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DE1211629B - Verfahren zum Dehydrieren von Cyclohexanol - Google Patents

Verfahren zum Dehydrieren von Cyclohexanol

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Publication number
DE1211629B
DE1211629B DEB68424A DEB0068424A DE1211629B DE 1211629 B DE1211629 B DE 1211629B DE B68424 A DEB68424 A DE B68424A DE B0068424 A DEB0068424 A DE B0068424A DE 1211629 B DE1211629 B DE 1211629B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
zinc
catalysts
dehydrogenation
cyclohexanol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB68424A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Heinrich Sperber
Dr Guenter Poehler
Dr Franz Ludwig Ebenhoech
Dr Leopold Hupfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB68424A priority Critical patent/DE1211629B/de
Publication of DE1211629B publication Critical patent/DE1211629B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J21/00Catalysts comprising the elements, oxides, or hydroxides of magnesium, boron, aluminium, carbon, silicon, titanium, zirconium, or hafnium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/002Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by dehydrogenation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zum Dehydrieren von Cyclohexanol Es ist bekannt, daß sich primäre oder sekundäre Alkohole bei erhöhter Temperatur in der Gasphase oder in flüssiger Phase an festen Katalysatoren zu Aldehyden oder Ketonen dehydrieren lassen. Beispielsweise haben Katalysatoren, die ganz oder überwiegend aus Zinkoxyd bestehen, weite Anwendung gefunden.
  • Von einem guten Dehydrierungskatalysator wird erwartet, daß er eine hohe Selektivität zeigt; Vor allem darf er nicht in nennenswertem Maß die Dehydratisierung der Alkohole unter Olefinbildung begünstigen.
  • Weiterhin sollen gute Katalysatoren bei möglichst niederen Temperaturen arbeiten, da andernfalls aus den Aldehyden oder Ketonen Kondensationsprodukte entstehen, die die Katalysatorüberfläche bedecken und die Ausbeute vermindern. Darüber hinaus wird von einem guten Katalysator erwartet, daß er auch bei hohen Belastungen hohe Umsatzgrade und damit hohe Raum-Zeit-Ausbeuten ermöglicht. Schließlich ist es natürlich für die technische Ausgestaltung einer Dehydrierungsreaktion wichtig, daß der Katalysator lange Betriebsperioden ermöglicht, also nicht zu bald regeneriert oder ausgewechselt werden muß.
  • Es wurde nun gefunden, daß man Cyclohexanon durch Dehydrieren von Cyclohexanol an Zinkoxydkatalysatoren in der Gasphase bei erhöhter Temperatur erhält, wenn man solche Katalysatoren verwendet, die durch Fällen einer Zinksalzlösung, die Dithionitionen und/oder Hydroxyalkansulfinationen enthält, mit basischen Fällungsmitteln hergestellt wurden und eine Oberfläche von 5 bis 20 m2/g aufweisen.
  • Katalysatoren, die beim neuen Verfahren verwendet werden ,können höher belastet werden und ermöglichen wesentlich längere Betriebsperioden bzw. höhere Ausbeuten als die bekannten Katalysatoren der deutschen Patentschrift 863 495, der deutschen Auslegeschriften 1 026 739, 1 055 520, 1 060 376 und 1 061 768, der schweizerischen Patentschrift 348 696, der USA.-Patentschrift 2 978 420 und der britischen Patents schrift 823 514. Auch gegenüber den Katalysatoren der deutschen Patentschrift 1 119 243, der Patentschrift 15 576 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der britischen Patentschrift 555 557 werden verbesserte Ausbeuten erzielt. Ein weiterer Vorzug des neuen Verfahrens besteht darin, daß man mit niedrigeren Reaktionstemperaturen beginnen kann als bei Verwendung der bekannten Zinkkatalysatoren; man erhält dadurch reinere Produkte, da die niedrigeren Temperaturen die Bildung unerwünschter Nebenprodukte, wie Phenol und höhersiedender Kondensationsprodukte, zurückdrängen.
  • Bei der Herstellung der Katalysatoren geht man am besten von einer wäßrigen Zinkdithionitlösung oder einer wäßrigen Lösung eines Zinksalzes einer Hydroxyalkansulfinsäure, vorteilhaft der Hydroxymethansulfinsäure, aus. Ebenso ist es aber auch möglich, das Zinkoxyd (genauer gesagt eine Verbindung, die beim Erhitzen in Zinkoxyd übergeht, wie Zinkhydroxyd, Zinkearbonat und Zinkhydrogencarbonat) aus der wäßrigen Lösung eines beliebigen Zinksalzes zu fällen, sofern in dieser Lösung Dithionit--und - bzw. oder Hydroxyalkansulfinationen in einer Konzentration vorliegen, die mit derjenigen der Zinkionen vergleichbar ist. Beispielsweise kann man Zinkcarbonat aus einer wäßrigen Zinkacetatlösung, die Natriumdithionit gelöst enthält, durch Zugabe von Natriumcarbonat fällen. Es hat sich als praktisch erwiesen, von Zinksalzlösungen auszugehen, die in bezug auf Zinkionen und auf Dithionit- und bzw. oder Hydroxyalkansulfinationen 0,1- bis 2,molar sind.
  • Als basische Fällungsmittel verwendet- man die bekannten Stoffe, die aus Zinksalzlösungen Zinkverbindungen ausfällen, die beim Erhitzen in Zinkoxyd übergehen. Solche Stoffe sind z. B. Alkali- oder Erdalkalihydroxyde, - -carbonate, -hydrogencarbonate und Ammoniak.
  • Die Verwendung von Überschüssen dieser Stoffe bei der Fällung bringt unter Umständen verbesserte Eigenschaften der Dehydrierungskatalysatoren mit sich.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung können auch Trägerkatalysatoren benutzt werden. Man erhält sie beispielsweise, indem man in der Zinksalzlösung vor der Fällung einen inerten Träger, wie Koks, Aktivkohle, Bimsstein oder eisenoxydhaltige Trägerstoffe (z. B. die sogenannte Bayer-Masse), suspendiert.
  • Die gefällte Zinkverbindung wird von der Lösung getrennt und gewaschen. Man verformt die feuchte Masse, gegebenenfalls unter Zusatz von Wasser und vorteilhaft nach Zugabe von etwa 0,5 bis 10 Gewichtsprozent eines Bindemittels, wie Stärke, Graphit oder Stearinsäure, zu Pillen oder Strängen. Die Formstücke werden dann getrocknet und bei etwa 300 bis 500"C oder auch bei einer höheren Temperatur geglüht. Zweckmäßig erhitzt man sie 2 bis 12, vorteilhaft 4 bis 10 Stunden auf 300 bis 5000 C. Vorteilhaft wird der Katalysator in einem Gasstrom erhitzt, der zur raschen Entfernung des Wasserdampfes mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,2 m/Sekunde und mehr, z. B. 0,5 bis 2 m/Sekunde, durch die Katalysatormasse geleitet wird, so daß der Wasserdampfgehalt des die Erhitzungszone verlassenden Gases bei Abkühlung auf etwa 40°C weniger als etwa 500/o des Sättigungsgrades beträgt. Es ist zweckmäßig, das Erhitzen in einem Strom reduzierender Gase, wie Wasserstoff oder Kohlenoxyd, vorzunehmen.
  • Das Zink liegt jedoch nach wie vor hauptsächlich in oxydischer Form vor. Durch eine Behandlung des Katalysators mit reduzierenden Gasen während des Erhitzens oder nach dem Erhitzen werden die mechanische Festigkeit und besonders die katalytische Wirkung verbessert. Die Dehydratisierung der Ausgangsstoffe und Kondensationsreaktionen der Endprodukte werden nämlich auf diese Weise deutlich zurückgedrängt. Die Behandlung des Katalysators mit reduzierenden Gasen wird vorteilhaft unmittelbar vor seinem Gebrauch in der Dehydrierungsvorrichtung vorgenommen.
  • Die Katalysatoren besitzen eine Oberfläche von 5 bis 20 und insbesondere von 8 bis 16 m2/g. Größere Oberflächen begünstigen eine Kondensation der Reaktionsprodukte. Die Oberflächeneigenschaften lassen sich durch Art und Dauer des Erhitzens beeinflussen. Je höher die Temperatur und je länger die Zeit, um so kleiner ist die Oberfläche.
  • Man führt das Verfahren nach der Erfindung vorteilhaft bei einer Temperatur zwischen 250 und 4500 C, insbesondere zwischen 310 und 390"C, durch. Man beginnt im allgemeinen bei 310 bis 340"C und steigert diese Temperatur, wenn die Aktivität des Katalysators im Laufe von Monaten nachläßt, um etwa 20 bis 600 C. Wenn dann die Ausbeute abfällt, wird der Katalysator regeneriert.
  • Man arbeitet bei dem neuen Verfahren zweckmäßig mit Durchsätzen zwischen 0,3 und 5, insbesondere zwischen 0,4 und 2 Raumteilen Ausgangsstoff je Raumteil Katalysator und Stunde. Bei den genannten Temperaturen wird dabei ein Umsetzungsgrad zwischen 80 und 900/o ohne Schwierigkeit erreicht.
  • Wenn sich das Nachlassen der Aktivität des Katalysators durch Temperatursteigerung nicht mehr ausgleichen läßt, kann man den Katalysator regenerieren.
  • Dies geschieht am einfachsten, indem man ihn auf 200 bis 400"C erhitzt und einige Zeit, beispielsweise 4 bis 10 Stunden, Luft darüberleitet. Danach hat der Katalysator praktisch wieder seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit.
  • Beispiel Eine 1,6molare wäßrige Lösung von Zinkdithionit wird mit der äquivalenten Menge an 25 °/Oiger Natronlauge versetzt. Man filtriert den Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser, teigt ihn in einem Kneter unter Zusatz von 0,5 0/, Stärke an, knetet das Gemisch eine Zeitlang und verformt es dann in einer Strangpresse zu Strängen von 4 bis 6 mm Durchmesser.
  • Die Stränge werden zerhackt und der Katalysator in Form von kleinen Zylindern bei 120"C getrocknet und 8 Stunden im Wasserstoffstrom auf 450"C erhitzt. Die Oberfläche des Katalysators beträgt dann 12 m2/g.
  • 20 1 des so hergestellten Katalysators füllt man in ein Reaktionsrohr mit einer lichten Weite von 80 mm und einer Länge von 5 m. Man erhitzt den Katalysator auf 320"C und leitet zu Beginn stündlich 12 kg, nach einigen Stunden stündlich 20 kg reines Cyclohexanol in Dampfform über den Katalysator. Im Laufe einiger Monate wird die Temperatur nach und nach auf 340"C erhöht. Das dampfförmige Reaktionsgemisch wird kondensiert und das Kondensat destilliert. Man erhält 0,1 bis 0,5 01o Vorlauf, 810/o Cyclohexanon, 170/o Cyclohexanol und etwa 101o höhersiedende Produkte. Die Ausbeute sinkt auch nach 6 Monaten noch nicht ab.
  • Verwendet man dagegen einen Katalysator, der in üblicher Weise aus Zinkchlorid durch Fällung mit Natronlauge hergestellt wurde, und verfährt im übrigen wie beschrieben, so benötigt man schon eine Anfangstemperatur von 3400 C, um 810/o Cyclohexanon zu gewinnen. Diese Temperatur muß innerhalb 21/2 Monaten auf 360"C gesteigert werden, damit die Ausbeute gehalten wird. Nach 21/2 Monaten läßt sich die Ausbeuteverminderung durch Steigerung der Temperatur nicht mehr ausgleichen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zum Dehydrieren von Cyclohexanol an Zinkoxydkatalysatoren in der Gasphase bei erhöhter Temperatur, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß man solche Katalysatoren verwendet, die durch Fällen einer Zinksalzlösung, die Dithionitionen und/oder Hydroxyalkansulfinationen enthält, mit basischen Fällungsmitteln hergestellt wurden und eine Oberfläche von 5 bis 20 m2/g aufweisen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 823 495; deutsche Auslegeschriften Nr. 1 026 739, 1 060 376, 1061768, 1055520, 1 119 243; Patentschrift Nr. 15 576 des Amtes für Erfindungs-und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands; britische Patentschriften Nr. 823 514, 655 557; schweizerische Patentschrift Nr. 348 696; USA.-Patentschrift Nr. 2 978 420; belgische Patentschrift Nr. 598 092; niederländische Patentschrift Nr. 96 114.
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