel 8, 9 wird, wie insbesondere aus Fig. 2 erkennbar, beim Absenken des Pfluges um die Achse 31 gegen ein von der vermittels der Achse 34 im Grundkörper 3 schwenkbar gelagerten Gabel 12 des Stützrades 21 getragenes Widerlager B gedruckt. Dies trifft jedoch nur für diejenigen Federn 10 bzw. Stößel 8 zu, die einem in Arbeitsstellung zu bringenden bzw. in dieser befindlichen Pflugschar 6 zugeordnet sind. Das Widerlager B weist eine abgeschrägte Auflauffläche für die Federn bzw. Stößel auf. Dadurch gleitet die bis zum Aufsetzen des Pfluges zusammengedrückte Feder mit dem unter deren Wirkung stehenden und in der Führung 22 (vgl. Fig. 7) nach oben verschobenen Stößel 8 in die Raste 19, 20 ab, die mit dem Grundkörper 3 starr verbunden und demnach von der ausschwenkbaren Stützradgabel 12 völlig unabhängig ist.
Der Schwenkbereich der Stützradgabel 12 wird, wie aus Fig. 4 ersichtlich, nach unten durch den Anschlag A am Grundkörper 3 und nach oben durch den höhenverstellbaren Anschlag 25 begrenzt. Die Betätigung des Anschlages 25 zur Veränderung von dessen Lage kann vermittels der im Grundkörper 3 gelagerten Spindel 14 erfolgen. Der Anschlag 25 greift bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel in eine an der Stützradgabel 12 vorgesehene Kulisse 24 ein.
In den Schwenkbereich zwischen den Anschlägen 25 und A kann, wie Fig. 2 erkennen läßt, von der Seite her ein weiterer Anschlag 17 (vgl. auch Fig. 6) eingeschoben werden. In dieser Stellung wird der Anschlag 17 durch eine Feder 27 festgehalten, die inso-
fern als Verriegelung für den Anschlag 17 dient. Der Anschlag 17 ist in an der Achse 31 angeschweißten Laschen 33, 33' unter der Wirkung der Feder 27 seitlich verschiebbar gelagert. Zur Betätigung des Anschlages 17 bzw. um diesen aus dem Schwenkbereich der Stützradgabel 12 herauszuziehen, ist eine Schubstange 16 vorgesehen, die an ihrem unteren Ende Schrägflächen aufweist, die sich beim Niederdrücken der Stange 16 infolge Keilwirkung zwischen die Lasche 33' und einem auf dem Bolzen 17 unverschiebbar aufgezogenen Ring 35, der als Widerlager für die Feder 27 dient und demnach in der ausgerückten Stellung des Bolzens 17 gegen die Lasche 33' gedrückt wird, schiebt.
Die Schubstange 16 steht mit einem Handhebel 15 in gelenkiger Verbindung, der gleichzeitig zur Betätigung der Wendeeinrichtung dient.
Der Hebel 15 ist um die in dem Grundkörper 3 gelagerte Achse 18 verschwenkbar. Beim Ausschwenken des Hebels 15 wird das Sperrorgan 13 der Verriegelung für die Wendevorrichtung aus der Arretierung 29 gezogen. Nach Ausführung der Wendung wird das Sperrorgan 13 vermittels der Feder 28 wieder in die Arretierung 29 zurückgeholt.
Bei dem in den Fig. 5 und 6 gezeigten Ausführungs-
beispiel v/ird die Koppel durch die beiden gelenkig miteinander verbundenen Teile 36, 37 gebildet, die vermittels des Hakens 30 und des Anschlages 38 gegeneinander verriegelt werden können, wobei der Haken 30 den Anschlag 38, wie in Fig. 6 gezeigt, umfaßt. Auch diese Verriegelung kann ebenso wie diejenige für den Anschlag 17 und die Wendeeinrichtung von dem Handhebel 15 her betätigt werden, wobei beim Ausschwenken des Handhebels 15 zunächst die Verriegelung für die Koppelteile 36, 37 und dann für den Anschlag 17 und zuletzt erst für die Wendeeinrichtung gelöst wird. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist die Schubstange 16 für die Betätigung des Anschlages 17 an dem Haken 30 für die Verriegelung der Koppel angelenkt, der seinerseits unmittelbar von dem Handhebel 15 her betätigt wird. An diesem befindet sich ein Bügel 39, dessen Bewegung bei Betätigung des Auslösehebels 15 über weitere Übertragungsmittel 40 auf das unter Wirkung der Feder 41 mit der Arretierung 42 des Segmentes 43 im Eingriff gehaltene Sperrorgan 29 übertragen wird.
Der in der erfindungsgemäßen Weise ausgebildete Pflug arbeitet folgendermaßen:
Es sei angenommen, daß der Pflug sich in der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Grundstellung befindet.
Dabei sind die Pflugschare 5, 6 angehoben. Das Stützrad 21 befindet sich unterhalb der Pflugsohle 26 und wird in dieser Stellung durch Anschlagen der Stützradgabel 12 im Punkte des Grundkörpers 3 festgehalten. Beide Stößelfedern 10,11 sind entspannt.
Das Sperrorgan 13, das in die Arretierung 29 eingreift, hält das Pflugschar 6 in Arbeitsstellung. Wird der Pflug nun abgesetzt, so berührt zunächst das Stützrad 21 den Boden und führt unter der Ein-
wirkung des Pfluggewichts in bezug auf den Grundkörper 3 eine Relativbewegung nach oben aus. Der Stößel 8 trifft auf das Widerlager B der Stützradgabel 12 auf, wodurch die Feder 10 zusammengedrückt und der Stößel 8 in seiner Führung 22 nach oben geschoben wird. Spätestens beim Aufsetzen des Pflugschares 6 auf den Boden ist die Feder 10 gespannt. Da das Widerlager B eine schräge Auflauffläche besitzt, wird die Feder 10 zusammen mit dem Stößel 8 in die Raste 20 hineingeschoben. Dieser Moment ist in den Fig. 1 und 2 festgehalten, aus welchen auch ersichtlich ist, daß das obere Stützradgabelende inzwischen den unter Federkraft 27 stehenden Rastbolzen 17 freigegeben hat, der sich als Anschlag in den Schwenkbereich der Stützradhebel 12 einschiebt.
Beim nachfolgenden Eindringen des Pflugschares 6 in den Boden setzt sich die Relativbewegung des Stützrades 21 nach oben ohne Beeinflussung durch die Feder 10 so lange fort, bis die vermittels des Anschlagbolzens 25 über die Spindel 14 eingestellte Arbeitstiefe erreicht ist. Hiernach liegt der Bolzen 25 am oberen Ende der Kulisse 24 an (vgl. Fig. 5).
Wird der Pflug ausgehoben, so fällt das Stützrad bis in die Höhe der Pflugsohle 26 und wird während des Transportes durch den Anschlagbolzen 17 in dieser Lage gehalten.
Wird nun zur Auslösung des Wendevorganges der im Grundkörper 3 schwenkbar gelagerte und unter der Wirkung der Rückholfeder 28 stehende Handhebel 15 nach vorn geschwenkt, so wird zuerst durch Keilwirkung der nach unten bewegten Schubstange 16 der Bolzen 17 beiseite geschoben, so daß das Stützrad bis zum Anschlagt fallen kann. Dann erst wird die Verriegelung 13, 29 der Wendeeinrichtung gelöst, so daß sich die Feder 8 entspannen und dadurch die Wendung bewirken kann. Nach Abschluß der Wendung rückt bei Loslassen des Handhebels 5 das Sperrorgan 13 wieder in die Arretierung 29 automatisch ein, wodurch die Wendeeinrichtung wieder verriegelt ist. Damit ist der Stand nach den Fig. 3 und 4 wieder erreicht. Wird hiernach der Pflug abgesenkt, so wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge, wobei allerdings dann die Feder 11 zur Geltung kommt.
Beim Betrieb des mit der Momenteinzugsvorrichtung ausgestatteten Pfluges nach den Fig. 5 und 6 kommt zu den Verriegelungen des Anschlages 17 und der Wendeeinrichtung noch die Verriegelung für die Koppelteile 36, 37 hinzu, die jedoch, wie bereits erwähnt, ebenfalls über den Handhebel 15 betätigt werden kann. Da die Verriegelung für den Anschlagbolzen 17 in der Arbeitsstellung des Pfluges unwirksam ist, muß lediglich vermieden werden, daß die Verriegelung für die Wendeeinrichtung gleichzeitig gelöst wird. Dies kann z. B. dadurch erreicht werden, daß die erforderliche Handkraft, nachdem die Verriegelung für die Koppelteile gelöst ist, beispielsweise infolge erhöhter Gegenkräfte (Federn) merklich ansteigt.
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Claims (10)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung, bei welcher die dem ausgehobenen Pflug innewohnende potentielle Energie zum Spannen von den Wendevorgang nach Öffnen einer der Wendeeinrichtung zugeordneten Verriegelung auslösenden Federn ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Federn (10,11) an dem die Pflugschare (5, 6) mit der Wendewelle (4) verbindenden Gestänge (7) angreifen und andererseits beim Absenken des Pfluges und Aufsetzen eines vermittels seiner Radgabel (12) im Pfluggrundkörper (3) nach oben und unten zwischen Anschlägen (17, 25, A) ausschwenkbar gelagerten Stützrades (21) die jeweils dem bzw. den in Arbeitsstellung zu bringenden Pflugschar(en) zugeordneten Federn (10,11) gegen von der Stützradgabel (21) getragene Widerlager (B) gedrückt und dabei gespannt werden.
2. Winkeldrehpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn (10, 11) durch einen innerhalb der Federwindungen angeordneten und im Gestänge (7) des Pfluges gleitbar gelagerten Stößel (8, 9) festgehalten sind.
3. Winkeldrehpflug nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die vor dem Aufsetzen der Pflugschare (5, 6) gespannten Federn (10,11) durch eine von der Stützradgabel (21) unabhängige Raste (19, 20) oder Verriegelung aufgenommen bzw. festgehalten werden.
4. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenlage des die Ausschwenkung des Stützrades (21) bzw. der Stützradgabel (12) nach oben begrenzenden Anschlags (25) zwecks Einstellung der gewünschten Arbeitstiefe der Pflugschare (5, 6) verändert werden kann.
5. Winkeidrehpflug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (25) vermittels einer im Pfluggrundkörper gelagerten Spindel (14) betätigt werden kann.
6. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nach unten erfolgende Ausschwenkung des Stützrades (21) bzw. der Stützradgabel (12) vor Auslösung des Wendevorganges durch Anschlagen der Stützradgabel (12) am Grundkörper (3) des Pfluges begrenzt ist.
7. Winkeldrehpflug nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Schwenkbereiches der Stützradgabel (12) zwischen den beiden Anschlägen (25, A) ein seitlich verrückbarer, im Pfluggrundkörper (3) gelagerter weiterer verriegelbarer Anschlag (17) vorgesehen ist, mit dem die Stützradgabel nach Spannen der Federn in ausgehobener Stellung des Pfluges (Transportstellung) zusammenwirkt.
8. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungen für die Wendeeinrichtung und den Anschlag (17) zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung miteinander verbunden sind, wobei sich bei dieser Betätigung die Verriegelung für den Anschlag (17) stets vor der Verriegelung der Wendeeinrichtung öffnet.
9. Winkeldrehpflug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflug zwecks Übergangs von der Dreipunktanlenkung zur Anhängeanlenkung eine an sich bekannte, aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Teilen (36, 37) bestehende Koppel aufweist, deren Verriegelung mit den Verriegelungen für den Anschlag (17) und die
Wendeeinrichtung zur gemeinsamen stufenweisen Betätigung verbunden ist, wobei sich bei dieser Betätigung die Verriegelung für die Koppel vor derjenigen des Anschlages (17) und diese wiederum vor derjenigen der Wendeeinrichtung öffnet.
10
10. Winkeldrehpflug nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Grundkörper (3) des Pfluges schwenkbar gelagerter Auslösehebel (15) beim Ausschwenken stufenweise an den Sperrorganen der Verriegelungen angreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEF31216A 1960-05-12 1960-05-12 Winkeldrehpflug mit automatischer Wendeeinrichtung Pending DE1115072B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1214925B (de) 1963-08-30 1966-04-21 Lemken Kg Pflugfab Antriebsvorrichtung fuer ein Kniehebeldrehwerk an Drehpfluegen

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